Part 11
[_Aufregung in London._] London hat kaum jemals einen so traurigen Tag erlebt als den, an welchem die Nachricht von der Schlacht bei Beachy Head eintraf. Die Schande war unerträglich und die Gefahr drohend. Wie, wenn der siegreiche Feind das that was De Ruyter gethan hatte? Wie, wenn die Seemagazine von Chatham wieder zerstört wurden? Wie, wenn der Tower selbst bombardirt werden sollte? Wie, wenn der große Wald von Masten und Raaen unterhalb der Londonbrücke in Flammen aufging?
[_Schlacht bei Fleurus._] Und dies war noch nicht Alles. Auch aus den Niederlanden waren so eben schlimme Nachrichten eingelaufen. Die verbündeten Truppen unter Waldeck hatten in der Nähe von Fleurus die Franzosen unter den Befehlen des Herzogs von Luxemburg angegriffen. Man hatte lange und heftig um die Palme des Siegs gestritten; doch endlich hatte die Geschicklichkeit des französischen Generals und die ungestüme Tapferkeit der französischen Cavallerie die Oberhand behalten.[155] So war zu gleicher Zeit die Armee Ludwig's in Flandern siegreich und seine Flotte im unbestrittenen Besitz des Kanals. Der Marschall Humieres lag mit einer ansehnlichen Streitmacht nicht weit von der Meerenge von Dover. Es war ausgesprengt worden, daß er im Begriff stehe, sich mit Luxemburg zu verbinden. Die Mittheilungen aber, welche die englische Regierung von geschickten Militärs in den Niederlanden und von Spionen unter den Jakobiten erhielt und die einem so großen Meister in der Kriegskunst wie Marlborough ernster Beachtung werth schienen, lauteten dahin, daß die Armee Humieres' unverzüglich nach Dünkirchen marschiren und dort von der Flotte Tourville's an Bord genommen werden würde.[156] Zwischen der Küste von Artois und der Nore durfte kein einzelnes Schiff, das das rothe Kreuz des Heiligen Georg in seiner Flagge führte, sich zu zeigen wagen. Die Einschiffung konnte binnen wenigen Stunden bewerkstelligt sein und ein paar weitere Stunden genügten zur Ueberfahrt. So konnte London jeden Augenblick durch die Nachricht erschreckt werden, daß dreißigtausend französische Veteranen in Kent gelandet seien und daß die Jakobiten der Hälfte der Grafschaften des Königreichs unter den Waffen ständen. Sämmtliche reguläre Truppen, welche zur Vertheidigung der Insel ausgebracht werden konnten, beliefen sich auf nicht mehr als zehntausend Mann. Es darf bezweifelt werden, ob unser Vaterland jemals eine beunruhigendere Krisis durchgemacht hat als die der ersten Juliwoche des Jahres 1690.
[_Geist der Nation._] Doch das Uebel brachte sein Heilmittel selbst mit sich. Der kannte England schlecht, der da glaubte, daß es zu gleicher Zeit von einem Aufstande und von einer Invasion bedroht sein könnte, denn die Gefahr einer Invasion war eigentlich die beste Sicherheit gegen die Gefahr eines Aufstandes. Die Sache Jakob's war die Sache Frankreich's und obgleich in den Augen flüchtiger Beobachter die französische Allianz seine Hauptstütze zu sein schien, so war sie doch in Wirklichkeit gerade das Hinderniß, das seine Restauration unmöglich machte. In dem Patriotismus, dem nur zu oft unfreundlichen und ungeselligen Patriotismus unserer Vorfahren lag zu gleicher Zeit das Geheimniß von Wilhelm's Schwäche und von seiner Stärke. Sie waren eifersüchtig auf seine Liebe zu Holland, aber sie sympathisirten aufrichtig mit seinem Hasse gegen Ludwig. Ihrem starken Nationalgefühle müssen fast alle die kleinen Widerwärtigkeiten zugeschrieben werden, welche den Thron des Befreiers von seinem Regierungsantritte bis zu seinem Tode zu einem so unbehaglichen Sitze machten. Dem nämlichen Gefühle aber ist es auch zuzuschreiben, daß sein Thron, obgleich fortwährend bedroht und oft erschüttert, doch niemals umgestürzt wurde. Denn so sehr auch sein Volk seine fremden