Kant's gesammelte Schriften. Band V. Kritik der praktischen Vernunft.
Part 21
15{18} _derselben_] _desselben_? || 16{32} _ihrer_] _und ihre_ Natorp, _ihre_ Vorländer, Adickes || 20{11} _der Handlung_] _zur Handlung_ Adickes || 21{20} _zu machen_] Grillo, Rosenkranz, Hartenstein _machen_ A || 21{36} _ihrer -- diese_] _seiner -- dieses_ liegt nahe (so auch Wille), doch ist der Übergang in den Pluralis bei Kant möglich || 23{17} _es_] A^2, Rosenkranz, Hartenstein _er_ A^1.4-6 || 24{35} _kein oberes_] Kants Handexemplar, Hartenstein _kein_ A || 25{16} _Selbstgenugsamkeit_] A^1.2.4.5 _Selbstgenügsamkeit_ A^6 || 25{26} _so ist_] A^1.2 _ist_ A^4-6 || 26{32} _allein sie ist_] Kants Handexemplar, Hartenstein^1 _allein_ A _allein sie enthält_ Hartenstein^2 || 28{7} _es_] _sie_ Adickes, aber _es_ dürfte nach dem Prädicat construirt sein wie im Lateinischen, vgl. z. B. 34{33} || 28{24} _sein_] A^1.2 _ein_ A^4-6, doch _sein_ auch A^4 auf S. 50, Z. 31 || 29{22} _des Willens_] _des freien Willens_ Hartenstein (dem Sinne nach richtig, doch ist das Überlieferte haltbar, wenn man verstehen darf: _des Willens =in diesem Falle=_) || 29{28.29} _unsere -- es_] _unser -- es_ oder _unsere -- sie_? Doch ist ein Wechsel bei Kant wohl möglich || 29{30} _ihr_] Hartenstein _sein_ A || 30{8.9} _den ersteren -- dem letzteren_] Es liegt nahe, beidemal _den_ (nämlich _Grundsätzen_ oder _Gesetzen_) zu schreiben; möglich aber ist auch beidemal _dem_ (nämlich _Bewußtwerden_ und dabei _Achthaben_) -- und so am Ende auch der Wechsel || 30{24} _unwiderstehlich: ob_] _unwiderstehlich, ob_ A. Die geänderte Interpunction erledigt wohl den Anstoss, den man an der Satzconstruction nehmen könnte || 31{11.12} _mithin -- gedacht_] das erste _als_ ist dem zweiten untergeordnet (Nolte); daher war das zweite nicht etwa zu streichen, sondern nur nach _mithin_ Komma zu setzen || 32{9.10} _Verschiedenheiten_] A^1-5 _Verschiedenheit_ A^6 Hartenstein || 32{25} _deren_] Hartenstein _dessen_ A || 32{32} _objectiv_] _objectives_ läge nahe, doch lässt sich das Überlieferte vertheidigen || 32{32} _könnte_] Hartenstein _konnte_ A || 33{19} _der Freiheit_] _die Freiheit_? || 34{8} _ihr_] _ihnen_? Doch vgl. z. B. 32{16-22} _alle endliche Wesen -- an jenem -- vernünftigem -- afficirtem -- bei jenen_ || 34{27} _welches_] _welche_? || 34{29} _vorauszusetzen_] _voraussetzen_? | 34{33} _dieses_] nach dem Prädicat construirt (vgl. zu 28{7}), oder auf den Infinitiv _zu befördern_ bezüglich? _diese_ Vorländer || 35{5} _konnte_] Natorp _könnte_ A || 35{27} _davon_] nach Kantischem Sprachgebrauch möglich || 36{18} _gelegt_] erg. _werden_ (doch der Ausfall bei Kant möglich) || 36{19} _empfiehlt_] A _empfindet_ Hartenstein. Ich habe nicht ändern wollen, da das Überlieferte sich nach Z. 25 _räth an_, 27 _anräthig ist_ vielleicht deuten lässt || 36{34} _gestimmte_] A^1-5 _bestimmte_ A^6 Hartenstein || 36{36} _zu der_] _die_? || 37{13} _will_] A^1.4-6 _thun will_ A^2 || 38{30} _Seelenunruhe_] A^1 zweifellos richtig nach Z. 15; _Seelenruhe_ A^2- || 39{8.9} _einem einzigen formalen_] ist schwierig. Mindestens erwartet man _dem einzigen formalen_ (ungenau statt: _dem einzigen Fall des formalen Princips_). So v. Aster Kantstud. XIV 474. Vielleicht genügt aber eine blosse Änderung der Interpunction: _einem einzigen (formalen)_. Vielleicht war _formalen_ nachträglich von Kant zwischen die Zeilen oder an den Rand geschrieben || 43{33} _Form_] _Form derselben_ (nämlich der Verstandeswelt)? Oder darf man verstehen: _Der Sinnenwelt die Form, als einem Ganzen vernünftiger Wesen, zu ertheilen_? || 44{29} _desselben_] ist schwierig; am einfachsten zu streichen || 45{3} _Maximen als Gesetzes_] vgl. 27{15-19} (oder soll _Gesetzes_ sich auf _Allgemeingültigkeit ihrer Maximen_ beziehen?) || 45{11} _speculativen_] Grillo, Kehrbach _practischen_ A || 45{20} _Vorstellungen_] Hartenstein _Vorstellung_ A || 46{34} _dieselbe_] _dasselbe_ Hartenstein, doch s. o. zu 29{28.29} || 47{15} _könnte_] A^2 _konnte_ A^1.4-6 || 47{18} _durch Erfahrung_] _durch keine Erfahrung_ Grillo _auch durch Erfahrung nicht_ Adickes, der auch Z. 16 _keine_ st. _alle_ lesen möchte. Doch ist nach Kantischem Sprachgebrauch möglich die Negation aus dem Anfang des Satzes hinzuzudenken || 47{21} _Widersinnisches_] A^1.4 _Widersinniges_ A^2.5.6 || 47{24} _beweisen_] _beweisen kann_ oder _konnte_? || 47{27} _das der Freiheit_] man erwartet _des der Freiheit_ (Natorp); doch ist der Accusativ _das_ bei Kant wohl möglich als abhängig von _annehmen_ (Nolte) || 48{16} _Ursachen_] _Ursache_ Hartenstein (nicht zwingend) || 49{17} _Grenzen_] A^1.4-6 _Grenze_ A^2 || 49{37} _den sie_] _den sie sich_? || 50{27} _der letzteren_] Hartenstein _des letzteren_ A. -- Der Satz ist schwierig, aber, wie Adickes bemerkt hat, schliesslich möglich, indem die Participia _gedacht -- bestimmt -- erweitert_ zu _haben wir_ Z. 18 zu beziehen sind. Auch _praktischer Gebrauch_ Z. 29 ist bei Kant möglich || 50{32-34} _alle Anfechtung -- welche -- machten_] entweder sollte beidemal Sing. oder beidemal Plur. stehen (so auch Wille); doch kommen Freiheiten solcher Art auch sonst bei Kant vor || 51{8.9} _Verbindung, die zwischen einem Dinge und einem =anderen=_] _Verbindung zwischen &c._ Rosenkranz _Verbindung, die -- besteht_ Kehrbach || 52{10} _dennoch_] _sie dennoch_? || 52{19} _erwarten_] _zu erwarten_? || 52{32} _will ich_] A^2 Grillo, Rosenkranz, Hartenstein _will_ A^1.4-6 || 55{6} _um_] A^2 Rosenkranz, Hartenstein _und_ A^1.4-6 || 55{23} _seiner_ {24} _seine_] auf _Willens_ bezüglich. Man erwartet _ihrer ihre_ nach Z. 21 _die nicht ...,_ doch ist solcher Beziehungswechsel bei Kant nichts Unerhörtes || 55{30.31} _Realität_] _Realität nach_ Hartenstein, doch lässt das Überlieferte sich wohl halten || 55{33} _theoretischer bestimmter_] es läge nahe umzustellen, doch sind solche Wortstellungen bei Kant nicht ganz selten, z. B. 86{18.19} _moralischen geträumten Vollkommenheiten_ || 55{34} _wollte_] _sollte_? || 55{35} _könne_] _könnte_ Vorländer || 56{13} _theoretischen_] Schöndörffer _praktischen_ A || 57{9} _bedienen_] _bedienen, annimmt_ Hartenstein ||
