Josefine Mutzenbacher oder Die Geschichte einer Wienerischen Dirne von ihr selbst erzählt

Part 9

Chapter 93,856 wordsPublic domain

»Ich kann ja aufpassen«, sagte ich, und damit sprang ich von ihr fort. Ich gab Franz einen Stoß, daß er geradewegs gegen die Brust der Frau Reinthaler flog. Dann stellte ich mich auf den Vorboden, und wie ich früher im Keller aufgepaßt hatte, damit niemand die Frau Reinthaler störe, während sie von Herrn Horak gestemmt wurde, paßte ich jetzt hier auf dem Boden auf, damit die Frau Reinthaler nicht gestört werde, wenn sie meinen Bruder bedient. Es war, wenn ich mich recht besinne, die erste Kuppelei meines Lebens. Es sei denn, man will annehmen, daß ich meine Mutter an den Ekhard verkuppelt habe, indem ich ihm von ihren unbefriedigten Nächten erzählte.

Und nimmt man's genau, so muß man wohl zugeben, dieser Ekhard ist wohl erst durch diese Geschichte auf die Idee geraten, meiner Mutter mit seinem Lausewenzel zwischen die Beine zu fahren, und er hätte sich wahrscheinlich ansonsten begnügt, die Tochter in ihren beiden noch unvollkommenen Löchern auszubohren.

Franz stand also mit seinem Gesicht, wo ich ihn hingeschleudert hatte, an der nackten Brust der Frau Reinthaler. Sie drückte ihn an sich und fragte ihn: »Was willst du denn, Kleiner?«

Er antwortete nicht, aber er konnte auch nicht antworten, denn sie hatte ihm ihre Brustspitze in den Mund gegeben wie einem Säugling, und Franz leckte oben an dieser süßen Beere, die immer größer wird statt kleiner, je mehr man von ihr genießt.

Und von seinen Lippenbewegungen, von seiner Zunge begann es die Frau aber am ganzen Leibe zu reißen. Es durchfuhr sie, und man konnte merken, daß sie nun bald der Worte überdrüssig sein werde.

Ich dachte nicht weiter daran aufzupassen, sondern beteiligte mich an dem Spiele, das nun anfing. Frau Reinthaler legte sich auf ihren großen hochgefüllten Wäschekorb, hob die Röcke auf und ließ ihren schwarz behaarten Schlund sehen, so daß ich meinte, mein Bruder werde nun per Kopf darin verschwinden. Dann zog sie den Buben zu sich und versorgte seinen Kleinen mit einem Ruck in ihrer Bauchtasche, die quatschend zuschnappte.

Franz begann wie eine Taschenuhr zu ticken, so genau und so präzis, und Frau Reinthaler fing zu lachen an: »Ach, das kitzelt ja ..., wie gut das kitzelt ...« Sie lachte und lachte, und lag ganz bewegungslos: »Wie gut er das kann ...«, meinte sie zu mir, »macht er das oft ...?«

»Ja«, sagte ich.

»Und macht er's immer so g'schwind ...?«

»Ja«, erklärte ich ihr, »der Franzl vögelt immer so schnell ...«

Dann aber kniete ich nieder, nahm ihren Kopf und tat, wie mir Ekhard getan, ich leckte und kitzelte sie mit der Zunge ins Ohr.

Sie gurrte mit heiserer Stimme vor Wollust.

»Vögel nicht so schnell, Bubi«, bat sie Franz, »ich will auch stoßen ..., wart ..., so ..., siehst du ..., so geht's noch besser.«

Sie regulierte den Takt von Franzls Bewegungen und schupfte ihn nun mit ihrem repetierenden Hintern, daß der Wäschekorb krachte.

»Ach ..., es kommt mir ..., ach das ist gut ..., ach, das halt' ich nicht aus ..., wenn die Pepi mich noch so im Ohr schleckt ..., da kommt's mir gleich wieder ..., nein ..., Kinder ..., was seid ihr für Kinder ..., ach ...«

»Du Bubi«, sagte sie plötzlich mitten im Keuchen, »warum nimmst du denn das Duterl nicht in den Mund ...?«

Franz nahm ihre strotzende Brust und leckte an der Warze, als wollte er daraus trinken.

