Im Schatten der Titanen: Erinnerungen an Baronin Jenny von Gustedt

Chapter 34

Chapter 343,578 wordsPublic domain

"Ihre Notizen haben den doppelten Reiz eines wichtigen und interessanten Inhalts und einer entzückenden, faszinierenden Form. Wir sollten Ihr Gedächtnis und Ihre Feder in Anspruch nehmen, um ein Bild der Gesellschaft Weimars zu zeichnen. Ich habe mir immer gewünscht, daß ihre Geschichte geschrieben würde. Das könnte nicht besser geschehen, als wenn Zeitgenossen einzelne Personen darstellen, und Niemand in der Welt wäre dazu besser imstande als Sie. Und so sehen Sie mich abermals als Bittenden nahen, um Sie zu beschwören, es zu tun! Die Biographie Ottiliens wäre das erste, was Sie unternehmen sollten. Ein Lebensbild Walter Goethes zu zeichnen, würde ich sehr gern unternehmen. Wolf hat einen ebenso treuen wie geschmackvollen Biographen in seinem Freunde Mejer gefunden. Der Salon von Johanna Schopenhauer ist von Stephan Schütze geschildert, aber noch nicht veröffentlicht worden. Eine Sammlung würde auf diese Weise entstehen, die an Interesse zunehmen würde, je mehr die Epoche sich entfernt, die sie schildert, und je mehr die litterarischen Publikationen des Goethe-Schiller-Archivs fortschreiten. Diese würden für unsere Sammlung erst die Atmosphäre schaffen. Lassen Sie mich Ihrem Nachdenken meine Überlegungen anvertrauen, während die Vögel von Liebe singen und die Blumen den Frühling predigen. Zahllose Kindererinnerungen sind durch Ihre Notizen erweckt worden wie Blumen aus dem Lenz meines Lebens, und es ist nicht ohne tiefe Bewegung -- Sie können nicht anders empfunden haben! -- daß ich diese Zeugen der Vergangenheit vor mir lebendig werden sah! ...

"... Wie fehlt mir dauernd mein treuer Beust, und wie anders wäre es, wenn Sie mir nicht auch fehlen würden!

"Die Reichstagswahlen haben uns hier sehr beschäftigt, wir sind von den Resultaten degoutiert. Ich finde übrigens, daß der Moment für den Abschied des Reichskanzlers sehr schlecht gewählt ist. Daß er es so wollte, vermindert beinahe den Eindruck des Unglücks, das im ersten Moment empfunden wurde.

"In der Verlegenheit habe ich angefangen, ich schließe mit der Politik -- Beide begegnen einander öfters -- Der Himmel wolle, daß wir von der einen entfernt bleiben und daß Sie aus der anderen befreien

"Ihren treuesten, anhänglichsten und ganz ergebenen Freund

Carl Alexander."

"Weimar, den 9. April 1890.

"Goethe sagt irgendwo:

Du im Leben nichts verschiebe, Sei Dein Leben Tat um Tat, Und Dein Streben sei's in Liebe, Und Dein Leben sei die Tat.