57{17} _dem Begriffe eines Gegenstandes_] _einem Begriffe_ A. Diese Verbesserung, die d. Her. schon in der vorhergehenden Ausgabe vorschlug, aber nicht in den Text aufzunehmen wagte, wird auch befürwortet durch v. Aster und Schöndörffer; _einem Begriffe eines Gegenstandes_ Vorländer 1906 || 58{28} _Subjecte_] _Objecte_ A || 60{31} _verringert_] _verringerte_? || 60{35} ihn_]_ Hartenstein _sie_ A || 61{7} _unmittelbar_] _für unmittelbar_ A _für unmittelbar gut_ Hartenstein || 62{7} _der letzteren_] Nolte, _des letzteren_ A || 63{1} _er_] Hartenstein _es_ A || 63{15} _hatte_] _hätte_ Hartenstein^1, doch _hatte_ Hartenstein^2, welches sich in der That vertheidigen lässt || 64{13-15} _sollte], -- bestimmte_.] Hartenstein _sollte, -- bestimmete]._ A || 64{17} _Gefühle_] _Gesetze_ A _Gefühl_ Hartenstein || 66{5.6} _(des praktischen Vermögens) der =Ausführung seiner Absicht=_] _der =Ausführung seiner Absicht= (des praktischen Vermögens)?_ || 68{6} _widersinnisch_] A, nach Kantischem Sprachgebrauch; _widersinnig_ Rosenkranz, Hartenstein || 69{1} _die_] Hartenstein _der_ A || 69{23} _sie du_] _du sie_ Grillo, doch ist die betonte Stellung des _du_ vielleicht beabsichtigt || 70{7} _bei Hand_] A _bei der Hand_ Grillo, Rosenkranz, aber _bei Hand_ ebenfalls 147{15}, 163{16} || 70{14} _gemeinsten_] Hartenstein (vgl. Z. 2) _reinsten_ A || 70{37} _welcher_] Hartenstein _welche_ A || 71{10} _weil_] Hartenstein _womit_ A || 71{15-25} Die Construction ist schwierig, aber bei Kant vielleicht doch denkbar. Adickes will Z. 23 _da sie_ streichen. Ich würde lieber _die_ st. _da sie_ schreiben, ziehe aber vor, nichts zu ändern ||
72{7} _könne_] Adickes fordert _dürfe_, doch ist _könne_ möglich im Hinblick auf den nachfolgenden Bedingungssatz || 72{19} _sie es_] _es sie_ Adickes, doch ist das Überlieferte möglich, in dem Sinne: _indem sie_ (diese Triebfeder, das moralische Gesetz) _es_ (nämlich eben Triebfeder) _ist_. Der Wechsel des Subjects erklärt sich ähnlich wie Z. 26, wo man auch _es_ st. _sie_ erwarten könnte || 73{26} _Sinnlichkeit_] Görland, Nolte, Adickes, Wille _Sittlichkeit_ A || 73{33} _Gefühls, das_] A^2 Rosenkranz, Hartenstein _Gefühls des_ A^1.4-6 || 74{15} _sei_] _ist_ Vorländer || 74{22.23} _der ersteren_] Adickes, Wille _des ersteren_ A || 75{6} _auf_] _aufs_? || 75{12.13} _derselben, das Gesetz_] Hartenstein _derselben das Gesetz_ A || 75{25} _Sinnlichkeit_] Nolte, Wille (vgl. 76{10}) _Sittlichkeit_ A || 76{10} _es_] _sie_ Vorländer, doch ist _es_ allenfalls haltbar, indem vorschwebt, dass Achtung nicht bloss eine Wirkung aufs Gefühl, sondern eben damit selbst ein Gefühl ist || 76{17} _zu_] _zur_ Kehrbach || 76{18} _zur_] A^1.4-6 _zu_ A^2 || 78{4-8} das Anakoluth (_daß -- so stellt uns -- vor_) nicht zu ändern || 78{12} _sein_] _ihr_ Hartenstein, doch ist das Masc. bei Kant durchaus möglich, bezüglich auf »den betreffenden« || 79{27} _beruht_] A^2.4-6 Grillo, Kants Handexemplar _braucht_ A^1 || 80{10} _derselben_] A _desselben_ Hartenstein, der angibt, dass A^2 so habe; in meinem Exemplar steht aber _derselben_, was sehr wohl haltbar als auf _Achtung_ bezüglich || 80{11} _ist es_] Hartenstein _ist_ A || 82{5} _könnten_] Nolte _können_ A || 82{23} _und_] Rosenkranz, Hartenstein _und uns_ A || 82{29} _abzukürzen_] Kehrbach _abkürzen_ A || 83{30} _ihn_] _es_ Hartenstein, doch s. o. zu 78{12} || 84{3} _es_] Grillo, Rosenkranz, Hartenstein, vgl. Z. 2 u. 4 _er_ A || 84{8} _dieselbe_] als starker Plural nicht zu ändern; _dieselben_ Rosenkranz || 84{26} _und_] _um_? || 85{7} _würden_] Hartenstein _würde_ A || 85{11} _welches_] _welches es_ Rosenkranz, Hartenstein (das Überlieferte bei Kant möglich) || 85{11} _besteht_] A^{1.4-6} fehlt A^2 || 85{22} _seine_] vgl. zu 78{12} || 85{25} _diese_] A^{1.2} _die_ A^{4-6} Hartenstein || 86{18.19} _moralischen geträumten_] vgl. zu 55{33} || 86{26} _von selbst_] _nicht von selbst_ Romundt Kantstudien XIII, 313, doch s. daselbst 315. 316 || 89{34} _Kritik der Analytik derselben_] ist jedenfalls falsch, aber die Verbesserung nicht sicher. Ich vermuthe: _Kritik derselben ... (welches die eigentliche Aufgabe der Analytik ist)_, indem _der Analytik_ erst vergessen war, am Rand oder zwischen den Zeilen nachgetragen wurde und im Satz an die falsche Stelle geriet. Nolte möchte _Kritik der_ streichen || 90{10} _mit der_] _mit der der?_ Aber die Auslassung ist bei Kant möglich, vgl. z. B. 89{18}, wo auch _der der anderen_ genauer wäre || 90{24,27} _Auch -- auch_] wohl nicht zu ändern. Rosenkranz streicht das zweite _auch_ || 91{12} _konnte_] Grillo, Hartenstein _könnte_ A || 91{23} _seines_] nämlich des Menschen; nicht zu ändern || 92{26.27} (_reinem Noumen_)] keinesfalls richtig. Ich vermuthe (_seinem Noumen_); Adickes (_von einem Noumen_); vielleicht habe Kant geschrieben _v. einem_, woraus dann beim Abschreiber oder Setzer _reinem_ geworden sei || 92{34} _in_] A^{1.4-6} _im_ A^2 || 93{32} _aber_] _oben_? || 94{12} _nicht_] A^{1.4-6} _nichts_ A^2 || 94{28} _im_] Rosenkranz, Hartenstein _in_ A || 97{3} _nun als_] _nun_ A || 97{4} _äußeren Sinne_] st. _äußerer Sinne_ bei Kant sprachlich möglich; _des äußeren Sinnes_ Grillo _äußeren Sinnes_ Rosenkranz, Hartenstein^1 _der äußeren Sinne_ Hartenstein^2, Kehrbach || 97{27} _denen_] Vorländer _dem_ A _den_ Hartenstein || 98{8.10.11} ER] _auf das vernünftige Wesen_ bezüglich, s. zu 78{12} || 100{24-27} _unsere vornehmste Voraussetzung -- abzugehen_] _u. v. V. -- aufzugeben_ Hartenstein _von unserer vornehmsten Voraussetzung -- abzugehen_? || 100{37} _auch_] A^{1.4-6} fehlt A^2 || _einräumen, die_] Hartenstein _einräumen: Die_ Grillo _einräumen. Die_ A || 101{17} _diejenige_] vgl. 84{8} _diejenigen_ Rosenkranz, Hartenstein || 102{11} _als_] Hartenstein fehlt A || 102{12} _zu ihm_] _als zu ihm_ Hartenstein (nicht nothwendig) || _gehörig_] Hartenstein fehlt A || 102{14} _geschieht_] A^{2-6} _geschicht_ A^1 (wohl Druckfehler) || 102{28} _dem_] A^{1.4-6} _den_ A^2, doch _dem_ S. 183 unter dem Text || 103{31} _daß_] Rosenkranz, Hartenstein _daß ich_ A || 104{8} _wiederum bedingt_] _wieder unbedingt_ A _wieder bedingt_ Hartenstein || _müßte_] Hartenstein^1 _mußte_ A Hartenstein^2 || 104{18} _sollte_] Hartenstein _solle_ A || 104{27} _widerspreche_] wohl nicht in _widersprechen_ zu ändern; der Sing. bezieht sich auf den Satz _z. B. -- zu denken_ (Z. 24-27) Nolte. -- Das scheinbare Anakoluth Z. 27-31 löst sich auf, wenn man Z. 30 nach _gehörig ist_, nochmals _gehörig_ aus Z. 28 hinzudenkt || 105{9} _den sie_] fällt aus der Construction; doch nicht zu ändern || 106{27} _dieses Geschäfte_] Grillo _diese Geschäffte_ oder _diese Geschäfte_ A _dies Geschäft_ Hartenstein ||
107{22} _verriethe_] Rosenkranz, Hartenstein _verrieth_ Grillo _verriethen_ A || 110{4} _Diese_] A^{1.2} _Die_ A^{4-6} (Druckfehler) || 111{14} _der ersteren -- zu der letztern_] _zu_ zu streichen läge nahe, doch kommt Ähnliches auch sonst vor || 114{23} _seinem_] vgl. zu 78{12} || 117{15-19}] Die Construction ist verwirrt, aber schwer zu sagen, wo der Fehler liegt. Hartenstein und Kehrbach setzen Z. 18 _und_ st. _als_, aber _Achtung -- als Bewußtsein_ hat guten Sinn, also ist der Fehler an früherer Stelle zu suchen. Ich vermuthe Z. 16 _als_ st. _ist also_, oder: _ist, als_, in welchem Falle _ist_ Z. 19 zu streichen wäre || 117{19} _durch_] _durchs_ Vorländer 1906 || 118{22} _ihrer_] _seiner_? Vorländer, doch ist der Plural möglich in Beziehung auf _Mitleid =und= Theilnehmung_ || 120{19} _nichts_] A^2 Grillo, Rosenkranz _nicht_ A^{1.4-6} || 121{6-13}] fehlt das Subject _sie_, entweder nach _daß_ Z. 6, oder nach _widersprechen_, Zeile 8 Vorländer, Wille || 125{15} _oberste Ursache der_] Grillo, Hartenstein _oberste der_ A^{1.4-6} _oberste_ A^2 ||127{23} _desselben_] A^2 _dessen_ A^{1.4-6} || 127{27} _über die_] Hartenstein über A || 127{29} _erhaben_] A^2 wohl richtig, _erhoben_ A^{1.4-6} || 128{27} _der =Christen=_] A^2 _des =Christen=_ A^{1.4-6} || 128{34} _es_] nämlich _das Zutrauen_? Natürlicher wäre _ihn_ (den Menschen) || 129{19.20} _=willkürliche -- zufällige=_] _=willkürlicher -- zufälliger=_ Hartenstein, doch solche Construction