Geyer und das Obererzgebirge in Sage und Geschichte

Part 21

Chapter 212,866 wordsPublic domain

+Friedrich Mykonius+, eigentlich Mekum genannt, gehört zu der Reihe der deutschen Kirchenreformatoren. Am 24. Dezember 1491 ist er zu +Lichtenfels+ in Oberfranken geboren. Er gehört zu den bekanntesten Schülern der Annaberger Lateinschule und ist als solcher schon berühmt geworden durch sein bekanntes Gespräch mit Tetzel. 1510 trat er ins Annaberger Franziskanerkloster ein, später in das zu Weimar. Er gehört zu den ersten und eifrigsten Anhängern Luthers. 1524 ward er evangelischer Pfarrer in Gotha. Am 2. Juli desselben Jahres predigte er in Buchholz unter großem Andrange. Am 4. Mai 1539 hielt er in Annaberg die erste evangelische Predigt. Als Superintendent von Gotha wirkte er für die Einführung der Reformation in Thüringen, sowie in Leipzig, wohin er 1539 berufen ward. Er nahm am Marburger Religionsgespräche 1529, an dem Schmalkaldner Tage 1537 und auch am Hagenauer Religionsgespräche 1540 teil. Gestorben ist er 1546. Seine Geschichte der Reformation erschien erst 1715 zu Gotha.

Nach Ledderhose.

2. Sarcerius, der Reformator Nassaus.

Am 28. November 1501 wurde in +Annaberg+ einem schlichten Bergmanne Namens +Scheurer+ ein Sohn geboren; das war der ehedem berühmte +Erasmus Sarcerius+, wie sein Name lateinisch lautet. Der junge Sarcerius besuchte die Lateinschulen Annabergs und Freibergs. In Leipzig und Wittenberg studierte er Philosophie und Theologie. Er gehört zu den eifrigsten Anhängern Luthers und seines Reformationswerkes. Mehreren Schulen hat später Sarcerius entweder als Konrektor oder Rektor vorgestanden; es waren Schulen in Rostock, Lübeck, Dillenburg, Wien und Graz. In Österreich hielt er sich nicht dauernd auf, weil er wegen seines Glaubens Anfeindungen ausgesetzt war. Er kehrte nach Lübeck zurück, wo seit 1531 die Reformation eingeführt worden war. Der Graf +Wilhelm der Reiche von Nassau+ berief ihn in sein Land als Oberpfarrer, weil er die Reformation einzuführen gedachte. Sarcerius wirkte in Nassau erfolgreich zu diesem Zwecke. Da er sich aber dem 1548 von Kaiser +Karl V.+ aufgestellten »Interim« nicht fügte, ging er, seines Amtes entsetzt, nach Annaberg. 1549 ward er Pfarrer an der Leipziger Thomaskirche, 1554 Pfarrer in Eisleben und 1559 Superintendent in Magdeburg. Am 28. November 1559 starb er. Er hat zahlreiche Schriften hinterlassen.

Nach ~Dr.~ Röselmüller.

3. Pufendorf, ein Mitbegründer der Wissenschaft des Natur- und Völkerrechtes.

Freiherr +Samuel von Pufendorf+, einer der Gründer der Wissenschaft des Natur- und Völkerrechtes, ist am 8. Januar 1632 zu +Dorfchemnitz+ geboren. Er besuchte die Fürstenschule zu Grimma, widmete sich dann in Leipzig und Jena dem Studium der Rechte und wurde 1658 Hofmeister im Hause des schwedischen Gesandten +Coyet+ in Kopenhagen. Die Schrift »Elemente der allgemeinen Rechtswissenschaft«, welche 1660 in Haag erschien, bewirkte 1661 seine Berufung zum Professor des Natur- und Völkerrechts an die Universität +Heidelberg+. Doch schon 1670 folgte Pufendorf einem Rufe an die neue schwedische Universität +Lund+. Durch weitere Schriften erhob er das Naturrecht zu einer selbständigen Wissenschaft. Für das Verhältnis des Staates zur Kirche schuf er die von allen gegenwärtigen Staaten angenommene Theorie des Kollegialismus. 1686 wurde er nach +Stockholm+ berufen und zum Staatssekretär, königlichen Hofrat und Historiographen ernannt. 1688 begab er sich nach +Berlin+, wo er von dem Kurfürsten +Friedrich Wilhelm+ von Brandenburg als Historiograph und Kammergerichtsbeisitzer angestellt und 1690 zum Geheimrat ernannt wurde. König +Karl XI.+ von Schweden erhob ihn 1694 in den Freiherrnstand. Er starb am 26. Oktober 1694 in +Berlin+. Pufendorfs älterer Bruder, +Esaias Pufendorf+, starb am 26. Oktober 1689 als dänischer Gesandter in Regensburg. Derselbe hat mehrere theologische und historische Schriften veröffentlicht.

Nach Meyers Lexikon.

4. Gottfried Arnold, der Kirchen- und Ketzerhistoriker.

Der lutherische Theologe +Gottfried Arnold+ ist am 5. September 1666 zu +Annaberg+ geboren. Seine Studien machte er in +Wittenberg+. Im Jahre 1697 ward er Professor der Geschichte in +Gießen+. Sein Verkehr mit +Spener+ in Dresden regte ihn pietistisch an. In Frankfurt und Quedlinburg kam er durch persönliche Verbindungen zu einem mystischen Separatismus. Er enthielt sich des Kirchenbesuches und verschmähte das heilige Abendmahl. 1698 legte er seine Professur nieder. Später, 1700, hat er sich verheiratet. Da er seine Ansichten geändert hatte, wurde er Hofprediger der verwitweten +Herzogin von Sachsen-Eisenach+ in +Allstedt+. 1714 starb er in +Perleberg+ als Prediger, nachdem er seit 1707 dort gelebt hatte. Vorher wirkte er seit 1704 als Prediger in +Werben+. Von Arnold rühren mehrere mystische Schriften her. Geistliche Lieder hat er auch gedichtet. Sein Hauptwerk aber ist die ihrer Zeit schon durch die Darstellung Aufsehen erregende »Unparteiische Kirchen- und Ketzerhistorie«, worin er der Ketzerei ein Streben nach wahrem Christentume zuschrieb und ihre Berechtigung durch die Mängel und die Ausbreitung der Kirche nachwies.

Nach ~Dr.~ Röselmüller.

5. Kramer, der Kirchenliederdichter.

Der berühmte Kanzelredner und Kirchenliederdichter +Johannes Andreas Kramer+ wurde 1723 in +Jöhstadt+ geboren. Er wurde 1748 Prediger zu Krollwitz bei Magdeburg. 1750 schon treffen wir ihn als Oberhofprediger in +Quedlinburg+. Seit 1754 ist er deutscher Hofprediger in +Kopenhagen+ und seit 1765 zugleich Professor der Theologie ebenda gewesen. +Lübeck+ berief ihn 1771 zum Superintendenten. Dann ward er 1774 erster Professor der Theologie in Kiel. Hier wurde er 1784 zum Universitätskanzler und Rektor ernannt. Am 12. Juni 1788 starb er in Kiel. -- Er stiftete ein homiletisches Institut und ist der Gründer des ersten Schullehrerseminars für +Schleswig-Holstein+ geworden. Auch gab er den Herzogtümern einen verbesserten Katechismus und ein neues Gesangbuch. Am bekanntesten sind unter seinen Werken seine »Sämtlichen Gedichte« und seine »Hinterlassenen Gedichte«, woraus viele Lieder in die Gesangbücher übergegangen sind.

Nach Meyers Lexikon.

6. Duflos, der Vater der Pharmazie.

Im Jahre 1889 starb zu +Annaberg+ der Geheime Rat Professor ~Dr.~ Adolf Ferdinand +Duflos+, Ritter u. s. w. Er stammt aus +Artenay+ bei Orleans in Frankreich und ist am 2. Februar 1802 daselbst geboren. In den Napoleonischen Kriegen kam er mit seinem Vater nach +Torgau+. Er fand ein Unterkommen bei dem dortigen Rektor Benedict, welcher später die Waise bei seiner Übersiedelung als Rektor der Lateinschule nach +Annaberg+ mit sich nahm. +Duflos+ trat als Lehrling in die Annaberger Apotheke ein. Als einst, den 27. Februar 1817, Apotheker Hertel einen Vortrag über die Beleuchtung durch Gaslicht aus Steinkohlen nebst einigen erläuternden physikalischen Versuchen in der Museumsgesellschaft zu Annaberg hielt, bereitete der damalige Apothekerlehrling +Duflos+ das Gas dazu. Niemand mochte ahnen, zu welcher Bedeutung der 15jährige noch in ganz Deutschland gelangen würde. Er gilt in ganz Deutschland als »Vater der Pharmazie« und ist Verfasser vieler hochgeschätzter chemischer Werke. Seit 1866 lebte er in stiller Zurückgezogenheit in Annaberg. Sein Grab wird zu den berühmtesten des schönen Friedhofes gezählt werden. Er liegt im Brodengeyerschen Schwibbogen.

Nach Fr. Brodengeyer und Ruhsam.

Inhaltsverzeichnis.

Das Obererzgebirge.

Erster Abschnitt.

Seite

=Die Landschaft des Obererzgebirges= 1

1. Unera Hamet 1

2. Das Lied vom Erzgebirge 1

3. Die Bedeutung des Erzgebirges für das Vaterland 2

4. Das Obererzgebirge 3

5. Ehemaliges Landschaftsbild des Obererzgebirges 4

6. Erzgebirgische Jagden 5

~a.~ Eine Jagd im Erzgebirge im Jahre 1 nach Christo 5

~b.~ Kurfürstliche Jagden im oberen Erzgebirge 6

~e.~ Jagdfronden der Obererzgebirger 8

~d.~ Ein Jagdaufzug mit erzgebirgischen wilden Tieren in Dresden 9

~e.~ Die Wildschützen 10

7. Eishöhlen im Erzgebirge 10

8. Die obererzgebirgischen Mineralquellen und Bäder 11

9. Fischreichtum erzgebirgischer Flüsse 13

10. Die Kartoffeln im Erzgebirge 14

11. Reihenfolge der Städte Sachsens bezüglich ihrer Lage über der Ostsee 15

12. De Stähd in'n Öber-Ärzgebärg 16

Zweiter Abschnitt.

=Das Volkstum des Obererzgebirgers= 17

13. Die Mundart des Obererzgebirgers 17

14. Arzgebergsche Sprichwörter 18

15. Der Volkscharakter der Erzgebirger 19

16. Die obererzgebirgische Kirmes 21

17. Weihnachten im Obererzgebirge 22

18. Die Weihnachtsspiele im Obererzgebirge 24

19. Erzgebirgische Heilige Christfahrt aus der Zeit des 30jährigen Krieges 26

20. Erzgebirgische Weihnachtslieder 27

~a.~ Dr Weihnachts-Heiligohmd 27

~b.~ Ä annersch Weihnachtslied 28

21. Michels Erzählung vom Annaberger Vogelschießen 29

22. Dos arzgebergische Mädl 29

23. Erzgebirger beim ersten sächsischen Volkstrachtenfest 30

24. Der Streittag 30

Dritter Abschnitt.

=Die Besiedelung des Obererzgebirges= 33

25. Die Besiedelung des Erzgebirges 33

~a.~ Die Besiedelung des Erzgebirges in vorwettinischer Zeit 33

~b.~ Die Besiedelung des oberen Erzgebirges in wettinischer Zeit 34

1. Die wilde Ecke 34

2. Entstehung der Orte in Annabergs Umgegend 34

3. Entstehung Annabergs und anderer Bergstädte des Obererzgebirges 35

4. Jüngere Gründungen im Obererzgebirge 36

26. Die Urbarmachung des Gebirges 36

27. Die obererzgebirgischen Ortsnamen 36

28. Die Dörfer 40

~a.~ Slawische Dörfer 40

~b.~ Deutsche Dörfer 40

~c.~ Reste der sorbischwendischen Sprache 41

29. Einzelansiedelungen im Obererzgebirge 42

30. Die Bauart des Erzgebirgshauses 42

31. Der erzgebirgische Kirchenbau 43

32. Die Wappen der Erzgebirgsstädte 45

33. Uralte Verkehrswege im Erzgebirge 46

34. Die Pässe des Erzgebirges 47

35. Die Verkehrswege 48

~a.~ Die obererzgebirgischen Eisenbahnen 48

~b.~ Die alten Postsäulen 49

36. Die Bevölkerung des Obererzgebirges sonst und jetzt 49

Vierter Abschnitt.

=Die Kriegszeiten des Obererzgebirges= 51

37. Der Kriegszug Kaiser Heinrichs II. über das Erzgebirge 51

38. Raubritterunwesen im Obererzgebirge 52

39. Der obererzgebirgische Schauplatz des Prinzenraubes 52

~a.~ Altes Volkslied 52

~b.~ Der Fürstenberg bei Grünhain 53

1. Wie der Berg den Namen erhält 53

2. Herzog Albrecht besucht seinen Befreiungsort 53

~c.~ Wie das jetzige Brunnendenkmal geweiht wird 54

~d.~ Das Köhlerhaus am Fürstenbrunnen 54

~e.~ König Friedrich August II. und seine Gemahlin am Fürstenbrunnen 54

~f.~ Sagen und Geschichten zum Prinzenraube 55

1. Die große Glocke in Geyer 55

2. Der Fürstenbrunn bei Raschau 55

3. Der Kretscham und Fürstenbrunnen bei Neudorf a. d. Sehma 56

4. Die Prinzenkleider in der Kirche zu Ebersdorf 56

40. Die Hussitenkämpfe im Erzgebirge unter Friedrich dem Streitbaren 57

~a.~ Der Ausbruch des Krieges 57

~b.~ Schrecknisse im Obererzgebirge während des Krieges 57

~c.~ Wüste Marken im Obererzgebirge aus der Zeit der Hussitenkriege 60

41. Das Obererzgebirge im Bauernkriege 61

~a.~ Die Kriegsereignisse 61

~b.~ Die 12 Artikel der Bauern 63

~c.~ Anzeichen für den Bauernkrieg 63

42. Das Obererzgebirge im Schmalkaldischen Kriege 64

~a.~ Der Kriegsschauplatz im Obererzgebirge 64

~b.~ Kriegsdrangsale in Zwickau 64

~c.~ Drangsale in Schneeberg 67

43. Der Dreißigjährige Krieg im oberen Erzgebirge 68

~a.~ Kurfürst Johann Georgs I. Verteidigungswerk 68

~b.~ Wie in Böhmen der Krieg ausbricht 69

~c.~ Wie dem Obererzgebirge das Kriegsunglück naht 69

~d.~ Wie wichtige Obererzgebirgspässe besetzt werden 70

~e.~ Die ersten Kriegsdrangsale in Marienberg 71

~f.~ Wallensteins Truppen kommen 71

~g.~ Oberst Preuß vor Marienberg 72

~h.~ Wie die Kaiserlichen nach der Lützner Niederlage im Gebirge hausen 73

~i.~ Wie Bauern die Kaiserlichen vertreiben 74

~k.~ Das Kriegsjahr 1634 75

~l.~ Zschopau wird niedergebrannt 76

~m.~ Die Sachsen in Marienberg 77

~n.~ Wie die Schweden ins Gebirge kommen 77

1. Der Beginn der Schwedengreuel 77

2. Die Schweden werden aus Marienberg vertrieben 78

3. Das Schreckensjahr 1639 79

4. Kriegsgreuel in Cranzahl 81

~o.~ Wie General Wrangel nach Schlettau kommt 82

~p.~ Wie die Bewohner des Gebirges als Flüchtlinge leben 82

~q.~ Wie die Landwirtschaft darniederliegt 83

~r.~ Die letzte Schlacht auf sächsischem Gebiete 84

~s.~ Wie es nach dem Kriege im Gebirge aussah 84

44. Im nordischen Kriege 85

45. Das Obererzgebirge im Siebenjährigen Kriege 86

1. Beginn des Krieges 86

2. Die Preußen im Erzgebirge 86

3. Die ersten Lieferungen 87

4. Aushebungen im Erzgebirge 87

5. Nach der Schlacht bei Kolin 1757 87

6. Nach der Niederlage bei Hochkirch 88

7. Die Auer Schlacht 1759 88

8. Die Jahre 1760 und 1761 88

9. Das Ende des Kriege 89

10. Ein Beispiel der Vaterlandsliebe aus dem Siebenjährigen Kriege 90

46. Die Freiheitskriege 91

Das Banner der sächsischen Freiwilligen 91

1. Der Aufruf 91

2. Die Einrichtung des Banners 92

47. Die Pest im Erzgebirge 92

1. Wie die Pest in Annaberg auftritt 92

2. Wie die Krankheit sich zeigt 93

3. Wie schon 1568 kein Geistlicher mehr zu den Pestkranken gehen will 93

4. Wie man an Pestmacher glaubt 93

5. Die letzte Pest im Erzgebirge 94

48. Die Teuerung und Hungersnot im Erzgebirge 1771 und 1772 95

Fünfter Abschnitt.

=Das Wirtschaftsleben des Obererzgebirges= 100

49. Die obererzgebirgische Kohlenbrennerei 100

~a.~ Die Entstehung des Gewerbes 100

~b.~ Eine Köhlerwohnung in alter Zeit 101

~c.~ Das Harzen in früherer Zeit 101

50. Der ehemalige Zinnbergbau 101

51. Der ehemalige Silberbergbau 102

~a.~ Altes Berglied 102

~b.~ Die Namen der Zechen 103

~c.~ Obererzgebirgische Bergleute in der Fremde 103

~d.~ Die bergmännischen Werkzeuge etc. in früherer Zeit 104

~e.~ Die Verbreitung des obererzgebirgischen Bergbaues 106

1. In seiner Blütezeit 106

2. In späteren Jahrhunderten 108

52. Die erzgebirgische Eisenindustrie 108

~a.~ Die Eisenhämmer 108

~b.~ In einer obererzgebirgischen Eisenhütte vor 50 Jahren 109

~c.~ Die Blechlöffelfabrikation 110

53. Die Blaufarbenwerke 111

~a.~ Besuch eines alten Blaufarbenwerkes 111

~b.~ Sage von der Erfindung der Blaufarbenbereitung 112

54. Torfstecherei im Erzgebirge 113

55. Die Auer Porzellanerde 114

56. Die Spitzenklöppelei im Erzgebirge 114

~a.~ Barbara Uttmann 114

~b.~ Das Spitzenklöppeln im Obererzgebirge 115

~c.~ Die Namen der Spitzenmuster 115

~d.~ Maria im Erzgebirge 116

~e.~ Die jetzigen Klöppelschulen 116

57. Der ehemalige Hausierhandel im Erzgebirge 116

58. Die erste Baumwollspinnerei Sachsens 118

59. Die gegenwärtigen Industriezweige im oberen Erzgebirge 120

60. Ehrentafel berühmter Obererzgebirger: 1. Mykonius 2. Sarcerius. 3. Pufendorf. 4. Gottfried Arnold. 5. Kramer. 6. Duflos 122

Druck von +C. G. Roßberg+ in Frankenberg i. Sa.

Verlags-Verzeichnis

der Graser'schen Buchhandlung (Richard Liesche) in Annaberg.

I. Das Erzgebirge betreffend:

=Das Erzgebirge.= Gemeinverständliche wissenschaftliche Aufsätze. Herausgegeben vom Erzgebirgs-Zweigverein Chemnitz. Band I M. 1,50:

Die Namen des Erzgebirges. Von Professor ~Dr.~ S. +Ruge+.

Über die Entstehung des Erzgebirges. Von ~Dr.~ T. +Sterzel+.

Die räumliche Ausbreitung des erzgebirgischen Bergbaues im Mittelalter. Von W. +Zöllner+.

Die Spielwaren-Industrie des Erzgebirges. Von H. +Gebauer+.

Das Klima des Erzgebirges. Von ~Dr.~ H. +Hoppe+.

Ein botanischer Frühlingsspaziergang von Chemnitz nach Lichtenwalde. Von ~Dr.~ E. R. +Zimmermann+.

-- Band II M. 1,50:

Erzgebirgisches Volks- und Wirtschaftsleben im 16. Jahrhundert. Von ~Dr.~ H. +Jacobi+.

Flurnamen aus dem Erzgebirge. 1. und 2. Teil. Von E. +Weinhold+.

Ausflug von Chemnitz nach Wildenthal und dem Kranichsee. Von Prof. ~Dr.~ +Zimmermann+.

Thum während des dreißigjährigen Krieges. Von Paul +Schneider+.

-- Band III. 1. Die Unruhen im Erzgebirge während des Bauernkrieges. Von ~Dr.~ +Paul Uhle+. M. --,50.

=Album vom Obererzgebirge.= Visit M. 1,20.

=Album des historischen Festzugs zum Jubiläum der Stadt Annaberg. 1896.= M. 1,50.

=Annaberger Bergmannsmarsch.= Nach alten Weisen gesetzt von E. +Stahl+

für Pianoforte oder Zither je M. --,60, für Hornmusik M. 1,20. für Orchester oder Harmonikamusik. je M. 1,80, für Kavalleriemusik M. 1,--.

=Aus dem Zwönitzthale.= Herausgegeben vom Erzgebirgszweigverein Zwönitz, 1895/96. M. 1,--.

+Bartusch+, P., Seminar-Oberlehrer, =Die Annaberger Lateinschule im 16. Jahrhundert=. Ein schulgeschichtliches Kulturbild. 1897. M. 2,50.

+Berlet+, B., Professor, =Wegweiser durch das sächs.-böhm. Erzgebirge=. 1900. 9. von E. Prasse und ~Dr.~ Köhler bearbeitete Auflage, geb. M. 2,--.

+Böthig+, B., =Hymnus auf Annaberg=, für Pianoforte M. 1,--.

+Carl Crüwell+, =Das Stadttheater zu Annaberg=. Ein Gedenkblatt zum Tage der vierhunderjährigen Jubelfeier der Gründung der Stadt Annaberg. 1896. Komm.-Verlag. M. 2,--.

+Ficker+, B., =Annaberg vom Jahre 1843--68=. (M. 2,50) für M. 1,25.

+Finck+, =Barbara Uttmann, die Begründerin der Spitzen-Industrie im Erzgebirge=. M. --,50.

=Führer durch Eibenstock, Wildenthal, Carlsfeld, Rautenkranz, Morgenröthe und Umgebungen.= Mit Karte, Panorama vom Auersberg und Bildern. M. --,50.

+Frisch+, ~Dr. phil.~, =Die Flora des Pöhlberggebietes=. M. 1,50.

=Gedichte und Geschichten in erzgebirgischer Mundart.= 4 elegante Leinwandbände je 2,50 und 5 Hefte je --,70 geheftet, --,80 kart.

Die Sammlung erzgebirg. Gedichte und Geschichten spiegelt mit ihrem innig-sinnigen, ernstheiteren, herzerfreuenden Inhalt getreu den Sinn des Erzgebirgers wieder. Die Bändchen bieten Ernst und Scherz in bunter Reihe; voll tiefen Gemütes und oft zwerchfellerschütternden Humors sind sie eine kräftige, kerngesunde Kost und von Heft zu Heft finden sie erfreulicherweise immer mehr Anklang und Teilnahme bei den Freunden und Bewohnern unseres Erzgebirges.

+Göpfert+, ~Dr.~, E., Prof., =Über den Unterricht in der Heimatkunde=. M. --,90.

-- =Der Greifenstein zu Ehrenfriedersdorf und seine Sagen.= M. --,40.

+Grohmann, Max+, =Das Obererzgebirge und seine Städte in Sage und Geschichte=. 2. erweiterte Auflage. 1900. ~a~) Gesamt-Ausgabe. ~b~) In Sonder-Ausgaben für jede Stadt einzeln.

-- =Die St. Annenkirche als Mittelpunkt kirchlicher Kunst und religiösen Lebens in Annaberg.= M. --,50.

+Herrig+, Seminar-Oberlehrer, =Geognostisch-geologische Beschreibung von Annaberg und Umgegend=. Kommissions-Verlag, M. 1,--.

A. +Israel+ und J. +Ruhsam+, =Schlüssel zum Bestimmen der in der Umgegend von Annaberg-Buchholz wildwachsenden Pflanzen=. M. 2,80.

Separat-Abdruck daraus: =Abbildungen der Pflanzen=. M. --,50.

+Krauß+, P., =Touristenkarte vom Zentral-Erzgebirge.= 1 : 75000. M. --,90, aufgez. auf Lwd. M. 1,80.

+Lindner+, =Wanderungen durch die interessantesten Gegenden des sächsischen Obererzgebirges.= Mit 12 Lithographien. 1848. M. 2,40.

+Lungwitz+, H., =Altes und Neues über Karl Stülpner, den Raubschützen des Obererzgebirges=. Komm.-Verlag. M. --,75.

-- =Geschichte des Rittersgutes Tannenberg bei Geyer.= 1897. M. 1,--.

+Metzner, Osk.+, =Das Erzgebirge und seine Bedeutung für die Kulturentwicklung Sachsens=. M. --,40.

+Metzners+ =Führer durch das gesamte Vogtland=. 4. Auflage. Gesamtausgabe M. 2,50.

-- 1. Teil: +Plauen und die vogtländische Schweiz+, mit 25 Illustrationen, einer Karte und Stadtplan. 4. Auflage. M. --,50.

-- 2. Teil: +Das Saalethal und das untere Elsterthal+, mit Illustrationen und einer Wegekarte. 4. Auflage. M. 1,20.

-- 3. Teil: +Das obere Vogtland und die Übergangstouren nach dem Erzgebirge.+ Mit Illustrationen, einer Wegekarte, Rundsicht vom Friedrich-Auguststein u. s. w. M. 1,20.

=Mitteilungen des Vereins für Geschichte von Annaberg und Umgeg.= Komm.-Verlag. Jahrbuch 1--6, je M. --,80 bis 1,50.

+Peschel+, C., Pfarrer in Buchholz, =Aarzgebergsches Wiengliedl= für 4-stimmigen Männerchor oder Quartett. Partitur und Stimmen M. 1,60.

=Prinzenraub, der sächsische=, nebst einer Beschreibung des Denkmals am Fürstenberge bei Grünhain. M. --,80.

=Rückblicke auf Annabergs und seiner Umgebungen Vorzeit.= Hauptquellenwerk der Geschichte Annabergs und des Obererzgebirges. M. 2,--.

=Rundsicht= vom Fichtelberg und Keilberg M. --,30, vom Auersberg M. --,30, vom Pöhlberg bei Annaberg M. --,30.