Josefine Mutzenbacher oder Die Geschichte einer Wienerischen Dirne von ihr selbst erzählt
Part 15
»Wir könnten auch da auf die Stiegen gehn ..., es wohnt niemand da ...« »Willst du ...?« fragte er mich. Ich betrachtete ihn mit großer Bewunderung, denn er sah sehr fein aus, feiner als ich je einen Mann in der Nähe gesehen hatte. Er trug einen schönen Spazierstock mit einem silbernen Griff und eine goldene, feine Uhrkette, die ihm um den Hals geschlungen war.
Wir gingen die Treppe hinauf, die sehr breit und nur halb dunkel war, und blieben auf einem Absatz stehen. »Ich werd' aufpassen ...«, sagte Zenzi, und stellte sich in einiger Entfernung von uns auf. Der feine Herr griff mir an die Brüste und lächelte: »Mach auf ein wenig.«
Er fuhr mit der Hand in den Spalt, den ich auftat, und war sehr erfreut, meine Brust nackt zu finden. Ich bemerkte mit ehrerbietigem Vergnügen, daß seine Hand ganz weich und zart war, so zart, wie meine eigene Haut.
»Alsdann komm«, sagte er und sein Atem begann zu fliegen. Er knöpfte sich das Hosentürl auf, und ich bekam einen Schweif in die Hand, der so weiß und zart und dabei so kräftig und aufrecht war, wie eine Wachskerze. Auch der Kopf daran war spitz und zart.
Ich lehnte mich an die Wand und hob die Röcke auf, weil ich dachte, er werde mich stehend vögeln. Aber er lehnte meine Bereitschaft ab: »Laß nur«, meinte er, »das trau' ich mich da nicht ..., spiel lieber ..., und laß mich spielen.« So fing ich an, ihm einen abzuwichsen, während er in meiner Bluse herumfuhr, und bald die eine, bald die andere Himbeere zum Aufblühen brachte.
Dabei flüsterte er mir zu: »So ist's gut ..., mehr oben ..., schneller ..., jetzt ..., wart ...« Er reichte mir ein Taschentuch. Ich nahm es und hielt es über seine Eichel. Da zitterte er mit den Beinen, sein Speer begann in meiner Hand zu zucken, und das Gewitter entlud sich. Ich wischte mir die Hand auch an seinem Tuch ab, weil sie gleichfalls angeregnet worden war. Als ich ihm das Tuch zurückgab, steckte er mir zwei Gulden zu. Dann ging er rasch die Treppen hinunter, ohne sich nach uns umzusehen.
Ich blieb mit Zenzi noch eine Weile auf der Treppe, dann schlichen auch wir zum Haus hinaus. Und ich war ganz glücklich. Zwei Gulden, in zwei Minuten verdient. Und so leicht. Was hatte ich denn für Mühe gehabt? Dabei war ich diesem eleganten Herrn so zugetan, bewunderte ihn so sehr, und hatte so viel Hochachtung vor ihm, daß ich gewiß kein Geld von ihm verlangt hätte.
Auf dem Stefansplatz sprach mich ein alter Mann an. Ich erschrak zuerst, aber Zenzi stieß mich in die Seite und so antwortete ich, als er mich fragte: »Kann ich zu dir gehn?« mit einem »Ja«.
Er befahl mir: »Geh voraus ..., ich komme nach.«
Zenzi war im Nu von meiner Seite verschwunden, und ich schlug den Weg in die Schönlaterngasse ein. Die Frau öffnete uns, und wir waren in dem Kabinett allein. »Zieh dich aus ...«, sagte der alte Mann. Während ich meine Kleider ablegte, konnte ich sein Gesicht betrachten. Er hatte ein glattrasiertes Gesicht, einen zahnlosen Mund und spärliche weiße Haare. Dabei war er ganz mager, seine Hände zitterten und er schien mir überhaupt sehr gebrochen.