bei Kant möglich; vgl. Z. 17 _als das Objekt und den Endzweck_, wo man auch Gen. erwartet || 129{23-27} das scheinbare Anakoluth (Nolte, Wille) nicht zu ändern || 132{10} _unmittelbar_] Hartenstein _mittelbar_ A || 132{15} _nicht_] Kants Handexemplar, fehlt A _das speculative Erkenntniß nicht_ Hartenstein || 133{11.12} _die =kosmologische= Idee -- und das Bewußtsein_] man erwartet den Dativ (Nolte); doch nicht zu ändern || 134{11} _theoretischen_] Hartenstein _theologischen_ A _teleologischen_ Grillo || 135{28} _sind, das_] Grillo, Hartenstein _sind. Das_ A || 136{6} _ohne_] Hartenstein _oder_ A || 136{29-34}] der Satz hat zwei Subjecte: _daß -- habe_ und _die Realität der Begriffe_. Vielleicht ist ein _d. i._ vor _die Realität_ Z. 32 ausgefallen || 140{2} _ihn_] der Sinn scheint _es_ zu fordern (Nolte), doch sind solche Incongruenzen bei Kant nicht selten || 140{29} _zu_] _zum_ Hartenstein (nicht zwingend) || 141{13} _zu verhüten_] fällt aus der Construction, ist jedoch nicht zu ändern; es lehnt sich dem Sinne nach an den vorausgehenden Satz an: die Deduction der Kategorien war nöthig, um zu verhüten || 141{15-25}] fehlt ein Nachsatz || 142{7} _Urgrundes_] A^2 Grillo _Ungrundes_ A^{1.4-6} || 143{16.17} _und gründet sich nicht etwa auf Neigung_] correct wäre: _und sich -- gründet_ || 144{8} _und man wird_] Rosenkranz, Hartenstein _und wird man_ A || 146{31} Besitz] A^{1.4-6} _Besitze_ A^2 ||
151{25}--152{1} _die aus -- zählen mag_] es fehlt ein Verbum || 152{8} _desselben_] Nolte _derselben_ A || 154{12.13} _nicht -- nicht_] nicht zu ändern, vgl. 90{24.27} _Auch -- auch_; 157{7.9} _mehr -- mehr_ Nolte || 154{33} _als_] Hartenstein fehlt A || 156{29.31} _sie -- sie -- sie_] _es -- es -- es_? Vorländer; mir schien richtig nicht zu ändern; als Subject ist (aus dem vorigen Satz) _die Sittlichkeit_ gedacht || 156{30} _unvermengt von_] so A || 157{7.9} _mehr -- mehr_] Hartenstein streicht das erste _mehr_, doch s. o. zu 154{12.13} || 157{29} _auf alle andere Grundlage_] so A; zu ändern schiene mir nicht richtig ||159{11-13} _und ist in demselben Bewußtsein des Gesetzes -- unzertrennlich_] ist nicht bloss schwierig wegen der Verbindung _ist unzertrennlich in_, sondern es ist auch nicht klar, was das Subject zu _unzertrennlich_ und _verbunden_ sein soll. Ich vermuthe: _und ist von demselben das Bewußtsein des Gesetzes_ oder: _und ist von demselben Bewußtsein das des Gesetzes_ oder: _und ist von demselben Bewußtsein das Bewußtsein des Gesetzes_ u. s. f. || 159{15} _derselben_] lässt sich auf _Triebfeder_ beziehen, ist also haltbar. Im übrigen ist der Relativsatz zwar wunderlich construirt (_der Effect giebt Hoffnung zu seiner Bewirkung_), aber schliesslich zu verstehen || 159{17} _reine moralische_] _rein moralische_? || 161{33.34} _zunehmender_] A^2 _zunehmenden_ A^{1.4-6} ||
Sachliche Erläuterungen.
