Handbuch der Kunstgeschichte

Part 35

Chapter 352,870 wordsPublic domain

An _Rembrandt_ lehnen sich, theils als Schüler, theils weil sie die technische Virtuosität und die Malerei ausschliesslich bilden, mehrere holländische Meister an, welche übrigens in der Richtung der Phantasie nichts mit ihm gemein haben. Sie steigen vielmehr aus den dämonischen oder wenigstens phantastischen Kreisen in die unmittelbare Wirklichkeit herab, und feiern mit ihrem Pinsel die Glanzseiten des wohlhäbigen Verkehres und Daseins unter den Menschen; sie führen uns in stille Familienkreise, zu Kranken und Aerzten, zu lebenslustigen Frauen, wohl auch in Kramladen und Küche, und können oft alle Virtuosität an die Malerei eines Atlasgewandes, oder des Küchengeräthes, der Zimmereinrichtung verschwenden. Die Bilder des einen Künstlers, köstliche Cabinetsstücke: _Gerhard Terburg_ (1608-1681) schauen sich wie kleine Novellen an; auch hat man mit grossem Geschicke zu einzelnen die novellistische Einkleidung hinzugedichtet, wohl auch hineingedichtet. (Hauptbilder im Haag, Amsterdam, Paris, München, Wien, London.) Der eigentliche Stoffmaler und glänzendste Detailist _Gerhard Dow_ (1598? bis 1674?) wurde in _Rembrandts_ Schule gebildet, von welcher ihm auch die glückliche Behandlung von Lichteffekten (Mädchenschule in Amsterdam) anklebt. Seine Bilder sind in der Situation minder ansprechend, als jene _Terburgs_, aber durch die zierliche und doch auch im Gesammteindrucke wirksame Behandlung alles Einzelnen überaus anziehend. _Gabr. Metsu_ (g. 1615), _Casp. Netzcher_ (1639-1684), _Fr. von Mieris_ (1635-1681), _Dow's_ Schüler, _Slingelandt_, _de Hoogh_ und A. folgen dieser Richtung, die allmählig in eine seichte, glatte Eleganz, ein oberflächliches Virtuosenthum bei den beiden _Werffs_, _Adrian_ (1659-1722) und _Peter_ sich verliert.

Näher und inniger mit den zeitgenössischen Zuständen verknüpft, als ein unmittelbarer künstlerischer Wiederschein der eben gegenwärtigen Ereignisse, treten uns die Schlachtenbilder entgegen. Gemalte Commentare des Simplizissimus, erscheinen diese Bilder noch als der letzte Nachhall der den ganzen Mann erfordernden, mehr individuellen Kampfweise der vergangenen Zeit, und erfreuen durch die Frische, die bewegte Lebendigkeit der Darstellung. _Palamedes Stevens_ (1604-1680) ist der Hauptvertreter dieser Kunstgattung; neben ihm treten noch _Jean le Ducq_ (1636-1671), _van der Meulen_, _Rugendas_ von Augsburg (1666-1742), und der auch sonst als Pferdemaler berühmte _Philipp Wouwerman_ (1620-1668), einer der besten Sittenschilderer des 17. Jahrhunderts (Hauptwerke in Dresden und England) in den Vordergrund.

Gegen das Ende des Jahrhunderts erlahmte die künstlerische Bewegung in den Niederlanden, deren Reflexe auch auf Deutschland fielen, und welche die vereinzelten Anhänger der italienischen Kunst: _Gerh. Honthorst_ (1592-1662), den Maler künstlicher, aber roher Lichteffekte, _J. Sustermans_ ohne Einfluss liess. In Deutschland huldigten der italienischen Weise: der Kunstschriftsteller _Joachim von Sandrart_ (1606-1685), _M. Merian_, die Böhmen _Karl Skreta_, _Brandel_, _Rainer_, der Ungar _Kupetzky_ u. A. In _Balth. Denner_ (1685-1749) kann man das Ausleben der künstlerischen Phantasie, den Bodensatz des Naturalismus, von dem nur noch das geistlose Nachäffen der äusseren Wirklichkeit zurückbleibt, beobachten.

§. 123.

