Märchen und Sagen

Part 13

Chapter 13 4,256 words Public domain Markdown

Meister Hans Scharpsteker in Soltwedel vam Amt der Snider un Schröder lewde mennigen Dag mit siner Fru in eener kinderlosen Eh, un was sehr bedröwt datt sin Geslecht utgahn schull, un plag to seggen: Dat ward de Stadt föhlen, wenn de Name Scharpsteker ehr fehlt; denn solang se denken kann un Eva in den vörbadenen Appel bet, datt de Minschen ehre Sünd bekleden müßten, hebben Scharpstekers då im Amt der Kledermakers seten. Scharpsteker äwerst nömde de Sniders nümmer anners as Kledermakers. Endlich as de Kopp all anfung em to grisen, sede sine Fru eenmal to em: Klas, ick weet, wat du nich weetst, un lachte dåto. Un he sede: wat schull dat woll Grotes wesen? Un se strakte en fründlich üm den Bårt un sprack: Dat süht so ut, as wenn Gott dat urolde Geslecht der Scharpsteker nich will utstarven laten, denn sit een paar Weken geiht wat in mi vör, wat woll mal mit twee Beenen up der Erd herümspazieren ward. Un de olde Scharpsteker, as he ditt vörnam, wurd äwer de Maten froh un danzte up sinen twee dünnen Sniderstaketen herüm, as hedde de Zegenbuck Hochtid holden. Darup ging he un slog de Bibel up un sach in sinem Kalender nah; un as he dat dhan hedd, hüppte he idel lustig äwer Disch un Bänke, so datt sine Snidersche sede: Wat Wäder! wat is't mit di, Mann? büst du noch richtig? am End wast du geck un breckst Hals un Been, ehr de junge Scharpsteker då is. Äwerst dat Sniderken let sick nich stüren, un sprung frisch un juchte un joste, datt de Lüd up der Straat vör'm Finster still stunden un meenden, et were een lustig Gastgebot bi Meister Klas. Un as em de Athem knapp wurd, settede he sick bi sinem Schatz un nam se up de Knee, un reep: Juchhe! Juchhe! an't Licht herut mit di, min Held! Juchhe! un abermal Juchhe! dat ward een rechter Scharpsteker warden, een Held mit der Natel un mit dem Degen, un he ward unsern Namen grot maken. Denn nüe Kleeder hew ick up dem Sünnenupgang grepen, un in der Bibel, wo ick dat Loos frog, bleef min Finger up dem Versch stahn im tweeten Book Samuels im ersten Kapitel, wo dat ludet: Der Bogen Jonathans hat nie gefehlet und das Schwerdt Saul ist nie leer wiederkommen vom Blute der Erschlagenen und vom Fette der Helden. Un wenn ick alles tosamlegge, wat mi in dissen letztvörledenen Weken drömt hett un wo veele Nateln ick terbraken hew un wo veele snurrige Gedanken äwer unser Stadtregiment mi dör den Kopp flagen un schaten sünt, so düdet dat ook up sonne Ding, wovan de bibelsche Versch spreckt. Un, Fru, nu segg du, wo is di egentlich to Mod? denn in di mütt sick't am lebendigsten wiesen; dine Gedanken sünt gewiß nicks as Degen un Speete un dine Dröm idel Siege un Slachten? O wat! sede se, gah mi weg mit dinen Herrlichkeiten! mi is sehr slimm to Mod un ick lide veel an dullen Gelüsten. Nimm di man in Acht, Mann, datt mi de Lust nich ankümmt, di in der Pann to braden un uptofreten; denn denk mal: gistern hedd ick recht swår mi to holden, datt ick unsern schönen witten Hushahn, de de Zier vam Markt is, nich bi'm Kopp nam un en slachtede un brot; denn ick was up Hahnenflesch mit Lüsten, un as he vör mi up den Gårdentun flog un mit den Flüchten slog un so lustig kraihde, dacht ick mordlustig in mi: leg de doch braden in der Schöttel! As de Snider ditt vörnam, fung he sinen drüdden Danz an, ret sick de Slapmütz vam Kopp, swung se in der Luft üm un smet se in de Hög, un reep: Juchhe! un abermal Juchhe! hebben wi di, junger Held Scharpsteker? hebben wi di, min Dörflinger un Stalhanschen, un wo alle Grewen un Feldmarschälle heten mägen, de bi der Snidernatel dat Isen führen lehrt hebben? Ja, de Hahn is een modig fürig un ridderlich Veh, un dårüm will dat Heldenkind Hahnenflesch äten. Juch! Juch! Sniderglück! Dat ward wiß mal een General un Börgermeister, de mit der Stadtfahn in't Feld tüht un Törken un Franzosen dat Hasenpanier in de Hand gift.--Juchhe! frisch drup, min Küken! frisch drin, min junger Löwe!