"Es steht gewiß nicht im Widerspruch dazu, wenn ich mit der Beantwortung Ihres liebenswürdigen Briefs die Zusendung des Buchs von M. Mejer über Wolf Goethe verbinde, das Sie sicherlich interessieren wird. Der Autor hat es mit Liebe geschrieben -- es gelingt nichts, wie Sie wissen, wenn man nicht auch mit dem Herzen bei der Sache ist! ... Nur Sie allein, meine sehr liebe und verehrte Freundin, könnten, wenn Sie die Biographie Ottiliens schreiben wollten, etwas noch weit Besseres leisten, denn ich glaube, daß im allgemeinen die Feder einer Frau mehr dafür geeignet ist, eine so merkwürdige, ungewöhnlich begabte, aber niemals im Gleichgewicht sich befindende Persönlichkeit zu charakterisieren, wie Frau von Goethe es war. Ich komme abermals, um Sie darum zu bitten, obwohl ich verstehe, daß Ihre Freundschaft für Ottilie Ihnen dabei einige Skrupeln macht. Gestatten Sie mir dazu zu bemerken, daß es nur menschlich ist, Fehler zu haben, daß aber alles Menschliche notwendig die Kritik herausfordert, noch mehr jedoch auf Verständniß und Vergebung rechnen kann. Die Geschichte Ottiliens ist im übrigen so bekannt, daß es sich um Indiskretionen dabei kaum mehr handeln kann. Die Biographie ihrer Freundin, Mrs. Jameson, ist ein Beweis dafür. Nur um die Auferstehung der großen Epoche Weimars, die durch Walter Goethes großherziges Vermächtniß hervorgerufen wurde, zur vollständigen zu machen, bitte ich Sie, Ihre Erinnerungen und Ihre Feder in den Dienst der Sache zu stellen ... Meine Frau dankt Ihnen herzlich für Ihre Glückwünsche, meine Kinder vereinigen sich mit mir im Gefühl der Liebe und der Dankbarkeit für Sie, und ich danke Ihnen noch besonders und voll tiefer Bewegung für die Worte, die Sie meiner geliebten, unvergeßlichen Mutter gewidmet haben. Ich habe das Recht, so zu sprechen, denn auf der einen Seite führen mich meine Pflichten in die Vergangenheit zurück, auf der anderen lebt mein Herz in ihrem Kultus. Er wird mit Gottes Hilfe der Compaß sein, der mich in die Zukunft leitet, die ich mich bemühe, im Vorhinein zu verstehen, indem ich die Geschichte studiere, und für die ich mich vorbereite, indem ich mich selbst immer weiter zu einer selbständigen Individualität zu entwickeln trachte ... Offene Aussprachen wie diese sind nur Fortsetzungen unserer unvergeßlichen Weimarer Unterhaltungen. Die Freundschaft ist doch die süßeste aller Gewohnheiten. Meinen Sie nicht auch? -- Jedenfalls ist es die Ansicht

Ihres getreusten Freundes

Carl Alexander."

Kurze Zeit nach Empfang dieses Briefes schrieb mir meine Großmutter: "Mein von Dir übersetzter alter Aufsatz über Ottilie ist freilich keine Biographie und mein Auszug noch weniger, doch bin ich dem alten guten treuen Freund gern gefällig, der ihn haben will. Er schreibt mir gute und schöne Briefe und hat mir endlich mein Wegziehen von Weimar vergeben; unserer Kaiserin Tod hat uns zu einander isoliert, und was den Jetztmenschen Phrase ist, bleibt uns Bedürfnis und Wahrheit. Das stumme Nebeneinanderhergehen in Freud und Leid schnürt mir jetzt wieder, da die Söhne hier sind, das Herz zusammen und nimmt dem Zusammenleben Trost und Wärme; wenn auch etwas Tränen und Sorge dabei gespart werden, so wird viel Höheres an Rat, Mitgefühl, Seeleneinfluß und Liebe Preis gegeben oder wenigstens beschattet und verscharrt ... Ich bin immer sehr müde und schlafe viel; dabei lächelt eine heitere Frühlingssonne in mein Zimmer und tanzt freundlich um die Bilder meiner Lieben. Wenn ich im Halbschlummer liege, ist es mir, als ob sie Alle lebendig würden, oft füllt sich der Raum ganz an mit trauten Gestalten -- fernen, halb vergessenen und ewig geliebten. Dann meine ich oft, ich wäre in Weimar ... Mein guter Großherzog ist es, der mir die Vergangenheit so lebendig vor die Seele zaubert. Ich danke es ihm, denn sie war schön -- viel schöner als die Gegenwart, und meine Sehnsucht wächst, je weiter ich mich von ihr entferne ... Oder nähere ich mich ihr wieder? ..."

Oft schien es, als spräche sie mit teuren, anwesenden Freunden -- und doch war das Zimmer leer. Auf einen fragenden, erstaunten Blick ihrer Kinder sagte sie dann lächelnd: "Wundert Euch nicht -- sie waren wirklich da, sie reden mit mir, während Ihr schweigt --" Sie hatte keinerlei Schmerzen, aber ihr Bedürfnis, allein zu sein, nahm zu, ihre Spaziergänge wurden immer kürzer, und ein äußeres Interesse nach dem anderen fiel von ihr ab. Ihr Herz aber lebte ein um so stärkeres Leben, und aus ihren Augen leuchtete es wie Verklärung. Mitte April schrieb sie dem Großherzog u. a.: "Mutterliebe und Erinnerung sind meine Lebenselixire. Wie in einen schützenden Mantel und undurchdringlichen Harnisch möchte ich Kinder und Enkel hüllen, und dankbar vor dem Abschied von dieser Lebensstufe ein paar immergrüne Blättchen dem zu Füßen legen, der meiner Jugend Abgott, meines reifen Lebens Erzieher, meines Alters Freund und Vorbild ist. Ihnen brauch ich ihn nicht zu nennen ... Nehmen Sie, was ich schrieb, nur wieder als Zeichen der guten Absicht an, denn die Kräfte versagen. Die Vorangegangenen werden mir immer gegenwärtiger. Sie rufen mich." Der Großherzog schrieb darauf:

"Weimar, den 26. April 1890.

