Kleine deutsche Sprachlehre

Part 4

Chapter 42,217 wordsPublic domain

Ebendaselbst, himmelwärts etc.

Eine Wörterfamilie: _Ziehen_.

Der _Zug_, der Truppenzug, der Zugvogel, der Gesichtszug, die Ziehung; die _Zucht_, die Kinderzucht, der Zögling, die Bienenzucht; _züchtigen_, die Züchtigung, der Züchtling, die Züchtlingsarbeit, das Zuchthaus, die Zuchthausarbeit, der Zuchtmeister, die Zuchtruthe, züchtig, züchtiglich; _abziehen_, der Abzug; _anziehen_, der Anzug, die Anziehung, die Anzüglichkeit; _aufziehen_, der Aufzug, die Aufzieherei; _ausziehen_, der Auszug, der Auszieher; _beziehen_, der Bezug, die Beziehung, beziehlich, bezüglich; _durchziehen_, der Durchzug; _einziehen_, der Einzug, die Einziehung; _entziehen_; _erziehen_, die Erziehung, der Erzieher, die Erziehungsschule, erziehungskundig; _nachziehen_, der Nachzug, der Nachzügler; _umziehen_, der Umzug; _verziehen_, der Verzug; _vorziehen_, der Vorzug, vorzüglich, die Vorzüglichkeit; _überziehen_, der Ueberzug etc.

Rechtschreibung -- Orthographie.

§. 59. 1. Ein *Wort* hat eine oder mehrere *Silben*. *Eine Silbe* besteht aus *Lauten*. Die *Laute* sind entweder *Selbstlaute* oder *Mitlaute* (Vocale oder Consonanten).

2. Die Selbstlaute können sein:

a. Grundlaute: *a*, *e*, *i*, *o*, *u* -- *y*; b. Umlaute: *ä*, *ö*, *ü*; c. Doppellaute: *au*, *äu*, *eu*, *ei*, *ai*. Die Mitlaute heißen: b, c, d, f, g, h, k, l, m, n, p, q, r, ſ, s, t, v, w, x, z, j, ch, sch, ß.

3. Steht der Mitlaut vor dem Selbstlaute, so heißt er _Vorlaut_; steht er nach dem Selbstlaute, so heißt er _Nachlaut_. Ein Wort hat soviel Silben, als es Selbstlaute hat. Die Zeichen für die Laute heißen Buchstaben. Die Gesammtheit der einfachen Buchstaben nennt man das A-be-ce oder Alphabet.

§. 60. 1. Löse jeden Satz in seine Wörter, jedes _Wort_ in seine Silben und jede _Silbe_ in ihre Laute auf; setze für jeden Laut den entsprechenden _Buchstaben_; sieh auf die _Ableitung_, beachte die _Verlängerung_, und richte dich nach dem _Sprachgebrauch_.

2. Hat ein Wort a, o, u oder au, so erhält das abgeleitete ä, ö, ü oder äu.

Bach -- Bäche; Sohn -- Söhne; Tuch -- Tücher; Baum -- Bäume.

3. Weißt du nicht, ob du zum Schlusse eines Wortes *b* oder *p*, *d* oder *t*, *g*, *ch* oder *k*, *s*, *ß* oder *z* setzen sollst, so verlängere das Wort.

Korb -- Körbe; plump -- plumper; Wald -- Wälder; kalt -- kälter; Gang -- Gänge; Storch -- Störche; Bank -- Bänke; Gans -- Gänse; Fuß -- Füße; Kranz -- Kränze.

4. Zu Anfang einer Silbe steht das lange „ſ“; zum Schluß einer Silbe steht das „s“. Folgt „t“ auf „s“, so wird in der Regel auch als Nachlaut „ſt“ geschrieben.

Mäu-ſe, Mäus-chen, Aus-ſicht, Kunſt, daſſelbe, deßhalb.