Er saß auf dem Ledersofa und sah mir zu. Als ich nackt war, winkte er mich heran. Ich mußte vor ihm stehen, und er schaute mich an, ohne sich zu rühren. Deshalb glaubte ich, es sei an mir den Anfang zu machen, und wollte ihm die Hose öffnen. Doch er schlug mich schnell auf die Finger, daß ich erschrak. »Warte ...«, sagte er mit einer dünnen Stimme, »warte, bis ich dir's sagen werde ..., und steh ruhig ...«
So stand ich also still vor ihm und er streichelte mich. Endlich nahm er seinen Spazierstock und spielte damit an meiner Brust herum. Es war ein spanisches Rohr mit einer Elfenbeinkugel. Ganz kühl und glatt strich er mir diese über die Haut. Schließlich setzte er sie mir unten an, und bohrte damit meine festgeschlossenen Beine auseinander.
»Komm jetzt her ...«, befahl er mir, und streckte sich auf dem Sofa aus. Ich wollte mich zu ihm legen, aber er stieß mich wieder mit einer Hastigkeit zurück, die mich erschreckte: »Drunten bleiben«, knurrte er.
Ich mußte stehend seine Hose öffnen, und nahm einen greisen, ungestrafften Gnadenspender heraus, der soviel Falten hatte, als das Jahr Stunden besitzt, und der so klein geworden war, daß er einem ausgespitzten Bleistiftendchen ähnelte. Dieses Läppchen Haut begann ich zwischen den Fingern zu wuzeln, und glaubte, es werde nimmermehr eine feste Gestalt annehmen. Ich erinnerte mich dabei an den Greis, der unlängst bei Zenzi gewesen war und ihr soviel Mühe bereitet hatte, aber das Nudelchen wurde in meinen Fingern fleischiger und fester, und seine Falten glätteten sich, wie ein zerdrücktes Tüchlein unterm Bügeleisen sich glättet.
»Minett machen ...«, kommandierte er in einer zornigen Weise.
Ich verstand den Ausdruck nicht, und wichste fleißiger.
»Minett machen ...«, wiederholte er heftiger.
Und da ich noch immer nicht gehorchte, kreischte er mich an: »Zum Teufel, hinein! ...! Verstehst du nicht ..., Minett machen ...«
»Entschuldigen Sie, gnädiger Herr ...«, sagte ich schüchtern, »ich weiß nicht, was das ist, ein Minett ...«
Er fand das nicht einmal lustig, sondern meinte knurrend: »In den Mund nehmen sollst du's ..., blödes Ding.«
Ich tat, wie mir geboten war, und tat so fleißig, wie nur je, denn ich hatte Angst vor dem alten Mann. Wie erstaunt aber war ich, als sein Bogen sich kraftvoll spannte, kaum daß ich ihn nur ein wenig gezüngelt hatte. Er stieg und stieg immer höher. Mein Mund konnte ihn schon nicht mehr fassen, und als ich auf sein grobes »aufhören« den Kopf zurückbog und ausließ, schnellte ihm ein bombenfester Schweif gegen den Bauch.
»Vögeln«, schnarrte er, »schnell ..., vögeln ..., nicht so langsam ..., solltest schon draufsein.« Er blieb auf dem Rücken liegen, und machte es mir so, dank meiner zahlreichen Vorstudien nicht schwer, zu verstehen, was er wollte.
Ich kroch also auf ihn hinauf und hatte Mühe, die Einquartierung, die er mir bot, nur halbwegs unterzubringen.
Ich wollte mich über ihn beugen, um mich festzuhalten und um ihm meine Brüste näher zu bringen. Er aber stieß mich zurück, und brummte: »Aufrecht sitzen!«
So mußte ich aufrecht bleiben, und mich an der Sofalehne halten, wenn ich nicht seinen Klotz tiefer im Leib haben wollte, als mir lieb war.
Er begann mich mit seinen Stößen zu heben. Rasch und kräftig stieß er zu und redete fortwährend dabei.
»So ..., der werd' ich's zeigen ..., Gott sei Dank ..., ich kann noch Mädeln stemmen ..., so ...« Er flog höher und höher. »Die braucht sich nicht von andern ficken lassen ..., so ..., weil sie vielleicht einen alten Mann hat ..., und wenn sie es tut ..., mach ich's auch ..., so ..., so ...«
Er redete noch allerlei Ähnliches, bis er unter mir zusammenschnappte und sich nicht rühren konnte. Ich mußte ihm ein Glas Wein holen, und lief, wie mir es die alte Frau angab, in den Ausschank vom heutigen Köllnerhof. Als ich zurückkam, lag er wie tot da und rührte sich nicht. Mein Schrecken war groß. Ich rief die Alte, die ihn mit Wasser besprengte und mich beruhigte. Sie kannte ihn.
