Chapter 2
60.
Wohllaut entströmt ihm in Fülle, es schwingt sich zu himmlischen Höhen, Aber sein Inneres, weh! scheuet und fliehet das Licht.
61.
Schau' in die Tiefe der Ersten, die dir das Letzte entsenden: Ob du darfst liebend vertraun, zeigt sich im Ganzen dir oft.
62.
Mit r bringt's sorgenvolle Tage Und heischt vom Besten oft: »Entsage!« Doch lichter sich die Welt gestaltet, Wo zarten Geists -- mit n -- es waltet.
63.
's ist eins der Letzten bei den Seinen, Allein sein Wesen ist nicht klar. Ja, oft mag es bedeutsam scheinen, Als rätselhafte Größe gar. Zwar steht's in jedem Lexikon, Und führt es an nicht Xenophon?
Des Wunders wird wohl viel erzählet -- Spinnt Phantasie doch Märchen gern --: Mit einer Nixe sei's vermählet Und bleibe Menschenwegen fern. Doch mancher wiederum beschwört's: »Zu den Exaktesten gehört's.«
64.
Des Fleißes Zeuge stets mit G befunden, Gereift, geschätzt, erscheint's dennoch gebunden. Mit N pflegt es euch Leiden zu bekunden, Gemahnend an geheilte, einst'ge Wunden. Mit F verschönt's die Welt zu allen Stunden, Bleibt's nächtlich auch dem Menschenaug' entschwunden.
65.
Lies es vorwärts oder rückwärts, Es verändert sich mitnichten; Will im ew'gen ird'schen Wechsel Von Beständigkeit berichten. Vorwärts, rückwärts: es ist immer -- Anders läßt sich's deuten nimmer.
66.
Du siehst sie mitten im Leben stehen, Sich rühren und regen, kommen und gehen, Sich paaren und scharen In Freud' und Gefahren, Bei Arbeit und Spiel, Zu wechselndem Ziel. Sie werden nicht müde, sie tun ihre Pflicht, Hält einer zum andern, und fürchten sich nicht. Und will sie einmal Schaden ereilen, Sie tragen's gelassen, er ist wohl zu heilen! Anschmieglich von Wesen, bald zierlich und zart, Zum Schutze erlesen und wetterhart, Sind sie von Kind an der Menschen Begehren Und stehen selbst bei den Größten in Ehren. Und harren sie auch zuweilen im Dunkel, Bald geht es wohl mit frischem Gefunkel, Aufs neue von Leben geschwellt, Hinein in die Welt -- Bis sie nach guten und bösen Tagen Im Alter mählich den Dienst versagen. Wer sind sie? Du findest, ob flüchtig nur, Ringsum ihres Erdenwandels Spur.
67.
Mit »An« unentbehrlich, Mit »Um« oft beschwerlich, Mit »Auf« stets gefährlich, Mit »Zu« meist erklärlich. Mit »Vor« sehr verehrlich, Mit »Bei« -- sei nicht spärlich!
68.
Wer läßt's erstehn nicht harmlos oft, Weil er, daß es ihm nütze, hofft? Und harmlos pflegt's uns anzuschaun, Dem wir gar vieles anvertraun.
Kurz angebunden, nimmt's in Hut Manch wertvoll Ding, manch Reisegut; Und fest gefügt meist, rundgestalt, Ist es Vergeßlichen oft Halt.
Doch, bring' sein Dasein auch Gewinn, Es ist oft voller Eigensinn Und leistet gerne Widerstand, Gelöst nur durch geduld'ge Hand.
69.
Es wird oft auf der Straße In Uniform gesehn. Doch rührt sich's nicht vom Flecke: Ihr müsset zu ihm gehn.
Viel reisefert'gen Gästen Gewährt es sichre Rast, Still und verschlossen tragend Seines Berufes Last.
Zwar steht, befragt, es Rede, Reicht Rat und Wissen dar, Und was es euch verkündet, Erscheint im Drucke gar.
70.
Schlank, doch unscheinbar gestaltet, Wohnt's in enger Häuslichkeit, Stillen, ungelenken Wesens, Doch gesellig allezeit.
