Märchen und Sagen

Part 10

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Un Dom red strax gradeswegs wedder ut dem annern Dur herut up de Strat, wo de Weg to der Drakenhöhle ging. Un as he een paar Stunden reden hedd, markte he, datt he dem Draken näger kam; denn he kunn sin Zischen so lud hüren, as wenn man van wieden her eenen Strom den Felsen herunnerbrusen hürt. Un he settede sick im Sadel torecht un lede sinen Speer in, un so red he up den grimmigen Draken los. Un de Drak let nich up sick töwen, he was strax då un sprung gewaltig up den Ridder los, un meende en mit Perd un Sadel to vörslingen; äwerst Dom gaff em sidwards so eenen Puff mit dem Speer, datt he af springen müßt. Un nu entstund een mächtiger Kampf, un Dom was bald mal van sinem Roß herunner, un de giftige Worm sprung up en to; un he müßt all an sin Pusch denken. Doch he schämde sick un sede: dausendmal leewer dood, as dat Pusch gegen eenen Draken bruken, de keen Töwerer un Hexenmeister is. Un he ermannde sick un nam sine letzte Kraft tosam, un fung den Anfall van dem Draken so richtig up, datt sin Speer dem Undeerd grad dör de Ribben fuhr, un et sick in sick tosamkrümmde un terborst. Un he let den dooden Draken liggen un ging in de Höhle herin, un sin Hart hamerde em vör Bangigkeit gegen de Ribben, ob he woll sine schöne Prinzessin finden würd. As he se in der Höhle nich fund, ging he wieder dör eenen langen düstern Gang. Un as he dör was un wedder an't Licht kam, wurd he dat prächtigste Slott gewåhr, dat sine Oogen je sehn hedden; un dat was des Draken Borg un dårin höll he de schöne Prinzessin vörslaten un noch veele hundert annere schöne Prinzessinnen, Fräulen un Jumfern. Denn dat düchte dem Draken, derwiel he lewde, eene gewaltige Lust un Herrlichkeit, datt de Lüde van em seggen kunnen, he hedde dat Slott vull van dem Allerschönsten, wat in siner Tid up Erden bloihde. Un hier müßt Ridder Dom noch eenen harden Strid bestahn mit twee Löwen, de den Hoff bewachten, un mit eenem Riesen, de an der Slottsport stund un keenen Minschen inlet, de nich een Teken van dem Draken hedd. De beiden Löwen erslog Dom swind un glücklich dör sine Behendigkeit, äwerst mit dem Riesen hedd he eenen langen un swåren Karnpf. Eenmal lag he all an der Erd dör eenen Stot, den de Ries em mit der Lanze gaff; un de Ries tog all den Degen un wull em dat Letzte gewen. Un Dorn dachte tom tweeten Mal an sin Pusch, doch besunn he sick wedder der Ehr un reep sick to: Pfui di an un nah mit dinem Pusch! un leewer starw ehrlich un as eenem Riddersmann tokümmt! denn disse Ries hett keene annere Kraft, as de in sinen Knaken sitt. Un glücklich sprung he up, ehr des Riesen Degen up sinen Nacken föll; un de Ries stund nu hoch un stolt äwer em, as de Eekboom äwer dem Durnbusch steiht, un he grappelde un wull Dom gripen; un hedd he'n grepen, so hedd he en as eene Fleg dood drückt. In dieser Noth besunn Dom sick nich lang, un flink as een Eekhäschen klatterde he an eenem Been des Riesen henup, un krop in sinen hollen Schild, un satt då so säker as de Bröms tüschen den Hürnern des Ossen, den se mit ehren giftigen Stichen dull maken will. Un as he sick hier in der säkern Schulung torecht sett't hedd, truck he sinen Dirk ut der Sched un gaff dem Riesen Stot up Stot recht ut'm FF, datt em dat rode Blood van der Borst herafrieselde, un eener dåvan truff grad in't Hart. Un don hedd de Ries nog, un störtede hen, datt de Erd unner em dunnerde, un streckte alle Viere van sick. Dom äwerst lag up em un hedd sick bi'm Fallen mit sinem eegnen Dolk vörwundt, datt dat Blood van em strömde. Un he was so matt van dem langen Strid un van dem Bloodvörlust, datt he bleek un witt wurd as de Kalk an der Wand un bi dem Riesen im Bloode henföll un då lag as een Dooder.