So tierde sick de olde Meister. As sine Fru em äwerst mal sede: Se hedde den Morgen een Gelüst hett, datt se Plettisen un Bägelisen, wenn se se hedd biten künnt, gern vörslungen hedd, då müßten des Sniders Rehbeenen höger hüppen un springen, as je vörher, un he reep as geck un unsinnig: Hew ick't nich seggt? Hew ick't nich seggt? alle ward he in de Flucht slan, keen Törk un Taterkhan ward vör em utholden. Un he kunn sine Froid unmöglich bi sick beholden, un leep ut in de Stadt un vörtellde allen Nawers, wat för een Held ut em entspringen schull: ja, een Simson mit dem Eselskinnbacken, sede he, een Gideon, een König David, een Judas Maccabäus, een rechter Isenbreker un Isenfreter. Nehmt juwe Jongens vör em in Acht, Nawers, wenn he då is; dat rad ick ju: denn wenn he bös ward, is keen Utkamen mit em, ick kenn dat scharpstekersche Blood.

De Nawers äwerst lachten äwer den olden Narren un seden: De Snider is een Dreihkopp worden.

As de junge Scharpsteker geburen wurd--denn een Jung was he--sach de Olde up sinem Kopp dat Hütken, dat veelen Lüden bi eenem ankamenden Kinde een Glücksteken dücht, un reep: Seh! då hebben wi't jo, känen uns den Helden mit Händen gripen--seh! seh! Wif! un froi di! då! seht de Siegshuw un Glückshuw lifhaftig! un wat hett de Schelm vör een paar Oogen im Kopp! funkelt nich Für un Blitz drin? o wåhrhaftig de ward Karthauen un Kanonen unvörseerd in't Gesicht sehn.

So kam de junge Scharpsteker tor Welt, un kreg de Namen Hans Niklas. He wurd äwerst nich anners as Hans Isenfreter nömd. Denn des olden Sniders Snack was bi den Lüden hängen blewen, un de junge Hans müßt dat entgelden. Hans was een smucker un flinker Jung un hedd würklich een paar grelle un blitzige blage Oogen im Kopp, un wuß to eenem slanken un zierlichen Snidergesellen up. Denn allmälig hedd sin Vader de groten Gedanken vörgäten, un sede: Sniders sünt ook Lüde. He let sinen Hans äwerst jümmer sehr nett un alamodisch in Kledern gahn, denn he was een vörmägender Mann un hedd man dat eenzige Kind. Vör allen Dingen äwerst trachtede he dårnah, datt Hans een geschickter un sneller Dänzer wurd un sinen Hot mit Manier afnehmen un sinen Bückling mit Anstand maken kunn. Denn he sede: Unsereens mütt veel mit vörnehmen Lüden ümgahn un to Grewen un Generals un Prinzen goden Morgen seggen; een Snider schull alltid as de Kinder der Vörnehmen ertagen warden; ick hew woll sehn, datt man mit lichtem un behendem Foot in der Welt uptreden mütt, denn je swårer man uptret, desto harder stött man an, un gewiß is't een gewaltig Wurd, dat Wurd: Kleder un Snider maken Lüde.