Sie schrie auf: »Aber ..., du hörst ja zu vögeln auf ..., du hörst ja auf ..., und mir kommt's gerad ..., vögel doch! So ..., fester, schneller ..., ja ..., gut ..., so ist's gut ... Jesses, jetzt laßt er die Brust wieder aus ..., warum laßt du denn die Brust aus ...?«

Franz hatte es noch immer nicht gelernt, beides zugleich zu tun. Deshalb ließ ich das Ohr der Frau Reinthaler los, und kam ihm zu Hilfe, indem ich die schöne volle Brust der Frau Reinthaler nahm. Auch die zweite Dutel holte ich ihr heraus und über ihrem Kopf liegend, küßte ich sie bald rechts, bald links, wobei ich spürte, wie der heiße Atem zwischen meine Beine hinstrich, denn ich lag gerade mit der Fut über ihrem Gesicht. Sie hatte mir die Röcke zurückgestreift und fuhr mir mit der Hand an die Spalte, und sie traf mit ihrem Finger den rechten Punkt so gut, daß es mir sehr wohltat und ich meinte, ich werde auch gevögelt.

Ganz gleichzeitig kam es uns drei. Frau Reinthaler keuchte vor Wonne: »Ach meine lieben Kinder ..., ach wie gut ist das ..., ach Franzl ..., ich spür' wie du spritzen tust ..., und du Peperl ..., du bist auch ganz naß geworden ..., ach ...!«

Dann lagen wir eine Weile ganz matsch übereinander und mochten wohl auch wie ein Wäsche- oder Kleiderbündel ausgesehen haben.

Frau Reinthaler, die emporschnellte, warf Franz und mich zur Seite. Sie richtete sich zusammen, war sehr rot und schämte sich plötzlich. »Nein ..., so was ..., diese Kinder ...«, murmelte sie. Dann lief sie fort, vom Boden herunter.

Franz und ich blieben allein und machten es uns auf dem Wäschekorb bequem. Ich nahm seinen Schwanz in den Mund, damit er wieder stehen könne. Das tat er denn auch bald genug, und jetzt verlangte ich: »Vögel mich ...«

»Nein«, sagte er, »die Frau Reinthaler könnt' kommen ...«

»Das macht nichts«, redete ich ihm zu, »das macht doch nichts ..., sie weiß ja, daß wir miteinand vögeln.«

»Ich will aber nicht«, weigerte er sich weiter.

»Warum nicht ...?«

»Weil ..., weil ... du keine Duteln hast«, erklärte er.

»Was?« Ich riß mein Leibchen auf und zeigte ihm meine beiden kleinen Äpfel.

Er begann damit zu spielen und ich legte mich auf den Korb der Frau Reinthaler. Franz legte sich auf mich und ich fädelte ihn so schnell ein, daß er bis an den Schaft drin saß. Er puderte ausgezeichnet, und mir schmeckte es. Wir waren bald fertig, standen auf, ließen die Wäsche liegen, wie sie lag, und gingen vom Boden fort.

Franz lauerte von nun ab der Frau Reinthaler noch hitziger auf als früher. Aber wenn er sie jetzt traf, nahm sie ihn, sooft es ging, in ihre Wohnung und unterrichtete ihn, wie man es machen müsse, die Fut und die Brust gleichzeitig mit Schmeicheleien zu versehen. Und Franz machte bald die erfreulichsten Fortschritte. Oft holte sie ihn aus unserer Wohnung und hatte jedesmal eine Ausrede. »Franzl, möchst nicht für mich zum Greisler gehn, um Petroleum?« Oder: »Franzl, möchst mir nicht g'schwind ein Bier bringen?« Und wenn sie so kam, dann wußte ich schon jedesmal, was bevorstehe, wenn Franzl mit dem Gebrachten in ihrer Wohnung verschwand.

So standen die Dinge, als meine Mutter plötzlich starb. Ich war dreizehn Jahre alt, und mitten in der Entwicklung begriffen. Daß mir die Brüste so rasch wuchsen, daß mein kleiner Polster zwischen meinen Füßen mit Locken sich bedeckte, schreibe ich heute doch wohl dem vielen Geschlechtsverkehr zu, den ich so frühzeitig gepflogen, den heftigen Reizungen, denen mein Körper ausgesetzt war. Ich hatte die ganze Zeit, bis zum Tode meiner Mutter, fortwährend gevögelt, und wenn ich es überschlage, vielleicht mit zwei Dutzend Männern Unzucht getrieben.