Auch die %Landschaftsmalerei% gewann, getragen von der eigenthümlichen Kulturrichtung, im 17. Jahrhundert in den Niederlanden einen mächtigen Aufschwung. Man kann die Wurzeln der Landschaftsmalerei in den Niederlanden, wie in Deutschland ziemlich weit zurückverfolgen, und bereits in der Schule der _Eycks_ die Keime der späteren Verherrlichung der nordischen Natur entdecken. Die Zwischenglieder bis zur selbständigen vollendeten Entfaltung der Landschaftsmalerei sind: _J. Patenier_ und _Herri de Bles_ im Anfange des 16., der sogenannte Sammt- oder Blumenbreughel im Anfange des 17. Jahrhunderts. Noch fehlt aber die Stimmung, die poetische Grundempfindung, das Zusammenwirken der Einzelheiten zu einem Gesammteindrucke in diesen Bildern. Sie wird bemerkbarer bereits in den Werken des _Roland Savery_ (1576-1639) und _Dav. Vinckebooms_ (g. 1578), bis sie, nicht ohne Einwirkung von _Rubens_ (seine Schüler in diesem Fache sind _Jod. Momper_ und _Luc. van Uden_) zur selbständigen Vollendung sich erhebt. Wie in den übrigen Kunstfächern, so finden wir auch hier einzelne Meister in Italien heimisch, und der nordischen Heimath vergessend, so z. B. _Paul Brill_ (1554-1626), einflussreich auf die italienische Landschaftsmalerei, _Corn. Poelenburg_, auch _Ad. Elsheimer_ aus Frankfurt (1574-1620) u.s.w. Andere Niederländer schliessen sich an _C. Poussin_ (_Bloemen_, _Glauber_, _Rysbraeck_), andere an _Claude Lorrain_ (_Swanevelt_, _J. Both_, _Pynacker_ u. s. w.) an. Daneben bildet sich aber eine selbständige niederländische Schule der Landschaftsmalerei aus, schärfer an die wirkliche Natur sich anlehnend, empfindungsreicher, weniger berechnend in den Linien, aber, wenn der Ausdruck erlaubt ist, musikalischer wirkend als die Anhänger der »heroischen« Schule. Nur durch eine sorgfältige Einzelbetrachtung ist es möglich, über den Charakter, die Lieblingsmotive dieser Meister ein klares Urtheil zu fassen, ja wie bei lyrischen Gedichten entschlüpft die Schönheit, wenn man sie umschreiben und den unsagbaren Reiz der Farbenstimmung in Worten ausdrücken will; daher hier nicht füglich mehr, als die trockene Nomenklatur gegeben werden kann. An der Spitze der nordischen Landschaftsschule stehen _Jacob Ruysdael_ (1635-1681), dessen Bilder häufig eine tiefe elegische Stimmung hervorrufen, und der in der norwegischen Natur wohlbewanderte _Alb. von Everdingen_ (1621-1675). Neben ihnen machen sich die etwas älteren _J. G. Kuyp_, _van Goyen_, _van der Kabel_, _J. Wynants_, _A. Waterloo_, _Artus van der Neer_, und _Ruysdaels_ Schüler _Hobbema_ bemerkbar. In der verwandten Marinemalerei müssen wenigstens _van der Velde_ d. j. ([+] 1707) und _L. Backhuysen_ ([+] 1709), in der Architekturmalerei _Peter Neefs_ d. ä., in der Blumenmalerei _de Heem_ ([+] 1674), _Rachel Ruysch_ ([+] 1705) und _van Huysum_ ([+] 1749) genannt werden. Als Thiermaler werden, ausser den schon angeführten _Snyders_ und _Ph. Wouverman_, noch _J. Fyt_ ([+] 1700), _J. Weenix_ ([+] 1719), _Melch. Hondekoeter_ (Hühnerhof) und der Augsburger _Elias Ridinger_ ([+] 1767) am meisten geschätzt.