Un de schöne Hertogsdochter un de annern Prinzessinnen un Fräulen, as se den Klang un dat Gerassel van den Waffen un dat Degengeklirr un Speergesuse hürden, weren an dat Finster lopen un hedden sick nich weinig vörfeerd, as se den lütten Mann gegen den groten Goliath in de Bahn treden segen. Un doch froiden se sick ook: denn, seden se, wo keme de lütte Mann hier herin, wenn he den Draken nich äwerwunnen un dalkämpt hedd? Doch zitterden se vör dem Kampf mit dem Riesen. As nu de Ries henföll un de Erd unner em krachte, as wenn een Barg eenen Infall dheed, juchten un josden se lud up vör Froiden un lepen all de Treppen herunner, dem Awerwinner un Erlöser Wellkamen to beden. Äwerst o Jammer un Noth! se erblickten den lütten Mann bi dem groten im Bloode liggen as eenen Dooden. Nu klung Ach! und Weh! äwer den ganzen Slotthoff, wo se äwen eenen Froidenklang hedden anstimmen wullt. Un de schöne Swabenprinzessin bedachte sick nich lang, un bückte sick äwer den bloodigen Dom, un klagede lud: O Weh! o Weh! kümmst du, schöner Jüngling, arme Kinder to erlösen un müßt hier so in gröner Jugend fallen? Un as de Prinzessin so äwer en wehklagde un jammerde, wakte Dom, de in Ahnmacht un Beswimung lag, van den Klagen up un nickte mit den Oogen. Un de Prinzessin froidede sick un reep: Gottlow! Gottlow! då is noch Lewen in dem Riddersmann. Un se terret ehre schönen Kleeder un nam se un wickelde se üm en, datt se dat Blood stillde. Un as dat schehn was, slung se mit fiew annern schönen Prinzessinnen ehren Arm üm en, un se drogen en de Trepp herup un leden en in een schön week Bedd, un schenkten em Win in un gewen em den to drinken, un setteden sick üm sin Lager un makten schöne Musik, dåmit sin matter Geist sick in em erquicken künn. He lag äwerst in groter Mattigkeit as im Droom un hürde un vörnam alles; man datt he nich spreken kunn. Un spader hett he oft vörtellt, in sinem Lewen were em nich so nüdlich to Mod west as don, as de schönen Kinder in ehren weeken Armen en de Trepp herup drogen un mit Harfen un Cithern üm sin Bedd Musik makten: dat were west, as wenn he all im Himmel unner den musicirenden Engeln un Hilligen seten hedd. So lag he in eenem anmodigen Droom un slep woll tein Stunden, bet de helle Morgen anbrok un de lütten bunten Piepvägelken in den Bömen to zwitschern begunnen. Då slog he de Oogen wedder to Glück un Lewen up un sach de hellste Sünn vör sick upgahn, de en all sin Lewdag beschenen hedd. De schöne Swabenprinzessin satt heel alleen an sinem Bedd, un de annern Prinzessinnen weren wedder in ehre Kamern gahn. Un kum sach Dom se, un he föhlde in sinen Oogen un in sinem Harten een Für, datt en går anmodig brennde, un he sede still bi sick: ja ick bün de Dom, un disse Prinzessin is wahrhaftig de Domin. Un de schöne Prinzessin empfund tor sülwigen Stund dat Sülwige, un as he går to spreken anfung, dücht ehr, nümmer hedd se eenen so schönen un ridderlichen Jüngling sehn.