Von den hier erzählten war mein Bruder Franz, dann Ferdl, dann Robert, dann Herr Horak, der mich im Verlauf der Begebenheit vielleicht fünfzigmal in seinem Bierkeller wie ein Bierfaß mit seiner Pipe eingespundet hat, dann Alois, bei dem ich etlichemale im Schoß seiner Klementine »Schluß mit Genuß« sagen hörte, dann der Herr Ekhard, dann der Schani, den ich aber nur ein einzigesmal zu kosten bekam, ein einzigesmal den Soldaten, einmal den Burschen, der mich gleich nachher zwang, ihm zu Willen zu sein. Dazu kommen die vielen Buben, die ich in den Keller lockte oder die mich in irgendeinem Hausflur, hinter der Planke oder sonst wo an die Wand lehnten und mir die Spalte ausrieben, und ein paar Männer, die mich während meiner Streifwege auf dem Fürstenfeld zusammenfingen, mich auf meine Augen hin gleich anpackten und es versuchten, mich anzubohren, wobei sie mir aber meistens nur den Bauch bespritzten. Einige von ihnen habe ich vergessen. In Erinnerung ist mir nur ein besoffener Schlosser geblieben, der mich auf freiem Feld, während es noch Tag war, vögelte, mich dabei würgen wollte, dem es aber sofort kam, als sein Schwanz nur meine Haut berührte. Dann noch ein alter Mann, ein Hausierer, der mir ein paar blaue Strumpfbänder schenkte und mich in einem der kleinen Wirtshäuser, die es damals da draußen gab, auf den Abort lockte. Er setzte sich dort nieder, als wolle er seine Notdurft verrichten, nahm mich zwischen seine Knie und rieb mir nur von rückwärts die halbsteife Nudel zwischen die Schenkel. Es werden wohl zwei Dutzend Männer gewesen sein.

Da starb auf einmal meine Mutter. Sie war nur zwei Tage krank gewesen. Was ihr gefehlt hat, weiß ich nicht. Ich erinnere mich nur, daß sie am andern Tag, des Morgens gleich abgeholt und in die Totenkammer gebracht wurde.

Wir Kinder weinten sehr, denn wir hatten sie sehr lieb gehabt. Sie war immer gut zu uns gewesen, hatte uns nur selten geschlagen; während wir uns vor dem Vater, der immer streng war, doch weit eher fürchteten, als wir ihn gern hatten. Mein Bruder Lorenz sagte damals zu mir: »Das ist die Strafe Gottes für eure Sünden, für den Franzl seine und für deine ...« Ich war tief erschüttert von diesen Worten und glaubte ihm.

Deshalb enthielt ich mich auch nach dem Tod meiner Mutter jeglicher Unzucht. Ich gelobte mir, mich nie wieder vögeln zu lassen, und der Anblick des Herrn Ekhard war mir unerträglich. Er war übrigens sehr niedergeschlagen und zog acht Tage, nachdem die Mutter gestorben war, von uns fort. Ich atmete auf, als er aus dem Hause war. Franzl, mit dem ich jetzt natürlich noch viel öfter als sonst allein blieb, griff mir einmal an die Brüste. Aber ich gab ihm eine Ohrfeige, und so ließ er mich in Ruhe.

Dieser Todesfall bildete einen Abschnitt in meinem jungen Leben. Ich hätte mich vielleicht noch gebessert, aber es kam anders.

ZWEITES KAPITEL

Ich war jetzt braver als je vorher in der Schule, und fleißiger. Meine Mutter war schon zwei Monate tot, und ich hatte ein keusches Leben geführt. Weder einen Schwanz noch eine Schwanzspitze hatte ich die ganze Zeit gesehen, und wenn mich meine Muschel kitzelte und ich wider Willen ans Vögeln denken mußte, hatte ich doch der Versuchung widerstanden, das Verlangen, das mir zwischen den Füßen brannte, mit eigenen Fingern zu trösten. Da wurde für unsere Klasse und für die ganze übrige beichtpflichtige Schule wieder eine Beichte angesetzt. Ich wollte mich diesmal von der Sünde der Unkeuschheit reinigen und beschloß, alles zu beichten. Auch für die Todsünde, die ich begangen hatte, indem ich meine Vergehungen bei allen früheren Beichten verschwiegen, wollte ich diesmal Vergebung erbitten.

Bisher hatte ich, sooft ich bei unserem jungen Katecheten zur Beichte war, immer nein gesagt, wenn er mich am Schluß meines Bekenntnisses fragte: »Hast du Unkeuschheit getrieben?«

Es war ein schwarzhaariger, langer und bleicher junger Mann und besaß eine strenge Miene, vor der ich mich ebenso sehr fürchtete, wie vor seiner mächtigen Nase. Diesmal aber wollte ich aufrichtig alles gestehen.

Die Kirche war voll Kinder, und es wurde an drei Beichtstühlen gebeichtet. Ich kam zu einem ältlichen fetten Kooperator, mit einem großen runden Gesicht. Ich kannte ihn nur vom Sehen, und er schien mir nachsichtig zu sein, weil er immer so freundliche Mienen machte.

Zuerst beichtete ich meine kleinen Sünden. Doch er unterbrach mich mit der Frage: »Hast vielleicht gar Unkeuschheit getrieben?«

Zitternd sprach ich: »Ja ...«

Er legte seine harten Wangen dicht an das Gitter und fragte: »Mit wem ...?«

»Mit dem Franzl ...«

»Wer ist das?«

»Mein Bruder ...«

»Dein Bruder ...? So! So! Und vielleicht noch mit wem?«

»Ja ...«

»Also ...?«

»Mit dem Herrn Horak ...«

»Wer ist das?«

»Der Bierversilberer in unserm Haus.«

»Mit wem noch ...?« Seine Stimme bebte.

Ich mußte das ganze Namensregister herzählen.

Er rührte sich nicht, als ich fertig war. Nach einer Pause fragte er: »Wie hast du Unkeuschheit getrieben ...?«

Ich wußte nicht, was ich antworten sollte. Da herrschte er mich an: »Also wie habt ihr's denn gemacht?«

»Mit ..., na ...«, ich stotterte, »mit dem, was ich zwischen den Füßen ...«

Er schüttelte den Kopf: »Habt ihr gevögelt ...?«

Mir kam das Wort aus seinem Munde merkwürdig vor, aber ich sagte: »Ja ...«

»Und hast du's auch in den Mund genommen ...?«

»Ja.«

»Und hast du dir's auch in den Arsch stecken lassen?«

»Ja.«

Er schnaufte und seufzte und sagte: »Ach Gott, ach Gott, mein Kind ..., Todsünden ..., Todsünden ...«

Ich war ganz weg vor Angst. Er aber meinte: »Da muß ich alles wissen, hörst du? Alles!« Nach einer Weile fuhr er fort. »Das wird aber eine lange Beichte werden ..., und die andern Kinder warten ..., bleibt nix übrig, als daß du extra beichten kommst, verstehst?«

»Ja, Hochwürden ...«, stammelte ich.

»Gleich Nachmittag, so um zwei ..., kommst zu mir ...«

Ich verließ verzweifelt den Beichtstuhl. »Bis dahin«, sagte mir der Kooperator Mayer noch zum Schluß, »bis dahin erinner dich an alles. Denn wenn du nicht alles beichten wirst, hilft dir die Absolution nicht ...«

Ich schlich beklommenen Herzens nach Hause, setzte mich nieder und dachte krampfhaft nach und ließ mir alles, was ich getan hatte, wieder einfallen. Vor der Beichte im Zimmer des Kooperators hatte ich eine große Angst und fürchtete mich vor der Buße, die er mir auferlegen werde. Als es aber Zeit war und ich gehen mußte, fragte mich mein Bruder Lorenz, wohin ich in dem schönen Kleid wolle, und da sagte ich stolz: »Zum Herrn Kooperator Mayer muß ich ..., er hat mir's geschafft, daß ich hinkommen soll.« Lorenz sah mich mit einem sonderbaren Blick an, und ich ging.