Hans Scharpsteker was negentein Jåhr old un würklich een hübscher junger Snidergesell mit roden Backen un hellen smachtigen Oogen. Up allen Börgerhochtiden hedd he den Vördanz, speelde ook een beten up der Cither, un sung de schönsten Arien; so datt de jungen Fruen un Jumfern en man den schönen jungen Snider nömden, olde ernsthafte Lüd äwerst koppschüddelten un seden: he is een Geck as sin Vader, een upgeblasener Narr.

Nu begaff sick etwas, dat den jungen Snider in de Welt dref; un he schull nu vörsöken un pröwen, wat de Siegerhuw em bedüd't hedd. In Soltwedel was een grot Vagelscheten, un de olde Klas Scharpsteker schot dat beste Stück van dem Vagel herunner un wurd Schützenköning. In der Stadt lewde een older vörsapener Poet un gewesener Scholmeister, de alle wichtigen Begebenheiten der Stadt un Doodsfälle un Hochtiden in groten Familien to besingen plag, de dichtete nu ook up den Köning Klas een langes Gedicht, dat fung mit dissem Versch an:

O Klas! du kühner Klas! de Natelspitz un Degen Un Fürruhr Flint un Büss geschickt weet to bewegen, Wat büst du för een Held! wo spelst du mit Geschütz! Gewiß, du Snider stohlst vam Himmel mal den Blitz!

Dit Gedicht sach woll ut as een Lofgesang, was äwerst heel anners meent un spelde vörblömt up veele scharpstekerische Pral- un Narren-Reden an, un makte veel Gelach un Gerede in der Stadt. Een Schalk, de sick äwer Meister Scharpsteker erlustigen wull, hedd et bi dem Poeten bestellt un em een paar Daler dåvör gewen.

Nu satt unser Hans Niklas mit veelen siner Kamraten mal in eenem Bierhuse, un då seten ook een paar Schohknechte, un de fungen an äwer dat Königsgedicht un äwer de Sniders to spotten un nömden se nich anners as de Herren Natelspitzen. As de jungen Sniders dat hürden, wullen se weggahn; äwerst eener van en stödd Hansen an un sede: Hans, lied dat nich un giff dem vörwegnen Schohmaker eens! Un Hans fatede sick een Hart, sprung up, un slog dem eenen Schoster achter de Ohren, datt se een helles Klinglikling sungen. De beeden Schosters wullen nu mit ehren harden Pickfüsten ook utlangen, äwerst de Sniders hedden to flinke Beenen, un weren wips as de Wind ut der Stuwe.

Disse Hansische Ohrfieg gaff eenen groten Uplop un Upruhr in der Stadt un de Schosters un Schohknechte dheeden sick tosam un drauden alle Sniders as de Flegen un Müggen dood to slan, wenn de sick vör en blicken leten. Un don fuhr eene grote Angst in de armen Kledermakers; denn wo schullen ehre finen Händekens dat woll mit den knotigen un knorrigen Füsten der Schohknechte upnehmen? In disser groten Noth funden se keenen annern Rath, as datt Hans Scharpsteker dat Feld rühmen un as de Sündenbuck för alle in de wiede Welt henin jagt warden schull. Un de olde Klas roth sülwst dåto. Un sine Moder snürde em unner dusend Thranen sin Bündel un sin Vader bröcht en des Nachts, as alle Schosters slepen, heemlich ut dem Dure un sede em: Holl di frisch, min dapprer Jong! un lat di dat erste halwe Jåhr nich merken, datt du een Snider büst; denn de Schelms, de Schohknechte, künnen di nahspören. Un hier hest du, wovan du unnerdessen lewen kannst--un he drückte em föftig Daler in de Hand. Un de beiden seden eenanner Adje.

