Geschichte von England seit der Thronbesteigung Jakob's des Zweiten. Siebenter Band: enthaltend Kapitel 13 und 14.

Part 24

Chapter 243,483 wordsPublic domain

Erst am 20. November versammelte sich die Convocation zur Erledigung von Geschäften. Das Versammlungslokal war gewöhnlich die Paulskirche gewesen. Aber diese Kathedrale erhob sich nur langsam aus ihren Trümmern, und wenn auch ihre Kuppel die hundert Kirchthürme der City bereits hoch überragte, so waren doch die inneren Räume dem Gottesdienste noch nicht geöffnet. Die Versammlung hielt daher ihre Zusammenkünfte in Westminster.[125] In die schöne Kapelle Heinrich's VII. war ein Tisch gestellt und Compton nahm den Präsidentenstuhl ein. Zu seiner Rechten und Linken saßen in prunkenden Gewändern von Scharlach und Grauwerk diejenigen Suffragane von Canterbury, welche die Eide geleistet hatten, und am unteren Ende der Tafel war die Schaar der Pfarrgeistlichen versammelt. Beveridge hielt eine lateinische Rede, in der er das bestehende System zwar warm lobte, sich aber doch einer gemäßigten Reform zugethan erklärte. Die Kirchengesetze, sagte er, seien zweierlei Art. Einige Gesetze seien fundamental und ewig, ihre Autorität stamme von Gott, und keine religiöse Gemeinschaft könne sie umstoßen, ohne aufzuhören, einen Theil der Universalkirche zu bilden. Andere Gesetze seien örtlich und temporär. Diese seien von menschlicher Weisheit gemacht, und menschliche Weisheit könne sie daher abändern. Allerdings dürften sie nicht ohne triftige Gründe abgeändert werden, aber an solchen Gründen fehle es in diesem Augenblicke sicherlich nicht. Eine zerstreute Heerde in eine Hürde und unter einen Schäfer zu bringen, Steine des Anstoßes vom Pfade des Schwachen zu entfernen, lange entfremdete Herzen mit einander auszusöhnen, die geistliche Zucht in ihrer ursprünglichen Kraft wiederherzustellen, der besten und reinsten der christlichen Gesellschaften eine Basis zu geben, breit genug, um allen Angriffen der Erde und der Hölle zu widerstehen: dies seien Zwecke, die wohl einige Modifikationen, nicht der katholischen Institutionen, aber nationaler oder provincialer Gebräuche rechtfertigten.[126]

Die Hochkirchlichen im Unterhause der Convocation überwiegend.

Nachdem das Unterhaus diese Rede angehört, schritt es zur Wahl eines Sprechers. Sharp, der wahrscheinlich von den einer Comprehension günstigen Mitgliedern als einer der Hochkirchlichsten unter ihnen vorgeschoben worden war, schlug Tillotson vor. Jane, der sich geweigert hatte, kraft der königlichen Vollmacht zu handeln, wurde von der andren Seite vorgeschlagen. Nach einer lebhaften Discussion ward Jane mit fünfundfünfzig gegen achtundzwanzig Stimmen gewählt.[127]

Der Wortführer wurde dem Bischof von London förmlich vorgestellt und hielt nach altem Brauch eine lateinische Rede. In dieser Rede wurde die anglikanische Kirche als die vollkommenste aller Institutionen gerühmt. Der Redner deutete sehr verständlich an, daß weder in ihrer Doctrin, noch in ihrer Disciplin, noch in ihrem Ritual eine Abänderung nöthig sei, und er schloß seinen Vortrag mit einem bedeutungsvollen Satze. Als Compton einige Monate früher die etwas ungeistliche Rolle eines Reiterobersten spielte, hatte er in die Fahnen seines Regiments die wohlbekannten Worte sticken lassen: »^Nolumus leges Angliae mutari^«, und mit diesen Worten schloß Jane seine Rede.[128]

Die Niederkirchlichen gaben indeß noch nicht alle Hoffnung auf. Sie beschlossen wohlweislich, mit dem Vorschlage zu beginnen, daß Kapitel aus den kanonischen Büchern an die Stelle der aus den Apokryphen entnommenen zum Vorlesen beim Gottesdienste bestimmt werden sollten. Man sollte meinen, daß dieser Vorschlag, selbst wenn es nicht einen einzigen Dissenter im Königreiche gegeben hätte, wohl günstig hätte aufgenommen werden müssen. Denn die Kirche hatte in ihrem sechsten Artikel erklärt, daß die kanonischen Bücher berechtigt seien, heilige Schriften genannt und als Richtschnur des Glaubens betrachtet zu werden, die apokryphischen Bücher aber nicht. Die Hochkirchlichen aber waren entschlossen, sich selbst dieser Reform zu widersetzen. Sie fragten in Flugschriften, welche die Ladentische von Paternoster Row und Little Britain bedeckten, warum die Landgemeinden des Genusses beraubt werden sollten, von der Pechkugel, mit welcher Daniel den Drachen erblickte, und von dem Fische zu hören, dessen Leber einen Geruch verbreitete, vor welchem der Teufel von Ekbatana bis nach Egypten floh. Und gebe es nicht Kapitel von der Weisheit des Sohnes Sirach's, welche viel interessanter und erbaulicher seien als die Genealogien und Namensverzeichnisse, welche einen großen Theil der Chroniken der jüdischen Könige und der Erzählung Nehemia's füllten? Kein ernster Geistlicher würde jedoch in der Kapelle Heinrich's VII. zu behaupten gewagt haben, daß es unmöglich sei, in vielen hundert vom heiligen Geist eingegebenen Seiten funfzig oder sechzig Kapitel zu finden, welche erbaulicher wären als irgend etwas, was aus den Werken der angesehensten nicht inspirirten Moralisten oder Historiker extrahirt werden könnte. Die Häupter der Majorität beschlossen daher, einer Debatte auszuweichen, in der sie in eine unangenehme Alternative hätten versetzt werden müssen. Ihr Plan war, nicht die Vorschläge der Commissionsmitglieder zu verwerfen, sondern einer Discussion über dieselben vorzubeugen, und zu dem Ende wurde ein System der Taktik adoptirt, das sich als erfolgreich erwies.

Das Gesetz, so wie es seit einer langen Reihe von Jahren interpretirt worden war, verbot der Convocation, irgend welche kirchliche Verordnung ohne vorherige Ermächtigung seitens der Krone auch nur in Berathung zu nehmen. Diese Ermächtigung, mit dem großen Siegel versehen, brachte Nottingham in aller Form in die Kapelle Heinrich's VII. Zu gleicher Zeit überreichte er eine Botschaft vom Könige. Seine Majestät ermahnte die Versammlung, ruhig und vorurtheilsfrei die Vorschläge der Commission zu prüfen, und erklärte, daß er nur die Ehre und die Vortheile der protestantischen Religion im allgemeinen und der englischen Kirche im besonderen im Auge habe.[129]

Meinungsverschiedenheit zwischen den beiden Häusern der Convocation.

Die Bischöfe einigten sich schnell über eine Dankadresse für die königliche Botschaft und forderten das Unterhaus zum Beitritt auf. Jane und seine Anhänger erhoben Einwendungen über Einwendungen dagegen. Zuerst beanspruchten Sie das Recht eine Separatadresse zu überreichen. Als sie gezwungen wurden, darauf zu verzichten, verweigerten sie ihre Zustimmung zu irgend einem Ausdrucke, mit welchem gesagt werde, daß die englische Kirche mit irgend einer andren protestantischen Glaubensgesellschaft etwas gemein habe. Es wurden Amendements und Beweisgründe hin und her geschickt, Conferenzen gehalten, bei denen Burnet für die eine und Jane für die andre Seite die Hauptwortführer waren, und endlich mit großer Mühe ein Uebereinkommen zu Stande gebracht, dessen Resultat eine, im Vergleich zu der von den Bischöfen entworfenen, kalte und unfreundliche Adresse war, welche dem Könige im Bankethause überreicht wurde. Er verbiß seinen Unmuth, gab eine freundliche Antwort und sprach die Hoffnung aus, die Versammlung werde nun endlich zur Berathung der wichtigen Comprehensionsfrage schreiten.[130]

Das Unterhaus der Convocation erweist sich als unlenksam.

Damit waren jedoch die Führer des Unterhauses nicht einverstanden. Sobald sie sich wieder in der Kapelle Heinrich's VII. befanden, veranlaßte einer von ihnen eine Debatte über die eidverweigernden Bischöfe. Trotz des bedauerlichen Gewissensbedenkens, den diese Prälaten hegten, seien sie doch gelehrte und heilige Männer, und ihr Rath könne unter den gegenwärtigen Umständen der Kirche von größtem Nutzen sein. Das Oberhaus sei in Abwesenheit des Primas und vieler seiner angesehensten Suffragane kaum ein Oberhaus. Könne nichts geschehen, um diesen Uebelstand zu beseitigen?[131] Ein andres Mitglied beklagte sich über einige unlängst erschienene Pamphlets, in denen nicht mit der gebührenden Achtung von der Convocation gesprochen werde. Die Versammlung fing Feuer. Sei es nicht empörend, daß dieses ketzerische und schismatische Zeug in den Straßen öffentlich ausgeboten und in den Läden von Westminsterhall, hundert Schritt von dem Stuhle des Wortführers, verkauft werden dürfe? Das Werk der Verstümmelung der Liturgie und der Verwandlung der Kathedralen in Conventikel könne gewiß so lange aufgeschoben werden, bis die Synode Maßregeln zum Schutze ihrer eignen Freiheit und Würde getroffen habe. Es wurde nun darüber debattirt, wie das Drucken solcher anstößiger Bücher verhindert werden könne. Einige waren für Klagerhebung, Andere für eine geistliche Censur.[132] Unter solchen Berathungen verstrich Woche auf Woche. Nicht ein einziger auf eine Comprehension bezüglicher Vorschlag war auch nur discutirt worden. Weihnachten rückte heran, und zu dieser Zeit sollten die Sitzungen unterbrochen werden. Die Bischöfe wünschten, daß während der Ferien ein Ausschuß beisammen bleibe, um die Geschäfte vorzubereiten. Das Unterhaus verweigerte seine Einwilligung.[133] Es war jetzt augenscheinlich, daß dieses Haus sich fest vorgenommen hatte, nicht einmal einen Theil des von den Königlichen Beauftragten entworfenen Planes in Berathung zu nehmen. Die Abgeordneten der Diöcesen waren in schlechterer Stimmung als bei ihrer ersten Ankunft in Westminster. Viele von ihnen hatten wahrscheinlich noch niemals eine Woche in der Hauptstadt zugebracht und hatten nicht geahnet, wie groß der Unterschied zwischen einem Stadtgeistlichen und einem Landgeistlichen war. Der Anblick des Luxus und der Bequemlichkeiten, welche die beliebten Prediger der Hauptstadt, genossen, mußte in einem Vikar aus Lincolnshire oder Caernarvonshire, der gewohnt war, so einfach wie ein kleiner Farmer zu leben, nothwendig einige wehmüthige Empfindungen erwecken. Gerade weil der Londoner Klerus durchgehends für eine Comprehension war, wollten die Vertreter der Landgeistlichkeit nichts davon wissen.[134] Die Prälaten als Gesammtheit wünschten aufrichtig, daß den Nonconformisten ein Zugeständniß gemacht werden möchte. Aber die Prälaten waren durchaus nicht im Stande, die aufsässige Demokratie zu beugen. Ihre Zahl war gering, einige von ihnen waren dem Parochialklerus im höchsten Grade zuwider, der Präsident hatte nicht die volle Autorität eines Primas, und überdies war es ihm gar nicht unlieb, die Männer, die ihn seiner Meinung nach übel behandelt hatten, in ihren Plänen behindert und gekränkt zu sehen.

Die Convocation prorogirt.

Man mußte nachgeben. Die Convocation wurde auf sechs Wochen prorogirt. Nach Verlauf dieser sechs Wochen wurde sie aufs neue prorogirt und viele Jahre vergingen, ehe sie ihre Thätigkeit wieder beginnen durfte.

So endete, und zwar für immer, die Hoffnung, daß die englische Kirche bewogen werden könnte, den Bedenken der Nonconformisten ein Zugeständniß zu machen. Eine gelehrte und ehrenwerthe Minorität des Priesterstandes gab diese Hoffnung mit tiefem Bedauern auf. Sehr bald jedoch fanden selbst Burnet und Tillotson Grund zu glauben, daß ihre Niederlage thatsächlich ein glückliches Entrinnen war und daß der Sieg ein Unglück gewesen sein würde. Eine Reform, wie sie zu den Zeiten der Königin Elisabeth die große Gesammtheit der englischen Protestanten vereinigt haben würde, würde zu Wilhelm's Zeiten mehr Herzen einander entfremdet als versöhnt haben. Das Schisma, welches die Eide herbeigeführt hatten, war bis jetzt noch ohne Bedeutung. Neuerungen wie die von der Königlichen Commission vorgeschlagenen würden ihm eine gefährliche Wichtigkeit gegeben haben. Bis jetzt saß ein Laie, mochte er auch das Verfahren der Convention für unverantwortlich halten und die Tugendhaftigkeit des eidverweigernden Klerus preisen, nach wie vor unter der gewohnten Kanzel und kniete an dem gewohnten Altare. Wenn aber in diesem Augenblicke, während seine Gemüthsstimmung durch das seinen Lieblingsgeistlichen zugefügte vermeintliche Unrecht gereizt und er vielleicht in Zweifel war, ob er ihrem Beispiele folgen solle oder nicht, seine Augen und Ohren durch Aenderungen in dem Gottesdienste, dem er innig zugethan war, beleidigt worden, wenn die Compositionen der Doctoren des Jerusalemszimmers an die Stelle der alten Collecten getreten wären, wenn er Geistliche ohne Chorhemd Kelch und Hostienteller sitzenden Communicanten hätte darreichen sehen, so würde das Band, das ihn an die Landeskirche knüpfte, zerrissen sein. Er würde sich in eine Versammlung von Eidverweigerern begeben haben, wo der Gottesdienst, den er liebte, ohne Verstümmelungen abgehalten wurde, die neue Secte, welche für jetzt noch fast ausschließlich aus Priestern bestand, würde bald durch viele und zahlreiche Gemeinden verstärkt worden sein, und diese Gemeinden würden eine verhältnißmäßig größere Menge Reicher, Vornehmer und Gebildeter aufzuweisen gehabt haben, als irgend eine andre Dissentergemeinde. Die so verstärkten episkopalen Schismatiker würden dem neuen Könige und seinen Nachfolgern wahrscheinlich eben so furchtbar gewesen sein, wie die puritanischen Schismatiker es jemals den Fürsten des Hauses Stuart waren. Es ist eine unbestreitbare und höchst lehrreiche Thatsache, daß wir die bürgerliche und religiöse Freiheit, deren wir uns jetzt erfreuen, zum großen Theil der Beharrlichkeit verdanken, mit der die hochkirchliche Partei in der Convocation von 1689 sich weigerte, irgend einen Comprehensionsplan auch nur in Berathung zu nehmen.[135]

[Fußnote 1: Siehe die Verhandlungen der Lords vom 5. Febr. 1688/89 und mehreren darauffolgenden Tagen; Braddon's Pamphlet betitelt: ^The Earl of Essex's Memory and Honour Vindicated, 1690^, und die London Gazette vom 31. Juli und 4. und 7. August 1690, worin Lady Essex und Burnet öffentlich Braddon widersprachen.]

[Fußnote 2: Ob die Verurtheilung Lord Russel's, wenn sie nicht umgestoßen worden wäre, für seinen Sohn ein Hinderniß gewesen sein würde, ihm im Earlthum Bedford nachzufolgen, ist eine schwer zu entscheidende Frage. Der alte Earl holte darüber die Gutachten der größten Juristen der damaligen Zeit ein, die man noch in den Archiven zu Woburn sehen kann. Bemerkenswerth ist, daß eines dieser Gutachten von Pemberton herrührt, der bei dem Prozesse den Vorsitz geführt hatte. Dieser Umstand beweist, daß die Familie ihn keiner Ungerechtigkeit oder Grausamkeit beschuldigte, und er hatte sich auch in der That so gut benommen, wie irgend ein andrer Richter sich vor der Revolution in einem ähnlichen Falle benommen hatte.]

[Fußnote 3: ^Grey's Debates, March 1688/89.^]

[Fußnote 4: Die Edicte, welche die Todesurtheile Russell's, Sidney's, Cornish's und der Alice Lisle umstießen, waren Geheim-Edicte. In die Gesetzsammlung sind daher nur die Titel derselben aufgenommen, die Edicte selbst aber findet man in Howell's ^Collection of State Trials^.]

[Fußnote 5: ^Commons' Journals, June 24. 1689.^]

[Fußnote 6: Johnson erzählt diese Geschichte selbst in seinem sonderbaren Pamphlet, betitelt: ^Notes upon the Phoenix Edition of the Pastoral Letter, 1694^.]

[Fußnote 7: Einige Nota des Ehrwürdigen Samuel Johnson, der Folioausgabe seiner 1710 erschienenen Werke vorangestellt.]

[Fußnote 8: ^Lords' Journals, May 15. 1689.^]

[Fußnote 9: ^North's Examen, 224.^ North's Zeugniß wird durch mehrere zeitgenössische Pasquille in Prosa und in Versen bestätigt. Siehe auch das [Griechisch: eikôn brotoloigou], 1697.]

[Fußnote 10: Halifax-Manuscript im Britischen Museum.]

[Fußnote 11: Dedicationsepistel zu Oates' [Griechisch: eikôn basilikê].]

[Fußnote 12: In einer Ballade aus der damaligen Zeit kommen folgende Zeilen vor:

»Kommt her, Ihr Whigs, und leiht mir Eure Ohren, Habt Ihr nicht, wie der Doctor, sie verloren.«

Diese Zeilen müssen Mason vorgeschwebt haben, als er das Couplet schrieb:

»Merkt auf Ihr Hills, Ihr Johnsons, Scots, Shebbeares, Hört meinen Ruf, denn mancher unter Euch hat Ohren.«]

[Fußnote 13: ^North's Examen, 224, 234.^ North spricht von sechshundert Pfund. Aber ich habe nach der unverschämten Petition, welche Oates unterm 25. Juli 1689 an die Gemeinen richtete, die größere Summe angenommen. Siehe die Verhandlungen.]

[Fußnote 14: Van Citters bedient sich dieses Spottnamens ganz ernsthaft in seinen Depeschen an die Generalstaaten.]

[Fußnote 15: ^Lords' Journals, May 30. 1689.^]

[Fußnote 16: ^Lords' Journals, May 31. 1689; Commons' Journals, Aug. 2.; North's Examen, 224; Narcissus Luttrell's Diary.^]

[Fußnote 17: Sir Robert war der ursprüngliche Held der »Rehearsal« und wurde Bilboa genannt. In die umgearbeitete »Dunciade« setzte Pope die Zeilen:

»Und hochgeborner Howard, majestät'scher Sire. Ergänzt den Chorus mit den Narr'n von Stande.«

Pope's hochgeborner Howard war Eduard Howard, der Autor der ^British Princes^.]

[Fußnote 18: ^Key to the Rehearsal; Shadwell's Sullen Lovers; Pepys May 5., 8. 1668; Evelyn, Februar 16. 1684/85.^]

[Fußnote 19: ^Grey's Debates und Commons' Journals, June 4., 11. 1689.^]

[Fußnote 20: ^Lords' Journals, June 6. 1689.^]

[Fußnote 21: ^Commons' Journals, August 2. 1689^; die außerordentlichen holländischen Gesandten an die Generalstaaten vom 30. Juli (9. August).]

[Fußnote 22: ^Lords' Journals, July 30. 1689; Narcissus Luttrell's Diary; Clarendon's Diary, July 31. 1689.^]

[Fußnote 23: ^Commons' Journals, July 31., August 13. 1689.^]

[Fußnote 24: ^Commons' Journals, August 20.^]

[Fußnote 25: Oldmixon klagt die Jakobiten, Burnet die Republikaner an. Obwohl Burnet regen Antheil an der Discussion dieser Frage nahm, so ist doch sein Bericht über die dabei stattgehabten Vorgänge sehr ungenau. Er sagt, die Klausel sei von den Gemeinen lebhaft debattirt worden und Hampden habe nachdrücklich für dieselbe gesprochen. Wir erfahren aber aus den Protokollen (19. Juni 1689), daß sie ^nemine contradicente^ verworfen wurde. Die holländischen Gesandten bezeichnen sie als »^een propositie 'twelck geen ingressie schynt te sullen vinden.^«]

[Fußnote 26: ^London Gazette, August 1. 1689; Narcissus Luttrell's Diary.^]

[Fußnote 27: Die Geschichte dieser Bill findet man in den Protokollen der beiden Häuser und in Grey's ^Debates^.]

[Fußnote 28: Siehe ^Grey's Debates^ und die ^Commons' Journals^ vom März bis Juli. Die zwölf Kategorien findet man in den Protokollen vom 23. und 29. Mai und vom 8. Juni.]

[Fußnote 29: Halifax-Manuscript im Britischen Museum.]

[Fußnote 30: ^The Life and Death of George Lord Jeffreys^; Finch's Rede in Grey's ^Debates^, 1. März 1688/89.]

[Fußnote 31: Siehe unter vielen anderen Schriften ^Jeffreys's Elegy; Letter to the Lord Chancellor exposing to him the sentiments of the people; Elegy of Dangerfield; Dangerfield's Ghost to Jeffreys; Humble Petition of Widows and fatherless Children in the West; The Lord Chancellors Discovery and Confession made in the time of his sickness in the Tower; Hickeringill's Ceremonymonger;^ ein Flugblatt betitelt: »^O rare show! O rare sight! O strange monster! The like not in Europe! To be seen near Tower Hill, a few doors beyond the Lion's den.^«]

[Fußnote 32: ^Life and Death of George Lord Jeffreys.^]

[Fußnote 33: Tutchin erzählt dies selbst in den ^Bloody Assizes^.]

[Fußnote 34: Siehe die Biographie des Erzbischofs Sharp von seinem Sohne. Was zwischen Scott und Jeffreys vorging, erzählte Ersterer Sir Joseph Jockyl. Siehe auch Tindal's Geschichte und Echard III. 932. Echard's Berichterstatter, der nicht genannt ist, der aber gute Gelegenheit gehabt zu haben scheint, die Wahrheit zu erfahren, sagte, Jeffreys sei nicht, wie man allgemein glaube, an den Folgen der Trunksucht, sondern am Stein gestorben. Diese Meinungsverschiedenheit ist von geringer Bedeutung. Soviel ist gewiß, daß Jeffreys sehr unmäßig war, und seine Krankheit war eine von denjenigen, welche durch Unmäßigkeit notorisch verschlimmert werden.]

[Fußnote 35: Siehe ^A Full and True Account of the Death of George Lord Jeffreys, licensed on the day of his death^. Der erbärmliche Le Noble wurde nicht müde zu wiederholen, Jeffreys sei durch den Usurpator vergiftet worden. Ich will eine kurze Stelle als Probe von den Verleumdungen anführen, deren Gegenstand König Wilhelm war. »^Il envoya,^« sagt Pasquin, »^ce fin ragoût de champignons au Chancelier Jeffreys, prisonnier dans la Tour, qui les trouva du même goust et du même assaisonnement que furent les derniers dont Agrippine regala le bonhomme Claudius, son époux, et que Néron appella depuis la viande des Dieux.^« Marforio fragt: »^Le Chancelier est donc mort dans la Tour?^« Pasquin antwortet: »^Il estoit trop fidèle à son Roi légitime et trop habile dans les loix du royaume, pour échapper à l'Usurpateur qu'il ne vouloit point reconnoistre. Guillemot prit soin de faire publier que ce malheureux prisonnier estoit attaqué d'une fièvre maligne: mais, à parler franchement, il vivroit peutestre encore, s'il n'avoit rien mangé que de la main de ses anciens cuisiniers.^« -- ^Le Festin de Guillemot, 1689.^ Dangeau (7. Mai) erwähnt eines Gerüchts, daß Jeffreys sich selbst vergiftet habe.]

[Fußnote 36: ^Grey's Debates, June 12. 1689.^]

[Fußnote 37: Siehe ^Commons' Journals^ und ^Grey's Debates, June 1., 3., 4. 1689; Life of William 1704.^]

[Fußnote 38: ^Burnet MS. Harl. 6584^; Avaux an de Croissy, 16. (26.) Juni 1689.]

[Fußnote 39: Bezüglich der Protokolle des Geheimen Raths siehe die ^Commons' Journals^ vom 22. und 28. Juni und vom 3., 5., 13. und 16. Juli.]

[Fußnote 40: Der Brief von Halifax an Lady Russell ist vom 23. Juli 1689, etwa vierzehn Tage nach dem Angriffe auf ihn bei den Lords und etwa acht Tage vor dem Angriffe bei den Gemeinen, datirt.]

[Fußnote 41: Siehe die ^Lords' Journals^ vom 10. Juli 1689 und einen Brief aus London vom 11. (21.) Juli, den Croissy an Avaux sendete. Don Pedro de Ronquillo erwähnt des Angriffs der whiggistischen Lords auf Halifax in einer Depesche, deren Datum ich nicht angeben kann.]

[Fußnote 42: Dies geschah Sonnabend den 3. August. Da die Abstimmung im Comité stattfand, sind die Zahlen nicht in die Protokolle aufgenommen. Clarendon sagt in seinem Tagebuche, die Majorität habe elf Stimmen betragen. Aber Narcissus Luttrell, Oldmixon und Tindal geben sie übereinstimmend auf vierzehn an. Der größte Theil des Wenigen was ich über diese Debatte gefunden habe, ist in einer Depesche von Don Pedro de Ronquillo enthalten. »^Se resolvio,^« sagt er, »^que el sabado, en comity de toda la casa, se tratasse del estado de la nation para representarle al Rey. Emperose por acusar al Marques de Olifax; y reconociendo sus emulos que no tenian partido bastante, quisieron remitir para otro dia esta motion: pero el Conde de Elan, primogenito del Marques de Olifax, miembro de la casa, les dijo que su padre no era hombre para andar peloteando con el, y que se tubiesse culpa lo acabasen de castigar, que el no havia menester estar en la corte para portarse conforme á su estado, pues Dios le havia dado abundamente para poderlo hazer; con que por pluralidad de voces vencio su partido.^« Ich vermuthe, daß Lord Eland auf die Armuth einiger von den Feinden seines Vaters und auf die Habgier anderer anspielen wollte.]

[Fußnote 43: Diese Veränderung in der Stimmung, welche unmittelbar auf die Debatte über den Antrag auf Halifax' Entlassung folgte, wird von Ronquillo erwähnt.]

[Fußnote 44: Ueber Ruvigny siehe Sir Simon's Memoiren vom Jahre 1697 und Burnet I. 366. Einige interessante Angaben über Ruvigny und über die hugenottischen Regimenter findet man auch in einer Erzählung aus der Feder eines französischen Refugiés Namens Dumont. Diese Erzählung, ein Manuscript, das ich bei Gelegenheit als das Dumont-Manuscript citiren werde, wurde mir vom Dechanten von Ossory freundlichst geliehen.]

[Fußnote 45: Siehe das ^Abrègé de la Vie de Fréderic Duc de Schomberg^, von Lunancy, 1690, die Memoiren des Grafen Dohna und die Anmerkung St. Simon's zu Dangeau's Journal, 30. Juli 1690.]

[Fußnote 46: Siehe die Protokolle der Gemeinen vom 16. Juli 1689 und vom 1. Juli 1814.]

[Fußnote 47: Protokolle der Lords, und der Gemeinen vom 20. August 1689; London Gazette vom 22. August.]