Und man weiß es allerorten, Ruht es auch in Schweigens Bann, Welche Kräfte ihm gegeben, Wie es Wunder wirken kann.
Kleiner Antrieb schon belebt es, Wecket ihm den Feuergeist, Der sich hilfreich gern betätigt Und oft lichte Wege weist.
Doch es opfert sich für andre, Ohne daß es Dank gewinn', Und die Wohltat, die's erwiesen, Haftet nicht in euerm Sinn.
71.
Mancher naht seinem Strande und hoffet, dort Freude zu finden; Aber mit tadelndem Wort scheucht es den Frohsinn zurück.
72.
Die man der Heimat entrissen, wohl hütet und schätzt man die Edle; Doch, mit verhülletem Haupt, steht sie an Bachesrand oft.
73.
Draußen weilt es: Wellenrauschen Liebt's und Windeswehn; Soll es Nutz und Segen bringen, Darf's nicht stillestehn.
Auch im Haus ist des Berufes Kreislauf es gewöhnt. Laut und leiser, wenn's geschäftig, Seine Weise tönt.
Ob es stillem Heim sich weihe, Klein, beachtet kaum, Ob es, Zeiten überdauernd, Wirk' im freien Raum --
Sei's im bunten Tagestreiben, Sei's in Einsamkeit: Kraft und Schwung pflegt's zu entfalten Für euch hilfsbereit.
Sorgt's doch, daß ein Stücklein Brotes Jedem werd' beschert, Stets bemühet, zu erhöhen Ird'scher Gaben Wert.
Tätig bald, bald wie in Träumen, Kennt es Ruh' und Pflicht, Breitet Flügel oft, doch fliegen -- Nein, das kann es nicht.
74.
Mancher erstrebt es Tag für Tag, Als seiner Mühen Preis. Der Streiter es ersehnen mag Als Ziel in Kämpfen heiß.
So mancher tut es ohne Lust, Weil Krankheit es begehrt; Doch wem's gelinget unbewußt, Der ist wohl liebenswert.
75.
Ein Tummelplatz für viele Menschen ist es, Die, wie es scheint, höchst Wichtiges bezwecken. Ein kleines Ding, ein ungern nur vermißtes, Kannst du es leicht in deine Tasche stecken.
76.
Mit »Auf« verbraucht es Gut und Zeit, Fröhnt's meist auch bloßer Eitelkeit. Mit »Ein« es gern ein Aber spricht, Meint es doch, etwas stimme nicht. Mit »Vor« auch redet's klug und gern, Doch hält sich's von der Wahrheit fern.
77.
Dem kleinsten Schüler ist es Begleiter, Es speiset die Menschen und stimmt sie oft heiter. Zu Höhen nicht strebend, pflegt still sich's zu breiten, Erinnernd oft an entschwundene Zeiten. Und, mit einem Führer der Menschheit im Bund, Tat es nicht heil'ge Gesetze einst kund?
78.
Sie lieben die Stille, unscheinbar und klein, Doch Wunderkräfte schließen sie ein: Der Erdenwelt ein verborgener Hort, Daraus, sie verjüngend fort und fort, Rings neues Leben erstehet.
Sie lieben die Freiheit, den Wald und das Licht, Die Krone schmückt sie, doch herrschen sie nicht: Ein Reckengeschlecht voll Schönheit und Kraft, Das Jahren und Stürmen trotzt heldenhaft Und Deutschland ans Herz ist gewachsen.
79.
Siehe, es mahnet zum Aufschwung und heiterer Übung der Kräfte; Und wird zur Heldengestalt, wenn es ein Zeichen empfängt.
80.
Mit n -- wie vieles ist's im Leben, Mag's auch bedeutsam scheinen. Drum prüft und seid nicht untergeben Dem Wesenlosen, Kleinen!
Mit w ist es zu allen Tagen Im Gegenteile wichtig, Für alt und jung; doch mehr zu sagen, Das wäre unvorsichtig.
Nur einen Wink noch nehmt zur Stelle -- Rätsel sind beistandspflichtig --: Wollt es -- mit r -- erkennen schnelle! Dann ist die Lösung richtig.