Viele Künstler verbinden die einzelnen Zweige, beleben die Landschaft mit Staffage, wobei bald die letztere, wie bei dem Meister in der naturwahren Darstellung des Rindes: _Paul Potter_ (1625 bis 1654) die Hauptrolle spielt, bald der modischen Liebe für das Idyllische Rechnung getragen wird. Der Mehrzahl nach werden dann die Motive der italienischen Natur entlehnt, und durch klassische Ruinen, Hirten und Hirtinnen belebt. (_J. B. Weenix_ ([+] 1660), _N. Berchem_ ([+] 1683), _Adr. van der Velde_ ([+] 1622), _J. H. Roos_ ([+] 1685), sein Sohn _Philipp_, gen. _Rosa di Tivoli_ u. s. w.) Jedenfalls hat die Landschaftsmalerei und die ihr verwandten Zweige die grösste Lebensdauer bewährt und eine verhältnissmässig gesunde Blüthe geoffenbart, während alle übrigen Gattungen bereits dem Siechthum verfallen waren. Man kann diesen Umstand nur aus dem erst der neueren Zeit angehörigen bewussten Sinne für landschaftliche Schönheit zuschreiben; man muss in der Landschaftsmalerei die eigentliche und wahre moderne Kunst, wenigstens diejenige, die den geringsten Gefahren ausgesetzt, der modernen Natur am meisten verwandt ist, anerkennen.

Schlussbetrachtung.

§. 124.

Das 18. Jahrhundert verging ohne Thaten und Ereignisse; im Kupferstichfache allein, wo seit dem 17. Jahrhundert die technische Vollendung Alles in Allem wurde (Hauptmeister neben vielen niederländischen Malern, die in _Rubens_ Schule ausgebildeten _Soutman_, _Vorstermann_, _Paul Pontius_, _Bolswert_, _Hondius_; in Frankreich: _Cl. Melan_, _Masson_, _Nanteuil_, _Audran_, _Dorigny_, _Drevet_ und [wenigstens nach französischen Meistern gebildet] _Gerh. Edelinck_; in Deutschland: _W. Hollar_ aus Böhmen), macht sich noch ein innerer Zusammenhang, eine gesunde Bildung geltend, die freilich auf jede schöpferische Thätigkeit verzichtete, aber in dem geschickten Wiedergeben der älteren Meisterwerke ein grosses Verdienst um die Ausbreitung des Kunstsinnes erlangte. Italien führt uns _P. Aquila_, _Cunego_ ([+] 1794), _G. Volpato_ ([+] 1803), _Anderloni_, _Bettelini_, _R. Morghen_ (1756-1833) vor; Deutschland wird namentlich durch _G. F. Schmidt_ und _Chodowiecki_, England durch _Strange_, _Sharpe_, _Townley_ u. A. vertreten. Auf dem Gebiete der Malerei begegnen uns nur vereinzelte Talente, welche in der grossen Masse der seichten Manieristen und oberflächlichen Farbenkenner sich verlieren und ohne Einfluss bleiben. Höchstens in England wird ein regeres Kunststreben bemerkbar, und scheidet keine tiefe Kluft das moderne Kunstleben von der Thätigkeit des 18. Jahrhunderts. _Josua Reynolds_ ([+] 1792) ist in vielfacher Beziehung der Gründer der gegenwärtigen englischen Malerei, und auch auf _W. Hogarth_ ([+] 1764) können einzelne Eigenthümlichkeiten der gegenwärtigen Kunst jenseits des Kanals zurückgeführt werden.

Erst gegen das Ende des Jahrhunderts beginnt unter dem Einflusse eines gesteigerten und reineren Studiums der Antike, nachdem schon _Raphael Mengs_ (1728-1779) und _Pompeo Batoni_ ([+] 1787) den Kampf gegen den Manierismus glücklich angefangen hatten, ein besserer Geist im Kreise der bildenden Künste zu walten und die Bahn des positiven Fortschrittes sich zu eröffnen. Unterstützt von den gesellschaftlichen Kämpfen in Frankreich, getragen von der nach dem Römerthum und der antiken Republik sich zurücksehnenden Bildung im Revolutionszeitalter erhob _Jacques L. David_ (1748-1825) die Fahne des Klassizismus in der Malerei. Er lässt freilich die Antike gewöhnlich mit dem rhetorischen Pathos, das auf der französischen Bühne üblich war und ist, auftreten, und besitzt einen matten Farbensinn; immerhin fesseln seine Werke durch den Ideenreichthum, die grossartige Anordnung und den leidenschaftlichen Ausdruck. Das gleiche Ziel, die Wiederbelebung des antiken Geistes, nur mit einfacheren und reineren Mitteln, verfolgte _Asmus J. Carstens_ in Deutschland, er blieb jedoch unverstanden, und die von ihm eingeschlagene Richtung erst einige Jahrzehnte später in ihrem ganzen Masse gewürdigt. Was _Carstens_ nicht gelang, die Neubelebung der deutschen Malerei, wurde das Werk der romantischen Bildung, die im Anfange des Jahrhunderts auch die Künstlerkreise ergriff, und den tieferen Ideengehalt in den Bildern, das Hervorholen der Frescotechnik zu unmittelbaren Resultaten hatte. Die letzten zwanzig Jahre haben uns von dieser Richtung schon wieder weit entfernt, andere Anschauungen, andere Grundsätze und andere Neigungen gelten. Auch in Frankreich ist _Davids_ Schule von der sogenannten romantischen abgelöst, in den Niederlanden eine erfolgreiche Wiederbelebung der nationalen Kunsttradition versucht worden. Wohin diese Bestrebungen führen werden, entzieht sich noch dem sicheren Urtheile. Die Architektur, die Bildnerei, die religiöse Malerei, die eine geringere Originalität anstreben, an die klassischen Vorbilder der Antike oder des Mittelalters sich fest anschliessen, durcheilen im Ganzen eine sichere Bahn; verschlungener und verworrener ist der von der Malerei betretene Weg. Lässt man das Auge nur bei den Spitzen der modernen Kunst weilen, dann erscheint jeder Zweifel an dem kräftigen Aufschwunge der gegenwärtigen Malerei thöricht, beobachtet man aber das Kunsttreiben in den zahlreichen untergeordneten Kunstkreisen, wie dort die leichtfertige Charge den Styl ersetzt und den gesunden Formen- und Farbensinn verdrängt, anderwärts wieder eine inhaltlose, bloss äusserlich glänzende Technik als höchstes Ziel geschaut wird, noch anderwärts wieder das Ungeschick im Handwerke hinter einer vorgeblichen Gedankentiefe sich birgt, und die Malerei aus ihrer natürlichen Stellung verjagt wird, um mit der Wissenschaft zu concurriren, wie vollends im wirklichen Volksleben, im Kreise der Mode und des Kunsthandwerkes noch überall der barocke Styl des 17. und 18. Jahrhunderts herrscht, so erscheint die Zukunft der Kunst keineswegs vollkommen sichergestellt. Die Entscheidung ruht übrigens, auch wenn diese den besten Willen hätten, nicht bei den Künstlern, sondern bei dem Volke und der Richtung, welche dessen Bildung und Zustände einschlagen werden.

Fußnoten.

[1] _Literatur:_ Allgemeine kunstgeschichtliche Werke: _Kugler's_ Handbuch der Kunstgeschichte, Stuttgart 1848; _Schnaase's_ Geschichte der bildenden Künste (bis jetzt 5 Bände), Düsseldorf 1843 ff.; _Springer's_ kunsthistorische Briefe, Prag 1854. Vergl. auch _Vischer's_ Aesthetik; dritter Theil 1-3 Heft. Als Bilderatlas für das gesammte Kunstgebiet dienen _Voit's_ Denkmale der Kunst, fortgesetzt von _Guhl_ und _Caspar_, Stuttgart 1853.

[2] Vergl. _H. Hettner_: Der Ursprung der Kunst im deutschen Museum 1852. II. S. 172.

[3] _Literatur_: Recherches sur les Tumuli in Bullet. de la soc. sc. et lit. du Limbourg. T. I. fasc. 3. 1853.

[4] _Squier's_ Nicaragua.

[5] _Literatur_: _C. Ritter_, die Stupas der indobaktrischen Königsstrasse. Berlin 1838; Ariana antiqua by H. N. Wilson. London 1841; Memoir on the topes of Afghanistan by C. Masson. ibid.

[6] _Lassen_, indische Alterthumskunde II. S. 1172.

[7] _Rich_, Memoir on the Ruins of Babylon, London 1816, Ker Porter Travels T. II. London 1821, _Layard_, Niniveh and Babylon, London 1853.

[8] _Literatur: A. Humboldt_, Versuch über den politischen Zustand des Königreichs Neuspanien und Vues des Cordillères; _Braunschweig_, über die altamerikanischen Denkmäler, Berlin 1840; Kingsborough Antiquities of Mexico; _Stephens_, Incidents of travel in Yucatan, London 1843 u. s. w.

[9] Journal of the Bombay Branch of the asiatic society. 1853.

[10] _Schoolcraft_, the Indian in his Wigwam S. 296.

[11] _Squier_ Nicaragua.

[12] _Literatur_: Ausser den Prachtwerken _Botta's_, _Flandin's_ und _Layard's_ vergl. Lettres à _M. Mohl_ im Journal asiat. 1843 u. 44; _Layard_, Niniveh and its remains. 2 Bde. London 1849; _Layard_, Niniveh and Babylon, London 1853. Eine gute Uebersicht der neuesten Entdeckungen gibt: _Vaux_, Niniveh and Persepolis, London 1850; _Bonomi_, Nineveh and its palaces, London 1852, und der von _Layard_ selbst bearbeitete Katalog des Assyrian court im Krystallpalaste, London 1854. _Layard's_ populärer Bericht über die Ausgrabungen zu Niniveh und _Vaux's_ Uebersicht sind auch in deutscher Uebersetzung (Leipzig, _Dyk_) erschienen.

[13] _Literatur_: _Ker Porter_, R. Travels in Georgia, Persia etc. London 1821; _Heeren_, Ideen über die Politik, den Verkehr und Handel d. vorz. Völker der a. W. I. Göttingen 1824; _Texier_, Description de l'Arménie, de la Perse etc. Paris 1842; _Coste et Flandin_, Voyage en Perse. Paris 1844.

[14] _Literatur_: Description de l'Egypte (v. der Napoleonischen Commission); _Gau_, neuentdeckte Denkm. von Nubien; _Rosellini_, i monumenti dell'Egitto e della Nubia; _Wilkinson_, Topography of Thebes and general view of the Egypt, London 1835; _ders._, Manners and customs of the ancient Egyptians. 5 Bde. London 1851. Hauptwerk: _Lepsius_, Denkmäler aus Aegypten und Aethiopien, nach den Zeichnungen der preussischen Commission. Berlin (bis jetzt) 50 Liefrg.

[15] _Literatur_: _Gerhard_, Kunst der Phöniker in Abh. d. Berl. Akad. 1846. _Barth_, zur Kunst der Phöniker in Archäol. Zeit. 1848 und 1850. _Della Marmora_, Voyage en Sardaigne. _Barth_, Wanderungen durch die Küstenländer des Mittelmeeres.

[16] _Literatur_: _Keil_, der Tempel Salomos, 1839; _Krafft_, die Topographie Jerusalems, 1846; _Robinson_, Palästina und die südlich angrenzenden Länder, 1841; Kunstblatt 1831, 1834 und 1844.

[17] _Literatur_: _Texier_, description de l'Asie Mineure; _Steuart_, description of some ancient monuments in Lydia and Phrygia; _Fellows_ Journal written during an excursion in Asia Minor und ders. an account of discoveries in Lycia.

[18] _Literatur_: _Winckelmann_, Geschichte der Kunst des Alterthums (sämmtl. Werke 1. Bd.), Dresden 1839; _O. Müller_, Handbuch der Archäologie der Kunst. 3. Aufl. 1850; _Hettner_, Vorschule zur bildenden Kunst der Alten, Oldenburg 1848; _Brunn_, Geschichte der griechischen Künstler, Braunschweig 1853. Ueber die zahlreiche monographische Literatur vergl. _Weigels_ Kunstkatalog und _Gerhards_ archäologische Zeitung.

[19] _Literatur_: _Gell_, Probestücke von Städtemauern des alten Griechenland, München 1831; _Dodwell_, views and descriptions of cyclopean or pelasgic remains in Greece and Italy, London 1834.

[20] _Literatur_: _K. Fr. Hermann_, die Hypäthraltempel des Alterthums; _C. Bötticher_, der Hypäthraltempel der Alten, Potsdam 1846; _L. Ross_, Hellenica, 1846; _Raoul-Rochette_ im Journal des savants, 1846.

[21] _Literatur_: _C. Bötticher_, die Tektonik der Hellenen, 2 Bände mit Atlas. Potsdam 1849.

[22] _Literatur_: _Semper_, Vorläufige Bemerkungen über die bemalte Architektur und Plastik bei den Alten; _ders._, die vier Elemente in der Baukunst, Braunschweig 1851; _Hittorff_, Restitution du temple d'Empedocle etc. Paris 1851; _Kugler_, über die Polychromie d. gr. Arch. u. s. w. in kl. Schr. u. Stud. z. Kunstgesch. I. Stuttgart 1853; _Hettner_, griechische Reiseskizzen, S. 185, Braunschweig 1853.

[23] _Literatur_: _A. Feuerbach_, Geschichte der griechischen Plastik, herausgegeben von _H. Hettner_, Braunschweig 1853; _Brunn_, Geschichte der griechischen Künstler, 1. Band. Ein übersichtlicher Bilderatlas ist _Ol. Müllers_ Handbuch der Archäologie beigegeben: Denkmäler der alten Kunst von _Oesterlein_ und _Wieseler_, 2 Bände, Göttingen 1853. Die monographische Literatur ist in den oben angeführten Quellen nachzulesen.

[24] Eine Nachbildung desselben in Marmor findet sich in der Villa Massimo zu Rom.

[25] Reconstruktionsversuche des Werkes haben _Quatremère de Quincy_: Jupiter Olympien, _Rathgeber_ in _Ersch_ und _Gruber_ und jüngst _Brunn_ in den Ann. des arch. Inst. 1851 geliefert.

[26] Nachbildungen: Jupitersbüste aus Otricoli im Vatikan, die Statue des Jupiter Verospi ebendort.

[27] Nachbildungen des Parthenons: Minervastatue im Augusteum zu Dresden, eine andere im Kasseler Museum und die Pallas von _Velletri_ im Louvre.

[28] Nachbildungen der Hera in den Münzen von Argos. Ausser der Kolossalbüste in Villa Ludovisi wird noch eine andere in Zarskoje Selo und im Mus. zu Neapel gerühmt. Nachb. des Hermes: _Antinous_ von Belvedere.

[29] Nachbildungen des Diadumenos im Palast Farnese zu Rom.

[30] Nachbildungen der Mänade auf Reliefs, des Apollo im vatik. Museum.

[31] Nachbildungen des ruhenden Faunes im vatik. und kapitol. Museum; des Ap. Sauroktonos im Vatikan, Nachb. der knidischen Venus im vatik. Magazin (früher in den vatik. Bädern), eine verwandte Statue in der Glyptothek (Nr. 135). Vrgl. _Levezow_: Ob die Mediceische Venus ein Bild der knidischen sei? Berl. 1808.

[32] Nachbildungen des ruhenden Herkules: der farnesische Herkules im Vatikan, eine roh gearbeitete Statue im Hofe des Palastes Pitti zu Florenz.

[33] _Literatur_: Inghirami, Monumenti etruschi; Monum. inediti dell'instituto di corrispondenza archeologica. Rom. Musei etrusci in aedibus Vaticanis monumenta, Rom 1842; _Dennis_, Städte und Begräbnissplätze Etruriens. Aus dem Engl. übers. Leipzig 1852.

[34] _Literatur_: _Bunsen_ und _Platner_, Beschreibung von Rom; _Canina_, Architettura antica (Sez. Rom); _Braun_, die Ruinen und Museen Roms.

[35] _Literatur_: _Zestermann_, de basilicis libri tres, Leipzig 1847; _Urlichs_, die Apsis der alten Basiliken, Greifswald 1849.

[36] _Literatur_: Catacombes de Rome etc. par _L. Perret_, Paris 1851 (bis jetzt 65 Liefrgn.); _Marchi_, monumenti delle arti cristiane primitive, Roma 1844.

[37] _Literatur_: _Bunsen_, die Basiliken des christlichen Roms, München 1840.

[38] _Literatur_: _Quast_, die altchristlichen Bauwerke von Ravenna, Berlin 1840.

[39] _Literatur_: _Salzenberg_, die altchristlichen Baudenkmale in Constantinopel. Berlin 1854.

[40] _Literatur_: _Waagen_, Kunstwerke und Künstler in England und Paris, Leipzig 1837.

[41] _Literatur_: On the Rock-cut temples of India by _J. Fergusson_ im VIII. B. des J. of the R. As. S.; ebendort die Abhandl. von _Prinsep_, _Cunningham_ u. A. Ein veraltetes Werk: _Langlès_, mon. anciens et modernes de l'Hindoustan. _Longpérier_, Antiquités de la Perse, Paris 1854; _Texier_, Descr. de l'Arménie, de la Perse etc., Paris 1843.

[42] _Literatur_: _Dubois de Montpéreux_, Voyage en Caucase; _Texier_, Armenie et Perse.

[43] _Literatur_: _Daniell_, Oriental scenery.

[44] _Literatur_: _Coste_, Arch. arabe ou monuments du Caire, Paris 1823.

[45] _Literatur_: _Girault de Prangey_, Essai sur l'arch. des Arabes et des Mores en Espagne, en Sicile et en Barbarie, Paris 1841.

[46] _Literatur_: _Murphy_, Arabian antiquities of Spain, London 1813.

[47] _Literatur_: _Plans_, elevations and details of the Alhambra from drawings taken by _J. Goury_ and _Owen Jones_, London 1842.

[48] _Literatur_: _Alb. Lenoir_, Archit. Byzantine (Revue de l'archit. Bd. I.), Paris 1840; _Couchaud_, églises byzantines dans la Grèce, Paris 1842 u. s. w.

[49] _Literatur_: _Dubois de Montpéreux_, Voyage autour du Caucase, Paris 1839; _Texier_, Description de l'Arménie etc.

[50] _Literatur_: _Kreutz_, die Markuskirche in Venedig, Venedig 1843.

[51] _Literatur_: Architecture moderne de la Sicile par _Hittorff_ et _Zanth_, Paris 1835; _Gally Knight_, Saracenic and Norman remains, London.

[52] Vergl. _Waagen_'s periegetische Werke.

[53] _Literatur_: _Chr. Schmidt_, Baudenkm. in Trier.

[54] _Literatur_: _Keller_, Bauriss des Klosters S. Gallen vom Jahre 820, Zürich 1844.

[55] _Literatur_: _Waagen_, Kunstw. u. Künstler in England u. Paris, Lpzg. 1839, I. Bd. S. 132 ff. III. Bd. S. 332 ff.; _Keller_, Bilder und Schriftzüge in den irischen Mnskr. der Schweiz. Biblioth., Zürich 1850; _Kugler_, kl. Schriften und Studien z. Kunstg., Stuttgart 1853, I. Bd. S. 76 u. ff.

[56] _Literatur_: Vergl. _Lübke_, Vorschule zur Gesch. der Kirchenbaukunst des Mittelalters, 3. Aufl., Dortmund 1852; _Springer_, die Baukunst des christl. Mittelalters mit 300 Fig., Bonn 1854.

[57] Vgl. _Blavignac_, Histoire de l'arch. sacrée dans les anciens evèchés de Genève, Lausanne, Sion. Lausanne 1853, S. 221 ff.

[58] _Literatur_: Ausser zahlreichen monograph. Werken vgl. _Caumont_, histoire de l'architecture; _de Laborde_, les monuments de la France; _Chapuy_, le moyen âge pittoresque; _Viollet le Duc_, dictionnaire raisonné de l'arch. française.

[59] _Blavignac_, s. o.

[60] _Literatur_: _Villa-Amil_, España artistica y monumental, Paris 1842.

[61] _Literatur_: _John Britton_, the cathedral antiquities of England u. a. Uebersichtlich: Introduction to the gothic architecture, Oxford 1849; _Bloxam_, die mittelalterl. Baukunst in England, Leipzig.

[62] _Literatur_: _Puttrich_, Denkmale der Baukunst in Sachsen, Leipzig; _Kugler's_ kl. Schriften und Studien zur Kunstgeschichte, Stuttgart 1854; Deutsches Kunstblatt, Berlin 1850 ff.

[63] _Literatur_: _Boisserée_, Denkm. der Baukunst am Niederrhein; _Geier_ und _Görz_, Denkm. romanischer Baukunst am Rhein; _Moller-Gladbach_, Denkm. der deutschen Baukunst; _Schmidt_, Baudenkmale in Trier.

[64] _Literatur_: _Quast_, die romanischen Dome des Mittelrheines, Berlin 1853, nebst den Berichtigungen _Kugler's_ und _Schnaase's_ im deutschen Kunstblatte 1853 und 1854.

[65] _Literatur_: _Lübke_, die mittelalterliche Kunst in Westfalen, Leipzig 1854.

[66] _Literatur_: _Manch_, die mittelalterliche Bauk. in Schwaben; _Stillfried_, Alterthümer des Hauses Hohenzollern; Deutsches Kunstblatt.

[67] _ Literatur_: _Dahl_, Denkm. einer sehr ausgebildeten Holzbaukunst in Norwegen, 1837; _Alex. Minutoli_, der Dom zu Drontheim, Berlin 1852.

[68] _Literatur_: _Boisserée_, Gesch. u. Beschreibung des Kölner Domes, München 1842; _ders._, Ansichten, Risse des Doms zu Köln, 18 Kupfertafeln.