»Das geht bei ihm immer so ..., er kommt aber rasch wieder zu sich ...«, meinte sie. Richtig fuhr er auf, blickte wild umher, und als er das Glas Wein bekam, leerte er es auf einen Zug.
Sofort war er wieder auf den Beinen, schaute mich böse an und gab mir fünf Gulden. Ich fühlte mich reich und hüpfte vor Freude in der Stube umher. Nun sah ich ein, was ich an meiner Muschel besaß, und ich beschloß, sie nicht mehr zu verschenken.
Eben als ich wieder auf die Straße wollte, kam Zenzi mit einem langen jungen Mann; und wie wir uns in der Küche trafen, flüsterte sie mir eilig zu: »Wart noch ein bissel ..., geh nicht fort ...«
Die Türe schloß sich hinter den beiden, und nach einer Weile hörte ich Zenzi fragen: »Soll ich meine Freundin rufen?«
Der Mann antwortete mit einer dünnen, zitternden Stimme: »Ja, ich bitte Sie recht sehr, tun Sie das ...«
Zenzi lief aus dem Zimmer und holte mich: »Komm herein«, sagte sie, »der nimmt uns alle zwei, und der zahlt viel ... Mit dem gibt's eine Hetz, wirst sehen ..., du mußt aber alles tun, was ich dir sag' ...«
Als wir hereintraten, erhob sich der junge Mann vom Sofa. Er war sehr blaß und hager, hatte einen tiefschwarzen Vollbart, der ihn noch bleicher erscheinen ließ und schwarze, traurige Augen.
Er verbeugte sich vor mir bis zur Erde, als Zenzi mich vorstellte: »Das ist meine Freundin Josefine ...«
Ich staunte über den ernsten Ton, mit dem sie das sagte: aber wie wunderte ich mich erst, als der junge Mann meine Hand ergriff und sie küßte. Vor Verlegenheit lachte ich, und glaubte, er wolle einen Scherz mit mir treiben. Doch Zenzi stieß mich an, und zischte mich an:
»Nicht lachen ..., ernst bleiben ...«
Der junge Mann erhob sich vom Handkuß, und sagte leise, als ob er sich vor mir fürchten würde: »So jung, mein gnädiges Fräulein, und so streng ...«
Zenzi schrie ihn an: »Das Maul halten ...«
Er erschrak und stammelte: »Entschuldigen Sie ...«
»Die Pappen halt ...«, wiederholte Zenzi wütend. »Red bis du gefragt wirst ...«
Ich erkannte sie nicht wieder. Ihr ewig lächelndes Gesicht war ganz verändert.
»Zieh dich aus!« herrschte sie ihn an.
»Aber nein«, unterbrach er sie mild, doch ohne den übertrieben demütigen Ton von früher, sondern ganz sachlich. »Aber nein, das kommt ja noch nicht ...«
»Was denn ...?« Zenzi sah ihn verlegen an.
»Erst kommt doch das mit den Fragen ...«, flüsterte er eindringlich.
»Richtig!« Sie schlug sich vor die Stirne.
Sie ging von ihm fort, machte kehrt, und trat mit verfinsterten Mienen wieder auf ihn zu: »Du Lump!« schrie sie ihn an, »du Hund, du räudiger, du hast gewiß wieder an mich gedacht ..., was?«
Er stammelte: »Gnädigste Komtesse ..., ich hab' müssen denken ...«
»Kusch«, unterbrach sie ihn, »gesteh, was hast du gedacht ...«
Er stammelte heiser: »Gnädigste Komtesse lesen ja in meinem Herzen ..., Sie werden ja selbst wissen.«
»Du Schwein, du miserables ...«, donnerte ihn Zenzi an, »Du hast an meine Fut gedacht ..., an meine Brust ..., du Hurenkerl ..., gesteh ...«
»Ich gestehe ...«, sagte er tonlos.
»Und du hast gedacht ..., du Mistkerl ...«, fuhr sie in demselben Ton fort ..., »daß du auf mir liegen willst ..., was? Du Lausbub ..., und daß ich die Füße auseinander geb', und daß du mir den Schwanz hineinsteckst ..., du Schuft du ..., du hast gedacht, daß du mich puderst ..., du Saukerl ..., und daß du mit meinen Duteln spielst ..., willst du gestehen, ... du elender Fallott ...?«
Er faltete bittend die Hände: »Ja, gnädigste Komtesse ..., ich gestehe ..., ich gestehe alles ...«
»Und schämst du dich nicht vor der Prinzessin da?« Zenzi zeigte mit ausgestreckter Hand auf mich. Ich war von allem, was ich hörte und sah so stuff, daß es mir gar nicht auffiel, als Zenzi mich eine Prinzessin nannte.
»Ja, ich schäme mich ...«, rief er leise und hob auch zu mir seine Hände.
»Knie nieder ...«, befahl Zenzi.
Er warf sich sofort auf die Knie: »Ich bitte, verzeihen Sie mir, gnädigste Komtesse«, ... flehte er inbrünstig, und zu mir gewendet bat er: »Auch Sie, erhabene Prinzessin, bitte ich um Verzeihung ...«
»Nein ...«, fauchte Zenzi, »keine Verzeihung ..., erst die Strafe ...«
Er wurde von einer leichten Röte überflogen. »Ja ...«, stotterte er schnell, »erst die Strafe ...«
»Zieh dich aus!« rief Zenzi.
Er legte sofort alle Kleider ab, und stand nackt vor uns. Sein Körper war außerordentlich weiß und zart. Bebend stand er da, mit gesenktem Haupt, und schaute Zenzi an, wie ein gepeitschter Hund.
Er stellte sich gehorsam zwischen Sofa und Kasten.
Zenzi begann sich zu entkleiden und auf einen Wink von ihr tat ich dasselbe.
»Na wart ..., du Gauner ...«, redete sie dabei, »du wirst uns sehen ..., alles ..., aber kriegen tust du nichts ..., mich und die Prinzessin mußt du anschauen ..., aber nicht rühren ...«
Sie trat nackt auf ihn zu, mit ihren hochaufgerichteten Brüsten, mit zurückgeworfenem Kopf, ihre Augen funkelten, ihre Lippen zitterten. Sie war selbst aufgeregt.
Sie rieb ihm ihre Brüste an den Leib, rieb ihren Schoß gegen den seinigen. Dann mußte ich dazu treten und dasselbe tun. Er schaute uns traurig an, ließ die Arme hängen, und rührte sich nicht. Mich durchfuhr es wie ein elektrischer Funke, als ich meine Brüste gegen seine Brust wetzte. Sein Leib war brennend heiß wie Feuer und fühlte sich zart an, wie Samt. Und als ich meinen Venusberg gegen seine Haare rieb, bemerkte ich, daß seine Lanze trübselig herunterhing.
Was für Geschichten, dachte ich bei mir, wann wird das aufhören, damit er endlich dazu kommt uns zu vögeln? Denn auch in mir hatte sich die Geilheit schon geregt.
Zenzi zog mich von ihm fort. »Jetzt kommt die Strafe ..., du Schwein ...«, drohte sie.
Er verfolgte sie mit gierigen Blicken. Sie ging zum Kasten und holte zwei Ruten herunter.
»Kennst du das, du verdammter Satan ...?« fragte sie, die Ruten schwingend.
»Ja, ich kenne das, gnädigste Komtesse ...«, rief er schluckend.
»Weißt du, was jetzt geschieht ..., du Hurenbankert ...?«
»Jetzt kommt die Strafe, gnädigste Komtesse ...«, entgegnete er schweratmend. »Strafen Sie mich, Komtesse ..., ich verdiene es ..., und auch Sie, erhabene Prinzessin ...«, wandte er sich zu mir, »strafen auch Sie mich ...« Zenzi gab mir eine Rute: »Hau fest zu«, flüsterte sie rasch. »Fest ...«
»Heraus aus dem Winkel ..., du Dieb ...«, fuhr sie ihn an.
Er näherte sich ihr.
Klatsch! Im Nu hatte sie ihm mit der Rute eins quer über die Brust versetzt, daß ein dicker Streifen, wie ein rotes Band sichtbar wurde. Er zuckte zusammen, und ich sah, wie sein Schweif mit einem Ruck sich aufrichtete.
»Spürst du das, du Gauner, du Räuber, du Futschlecker ..., du Laustanz ..., du Beutel ..., du Dreckfink ..., du Vagabund ..., spürst du das ...?« Zenzi schlug drauf los und mit jedem Hieb kam ein neuer Schimpfname, mit jedem Hieb wurden Brust und Bauch röter.