§. 61. Die _Dehnung_ der Selbstlaute *a*, *e*, *o* wird oft durch *aa*, *ee*, *oo* bezeichnet. Geht der Selbstlaut in den Umlaut über, so schwindet die Verdoppelung.

*aa*: Aal, Aar, Aas, baar, Haar, Maal, Paar, Saal, Saat, Staat, Waare, Härchen, Pärchen, Säle.

*ee*: Allee, Armee, Beere, Beet, Fee, Heer, Heerde, Idee, Kameel, Kaffee, Klee, leer, Livree, Meer, Moschee, Portepee, Schnee, See, Seele, Speer, Spree, Theer, -- des See's, die Seen, des Schnee's.

*oo*: Boot, Loos, Moor, Moos, Böte, Loose, Moore, Moose.

§. 62. 1. Die Dehnung der Selbst- und Umlaute wird oft durch Hinzufügung des *„h“* bezeichnet. Siehe auf die Grundform der Zeitwörter und beachte die Ableitung: Mehl, Lehm, Huhn, Ohr, zählen, fühlen, dröhnen; sah -- sehen, ruht -- ruhen, fröhlich -- froh -- froher.

2. Bei dem *„i“* bezeichnet man die Dehnung, indem man ein *„e“*, ein *„h“* oder ein *„eh“* hinzufügt.

*ie*: die, dies, hier, nie, sie, viel, vier, wie, Harmonie, Kopie, Melodie, Paradies; -- deklamiren, speculiren, illuminiren -- *iren*; aber: regieren, spazieren; Quartier, einquartieren.

*ih:* ihm, ihn, ihr, ihnen, ihres, ihrem, ihren.

*ieh:* stiehlt, -- stehlen; befiehlt, sieh, lieh, zieh, gedieh, Vieh, Viehes.

§. 63. 1. Mit *„th“* werden geschrieben:

Thal, Thaler, That, Thau, Theil, Theater, Thema, Theodor, Therese, Thermometer, theuer, Thier, Thür, Thon, aber: Ton (eines Instruments), Thor, Thron, Thräne, Apotheke, Aether, Armuth, Arithmetik, Athem, Dorothea, Elisabeth, Gemüth, Katheder, Katholik, Koth, Loth, Lazareth, Mathilde, Methode, Myrthe, Muth, Noth, Pathe, Räthsel, Röthe, Ruthe, Sabbath, Urtheil; -- Draht, -- drehen; Naht, nähen.

Merke: Abenteuer, Bart, Etat, Gebet, Geburt, Monat, Partei, Partie, Rhein, Rhede, Rhin, Rhone; -- Whist, Katarrh, Rheumatismus, Rhinoceros. -- Parasol, Diarium, egal, Fibel, Bibel, Lineal, Habit, Fabrik, Terrine, Garderobe.

2. Zu den Doppellauten tritt nur ein „h“ hinzu, wenn die Ableitung ein solches erfordert: Weihnachten, rauh.

§. 64. 1. _Die Schärfung_ der Selbst- und Umlaute wird oft _durch Verdoppelung_ der darauf folgenden Mitlaute bezeichnet.

Mann, kennen, retten, hoffen, treffen, ertappen, wollen, können, Roggen, Egge, Widder, Robbe, Ball, Puppe, kämmen, karren, Narr, denn, wenn, dann, Sammet, Zimmet, majorenn, Rabatt, Duett, minorenn, Protocoll, Duell.

2. Für zwei „k“ schreibe „ck“. Also Rock, nicht Rokk, Stock, locken, necken, stricken, erblicken, backen, Druck, Stück.

Für zwei „z“ schreibe „tz“. Also Netz nicht Nezz.

Besatz, Schatz, Metze, Netz, sitzen, Klotz, Mütze, verletzen, Schutz.