Eine erschöpfende Untersuchung über die polemischen Rücksichten, die bei der Abfassung der _Kr. d. pr. V._ mitgewirkt haben und in ihr zum Ausspruch gekommen sind, ist nicht dieses Orts; doch scheint es nützlich die wichtigsten Daten zusammenzustellen.
1. Hamann schreibt an Jacobi am 13. Mai 1786 (Gildem. V 322) über einen Besuch bei Kant: »Eine Autorangelegenheit ging ihm auch im Kopf herum, die er mir sogleich mittheilte. Es ist die =Tübingische Recension= seiner Moral. Schütz hatte ihn auf eine Widerlegung eines Kirchenraths =Tittel= vorbereitet, der ein Commentator des Feders sein soll, der mir bisher ganz unbekannt geblieben ist. Vielleicht ist die ganze Widerlegung diese kahle Recension, die Kanten nicht anficht, aber für wichtig genug von schwachen Freunden gehalten worden, sie ihm zu Gefallen hier nicht cirkuliren zu lassen.« Die Tübingische Recension der _Grundlegung_ (Tüb. gel. Anz. 1786, 14. Stück, 16. Febr., S. 105 ff.) ist nicht von Tittel, sondern (wie sich unschwer beweisen lässt) von dem Tübinger Professor =J. Fr. Flatt=, der aber mit Tittels Ansichten sehr übereinstimmt. Er war ständiger Recensent philosophischer Schriften in genannter Zeitschrift; er hat namentlich eine grosse Zahl von Schriften, die sich direct oder indirect, freundlich oder feindlich mit Kant beschäftigen, daselbst besprochen und dabei unermüdlich dieselben Einwände wiederholt.
Die »Widerlegung« des Kirchenraths =Gottlob August Tittel= in Carlsruhe ist die Schrift »Über Herrn Kants Moralreform. Frankfurt u. Leipzig bey den Gebrüdern Pfähler. 1786.« Als »Commentator des Feders« wird er von Hamann mit Grund bezeichnet, da er »Erläuterungen der theoretischen und practischen Philosophie nach Herrn Feder's Ordnung in fünf Abtheilungen« 1783--94 erscheinen liess (Adickes, Kant-Bibliogr. n. 297); den schwachen Schatten des schwachen F(eder) nennt ihn Biester in einem Briefe an Kant (11. Juni 1786, X 434), aus dem man ersieht, dass Kant ernstlich daran dachte eine Vertheidigung gegen die Angriffe von Feder und Tittel bekannt zu machen. Auch Jakob thut der Schrift gegen Kant Erwähnung (17. Juli 1786, X 438), und dieser läßt sie sich dann durch Schütz schicken (s. dessen Brief v. 3. Nov., X 445). Sie ist in der Vorrede der _Kr. d. pr. V._ ausgiebig berücksichtigt. Schon im Vorwort seiner Schrift tadelt Tittel den »gar zu häufigen Gebrauch abstrakter Terminologien« (S. 4). Er vertheidigt gegen ihn »jenes unschuldige und liebenswürdige System, das Glückseligkeit und Sittlichkeit aufs innigste zusammenverknüpft« (S. 5), wirft mehrmals Kant »Mystik« vor und wiederholt besonders oft die Behauptung, dass dieser »längstbekannte Dinge in einer unvernehmlichen Sprache, =als neu=, verkündiget« (so S. 25). »Soll denn die ganze Kantische Moralreform etwa nur auf ein =neue Formel= sich beschränken?« (35). »Herr Kant, nachdem er auf diese Art sein vermeintes =neues Princip= der Sittenlehre ausgeführt und befestiget zu haben glaubt ...« (55). »Man sollte kaum denken, dass so =gemeine und bekannte Sätze= einer so kunstreichen Verdunkelung fähig wären ... Warum muss ich erst den Menschen in zwei Welten versetzen? Warum die fremdlautende -- und darum etwas neues versprechende, und doch nichts neues enthaltende Nahmen von Autonomie und Heteronomie so tief herausführen? Wozu so viel technische Imperativen? Wozu, bei einer =so leichten Sache=, der ganze schwerfällige Gang?«(82) u. s. f. Hiernach gehen vorzugsweise auf Tittel die kritischen Bemerkungen der Vorrede Kants, 8{28} ff., 10{23} ff. (mit einem Seitenblick auf Garve-Feders bekannte Recension der _Kr. d. r. V._, vgl. 13{34} ff.); aber auch die Kritik 28{4} ff. passt besonders auf Tittel, der keine Schwierigkeit darin fand, dass das Gesetz, seine eigene und Andrer Glückseligkeit zu befördern, wirklich als allgemeines Gesetz für alle vernünftige Naturen, in unbedingter praktischer Nothwendigkeit, gelte (S. 56 s. Schrift); sie passt allerdings auch auf Flatt, der sich (wie Tittel S. 31) besonders darauf beruft, dass Kant selbst, im Widerspruch mit seiner These, dass überhaupt keinem empirischen Princip Allgemeinheit zukomme, in der _Grundlegung_ zugestanden habe, die Absicht auf Glückseligkeit komme allen vernünftigen Wesen »nach einer Naturnothwendigkeit« zu. Und so wird sonst noch manches sich auf diese beiden zunächst beziehen, obgleich es daneben auch Andre trifft; z. B. spottet über die neue Terminologie auch die Besprechung der _Grundlegung_ in den »Kritischen Beyträgen zur neuesten Geschichte der Gelehrsamkeit« I. 202 ff. (Adickes n. 236), wie schon früher namentlich Feder; auch =Meiners= in der Vorrede seines »Grundrisses der Seelenlehre«, deren Zurückweisung Kant seinen Freunden überliess (X 446, 456). So ist der allgemeine Vorwurf der »Inconsequenz« -- 4{28}, 5{36} -- natürlich von vielen ausgesprochen worden; mit besonderer Vorliebe aber von Flatt in seinen zahlreichen Recensionen.
2. Kant selbst nennt mit Namen, im Briefe an Schütz vom 25. Juni 1787 (X 467), =Feder= und =Abel=, deren der erste _=gar keine Erkenntniß=_ +a priori+, _der andere eine, die zwischen der empirischen und einer_ +a priori+ _das Mittel halten soll, behauptet_. Beider hatte kurz vorher gegen ihn Bering Erwähnung gethan (28. Mai, X 465). Auf den ersteren bezieht sich ersichtlich der Schluss der Vorrede (12{6} ff.): _Was Schlimmeres könnte aber diesen Bemühungen wohl nicht begegnen, als wenn jemand die unerwartete Entdeckung machte, daß es =überall gar kein Erkenntniß=_ +a priori+ _gebe, noch geben könne_; obgleich auch schon früher =C. G. Selle= (Berl. Monatsschr. 1784, Dec.) mit dem »Versuch eines Beweises, dass es keine reinen, von der Erfahrung unabhängigen Vernunftsbegriffe gebe«, gegen Kant aufgetreten war. Die Schrift Feders, die Kant in jenem Briefe im Auge hat, ist wohl sicher: »Über Raum und Caussalität zur Prüfung der Kantischen Philosophie. Göttingen 1787«, deren Vorrede das Datum 31. Januar 1787 trägt und die wohl zur Ostermesse erschien, also Kant früh genug bekannt werden konnte, um in einem Nachtrag zu seiner Vorrede noch Berücksichtigung zu finden. Kants Ausführung trifft genau auf jene Schrift (bes. § 9, S. 35 ff.) zu. Dagegen sind Abels Schriften (»Plan zu einer systematischen Metaphysik« und »Versuch über die Natur der speculativen Vernunft zur Prüfung des Kantischen Systems«, beide 1787) in der _Kr. d. pr. V._ nicht berücksichtigt; Kant hielt ja eigentlich _alle Controversen_ mit diesen Gegnern für überflüssig (vgl. X 487 über _die Anhänger am Alten_); nur ihres sachlichen Interesses halber hat er jene weitestgehende »_Entdeckung_« Feders doch der Berücksichtigung werth gehalten.