"In Ihrem gütigen und interessanten Brief vom 16. sagen Sie mir, daß Ihnen, gnädige Frau, die Biographie von Mrs. Jameson unbekannt ist. Ich erlaube mir, sie Ihnen zuzuschicken ... Da Sie Ottiliens Lebensgeheimnisse kennen, werden Sie zwischen den Zeilen lesen, was die Freundschaft verbergen wollte. Man sagt, daß der Kaschnack -- der Schleier, mit dem die Frauen des Orients ihr Antlitz bedecken und der nur die Augen frei läßt -- ihnen einen ganz besonderen Reiz verleiht. Die Seiten der Biographie, in denen von Ottilie die Rede ist, betätigen diese Auffassung. -- Und Walter Goethe, mein Freund Walter, wo bleibt sein Portrait, seine Biographie, die ihn darstellt, so wie er war! Das schmerzt mich, denn ich empfinde es als eine Ungerechtigkeit und Undankbarkeit, daß die großen Eigenschaften dieser edlen Seele nicht in der Oeffentlichkeit bekannt werden ... Dürfte ich selbst zur Feder greifen? Um Walter richtig zu beurteilen, muß man mit ihm vertraut gewesen sein, es genügte nicht, ihn zu sehen oder auch nur mit ihm zu verkehren. Er zeigte sich nur in der Intimität, und ich darf wohl sagen, daß ich zu denen gehörte, die ihm am nächsten standen ... Seine Schöpfung, das Goethe-Schiller-Archiv, vervollständigt sich inzwischen mehr und mehr, und ich hoffe, daß es sich nach und nach zum Archiv der deutschen Litteratur erweitern wird. Sie sehen: meine Träume suchen immer den Frühling! Sie sprechen vom Herbst, von den schweren Verlusten der Freundschaft -- lassen Sie mich Ihnen mit einer Hoffnung antworten. Hoffnung aber läßt nie zu Schanden werden!

In treuster freundschaftlicher Gesinnung küßt Ihnen die Hände

Ihr alter Freund

Carl Alexander."

Auf diesen Brief kam keine Antwort mehr. Die Hand der Achtundsiebzigjährigen war müde geworden, und ein Schleier nach dem anderen umhüllte ihren Geist. Wohl suchten auch ihre Träume den Frühling, aber nicht den, der draußen die Bäume mit Blüten bedeckte, der vor ihren Fenstern Veilchen und Reseden duften ließ, der mit holden kleinen Lenzesgrüßen ihre Zimmer schmückte. Sie schlief -- sie träumte -- und wenn sie die Augen öffnete und des Sohnes oder der Tochter Hand leise drückte oder zärtlich über das Köpfchen ihres jüngsten Enkelkindes strich -- dann war das ihres Gegenwartlebens einziges Zeichen. Kam der Abend, und deckte der dunkle Schleier der Nacht Haus und Garten, dann erst, so schien es, ward es lebendig um sie: wie leise Schritte war's, wenn die Lindenblätter weich über die Scheiben strichen, wie Rauschen von Gewändern, wenn durch den wilden Wein an der Mauer der Westwind strich, wie Flüstern von Stimmen, wenn über das Dach hin die alten Äste sich berührten. Alle sah sie, grüßte sie, lächelte ihnen zu und rief sie mit Namen: die Mutter mit dem schimmernden Lockenhaar, die Kinder im weißen Rosenkränzchen, den fernen Geliebten mit den durchgeistigten Zügen des frühe vom Tode Gezeichneten, den Dichter mit den leuchtenden Augen des Unsterblichen und den Vater, über dem leise und feierlich der Adler Napoleons seine Kreise zog. Und es kam eine linde Juninacht, da zogen sie die Tochter, die Mutter, die Geliebte, die Freundin mit in ihren Reigen. Niemand sah, wie sie ihr nahte -- die Wandelung zu höheren Wandelungen! Sie starb allein. Ihre Augen waren geschlossen, ihre Hände gefaltet, jede Falte hatte der Tod, ein sanfter Freund, aus ihrem Antlitz weggewischt, ein hoheitsvoll-feierlicher Ernst lag auf ihren Zügen. -- -- --