Für zwei „ß“ schreibe „ss“, wenn du „ß“ als Vor- u. Nachlaut hörst; hörst du es aber nur als Nachlaut, so schreibe „ß“. Also lassen -- laß und nicht laßßen -- laßß.

lassen, wissen, Nuß -- Nüsse, Riß -- Risse, Fluß -- Flüsse, ißt -- essen, müßte -- müssen, Kuß -- küssen.

3. Nach gedehnten Selbst- und Umlauten, so wie nach Doppellauten und Mitlauten folgt keine Verdoppelung:

Ekel, Haken, buk, Laken, kam, Geiz, Kreuz, Wein, Franz, Herz, Salz, Bank, Kalk, Werk, Helm, Amt, Fuß, büßen etc.

4. Zwei auf einander folgende Mitlaute können niemals _beide_ verdoppelt werden; der erste von ihnen aber wird verdoppelt, wenn es die Ableitung verlangt:

wollte -- wollen, kannte -- kennen, Gewinnst -- gewinnen, kommst -- kommen.

5. Die Buchstaben „ch“, „sch“ und „ß“ werden _nie_ verdoppelt:

Brüche, Flasche, Flüße, u. nicht Flüßße, Flaschsche, Brüchche.

6. In Wörtern aus fremden Sprachen steht _nie_ „ck“:

Rector, Doctor etc.

§. 65. 1. Es werden geschrieben mit „dt“:

beredt, beredet; gesandt, Gesandter; verwandt, Verwandter; Stadt, todt = Eigenschaftsw.; der Tod = Hauptw., Ernte, Schwert.

2. Mit „ai“:

Hain, Kaiser, Laie, laichen, Mai, Maid, Maier, Main, Mainz, Mais, Rain, Saite = Instrument, die Waise.

3. Mit „chs“ für „cks“:

Achse, Achsel, Büchse, Dachs, Deichsel, Drechsler, Eidechse, Flachs, Fuchs, Gewächs, Lachs, Luchs, Sachsen, sechs, Sechser, Sechste, Wachs, Weichsel, Wichse, Wuchs, wachsen -- flugs Häcksel etc.

4. Mit „x“ für „cks“:

Alexander, Axt, Buxbaum, Crucifix, Examen, Exempel, Exemplar, Felix, Fixstern, Hexe, Max, Mexiko, Mixtur, Nix, Oxhoft, Taxe, Texas, Texel, Text, Xanthippe, Xerxes, perplex, Luxus, Exceß, extrafein, Exekution, Extrem, Experiment.

§. 66. 1. Mit „Qu, qu“ für „Kw, kw“:

Quacksalber, Quaderstein, Quadrant, Quadrat, quaken, Quäker, Qual, Qualität, Quantität, Quantum, Quart, Quartal, Quartett, Quarz, Quaste, Quecke, Quecksilber, Quelle, Quentchen, quer, Querkopf, quetschen, quiken, Quinte, Quirl, quitt, Quitte, Quittung, Quotient, Aequator, bequem, erquicken, Quodlibet.

2. Mit „Pf und pf“:

Pfad, Pfahl, Pfand, Pfanne, Pfarre, Pfarrer, Pfau, Pfeffer, Pfeife, Pfeil, Pfeifer, Pfennig, Pferd, pfiffig, Pfingsten, Pfirsich, Pflanze, Pflaster, Pflaumen, Pflege, Pflicht, Pflock, pflücken, Pflug, Pforte, Pfoste, Pfote, Pfriem, Pfropfen, Pfründe, Pfuhl, pfui, Pfund, pfuschen, Pfütze.

3. Mit „Ph, ph“:

Phantasie, Pharao, Pharisäer, Philosoph, Philipp, Philister, Phosphor, Physik, Physikus, Amphibien, Atmosphäre, Christoph, Kaiphas, Kalligraphie, Kolophonium, Elephant, Epheu, Joseph, Geographie, Orthographie, Peripherie, Physiognomie, Philologie, Phrase, Prophet, Sopha, Sophie, Stenographie, Stephan, Strophe.

4. Mit „V, v“ theils für „f“ theils für „w“:

_ver_, vertragen, Vertrag; _vor_, vortragen, Vortrag; _voll_, vollenden, Vollendung; _von_, davon, wovon; _viel_, vielleicht, vielästig; _vier_, vierfüßig, vierzig, Viertel; Vater, Vetter, Veilchen, Veit, Veitstanz, Velten, Vesper, vexiren, Vieh, Vogel, Vogt, Vogtei, Volk, activ, brav, Eva, David, Frevel, Gevatter, Gustav, Larve, massiv, Nerv, Motiv, naiv, octav, passiv, Nominativ, Genitiv, Dativ, Accusativ, Indicativ, Conjunctiv. -- Vagabond, Vase, Vegetabilien, Ventil, Vicewirth, Victualien, vidimiren, violett, Violine, Virtuos, visiren, Visite, Vitriol, Vocal, Vocativ, Votum, Vulkan, Division, Evangelium, Lava, Locomotive, Malve, November, Pulver, Proviant, Provinz, Serviette, Universität, Revisor, Individuum, Invalide, Inventarium.

§. 67. 1. Steht „C, c“ vor a, o, u, au, l, r, oder als Nachlaut, so lautet es wie „k“ und kann auch „k“ geschrieben werden:

Canal -- Kanal, Cantor, Cocarde, Collecte, Cur, Cultur, Classe, Client, Creatur, Credit, accurat, October, Sclave, Scorpion, Microscop, Product.

2. Steht „C, c“ vor e, i, y, ei, ä, so lautet es wie „z“ und kann auch „z“ geschrieben werden:

Cäcilie, Censor, Centner, Cichorien, Circular, certiren, citiren, Facit, Cylinder, Ceilon, Cäsar, Accent, Accise, December, Service.

3. Mit „Ch, ch“ für „K, k“ werden geschrieben:

Charakter, Charte, Charfreitag, Cholera, Chor, Choral, Christ, christlich, Chronik.

4. Mit „Ch, ch“ für „Sch, sch“:

Champagner, Charlatan, charmant, Charlotte, Charpie, Manchette, Chef, Chikane, Chocolade, tranchiren, revanchiren. Viele dieser Wörter schreibt man mit „sch“.

5. Mit „y“ werden geschrieben:

Anonym, Cypresse, Gymnasium, Hyäne, Syrup, System, Pyramide, Symbol.

6. Steht „t“ _vor_ ia, ie, io, iu, iö, so wird es wie „z“ gelesen:

Patient, gratial, Addition, Ambition, Auction, Condition, Caution, Confirmation, Constitution, Deputation, Expedition, Lection, Motion, Nation, Ration, Revolution, Portion, Pontius, Subtraction, Exercitium.

§. 68. 1. Freund, Freundin, Freundinnen; heran; herein, hinan, hinein; wir sind, ihr seid = Zeitw.; seit = Verhältnißw.; wieder, wiederum = Umstandsw.; wider, gegen = Verhältnißw.; ich war -- es ist wahr; der Mann ist ausgegangen -- man (irgend Jemand) ist ausgegangen; er sticht mich mit der Nadel -- das Tuch steckt in der Tasche; morgen -- Morgen.

2. „ich“ und „lich“. Schreibe „ig“, wenn das „l“ zum Stamme gehört. Schreibe „lich“, wenn das „l“ nicht zum Stamme gehört: heil-ig, sel-ig; wirk-lich, glück-lich, freund-lich, schwäch-lich.

3. Einmal, jemals; ein Mal, zwei Mal. Ein paar (mehrere) Groschen -- ein Paar (zwei) Strümpfe.

4. „_das_, _daß_“. Kann man „das“ mit „dieses“ oder „welches“ verwechseln, so wird es „das“ geschrieben, kann dies nicht geschehen, so wird es „daß“ geschrieben:

Das Kleid, das das Mädchen trägt, ist zerrissen. Niemand zweifelt daran, daß Geld Vieles möglich macht.

5. _Zu laufen_ -- zulaufen; anzufangen, anfangen, hinaufzusteigen.

§. 69. _Aehnlich klingende Wörter:

Aas, aß; Allee, Alle; Armee, Arme; Beile, Beule; bezeigen, bezeugen; berichtigt, berüchtigt; Dauben, Tauben; dingen, düngen; dir, Thier, Thür, dürr; Drang, Trank, trank; erdig, erdicht; erhält, erhellt; erzeigen, erzeugen; fast, faßt; Fäule, Feile, Pfeile; Feilchen, Veilchen; Vetter, fetter; Feuer, Feier; Feld, fällt; Felle Fälle; fiel, viel, fühl; Fliege, Flüge, Pflüge; flicken, pflücken; Fluch, Flug, Pflug; Fund, Pfund; für, vier; ganz, Gans; gar, ja, Jahr; Gericht, Gerücht; hast, haßt; heilen, heulen; heute, Häute; heiser, heißer, Häuser; Kante, kannte; Körner, Kärrner; Kiste, Küste, küßte; Last, laßt, las't; leiten, läuten, Leuten; Magd, Macht; magst, machst; Mine, Miene; Mus, muß; Muse, Muße; Namen, nahmen; nein, neun; ölig, ölicht; Rad, Rath; Räuber, Reiber; Recht, rächt, regt; Rind, rinnt; reißen, reisen; sachte, sagte; sang, sank; sind, sinnt; singt, sinkt; Stelle, Ställe; Strenge, Stränge; Teich, Teig, Deich; Thon, Ton; Trift, trifft, währen, wären, wehren; Waise, Weise; wegen, wägen; Zähren, zehren; Zeugen, Zeug, zeuch; Ziegel, Zügel; Zaum, Zaun.

_Trennung der Wörter._

§. 70. Ein _jedes Wort_ hat so viel Silben, als es Selbstlaute hat. Mußt du beim Schreiben Wörter trennen, so _trenne_ sie nach ihren *Sprechsilben*. _Einsilbige_ Wörter können nicht getrennt werden. _Ein_ Mitlaut zwischen zwei Selbstlauten gehört zur nachfolgenden Silbe. Stehen zwischen zwei Selbstlauten zwei Mitlaute, so gehört der eine zur ersten, der andere zur zweiten Silbe. Zusammengesetzte und abgeleitete Wörter trennt man oft nach ihrer Zusammensetzung und Ableitung.

ck, tz, st, sch, ch werden nicht getrennt, sondern zur folgenden Silbe gezogen.

§. 71. _Einen großen Anfangsbuchstaben_ giebt man

1. zu Anfange eines Satzes;

2. nach einem Punkt, Frage- und Ausrufungszeichen, wenn diese einen Satz schließen;

3. nach einem Doppelpunkt, wenn die Rede wörtlich angeführt wird;

4. jedem Hauptwort, sowie allen Wörtern, die als Hauptwort gebraucht werden (der Mann, der das _Wenn_ und das _Aber_ erdacht etc. Ein Juchhei ist besser als ein Oweh!);

5. jedem Eigenschaftswort, das zu einem Titel gehört;

6. in Briefen den Fürwörtern, die sich auf die angeredete Person beziehen;

7. zu Anfang einer jeden Strophe in Gedichten.

§. 72. _Abkürzungen_: gest. = gestorben; geb. = geboren; Dr. = Doctor; St. = Sanct; Sr. = Seiner; Ew. = Euer; z. B. = zum Beispiel; d. h. = das heißt; d. i. = das ist; u. s. w. = und so weiter; p. p. = und so weiter; d. J. = dieses Jahres; d. M. = dieses Monats; v. M. = vorigen Monats; Anm. = Anmerkung; N. S. = Nachschrift; u. a. m. = und andere mehr; i. J. = im Jahre; v. Ch.= vor Christi Geburt.

Zusatz.

§. 73. Es werden gesprochen:

1. g = sch,

Agio, Adagio, engagiren, arrangiren, Eugen, Gage, Gelee, Genie, geniren, Loge, Logis, Page, Orange, rangiren, Sergeant, Gensd'arm.

2. j = sch,

jaloux, Jalousie, Journal.

3. qu = k,

Bouquet, moquiren, Maroquin, Piquet.

4. cu = kw,

Biscuit.

5. gne = nje,

Champagne, Champagner, Compagnon.

6. ai, ais = ä,

Affaire, Chaise, Domaine, Fontaine, Palais, Plaisir, Portrait, Raison, raisonniren, Souverain.

7. ail, aill = alj; eil = elj,

Bataille, Canaille, Detail, Medaille, Serail, Taille, Oreiller.

8. au, eau, eaux = o,

Chaussee, echauffiren, Epaulette, Sauce, Büreau, Bureaux.

9. ei = ä,

Seine.

10. em, en, an, ent = ang,

Entree, Pension, Provence-Oel, Assemblee, emballiren, avanciren, Balance, Departement, Avertissement.

11. er, et = e,

Banquier, Diner, Souper, Filet, Metier, Rentier, Premier.

12. eu = o,

Neveu, Queu, Liqueur, Collecteur, Deserteur, Friseur.

13. eint = ang,

Teint.

14. ai = ä,

Anglaise, Polonaise.

oi = oa,

Loire, Toilette, Comtoir (jedoch meist Comtor gesprochen).

15. ou, out, ous = u,

Bravour, Bouteille, doubliren, Gouverneur, Cour, Louis, Redoute, Rouleaux, Ressource, Tour, retour, Ouvertüre, Coulisse, Courant, Courier, Cours, Cousine, Couvert, Ragout, Rendezvous.

16. ill = ilj,

Billard, Billet, Brillant, Postillon, Pavillon, Quadrille, Guillotine. -- Bouillon, Patrouille.

Buchdruckerei von _Eugen Grosser_, Berlin SW., Zimmerstr. 91.

Anmerkungen zur Transkription

Text, der im Original fett gedruckt ist, wurde *so* markiert. Text, der im Original gesperrt gesetzt ist, wurde _so_ markiert, soweit es sich um eine Hervorhebung mindestens eines ganzen Wortes handelt. Dort, wo im Original Endungen durch gesperrte Setzung hervorgehoben sind, wurde vor jeden einzelnen Buchstaben ein _ gesetzt, also _s_o. Wechsel in der Schriftart, die im Original für lateinische Begriffe verwendet werden, wurden nicht markiert.

Das Frakturzeichen für etc wurde durch die Buchstabenfolge etc ersetzt.

In den Paragraphen 59 und 60 wird die Verwendung des „langen s“ erklärt. Hier wurde das Zeichen ſ verwendet. An allen anderen Stellen wurde das „runde s“ verwendet, so auch in §. 65 (3), wo im Original die Buchstabenfolgen chs und cks jeweils mit langem und rundem s aufgeführt sind.

Markierungen wurden dort korrigiert, wo sie (insbesondere in Tabellen) nicht einheitlich waren. Ebenso wurden fehlende oder falsche Satzzeichen und Abkürzungspunkte ergänzt bzw. korrigiert.

Folgende Korrekturen für Nummerierungen wurden vorgenommen:

Seite 13, §. 19 Nummerierung 1. ergänzt. Seite 31, §. 40 Nummerierung korrigiert: 7. statt 8. Seite 45, §. 67 Nummerierung 5. ergänzt.

Folgende offensichtliche Druckfehler wurden korrigiert:

Seite 3, Vorwort ubersichtlich ersetzt durch übersichtlich, geknupft ersetzt durch geknüpft, gelaufig ersetzt durch geläufig.

Seite 5, §. 1 Praposition ersetzt durch Präposition.

Seite 16, §. 23 gegewesen ersetzt durch gewesen.