Un Hans ging mit sinen föftig Dalers ganz lustig in de Welt henin un lewde de ersten Weken går vörgnögt un wanderde dör veele dütsche Länder un Städer un danzte mit mennigen hübschen Jumfern; un dat Wanderlewen geföll em woll. Äwerst he hedd nich an sines Vaders halwes Jåhr dacht, un nah säwen Weken was sine Tasch leddig. As em nu de letzte Daler ut dem Büdel sprung, was he grad in eener Stadt in der Slesie, de Öls het. Då was to der Tid eene Bande Kumödijanten van der Årt de van Stadt to Stadt un van Flecken to Flecken herümtehn un unnerwielen woll in Schünen un Schaapställen spelen. Un Hans dachte in siner Noth: jung un flink büst du noch, to kleden vörsteihst du die ook, un noch hest du schöne nüe Kleder, un de Beenen mit Manier hen un her to slenkern un eenen bunten Danz uptoführen un eene fine Aria to singen un up der Cither dåto to klimpern--o dat's di man een Spaß; un in eener Stadt as disse künnst du en woll een Ballet vördanzen. Un so nam he sick eenen Mod un ging to dem Hauptmann äwer de Kumödijanten un sede: ick will ook Kumödijant warden. Un se nehmen en mit Froiden an, denn he was schier un hübsch, so as se keenen mank sick hedden.

Un Hans nam sick in sinem nüen Handwerk binnen weinig Weken so up, datt he Könige un Prinzen un vörnehme Vörleewde un towielen ook Düwel un Gespenster un annere sonne uterordentliche Meister un Helden spelde un datt alle Kumödijantinnen sick in den schönen Scharpsteker vörleewden. Äwerst dit swinne Glück wurd sin Unglück. Denn een van sinen Kamraten, to siner Tid een Student un een rechter Raufbold, kreg de Swartsucht, as he Hansen dem Wiwervolk so in dem Schot sitten sach, un sprack em eenen Awend nah der Kumödi, as se bi'm Win seten, also hart to: Hans Wippstart, de du alles Trittvägelholt beflügst, morgen, wenn de Dag gragt, müßt du't mit mi up den Säbel vörsöken, den du hüt as Kaiser Artaxerxes so vörwägen swengt hest; willen mal sehn, ob ick diner Königin Esther een paar Thranen utlocken kann. Disse Rede düchte unserm Hans tor Untid spraken, un he bedacht sick nich lang, nam eenen van den blanken Röcken, worin he Könige un Helden to spelen plag, un sine Cither un sinen Stock, un so mit recht flinken Schreden ut dem Dur herut, eh dat Morgenroth noch ut dem Osten blenkerde. Denn em was jümmer, as hürde he üm de Ohren Säbel swirren un Pistolen knallen. He ging äwerst den Weg up Polen to.

Wat schull he nu anfangen? Snidern? ja Snidern? Dat kam em nu veel to gemeen vör, nachdem he so oft Kaiser un Köning west was un de schönsten verleewden Prinzessinnen üm sinen Hals hedd bummeln föhlt. He nam denn sine Cither un sung dåto, un so wanderde he dör't Land. Äwerst de Polacken, bi den keen Spill äwer den Dudelsack geiht, makten nich veel Wesens van em, un he müßt oft mit reisenden Handwerksburschen ut eener Schöttel eten un in slichten un luftigen Judenkrögen slapen, un all de Dröm van Herrlichkeit un Glück, de sin Vader in siner Jugend van em drömt hedd, un wat em sülwst up dem Theatrium oft dör den Kopp schaten was, müßt in Polen wedder utflegen un sick up den kahlen un kolden Wintertwig setten.