Der Haffwind pfiff über die wogenden Felder, rüttelte die toten Äste von den Bäumen und streute weiße und rote und gelbe Blüten über die Wege, als sie zu Grabe getragen wurde. Niemand dachte daran, die Tote dorthin zu führen, wo ihres Geistes Geburtsstätte, ihres Herzens Heimat war; niemand schenkte ihr den letzten Ruheplatz an der Seite der Mutter, in der Mitte der Freunde, wo ein treues Gedächtnis ihn geschmückt, Liebe ihn gepflegt hätte. In Legitten, mitten im öden Land, dicht an der staubigen Straße, wo ein einsames Kirchlein zwischen spärlichen Bäumen sich erhebt, umgeben von eines kleinen Dorfes armseligem Friedhof, dort, dicht an der Mauer, liegt ihr Grab. "Die Liebe höret nimmer auf" steht in goldenen Lettern auf dem eisernen Kreuz. Aber die, denen sie ihres ganzen Lebens Liebe schenkte -- ihre Kinder -- sind weit, weit fort. Nur die Blumen, die der Zufall zwischen dem Efeu wachsen läßt, und die Blüten, die der Wind von den Linden herüberweht, schmücken die Stätte, wo sie ruht, und statt daß Worte der Liebe und des Erinnerns sie grüßen, zwitschern die Schwalben unter dem Kirchendach und das Glöcklein singt sein Sterbelied, wenn neue Schläfer unter ihm einziehen.

Fühlt sie die Einsamkeit, die liebelose? Oder weiß sie, daß Blumen ihrem Grab entsprießen, die nie verwelken, daß ein Ton aus ihm klingt, der sich dem Siegeslied der Menschheit vermählt? Mir war's, als hätte ich ihn gehört und müßte ihn weiter verkünden.

Anmerkungen

[Anmerkung 1: Vgl. _André Martinet, Jérôme Napoléon, roi de Westphalie. Paris_ 1902. Seite VIII f.]

[Anmerkung 2: Vgl. _Mémoires et Correspondance du roi Jérôme et de la reine Catherine. Paris_ 1861-1866. 7 Bände. Bd. 1, S. 18. -- Dieses Quellenwerk umfaßt die ganze Korrespondenz des Königs mit Napoleon, mit seiner Gattin und mit hervorragenden Persönlichkeiten seiner Zeit, zugleich das regelmäßig geführte Tagebuch der Königin, ferner die amtlichen Berichte aus den Archiven der Ministerien des Krieges, der Marine und des Auswärtigen sowie einen großen Teil der Berichte des Grafen Reinhard, Gesandten Napoleons in Kassel, an diesen.]

[Anmerkung 3: Vgl. _Mémoires_, a. a. O. Bd. 1, S. 20f.]

[Anmerkung 4: Vgl. _Martinet_, a. a. O. S. _IX._]

[Anmerkung 5: Vgl. _Mémoires_, a. a. O. S. 22, und _Martinet_, a. a. O. S. _X_.]

[Anmerkung 6: Vgl. _Mémoires_, a. a. O. Bd. 1, S. 23.]

[Anmerkung 7: Vgl. _Mémoires_, a. a. O. Bd. 1, S. 51.]

[Anmerkung 8: Vgl. _Mémoires_, a. a. O. Bd. 1, S. 52ff.]

[Anmerkung 9: Vgl. _Mémoires_, a. a. O. Bd. 1, S. 107 u. 118f.]

[Anmerkung 10: Vgl. _Mémoires_, a. a. O. Bd. 1, S. 123f.]

[Anmerkung 11: Vgl. _Mémoires_, a. a. O. Bd. 1, S. 128 bis 324. -- Dieser Abschnitt enthält die ausführliche Darstellung der Ehe Jeromes mit Elisabeth Patterson und all ihrer Folgen bis zu seinem Tode, sowie zahlreiche Briefe Jeromes an Elisabeth, auch aus der Zeit nach der Trennung der Ehe.]

[Anmerkung 12: Vgl. _Mémoires_, a. a. O. Bd. 1, S. 374ff., und _Martinet_, a. a. O. S. _XVIII_.]

