Geschichte von England seit der Thronbesteigung Jakob's des Zweiten. Elfter Band: enthaltend Kapitel 21 und 22.

Part 15

Chapter 153,497 wordsPublic domain

[_Acte zur Errichtung einer Landbank._] Die Landgentlemen würden vielleicht geneigter gewesen sein, wegen des Scheiterns ihrer Bill zu grollen, wären sie nicht durch eine andre Bill, die ihnen noch wichtiger dünkte, in gute Laune versetzt worden. Das Project einer Landbank war wieder angeregt worden, und zwar nicht in der Form, in der es zwei Jahre früher dem Hause der Gemeinen zur Erwägung unterbreitet worden war, sondern in einer den gesunden Verstand viel weniger beleidigenden und der Lächerlichkeit weniger ausgesetzten Form. Chamberlayne protestirte allerdings laut gegen jede Modification seines Planes und proklamirte mit unverminderter Zuversichtlichkeit, daß er alle seine Landsleute reich machen wolle, wenn sie ihn nur gewähren ließen. Er sei nicht der erste große Entdecker, sagte er, den Fürsten und Staatsmänner als einen Träumer betrachtet hätten. Heinrich VII. habe sich in einer bösen Stunde geweigert, Christoph Columbus anzuhören, und die Folge davon sei gewesen, daß England um die Bergwerke von Mexico und Peru gekommen sei. Und doch, was seien die Bergwerke von Mexico und Peru gegen die Reichthümer einer mit einem unbegrenzten Papiergelde gesegneten Nation? Aber die vereinte Kraft der Vernunftgründe und des Spottes hatte die einst zahlreiche Anhängerschaar Chamberlayne’s auf einen kleinen Kreis unverbesserlicher Thoren reducirt. Selbst von den Squires glaubten jetzt nur noch wenige an seine beiden großen Lehrsätze: den Lehrsatz, daß der Staat, indem er ein Bündel alter Lumpen zehn Millionen Pfund Sterling nenne, das Nationalvermögen um zehn Millionen Pfund Sterling vermehren, und den Lehrsatz, daß eine Abtretung von Grund und Boden auf eine bestimmte Anzahl Jahre vielmal so viel werth sein könne als der unbeschränkte Besitz. Dagegen waren die Landgentlemen noch immer allgemein der Ansicht, daß eine Bank, welche die specielle Bestimmung habe, auf Grundeigenthum Geld vorzustrecken, ein großer Segen für die Nation sein könne. Harley und der Sprecher Foley schlugen jetzt vor, eine solche Bank durch Parlamentsacte zu errichten, und versprachen, daß, wenn ihr Plan adoptirt würde, der König reichlich mit Geld für den nächsten Feldzug versehen sein sollte.

Die Whigführer, und namentlich Montague, sahen ein, daß der Plan eine Illusion sei, daß er sehr bald scheitern müsse und daß er möglicherweise vor seinem Untergange ihr Lieblingsinstitut, die Bank von England, ruiniren könne. In diesem Punkte aber hatten sie nicht nur die ganze Torypartei, sondern auch ihren Gebieter und viele ihrer Anhänger gegen sich. Die Bedürfnisse des Staats waren dringend und die Anerbietungen der Projectenmacher lockend. Die Bank von England hatte zum Dank für die ihr verliehene Concession dem Staate nur eine Million zu acht Procent vorgeschossen; die Landbank wollte über dritthalb Millionen zu sieben Procent vorschießen. Wilhelm, dem jetzt hauptsächlich darum zu thun war, sich Geld zur Deckung der Ausgaben des laufenden Jahres zu verschaffen, war eben nicht sehr geneigt, über eine Quelle zu mäkeln, aus der sich dritthalb Millionen schöpfen ließen. Sunderland, der seinen Einfluß sonst gewöhnlich zu Gunsten der Whigführer anwendete, wurde ihnen bei dieser Gelegenheit untreu. Die whiggistischen Landgentlemen freuten sich der Aussicht, ihre Viehstände ergänzen, ihre Keller füllen und ihre Töchter ausstatten zu können. Gegen eine solche Vereinigung von Streitkräften zu kämpfen, war unmöglich. Es wurde eine Bill angenommen, welche die Regierung ermächtigte, zwei Millionen fünfhundertvierundsechzigtausend Pfund zu sieben Procent aufzunehmen. Ein hauptsächlich durch eine neue Salzsteuer gebildeter Fond wurde zur Zahlung der Zinsen bestimmt. Wenn vor dem 1. August die Hälfte dieser Anleihe gezeichnet und die Hälfte der gezeichneten Summe in die Schatzkammer eingezahlt war, sollten die Unterzeichner eine Corporation mit den Namen Nationallandbank werden. Da diese Bank ausdrücklich dazu bestimmt war, den Landgentlemen unter die Arme zu greifen, so war es ihr streng verboten, auf andre Sicherheit als Landhypothek Geld auszuleihen, und ihr zur Pflicht gemacht, jährlich mindestens eine halbe Million auf Hypothek auszuleihen. Die Zinsen für diese halbe Million sollten bei vierteljährlichen Zahlungen nicht dreiundeinhalb Procent, bei halbjährlichen Zahlungen nicht vier Procent übersteigen. Der gebräuchliche Zinsfuß für die besten Hypotheken war damals sechs Procent. Die schlauen Beobachter bei der holländischen Gesandtschaft glaubten daher, daß die Kapitalisten sich jeder Betheiligung bei einem Geschäft, daß ihnen nothwendig Verlust bringen mußte, enthalten und daß die erforderliche Summe nicht zur Hälfte gezeichnet werden würde, und man sollte nicht glauben, daß ein Mensch von gesundem Verstande hätte anders denken können.[134]