»Ja ..., ich spür' es ..., gnädigste Komtesse ...«, röchelte er, »ich danke ... für die Strafe ..., ich danke ..., fester ..., bitte ..., züchtigen Sie mich fester ... Aber die Prinzessin auch ..., warum züchtigt mich die Prinzessin nicht ...?«
»Hau zu!« schrie mich Zenzi an, und hob gegen mich die Rute. Ich erschrak und gab ihm einen sanften Streich über den Rücken. Seine Haut zuckte, aber er wimmerte: »Ach, ich bitte, die erhabene Prinzessin ..., sie will mich nicht strafen ..., ich spür' gar nichts ..., ich bitte Prinzessin ..., ich weiß ..., ich bin unwürdig ..., aber ich bitte um meine Strafe ..., fester ...«
Ich schlug stärker zu, und bemerkte, daß es mir Vergnügen machte.
»Danke ..., danke ..., danke ...«, stammelte er.
»Maul halten ...«, kommandierte Zenzi, »oder ich hau dir das Beuschel aus dem Leib.«
Wir schlugen jetzt im Takt. Zenzi vorn auf seine Brust und auf seine Schenkel, ich von hinten auf seinen Rücken und auf seinen Arsch, der bald rot angelaufen war, und je mehr wir schlugen, desto aufgeregter wurden wir, desto mehr Freude machte es uns, und desto besser zielten wir.
Er stand zitternd da und redete: »Verzeihung ..., Verzeihung ..., ich will nicht mehr an ihre schönen Duteln ..., denken ..., nein ..., ach ..., ach ..., Verzeihung Prinzessin ..., Ihre Brüste sind so schön und hart ..., aber ich will's nicht mehr tun ..., o ..., welche Qualen ..., welche Schmerzen ..., ich will nicht mehr an Ihre Fut denken ..., Komtesse ..., ich hab' davon geträumt ..., daß ich Ihnen das Jungfernhäutel zerrissen hab' ..., gnädigste Komtesse ..., aber ich weiß ..., man darf das nicht ..., und Sie Prinzessin ..., ich hab' mir vorgestellt ..., daß ich Sie gevögelt hab' ..., aber ich weiß ..., das darf nicht sein ..., Verzeihung ...«
»Niederknien«, gebot ihm Zenzi.
Er warf sich auf die Knie. »Da lieg' ich ..., im Staube vor Ihnen ..., Angebetete ..., zertreten Sie mich ..., ich sterbe ..., in Demut ...«
»Du darfst mir die Füße küssen. Hundskerl ...«, knurrte Zenzi. Ich hörte zu schlagen auf. Er beugte sich herab und bedeckte ihre Füße mit glühenden Küssen. Dabei schmitzte ihn Zenzi auf seinen jetzt empor stehenden Popo, daß es nur so pfiff.
Er stöhnte und gurgelte: »Ach Komtesse ..., zu Ihren Füßen ..., Ihr Hund ..., Ihr Sklave ...«
»Küß die Fut ..., du hast sie beleidigt ...«, herrschte ihn Zenzi an.
Er richtete sich in den Knien auf und begrub seinen Kopf in Zenzis Schoß.
»Saukerl ..., Zuchthäusler ..., Taschendieb ..., Galgenstrick ..., Strizzi ...«, schimpfte sie und bearbeitete dabei seine Schultern mit ihrer Rute.
»Wird mir ..., die Prinzessin ..., auch erlauben ...«
»Erst schön bitten ...«, gebot Zenzi.
Er drehte sich zu mir, faltete kniend die Hände und flüsterte: »Bitte ..., bitte ..., erhabene Prinzessin ...«
»Schön aufwarten ...«, verlangte Zenzi.
Er wartete auf, wie ein Hündchen, und mich wollte ein plötzliches Lachen überkommen, aber ein Blick von Zenzi scheuchte es fort.
»Nun zu ihr ...«, befahl sie und gab ihm einen Stoß.
Er kam auf seinen Knien zu mir herangerutscht.
Wie er meine Füße mit seinen Küssen berührte, und ich seine pickenden, heißen Lippen auf meiner Haut fühlte, fuhr es mir bis in die Muschel, und ich drosch auf den Hintern von ihm, der in die Höhe gerichtet war, los, als sei er von Holz. Kleine, hellrote Blutstropfen sickerten aus seiner blauangelaufenen Haut hervor. Ich drosch weiter, von seinen Lippen gekitzelt.
»Erhabene Prinzessin ...«, flüsterte er, »nie wieder soll die Niedertracht, die in mir steckt ..., Sie beleidigen ..., strafen Sie mich nur ..., o Prinzessin ..., Sie sind grausam ..., grausam ..., aber gerecht ..., ich leide gern ..., ich hab' es verdient.«
»Die Fut ...«, schrie ihm Zenzi zu.
Er richtete sich auf, und preßte sein Gesicht in meine Schamhaare. Seine Lippen küßten jede Stelle. Und jeder Kuß ging mir mitten durchs Herz, denn ich hatte schon keinen anderen Gedanken, als mich hinzuwerfen und ordentlich behandelt zu werden. Wie er den Kopf senkte und auch meine Muschel erreichte, trat ich ein wenig mit den Füßen auseinander, damit er besser hinein könne. Aber er küßte nur mit den Lippen. Mit der Zunge tat er gar nichts. Und diese heißen Küsse machten mich noch viel geiler, als wenn er mich geschleckt hätte. Ich hörte zu schlagen auf, weil ich mit mir selbst beschäftigt war.
Augenblicklich ließ er von mir ab. Zenzi näherte sich ihm: »Auf!« gebot sie. Er stand auf.
»Machen Sie ein Ende ..., gnädigste Komtesse ..., machen Sie meiner Qual ein Ende ..., Sie Grausame ...«, flehte er sie an.
»Gut«, sagte sie eifrig, »ich will es tun. Wer soll vorn sein? Die Prinzessin oder ich ...?«
»Bitte ..., die Prinzessin ...«, bat er, »wenn sie mir die Gnade erweisen will, die Prinzessin.«
»Also schau her«, unterwies mich Zenzi, »du nimmst seinen Beutel so ...« Sie stellte sich vor ihm auf und nahm seinen Hodensack in die Hand, »und dann drückst du ihn fest ..., aber nicht auf die Eier, sondern da ...« Sie zeigte mir die Stelle, hinter den Eiern, wo der ganze Sack sich fassen und zuschließen läßt. »Und mit der andern Hand haust du ihn auf die Füß', auf die Schenkel, wo du halt hinkommst.« Ich befolgte ihren Rat. Er stand aufrecht da, die Hände über der Brust gefaltet und ich nahm seinen Beutel fest in die Linke, und schnürte ihn ab, daß mir die Finger weh taten. Sein Schwanz stieg noch steifer in die Höhe und schwankte hin und her, wie ein Rohr im Winde.
Mit der andern Hand schlug ich zu, und von rückwärts bearbeitete ihn Zenzi wie rasend. Hageldicht fielen ihre Streiche und sein Hinterer bebte jedesmal nach vorn, daß es zu fühlen war, und seinem Schweif jedesmal einen Rucker gab.
Der junge Mann schluchzte und schrie, und stammelte dazwischen, und auf einmal schleuderte er seinen Samen aus. Es kam so unvermutet, daß mir der weiße Saft direkt ins Gesicht flog.
»O Prinzessin«, rief er dabei, »o gnädigste Komtesse ...«
Zenzi trischakte auf seinen Hintern los, als sie sah, daß er vorne spritzte. Wie aber der letzte Tropfen aus ihm herausgeklopft war, warf sie die Rute weg und ging zum Sofa, um sich hinzusetzen. Ich blieb auf dem Boden hocken, wie ich war, trocknete mir das Gesicht ab, und schaute, was er nun beginnen werde.
Noch immer glaubte ich, dieser sonderbare Mensch werde Zenzi oder mich vögeln. Er stand eine Weile ganz in sich versunken da, dann raffte er sich auf, und kleidete sich an. Hastig, ohne uns anzusehen, scheu, mit einem ermüdeten traurigen Gesicht. Wie er fertig war, ging er in den äußersten Winkel des Zimmers, wo ein wackliger Stuhl stand, dort machte er sich irgendwas zu schaffen, dann rannte er förmlich hinaus, ohne uns eines Blickes zu würdigen.
Kaum hatte er die Türe hinter sich geschlossen, als Zenzi aufsprang und mit einem Satz in den Winkel sprang. Dort lagen auf dem Stuhl zwei Zehner. Sie raffte sie zusammen, hielt in jeder Hand einen hoch, tanzte im Zimmer damit herum und gab mir zuletzt den einen.
»Was ...? Das ist fein?« meinte sie, und ich, ganz perplex, war vollkommen ihrer Meinung.
Denselben Nachmittag noch ging mir ein Mann in einem Samtanzug nach. Er sah aus wie ein Italiener, hatte schwarze Augen, und wie es damals besonders bei Italienern und Franzosen üblich war, einen schwarzen Ziegenbart. Ich bog in die Seitenstraße ein, denn es war am Graben und erst zwei Uhr Mittag. In dem schon erwähnten Haustor wartete ich auf ihn. Er kam herein und nahm mich im finstern Torwinkel sogleich bei der Brust, die er aber mehr so abgriff, als untersuche er mich, als um zu spielen.
»Na, was ist?« fragte er.
Das fragten so ziemlich alle. Und ich sagte darauf: »Soll ich vorausgehen? Es ist nicht weit.«
»Wo?« fragte er.
»In der Schönlaterngasse ...«
»Nein ...«, meinte er, »ich will gar nicht zu dir kommen ...«
»Gut«, sagte ich lächelnd, denn auch darauf war ich vorbereitet, »bleiben wir da ...«
»Da?« Er war erstaunt.
»O ja«, beruhigte ich ihn, »auf der Stiege ... da wohnt niemand ..., da können wir alles tun ...«
Er wollte auch das nicht. »Komm zu mir«, ... verlangte er.
»Ist es weit?« Ich zeigte Mißtrauen. »O nein ..., aber wir fahren mit dem Komfortabel hin ...«
»Was krieg' ich denn?« wollte ich wissen.
»Sei nur ruhig ...«, entgegnete er großartig, »du wirst reichlich bezahlt werden ...« Und weil ich zögerte, fügte er hinzu: »So gut, wie noch nie ..., ich zahl' besser als jeder andere ...«
Er imponierte mir und flößte mir Vertrauen ein: »Gut«, sagte ich, »aber Sie müssen mir das Geld voraus geben ...«
»Zu Haus ...«, drängte er, »zu Haus kriegst du das Geld, wenn wir zur Tür hineinkommen.«
Wir verließen das Tor gemeinsam, und er rief, als wir durch ein paar Gassen gegangen waren, einen Komfortabel herbei. Wir stiegen ein und als wir losfuhren, fragte er: »Du glaubst gewiß, ich will dich vögeln?«
Ich lächelte ihn kokett an: »Was denn sonst?«
»Ich will ganz was anderes ...«, sagte er geheimnisvoll.
Ich mußte wieder lächeln; und wollte klug sein: »Aha ..., ich weiß schon«, sagte ich.
»Na was denn?« neckte er.
»Vielleicht in den Mund ...?« riet ich.
»Nein ...«, er lachte. »Was glaubst?«
»Von hinten ...?« riet ich weiter.
Er schüttelte den Kopf.
Ich dachte, er werde sich so behandeln lassen wie der junge Mann, den wir mit Ruten gestrichen hatten.
»Wollen Sie sich schlagen lassen?« riet ich wieder.
»Herrgott, du kennst dich aber aus«, meinte er, »nein, auch das nicht ...«
»Ja, dann weiß ich nicht ...«, ich gab es auf.
»Photographieren will ich dich ...«, sagte er.
»Photo ...?«
»Ja, nackt photographieren, in allen möglichen Stellungen.«
Ich lachte. Ich war noch nie photographiert worden und glaubte, ich bekäme dann schöne Bilder von mir.
Wir kamen zu ihm. In einem neuen Vorstadthaus, tief in einem alten Garten versteckt, wohnte er. Vorne stand das Zinshaus, dann kam man durch den Hof, dann durch den alten Garten zu dem kleinen Haus, in dem er ein paar Zimmer und ein Atelier hatte.
Eine kleine dicke Frau empfing uns. Sie war blond, hatte eine gedrungene Gestalt, die in einem roten Schlafrock noch fetter aussah. Ihre Augen schienen mir unterkohlt zu sein. Sie sah mich grüßend an und meinte: »Die wird gerad recht sein ...«