Günstlinge haßte, seine fremden Feinde haßte es noch mehr. Die Holländer waren Protestanten, die Franzosen waren Papisten; die Holländer wurden als selbstsüchtige, habgierige, übermüthige Alliirte betrachtet, die Franzosen waren Todfeinde. Das Schlimmste was von den Holländern zu befürchten stand, war, daß sie einen zu großen Antheil an dem Patronat der Krone erlangen, daß sie einen zu großen Theil der Kriegslasten auf uns wälzen, daß sie auf unsere Kosten commercielle Vortheile erlangen konnten. Die Franzosen aber konnten uns besiegen; die Franzosen konnten uns zu Sklaven machen; die Franzosen konnten Drangsale über uns bringen gleich denen, welche die schönen Gefilde und Städte der Pfalz in eine Wüste verwandelt hatten. Es konnte den Hopfenpflanzungen von Kent ergehen wie es den Weinbergen am Neckar ergangen war. Die High Street von Oxford und der Domplatz von Salisbury konnten mit Trümmern bedeckt werden wie die, welche die Stätten bedeckten, wo einst die Paläste und Kirchen Heidelberg's und Mannheim's gestanden hatten. Das von dem alten Kirchthurm beschattete Pfarrhaus, die zwischen Bienenkörben und blühenden Apfelbäumen hervorblickende Pächterwohnung, das von hohen Ulmen umgebene gutsherrliche Schloß konnten einer Soldateska preisgegeben werden, die von Mitleid gegen gebrechliche Greise, gegen zarte Frauen und gegen Säuglinge nichts wußte. Die Worte: »Die Franzosen kommen!« unterdrückten sofort alles Murren über Abgaben und Mißbräuche, über Wilhelm's unfreundliches Wesen und Portland's einträgliche Stellen, und erweckten einen eben so hohen und unbesiegbaren Muth, wie er hundert Jahre früher die Reihen beseelte, welche Elisabeth bei Tilbury musterte. Wäre die Armee Humieres' gelandet, so würde ihr sicherlich fast jedes männliche Individuum, das fähig war, die Waffen zu tragen, entgegengetreten sein. Nicht nur die Gewehre und Piken, sondern auch die Sensen und Heugabeln würden noch nicht hingereicht haben für die Hunderttausende, die sich, jeden Glaubens- und Parteiunterschied vergessend, wie ein Mann erhoben haben würden, um den englischen Boden zu vertheidigen.
Die unmittelbare Folge der Niederlagen im Kanal und in Flandern war daher, daß sich die große Masse des Volks für einen Augenblick fest zusammenschaarte. Die nationale Abneigung gegen die Holländer schien suspendirt zu sein. Ihr tapferes Benehmen bei Beachy Head fand lauten Beifall und Torrington's Unthätigkeit wurde laut getadelt. London ging mit dem Beispiele der Einigkeit und Kraftäußerung voran, die durch die letzte Wahl hervorgerufene Gereiztheit legte sich plötzlich, alle Parteiunterschiede schwanden. Der Lordmayor wurde zur Königin beschieden. Sie ersuchte ihn so bald als möglich zu ermitteln, was die Hauptstadt thun würde, wenn der Feind es wagen sollte, eine Landung zu unternehmen. Er rief die Vertreter der Stadtviertel zusammen, besprach sich mit ihnen und kehrte nach Whitehall zurück, um zu berichten, daß sie sich einmüthig verpflichtet hätten, mit Gut und Blut der Regierung beizustehen, daß hunderttausend Pfund bereit lägen, um in die Schatzkammer eingezahlt zu werden, daß zehntausend wohlbewaffnete und ausgerüstete Londoner bereit seien, jeden Augenblick zu marschiren und daß ein Verstärkungsheer von sechs Infanterieregimentern, einem starken Reiterregiment und tausend Dragonern augenblicklich ausgehoben werden würde, ohne daß es der Krone einen Farthing kosten sollte. Von Ihrer Majestät verlange die Stadt nichts weiter, als daß sie geruhen möge, diese Truppen unter die Befehle von Offizieren zu stellen, auf die sie sich verlassen könne. Der nämliche Geist zeigte sich in allen anderen Theilen des Landes. Obgleich in den südlichen Grafschaften die Ernte bevorstand, eilten die Landleute mit ungewöhnlicher Freudigkeit zu den Sammelplätzen der Miliz. Die jakobitischen Landgentlemen, welche seit mehreren Monaten Vorbereitungen zu der allgemeinen Erhebung trafen, welche stattfinden sollte, sobald Wilhelm abgereist und Beistand aus Frankreich angelangt sein würde, verbrannten jetzt, da Wilhelm gegangen war und eine französische Invasion stündlich erwartet wurde, ihre von Jakob unterzeichneten Offizierspatente und versteckten ihre Waffen in verborgenen Wandschränken oder in Heuschobern. Die Jakobiten in den Städten wurden insultirt wo sie sich blicken ließen und mußten sich vor dem erbitterten Pöbel in ihre Häuser einschließen.[157]
[_Verhalten Shrewsbury's._] Nichts ist für Diejenigen, welche gern die Falten des menschlichen Herzens studiren, interessanter als die Wirkung, welche die öffentliche Gefahr auf Shrewsbury hervorbrachte. Einen Augenblick war er wieder der Shrewsbury von 1688. Sein Character war, obwohl beklagenswerth unbeständig, doch nicht unedel, und der Gedanke, daß er durch entschlossenes Vorangehen in der Vertheidigung seines Vaterlandes in so gefahrvoller Krisis seinen großen Fehler wieder gut machen und sich wieder Achtung erwerben könne, verlieh seinem Körper und seinem Geiste neue Energie. Er hatte sich nach Epsom zurückgezogen, in der Hoffnung daß Ruhe und reine Luft einen heilsamen Einfluß auf seine erschütterte Gesundheit und auf seinen geschwächten Geist ausüben werde. Aber wenige Stunden nach dem Eintreffen der Nachricht von der Schlacht bei Beachy Head war er in Whitehall und bot der Königin seine Börse und seinen Degen an. Man hatte die Idee gehabt, die Flotte unter den Oberbefehl eines vornehmen Edelmanns zu stellen, dem zwei erfahrene Seeoffiziere als Rathgeber beigegeben werden sollten. Shrewsbury bat darum, daß er ernannt werden möchte, wenn ein solches Arrangement zu Stande käme. Das Interesse und die Ehre jedes Bewohners des Königreichs, sagte er, sei dabei betheiligt, den Feind nicht siegreich im Kanale umherfahren zu lassen, und er werde freudig sein Leben wagen, um den verlornen Ruhm der englischen Flagge wiederherzustellen.[158]
Sein Anerbieten wurde nicht angenommen. Ueberhaupt wurde der Plan, das Commando der Seemacht zwischen einem vornehmen Manne, der die Striche des Compasses nicht kannte, und zwei wettergebräunten alten Seeleuten, die vom Kajütenjungen bis zum Admiralsrange emporgestiegen waren, wohlweislich bei Seite gelegt. Dagegen wurden energische Anstrengungen gemacht, um die verbündeten Geschwader zum Dienste auszurüsten, und nichts unterlassen, was den natürlichen Groll der Holländer besänftigen konnte. Die Königin schickte ein Mitglied des Geheimen Raths mit einer speciellen Mission an die Generalstaaten ab. Er war der Ueberbringer eines Schreibens, in welchem sie den Muth von Evertsen's tapferem Geschwader lobte. Sie versicherte ihnen, daß ihre Schiffe auf den englischen Werften ausgebessert und daß die verwundeten Holländer eben so sorgsam verpflegt werden sollten wie verwundete Engländer. Es wurde angekündigt, daß eine strenge Untersuchung der Ursachen der letzten Niederlage eingeleitet werden solle, und Torrington, der sich in der That damals nicht öffentlich hätte zeigen dürfen, wenn er sich nicht der Gefahr aussetzen wollte, in Stücken zerrissen zu werden, wurde in den Tower geschickt.[159]
Während der ersten drei Tage nach dem Eintreffen der Unglücksbotschaften von Beachy Head hatte London ein unheimliches und aufgeregtes Aussehen. Am vierten Tage aber war Alles verändert. Die Glocken läuteten, Flaggen wurden aufgezogen, in die Fenster wurden Lichter zu einer Illumination bereit gestellt, und die Leute in den Straßen schüttelten einander freudig die Hände. Es war an diesem Morgen ein Courier mit wichtigen Nachrichten aus Irland angekommen.
Fußnoten.
[1] +»Halifax a eu une reprimande sévère publiquement dans le conseil par le Prince d'Orange pour avoir trop balancé.«+ -- Avaux an De Croissy, Dublin, 16. (26.) Juni 1689. »Sein quecksilberartiger Geist,« sagt Burnet, II. 4., »vertrug sich nicht gut mit dem Phlegma des Königs.«
[2] +Clarendon's Diary, Oct. 10. 1689; Lords' Journals, Oct. 19. 1689.+
[3] +Commons' Journals, Oct. 24. 1689.+
[4] +Commons' Journals, Nov. 2. 1689.+
[5] +Commons' Journals Nov. 7. 19., Dec. 30. 1689.+ Es war damals Regel des Hauses, daß keine Petition gegen die Auflegung einer Steuer angenommen werden durfte. Diese Regel wurde nach einem sehr harten Kampf im Jahre 1842 aufgehoben. Die Petition der Juden wurde nicht angenommen und ist in den Protokollen nicht erwähnt. Etwas aber erfährt man darüber in N. Luttrell's +Diary+ und in Grey's +Debates+ unterm 19. Nov. 1689.
[6] Jakob sagt in der nämlichen Schrift, in der er zu beweisen versuchte, daß der Papst der Antichrist sei: »Ich für meine Person würde, wenn dies jetzt noch ein fraglicher Punkt wäre, von ganzem Herzen darein willigen, daß der Bischof von Rom den ersten Sitz habe.« Jakob schrieb einen interessanten Brief über diesen Gegenstand an Karl und Buckingham, als sie in Spanien waren. Heylyn sagt, als er von Laud's Unterhandlung mit Rom spricht: »So daß also der Papst sich bei uns in England mit einer Priorität anstatt einer Superiorität über die Bischöfe, und mit einem Primat anstatt einem Supremat in denjenigen Theilen des Christenthums begnügen sollte, welche meiner Ansicht nach kein Mann von Bildung und Mäßigung ihm zuzugestehen sich gesträubt haben würde.«
[7] +Stat. 1 W. & M. sess. 2. c. 2.+
[8] +Treasury Minute Book, Nov. 3. 1689.+
[9] +Commons' Journals+ und +Grey's Debates, Nov. 13. 14. 18. 19. 23. 28. 1689.+
[10] +Commons' Journals+ und +Grey's Debates, Nov. 26. 27. 1689.+
[11] +Commons' Journals, Nov. 28., Dec. 2. 1689.+
[12] +Commons' Journals+ und +Grey's Debates, Nov. 30., Dec. 2. 1689.+
[13] +London Gazette, Sept. 2. 1689.; Observations upon Mr. Walker's Account of the Siege of Londonderry, licensed Oct. 4. 1689; Narcissus Luttrell's Diary; Mr. J. Mackenzie's Narrative a False Libel, a Defence of Mr. G. Walker written by his Friend in his Absence, 1690.+
[14] +Walker's True Account, 1689; An Apology for the Failures charged on the True Account, 1689; Reflections on the Apology, 1689; A Vindication of the True Account by Walker, 1689; Mackenzie's Narrative, 1690; Mr. Mackenzie's Narrative a False Libel, 1690; Dr. Walker's Invisible Champion foyled by Mackenzie, 1690; Welwood's Mercurius Reformatus, Dec. 4. 11. 1689.+ Der oxforder Herausgeber von Burnet's Geschichte äußert sein Erstaunen über das Stillschweigen, das der Bischof in Bezug auf Walker beobachtet. In dem Burnet'schen Manuscript, Harl. 6584. befindet sich eine warme Lobrede auf Walker. Warum diese nicht in der Geschichte vorkommt, vermag ich nicht zu sagen.
[15] +Commons' Journals Nov. 18. 19. 1689+ und +Grey's Debates.+
[16] +Wade's Confession, Harl. MS. 6845.+
[17] Siehe die Vorrede zur ersten Ausgabe seiner Memoiren, Vevay, 1698.
[18] »Oberst Ludlow, ein alter Oliverianer und einer von den Richtern Karl's I., ist kürzlich aus der Schweiz in diesem Königreiche angelangt.« +Narcissus Luttrell's Diary, Septbr. 1689.+
[19] +Third Caveat against the Whigs, 1702.+
[20] +Commons' Journals Nov. 6. 8. 1689.; Grey's Debates; London Gazette, Nov. 18.+
[21] +»Omnia solum forti patria, quia patris.«+ Siehe Addison's +Travels+. Es ist ein bemerkenswerther Umstand, daß Addison, obgleich ein Whig, von Ludlow in einem Tone spricht, der sich besser für einen Tory geziemt haben würde, und über die Inschrift als scheinheiliges Geschwätz spottet.
[22] +Commons' Journals, Nov. 1. 7. 1689.+
[23] +Roger North's Life of Dudley North.+
[24] +Commons' Journals, Oct. 26. 1689.+
[25] +Lords' Journals, Oct. 26, 27. 1689.+
[26] +Commons' Journals Oct. 26. 1689.+
[27] +Commons' Journals, Oct. 26. 1689; Wood's Athenae Oxonienses; Dodd's Church History VIII. II. 3.+
[28] +Commons' Journals, Oct 28. 1689+; die Prozeßverhandlungen findet man in der +Collection of State Trials+.
[29] +Lords Journals, Nov. 2. 6. 1689.+
[30] +Lords' Journals, Dec. 20. 1689; Life of Dudley North.+
[31] Der Bericht befindet sich in den Protokollen der Lords vom 20. Dec. 1689. Hampden's Vernehmung fand am 18. Nov. statt.
[32] Dies geht meiner Ansicht nach klar hervor aus einem Briefe von Lady Montague an Lady Russell, datirt vom 23. Dec. 1689, drei Tage nach der Berichterstattung des Mordausschusses.
[33] +Commons' Journals, Dec. 14. 1689; Grey's Debates; Boyer's Life of William.+
[34] +Commons' Journals, Dec. 21; Grey's Debates; Oldmixon.+
[35] +Commons' Journals, Jan. 2. 1689/90.+
[36] So müssen, wie ich glaube, einige bedeutsame Worte in einem Briefe verstanden werden, den Wilhelm den Tag nach Sacheverell's kühnem und unerwarteten Antrage an Portland schrieb. Wilhelm berechnet die Summe der Geldbewilligungen und sagt dann: +»S'il n'y mettent des conditions que vous savez, c'est une bonne affaire: mais les Wigges sont si glorieux d'avoir vaincu qu'ils entreprendront tout.«+
[37] »Da die Autorität des Präsidentenstuhls, die Achtung und Ehrfurcht vor der Ordnung und das geziemende Verfahren bei der Debatte durch das ordnungswidrige und tumultuarische Benehmen des Hauses unwiederbringlich verloren sind.« Sir J. Trevor an den König, im Anhange zu Dalrymple's Memoiren, II. Thl. 4. Buch.
[38] +Commons' Journals, Jan. 18. 1689/90.+ Ich habe mein Möglichstes gethan, um aus sehr lückenhaften Materialien einen Bericht über diesen Kampf zusammenzustellen. Burnet's Erzählung enthält mehr Irrthümer als Seiten. Er verließ sich offenbar auf sein Gedächtniß, und dieses war ihm völlig untreu. Meine Hauptautoritäten sind die Protokolle; Grey's Debatten; Wilhelm's Briefe an Portland; die Depeschen Van Citters'; +A Letter concerning the Disabling Clauses, lately offered to the House of Commons, for regulating Corporations, 1690; The True Friends to Corporations vindicated, in an answer to a letter concerning the Disabling Clauses, 1690+; und +Some Queries concerning the Election of Members for the ensuing Parliament 1690+. Letzterem Pamphlet ist eine Liste Derer angehängt, welche für Sacheverell's Klausel stimmten. Siehe auch +Clarendon's Diary, Jan. 10. 1689/90+, und den dritten Theil des +Caveat against the Whigs, 1712+. Wilhelm's Brief vom 10. Januar schließt folgendermaßen. (Es war erst die Nachricht von der ersten Abstimmung nach Kensington gelangt.) +»Il est à présent onze eures de nuit, et à dix eures la Chambre Basse estoit encore ensemble. Ainsi je ne vous puis escrire par cette ordinaire l'issue de l'affaire. Les previos questions les Tories l'ont emporté de cinq vois. Ainsi vous pouvez voir que la chose est bien disputée. J'ay si grand somiel, et mon toux m'incomode que je ne vous en saurez dire davantage. Jusques à mourir à vous.«+
In der nämlichen Nacht schrieb Van Citters an die Generalstaaten. Er sagt die Debatte sei sehr heiß gewesen. Die Absicht der Whigs, die er die Presbyterianer nennt, habe in nichts Geringerem bestanden, als ihre Gegner von allen Aemtern auszuschließen und sich in den ausschließlichen Besitz der Macht zu bringen.
[39] +Commons' Journals, Jan. 11. 1689/90.+
[40] +Narcissus Luttrell's Diary, Jan. 16. 1690;+ Van Citters an die Generalstaaten, 21. (31.) Januar.
[41] +Commons' Journals, Jan. 16. 1689/90.+
[42] +Roger North's Life of Guildford.+
[43] Siehe den Bericht über den Prozeß in der +Collection of State Trials.+
[44] +Commons' Journals, Jan. 20. 1689/90; Grey's Debates, Jan. 18. 20.+
[45] +Commons' Journals, Jan. 21. 1689/90.+ An dem nämlichen Tage schrieb Wilhelm von Kensington an Portland: +»C'est aujourd'hui le grand jour à l'éguard du Bill of Indemnité. Selon tout ce que je puis aprendre, il y aura beaucoup de chaleur, et rien déterminer; et de la manière que la chose est entourré, il n'y a point d'aparence que cette affaire viene à aucune conclusion. Et ainsi il se pouroit que la cession fast fort courte; n'ayant plus d'argent à espérer; et les esprits s'aigrissent l'un contre l'autre de plus en plus.«+ Drei Tage später schrieb Van Citters an die Generalstaaten, daß die Aufregung wegen der Indemnitätsbill sehr groß sei.
[46] Burnet II. 39; Handschriftliches Memoir von dem ersten Lord Lonsdale unter den +Mackintosh Papers+.
[47] +Burnet II. 40.+
[48] +Narcissus Luttrell's Diary+, Januar, Februar.
[49] Wilhelm an Portland, 10. (20.) Jan. 1690. +»Les Wiges ont peur de me perdre trop tost, avant qu'ils n'ayent fait avec moi ce qu'ils veulent: car, pour leur amitié, vous savez ce qu'il y a à compter là-dessus en ce pays icy.«+
+14. (24.) Jan. -- »Me voilà le plus embarassé du monde, ne sachant quel parti prendre, estant toujours persuadé que, sans que j'aille en Irlande, l'on n'y faira rien qui vaille. Pour avoir du conseil en cette affaire, je n'en ay point à attendre, personne n'ausant dire ses sentimens. Et l'on commence déjà à dire ouvertement que ce sont des traitres qui m'ont conseillé de prendre cette résolution.«+
+21. (31.) Jan. »Je n'ay encore rien dit,«+ -- dem Parlamente, meint er, -- +»de mon voyage pour l'Irlande. Et je ne suis point encore déterminé si j'en parlerez, mais je crains que nonobstant j'aurez une adresse pour n'y point aller; ce qui m'embarasserez beaucoup, puis que c'est une nécessité absolue que j'y aille.«+
[50] Wilhelm an Portland, 28. Jan. (7. Febr.) 1690. Van Citters an die Generalstaaten von dem nämlichen Tage; +Evelyn's Diary; Lords' Journals, Jan. 27.+ Ich will Wilhelm's eigene Worte anführen: +»Vous voirez mon harangue imprimée: ainsi je ne vous en direz rien. Et pour les raisons qui m'y ont obligé je les reserverez à vous les dire jusques à vostre retour. Il semble que les Tories en sont bien aise, mais point les Wiggs. Ils estoient tous fort surpris quand je leur parlois, n'ayant communiqué mon dessin qu'à une seule personne. Je vis de visages long comme une aune, changé de couleur vingt fois pendant que je parlois. Tous ces particularités jusques à vostre heureux retour.«+
[51] +Evelyn's Diary; Clarendon's Diary, Feb. 9. 1690+; Van Citters an die Generalstaaten 31. Jan. (10. Febr.); Lonsdale-Manuscript, citirt von Dalrymple.
[52] +Narcissus Luttrell's Diary.+
[53] +Clarendon's Diary, Febr. 11. 1690.+
[54] Van Citters an die Generalstaaten, 14. (24.) Febr. 1690; +Evelyn's Diary+.
[55] Wilhelm an Portland, 28. Febr. (10. März) 1690; Van Citters an die Generalstaaten, 4. (14.) März; +Narcissus Luttrell's Diary.+
[56] Van Citters, 11. (21.) März; 1689/90; +Narcissus Luttrell's Diary.+
[57] Van Citters an die Generalstaaten 11. (21.) März 1689/90.
[58] Die Stimmen waren: für Sawyer 165, für Finch 141, für Bennet, von dem ich vermuthe, daß er ein Whig war, 87. An der Universität giebt jeder Abstimmende sein Votum schriftlich ab. Eines der bei dieser Gelegenheit abgegebenen Voten lautete: +»Henricus Jenkes, ex amore justitiae, eligit virum consultissimum Robertum Sawyer.«+
[59] Van Citters an die Generalstaaten, 18. (28.) März 1690.
[60] Es ist ergötzlich, wie ausländische Tagesschriftsteller, welche den wirklichen Zustand der Dinge in England nicht kannten, die Wichtigkeit Johann Hampden's, dessen Namen sie nicht einmal richtig schreiben konnten, übertrieben. In einem französischen Gespräch zwischen Wilhelm und dem Schatten Monmouth's sagt Wilhelm: +»Entre ces membres de la Chambre Basse étoit con certain homme hardy, opiniâtre et zélé à l'excès pour sa créance; on l'appelle Embden également dangereux par son esprit et par son crédit ... Je ne trouvay point de chemin plus court pour me délivrer de cette traverse que de casser le parlement, en convoquer un autre, et empescher que cet homme, qui me faisoit tant d'ombrages, ne fust nommé pour un des deputez au nouvel parlement.«+ -- +»Ainsi,«+ sagt hierauf der Geist, +»cette cassation de Parlament qui a fait tant de bruit et a produit tant de raisonnemens et de spéculations, n'estoit que pour exclure Embden. Mais s'il estoit si adroit et si zélé, comment as-tu pu trouver le moyen de le faire exclure du nombre des deputez?«+ Auf diese sehr verständige Frage antwortet der König: +»Il m'a fallu faire d'étranges manoeuvres pour en venir à bout.«+ -- +L'Ombre de Monmouth, 1690.+
[61] +»A présent tout dépendra d'un bon succès en Irlande, et à quoy il faut que je m'aplique entièrement pour régler le mieux que je puis toutte chose ... Je vous asseure que je n'ay pas peu sur les bras, estant aussi mal assisté que je suis.«+ Wilhelm an Portland, 28. Jan. (7. Febr.) 1690.