Chapter 8
Da ward der Steinhauer mißmutig und sagte: »Ja, der Fürst hat es gut, der braucht nicht zu Fuß zu gehen, braucht sich nicht eigenhändig Kühlung zuzufächeln und alle Welt verneigt sich vor ihm. Wenn es ginge, möchte ich auch so ein Fürst sein!«
Kaum hatte er dies gesagt, da ertönte wieder die Stimme: »Du hast es gewünscht, drum sei es!«
Jetzt war er ein Fürst. Verschwunden war das schöne Häuschen, dafür stand ein herrlicher Palast an der Stelle; zahlreiche Diener liefen hin und her und kamen jedem seiner Befehle nach. Er wurde in einer Sänfte umhergetragen, Diener in kostbarer Kleidung fächelten ihm Kühlung zu und alle Welt verneigte sich vor ihm. Anfänglich machte ihm diese neue Veränderung viel Vergnügen, bald aber ward er des ewigen Einerleis überdrüssig und dachte darüber nach, wie er noch besseres ersinnen könnte. Und als er sah, wie die Sonne so glühend brannte, wie ihre Strahlen Leben spendeten, zugleich aber auch Feld und Flur verbrannten, ja ihn selbst nicht schonten, sondern sein Gesicht trotz Sänfte, Schirmen und Fächern bräunte, da glaubte er, daß die Sonne das allgewaltigste Ding sei, dem nichts unerreichbar wäre, und so rief er aus: »Wenn's möglich wäre, möchte ich die Sonne sein!«
»Du sollst sie sein!« rief die Stimme und sogleich stand unser Steinhauer oben am Himmel als Sonne und schleuderte mit dem größten Vergnügen seine Strahlen nach allen Seiten, verbrannte das Gras auf den Wiesen, die Ernte auf den Feldern, ja zündete sogar Wälder an. Kurz, er trieb im Übermute seiner Macht allerhand Allotria wie ein Kind mit einem neuen Spielzeug. Wie dieses aber bald des Spieles überdrüssig wird, so auch der Steinhauer und als sich ihm eine Wolke in den Weg stellte und seinem Treiben Einhalt gebot, indem sie verhinderte, daß die Strahlen die Erde trafen, da wurde er bitterböse und schrie:
»Was, die winzige Wolke hindert mich an meinem Spiel? Dann ist sie ja mächtiger als ich, die Sonne. Da möchte ich denn doch lieber die Wolke sein!«
»Es sei!« hörte er die Stimme zu sich herauftönen.
Jetzt schwebte er als Wolke zwischen Erde und Sonne und freute sich der Sonne einen Schabernack spielen zu können, indem er ihre Strahlen auffing. Jetzt sah er auch, wie infolge des Schattens, den er auf die überhitzte Erde warf, alles zu grünen und blühen begann. Dazu gehört auch Wasser, dachte er, und öffnete seine Schleusen. Hei, wie das prasselte und plätscherte! Er freute sich königlich über das Treiben auf der Erde, wie die Menschen rannten und sich zu schützen suchten, wie die Vöglein sich verbargen und wie die Bäume sich beugten unter der Last des prasselnden Regens. Und immer mehr ließ er es regnen, nicht mehr in kleinen Tropfen, nein, in zerschmetternden Güssen, so daß die Bäche und Flüsse die Wassermenge nicht zu fassen vermochten und über die Ufer traten. Alles Land wurde überschwemmt, Bäume entwurzelt, Dämme fortgerissen und von den Bergen stürzten die Wasser in donnernden Kaskaden hernieder, alles sich ihnen in den Weg Stellende mit sich reißend. Nur ein einsamer Fels stand ruhig und fest, ihm vermochte das rasende Ungewitter nichts anzuhaben; stolz ragte sein Haupt bis nahe zur Wolke empor und die Steinhauer-Wolke glaubte sogar ein spöttisches Lachen zu hören. Das ergrimmte ihn noch mehr und in äußerster Wut sandte er einige Blitze auf den Felsen und goß über ihn den Rest seines Wassers aus. Aber es half alles nichts; der Fels wankte und wich nicht und endlich mußte die Wolke erschöpft ihr Wüten einstellen.
»So will ich denn ein Felsen sein!« lautete nun sein Wunsch und wieder rief ihm die Stimme Erfüllung zu.
Jetzt war er der Fels, stand stolz und selbstbewußt da und freute sich seiner unbegrenzten Macht. Nicht die Strahlen der Sonne, nicht der strömende Regen konnten ihm etwas anhaben. Jetzt glaubte der Steinhauer sein Ziel erreicht zu haben und der Mächtigste dieser Erde zu sein; denn niemand vermochte ihm Schaden zuzufügen oder ihn von seiner Stelle zu bewegen.
Niemand!
Wirklich niemand?
Die Freude währte nicht lange; eines Morgens hörte er an seinem Fuße hämmern und kratzen und als er hinunterschaute, da sah er ein winziges Menschenkind mit Keil und Hammer bewaffnet, Stück für Stück vom Felsen losschlagen.
»Wenn das so weiter geht«, brummte er, »bleibt ja nichts von mir übrig. Sollte man es für möglich halten? Was alle wütenden Elemente nicht vermögen, das tut so ein kleiner Knirps von einem Menschen. Das darf nicht sein, da will ich lieber dieser Mensch sein.«
»So sei, was du vordem warst!« ertönte die Stimme des Berggeistes.
Und der Fels wurde wieder zum Steinhauer, der vom frühen Morgen bis zum späten Abend mühsam die Steine aus dem Felsen brach und zufrieden und glücklich war mit dem, was er hatte.
Er war von seinen Wünschen geheilt und hatte einsehen gelernt, daß in jedem Stande und in jedem Berufe etwas zu wünschen übrig bleibt, weil es auf dieser Erde nichts Vollkommenes gibt.
[Abbildung: Japanischer Glücksgott.]
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Fehler und Unregelmässigkeiten
erblickte die kleine Schildkröte [erklickte] es wird ... dir... diese Rückkehr ermöglichen [dich] ging er wieder zu dem gutmütigen Manne und fragte ihn [nnd] »Hältst du so dein Wort? [Hälst] sprach er mit dem Sake liebäugelnd [Sacke] daß er von den beiden Kästen den kleineren gewählt habe [Kasten] sie hielt sich dabei die Ohren zu [dahei] Ihr hohen und gelehrten Herren [nnd] Er baute also zwei Boote [Bote] und brachte ihm stets schöne Früchte mit [brachte im]
Satzzeichen:
»Seid ihr ein Gespenst? -- ein Schattenbild? [» _fehlt_] »Was bedeutet dieses Kästchen?« fragte er sich. Die schöne Königin [keine weiteren Anführungszeichen] »Kerl, wie hat er das fertig gebracht?« [! _anstatt_ ?] »Schön, schön! nun möchte ich aber [»Schön, schön!« nun] weitere Anstrengung und Schmerzen!« [« _fehlt_] vor Aufregung zitternd hob sie den Deckel ab, [_, unsichtbar_] und richtete sich auf seinen Hinterbeinen empor, [, _unsichtbar_] Die Schildkröte schaute hierauf nach vorn [»Die Schildkröte] seine Augen freiwillig hergeben solle! [solle!«] Maorigashima[1]. [. fehlt] komm mit, die wollen wir uns fangen.« [« fehlt] d.h. »Aera des wahren Friedens« [d h.] Rai-taro[1]. [. fehlt] fügten sie sich in das Unabänderliche. [. unsichtbar]
Original ungeändert:
wie alles, das in mein Bereich kommt [_Fehler für »meinen«?_] Doch diese Schonung wird dir nur so lange Zeit an das Schild seines sonderbaren Reitpferdes [_»Schild« wird regelmässig als Neutrum behandelt_] wollte auch er seiner Geschwulst los werden Nun hatte der gute Mann leider kein Kind und keine Verwandte begrub seinen Liebling unter einen Baum im Garten Dem bösen Nachbar aber anstatt sich über das Glück des Nachbars mit diesem zu freuen [_»Nachbarn« vielleicht besser an beiden Stellen_] Da letztere heute teilweise zerfallen nun kam auch die Krabbe und die Wespe heraus steckt Eure Pfoten vorne unter mein Schild und machten sich einander Geschenke [_besser »einander« ohne »sich«_] er bat ihn, doch etwas zum essen zu besorgen [_»zu essen« oder »zum Essen«_] damit er auf dessem Rücken nach der Heimat zurückkehren könne
Fehldruck:
Endlich kam er an ein dich{tes Ge}büsch, vor dem ein hübscher kleiner Sperling wartete, der, als er den alten Ma{nn s}ah, ihm entgegenhüpfte und sich verneigte.
_Ein Paar Buchstaben sind hier ausgefallen, so:_
... ein dich büsch, ... alten Ma ah, ihm