81.
Es senden es die himmlischen Gestirne; Blick' um dich her: es füllt die weite Welt. Es webet um die Gipfel stiller Firne Und zeigt sich rings, wohin ein Lichtstrahl fällt. Es kommt und flieht, es gleitet hin und her -- Du greifst es nimmermehr.
Wie aber? Halten's viele nicht in Händen Und hüten's wohl und schätzen's nach Gebühr? Es macht oft reich, es kann Geschicke wenden, Und pflegt oft zu erschließen Weg und Tür. Doch bringt es auch auf Erden rings Gewinn -- Ein Windhauch trägt's dahin.
Ihm ist's gegeben, große Macht zu üben, Nach dunkler Nacht kündet es Morgenglanz. Und doch vermag's, den klaren Blick zu trüben, Und unsrer Seele nicht genügen kann's. Wo es regiert, herrscht nicht der Wahrheit Licht -- Es ist und ist doch nicht.
82.
Einer ist's, der zu erwerben Strebet holden Lebenspreis. Jener ist's, der in sich selber Halt und Maß zu finden weiß.
83.
Mit i gehört es dem Erdreich an, Ein Zeuge von fernesten Tagen; Von Sturm und Wettern, Gluten und Eis Weiß es dem Forscher zu sagen. Naturgebilde, ein Schätzehort, Nützet die Menschheit es fort und fort.
Mit r verließ es uns nächtlicher Weil'. Fühlst du dich auch noch umklungen Von allem, womit es vor kurzer Frist Dich freudvoll und leidvoll durchdrungen, Es schied; und nimmer im Leben erneut Sich uns das kurze, entflohene Heut'.
84.
Gern schätzt und ehrt man die letzten zwei Und ihres erprobten Könnertums Gaben. Doch frägst du, wer Schöpfer des Ersten sei: Natur, ob Menschenwerken erhaben, Sie ließ es auf Erden erstehn, Gar herrlich zu sehn.
Das Ganze wohnt im ersten Wort, Zart, ferne dem menschlichen Hasten und Streben. Doch wer es findet am lauschigen Ort, Den mag es oft erfreun und beleben, Gemahnt's doch an frohes »Schenkt ein Im Maienschein!«
85.
Es bringt oft Leiden; wer's erfährt, Der fühlt sich oft beengt, beschwert Und sehnt sich nach Befreiung.
Doch wer's empfängt von Freundeshand, Dem ist es wie ein liebes Pfand, Beglückend oft und tröstend.
Täglich ersteht es, stillbeseelt, Und reichet Gaben aller Welt, Oft Zeiten überdauernd.
86.
Vereint, bezeichnet's ein Gewand, Darin nicht Menschen schreiten. Getrennt, ist's einer aus der Schar, Für die sie es bereiten.
Getrennt, trägt es oft Ordensstern, Doch dient's zumal den Frauen Und einet Herzen unsichtbar, Die liebend sich vertrauen.
87.
Es hilft oft bei der Arbeit, Von Menschenhand gelenkt, Zu ernten, was uns Wiese Und Ährenfeld geschenkt.
Es zeigt sich oft am Himmel, Bald einem Wölkchen gleich, Bald mild herniederleuchtend Aufs nächt'ge Erdenreich.
88.
Es pflegt oft, jung, zu glänzen, Doch fügt's zu jeder Frist Sich in gegebne Grenzen, Für die's geschaffen ist. Ob ungelenk von Wesen, Regt es für euch sich gern, Zu wicht'gem Dienst erlesen, Gewürdigt nah und fern.
Ihm öffnen sich die Pforten, Gleichwie auf ein Geheiß. Denn wirkt's auch nicht mit Worten Und nur im engsten Kreis, Macht es doch Hemmnis weichen Dank seiner Kraft und Art. Habt ihr's mit seinesgleichen Im Bunde nie gewahrt?
Wo immer Menschen wohnen, Geht's hilfreich aus und ein, Gewillt, Vertraun zu lohnen Und ihnen Schutz zu sein. Oft Weggefährt hienieden In Sorgen, Leid und Glück, Mahnt es an Heimes Frieden Und gibt euch ihm zurück.
Es weiß neu zu beleben, Erlahmt der Stunde Schritt, Auch wirkt es kunstergeben Im Reich der Töne mit. Und wenn Gedanken irren Nach Klarheit hin und her, Hilft's lösen und entwirren Oft Fragen, noch so schwer.
89.
Von einem Augenblick wird es geboren, Sein Dasein währet Augenblicke nur; Und doch ist es im Dienste der Kultur Zu mannigfacher Wirksamkeit erkoren.
Selbst weiten Fernen bleibt sie unverloren, Der Heimat stiller Herd trägt seine Spur, Wieviel des Leides auch die Welt erfuhr, Wenn Feindessinn und Leichtsinn es beschworen.
Es steigt empor mit leuchtender Gebärde, Von einem Hauche wird's hinweggefegt. Es schlummert im Gestein der tiefen Erde,
Und in die Menschenseele ist's gelegt, Ein Göttliches, auf daß Entfaltung werde Den Segenskräften, die sie in sich trägt.
90.
Es weckt Vertraun, ist wie ein Pfand, Das Zweifel will beschwicht'gen. Es wecket Irrtum allerhand Und fordert ein Bericht'gen. Als ein verheißend Wort, Wirkt's lang oft fort, -- Versehen, Zufall ist's, Und man vergißt's.
91.
Das Erdreich ist ihm untertan, Doch braucht es seine Kraft zum Segen, Friedfertig ziehend seine Bahn, Des Landes Wohlfahrt nur zu pflegen.
Voll Kühnheit aber wird es gleich, Sobald sein Führer ihm genommen, Und tauscht die Lüfte sich zum Reich. Du sinnst: wird es der Menschheit frommen?
Führers beraubt zum zweitenmal, Erscheint es auf der Erde wieder. Doch dann gehn mit ihm Schuld und Qual, Denn Treu' und Glauben tritt es nieder.
92.
Auf manchem Weg begleitet es die Frauen, In Leid, Entsagung, in Glückseligkeit. Mit Blüten hold geschmückt, magst du es schauen -- Die Nacht entsendet's, daß es Dunkel breit'.
Das Zarte, Schutz verleiht's oft nah und ferne, Auch, sagt man, huldige es wohl dem Tanz. Es schwebt und webt um Bergesgipfel gerne, Muß es entschwinden auch im Sonnenglanz.
Ob der Natur, ob künstliches Gebilde, Hast du's vor Augen, trübet sich dein Blick. Doch was vergangen, hütet's sanft und milde, Und stumm birgt's uns das künftige Geschick.
93.
Es ist begrenzt im Raume, Ist eines Ganzen Teil; Doch mag es sein, daß Liebstes Verborgen in ihm weil'. Nicht Menschen gibt es Obdach, Doch nimmt es still in Hut, Was sie ihm anvertrauen An mannigfachem Gut.
Es ist begrenzt im Geiste Und schließt doch Welten auf, Oft Halt und Richtung gebend Dem ganzen Lebenslauf. Jugend pflegt's zu ergreifen Mit ihrer frischen Kraft Und wächst oft, treu ihm bleibend, Heran zur Meisterschaft.
94.
Erst wenn dem Blick der Menschen es entschwunden, Wird seine Kraft als segensreich empfunden, Das Halt zu leihen schweigend ist bereit, Ein Retter oft in sturmbewegter Zeit.
Doch woll' den letzten Laut zu Häupten stellen: Dann pflegt sich's einem Stärkern zu gesellen, Schmiegt sich ihm an und strebt zu ihm hinan, Denn haltbedürftig ist es selber dann.
95.
Es ging an deiner Hand oft spazieren, Wohl auf und nieder; du wiesest den Pfad. Es half dir so manchmal beim Schreiben, Addieren: War's nicht dein frühester Schulkamerad? Sein Leben gibt's für die Kleinen -- Und stammt doch von Steinen.
Dem Dienste von Meistern auch ist es ergeben Und stehet vielfach in Ehren und Gunst, Betätigt sich's doch mit schönem Bestreben In seinem Bereiche bildender Kunst. Auch schreib' es getreue Berichte Ins Buch der Geschichte.
Doch siehe! in Garten, Wald und Gefild Erkennst du's als wundersam feines Gebild: Inmitten von Blüten wächst es heran, Aus zartesten Glöcklein blickt es dich an Und bürget heimlich auf Erden Für neues Werden.
96.
Der -- zieht des Weges auf der Menschheit Höh'n, Ihm ist zu eigen der Gedanken Hort. Die -- ist gar mannigfach, bald rauh, bald schön, Und tönet durch Jahrhunderte oft fort.
97.
Grenzenlos ist das Erste, Gleicht der Unendlichkeit; Aber das Zweite währet Nur eine flüchtige Zeit.
Lichtfrohe Kräfte entfaltend, Zeigt's euch der Erde Pracht, Naht mit der Morgenröte Und erstirbt in der Nacht.
Wollet das Ganze nicht schelten! Brächt' es nicht Mühen und Pflicht, Wäre so süß nicht die Ruhe, Freude nicht mehr so licht.
98.
Verborgnen Quellen pflegt es zu entsteigen, In seinem Schimmer spiegelt sich die Welt. Doch nur, wo Menschen weilen, kann sich's zeigen, Und keiner lebt, dem es sich nie gesellt.
Es dringt hervor in lichten Tagesstunden, Es birgt im Schoß sich der verschwiegnen Nacht. Ob stumm auch, mag es tiefstes Glück bekunden, Trägt's alles Leid, das Menschen weinen macht.
Bekämpft, besiegt, doch immer neu geboren, Wer ist, der's aus der Welt zu bannen wüßt'? Doch rasch geht seine Erdenspur verloren, Und sanft wird's oft von Liebe weggeküßt.
99.
Es grüßte dich an deines Lebens Schwelle, Es hat dir viel zu sagen, laut und leis. Gern jedem dienend mit Gedankenschnelle, Zieht Erd' und Himmel es in seinen Kreis. Wer mag, was ihm die Menschheit dankt, ermessen, Ergründet's ganz nach Ursprung und nach Wesen?
Wohl mag es sein, daß manche mit ihm spielen, Man will's erhaschen, und der Wind verweht's. Doch trotz des flücht'gen Treibens all der vielen Bleibt es bedeutsam und verjüngt sich stets. Durch Fernen eilt's, es überwährt die Stunde, Geschicke lenkt's und lebt in aller Munde.
Du pflegst, was dich bewegt, ihm zu vertrauen, Es tröstet und befreiet oft das Herz Und hilft dir, eine geist'ge Welt erbauen. Doch wenn's verstummt in Freude oder Schmerz, Wenn es sich scheut, ein Schweigen zu durchbrechen, Dann blick' ins Auge: auch die Augen sprechen.
100.
Manch schwere Last trägt es für uns auf Erden, Die wir oft selbst von ihm getragen werden. Doch leuchtend, allem Erdentreiben ferne, Zieht's seine stille Bahn im Reich der Sterne.
Lösungen der Rätsel.
1. Der Kreisel. 2. Die Feige. 3. Dornröschen. 4. Das Kätzchen. 5. Immergrün -- Immer grün. 6. Arbeitsknäuel. 7. Die Uhr. 8. Handschuh. 9. Milchstraße. 10. Die Argen, Algen, Augen. 11. Die Puppe. 12. Ost -- Ast. 13. Sandmann. 14. Dackel -- Deckel. 15. Rotkäppchen. 16. Schwarzwald. 17. Das Rohr. 18. Das Schlüsselloch. 19. Schneeflöckchen -- Schneeglöckchen. 20. Lange weile! Langeweile. 21. Primadonna. 22. Die Krone. 23. Storchschnabel. 24. Sonnabend. 25. Schneeball. 26. Die Linse. 27. Der Tau. 28. Die Briefmarke. 29. Der Pinsel. 30. Fingerhut. 31. Das Buch. 32. Sorgen -- Morgen. 33. Der Schirm. 34. Rehe -- Heer -- Ehre. 35. Alpenrosen. 36. An- Ab- Um- Vorhang. 37. Teller -- Tell. 38. Eiger, Eider, Eimer, Eifer, Einer. 39. Der erste April. 40. Kiel. 41. Die Schreibfeder. 42. Harz. 43. Der Brocken. 44. Die Innerste -- Das Innerste. 45. Gedankenstrich. 46. Staubtuch. 47. Wolle -- Welle -- Wille. 48. Launen -- Lagunen. 49. Wetterfahne. 50. Der Zwicker. 51. Wandrer -- andrer. 52. Goldregen. 53. Beschlagen. 54. Die Winde. 55. Der Bogen. 56. Verschlagen. 57. Die Karte. 58. Der Läufer. 59. Die Noten. 60. Flügel -- Lüge. 61. Augenblick. 62. Armut -- Anmut. 63. Der Buchstabe x. 64. Garbe, Narbe, Farbe. 65. Stets. 66. Die Stiefel. 67. Anstand, Um-, Auf-, Zu-, Vor-, Beistand. 68. Der Knoten. 69. Der Briefkasten. 70. Das Zündhölzchen. 71. Rügen. 72. Perle -- Erle. 73. Die Mühle. 74. Einnehmen. 75. Die Börse. 76. Auf-, Ein-, Vorwand. 77. Die Tafel. 78. Die Eichen. 79. Reck -- Recke. 80. Nichtig -- wichtig -- richtig. 81. Der Schein. 82. Ein Freier. 83. Gestein -- Gestern. 84. Waldmeister. 85. Druck. 86. Einband -- Ein Band. 87. Die Sichel. 88. Der Schlüssel. 89. Der Funken. 90. Versprechen. 91. Pflug -- Flug -- Lug. 92. Der Schleier. 93. Das Fach. 94. Anker -- Ranke. 95. Der Griffel. 96. Der Weise, die Weise. 97. Alltag. 98. Die Träne. 99. Das Wort. 100. Der Wagen.
Alphabetisches Verzeichnis der Rätsel.
Alltag. 97. Alpenrosen. 35. An-, Ab-, Um-, Vorhang. 36. Anker -- Ranke. 94. Anstand, Um-, Auf-, Zu-, Vor-, Beistand. 67. Der erste April. 39. Arbeitsknäuel. 6. Argen, Algen, Augen. 10. Armut -- Anmut. 62. Aufwand, Ein-, Vorwand. 76. Augenblick. 61. Beschlagen. 53. Bogen. 55. Börse. 75. Briefkasten. 69. Briefmarke. 28. Brocken. 43. Buch. 31. Dackel -- Deckel. 14. Dornröschen. 3. Druck. 85. Eichen. 78. Eiger, Eider, Eimer, Eifer, Einer 38. Einband -- Ein Band. 86. Einnehmen. 74. Fach. 93. Feige. 2. Fingerhut. 30. Flügel -- Lüge. 60. Freier. 82. Funken. 89. Garbe -- Narbe -- Farbe. 64. Gedankenstrich. 45. Gestein -- Gestern. 83. Goldregen. 52. Griffel. 95. Handschuh. 8. Harz. 42. Immergrün, immer grün. 5. Innerste (die, das). 44. Karte. 57. Kätzchen. 4. Kiel. 40. Knoten. 68. Kreisel. 1. Krone. 22. Langeweile. 20. Läufer. 58. Launen -- Lagunen. 48. Linse. 26. Milchstraße. 9. Mühle. 73. Nichtig -- wichtig -- richtig. 80. Noten. 59. Ost -- Ast. 12. Perle -- Erle. 72. Pflug -- Flug -- Lug. 91. Pinsel. 29. Primadonna. 21. Puppe. 11. Reck -- Recke. 79. Rehe -- Heer -- Ehre. 34. Rohr. 17. Rotkäppchen. 15. Rügen. 71. Sandmann. 13. Schein. 81. Schirm. 33. Schleier. 92. Schlüssel. 88. Schlüsselloch. 18. Schneeball. 25. Schneeflöckchen -- Schneeglöckchen 19. Schreibfeder. 41. Schwarzwald. 16. Sichel. 87. Sonnabend. 24. Sorgen -- Morgen. 32. Staubtuch. 46. Stets. 65. Stiefel. 66. Storchschnabel. 23. Tafel. 77. Tau. 27. Teller -- Tell. 37. Träne. 98. Uhr. 7. Verschlagen. 56. Versprechen. 90. Wagen. 100. Waldmeister. 84. Wandrer -- andrer. 51. Weise (der, die). 96. Wetterfahne. 49. Winde. 54. Wolle -- Welle -- Wille. 47. Wort. 99. x. 63. Zündhölzchen. 70. Zwicker. 50.
Druck von Frankenstein & Wagner in Leipzig.
=Wer hilft?=
Die Hefte der Deutschen Jugendbücherei können wieder in rascherer Folge erscheinen. Die Leitung, die schon vor dem Krieg eine Zeitlang in meinen Händen lag, habe ich im Auftrage des Dürerbundes wieder übernommen.
Unsere Aufgabe ist inzwischen bedeutend gewachsen. Galt es früher, vor allem den billigen Schund zu verdrängen und auf gute Bücher hinzuweisen, so muß heute die Deutsche Jugendbücherei für das gute Buch selbst Ersatz schaffen, denn dieses verschwindet mehr und mehr vom Weihnachtstisch und aus dem Bücherschrank des Hauses und der Schulen, weil sein Preis vielen unerschwinglich scheint. Um diese Aufgabe zu erfüllen, muß unser Arbeitsfeld erweitert werden. Man verlangt von der Deutschen Jugendbücherei jetzt auch Kinderbücher, Mädchenbücher, Spiel-, Lieder-, Wander- und Bastelbücher, Schriften zur Erdkunde, zur Geschichte, zur Heimat- und zur Sachkunde neben den besten alten und neuen Erzählungen. Sie soll auch den Bedürfnissen der Schule Rechnung tragen. Wir kommen diesen Wünschen mit Freuden nach, aber wir brauchen reichliche Mitarbeit unserer Freunde.
Wir müssen wissen, was der Jugend gefällt. Den brauchbarsten Rat habe ich immer von der Jugend selbst bekommen. Sie und ihre Erzieher und Helfer bitten wir um Vorschläge und Anregungen. Sie können auch am wirksamsten zur Verbreitung beitragen. Die beste Empfehlung ist immer die von Mund zu Mund. Je mehr Hefte verbreitet werden, um so tatkräftiger können wir der drohenden geistigen Verödung im Jugendleben steuern.
_Rebdorf_, Post Eichstätt (Bayern). =Leo von Egloffstein.=
Vollständige Jugendbücherei-Verzeichnisse der bis jetzt erschienenen Hefte befinden sich auf der 4. Umschlagseite.
Die Hendel-Bücher.
Gern gebe ich mein Urteil ab über Hendels Bibliothek der Gesamtliteratur, der ich als Volksbücherwart immer den Vorzug gab und deren Hefte ich im Krieg mit Vorliebe in die Satteltasche steckte.
Sie ist von den großen wohlfeilen Büchersammlungen in Druck und Ausstattung die beste. Sie steht ihnen an Reichhaltigkeit nicht nach, bringt gute Volksbücher in Fülle, an Klassikern und Perlen des deutschen Schrifttums alles, was man gerne mit sich führt. Hat ganz wenig Nieten, die einem überholten Zeitgeschmack entsprachen, auch sie will der neue Verleger ohne Schonung verschwinden lassen, sie birgt aber auch sehr viel, was wir in andern Büchereien vermissen. Es sei nur daran erinnert, was sie von Björnson, Bulwer, Byron, Carlyle, Darwin, Emerson, Kingsley, Richard Rothe, Schleiermacher enthält.
Mit ihr allein kann man große Volksbüchereien füllen, sie ermöglicht auch in der teuersten Zeit den Erwerb einer guten Eigenbücherei, sie ist für die heranreifende Jugend als Nachfolgerin der deutschen Jugendbücherei wie geschaffen.
=Leo von Egloffstein.=
Eine Auswahl der Hendel-Bücher die besonders für die Jugend geeignet sind.
Zu beziehen durch alle Buchhandlungen