So was unser Hans bet in Litthauen kamen un satt in eenem Judenhuse in eenem Städtken een paar Mil van Grodno un att eenen slichten Knublokspannkoken un kauede sin Stück drög Brod dåto, un em föllen de olden Soltwedler Tiden wedder in, as he bi sinem Vader in Hüll un Füll satt, un he dacht ook wedder an Öls und wat een grot Mann he då west was, un wo de wilde Student, de em de Wiwer misgünnde, en van då mit Sabel un Pistolen wegdraut hedd. Un he nam sine Cither un spelde nicks as trurige Stückschen. Un et föll een gewaltiger Regen, so datt he inregnede un drei Dag då sitten bliwen müßt. Do rührde he ut Langerwiele unner den Bökern, de up dem Kannbrede in der Judenstuw legen, un fund toletzt een old Ridderbook, worin veele wundersame un äwenthürliche Geschichten un Leuschen to lesen weren. Un in dissem Book las he ook de Geschicht van den säwen jungen Schosters, de säwen schöne un rike Fräulen friet hedden un worut säwen Eddellüde up groten prächtigen Slotten worden weren. Un Hans müßt, as he ditt las, lud uplachen, un sede bi sick: Wat Düwell säwen Schosters? un du büst een Snider, un din Vader sede, du schust een Dörflinger warden, un kannst dat nich mal? Un in dem slog he mit der Hand up den Disch, un trug up eene Stell, wo wat Meth vörspillt was un sick een Hupen Flegen henset't hedd, un säwen Flegen legen van siner Hand as Liken hengestreckt. Un he froide sick äwer den Slag, un müßt noch mehr lachen, un reep ut: Wat der Düker! un ook Säwen! Un he sach de Dooden, de vör em legen, lang an, un em föll mancherlei dåbi in un fludderde em as Fleddermüse dör den Kopp hen un her.

Un de Nacht dårup drömde em allerlei wunderlich Tüg van groten Dingen un Aventüren un van Königsdänzen un Ridderspill, de bunten un prächtigen Bilder van dem Theatrium in Öls; un he föll in deepe Gedanken, un in dissen Gedanken un Nahgedanken satt he denn den ganzen Morgen un heelen Dag, un sede toletzt: In disser korten Welt is doch alles man Spill; heddst du man Kleder un Wapen un eenen polschen Hingst tüschen den Beenen, du wust di ook woll tom Eddelmann updenen. Un he fung tor Stund an, un ging in de Stadt un köffte sick för vier Groschen dickes Packpapier un fineres buntes, un klisterde dat tosam un klewde nüdliche Bildekens dårup, un snet alles sauber un nett ut--un so wurd een Schild fardig, nich veel slichter, as de he up dem Theatrium in Öls oft up dem Arm dragen hedd. Un midden up dem Schild malde he säwen Flegen un eene utgestreckte Hand, de nah den Flegen slog, un därunner schref he de stolten Würde: Ick bin de Ridder Unvörzagt un sla der Säwen mit eenem Slag.

As de vierde Morgen anbrack, was't een wunderschön Wäder, un Hans ging mit frischer Hoffnung der Sünn entgegen un drog sinen Schild up'm Arm un an der linken Lend wippelde em een lütter Stichdegen, den em de Jud vör sin schönes Citherspill verehrt hedd; un wo hell em't ook in sinen Ingeweiden klung un sung un mit der magern Hungerklock lüdede, sin Hart ging em frisch in der Borst, un em was, as wenn he all eenen bunten Vagel van eener Fräulen bi den Flüchten hedd. So ging he lustig up de Stadt Grodno to, wovan de Thörm em entgegenblenkerden, un kam gegen Middag an, un wiel dat een sehr heter Sommerdag was, smet he sick in dem Diergården nich wiet vam Slott unner eenem grönen Boom int Gras, un snorkte bald so sorgenlos, as wenn de ganze Welt sin were. Hier in Grodno stund äwerst eene wunderliche Geschicht, un de mütt ick nu vörtellen:

In der Stadt Grodno wahnde een mächtiger un gewaltiger Hertog van Litthauen, de hedd een grotes Land bet an den Gränzen van den Törken un Muschwiters; äwerst nu was de Herr nich mehr mächtig un sieghaft, un dåran was een gräulich Undeerd schuld. Ditt Undeerd was een wilder Bier, een duller Isenbreker van so vörfeerlicher Gröte un Gewalt, datt keene Kugel en dör dat Fell båhren kunn un datt de modigsten Kämper vör sinen Hauwers un glönigen Oogen dat nich utholden kunnen. Un mennig god Jåhr hedd de Bier im Land herümrast un veele dusend Ossen un Perde un Minschen slagen un ümbröcht, un toletzt was he ook nah Grodno kamen un hedd in den groten Wold eene halwe Mil van der Stadt sin Lager upslan; ja unnertiden kam he woll dicht unner dat Slott un terwöhlde dem Hertog vör siner Näs de Bloomenbedden. Un dat kunn em nüms wehren, denn keen Jäger un Hund trauede sick mehr an en heran; denn he was sneller as een Hirsch, kunn dör de deepsten Seen swemmen un up Glattis lopen as up'm struwen Weg un äwer alle Tün un Muren as een Vagel setten. Kortüm mit dissem Bier was et eene Sak, datt alle Lüde glöwden, et ginge nich mit rechten Dingen to un he were mehr, as wonah he utsach. Veele dusend Jagden weren nu een tein Jåhr her up en anstellt, veele hundertdusend Kugeln up en afschaten, veele dusend Hunde hedd he terreten, un wo veelen wackern Jägers hedd he de Darmen ut dem Liwe haut! He blef äwerst, de he was, de unvörwundliche un unbedwingliche Bier. Dat gewaltige Deerd was nu Nawer van dem Hertog worden un höll en in sinem Slott as gefangen. Denn de Eber ströpte in allen Büschen un up allen Wegen üm dat Slott herüm, un dat was besünderlich an em, datt he arme Lüde un Bedellüde un Buren ruhig ehre Strat gahn let, äwerst wat blanke Kleeder un Wapen drog un to Perde satt un in Kutschen fuhr--dat was sin Fiend un då stört'te he sick mit Wuth drup. Ja so wiet was dat kamen, datt de Bier mächtiger was as de Hertog, un wenn sick't schickte, kunn man woll seggen: de Bier was de Herr im Lande un nich de Hertog. Denn wer am meisten kann un vör wem alle sick früchten mütten, de is de Herr. Wat hedd de arme Hertog nich all dhan dat Undeerd los to warden! wo veel Gold un Sülwer, Städer un Slötte hedd he utbaden, wenn eener den Bier slan künn! Ja he hedd vörspraken de Bierhut mit Demanten uptowägen, wenn eener se em bringen kunn; äwerst då kam keen Döder un Bringer. Toletzt in siner groten Noth hedd he sine Dochter utbaden, sin eenzig Kind un de schönste Prinzessin im ganzen Abendland, datt wer keme un den Bier dalslöge, de schull ehr Brüdegam heten un nah sinem Doode Prinz un Hertog warden. Un mennig schön Prinz Grewe un Riddersmann hedd dat wagt mit dem Bier üm de schöne Prinzessin un jämmerlich sin Lewen laten müßt. Endlich äwerst wurd dat Gerücht van dem litthauschen Eber to mächtig in allen Ländern un nüms let sick up dem Kampplatz sehn.

In dem schönen Slott satt nu de arme Hertog as een Gefangnen mit siner Prinzessin un mit sinen Hoffherren, Kammerjunkern un Jagdjunkern all in dat drüdde Jåhr, un se lewden een langwieliges un trostloses Lewen un fungen Flegen un Müggen un äten Gapeier, un wüßten nich, wat se mit der schönen Tid anfangen schullen. Denn nüms wagde sick äwer föftig Schritt ut dem Slott herut, un ehr se utgingen, müßten veele hundert Buschklopper herümströpen un up allen Stegen un Wegen tosehn, ob ook van dem Bier eene Spur were. As nu unser bunter Ridder Unvörzagt unner dem Boom lag un går söt sleep un snorkte, keek een Kammerherr ut dem Finster un reep: O Wunder äwer Wunder! wat seh ick! Då liggt eener unner eenem Boom im Slottgården un schient een Riddersmann to wesen; denn een Schild liggt bi em. Dat mütt wåhrhaftig een gewaltiger Mann wesen, de sick unnersteiht då to slapen. Un de Hertog leep nu ook an't Finster, un de Prinzessin un alle Hofflüd kemen un keeken ut; un de eene sede ditt de annere dat, all äwerst meenden, dat müßt woll wat Seltsames un Uterordentliches sin. De Prinzessin äwerst wurd fürroth vör Froiden, denn se were gern ut dem Gefängniß herut west un hedd ook gern eenen Mann hett. Un de Hertog sede: Wi willen henschicken un den Ridder to uns laden; kann sin, datt Gott uns van Ungeschicht ut dissem langen un harden Drangsal erlösen will. Un he schickte drei van sinen vornehmsten Herren, den Ridder in dat Slott intobidden, datt he keme un bi dem Hertog sin Quartier nehme.

Un de Baden sleken sick lisign lisign in den Gården as de Müse, stünden oft still un keeken sick bang üm, as Duwen to dhon plegen, wenn de Kraih in der Luft schreit un den Hawk anmeldt. Denn se dachten jümmer an den hauenden Fiend. Un bald kemen se an den Boom, wo unser Hans im Gras lag un sorgenlos drömde un snorkte. Un se lesen de stolte Inschrift up sinem Schild, un de eene sprack to dem annern: Dat mütt een gewaltiger Degen sin, de då Säwen up eenen Slag sleit; un woll süht he dånah ut; denn kiek! wat is dat för eene schöne Längde! Un Ridder Unvörzagt wakte up äwer dem Geflüster, un stüttede sick up eenen Ellbagen up, un sach då de Männer vör sick stahn, un vörwunderde sick sehr. Un de vornehmste van den Drei nam dat Wurd un sprack also:

Allererhabenster un grotmächtigster Prinz! un allergewaltigster un unäwerwindlichster Ridder un Herr, Herr Unvörzagt! Wi sünt hier van unserm Herrn afgeschickt, eenem mächtigen Hertog, de eenes starken Arms un Helpers bedürftig is. Un gewiß, Gott, de sick unsrer Noth erbarmen un uns van dem gruwlichen Undeerd befrien will, dat disse Forsten un Gården un dat ganze Land entfredet un vörwoistet un nu so veele Jähre alles unsäker un wild leggt un veele dusend Wittwen un Waisen makt hett. Un dårüm hett de gnädige Gott di hierher schickt, den Sieghaften un Dappern, datt du den fürchterlichen Eber dalleggen un de schönste Prinzessin, de de Sünn beschient, tom Gemal winnen schast. Un nu stah up un kumm mit uns in dat Slott, wo unser Herr un Hertog up di paßt un van wo de schönste aller Prinzessinnen ut dem Finster mit sehnsüchtigen un fröhlichen Oogen up den Schild schaut, worup de stolte Inschrift glänzt: Ick bün de Ridder Unvörzagt un sla der Säwen mit eenem Slag. Dårüm süme di nich, kumm! kumm! un empfange de Ehren, de diner hogen Dhaden würdig sünt.

Un Hans, den se ut eenem söten Drom upweckt hedden, sach in den drei Herren, de in prächtigen güldnen un sidenen Kledern un mit ehren Tressenhöten in der Hand gebückt vör em stunden, eenen nüen bunten Drom, un horkte hoch up un vörwunderde sick toerst; doch as he sick den Slap ut den Oogen wischt un sick etwas vörsunnen hedd, kam't em ganz natürlich vör, datt he sick so bequem as een groter Herr up den Ellbagen stütten kunn un de Drei in prächtigen Hoffkledern mit sidenen Strümpen un goldnen Snallen un ehre Höd in den Händen tor Erd gesenkt mit krummen Bücklingen vör em stunden as de Fidelbagen, de eben upstriken willen. Un as he de Red uthürt hedd, sweeg he erst eenen Oogenblick un bedachte sick, un dat dücht em, datt sin Glück eene günstige Wendung nehmen wull; un de säwen Schohmakergesellen föllen em lebendig in un datt he går up eene Prinzessin in't Slott beden wurd; un he sede bi sick sülwst: Frisch, Snider, äwer de Schosters! wer nich wagt, winnt keene schöne Frau. Un so satt he noch een Wielken un let et sick noch een beten dör den Kopp lopen, un denn richtede he sick up un sprack ungefähr in dissen Wurden: