Part 13
Aus Obigem resultirt, daß wir bezüglich der Töne für stehendes Wasser lediglich auf jene für Luft und Wolken angewiesen sind, weßhalb sie genau zu beobachten und höchstens etwas gemilderter oder grauer im Ton zu halten sind. Im Allgemeinen und sobald keine Spiegelung stattfindet, wird man auch die oben angegebenen sehr transparenten Töne von Nutzen finden. In Betreff der Zeichnung will ich noch darauf aufmerksam machen, daß, in Fällen, wo gegen den Horizont geneigte Gegenstände, wie z. B. schiefstehende Bäume sich abspiegeln, man darauf zu achten hat, daß das Spiegelbild die richtige perspektivische Richtung erhalte und ein z. B. gerade gegen uns über befindlicher derartiger Baum sich nicht etwa in gerader Richtung spiegle, da für die Spiegelung die Gesetze der Perspektive in Anwendung kommen.
Die Spiegelung des Wassers ist in hohem Grade von der Polarisation des Lichts abhängig. Spiegelt sich der klare Himmel auf einer ruhigen Wasserfläche, so wird, je nach der wechselseitigen Stellung von Sonne, Wasser und Beschauer, das Licht des Himmels entweder vollständig -- oder nur theilweise -- oder fast gar nicht reflektirt werden, in welch letzterem Falle alsdann die dem Wasser +eigenthümliche+ Farbe zur Geltung kommt, was an jeder durch starken Wind bewegten kleineren Wasserfläche, wie kleinen Flüssen und Bächen, beobachtet werden kann.
Daher rührt es auch, daß an Tagen, an welchen der Himmel ganz blasse, duftige Töne zeigt, eine Wasserfläche dennoch tief blau oder blaugrün erscheinen kann, was am auffallendsten zur Erscheinung kommt, wenn die Sonne seitlich vom Beschauer steht. Steht diese aber vor oder hinter ihm, so behält das Spiegelbild des Himmels seine natürliche Farbe und die Fläche wird dann nie sehr tiefe Töne zeigen.
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Ganz anders, namentlich in Bezug auf Farbe, verhält es sich mit fließendem Wasser. Flüsse und Bäche bieten in der ihnen eigenthümlichen Färbung eine erstaunliche Mannigfaltigkeit. Sodann zeigt das Bett der Bäche sehr verschiedene Zustände, von compaktem Felsengestein bis zu losen Kieseln und Sand, und wo letzterer dicht von Wasserpflanzen bedeckt ist, bemerkt man besondere Tiefe des Tons. Veränderungen in der Strömung, Hindernisse, Stauungen, kleine Fälle mit zahlreichen Lichtern und Reflexen bieten willkommene malerische Motive.
Die Technik bleibt dieselbe. Nach den ersten breiten, dünnen Anlagen setzt man die Steine oder den Grund des Bettes mit ziemlich starker Farbe ein. Für Steine empfiehlt es sich, mit den oben ausgeführten Tönen, und zwar in +dicker+ Mischung, nur die Schattentöne zwischen den einzelnen Steinen zu geben, worauf, sobald Alles trocken ist, mit Wasser leicht abgewaschen wird, um die scharfen Conturen zu beseitigen. Ist die überschüssige Nässe mit Löschpapier aufgetrocknet, dann übergeht man das Wasser nunmehr mit der passenden Lokalfarbe, was, sobald der Ton tief ist, zwei bis dreimal wiederholt werden muß, da Tiefe des Tones und Transparenz lediglich auf diese Weise zu erreichen ist. Kleine Lichter übergeht man, um der Einheit der Töne keinen Eintrag zu thun und nimmt sie später mit einem seidenen Tuch heraus, wobei, was sehr wesentlich, die +Form+ der Lichter genau zu beachten ist. Behufs Darstellung horizontaler Linien ist auch die vorsichtige Anwendung des Radirmessers nicht selten von Vortheil, aber ganz besonders eignet sich dasselbe zur Herstellung des +Schaumes+ auf Wellen und Wasserfällen etc. etc., welcher damit sehr leicht und naturwahr wiedergegeben wird. Bei Wellen beachte man immer genau deren Formen, sowie die Schattentöne und den Halbschatten unter dem Kamme.
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Die Seestücke oder Marinen bilden eine eigene Klasse von Gemälden von theilweise hohem Reiz. Sie sind vorzugsweise Stimmungsbilder und lediglich von getreuer Wiedergabe von Luft und Meer abhängig, weßhalb sich der Seemaler in noch höherem Grade als der Landschafter mit Darstellung der verschiedensten Zustände der Luft vertraut zu machen hat. Auch das Meer erfordert ein eingehendes Studium. Ein Moment von großer Bedeutung ist die Form der Wellen, welche nahezu an jeder Küste eine andere ist und beruhen diese Unterschiede vorzugsweise auf lokalen Umständen, besonders auf der Configuration des Bodens. Die Wellen der offenen See zeigen diese vielgestaltigen Formen nicht, sie sind natürliche Wellen weil ungebrochen, und leichter nachzuzeichnen. Stößt aber bewegtes Wasser, wie z. B. an felsigen Küsten, auf Hindernisse, so erheben sich die Wellen weit höher als auf offener See und die verschiedenen Formen gestalten sich noch mannigfaltiger.
Die Zeichnung der Wellen muß eine correkte sein. Lichter, Schatten und Reflexe müssen genau beobachtet und verstanden werden. Dabei ist es nicht leicht, den Wellen den Charakter der Bewegung zu geben, denn hiezu bedarf es des Verständnisses ihrer gegenseitigen Einwirkungen sowohl, wie des der Wirkung des Windes. So zeigt ein Theil einer Welle die Farbe der Luft, ein anderer die Lokalfarbe des Wassers, während ein dritter durch den Reflex einer anderen Welle im Ton sehr bedeutend verstärkt ist, was vorzüglich bei kurzen hohlen Wellen vorkommt.
Das Seewasser wird, was Technik anbelangt, wie die Luft behandelt. Nach mehreren, recht +flüssig+ und grau zu haltenden Untermalungen, welche nach der Küste hin in reinere Farbe übergehen und den nöthigen Waschungen mit Wasser dazwischen, trägt man in gleicher Weise die Lokalfarbe auf, halte aber die einzelnen Aufträge so dünn und flüssig wie möglich und hüte sich zu grün zu malen. Die Ferne ist selbstverständlich mehr im Luftton zu halten und erfordert daher mehr ~Cobalt~. Mit dem Aussparen von Lichtern halte man sich nicht auf; diese werden nach Beendigung herausgewischt. Die Mitte des Bildes oder, besser gesagt, die Stelle, wo der Augenpunkt sich befindet, hat das meiste Licht, welches sich bis an den unteren Rand hinzieht, während nach beiden Seiten hin der Ton tiefer wird. Die Lichtseiten der Wellen in der Mitte des Bildes zeigen die Farbe des Himmels, aber auch die dunkelsten Schatten derselben müssen im Tone immer noch leuchtend und flüssig sein, was besonders durch ~Raw Sienna~, aber auch durch gelbe Töne überhaupt zu erlangen ist. Man sieht nicht selten, daß das Wasser zu undurchsichtig und schwer gehalten ist, so daß es fast den Eindruck von Festem macht, in welchem Falle dann der Maler, um die Transparenz zu versinnbildlichen, einen sich spiegelnden schwimmenden Körper anbringt, z. B. eine Boje etc., und ich habe mehrfach diese List selbst von bedeutenden Künstlern in Anwendung bringen gesehen. Sehr schlau mag das wohl sein, aber als Prinzip ist es ein höchst verwerfliches, da Jeder, der die See kennt, recht gut weiß, daß +bewegtes+ Seewasser nur höchst unbedeutend oder gar nicht spiegelt. Der Schaum ist, wie bereits erwähnt, sehr täuschend mit dem Radirmesser wiederzugeben. Für spritzenden Schaum eignet sich jedoch ~Chinese White~, recht kühn aufgetragen, besser.
Was die Staffage betrifft, welche in Marinen nur sehr selten, und sei sie auch nur durch ein fernes Segel vertreten, vermißt wird, so stehen in erster Linie eine große Zahl von Schiffen verschiedenster Art zu Gebote. Ihre Verwendung erfordert indessen einige nähere Kenntniß ihrer Größenverhältnisse, ihres Baues, sowie ganz besonders des Takel- und Segelwerks, wie nicht minder der der jeweiligen Stärke und Richtung des Windes entsprechenden Verwendung desselben. Diesen Faktoren muß daher gebührende Rechnung getragen werden. Bei geschmackvoller Anordnung sind Schiffe, schon ihrer pyramidalen Form wegen, bedeutender Wirkung fähig, welche durch Gestalt und Farbe der verschiedenen Segel noch mehr erhöht wird. Auch an der Küste läßt sich nicht selten Staffage mit Vortheil anbringen. Höchst malerisch machen sich hier besonders alte Fischerboote mit herabhängendem oder umherliegendem Segelwerk, von Mast zu Mast gespannten Netzen, in Unordnung aufgehäuften Körben etc. etc. während sich die Trachten der Fischer als nicht weniger brauchbar erweisen. Man hüte sich aber bei der Staffage zu viel in das Detail zu gehen, um nicht die Breite und die ganze Wirkung des Bildes zu beeinträchtigen. Bevor man sich jedoch an Seestücke mit Staffage von Schiffen wagt, dürfte es gerathen sein, sich zuvor einige Kenntniß der Linien-Perspektive zu erwerben, indem die bei der Darstellung von Schiffen sehr häufigen Verkürzungen und die große Mannigfaltigkeit von Winkeln solche voraussetzen.
E. Wege und Ufer.
1. Colorit.
~+Neutral Orange+~ und ~+Cobalt+~, sehr verschiedene Töne.
~Raw Umber.~ -- ~Yellow Ochre.~
~Burnt Sienna.~
~+Brown Ochre+~ für sandiges Terrain.
~+Vandyke Brown+~, ~+Cobalt+~ und ~+Rose Madder+~.
~Yellow Ochre~ und ~Light Red~.
~Yellow Ochre~, ~Light Red~ und ~Rose Madder~.
~Yellow Ochre~, ~Light Red~ und ~Payne’s Grey~.
~Yellow Ochre~, ~Light Red~ und ~Indian Red~.
~Yellow Ochre~ und ~Vandyke Brown~.
~Yellow Ochre~, ~Burnt Sienna~ und ~Cobalt~.
~Yellow Ochre~, ~Rose Madder~ und ~Cobalt~.
~Gamboge~ und ~Raw Sienna~.
~Cobalt~, ~Lake~ und ~Burnt Sienna~.
~Light Red~ und ~Lamp Black~.
~Brown Ochre~ und ~Brown Madder~.
~Brown Madder~, ~Light Red~ und ~French Blue~.
~Rose Madder~, ~Indigo~ und ~Burnt Umber~.
~Raw Sienna~ und ~Vermilion~.
~Raw Umber~ und ~Vermilion~.
Zu Schattentönen eignen sich vorzugsweise:
~+Cobalt+~, ~+Rose Madder+~ und ~+Yellow Ochre+~.
+Blau+, ~+Rose Madder+~ und ~+Burnt Sienna+~ liefert endlose Verschiedenheit brauchbarer Töne.
~Lamp Black~ und ~Light Red~ oder ~Rose Madder~.
~+Indigo+~ und ~+Light Red+~ oder ~+Indian Red+~.
~Payne’s Grey~ oder ~Neutral Tint~.
~+Burnt Sienna+~ und ~+Lamp Black+~.
~French Blue~ und ~Brown Madder~.
~French Blue~, ~Burnt Sienna~ und ~Lake~.
~Sepia~ allein oder mit ~Brown Madder~.
~Vandyke Brown~ allein oder mit ~Purple Madder~.
~Purple Madder.~
~Raw Umber~ und ~Vermilion~.
* * * * *
~Brown Pink~ für tiefe Drucker.
~Brown Pink~, ~Rose Madder~ und ~Cobalt~, tiefe Drucker.
~Vandyke Brown~ in fast trockener Farbe über Wege etc. geschleppt macht den Boden rauh.
~Indian Yellow~ und ~Burnt Umber~ oder ~Brown Madder~ für Moos und tiefe Töne unter Ufer etc.
2. Technik.
Die ersten Farbenaufträge seien breit, die folgenden je nach Bedürfniß weniger, aber mit bestimmten, hier und da etwas accentuirten Umrissen, da zu beachten ist, daß hier jede Abweichung von der geraden Linie irgend eine besondere Form hat, welche nicht willkürlich behandelt werden darf. Wo viele verschiedene Töne vertreten sind, sehe man darauf, daß solche bei den ersten Waschungen zart in einander laufen. Waschungen mit reinem Wasser dürfen hier auch nicht fehlen, besonders bei Anlage der Schatten. Die einzelnen Steine und Erdmassen sind etwas selbständiger zu behandeln, da sie in der Farbe mehr oder weniger vom Boden abweichen und insoferne auch zur Wiederholung anderer Töne sich eignen. Obgleich aber jeder Stein Licht, Halbschatten, Schatten, Farbe und Reflex besitzt, so muß dennoch Einheit im Ganzen gewahrt bleiben und kein Stein darf aus dem Bilde herausfallen oder sich dem Beschauer in besonderer Weise aufdrängen.
Die malerischsten Wege sind die unebenen, verwahrlosten, von tiefen Furchen etc. durchzogenen und mit Steinen besäeten. Wege dieser Art erfordern der vielen Lichter und Schatten wegen eine besonders aufmerksame Behandlung. Die Lichter werden mittelst eines Tuches oder des Waschleders herausgewischt. Zufälligkeiten, welche hierbei zu Tage kommen, lassen oft geschickte Verwerthung zu. Tiefe Furchen werden, um sie tief erscheinen zu lassen, wiederholt mit warmen Farbentönen übergangen, nicht mit einem einzigen sehr dunkeln Ton. Ist Alles beendet, so empfiehlt es sich, einen Pinsel mit ziemlich trockener Farbe über Weg, Ufer oder größere Steinmassen zu schleppen, wozu sich ~Vandyke Brown~ vorzugsweise eignet. Haben Steine oder sonstige Stellen eine etwas unreine Farbe erhalten, so mischt man zum entsprechenden Farbenton etwas ~Chinese White~ und übermalt hiermit die betreffenden Stellen. Auf gleiche Weise kann man auch kleine Steine in beendete Rasenflächen bringen. Nach dem Trocknen gibt man dann die Schatten etc.
~F.~ +Felsen.+
1. Colorit.
~a.~ Töne für graue Gesteine.
(Dieselben können auch sonst als Schattentöne Anwendung finden.)
~+Cobalt+~ und ~+Burnt Umber+~.
~Cobalt~ und ~Light Red~.
~+Cobalt+~, ~+Brown Madder+~ und ~+Raw Umber+~.
~Cobalt~, ~Chrimson Lake~ und ~Burnt Sienna~.
~+Cobalt+~, ~+Rose Madder+~ und ~+Blue Black+~.
~Indigo.~
~Indigo~ und ~Light Red~.
~Indigo~ und ~Burnt Umber~.
~Indigo~ und ~Brown Madder~.
~Indigo~ und ~Indian Red~.
~Indigo~, ~Rose Madder~ und ~Roman Ochre~.
~Indigo~, ~Burnt Sienna~ und ~Chrimson Lake~.
~French Blue~ und ~Lamp Black~.
~Sepia~, ~Lamp Black~ und ~Brown Madder~.
~Sepia~, ~Indigo~ und ~Chrimson Lake~.
~Sepia~, ~Cobalt~ und ~Rose Madder~.
~Payne’s Grey~, ~Burnt Sienna~ und ~Chrimson Lake~.
~Payne’s Grey~, ~Sepia~ und ~Brown Madder~.
~Lamp Black~, ~Cobalt~ und ~Purple Madder~.
~Lamp Black~ und ~Rose Madder~.