Es war Sommer, aber im großen Pfarrhaus umfing mich eine heilige Kühle und eine Stille, die mir Ehrfurcht einflößte. Ich las an den Türen die Namensschilder und klopfte an die Türe, auf der »Kooperator Mayer« stand. Er öffnete mir selbst. Er war in Hemdärmeln, und seine schwarze Weste war aufgeknöpft, so daß sein ungeheurer Bauch hervorquoll.

Jetzt, da ich ihn außerhalb des Beichtstuhles zum erstenmale wiedersah, und sein dickes, rotes Pfaffengesicht mir Respekt erregte und mir außerdem einfiel, daß er von mir das viele wußte, trieb mir die Beschämung und die Angst das Blut ins Gesicht.

»Gelobt sei Jesus Christus ...«

»In Ewigkeit ...«, antwortete er. »Da bist du ja ...«

Ich küßte seine fleischige, warme Hand, und er versperrte die Tür. Wir traten durch ein kleines dunkles Vorgelaß in sein Zimmer. Es ging auf den Friedhof. Die Fenster standen offen und die grünen Baumwipfel versperrten jede Aussicht. Das Zimmer war breit und ganz weiß gestrichen. Ein großes Kruzifix hing schwarz an der einen Wand, davor stand ein Betschemel. An der anderen Wand stand ein Eisenbett, eine gesteppte Decke war darüber gebreitet. Ein breiter Schreibtisch nahm die Mitte ein, mit einem riesigen, schwarzledernen Armsessel.

Der Kooperator zog seine Soutane an und knöpfte sich zu.

»Komm«, sagte er.

Wir traten an das Betpult, knieten nebeneinander nieder und sprachen ein Vaterunser.

Dann führte er mich an der Hand zum Großvaterstuhl, setzte sich hinein, und ich stand vor ihm gegen die Schreibtischkante fest angelehnt.

»Na«, sagte er, »also ich höre ...« Ich schwieg aber und wußte nicht wie anfangen vor Verwirrung.

»Also erzähl ...«

Ich schwieg noch immer und schaute zu Boden.

»Hör du!« begann er, faßte mich unterm Kinn und zwang mich, ihm in die Augen zu schauen. »Du weißt, daß du schon gesündigt hast ..., Unkeuschheit ..., eine Todsünde ..., verstehst du ..., und mit deinem eigenen Bruder ..., Blutschande ...«

Ich hörte das Wort zum erstenmal, und ohne es zu verstehen, erbebte ich.

Er fuhr fort: »... Wer weiß ..., vielleicht bist du ganz verdammt und hast dein Seelenheil schon verwirkt für immer ..., wenn ich deine Seele noch retten soll, muß ich alles wissen, ganz genau ..., und du mußt es mit Bußfertigkeit erzählen.«

Er sprach mit leiser, stockender Stimme, und das machte einen solchen Eindruck auf mich, daß ich zu weinen anfing.

»Wein nicht«, herrschte er mich an.

Ich schluchzte.

Er wurde milder: »Na, wein nicht, Kinderl. Vielleicht wird alles gut ..., erzähl nur.«

Ich wischte mir die Tränen ab, vermochte aber nichts zu sagen.

»Ja, ja«, hub er an, »die Versuchung ist groß ..., und du hast vielleicht gar nicht gewußt, daß das so eine Sünde ist, was ...? Gewiß ..., du bist ja noch ein Kind ..., du hast nichts gewußt ..., nicht wahr?«

Ich faßte Mut: »Nein, nichts hab' ich gewußt ...«

»Na«, sprach er, »das ist schon besser ..., bist du nicht dem eigenen Drang gefolgt ..., sondern verführt worden ..., zum Beispiel ...?«

Ich erinnerte mich sofort an das erste »Vater- und Mutterspiel« und beteuerte lebhaft: »Ja, Hochwürden ..., verleitet bin ich worden ...«

»Hab' mir's gleich gedacht ...«, nickte er mild, »wenn man das da so sichtbar trägt ..., das lockt die Versucher an.«

Er legte seine Hand leicht auf meine Brust, die schon spitz und hoch unter meiner Bluse hervorstach. Ich spürte die Wärme, die von ihm ausging, und es beruhigte mich, aber mir fiel nichts Arges dabei ein.

»Das ist ein Werk des Satans«, fuhr er fort, »daß er einem Kind schon die Brüste eines Weibes gibt ...«, dabei nahm er meine andere Brust in die zweite Hand und hielt nun beide.

»Aber die Duteln müssen die Weiber verstecken«, sprach er weiter, »sie müssen sie unsichtbar machen und schnüren, um die Männer nicht zu reizen. Diese Duteln sind Werkzeuge der Wollust ... Gott hat sie dem Weibe verliehen, damit sie ihre Kinder säugen, aber der Teufel hat ein Spielzeug für die Unkeuschen daraus gemacht, und man muß sie verstecken.«

Ich fand nichts dabei, daß er das tat, sondern hörte ihm voll Spannung und Erbauung zu.

»Also, wie ist das gewesen«, fragte er wieder.

Aber wieder war es mir nicht möglich davon zu reden.

»Gut ...«, meinte er milde, nachdem er eine Weile gewartet hatte, daß ich spreche: »Gut ..., ich sehe ..., dein Herz ist rein ..., und du trägst Scham, von diesen Dingen zu sprechen.«

»Ja ..., Hochwürden ...«, stammelte ich begeistert.

»Also ...«, flüsterte er, »ich werde dich fragen, und du wirst antworten oder besser, wenn du nicht sprechen kannst, wirst du mir durch Gebärden zeigen, was du verbrochen hast! Ja?«

»Ich will's, Hochwürden«, versprach ich dankbar, nahm seine Hand von meiner Brust und küßte sie inbrünstig.

»Ich muß«, erläuterte er weiter, »alle Grade und Arten der Unkeuschheit kennen, die du begangen hast. Also beginne. Hast du den Schweif in den Mund genommen ...?«

Ich nickte.

»Oft ...?«

Ich nickte wieder.

»Und was hast du mit ihm gemacht ... der Reihe nach ...?«

Ich schaute ihn ratlos an.

»Hast du mit der Hand gespielt damit?«

Ich nickte wieder.

»Wie hast du gespielt ...?«

Ich stand da, ohne zu wissen, was ich sagen oder tun sollte.

»Zeig mir genau«, flüsterte er, »wie du's gemacht hast ...«

Meine Ratlosigkeit stieg auf ihren Gipfel.

Er lächelte salbungsvoll: »Nimm nur meinen Schweif ...«, sagte er, »an dem geweihten Priester ist alles rein ..., nichts an ihm ist Sünde ..., und nichts an ihm ist sündig.«

Ich war sehr erschrocken und rührte mich nicht.

Er faßte mich bei der Hand und flüsterte weiter: »Nimm nur mein Glied und zeige mir alle deine Sünden. Ich leihe dir meinen Leib, damit du vor meinem Angesicht beichtest und dich reinigest.« Und damit führte er mich an sein Hosentürl.

Ich mußte tief unter seinen Bauch greifen und zitterte vor Ehrerbietung dabei. Er knöpfte sich auf, und ein dicker kurzer Schwanz stand aufrecht und steif unter der schwarzen Mauer seiner Hose.

»Wie hast du mit ihm gespielt?« fragte er.

Ich war furchtbar verlegen. Aber ich faßte, wenn auch zaghaft, die Nudel, zu der er mich führte, umschloß sie mit der Hand und fuhr zwei-, dreimal schüchtern auf und nieder.

Er machte ein ernstes Gesicht und forschte weiter: »Das war alles? Verheimliche mir jetzt nichts ..., ich sag' es dir ...«

Ich fuhr noch ein paarmal hin und her.

»Was hast du noch damit getan?«

Ich erinnerte mich an den Griff Klementinens, faßte ihn mit Daumen und Mittelfinger unter der Eichel und tupfte mit dem Zeigefinger die Vorhaut herab.

Er lehnte sich im Großvaterstuhl zurück. »Was hast du noch an verruchten Künsten geübt?«

Ich scheute mich, mehr zu tun, ließ ihn beim Schwanz los und lispelte: »... In den Mund ..., hab' ich's genommen ...«

»Wie ...?« Er atmete heftig, »... wie hast du das getan ...?«

Zweifelnd blickte ich ihn an. Aber er schaute voll Ernst und Würde auf mich und meinte: »Bist du bereit? Oder willst du mir undankbar sein, für die Gnade, die ich dir erweise. Wisse denn, du bist von aller Sünde schon halb gereinigt, wenn du mich so berührst wie deine Buhlen ...«

Das leuchtete mir außerordentlich ein, und ich pries mich glücklich, daß ich so von Sünden kommen dürfe.

Wie er also nochmals fragte: »Was hast du noch damit getan«, kniete ich ungesäumt nieder und nahm vorsichtig seinen Schwanz in den Mund.

»Nur das Spitzel ...«, fragte er.

Augenblicklich stieß ich mir den Storchenschaft tiefer in den Rachen.

»Und sonst nichts ...?« tönte die Stimme von oben.

Ich fuhr mit den Lippen auf und ab, suzelte und sog an diesem Speer und kitzelte mit der Zunge daran herum, und eine heftige Erregung erfaßte mich. Aber ich wußte damals nicht, ob es mehr Angst, Bußfertigkeit oder Geilheit war.

Ich hörte, wie der Kooperator stöhnte: »Ach ..., ach ..., so was ..., so eine Sünderin ..., ach ..., ach ...«, und ich bedauerte ihn so sehr, daß ich nachließ, ihm diese Qual nicht länger zu bereiten, sondern aufhörte. Ich ließ seinen Schwanz aus meinem Mund gleiten, trocknete ihn, der in meiner Hand zuckte, mit dem Taschentuch sorgsam ab und stand auf.

Der Kooperator war blaurot im Gesicht und haschte mit der Hand nach mir.

»Und was noch ..., was hast du mit den Schwänzen, so du gehabt hast ..., noch getan ...«

»Unkeuschheit getrieben, Hochwürden«, flüsterte ich.

»Das weiß ich ...«, flüsterte er, nach Atem ringend, »du hast mir jetzt drei Arten davon gezeigt ..., hast dich von drei Arten gereinigt, ... du hast aber noch mehr mit einem Schwanz getan ..., willst du jetzt leugnen ...«

»Nein, Hochwürden ...«

»Also, was war's, was du getan hast ...?«

»Gevögelt habe ich, Hochwürden ...«

»Wie gevögelt ...«

»Na ..., gevögelt«, wiederholte ich.

»Damit weiß ich gar nichts«, brauste er auf, »du mußt mir zeigen, wie du's gemacht hast ...«

Ich war wieder ratlos. Meine Röcke aufzuheben und mich selbst mit seinem Schweif zu vögeln, traute ich mich doch nicht.

»Soll ich dir's vielleicht zeigen, wie du's gemacht hast ...«, fragte er. »Soll ich dich selber fragen?«

»Ja ...«

Ich war jetzt selbst begierig, daß alles geschehen möge und war froh zugleich, denn mit ihm schien es ja keine Sünde, sondern ein Mittel, die Sünde abzubüßen. Und da ich so lange schon keinen Schwanz im Mund oder sonstwo gehabt hatte, war mir bei diesem Schlecken doch der Wunsch erwacht, diesen Pfeil auch in das Zentrum gestoßen zu kriegen.

Der Kooperator stand auf und führte mich zum Bett.

»Wie hast du's gemacht ...?«

Ich sagte: »Hochwürden wissen schon ...«

»Nichts weiß ich«, fiel er ein, »... du mußt mir alles sagen. Hast du dich niedergelegt, oder bist du oben gelegen ...?«

»Einmal so und dann wieder so ..., Hochwürden ...«

»Also wie bist du unten gelegen ...?«

Ich legte mich, wie ich stand, quer mit dem Rücken über das Bett. Meine Beine hingen über den Rand herab.

»So bist du gelegen ...?«

»Ja.«

»Da wirst du aber wohl schwerlich was angestellt haben ...«, meinte er, »da kann dir ja der böse Versucher nicht an den Leib ..., was hast du dann noch gemacht ..., oder hat er dir die Röcke aufgehoben ...?«

»Ja.«

»So vielleicht ...?« Er streifte mit einem Ruck meine Kleider in die Höhe, so daß meine nackten Schenkel und die blondbraune, frischbehaarte Grotte freilagen.

»War es so ...«, fragte er.

»Ja ..., Hochwürden«, gab ich liegend zur Antwort.

Er schob meine Knie auseinander: »Und so ...?«

»Ja.«

Er trat zwischen meine Beine und sein dicker Bauch lag auf dem meinigen, obwohl der Herr Kooperator stand.