Dat ging man sehr langsam mit Dom, datt he sick vörkoverde. He müßt noch woll vier Weken in dem Bedd liggen un een påar Mand in dem Slott un in dem Slottgården herümhinken, ehr he wedder frisch up den Benen was. Äwerst wat was ditt för eene lustige un froidenrike Tid! un he hedd wünschen mügt, so all sin Lewenlang krank to sin un so eenen söten Doktor un Feldscheerer to hebben, de em de Wunden vörbund. De beiden hedden den ersten Oogenblick, as se de Oogen gegen eenanner upslogen, markt, datt se van Gott för eenanner geburen weren. In den ersten Weken swegen se noch un kunnen ut dem to vullen Harten keen Wurt loskriegen; äwerst de Händ un Oogen sproken nog. As vier Weken vörleden weren, seden se sick, wo't mit en beschaffen was. Un Dom vörtellde der schönen Prinzessin, datt he as de Dom geburen were un datt he noch veele un grote Gefåhren bestahn müßt, ehr he mit siner Prinzessin vör dem Prester stahn künn. Un de Prinzessin hürd ook går to nipp to un sede: Spreck nich so Slimmes; wo schull dat togahn?--un de hellen Thranen lepen ehr dåbi ut den Oogen.--Du büst jo nu min Brüdegam un krigst den Namen Prinz van Swaben, un warst mal Hertog nah minem Vader; so hett he't dem vörspraken, de sine Dochter ut der Drakenborg erlösen würd. Un mit dissen Wurden flog se em in de Arm un küßte un trutede en up dat leewlichste, as wull se seggen: Wat för unnütze Gedanken? jag dine bösen Dröm weg! Äwerst Dom schüddelde den Kopp un sach bedenklich dåto ut, un sede: Mit Gott hew ick't wagt de Dom to sin, un Gott ward mi't dörstriden helpen; äwerst du schast sehn, schönste Prinzessin, dat geiht nich so licht un angenehm, as du di't verstellst; denn süs were de Geschicht vam Dom eene Fabel, un dat is se nümmer. De Prinzessin, as se dat hürde, wurd blaß un bleek as eene Lik, doch drückte se sick noch herzlicher an en, un sprack: Nu as Gott will, min leewster allerleewster Dom! up mine Tru kannst du Slott un Hüser buwen, denn nümmermehr ward ick eenes Mannes Wif, wenn't nich min Dom is.

Un as Dom wedder erfrischt un vörquickt was, rüsteden se alles to un nehmen des Draken Sülwer un Gold, Perlen un Juweelen, Geschirr un Wapen un all de herrlichen Perde, wovan he twee Ställ vull hedd, un makten sick up den Weg, datt se tom olden Hertog nah Zürich tögen. Un de annern Prinzessinnen un Fräulen, de Dom ook erlöst hedd, seden schönen Dank un Adje to em un to siner schönen Prinzessin un nemen jede den Weg, wo se am swindesten to Hus kamen künnen. As Dom nu mit sinem prächtigen Uptog gegen de Stadt kam, vörwunderden sick alle Lüde, un se lepen un seden dem Hertog an: Kumm, Herr, un seh! De Ridder Dom hett wåhr un wåhrhaftig den gewaltigen Draken doodslagen, un kümmt mit diner Prinzessin Dochter angereden un mit den prächtigsten Perden un eenem langen Tog Wagen vull Kisten un Kasten un all den Herrlichkeiten und Schätzen des Draken un Riesen. Un de Hertog vörwunderte sick ook, denn wiel Dom in Maanden nicks van sick hedd hüren laten, hedd he dacht: de is ook weg mit all sinen Vörgängers, un mine Dochter ward in der Drakenborg woll gris un grag warden mütten. Un he ging en strax entgegen, un let en tom Wellkamen piepen un trumpeten, un führde se in sin Slott; un Dom müßt im Slott bi em wahnen un hete een groter Herr.