~Lamp Black~ und ~Emerald Green~.
~Blue Black~ und ~Light Red~ oder ~Chrimson Lake~.
~Raw Umber~ und ~French Blue~.
~Vandyke Brown~ und ~French Blue~.
~Burnt Umber~, ~Cobalt~ und ~Rose Madder~.
~+Vandyke Brown+~, +Blau+ und ~+Rose Madder+~.
~b.~ Kalte und warme Lokalfarben.
~Raw Sienna~, ~Vandyke Brown~ und ~Cobalt~.
~Raw Sienna~, ~Brown Madder~ und ~Indigo~.
~Raw Sienna~ und ~Brown Madder~.
~Yellow Ochre.~
~Yellow Ochre~ und ~Light Red~.
~+Roman Ochre+~ und ~+Lamp Black+~.
~Roman Ochre~, ~Lamp Black~ und ~Lake~.
~Roman Ochre~ und ~Rose Madder~.
~Light Red.~
~Light Red~, ~Rose Madder~ und ~Cobalt~.
~Burnt Sienna.~
~Burnt Sienna~ und ~Payne’s Grey~.
~Burnt Sienna~, ~Chrimson Lake~ und ~Cobalt~ oder ~French Blue~.
~Indian Yellow~, ~Burnt Sienna~ und ~Indigo~.
~Brown Madder.~
~Brown Madder~ und ~Sepia~.
~Brown Madder~, ~Burnt Sienna~ und ~Indigo~.
~Raw Umber.~
~Brown Ochre.~
~Bistre~ und ~Prussian Blue~.
~c.~ Moose.
~Sepia~ und ~Indian Yellow~.
~Brown Pink~, ~Lake~ und ~French Blue~.
~Chrimson Lake~, ~Indigo~ und ~Vandyke Brown~.
~Olive Green~ und ~Brown Pink~.
~Indian Yellow~ und ~Brown Madder~.
~Indian Yellow~ und ~Burnt Umber~.
~Indian Yellow~ und ~Oxyde of Chromium~.
~Gamboge~ und ~Emerald Green~.
2. Technik.
Felsen gehören, obgleich meist grau, zu den farbenreichsten Gegenständen und werden vortheilhaft angewendet, um einer Gegend den Ausdruck von Wildheit und Einsamkeit zu verleihen. Von Vegetation umgeben und umrankt bieten sie häufig sehr wünschenswerthe Contraste. Die Umrisse der Felsen sind stets etwas zackig und zerklüftet zu halten. Da die Färbung in der Regel eine sehr wechselnde ist, so läßt man die Farben am besten naß in einanderlaufen. Dabei spült man jedoch den Pinsel nicht bei jeder Abänderung der Farbe aus, sondern man bringt blos die Spitze desselben in andere Farbe. Dieses Verfahren ist sehr zu empfehlen, auch bei sonstigen Objekten mit vielem Wechsel der Farbe, da die Wirkung eine sehr ausgezeichnete und naturwahre ist. Die dunkeln Töne der Steine gibt man am besten mit dicker warmer Farbe, ausgenommen jedoch die dunkeln Höhlungen, welche wie die tiefen, transparenten Stellen behandelt werden müssen. In Betreff der breiten Farbenaufträge bemerke ich noch, daß solche, soweit dieselben an den Rändern mit zur Modellirung beitragen, dem Charakter des Gesteins entsprechend etwas zackig zu halten sind. Lasuren der Lokalfarbe über das Grau machen sich häufig sehr vortheilhaft, indem sie die Verschiedenheit der Töne vermehren und dabei über das solide Gestein eine gewisse Transparenz verbreiten. Nimmt die Vegetation keine größere Fläche in Anspruch, so übergeht man sie in den ersten Anlagen mit den Tönen des Gesteins. Ueber größere Gesteinsmassen im Vordergrund schleppt man bei Beendigung des Bildes dicke Farbe, hält dabei den Pinsel von der Seite und berührt das Papier nur leicht, so daß die Farbe nur an den oberen Theilen desselben haftet. Rauheit der Flächen läßt sich in keiner anderen Weise so natürlich wiedergeben. Im Allgemeinen empfiehlt es sich den Tönen für Felsen und Steine etwas ~Chinese White~ beizumischen, wodurch die Farben mehr Körper erhalten, was bei so soliden Massen nur erwünscht ist.
~G.~ Gebäude und deren Theile.
1. Colorit.
~a.~ Töne für Mauerwerk, Wände, Steine etc.
~Roman Ochre.~
~Roman Ochre~ und ~Lamp Black~ oder ~Rose Madder~.
~Roman Ochre~, ~Lamp Black~ und ~Chrimson Lake~.
~Yellow Ochre.~
~Yellow Ochre~ und ~Lamp Black~.
~Yellow Ochre~ und ~Blue Black~.
~+Yellow Ochre+~ und ~+Vandyke Brown+~.
~Yellow Ochre~ und ~Sepia~.
~Yellow Ochre~, ~Light Red~ und ~Blue Black~.
~+Yellow Ochre+~, ~+Sepia+~ und ~+Payne’s Grey+~, sehr schöner Ton.
~+Yellow Ochre+~, ~+Burnt Umber+~, ~+Chrimson Lake+~ und ~+Indigo+~.
~Yellow Ochre~, ~Light Red~ und ~Cobalt~.
~Indigo~ und ~Sepia~.
~Blue Black.~
~Rose Madder~ und ~Blue Black~.
~Raw Umber.~
~Raw Umber~ und ~French Blue~.
~+Burnt Sienna+~ und ~+Lamp Black+~.
~+Burnt Umber+~, sehr brauchbar.
~+Burnt Umber+~, ~+French Blue+~ und ~+Rose Madder+~.
~+Indigo+~ und ~+Burnt Umber+~.
~Blue Black~, ~Chrimson Lake~ und ~Burnt Umber~, tiefe Töne.
~b.~ Rothe Sandsteine in Sonnenbeleuchtung.
~Light Red.~
~Light Red~, ~Rose Madder~ und ~Cobalt~.
~Rose Madder~ und ~Yellow Ochre~.
~+Rose Madder+~ und ~+Naples Yellow+~.
~+Rose Madder+~ und ~+Light Red+~.
~Indian Red~ und ~Rose Madder~.
~Sepia~, ~Lamp Black~ und ~Rose Madder~. } alte Sandsteine. ~Indian Red~ und ~Neutral Tint~. }
~c.~ Ziegel im Licht.
~Burnt Sienna~ -- ~Light Red~ -- ~Brown Madder~.
~Indian Yellow~ und ~Brown Madder~.
~Yellow Ochre~ und ~Indian Red~ oder ~Vermilion~.
~Vermilion~ und ~Indian Yellow~.
~Burnt Sienna~, ~Vermilion~ und ~French Blue~.
~d.~ Ziegel im Schatten.
~Burnt Sienna~ und ~Brown~ oder ~Purple Madder~.
~Light Red~ und ~Payne’s Grey~.
~Purple Madder.~
~Lamp Black.~
~Vandyke Brown~, ~Purple Madder~ und Blau.
~Roman Ochre~, ~Indian Red~ und ~French Blue~.
~Brown Pink~, ~Lake~ und ~Indigo~.
~Brown Pink~, ~Yellow Ochre~, ~Light Red~ und ~Indigo~.
~+Burnt Sienna+~, } ~+Rose Madder+~ und +Blau+, unendlich ~+Vandyke Brown+~ } verschiedene Töne.
~e.~ Holzwerk.
~Yellow Ochre~ und ~Lamp Black~ oder ~Blue Black~.
~Cobalt~ und ~Light Red~.
~Indigo~ und ~Light Red~.
~Lamp Black.~
~Lamp Black~ und ~Chrimson Lake~.
~Blue Black~ und ~Cobalt~.
~Sepia~ -- ~Vandyke Brown~.
~Raw Umber~ -- ~Burnt Umber~.
~Burnt Sienna~ und ~French Blue~.
~Burnt Sienna~ und ~Lamp Black~.
