Part 12
Aber die Vorgänge in fast jeder Sitzung dieses sonderbaren Parlaments machten alle Prophezeiungen der Politiker zu Schanden. Es war einst der unlenksamste aller Senate gewesen, jetzt war es der willfährigste. Und doch waren es die nämlichen Männer und sie saßen in dem nämlichen Saale wie früher. Es befanden sich darunter die lärmendsten Agitatoren des Clubs, mit Ausnahme Montgomery's, der in einer Dachstube fern von seinem Heimathlande an Mangel und an gebrochenem Herzen dahinstarb. Es waren darunter der scheinheilige Roß und der treulose Annandale. Es war darunter Sir Patrick Hume, unlängst zum Peer creirt und jetzt Lord Polwarth genannt, aber noch immer so beredtsam als zu der Zeit, wo seine endlosen Deklamationen und Dissertationen der Expedition Argyle's verderblich wurden. Doch der ganze Geist der Versammlung hatte eine Veränderung erfahren. Die Mitglieder hörten mit tiefer Ehrerbietung das Schreiben des Königs an und antworteten darauf in respectvoller und herzlicher Sprache. Eine außerordentliche Beisteuer von hundertvierzehntausend Pfund Sterling wurde der Krone bewilligt. Strenge Gesetze gegen die Jakobiten wurden erlassen. Die Gesetze in Bezug auf kirchliche Angelegenheiten waren so erastianisch als Wilhelm selbst es nur wünschen konnte. Es wurde eine Acte erlassen, welche allen Dienern der Staatskirche vorschrieb, Ihren Majestäten Treue zu schwören, und der Generalversammlung befahl, diejenigen noch nicht abgesetzten Episkopalgeistlichen, welche erklärten, daß sie sich der presbyterianischen Lehre und Kirchenzucht anbequemten, in die Gemeinschaft aufzunehmen.[136] Ja, die Stände trieben die Servilität sogar so weit, daß sie den König unterthänigst ersuchten, er möge geruhen seinem Lieblinge Portland eine schottische Pairie zu verleihen. Dies war in der That ihre Hauptpetition. Sie baten nicht um Abstellung eines einzigen Mißbrauchs, sondern sie beschränkten sich darauf, in allgemeinen Ausdrücken anzudeuten, daß Mißbräuche existirten, welche Abhülfe erheischten, und den König behufs näherer Information an seine Minister, den Lord Obercommissar und den Staatssekretär, zu verweisen.[137]
Einen Gegenstand gab es, dessen Nichterwähnung selbst bei dem servilsten schottischen Parlamente auffallen muß. Es war seit dem Gemetzel von Glencoe über ein Jahr verstrichen, und man hätte erwarten sollen, daß die ganze Versammlung, Peers, Grafschaftsabgeordnete und Burgfleckenabgeordnete, einstimmig eine strenge Untersuchung dieses großen Verbrechens verlangen würde. Allein es ist erwiesen, daß kein Antrag auf eine solche Untersuchung gestellt wurde. Die Lage der gälischen Clans wurde zwar in Erwägung gezogen, ein Gesetz zur wirksameren Unterdrückung der Räubereien und Gewaltthätigkeiten jenseit der Grenze der Hochlande erlassen und in dieses Gesetz eine Specialklausel aufgenommen, welche Mac Callum More seine erbliche Gerichtsbarkeit reservirte. Aber es ergiebt sich weder aus den öffentlichen Acten über die Proceduren der Stände noch aus den Privatbriefen, in denen Johnstone regelmäßig Carstairs das Vorgegangene berichtete, daß irgend ein Sprecher das Schicksal Mac Ian's und seiner Stammesgenossen erwähnte.[138] Dieses sonderbare Stillschweigen scheint sich nur dadurch erklären zu lassen, daß die in der Hauptstadt Schottland's versammelten Politiker von dem Schicksale eines räuberischen Celtenstammes wenig wußten und sich wenig darum kümmerten. Der beleidigte Clan, durch die Furcht vor den allmächtigen Campbells zu Boden gedrückt und nicht gewohnt, sich an die bestehenden Behörden des Landes um Schutz oder Genugthuung zu wenden, reichte keine Petition bei den Ständen ein. Die Geschichte von dem Gemetzel war in den Kaffeehäusern erzählt worden, aber in sehr verschiedener Weise. Ganz neuerdings waren zwar einige Bücher, in denen die Thatsachen nur zu richtig mitgetheilt wurden, aus den geheimen Pressen London's hervorgegangen. Aber diese Bücher wurden nicht öffentlich verkauft, und sie trugen den Namen keines verantwortlichen Autors. Die jakobitischen Schriftsteller im allgemeinen waren hämisch boshaft und fragten durchaus nichts nach Wahrheit. Da die Macdonalds sich nicht beschwerten, so hatte ein kluger Mann natürlich keine Lust, sich das Mißfallen des Königs, der Minister und der mächtigsten Familie Schottland's zuzuziehen, indem er eine Anklage zu erheben wagte, die sich auf nichts als von Mund zu Mund gehende Gerüchte oder auf Pamphlets gründete, welche kein Censor erlaubt, auf die kein Verfasser seinen Namen gesetzt und die kein Buchhändler auszustellen wagte. Doch mag dies die richtige Lösung sein oder nicht, soviel ist gewiß, daß die Stände nach einer zweimonatlichen Session, während der, soweit es sich jetzt noch ermitteln läßt, der Name Glencoe im Parlamentshause nicht ein einziges Mal erwähnt wurde, ruhig auseinandergingen.
Fußnoten
[1] London Gazette vom 14. März 1692.
[2] Die Schweden kamen zwar noch, aber erst als der Feldzug zu Ende war. London Gazette vom 10. Sept. 1691.
[3] Wilhelm an Heinsius, 14. (24.) März 1692.
[4] Wilhelm an Heinsius, 2. (12.) Febr. 1692.
[5] Wilhelm an Heinsius, 12. (22.) Jan. 1692.
[6] Wilhelm an Heinsius, 19. (29.) Jan. 1692.
[7] Burnet, II. 82, 83.; Correspondenz zwischen Wilhelm und Heinsius an mehreren Stellen.
[8] +Mémoires de Torcy.+
[9] Wilhelm an Heinsius, 28. Oct. (8. Nov.) 1691.
[10] Wilhelm an Heinsius, 19. (29.) Jan. 1692.
[11] Seine Briefe an Heinsius sind voll von diesem Gegenstande.
[12] Siehe die Briefe aus Rom unter den +Nairne Papers+. Die von 1692 sind von Lytcott, die von 1693 vom Cardinal Howard, die von 1694 vom Bischof Ellis, die von 1695 vom Lord Perth. Sie alle sprechen sich übereinstimmend aus.
[13] Wilhelm's Correspondenz mit Heinsius; London Gazette vom 4. Febr. 1691. In einem 1693 erschienenen Pasquill, betitelt: »+La Foire d'Ausbourg, Ballet Allégorique+«, wird der Kurfürst von Sachsen folgendermaßen redend eingeführt:
+»Moy, je diray naïvement, Qu'une jartière d'Angleterre Feroit tout mon empressement; Et je ne vois rien sur la terre Ou je trouve plus d'agrément.«+
[14] Wilhelm's Correspondenz mit Heinsius. In den Memoiren des Grafen Dohna findet sich eine interessante Mittheilung über Schöning.
[15] Burnet +II.+ 84.
[16] +Narcissus Luttrell's Diary.+
[17] Monthly Mercury vom Januar und April 1693; Burnet +II.+ 84. In dem Burnet-Manuscript, Harl. 6584, findet sich eine feurige Lobrede auf den Kurfürsten von Baiern. Als das Manuscript geschrieben wurde, war er mit England gegen Frankreich verbündet. In der Geschichte, welche zum Druck vorbereitet wurde, als er mit Frankreich gegen England verbündet war, ist die Lobrede weggelassen.
[18] »+Nec pluribus impar.+«
[19] +Mémoires de Saint-Simon;+ Dangeau; Racine's Briefe und Erzählung betitelt: +Relation de ce qui s'est passé au Siège de Namur+; Monthly Mercury vom Mai 1692.
[20] +Mémoires de Saint-Simon+; Racine an Boileau, 21. Mai 1692.
[21] Monthly Mercury für Juni; Wilhelm an Heinsius, 26. Mai (5. Juni) 1692.
[22] Wilhelm an Heinsius, 26. Mai (5. Juni) 1692.
[23] Monthly Mercuries von Juni und Juli 1692; London Gazette vom Juni; Gazette de Paris; +Mémoires de Saint-Simon; Journal de Dangeau;+ Wilhelm an Heinsius, 30. Mai (9. Juni), 2. (12.) Juni, 11. (21.) Juni; Vernon's Briefe an Colt, abgedruckt in Tindal's Geschichte; Racine's Erzählungen und Briefe an Boileau vom 15. und 24. Juni.
[24] +Mémoires de Saint-Simon.+
[25] London Gazette vom 30. Mai 1692; +Mémoires de Saint-Simon; Journal de Dangeau; Boyer's History of William III.+
[26] +Mémoires de Saint-Simon; Voltaire, Siècle de Louis XIV.+ Voltaire spricht mit einer wahrscheinlich gerechten Verachtung von der Darstellung dieser Angelegenheit in den +Causes Célèbres+. Siehe auch die Briefe der Frau von Sévigné während der Monate Januar und Februar 1680. In mehreren englischen Schmähschriften wird Luxemburg seiner Häßlichkeit wegen spottweise Aesop und in Anspielung auf seinen Verkehr mit La Voisin ein Hexenmeister genannt. In einer jakobitischen Allegorie heißt er der Nekromant Grandorsio. In +Narcissus Luttrell's Diary+ vom Juni 1692 wird er ein Geisterbeschwörer genannt. Ich habe einige englische Karrikaturen auf Luxemburg's Gestalt gesehen.
[27] +Mémoires de Saint-Simon; Mémoires de Villars;+ Racine an Boileau, vom 21. Mai 1692.
[28] London Gazette vom 4., 8., 11. August 1692; Gazette de Paris, 9., 16. Aug.; +Voltaire Siècle de Louis XIV.+; Burnet +II.+, 97; +Mémoires de Berwick+; Dykvelt's Brief an die Generalstaaten vom 4. Aug. 1692. Siehe auch die sehr interessante Debatte, welche am 21. Nov. 1692 im Hause der Gemeinen stattfand. Eine englische Uebersetzung von Luxemburg's sehr sorgfältig ausgearbeiteter und gewandt geschriebener Depesche findet man im Monthly Mercury vom September 1692. Das Original ist unlängst in der neuen Ausgabe von Dangeau abgedruckt. Ludwig erklärte sie für die beste Depesche, die er je gelesen. Der Herausgeber des Monthly Mercury behauptet, sie sei in Paris fabricirt worden. »Etwas Andres zu glauben,« sagt er, »ist Thorheit; als ob Luxemburg so viel Zeit hätte haben können, einen so langen Brief zu schreiben, mehr wie ein Schulfuchs denn wie ein General, oder vielmehr wie der aufsichtführende Schüler in einer Schule, der seinem Lehrer über das Betragen der anderen Knaben Bericht erstattet.« In dem Monthly Mercury findet man auch die französische officielle Liste der Gefallenen und Verwundeten. Von allen Berichten über die Schlacht scheint mir der beste der in Feuquières' Memoiren enthaltene. Er ist durch eine Karte erläutert. Feuquières theilt Lob und Tadel sehr unparteiisch zwischen den Generälen. Die Traditionen der englischen Soldatentische hat uns Sterne erhalten, der auf den Knien der alten Soldaten Wilhelm's aufwuchs. »Die Regimenter Cutts',« fuhr der Korporal fort, indem er den Zeigefinger der rechten Hand an den Daumen der linken legte und an den Fingern weiter zählte, »die Regimenter Cutts', Mackay's, Angus', Graham's und Leven's, Alle wurden in Stücke gehauen, und den englischen Leibgarden wäre es nicht besser ergangen, wenn nicht einige Regimenter von der Rechten muthig zu ihrer Rettung herbeigeeilt wären, welche das Feuer des Feindes gerade ins Gesicht bekamen, noch ehe eines ihrer Pelotons nur einen Schuß abgefeuert hatte. Sie werden dafür in den Himmel kommen,« setzte Trim hinzu.
[29] +Voltaire, Siècle de Louis XIV.+
[30] Langhorne, der vornehmste Laienagent der Jesuiten in England, wählte seine Werkzeuge, wie er Tillotson bekannte, stets nach diesem Prinzip. Burnet +I.+ 230.
[31] Ich habe die Geschichte von Grandval's Complot hauptsächlich seinem eignen Bekenntnisse entlehnt. Frau von Maintenon habe ich nicht erwähnt, weil Grandval sie in seinem Bekenntnisse nicht erwähnt. Die ihr zur Last gelegte Beschuldigung stützt sich einzig und allein auf Dumont's Autorität. Siehe auch +A True Account of the horrid Conspiracy against the Life of His most Sacred Majesty William III., 1692; Reflections upon the late horrid Conspiracy contrived by some of the French Court to murder His Majesty in Flanders, 1692+; Burnet +II.+ 92; Vernon's Briefe aus dem Lager an Colt, veröffentlicht von Tindal; London Gazette vom 11. August. Die Gazette de Paris enthält kein Wort über den Gegenstand, -- ein sehr bezeichnendes Stillschweigen.
[32] London Gazette vom 20. und 24. October 1692.
[33] Siehe seinen Rapport bei Burchett.
[34] London Gazette vom 28. Juli 1692. Siehe die Beschlüsse des Kriegsraths bei Burchett. In einem vom 10. Juli datirten Briefe an Nottingham sagt Russell: »In sechs Wochen wird das was wir Sommer nennen, so ziemlich zu Ende sein.« +Lords' Journals, Dec. 19. 1692.+
[35] Monthly Mercury, Aug. und Sept. 1692.
[36] +Evelyn's Diary, July 25. 1692;+ Burnet +II+. 94. 95., und Lord Dartmouth's Note. Die Geschichte des Streits zwischen Russell und Nottingham ist am besten aus den Protokollen und Debatten des Parlaments von der Session 1692/93 zu ersehen.
[37] +Commons' Journals, Nov. 19. 1692; Burnet +II.+ 95; Grey's Debates, Nov. 21. 1692;+ Pariser Gazette vom August und September; +Narcissus Luttrell's Diary, Sept.+
[38] Siehe Bart's +Letters of Nobility+ und die Pariser Gazette vom Herbst 1692.
[39] +Mémoires de Du Gay Trouin.+
[40] London Gazette vom 11. Aug. 1692; +Evelyn's Diary, Aug. 10+; Monthly Mercury vom September; +A Full Account of the late dreadful Earthquake at Port Royal in Jamaica, licensed Sept. 9. 1692.+
[41] +Evelyn's Diary, June 25., Oct. 1. 1690; Narcissus Luttrell's Diary, June 1692, May 1693; Monthly Mercury, April, May, June 1693; Tom Brown's Description of a Country Life, 1692.+
[42] +Narcissus Luttrell's Diary, Nov. 1692.+
[43] Siehe zum Beispiel die London Gazette vom 12. Jan. 1693.
[44] +Narcissus Luttrell's Diary, Dec. 1692.+
[45] +Ibid. Jan. 1693.+
[46] +Ibid. July 1692.+
[47] +Evelyn's Diary, Nov. 20. 1692; Narcissus Luttrell's Diary;+ London Gazette vom 24. Nov.; Hop an den Greffier der Generalstaaten, 18. (28.) Nov.
[48] London Gazette vom 19. Dec. 1692.
[49] +Narcissus Luttrell's Diary, Dec. 1692.+
[50] +Ibid. Nov. 1692.+
[51] +Ibid. Aug. 1692.+
[52] Hop an den Greffier der Generalstaaten, 23. Dec. (2. Jan.) 1692/93. Die holländischen Depeschen von diesem Jahre sind voll von Geschichten von Räubereien.
[53] Hop an den Greffier der Generalstaaten, 23. Dec. (2. Jan.) 1692/93; +Historical Records of the Queen's Bays, published by authority; Narcissus Luttrell's Diary, Nov. 15.+
[54] +Narcissus Luttrell's Diary, Dec. 22.+
[55] +Ibid. Dec. 1692;+ Hop, 3. (13.) Jan. Hop nennt Whitney »+den befaamsten roover in Engelandt.+«
[56] London Gazette vom 2. Jan. 1692/93.
[57] +Narcissus Luttrell's Diary, Jan. 1692/93.+
[58] +Ibid. Dec. 1692+
[59] +Ibid. January, February;+ Hop, 31. Jan. (10. Febr.) und 3. (13. Febr.) 1693; Brief an den Sekretär Trenchard, 1694; +New Court Contrivances or more Sham Plots still, 1693.+
[60] +Lords'+ und +Commons' Journals, Nov. 4., Jan. 1692.+
[61] +Commons' Journals, Nov. 10. 1692.+
[62] Siehe die +Lords' Journals+ vom 7. bis 18. Nov. 1692; Burnet +II+. 102. Tindal's Darstellung dieser Vorgänge ist Briefen des Unterstaatssekretärs Warre an Colt, Gesandten in Hannover, entnommen. +Letter to Secretary Trenchard, 1694.+
[63] +Lords' Journals, Dec. 7.;+ Tindal, aus den Colt'schen Briefen; Burnet +II.+ 105.
[64] +Grey's Debates, Nov. 21. 23. 1692.+
[65] +Grey's Debates, Nov. 21. 1692;+ Colt's Briefe in Tindal.
[66] Tindal, Colt's Briefe; +Commons' Journals, Jan. 11. 1692/93.+
[67] Colt's Briefe bei Tindal; +Lords' Journals+ vom 6. bis 19. Dec. 1692.
[68] Ueber die Vorgänge dieses Tages im Hause der Gemeinen sehe man die Protokolle vom 20. Dec. und den Brief von Robert Wilmot, Mitglied für Derby, an seinen Collegen, Anchitel Grey, in Grey's +Debates+.
[69] +Commons' Journals, Jan. 4. 1692/93.+
[70] Colt's Briefe bei Tindal; +Commons' Journals, Dec. 16, 1692, Jan. 11. 1692/93.+ Burnet +II.+ 104.
[71] Die heftige Antipathie des englischen Adels gegen die holländischen Günstlinge wird in einer 1698 von Renaudot geschriebenen höchst interessanten Note erwähnt, die sich in den Archiven des französischen Ministeriums des Auswärtigen befindet.
[72] Colt's Briefe bei Tindal; +Lords' Journals, Nov. 28., 29. 1692, Feb. 18., 24. 1692/93.+
[73] +Grey's Debates, Nov. 18. 1692; Commons' Journals Nov. 18., Dec. 1. 1692.+
[74] Siehe Cibbers' +Apologie+ und Mountford's +Greenwich Park+.
[75] Siehe Cibbers' +Apology+, Tom Brown's Werke und überhaupt die Werke jedes Schöngeistes und Humoristen der Stadt.
[76] Das englische Wortspiel mit +fair+, was schön, aber auch unparteiisch, ehrlich bedeutet, läßt sich im Deutschen nicht wiedergeben. -- D. Uebers.
[77] Meine Hauptquelle für diesen Prozeß ist die in Howell's Sammlung enthaltene Darstellung desselben. Man sehe ferner +Evelyn's Diary+ unterm 4. Febr. 1692/93. Auch habe ich einige Umstände aus +N. Luttrell's Diary+, aus einem Briefe an Sancroft, der sich unter den Tanner-Manuscripten in der Bodlejanischen Bibliothek befindet, und aus zwei Briefen von Brewer an Wharton, ebenfalls in der Bodlejanischen Bibliothek, entnommen.
[78] +Commons' Journals, Nov. 14. 1692.+
[79] +Commons' Journals+ von dieser Session, namentlich vom 17. Nov., 10. Dec., 25. Febr. und 3. März; Colt's Briefe bei Tindal.
[80] +Commons' Journals, Dec. 10.;+ Colt's Briefe bei Tindal.
[81] Siehe +Coke's Institutes+, Theil II, Kap. 1. Im Jahre 1566 betrug eine Subsidie 120,000 _l._, im Jahre 1598 78,000 _l._; als Coke seine +Institutes+ schrieb, gegen das Ende der Regierung Jakob's I. 70,000 _l._ Clarendon sagt uns, daß 1640 zwölf Subsidien auf ungefähr 600,000 _l._ geschätzt wurden.
[82] Siehe die alten Grundsteueracten und die Debatten über die Grundsteuerablösungsbill von 1798.
[83] +Lord's Journals, Jan. 16, 17, 18, 19. 20.; Commons' Journals, Jan. 17, 18, 20. 1692;+ Tindal, aus den Colt'schen Briefen; Burnet +II+. 104, 105. Burnet hat sich eines unrichtigen Ausdrucks bedient, den Tindal, Ralph und Andere abgeschrieben haben. Er sagt, die Frage sei gewesen, ob die Lords sich selbst besteuern sollten. Die Lords machten in keiner Weise das Recht geltend, den Betrag, der ihnen durch die Bill, wie sie ihnen zugesandt wurde, aufgelegten Besteuerung abzuändern. Sie verlangten bloß, daß ihre Güter nicht durch die gewöhnlichen Commissare, sondern durch Specialcommissare höheren Ranges abgeschätzt werden sollten.
[84] +Commons' Journals, Dec. 2. (12.) 1692.+
[85] Diese Darstellung des Ursprungs des Actienschwindels in der City von London habe ich hauptsächlich nach einer höchst interessanten periodischen Schrift, betitelt: +»Collection for the Improvement of Husbandry and Trade, by J. Houghton, F. R. S.«+ entworfen. Sie ist thatsächlich eine wöchentliche Geschichte der Handelsspekulationen jener Zeit. Ich habe mehrere Jahrgänge durchgesehen. In Nr. 33, vom 17. März 1692/93, sagt Houghton: »Das Kaufen und Verkaufen von Actien ist einer der großen jetzt florirenden Handelszweige. Ich finde aber, daß sehr Viele nichts davon verstehen.« Unterm 13. und 22. Juni 1694 schildert er den ganzen Prozeß des Börsenspiels. Unterm 13. Juli des nämlichen Jahres spricht er zuerst von Zeitkäufen. Wer über die im Texte genannten Compagnien Näheres wissen will, der lese Houghton's Sammlung und eine 1695 erschienene Flugschrift, betitelt: +Angliae Tutamen.+
[86] +Commons' Journals; Stat. 4. W. & M. C. 3.+
[87] Siehe eine höchst bedeutsame Anmerkung in Hume's +History of England,+ Anhang +III+.
[88] +Wealth of Nations,+ Buch +V+. Kap. 3.
[89] Wesley fiel diese Anomalie im Jahre 1745 auf. Siehe sein Tagebuch.
[90] Pepys, 10. Juni 1668.
[91] Siehe die Politik, +IV+. 13.
[92] Die Bill befindet sich in den Archiven des Hauses der Lords.
[93] +Lords' Journals, Jan. 3. (13.) 1692/93.+
[94] +Introduction to the Copies and Extracts of some Letters written to and from the Earl of Danby, now Duke of Leeds, published by His Grace's Direction, 1710.+
[95] +Commons' Journals; Grey's Debates.+ Die Bill selbst befindet sich in den Archiven des Hauses der Lords.
[96] +Dunton's Life and Errors, Autobiography of Edmund Bohun,+ privatim gedruckt 1693. Diese Selbstbiographie ist im höchsten Grade merkwürdig und interessant.
[97] +Vox Cleri+, 1689.
[98] Bohun war der Verfasser der unmittelbar nach der Revolution erschienenen +History of the Desertion+. In diesem Werke entwickelt er seine Lieblingstheorie. »Ich für meinen Theil,« sagt er, »bin erstaunt darüber, wie Jemand Bedenken tragen kann, sich dem gegenwärtigen Könige zu unterwerfen, denn wenn je ein Mensch gerechte Ursache hatte, einen Krieg zu beginnen, so war er es, und dies begründet ein Recht auf das was dadurch gewonnen wird. Indem der König seine Armee zurückzog und auflöste, trat er ihm den Thron ab, und wenn er denselben ohne weiteres bestiegen hätte, so hätte er nicht mehr gethan als alle anderen Fürsten unter gleichen Umständen gethan haben würden.«
[99] +Character of Edmund Bohun, 1692+.
[100] Dryden spricht in seinem +Life of Lucian+ in zu überschwenglichen Ausdrücken von Blount's Talenten. Aber Dryden's Urtheil war parteiisch, denn Blount's erstes Werk war ein Pamphlet zur Vertheidigung der »Eroberung von Granada.«
[101] Siehe seinen +Appeal from the Country to the City for the Preservation of His Majesty's Person, Liberty, Property, and the Protestant Religion+.
[102] Siehe den Artikel über Apollonius in Bayle's +Dictionary+. Ich sage Blount übersetzte nach der lateinischen Uebersetzung, denn sein Werk enthält zahlreiche Beweise, daß er nicht fähig war, aus dem Griechischen zu übersetzen.
[103] Siehe Gildon's Ausgabe von Blount's Werken, 1695.
[104] Wood's +Athenae Oxonienses+ unter dem Namen Heinrich Blount (Karl Blount's Vater); Lestrange's »Observator,« Nro. 290.
[105] Diese Piece wurde 1695 von Gildon in Blount's Werken abgedruckt.
[106] Daß Bount's Plagiarismus nur von wenigen seiner Zeitgenossen entdeckt wurde, ist nichts Wunderbares. Das aber ist wunderbar, daß seine +Just Vindication+ in der +Biographia Britannica+ warm gelobt wurde, ohne die mindeste Andeutung, daß alles Gute darin gestohlen ist. Die +Areopagitica+ sind nicht das einzige Werk, das er bei dieser Gelegenheit plünderte. Auch aus Bacon entnahm er eine schöne Stelle, ohne die Quelle anzuführen.
[107] Ich stehe nicht an, dieses Pamphlet Blount zuzuschreiben, obgleich es von Gildon in seinen Werken nicht aufgenommen wurde. Wenn Blount es wirklich nicht schrieb, so mußte es doch sicherlich unter seiner Leitung geschrieben worden sein. Daß zwei Literaten ohne Verabredung binnen kurzer Zeit zwei Abhandlungen hätten veröffentlichen sollen, von denen die eine aus der einen Hälfte der Areopagitica, die andre aus der andren Hälfte compilirt war, ist unglaublich. Es wird sich nachher zeigen, warum Gildon es nicht für gut fand, das zweite Pamphlet abzudrucken.
[108] Bohun's Selbstbiographie.
[109] Bohun's Selbstbiographie; +Commons' Journals, Jan. 20. 1692/93.+
[110] Bohun's Selbstbiographie; +Commons' Journals, Jan. 20. 21. 1692/93.+
[111] Oldmixon; +Narcissus Luttrell's Diary,+ Nov. und Dec. 1692; Burnet +II.+ 334; +Bohun's Autobiography.+
[112] +Burn it, Burn it!+ ein Wortspiel auf Burnet. -- D. Uebers.
[113] +Grey's Debates; Commons' Journals, Jan. 21. 23. 1692/93. Bohun's Autobiography; Kennet's Life and Reign of King William and Queen Mary.+
[114] »Die Meisten bedauerten den Bischof.« -- Bohun's Selbstbiogr.
[115] Der Beschluß der Gemeinen ist mit großer Wehmuth in den Memoiren erwähnt, welche Burnet damals schrieb. »Es sah,« sagt er, »ziemlich sonderbar aus, daß ich, der ich von meinem ersten Auftreten an unter allen Schriftstellern des Jahrhunderts vielleicht der größte Vertheidiger der öffentlichen Freiheit war, mit solcher Härte als ein Feind derselben behandelt wurde. Das kam jedoch daher, weil die Tories mich nie leiden konnten und die Whigs mich haßten, weil ich nicht in ihre Ideen und Leidenschaften einging. Aber weder dies, noch Schlimmeres, das mir vielleicht begegnet, soll hoffentlich im Stande sein, mich von den gemäßigten Prinzipien und der gerechten Vertheidigung der Freiheit des Menschengeschlechts abweichen zu lassen.« Burnet-Mscr. Harl. 6584.
[116] +Commons' Journals, Feb. 27 1692/93; Lords' Journals, Mar. 4.+
[117] +Lords' Journals, March 8. 1692/93.+