So vörgingen een paar Weken in idel Lust un Froiden, äwerst de olde Hertog let sick nicks marken van dem Wurde, dat he spraken hedd, as Dom gegen den Draken in den Strit tog, un van der Hochtid mit der schönen Prinzessin was't müsken-müskenstill. Ja he stellde sick ook wunderlich an, as Dom de schöne Prinzessin alleen un unner vier Oogen sehn un spreken wull, un sede, datt sick dat går nich gebührde. So datt Dom in sick oft grimmig was un dachte: Worüm büst du Narr nich länger in der Drakenborg un in dem Gården blewen? edder worüm hest du nich des Draken Demanten un Goldhupen namen un büst mit diner schönen Brut hentagen, wo keen Hertog van Swawen wat mittospreken hett? As em ditt nu to swår up dem Harten lag un to lange durde, ging he eenes Dages tom Hertog un begehrde sine Dochter van em, de he em tom Prise utlawd hedd, as he den Struß mit dem Draken wagen wull. Un de olde Hertog was een Schelm un settede sick up dat hoge Perd un sede: ja, ick hew di't vörspraken, dat will ick nich lögnen, äwerst ick dachte, du werest en Prinz, un wer weet, ob du een goder Eddelmann büst; un een Hertog van Swawen kann sine Dochter nich jedem ersten besten Tolöper gewen. Wat Tolöper? reep Dom vörbitterd, Ick bün ut so godem un düchtigem Holt wassen, worut man Hertöge diner Årt woll to Dutzenden sniden kunn; un wenn du nich den Mantel van dem Kaiser drögst un nich Hertog werst un Vader der Prinzessin Dietlinde, ick wull di minen goden Stammboom und mine Ridderschaft mit dem Isen in't Gesicht malen un der ganzen Welt wiesen, wat in minem Lande Gelöfte gelden. Un nu een kortes Ridderwurt: ick begehr, datt du dine Rede god makst. Äwerst de Hertog was een slimmer Fickfacker un makte noch veel Firlefanz un Finanz; doch gaff he sich toletzt so wiet, datt he sede: Du schast mine Dochter Dietlinde hebben, Ridder Dom, wenn du se im freien Turnier winnen kannst; denn een Turnier mütt ick üm se anstellen. Mennig Prinz un Graf is hier west un hett üm mine Dochter worben; un wi hebben se reisen laten. Nu denk, wat för Fehden, wo veele Fiende schull ick up den Hals kriegen, wenn ick se mir nichts dir nichts eenem bloten Riddersmann gewe! Topp! dat schalt gelden! sede Dom, un slog in, dat schall de Vördanz tor Hochtid sin! äwerst man keen tweetes mir nichts dir nichts! Ick meene, ick hew minen Schatz ut dem Für reten, un wer mine Dietlinde begehrt, mag sick up goden Athem un faste Ribben schicken; denn ick hew nich Lust een so hoges Spill as een blotes Narrenspill to spelen: min bestes Blood is för dine Dochter flaten, un so mägen se ehres ook dran setten; tom Spaß lat ick mi minen ehrlich gewonnenen Pries wåhrhaftig nich afriden.

So gingen se half vörtörnd van eenanner. Dom äwerst meldte alles an de Prinzessin un schreef ehr: Een Schelm van Geburt ward nümmer ehrlich, un wenn ick ook dittmal wedder winne, he bedrügt mi tom tweeten. Äwerst dat mütt alles woll so schehen, as't in den olden Leuschen steiht: de Dom dört sinen herrlichen Schatz so licht nich gewinnen. Un höllst du man in Tru un Leew ut, Dietlinde, so will ick as Dom woll alles durchfechten; blifst du mine helle Sünn, so kann mi keene Unglücksnacht to düster warden.

Un de stolte Hertog van Swawen schickte sine Brewe mit Baden un Ehreholden in alle Länder un Städer ut un let utblasen un trumpeten, in der Stadt Zürich schull üm drei Mand een grot Turnier sin un de Pris were de Prinzessin Dietlinde, sine eenzige Dochter un dat schönste Kind, dat in dütschen Landen de Sünn bescheen. Un då kemen veele Könige, Fürsten, Prinzen un Herren; denn dat was een söter Pris, de jeden Mund wätern maken kunn. As se nu ankemen un sick erkundigden un vörnemen, wo de Sak stund, reisten veele wedder dåvan, eenige ut Frucht vör dem Drakendöder, datt he en een to swår un scharp Isen führen mügt, annere ut Frucht vör Gott; denn se seden: wo künnen wi wagen un hapen in eenem unbilligen ungerechten Strid bawen to bliwen? dem Ridder Dom kümmt de Prinzessin van Gottes un Rechts wegen to.

Un de Schranken van der Rennbahn wurden an dem ersten Dage des anfangenden vierden Mands updhan un de Strid schull beginnen. Un Dom red up, un he satt up eenem swarten Hingst ut des Draken Stall, un lede sine Lanz in, un reep: Wer unnersteiht un lüstet sick mi de Prinzessin Dietlinde van Swawen aftowinnen, de ick mit minem Bloode vom Riesen un Draken löst hew? Heran! heran! heran! mi brennt dat Hart im Liwe den Vörmätnen to tüchtigen. Un wat he ook wåhrschuwen un up Gott un sin Recht wiesen mügt, doch weren, de heranreden. De Erste un Vörnehmste, de dat böse Stück wagen wull, was een Prinz ut Wälschland, de Köning van Burgund, un Dom reep vull Grimm: Heran, Herr Köning! heran! wenn ju der Höllen gelüstet un ji mi afstriden willt, wat min is. Ick kenn de wälschen Glawen, äwerst ji schält ook dat dütsche Isen pröwen leren. Un de Wale wurd falsch un tücksch un fuhr up en, as wenn de Blitz ut swarten Wolken schütt. Äwerst Dom was fardig un de Grimm got em dubbelte Kräfte in den gewaltigen Arm, un he fung den ansprengenden Köning dermaten mit sinem Speer up, datt he dör un dör ging un datt de stolte Herr mit Roß un Rüstung in den Sand herunnerklung un ook keen Teken van sich gaff, datt je Lewen in siner Borst west was. Un de Rüters to Perde vörzugden sick, as de Köning so flink ut dem Sadel kam un mit sinem Blood de Erd roth farwde. Doch satt de schöne Prinzessin neben ehrem Vader dem Hertog up eenem Erker äwer dem Kampfplatz un funkelde in ehrer Schönheit un Herrlichkeit mit dem Brutkranz up dem Kopp, un se müßten woll vör Schaam un Lust in den Schrecken henin. Un då kam noch een Wale, un dat was een Prinz van Schampanien, eenes mächtigen Hertogs Sähn, un he was binah een Ries un gult bi den Sinigen för eenen gewaltigen Kämpen, un höll so hoch un prächtig to Roß, datt de Prinzessin, as se en upriden sach, för ehren Dom bäwerde. Un he was so hoch van Liwe un satt up eenem so hogen Perde, datt Dom neben em as een lütt Jüngelken utsach un datt ook annere as de Prinzessin för Dom bäwerden. Äwerst Dom was unvörfeerd un wurd noch grimmiger, as he dissen langen Recken sach: Un he reep em to: Büst du hoch un lang as König Oss to Basan, du schast herunner un de Erd küssen! Vagel, ick kenn dine Feddern un hew se all flegen sehn; du hest eenmal in Mailand an Sant Ambrosius vör mi streeken; hüt mütt dat wälsche Blood up dütsches Isen lüstern wesen. Un he gaff sinem Hingst de Spåren un dheed eenen rechten Domschen Anlop, un Mann un Roß gingen vör em toghek in den Sand, datt dat stöwde; un se drogen den Wälschen mit een paar terbrakenen Ribben vam Platz. Un de letzte, de't üm de Prinzessin Dietlinde wagen wull, was een Prinz ut Dennemarken, un as de ook bloodig ut'm Sande upsammelt wurd, höll de Drakendöder Dom alleen då, un he bleef ook alleen.