[Anmerkung 13: Vgl. _Martinet_, a. a. O. S. _XVIII._]

[Anmerkung 14: Vgl. _Martinet_, a. a. O. S. 19ff., und _Mémoires_, a. a. O. Bd. 3, S. 71f]

[Anmerkung 15: Vgl. _Dr._ Rudolf Goecke und _Dr._ Theodor Ilgen. Das Königreich Westfalen. Nach den Quellen dargestellt. Düsseldorf 1888. S. 163. --Die Verfasser, unter den deutschen Historikern des westfälischen Königtums diejenigen, die sich möglichster Objektivität befleißigten, verurteilen die nach Jeromes Abdankung erschienenen gemeinen Klatschgeschichten über seine Regierungszeit, die "nach den Urteilen Ununterrichteter die Epoche der Fremdherrschaft allein ausgefüllt haben". S. 116.]

[Anmerkung 16: Vgl. Goecke und Ilgen, a. a. O. S. 50f., und _Mémoires_, Bd. 3, S. 82ff.]

[Anmerkung 17: Vgl. Goecke und Ilgen, a. a. O. S. 122.]

[Anmerkung 18: A. a. O. S. 117.]

[Anmerkung 19: Vgl. _Mémoires_, a. a. O. Bd. 3, S. 78f und S. 90f.]

[Anmerkung 20: Vgl. _Martinet_, a. a. O. S. 37.]

[Anmerkung 21: A. a. O. S. 45f.]

[Anmerkung 22: Vgl. _Mémoires_, Bd. 3, S. 129ff.]

[Anmerkung 23: Vgl. Goecke und Ilgen, a. a. O. S. 76.]

[Anmerkung 24: Vgl. _Martinet_, a. a. O. S. 46ff.]

[Anmerkung 25: A. a. O. S. 50.]

[Anmerkung 26: _Mémoires_, a. a. O. Bd. 4, S. 33.]

[Anmerkung 27: _Martinet_, a. a. O. Bd. 4, S. 33.]

[Anmerkung 28: A. a. O. S. 86.]

[Anmerkung 29: A. a. O. S. 119.]

[Anmerkung 30: _Mémoires_, Bd. 4, S. 336ff.]

[Anmerkung 31: Goecke und Ilgen, a. a. O. S. 206.]

[Anmerkung 32: Vgl. _Martinet_, a. a. O. S. 148ff.]

[Anmerkung 33: Vgl. _Mémoires_, a. a. O. Bd. 5, S. 140.]

[Anmerkung 34: Vgl. _Martinet_, a. a. O. S. 170ff.]

[Anmerkung 35: A. a. O. S. 185ff.]

[Anmerkung 36: A. a. O. S. 191.]

[Anmerkung 37: Vgl. Goecke und Ilgen, a. a. O. S. 258.]

[Anmerkung 38: Vgl. _Martinet_, a. a. O. S. 200.]

[Anmerkung 39: Vgl. _Mémoires_, a. a. O. Bd. 6 und 7.]

[Anmerkung 40: Vgl. _Mémoires_, a. a. O. Bd. 7, S. 46ff., _Martinet_, a. a. O. S. 274ff.]

[Anmerkung 41: Vgl. _Mémoires_, a. a. O. Bd. 7, S. 46ff., _Martinet_, a. a. O. S. 274ff.]

[Anmerkung 42: Vgl. Ed. Wertheimer: Die Verbannten des ersten Kaiserreichs, Leipzig 1897, und _Correspondance inédite de la reine Catherine de Westphalie. Publiée par le baron A. du Casse. Paris_ 1891.]

[Anmerkung 43: Vgl. _Mémoires_, a. a. O. Bd. 5, S. 27, wo von 64000 Fr. berichtet wird, die der König seiner Frau zur Begleichung ihrer Schulden schenkte. _Mémoires_, a. a. O. Bd. 3, S. 118ff., wo Reinhard von ihrem Toilettenluxus spricht. Vgl. auch Ernestine v. B.: König Jerome und seine Familie im Exil. Leipzig 1870. S. 128f., wo erzählt wird, wie Katharina sich hundert Paar Schuhe aus Paris bestellen wollte und Jerome unter Hinweis auf ihre finanzielle Lage sie vor Verschwendung warnte.]

[Anmerkung 44: Vgl. _Martinet_, a. a. O. S. 223, 232, 239, 245, und _Mémoires_, a. a. O. Bd. 7, S. 233, wo im Detail über den zum Teil vom König von Württemberg erzwungenen Verkauf des Schmucks der Königin Katharina, des Silbers, der Kunstgegenstände berichtet wird.]

[Anmerkung 45: Vgl. Goecke und Ilgen, a. a. O. S. 117, und _Martinet_, a. a. O. S. 52.]

[Anmerkung 46: Vgl. _Mémoires_, a. a. O. Bd. 3, S. 198ff., Briefe Reinhards vom 15. Januar 1809.]

[Anmerkung 47: _Un roi qui s'amusait. Par un indiscret. Paris_ 1888. S. 40 u. 44. Dies Buch ist nur insofern eine zuverlässige Quelle, als der Autor Berichte und persönliche Briefe des Grafen Reinhard zitiert, und es wurde auch nur insoweit von mir benutzt.]

[Anmerkung 48: Geheime Geschichte des ehemaligen Hofes in Kassel, Petersburg (Braunschweig) 1814. Zwei Bände, fast ausschließlich voll mehr oder weniger schmutziger, durch nichts beglaubigter Anekdoten.]

[Anmerkung 49: Otto von Boltenstern. Am Hofe König Jeromes. Erinnerungen des westfälischen Pagen von Lehsten. Berlin 1905. S 29f. Lehsten erzählt unter anderem, um zu beweisen, wie groß Jerome gegenüber die Verleumdungssucht war, daß man bei seinem Aufenthalt in Dresden seine Pagen -- also auch ihn, Lehsten -- für verkleidete, zum "Harem" Jeromes gehörige Mädchen gehalten und sie dadurch aufs bitterste gekränkt habe.]

[Anmerkung 50: Moritz von Kaisenberg. König Jerome Napoleon. Leipzig 1899. -- Der Verfasser vermischt authentische Briefe eines seiner Vorfahren mit Briefen einer Frau von Sothen und anderer, in denen zahlreiche Abschnitte mit Stellen aus der eben zitierten "Geheimen Geschichte des ehemaligen Hofes in Kassel" zum Teil wörtlich identisch sind. Es sei nur auf die folgenden hingewiesen: Geheime Geschichte I S. 91 und Kaisenberg S. 143, Geh. Gesch. S. 92 und Kaisenberg S. 101, Geh. Gesch. S. 93 und Kaisenberg S. 73, Geh. Gesch. S. 96 und Kaisenberg S. 73, Geh. Gesch. S. 89 und Kaisenberg S. 74, Geh. Gesch. S. 113 und Kaisenberg S. 96ff., Geh. Gesch. S. 133 und Kaisenberg S. 143, Geh. Gesch. S. 174ff. und Kaisenberg S. 75ff., Geh. Gesch. S. 192 und Kaisenberg S. 78, Geh. Gesch. S. 235ff. und Kaisenberg S. 160 usw.]

[Anmerkung 51: Vgl. _Martinet_, a. a. O. S. 15.]

[Anmerkung 52: _Un roi qui s'amusait_, a. a. O. S. 253.]

[Anmerkung 53: Das Tagebuch ist in den sieben Bänden der Memoiren vollständig veröffentlicht.]

[Anmerkung 54: _Correspondance inédite_, a. a. O. S. 66f., S. 150f., außerdem die zahlreichen, in den Memoiren veröffentlichten Briefe Katharinens an Jerome, und S. Schloßberger: Briefwechsel der Königin Katharina. Stuttgart 1886.]

[Anmerkung 55: Vgl. _Mémoires_, a. a. O. Bd. 6, S. 382f. In ihrer Verzweiflung über die Gewaltmaßregeln, die ihr Vater ergriffen hatte, um sie zur Trennung von Jerome zu zwingen, wandte sich Katharina schutzflehend sowohl an den Kaiser von Rußland wie an den von Österreich, und erniedrigte sich so sehr, den Falschesten unter den Falschen, Metternich, um seine Unterstützung zu bitten. Ihre Empörung über ihre Familie, die alles tat, um ihren Mann in ihren Augen herabzusetzen, und die Liebe zu ihm, der "das ganze Glück meines Lebens ist", drückt sich darin rührend aus. Vgl. _Correspondance inédite_, a. a. O. S. 165.]

[Anmerkung 56: Vgl. Erlebnisse in kurhessischen und russischen Diensten und Erinnerungen an die Gesellschaft in Weimar des Freiherrn Alfred Rabe von Pappenheim. Marburg 1892.]

[Anmerkung 57: _Un roi qui s'amusait_, a. a. O. S. 225 u. 229. Berichte Reinhards.]

[Anmerkung 58: Vgl. _Almanach royal de Westphalie pour l'an_ 1810. S. 62 u. 65.]

[Anmerkung 59: _Un roi qui s'amusait_, a. a. O. S. 236. Berichte Reinhards.]

[Anmerkung 60: A. a. O. S. 210f.]

[Anmerkung 61: A. a. O. S. 199.]

[Anmerkung 62: Vgl. G. Th. Stichling, Ernst Christian August von Gersdorff. Weimar 1853.]

[Anmerkung 63: Vgl. Briefwechsel zwischen Goethe und Minister von Gersdoff. Mitgeteilt von Lily von Kretschman. Goethe-Jahrbuch. 1892. Bd. 13, S. 98ff.]

[Anmerkung 64: Vgl. Graf Ferdinand Eckbrecht von Dürckheim: Lilis Bild. München 1894.]

[Anmerkung 65: Vgl. _Dr._ Karl Mendelssohn-Bartholdy: Goethe und Felix Mendelssohn. Leipzig 1871. S. 27.]

[Anmerkung 66: Dieses Gedicht befindet sich in meinem Besitz. Der Bogen, schönes englisches Papier, war mit blauem Umschlag versehen und gerollt; die Adresse, auch von Goethes Hand geschrieben, enthält nur den Namen der Empfängerin, "Fräulein Jenny von Pappenheim", das Siegel ist fast ganz abgebrochen.]

[Anmerkung 67: Die Bescheidenheit verbietet hier, wie es scheint, meiner Großmutter, zu wiederholen, was sie mir in bezug auf diesen Ring, den sie mir geschenkt hat, und den ich besitze, erzählte. Von dem kleinen schwarzen Pfeil, einem Stückchen Kohle vielleicht, in einem Bergkristall eingeschlossen, sagte Goethe: "Das ist der Pfeil, mit dem Sie mich getroffen haben."]

[Anmerkung 68: Die "Iphigenie" mit Goethes Widmung, die ich gleichfalls besitze, ist die Jubiläumsausgabe von 1825, mit dem Prolog vom Kanzler von Müller, in Quart, hellblau gebunden.]

[Anmerkung 69: Dieses Blatt habe ich einem Frankfurter Goethe-Verehrer zum Geschenk gemacht.]

[Anmerkung 70: Maler Müllers Porträt der Gräfin Vaudreuil, ein Pastellbild, befindet sich im Goethe-Museum.]

[Anmerkung 71: Vgl. meinen Artikel "Weimars Gesellschaft und das Chaos" in Westermanns Monatsheften 1893.]

[Anmerkung 72: Unter dem "Volkslied" ist das bekannte "Lieblingsplätzchen" gemeint, das nicht, wie Mendelssohn in der Komposition angibt, dem "Wunderhorn" entnommen ist, sondern dem "Chaos" Nr. 41. Als Verfasserin wird "Friederike" angegeben, das Pseudonym für Bettina.]

[Anmerkung 73: Es handelt sich nur um einen Brief vom 28. August 1831 (siehe Goethe-Jahrbuch _XII._ 1891), den Goethe unter dem Titel "Berner Oberland" im "Chaos" veröffentlichte.]

[Anmerkung 74: Vgl. Erlebnisse in kurhessischen und russischen Diensten und Erinnerungen an die Gesellschaft in Weimar aus der Goethezeit des Freiherrn Alfred Rabe von Pappenheim. Marburg 1892. S. 40f.]

[Anmerkung 75: Vgl. "Die litterarischen Abende der Großherzogin Maria Paulowna", von Lily von Kretschman, in der "Deutschen Rundschau". Berlin 1893.]

Register

Ahlefeldt, Frau von, 98. d'Albert, Eugen, 347. Albrecht, Herzog von Mecklenburg, 187. Anna Amalia, Herzogin von Sachsen-Weimar, 99. Apelt, Professor Ernst, 175. Arndt, Ernst Moritz, 293. Augusta, Kaiserin von Deutschland, 12, 79, 88, 176ff., 189, 249, 272, 289, 298ff., 317, 334, 409.