Doch alle Vernunftgründe vermochten nichts gegen die allgemeine Verblendung. Die Tories prophezeiten triumphirend, die Bank Robert Harley’s werde die Bank Karl Montague’s völlig in den Schatten stellen. Die Bill ging in beiden Häusern durch. Am 27. April erhielt sie die königliche Sanction und unmittelbar darauf wurde das Parlament prorogirt.

Fußnoten

[1] Siehe Claude’s Predigt auf Mariens Tod.

[2] Prior an Lord und Lady Lexington, 14. (24.) Jan. 1695. Der Brief befindet sich in den +Lexington Papers+, einer werthvollen und gut edirten Sammlung.

[3] Monthly Mercury vom Januar 1695. Ein Redner, der in Utrecht eine Lobrede auf die Königin hielt, war so albern zu sagen, ihr letzter Hauch sei ein Gebet für das Wohl der Vereinigten Provinzen gewesen: -- +„Valeant et Batavi,”+ -- dies sind ihre letzten Worte, -- +„sint incolumes; sint florentes; sint beati: stet in aeternum, stet immota praeclarissima illorum civitas, hospitium aliquando mihi gratissimum, optime de me meritum.”+ Siehe auch die Reden Peter Francius’ von Amsterdam und Johann Ortwinius’ von Delft.

[4] +Journal de Dangeau; Mémoires de Saint-Simon.+

[5] Saint-Simon; Dangeau; Monthly Mercury für Januar 1695.

[6] L’Hermitage, 1. (11.) Jan. 1695; Vernon an Lord Lexington, 1. 4. Januar; Portland an Lord Lexington, 15. (25.) Jan.; Wilhelm an Heinsius, 22. Januar (1. Febr.).

[7] +Commons’ Journals, Feb. 11., April 12., 17.; Lords’ Journals April 8., 18. 1695.+ Leider ist in dem Protokolle der Gemeinen vom 12. April eine Lücke, so daß es jetzt nicht mehr möglich ist, zu ermitteln, ob über die Frage bezüglich des Beitritts zu dem von den Lords vorgeschlagenen Amendement eine Abstimmung stattfand.

[8] L’Hermitage 10. (20.) April 1695; Burnet +II+. 149.

[9] +An Essay upon Taxes, calculated for the present Juncture of Affairs, 1693.+

[10] +Commons’ Journals, Jan. 12., Feb. 26., Mar. 6.; A Collection of the Debates and Proceedings in Parliament in 1694 and 1695 upon the Inquiry into the late Briberies and Corrupt Practices, 1695;+ L’Hermitage an die Generalstaaten, 8. (18.) März; Van Citters, 15. (25.) März. L’Hermitage sagt: „+Si par cette recherche la chambre pouvoit remedier au désordre qui règne, elle rendroit un service très utile et très agréable au Roy+.”

[11] +Commons’ Journals, Feb. 16. 1695. Collection of the Debates and Proceedings in Parliament in 1694 and 1695; Life of Wharton; Burnet II. 144.+

[12] Sprecher Onslow’s Note zu Burnet +II+. 583; +Commons’ Journals, Mai 6., 7. 1695+. Die Geschichte des schrecklichen Endes dieses Mannes findet man in den Flugschriften über das Südseejahr.

[13] +Commons’ Journals, March 8. 1695; Exact Collection of Debates and Proceedings in Parliament in 1694 and 1695;+ L’Hermitage, 8. (18.) März.

[14] +Exact Collection of Debates.+

[15] L’Hermitage, 8. (18.) März 1695. L’Hermitage’s Erzählung wird durch die Protokolle vom 7. März 1694/95 bestätigt. Es geht daraus hervor, daß das Haus unmittelbar vor Ernennung des Ausschusses beschloß, daß während einer Sitzung keine Briefe an Mitglieder abgegeben werden sollten.

[16] L’Hermitage, 19. (29.) März 1695.

[17] +Birch’s Life of Tillotson.+

[18] +Commons’ Journals, March 12, 13, 14, 15, 16, 1694/95;+ Vernon an Lexington, 15. März; L’Hermitage, 15. (25.) März.

[19] +„On vit qu’il étoit impossible de le poursuivre en justice, chacun toutefois démeurant convaincu que c’étoit un marché fait à la main pour lui faire présent de la somme de 10,000 _l._, et qu’il avait été plus habile que les autres novices que n’avoient pas su faire si finement leurs affaires.”+ L’Hermitage, 29. März (8. April); +Commons’ Journals, March. 12.;+ Vernon an Lexington, 26. April; Burnet +II+. 145.

[20] In einem Gedicht, betitelt +The Prophecy (1703)+ kommt die Strophe vor:

„Wenn Seymour verschmäht Salpetergeld,”

In einer andren Satyre befindet sich die Stelle:

„Bestochner Seymour haßt Bestechungen.”

[21] +Commons’ Journals+ vom 26. März bis 8. April 1695.

[22] L’Hermitage, 10. (20.) April 1695.

[23] +Exact Collection of Debates and Proceedings.+

[24] L’Hermitage, 30. April (10. Mai) 1695; Portland an Lexington, 23. April (3. Mai).

[25] Es kann meines Erachtens keinem Zweifel unterliegen, daß das Mitglied, welches in der +Exact Collection D+ genannt ist, Wharton war.

[26] Bezüglich der Vorgänge dieses ereignißvollen Tages, des 27. April 1695, sehe man die Protokolle der beiden Häuser und die +Exact Collection+.

[27] +Exact Collection; Lords’ Journals, May 3. 1695; Commons’ Journals, May 2. 3.;+ L’Hermitage, 3. (13.) Mai; London Gazette vom 13. Mai.

[28] L’Hermitage, 10. (20.) Mai 1695; Vernon an Shrewsbury, 22. Juni 1697.

[29] London Gazette vom 6. Mai 1695.

[30] Brief von Mrs. Burnet an die Herzogin von Marlborough, 1704, angeführt von Coxe; Shrewsbury an Russell, 24. Jan. 1695; Burnet +II+. 149.

[31] London Gazette vom 8. 15. 29. April 1695.

[32] Shrewsbury an Russell, 24. Jan. 1695; +Narcissus Luttrells Diary+.

[33] De Thou, 53, 96.

[34] +Life of James, II. 545, Orig. Mem.+ Natürlich bedient sich Jakob nicht des Wortes Meuchelmord. Er spricht nur von der Ergreifung und Entführung des Prinzen von Oranien.

[35] Alles Schlechte, das über Porter bekannt oder gerüchtweise verbreitet war, kam bei dem Staatsprozesse von 1696 zu Tage.

[36] Ueber Goodman sehe man die Zeugenaussagen bei dem Prozesse Peter Cook’s; Cleverskirke, 28. Febr. (9. März) 1696; L’Hermitage, 10. (20.) April 1696, und ein Pasquill betitelt: +The Duchess of Cleveland’s Memorial+.

[37] Siehe die Einleitung zu der Vollmacht von 1695.

[38] Man findet die Vollmacht in den Protokollen des Parlaments.

[39] +Act. Parl. Scot. May 21. 1695;+ London Gazette vom 30. Mai.

[40] +Ibid. May 23. 1695.+

[41] +Ibid. June 14. 18. 20. 1695;+ London Gazette vom 27. Juni.

[42] Burnet +II+. 157; +Act. Parl. June 10. 1695+.

[43] +Act. Parl. June 26, 1695+; London Gazette vom 4. Juli.

[44] Eine treffliche Characteristik Villeroy’s befindet sich in Saint-Simon’s Memoiren.

[45] Einige interessante Züge von Trumball’s Character findet man in Pepys’ Tangerschen Tagebuche.

[46] Postboy, Juni 13., Juli 9. 11. 1695; Intelligence Domestic and Foreign, Juni 14; Pacquet Boat from Holland and Flanders, Juli 9.

[47] Vaudemont’s Depesche und Wilhelm’s Antwort stehen im Monthly Mercury für Juli 1695.

[48] Siehe Saint-Simon’s Memoiren und seine Note zu Dangeau.

[49] London Gazette vom 22. Juli 1695; Monthly Mercury vom August 1695. Swift schrieb zehn Jahre später eine so abgeschmackte und widerlich gemeine Schmähschrift auf Cutts, daß Ward oder Gildon sich ihrer geschämt haben würden. Sie war betitelt: +The Description of a Salamander+.

[50] London Gazette vom 29. Juli 1695; Monthly Mercury für August 1695; Stepney an Lord Lexington, 15. (25.) Aug. Robert Flemming’s +Character of King William, 1702+. Bei dem Angriffe vom 17. (27.) Juli erhielt Hauptmann Shandy die denkwürdige Wunde in die Weiche.

[51] London Gazette vom 1. und 5. August 1695; Monthly Mercury vom August 1695, enthaltend die Briefe Wilhelm’s und Dykvelt’s an die Generalstaaten.

[52] Monthly Mercury vom August 1695; Stepney an Lord Lexington, 16. (26.) August.

[53] Monthly Mercury, August 1695; Brief aus Paris vom 26. Aug. (5. Sept.) 1695 unter den +Lexington Papers+.

[54] L’Hermitage, 13. (23.) Aug. 1695.

[55] London Gazette vom 26. Aug. 1695; Monthly Mercury; Stepney an Lexington, 20. (30.) August.

[56] +Boyer’s History of King William III., 1703;+ London Gazette vom 29. Aug. 1695; Stepney an Lexington, 20. (30.) Aug.; Blathwayt an Lexington, 2. Sept.

[57] Nachschrift zu dem Monthly Mercury vom August 1695; London Gazette vom 9. Sept.; Saint-Simon; Dangeau.

[58] +Boyer’s History of King William III., 1703;+ Nachschrift zu dem Monthly Mercury, vom August 1695; London Gazette vom 9. und 12. Sept.; Blathwayt an Lexington, 6. Sept.; Saint-Simon; Dangeau.

[59] Eine werthvolle und ich glaube die einzige Sammlung der Zeitungen aus Wilhelm’s Regierung befindet sich im Britischen Museum. Ich habe jedes Blatt dieser Sammlung umgewendet. Auffällig ist es, daß weder Luttrell noch Evelyn von dem ersten Erscheinen der neuen Zeitungen etwas erwähnen. Die erste Notiz davon habe ich in einer Depesche L’Hermitage’s vom 12. (22.) Juli 1695 gefunden. Ich will seine Worte hier anführen: +„Depuis quelque tems on imprime ici plusieurs feuilles volantes en forme de gazette, qui sont remplies de toutes sortes de nouvelles. Cette licence est venue de ce que le parlement n’a pas achévé le bill ou projet d’acte qui avoit été porté dans la Chambre des Communes pour régler l’imprimerie et empêcher que ces sortes de choses n’arrivassent. Il n’y avoit ci-devant qu’un des commis des Secrétaires d’Etat qui eût le pouvoir de faire des gazettes: mais aujourdhui il s’en fait plusieurs sous d’autres noms.”+ L’Hermitage erwähnt auch den auf die Prinzessin bezüglichen Artikel und die Unterwerfung des Pasquillanten.

[60] L’Hermitage, 15. (25.) Oct., 15. (25.) Nov. 1695.

[61] London Gazette vom 24. Oct. 1695. Siehe Evelyn’s +Account of Newmarket in 1671+, und Pepys unterm 18. Juli 1668. Aus Tallard’s nach dem Frieden von Ryswick geschriebenen Depeschen geht hervor, daß die Herbstzusammenkünfte in den Tagen Wilhelm’s nicht minder zahlreich und glänzend waren als in den Tagen seiner Oheime.

[62] Ich habe diese Schilderung der Rundreise Wilhelm’s hauptsächlich aus der London Gazette, aus den Depeschen L’Hermitage’s, aus Narcissus Luttrell’s Tagebuche und aus den Briefen von Vernon, Yard und Cartwright unter den Lexington’schen Papieren entlehnt.

[63] Siehe den Brief von Yard an Lexington vom 8. Nov. 1695 und die Anmerkung vom Herausgeber der +Lexington Papers+.

[64] L’Hermitage, 15. (25.) Nov. 1695.

[65] L’Hermitage, 25. Oct. (4. Nov.), 29. Oct. (8. Nov.) 1695.

[66] L’Hermitage, 5. (15.) Nov. 1695.

[67] L’Hermitage, 5. (15.); 15. (25.) Nov. 1695; Sir James Forbes an Lady Russell, 3. Oct. 1695; Lady Russell an Sir Eduard Russell; Postman vom 16. Nov. 1695.

[68] Einen höchst interessanten Bericht von diesem Wahlkampfe findet man in L’Hermitage’s Depeschen.

[69] Postman vom 15. und 17. Dec. 1696; Vernon an Shrewsbury, 13. und 15. Dec.; +Narcissus Luttrell’s Diary; Burnet I. 647;+ Saint-Evremond’s Verse auf Hampden.

[70] L’Hermitage, 19. (29.) Nov. 1695.

[71] Ich habe viele werthvolle Aufschlüsse über diesen Gegenstand aus einem im Britischen Museum, Lansdowne-Sammlung No. 801, befindlichen Manuscripte geschöpft. Es ist betitelt: +Brief Memoires relating to the Silver and Gold Coins of England, with an Account of the Corruption of the Hammered Money, and of the Reform by the late Grand Coinage at the Tower and the Country Mints, by Hopton Haynes, Assay Master of the Mint+.

[72] +Stat. 5 Eliz. c. 11,+ und +18 Eliz. c. 1.+

[73] +Pepys’s Diary,+ Nov. 23. 1663.

[74] Der erste Schriftsteller, der die Thatsache hervorgehoben hat, daß da, wo gutes Geld und schlechtes Geld neben einander coursiren, das schlechte Geld das gute Geld verdrängt, war Aristophanes. Er scheint der Meinung gewesen zu sein, daß der Vorzug, den seine Mitbürger den leichten Münzen gaben, einem verdorbenen Geschmacke zugeschrieben werden müsse, ähnlich dem, der sie verleitete, Männern wie Kleon und Hyperbolus die Leitung wichtiger Angelegenheiten zu übertragen. Aber wenn auch seine Staatsökonomie keine Prüfung aushält, seine Verse sind vortrefflich:

πολλάκις γ’ ἡμῖν ἔδοξεν ἡ πόλις πεπονθέναι ταὐτὸν ἔς τε τῶν πολιτῶν τοὺς καλούς τε κἀγαθοὺς ἔς τε τἀρχαῖον νόμισμα καὶ τὸ καινὸν χρυσίον. οὔτε γὰρ τούτοισιν οὖσιν οὐ κεκιβδηλευμένοις ἀλλὰ καλλίστοις ἁπάντων, ὡς δοκεῖ, νομισμάτων, καὶ μόνοις ὀρθῶς κοπεῖσι, καὶ κεκωδωνισμένοις ἔν τε τοῖς Ἕλλησι καὶ τοῖς βαρβάροισι πανταχοῦ, χρώμεθ’ οὐδέν, ἀλλὰ τούτοις τοῖς πονηροῖς χαλκίοις, χθές τε καὶ πρώην κοπεῖσι τῷ κακίστῳ κόμματι. τῶν πολιτῶν θ’ οὓς μὲν ἴσμεν εὐγενεῖς καὶ σώφρονας ἄνδρας ὄντας, καὶ δικαίους, καὶ καλούς τε κἀγαθούς, καὶ τραφέντας ἐν παλαίστραις καὶ χοροῖς καὶ μουσικῇ, προυσελοῦμεν τοῖς δὲ χαλκοῖς, καὶ ξένοις, καὶ πυῤῥίαις, καὶ πονηροῖς, κἀκ πονηρῶν, εἰς ἅπαντα χρώμεθα.

[75] N. Luttrell’s Tagebuch ist voll von Berichten über solche Hinrichtungen. +„Le métier de rogneur de monnoye,”+ sagt L’Hermitage, +„est si lucratif et paroit si facile que, quelque chose qu’on fasse pour les detruire, il s’en trouve toujours d’autres pour prendre leur place.”+ 1. (11.) Oct. 1695.

[76] Ueber die Sympathie des Publikums für die Kipper sehe man die höchst interessante Predigt, welche Fleetword, nachmals Bischof von Ely, im December 1694 vor dem Lordmayor hielt. Fleetword sagt, „daß eine verderbliche Theilnahme den Berufseifer der Richter erschlaffe, die unteren Beamten zurückhalte, die Geschwornen auf Irrwege leite und den Zeugenbeweis erschwere.” Er erwähnt ferner die Schwierigkeit, die Verbrecher zu überzeugen, daß sie Unrecht gethan. Siehe auch eine Predigt, die ein Geistlicher der Kathedrale, Georg Halley, im Schlosse zu York vor einigen Kippern hielt, welche gehängt werden sollten. Er erwähnt das gewöhnlich unreuige Ende der Kipper und thut sein Möglichstes, um in seinen Zuhörern die Stimme des Gewissens wach zu rufen. Er hebt besonders einen Erschwerungsgrund ihres Verbrechens hervor, an den ich nicht gedacht haben würde. „Wenn,” sagt er, „jetzt, wie vor Alters, die Frage gestellt würde: „Weß’ ist dieses Bild und die Umschrift?” so könnten wir sie nicht ganz beantworten. Wen das Bild vorstellt, können wir errathen, aber wir können nicht sagen, wen die Umschrift nennt, denn die ist völlig verschwunden.” Das Zeugniß dieser beiden Geistlichen wird durch das Tom Brown’s bestätigt, der eine spaßhafte Geschichte, die ich nicht mitzutheilen wage, von einer Unterredung zwischen dem Gefängnißgeistlichen von Newgate und einem Kipper erzählt.

[77] +Lowndes’s Essay for the Amendment of the Silver Coins, 1695.+

[78] L’Hermitage, 29. Nov. (9. Dec.) 1695.

[79] Die Memoiren dieses Quäkers aus Lancashire erschienen vor einigen Jahren in einer sehr geachteten Zeitschrift, dem Manchester Guardian.

[80] +Lowndes’s Essay+.

[81] L’Hermitage, 24. Dec, (3. Jan) 1695.

[82] Es muß indessen zu Adam Smith’s Ehre erinnert werden, daß er durch Bentham’s +Defence of Usury+ vollständig bekehrt wurde und mit einer eines wahren Philosophen würdigen Offenheit eingestand, daß die in seinem +Wealth of Nations+ aufgestellte Lehre irrig sei.

[83] Engl. Feldmaß = 1/8 engl. Meile -- D. Uebers.

[84] +Lowndes’s Essay for the Amendment of the Silver Coins; Locke’s Further Considerations concerning raising the Value of Money;+ Locke an Molyneux, 20. Nov. 1695; Molyneux an Locke, 24. Dec. 1695.

[85] Burnet, +II+. 147.

[86] +Commons’ Journals Nov. 22, 23, 24. 1695+; L’Hermitage, 26. Nov. (6. Dec.)

[87] +Ibid.+ Nov. 26, 27, 28, 29. 1695; L’Hermitage, 26. Nov. (6. Dec.), 29. Nov. (9. Dec.), 3. (13.) Dec.

[88] +Commons’ Journals, Nov. 28, 29. 1695.+; L’Hermitage 3. (13.) Dec.

[89] L’Hermitage, 22. Nov. (2. Dec.), 6. (16.) Dec. 1695.; +An Abstract of the Consultations and Debates Between the French King and his Council concerning the new Coin that is intended to be made in England, privately sent by a Friend of the Confederates from the French Court to his Brother at Brussels, Dec. 12, 1695.; A Discourse of the General Notions of Money, Trade and Exchanges, by Mr. Clement of Bristol; A Letter from an English Merchant at Amsterdam to his Friend in London; A Fund for preserving and supplying our Coin; An Essay for regulating the Coin, by A. V.; A Proposal for supplying His Majesty with 1,200,000 _l._, by mending the Coin, and yet preserving the ancient Standard of the Kingdom.+ Dies sind einige von den Schriften, welche damals unter die Parlamentsmitglieder vertheilt wurden.

[90] +Commons’ Journals, Dec. 10. 1695;+ L’Hermitage, 3. (13.), 6. (16.), 10. (20.) Dec.

[91] +Stat. 7 Gul. 3. c. 1.; Lords’+ und +Commons’ Journals+; L’Hermitage, 31. Dec. (10. Jan.), 7. (17.), 10. (20.), 14. (24.) Jan. 1696. L’Hermitage schildert in starken Worten die großen Nachtheile, welche durch den Streit zwischen den beiden Häusern verursacht wurden. „+La longueur qu’il y a dans cette affaire est d’autant plus désagréable qu’il n’y a point de sujet sur lequel le peuple en général puisse souffrir plus d’incommodite, puisqu’il n’y a personne qui, à tous moments, n’aye occasion à l’esprouver+.”

[92] Daß Locke keinen Theil an dem Versuche hatte, das Geld durch Strafbestimmungen wohlfeiler zu machen, schließe ich aus einer Stelle, in der er Lowndes’ Klagen über den hohen Preis der Guineen erwähnt. „Das einzige Mittel,” sagt Locke, „sowohl gegen diesen wie gegen eine große Menge anderer Uebelstände ist, daß man das Ausgeben und Annehmen des beschnittenen Geldes nach dem Nennwerthe verbietet.” -- Locke’s +Further Considerations+. Daß sich die Strafbestimmung, wie zu erwarten stand, als unwirksam erwies, geht aus mehreren Stellen in L’Hermitage’s Depeschen und selbst aus Haynes’ +Brief Memoires+ hervor, obgleich Haynes ein treuer Anhänger Montague’s war.

[93] L’Hermitage, 14. (24.) Jan. 1696.

[94] +Commons’ Journals, Jan. 14, 17, 23. 1696;+ L’Hermitage 14. (24.) Jan.; +Gloria Cambriae, or Speech of a Bold Briton against a Dutch Prince of Wales, 1702; Life of the late Honourable Robert Price, etc. 1734.+ Price war der „kühne Brite”, dessen -- meines Wissens nie gehaltene -- Rede 1702 gedruckt wurde. Er würde die Bezeichnung kühn eher verdient haben, wenn er seine Impertinenzen zu Wilhelm’s Lebzeiten veröffentlicht hätte. Die Biographie Price’s ist eine erbärmliche Arbeit voller Fehler und Anachronismen.

[95] L’Hermitage erwähnt den ungünstigen Wechsel in der Stimmung der Gemeinen, und Wilhelm spielt in seinen Briefen an Heinsius vom 21. (31.) Jan. und 28. Jan. (7. Febr.) 1696 mehrmals darauf an.

[96] Daß die Heiterkeit der Jakobiten eine Zeit lang auffiel, sagt Van Cleverskirke unterm 25. Febr. (6. März) 1696.

[97] Harris’ Aussage, 28. März 1696.

[98] Hunt’s Aussage.

[99] Fisher’s und Harris’ Aussagen.

[100] Barclay’s Erzählung im +Life of James II. 548;+ Schriftstück von Charnock unter den Nairne’schen Manuscripten in der Bodlejanischen Bibliothek.

[101] Harris’ Aussage.

[102] Harris’ Aussage. Bernardi’s Selbstbiographie ist durchaus nicht glaubwürdig.

[103] Siehe seinen Prozeß.

[104] Fisher’s Aussage; Knightley’s Aussage; Cranburne’s Prozeß; De la Rue’s Aussage.

[105] Siehe die Prozesse und Aussagen.

[106] L’Hermitage, 3. (13). März.

[107] Siehe Berwick’s Memoiren.

[108] Van Cleverskirke, 25. Febr. (6. März) 1696. Ich bin überzeugt, daß kein Verständiger und Unparteiischer nach aufmerksamer Lesung von Berwick’s Erzählung dieser Vorgänge und Vergleichung derselben mit der Darstellung im Leben Jakob’s, welche Wort für Wort den Originalmemoiren entnommen ist, daran zweifeln kann, daß Jakob um den Mordanschlag wußte.

[109] L’Hermitage, 25. Febr. (6. März).

[110] Meine Mittheilungen über diese Ereignisse sind hauptsächlich den Prozeßverhandlungen und Aussagen entnommen. Siehe auch Burnet, +II+. 165, 166, 167, und Blackmore’s +True and Impartial History+, zusammengestellt unter Leitung Shrewsbury’s und Somers’, und Boyer’s +History of King William III., 1703+.