Un as alles vörbi was un de Trumpeten den dappern Dom as Sieger utblasen hedden, ging he up den Hertog to un begehrde sine Dochter, de he ook ditt tweete Mal, wat he går nich nödig hett hedde, wedder wunnen hedde. Äwerst de Hertog de Schalk strüwde sick un tierde sick sehr ungebärdig, un sede: Nu kann't noch weiniger schehn as dat erste Mal--wo künn ick die nu woll mine Dochter gewen? Ligt nich de Köning van Burgund dood då? un hebben de den Prinzen van Schampanien nich mit terbrakenen Ribben wegdragen? Wenn ick di mine Dochter gewe, denn müßt ick't mit ganz Burgund un mit dem mächtigen Schampanier upnehmen; un dat kann ick nich un mag ick nich. Un wer bist du? un wo is dine Macht? wo sünt dine Ridder un Mannen, de di to Dausenden totehn känen? Un nu sadel up un mak, du Ridder van dem blanken bunten Bloomenfeld, datt du mi ut dem Land un ut dem Weg kümmst, un dat Unglück mit di wegnimmst! Denn wenn de Sünn di noch viermal in minen Gränzen beschient, so büst du een Kind des witten Doodes.

Un Dom antwurd'de em: Hew' ick nich vörutseggt, du würdst tom tweeten Mal een Schelm an dinem Wurd werden, un werst du nich Dietlindens Vader, so schull ditt redliche Isen dine falsche Seel eenmal up sick zappeln laten, as Jungens Ketelböters up Nateln zappeln laten. Darüm will ick nu reden; äwerst ick kam wedder, un weh dem, de't wagt nah Dietlinden de Hand uttostreken! Hier liggt min Handschoh un sin bleeker Dood!--Un he smeet den Handschoh vör dem Hertog in den Sand. Un don makte he sick strax up, un red ut dem falschen Hawe weg; denn he dachte bi sick: Nu sünt veele Dusende då, un ick kann en nich dwingen; äwerst de Dom bün ick, un Dietlinde mütt min warden. Un he red ut des Hertogs Gränzen un vörstack sick eenige Weeken in eener afgelegnen Wildniß, bet de Tid keme, wo he wedder ümkehren künn.

Un disse Tid kam bald. Dom erfuhr, datt de Hertog mit sinem Hawe un siner Dochter up een Jagdslott gahn was, dat nich wiet vam Rhine bi der Stadt Baden lag. Un he sprack to sick sülwst: Nu rid hen un nimm di dat Dinige, wat de olde Schelm di vörenthölt; denn he ward keen grot Geleide bi sick hebben, etwa een paar Schildknappen un Jägers, un wunderlich müßt et togahn, wenn de't mit di wagen schullen. Un Dom red eenen Middag in dat Slott in, as de olde Herr un sine Dochter Dietlinde to Dische seten, un in vuller Rüstung den blanken Degen in der Hand trat he in den Saal, un ging hen, wo Dietlinde satt, un sede: Stah up, mine Brut, un folg dinem Brüdegam; denn de Tid hett Flüchten för uns. Un he nam se an der Hand un se ging mit em. De olde Hertog äwerst zitterde un bäwerde vör Schrecken un Wuth, un reep sinen Lüden to: In de Wapen! in de Wapen! up den Deef! up den Deef! Un et wurd een gewaltiger Larm im Slott, un se bewehreden sick. Äwerst as de Drakendöder sin Isen swung un reep: Man her! man her! wer hett Lust up eenem harden und kolden Bedd to slapen? weeken se all torügg, as de Hund vör eenem Löwen, wenn he brüllt. Un Dom lüftede sine Brut in den Sadel un swung sick to ehr up un galloppeerde dåvan. Un de olde Hertog let achter en herjagen un eenen gewaltigen Schrei maken un mit allen Klocken van den Thörmen lüden. Äwerst wat hulp em dat? Nüms hedd dat Hart antobiten un't mit dem Dom to vörsöken, und se seden: Wat geiht et uns an? De Düwel mag striden mit dem, de Riesen un Draken döden kann; worüm kümmt de Hertog nich mit up de Jagd, wenn de Wulf so licht to fangen is?

So red denn Dom dåvan mit sinem düren un dür gewonnenen Schatz; un as se woll fief Mil reden hedden, kemen se an een Hüsken midden in eener wilden Horst. Un hier erinnerde sick de Prinzessin, datt se vör een paar Jåhren up der Jagd mit ehrem Vader achter dem Hüsken up eenem grönen Brink seten un Erdbeeren plückt un geten hedd. Un se settede sick up dersülwen Stell hen, datt se sick een beten utrauhde van dem swåren Ritt. Un wat geschach hier? Kum hedd se een paar Minuten im Grase seten, so schot een swarter Vagel, eener Kraih edder eenem Rawen gliek, ut dem Busch herut up se to, un de Prinzessin schreide ludes Halses, as keme dat grötste Unglück heran. Un Dom sach sick üm, un weg was se--un he sach een lüttes buntes Vägelken flegen, un de swarte Vagel flog achter en her un jagde en. Äwerst wo was de Prinzessin blewen? Dom stund vörbast un gapte ümher, un wüßte nich, wo em geschach un ob he drömde edder wakte. Un disse Geschicht vörhöll sick so:

As de Prinzessin dat erste Mal hier west was un up dem grönen Brink seten un geten hedd, was een hoger billiger Festdag west, un se hedd geten un nich bed't; un dat hedd de olde Hex utlurd, de in der ganzen Gegend herümstreek, un hedd ehren Gesellen den Befehl laten, uptopassen, wenn de Prinzessin mal wedder keme up de Stell: denn nu hedd se eene Macht an ehr, wiel se an eenem so hogen Dage dat Gebet vörgäten hedd. Un so was't nu schehn, datt se sick in eenen Rawen un de Prinzessin in eenen Stieglitz verwandelt un dat arme Kind so lang dör alle Büsche jagt un ängstigt hedd, bet se se in eenen vörtöwerten Gården dreef, worin veele sonne bunte Vägelkens lewden, de up Erlösung hapten. Då müßt Dietlinde nu sitten un trurig singen; denn lustige Stückchen piepen was ehr woll vörgahn.

Dom stund noch lang då, as wenn he vörsteend was, un rührde sick nich, un gapte un gapte. Toletzt fung he allmälig an sick to besinnen, un reep: ick Narr, datt ick hier stah un dat Mul upsparre, as wenn't goldne Gapäppel våm Himmel regnede, de ick fangen wull! Ja woll! ja woll! Himmel, du spreckst eene to dütliche Sprack mit mi: Ick bün de Dom, un ick will de Dom bliwen un mit Gottes Hülp alles utfechten. Denn hebben wi't nich wedder un känen't mit Händen gripen? Is nich de Düwel un sin Heer wedder up'm Platz? un mütt sick datt nich alles so dull un kunterbunt begewen, damit de Dom pröwt ward? O du min sötes sötes Vägelken in dem bunten Rock! Holl di man wacker! Ick will di woll finden un erlösen, un schull ick de Welt dörchriden bet tor Stell, wo se mit Bredern tonagelt is. Se schalt doch min bliwen un ick will een Prinz warden. So sprack he mit sick sülwst, swung sick up sin Roß un red wieder dör den dicken Wold, ahne to weten, wohen, bet de sinkende Nacht ehren swarten Mantel äwer de Erd deckte. Don steg he aff, led sick unner eenen Boom un sleep in; sin Perd äwerst ging bi em im Grase. Un he dheed eenen düchtigen Slap, un as he wedder upwakte, stund de Sünn all hell am Häwen, un de Sünn in sinen Gedanken scheen ook een beten klårer. He settede sick hen in't Gras, lede den Kopp nahdenklich in sine beiden Händ, un dachte un dachte, wo sin buntes Vägelken woll henflagen sin künn. Un as he een paar Stunden so grüwelt hedd, sprung he plötzlich up, slog sick vör den Kopp, un sede: Du Dummkopp! wo ist't henflagen as in den Töwergården, woräwer de olde Hex de Gewalt hett? Hest du denn de Geschichten van den vörrigen Doms umsüs vörtellen hürt?