~Payne’s Grey~ und ~Yellow Ochre~. } anstatt ~Payne’s Grey~ ~Payne’s Grey~ und ~Burnt Sienna~. } auch ~Neutral Tint~. ~Payne’s Grey~ und ~Light Red~. }
~Vermilion~, ~Burnt Sienna~ und ~Brown Madder~.
~Brown Madder~ und ~Sepia~.
~Brown Madder~ und ~French Blue~.
~Brown Madder~, ~Burnt Sienna~ und ~French Blue~.
~Brown Pink~, ~French Blue~ und ~Burnt Sienna~, Drucker.
~f.~ Schiefer.
~Payne’s Grey~ -- ~Lamp Black.~
~Lamp Black~ und Blau.
~Lamp Black~ und ~Rose Madder~.
~Cobalt~ und ~Sepia~.
~Blue Black~, ~Cobalt Rose~ und ~Madder~.
~Sepia~, ~Chrimson Lake~ und ~Indigo~.
~Indigo~ und ~Light Red~ oder ~Indian Red~.
~Indigo~, ~Lamp Black~ und ~Chrimson Lake~.
~French Blue~ und ~Blue Black~.
~French Blue~ und ~Brown Madder~ oder ~Purple Madder~.
~French Blue~, ~Chrimson Lake~ und ~Brown Pink~.
~g.~ Strohdächer.
~Burnt Umber~, ~Lake~ und ~Indigo~, alt.
~Yellow Ochre~, ~Burnt Umber~ und ~Indigo~.
~Brown Madder~ -- ~Purple Madder~.
~Yellow Ochre~ und ~Brown Madder~.
~Vandyke Brown~ -- ~Sepia~.
~Sepia~ und ~Yellow Ochre~.
~Brown Madder~ und Blau.
~Indigo~, ~Chrimson Lake~ und ~Yellow Ochre~.
~Brown Pink.~ } Moosdächer. ~Brown Pink~, ~Burnt Sienna~ und ~French Blue~. }
~Brown Pink~, ~Lake~ und ~French Blue~. } für Linien und ~Brown Pink~ und ~Burnt Umber~. } derartiges ~Brown Pink~ allein. } Detail.
~h.~ Beworfene Wände.
~Raw Umber. ~ } ~Vandyke Brown.~ } mit oder ohne Blau. ~Burnt Umber.~ } ~Sepia~ und ~Yellow Ochre~. }
~i.~ Dunkle Interieurs.
~French Blue~, ~Lake~ und ~Brown Pink~.
~French Blue~, ~Lake~ und ~Burnt Sienna~.
~Burnt Sienna~ und ~French Blue~.
~Burnt Sienna~, ~Brown Pink~ und ~Purple Madder~.
~Purple Madder~ und ~Brown Pink~.
~Purple Madder~ und ~Burnt Sienna~.
~k.~ Schattentöne.
~Raw Umber~ und ~Brown Madder~.
~Bistre.~
~Light Red~, ~Lamp Black~ und ~Brown Pink~.
~Indian Red~ und ~Blue Black~.
~+Sepia+~, ~+Cobalt+~ und ~+Rose Madder+~.
~Indigo~ und ~Rose Madder~.
~Indigo~ und ~Brown Madder~.
~+Purple Madder+~ und ~+Lamp Black+~.
~+Purple Madder+~ und ~+French Blue+~.
~Purple Madder~ und ~Yellow Ochre~.
~Purple Madder~, ~Indigo~ und ~Raw Sienna~.
~+Vermilion+~, ~+Burnt Sienna+~ und ~+Blue Black+~ für rostiges Eisenwerk.
~French Blue~ und wenig ~Burnt Sienna~ für Glas.
2. Technik.
Alle Gebäude beanspruchen sorgfältige Zeichnung und richtige Perspective, welch letztere, der vielen Verkürzungen wegen, unentbehrlich ist. Sonst hat die Darstellung keine erheblichen Schwierigkeiten, da die Materialien, aus welchen die Gebäude errichtet sind, sich nur durch Farbe und Textur unterscheiden. Auf Folgendes will ich indessen ganz besonders aufmerksam machen: