Part 12
„Wenn, nachdem sie ihre unheiligen Wünsche erreicht, seien es ehrgeizige Könige durch Unterwerfung eines Landes, oder unloyale Unterthanen durch rebellische Erhebung gegen ihre natürlichen Landesherren, sie eine der besagten entarteten Regierungen unter ihrem Volke errichtet haben, so ist die entweder so unrechtmäßig errichtete, oder dem wahren und rechtmäßigen Besitzer gewaltsam entrissene Autorität, da sie immerhin Gottes Autorität ist und durch die Schlechtigkeit Derer, die sie besitzen, nicht beeinträchtigt wird, jederzeit in Ehren zu halten und ihm zu gehorchen, sobald solche Aenderungen sich vollständig befestigt haben, und die Leute aller Art, vom geistlichen wie vom Laienstande, müssen ihr unterthan sein, nicht allein aus Furcht, sondern auch aus Gewissenspflicht.”
Dann folgt die Regel:
„Wenn Jemand behaupten wollte, daß, wenn eine solche neue Regierungsform, die mit einem Aufstande begonnen, sich nachmals vollkommen befestigt hat, die ihnen innewohnende Autorität nicht von Gott stamme, oder daß irgend Jemand, der auf dem Gebiete einer solchen Regierung wohnt, nicht verbunden sei, sich der Autorität Gottes, welche daselbst ausgeübt wird, zu unterwerfen, sondern sich gegen dieselbe auflehnen dürfe, der würde sehr irren.”
[61] Eine Aufzählung aller der Schriften, die ich über Sherlock’s Apostasie gelesen habe, wurde den Leser ermüden. Ich will einige von verschiedenem Character anführen. +Parkinson’s Examination of D. Sherlock’s Case of Allegiance, 1691; Answer to D. Sherlock’s Case of Allegiance, by a London Apprentice, 1691; The Reasons of the New Convert’s taking thie Oaths to the present Government, 1691; Utrum horum? or God’s ways of disposing of Kingdoms, and some Clergymen’s ways of disposing of them, 1691; Sherlock and Xanthippe, 1691; Saint Paul’s Triumph in his Sufferings for Christ, by Matthew Bryan, L. L. D., dedicated Ecclesiae sub cruce gementi; A word to a wavering Levite; The Trimming Court Divine; Proteus Ecclesiasticus, or Observations on D. Sh--’s late Case of Allegiance; The Weasil Uncased; A Whip for the Weasil; The Anti-Weasils.+ Zahlreiche Anspielungen auf Sherlock und seine Gattin finden sich in den satyrischen Schriften Tom Brown’s, Tom Durfey’s und Ned Ward’s. Siehe +Life of James, II. 318.+ Mehrere interessante Briefe über Sherlock’s Apostasie befinden sich unter den Tanner-Manuscripten. Ich will ein paar Proben von den Versen anführen, welche der +Case of Allegiance+ veranlaßte:
Kaum hatte Eva den Apfel genossen, So eilte zum Gatten sie unverdrossen Und zupfte ihn lockend am Kinn. „Mein Liebster, sprach sie, hier nimm den und koste Er wird Dir behagen, ich sag’ Dir’s zum Troste, Nichts Sündhaftes liegt für Dich drin.”
Als Hiob traurig, geknickt, ohne Hemd, Den trübsel’gen Kopf auf die Hand gestemmt, Siech lag auf Moder und Schmutz; Da raunte sein Weib ihm leise ins Ohr: „Liebst Du mich, wende zu Gott Dich empor, Vor Kummer bleibt ewig er Schutz.”
Er zweifelte erst, deshalb drang sein Gebet Zum Himmel als Frage, welchen Weg er wohl geht, Ob Jemmy oder William die Herrschaft zusteht, Was Niemand wohl leugnen kann.
Der Vorgang am Boyne war entscheidender Grund Das Gott wich göttlichem Walten zur Stund; Seine Ansicht zu ändern giebt Schande nicht kund, Was Niemand wohl leugnen kann.
Doch mit der Schrift hält dies nimmermehr Stich; Im Achten und Vierten sagt Hoseah für sich: Sie wählen sich Kön’ge, aber nicht durch mich, Was Niemand wohl leugnen kann.
[62] Die Hauptquelle für diesen Theil meiner Geschichte ist das Leben Jakob’s, besonders die höchstwichtige und interessante Stelle des zweiten Bandes, welche mit Seite 444 beginnt und auf Seite 450 endigt.
[63] Russell an Wilhelm, 10. Mai 1691, in Dalrymple’s Anhang, Theil +II+. Buch 7. Siehe auch die Memoiren von Sir John Leake.
[64] +Commons’ Journals, March 21. 24. 1679; Grey’s Debates; Observator.+
[65] London Gazette vom 21. Juli 1690.
[66] +Life of James. II. 449.+
[67] +Shadwell’s Volunteers.+
[68] Story’s Fortsetzung; Proklamation vom 21. Febr. 1690/91; London Gazette vom 12. März.
[69] Story’s Fortsetzung.
[70] Story’s +Impartial History+; London Gazette vom 17. Nov. 1690.
[71] +Story’s Impartial History+. Das Jahr 1684 war als eine Zeit besonderer Blüthe betrachtet worden und die Zolleinnahmen waren ungewöhnlich groß gewesen. Aber der Ertrag aus sämmtlichen Häfen Irland’s während des ganzen Jahres belief sich auf nur hundertsiebenundzwanzigtausend Pfund. Siehe Clarendon’s Memoiren.
[72] Story’s Geschichte und Fortsetzung; London Gazette vom 29. Sept. 1690 und vom 8. Jan. und 12. März 1690/91.
[73] Siehe die Protokolle der Lords vom 2. und 7. März 1692/93 und die der Gemeinen vom 16. Dec. 1693 und 29. Jan. 1693/94. Die Geschichte, die im besten Falle schlimm genug ist, wurde von den persönlichen und politischen Feinden der Lords Justices mit Zusätzen erzählt, welche das Haus der Gemeinen augenscheinlich als verleumderisch betrachtete, wofür ich sie auch wirklich halte. Siehe den +Gallienus Redivivus+. Die Erzählung, welche Oberst Robert Fitzgerald, ein Mitglied des Geheimen Raths und Augenzeuge, unter eidlicher Erhärtung dem Hause der Lords schriftlich einreichte, scheint mir vollkommen glaubwürdig. Es ist sonderbar, daß Story, obgleich er die Ermordung der Soldaten erwähnt, nichts von Gafney sagt.
[74] +Burnet II. 66; Leslie’s Answer to King.+
[75] +Macariae Excidium;+ Fumeron an Louvois vom 31. Jan. (10. Febr.) 1691. Es muß bemerkt werden, daß Kelly, der Verfasser des +Macariae Excidium+, und Fumeron, der französische Intendant, durchaus unverwerfliche Zeugen sind. Sie befanden sich damals beide innerhalb der Mauern von Limerick. Man hat keinen Grund, die Unparteilichkeit des Franzosen zu bezweifeln, und der Irländer war für seine Landsleute eingenommen.
[76] +Story’s Impartial History+ und Fortsetzung, und die London Gazette vom December, Januar, Februar und März 1690/91.
[77] Es ist auffallend, daß Avaux, der doch ein sehr scharfsichtiger Menschenkenner war, Berwick bedeutend unterschätzte. In einem Briefe an Louvois von 15. (25.) Oct. 1689 sagt er: +„Je ne puis m’empescher de vous dire qu’il est brave de sa personne, à ce que l’on dit, mais que c’est un aussy mechant officier qu’il en ayt, et qu’il n’a pas le sens commun.”+
[78] +Leslie’s Answer to King; Macariae Excidium.+
[79] +Macariae Excidium.+
[80] +Macariae Excidium; Life of James, II. 422; Mémoires de Berwick.+
[81] +Macariae Excidium.+
[82] +Macariae Excidium; Mémoires de Berwick.+
[83] +Life of James, II. 433, 451.;+ Story’s Fortsetzung.
[84] +Life of James, II. 438; Light to the Blind;+ Fumeron an Louvois, 22. April (2. Mai) 1691.
[85] +Macariae Excidium; Mémoires de Berwick; Life of James, II. 451, 452.+
[86] +Macariae Excidium;+ Burnet II. 78; Dangeau; +The Mercurius Reformatus, June 5. 1691.+
[87] +An exact Journal of the victorious progress of their Majesties forces under the command of General Ginckle this summer in Ireland, 1691;+ Story’s Fortsetzung; Mackay’s Memoiren.
[88] London Gazette vom 18. und 22. Juni 1691; Story’s Fortsetzung; +Life of James, II. 452+. Der Verfasser des letztgenannten Werks beschuldigt den Gouverneur der Verrätherei oder Feigheit.
[89] London Gazette von 22. und 25. Juni und 2. Juli 1691; Story’s Fortsetzung; +Exact Journal+.
[90] +Life of James, II. 373, 376, 377.+
[91] +Macariae Excidium.+ Ich muß bemerken, daß dies eine von den vielen Stellen ist, die mich bestimmen, den lateinischen Text für den Urtext zu halten. Im Lateinischen heißt es: +„Oppidum ad Salaminium amnis latus recentibus ac sumptuosioribus aedificiis attollebatur; antiquius et ipsa vetustate incultius quod in Paphiis finibus exstructum erat.”+ Die englische Version lautet: „Die Stadt auf der Seite von Salaminia war besser gebaut als auf der von Paphia.” Im Lateinischen findet man gewiß die Specialitäten, die wir von einer Person erwarten dürfen, welche Athlone vor dem Kriege gekannt hatte. Die englische Version ist erbärmlich. Ich brauche wohl kaum zu sagen, daß die paphische Seite Connaught, die salaminische Leinster ist.
[92] Ich habe mehrere gleichzeitige Pläne von Athlone zu Rathe gezogen. Einen findet man in Story’s Fortsetzung.
[93] +Diary of the Siege of Athlone, by an Engineer of the Army, a Witness of the Action, licensed July 11. 1691;+ Story’s Fortsetzung; London Gazette vom 2. Juli 1691; Fumeron an Louvois, 28. Juni (8. Juli) 1691. Die Erzählung dieses Angriffs im +Life of James II. 453+ ist ein alberner Roman. Sie scheint nicht den Originalmemoiren des Königs entnommen zu sein.
[94] +Macariae Excidium.+ Hier glaube ich abermals einen deutlichen Beweis dafür zu erblicken, daß die englische Version dieses interessanten Werks nur eine schlechte Uebersetzung aus dem Lateinischen ist. Der englische Text sagt blos: „Lysander” (Sarsfield) „beschuldigte ihn einige Tage früher in Gegenwart des Generals,” ohne anzugeben, worin die Beschuldigung bestand. Das lateinische Original aber lautet: +„Acriter Lysander, paucos ante dies, coram praefecto copiarum illi exprobraverat nescio quid, quod in aula Syriaca in Cypriorum opprobrium effutivisse dicebatur.”+ Der englische Uebersetzer hat durch Weglassung der wichtigsten Worte und durch Anwendung des Imperfectums anstatt des Plusquamperfectums die ganze Stelle bedeutungslos gemacht.
[95] Story’s Fortsetzung; +Macariae Excidium;+ Daniel Macneal an Sir Arthur Rawdon vom 28. Juni 1691 in den +Rawdon Papers+.
[96] London Gazette vom 6. Juli 1601; Story’s Fortsetzung; +Macariae Excidium; Light to the Blind.+
[97] +Macariae Excidium; Light to the Blind.+
[98] +Life of James, II. 460; Life of William, 1702.+
[99] Story’s Fortsetzung; Mackay’s Memoiren; +Exact Journal; Diary of the Siege of Athlone.+
[100] Story’s Fortsetzung; +Macariae Excidium+; Burnet, II. 78, 79; London Gazette vom 6. und 13. Juli 1689; Fumeron an Louvois, 30. Juni (10. Juli) 1690; +Diary of the Siege of Athlone; Exact Account+.
[101] Story’s Fortsetzung; +Life of James, II. 455;+ Fumeron an Louvois, 30. Juni (10. Juli) 1690; London Gazette vom 13. Juli.
[102] Die Geschichte, wie sie von den Feinden Tyrconnel’s erzählt wird, findet sich im +Macariae Excidium+ und in einem Briefe von Felix O’Neill an die Gräfin von Antrim vom 10. Juli 1691. Dieser Brief wurde nach der Schlacht von Aghrim auf der Leiche Felix O’Neill’s gefunden. Er ist in den +Rawdon Papers+ abgedruckt. Die andre Geschichte wird in Berwick’s Memoiren und in +Light to the Blind+ erzählt.
[103] +Macariae Excidium; Life of James, II. 436; Light to the Blind.+
[104] +Macariae Excidium.+
[105] Story’s Fortsetzung.
[106] Burnet, II. 79; Story’s Fortsetzung.
[107] „Sie behaupteten das Feld länger als sie es sonst gewohnt waren,” sagt Burnet. „Sie benahmen sich wie Männer einer andren Nation,” sagt Story. „Man hat nie gehört, daß die Irländer mit größerer Entschlossenheit gekämpft hätten,” sagt die London Gazette.
[108] Story’s Fortsetzung; London Gazette vom 20. und 23. Juli 1691; +Mémoires de Berwick; Life of James, II. 456; Burnet, II. 79; Macariae Excidium; Light to the Blind;+ Brief aus dem englischen Lager an Sir Arthur Rawdon in den +Rawdon Papers; History of William the Third, 1702.+
Die Erzählungen, auf die ich verwiesen habe, weichen sehr von einander ab. Auch kann die Verschiedenheit nicht lediglich oder auch nur hauptsächlich der Parteilichkeit zugeschrieben werden. Denn keine anderen zwei Darstellungen weichen mehr von einander ab als die in Jakob’s Leben und die in den Memoiren seines Sohnes.
Wahrscheinlich weil Saint-Ruth gefallen und D’Usson abwesend war, findet sich im französischen Kriegsministerium keine Depesche, die einen detaillirten Bericht von der Schlacht enthält.
[109] Story’s Fortsetzung.
[110] Story’s Fortsetzung; +Macariae Excidium; Life of James, II. 464+; London Gazette vom 30. Juli und 17. Aug. 1691; +Light to the Blind+.
[111] Story’s Fortsetzung; +Macariae Excidium; Life of James, II. 459+; London Gazette vom 30. Juli und 3. Aug. 1691.
[112] So äußerte er sich in einem von 5. (15.) August datirten Briefe an Ludwig XIV. Dieser Brief, dessen Handschrift nicht leicht zu entziffern ist, befindet sich im französischen Kriegsministerium. +Macariae Excidium; Light to the Blind+.
[113] +Macariae Excidium; Life of James, II. 461, 462.+
[114] +Macariae Excidium; Life of James, II. 459, 462;+ London Gazette vom 31. Aug. 1691; +Light to the Blind;+ D’Usson und Tessé an Barbesieux vom 13. (23.) August.
[115] Story’s Fortsetzung; D’Usson und Tessé an Barbesieux, 15. (25.) Aug. 1691. Ein ungedruckter Brief von Nagle an Lord Merion vom 15. Aug. Dieser Brief wird von Mr. O’Callaghan in einer Note zum +Macariae Excidium+ angeführt.
[116] +Macariae Excidium;+ Story’s Fortsetzung.
[117] Story’s Fortsetzung; London Gazette vom 28. Sept. 1691; +Life of James II. 463; Diary of the Siege of Limerick, 1692; Light to the Blind.+ In dem unter den Archiven des französischen Kriegsministerium befindlichen Bericht über die Belagerung heißt es, daß die irische Reiterei sich schlechter benommen habe als die Infanterie.
[118] Story’s Fortsetzung; +Macariae Excidium;+ R. Douglas an Sir A. Rawdon, 28. Sept. 1691, in den +Rawdon Papers+; London Gazette vom 8. Oct.: +Diary of the Siege of Lymerick; Light to the Blind; Account of the Siege of Limerick+ in den Archiven des französischen Kriegsministeriums.
Der Bericht von dieser Affaire in dem Leben Jakob’s, II. 464, verdient bloß wegen seiner besondern Ungereimtheit erwähnt zu werden. Der Verfasser erzählt uns, daß siebenhundert Irländer sich einige Zeit gegen eine viel stärkere Truppenmacht hielten, und er spendet ihrem Heldenmuthe warmes Lob. Er kannte jedoch einen Umstand, der zum Verständniß der Sache sehr wesentlich ist, entweder gar nicht, oder fand nicht für gut denselben zu erwähnen: daß nämlich diese siebenhundert Mann sich in einem Fort befanden. Daß eine Besatzung ein Fort einige Stunden gegen eine Uebermacht vertheidigte, ist sicherlich nichts Wunderbares. Forts werden deshalb gebaut, weil sie von Wenigen gegen Viele vertheidigt werden können.
[119] +Account of the Siege of Limerick+ in den Archiven des französischen Kriegsministeriums; Story’s Fortsetzung.
[120] D’Usson an Barbesieux vom 4. (14.) Oct. 1691.
[121] +Macariae Excidium.+
[122] Story’s Fortsetzung; +Diary of the Siege of Lymerick.+
[123] London Gazette vom 8. Oct. 1691; Story’s Fortsetzung; +Diary of the Siege of Lymerick.+
[124] +Life of James, 464. 465.+
[125] Story’s Fortsetzung.
[126] Story’s Fortsetzung; +Diary of the Siege of Lymerick+; London Gazette vom 15. Oct. 1691.
[127] Die Artikel des Civilvertrags sind oft gedruckt worden.
[128] Story’s Fortsetzung; +Diary of the Siege of Lymerick.+
[129] Story’s Fortsetzung; +Diary of the Siege of Lymerick.+
[130] Story’s Fortsetzung. Seine Erzählung wird durch das Zeugniß bestätigt, das ein anwesender irischer Hauptmann uns in schlechtem Latein hinterlassen hat. +„Hic apud sacrum omnes advertizantur a capellanis ire potius in Galliam.”+
[131] D’Usson und Tessé an Barbesieux, 7. (17.) Oct. 1691.
[132] Daß zwischen den Celten von Ulster und denen der südlichen Provinzen geringe Sympathie herrschte, geht aus der interessanten Denkschrift hervor, welche der Agent Baldearg O’Donnel’s Avaux übergab.
[133] Briefbuch des Schatzamts, 19. Juni 1696; Protokolle des irischen Hauses der Gemeinen, 7. Nov. 1717.
[134] Dies erzähle ich auf Mr. O’Callaghan’s Autorität. +History of the Irish Brigades.+ Anmerkung 47.
[135] „Es giebt,” schrieb Junius achtzig Jahre nach der Kapitulation von Limerick, „eine gewisse Familie in diesem Lande, der die Natur eine erbliche Characterschlechtigkeit verliehen zu haben scheint. Soweit man ihre Geschichte kennt, hat der Sohn regelmäßig die Laster des Vaters in verstärktem Grade besessen und hat Sorge getragen, sie rein und unvermindert in die Brust seines Nachfolgers zu verpflanzen.” An einer andren Stelle sagt er von dem Mitgliede für Middlesex: „Er hat selbst dem Namen Luttrell Schande gemacht.” In Anspielung auf die Verbindung des Herzogs von Cumberland mit Mrs. Horton, die eine geborne Luttrell war, ruft er aus: „Das Parlament habe Acht darauf! Ein Luttrell darf nie die Krone England’s erben.” Es ist gewiß, daß nur sehr wenige Engländer Junius’ Abscheu vor den Luttrell getheilt, ja ihn nur begriffen haben können. Warum brauchte er also Ausdrücke, welche der großen Mehrzahl seiner Leser unverständlich gewesen sein müssen? Meine Antwort darauf ist, daß Philipp Franz in der Nähe von Luttrellstown geboren wurde und die ersten zehn Jahre seines Lebens dort zubrachte.
[136] Story’s Fortsetzung; London Gazette vom 22. Oct. 1691; D’Usson und Tessé an Ludwig, 4. (14.) Oct., und an Barbesieux, 7. (17.) Oct.; +Light to the Blind.+
[137] Story’s Fortsetzung; London Gazette, 4. Jan. 1691/92.
[138] Story’s Fortsetzung; +Macariae Excidium+ und Mr. O’Callaghan’s Note; London Gazette vom 4. Jan. 1691/92.
[139] Einige interessante Facta in Bezug auf Wall, der Minister Ferdinand’s +IV.+ und Karl’s +III.+ war, findet man in den in Coxe’s +Memoirs of Spain+ veröffentlichten Briefen Sir Benjamin Keene’s und Lord Bristol’s.
[140] Dies ist Swift’s Sprache, eine Sprache, die nicht ein Mal, sondern zu wiederholten Malen und in langen Zwischenräumen geführt worden ist. In dem 1708 geschriebenen +Letter on the Sacramental Test+ sagt er: „Wenn wir (die Geistlichkeit) die Papisten dieses Königreichs ernstlich fürchteten, so würde man uns wohl kaum für so kurzsichtig halten, daß wir nicht ebenso besorgt wären wie Andere, da wir doch aller Wahrscheinlichkeit nach am meisten und unmittelbarsten von ihnen zu leiden haben würden; aber im Gegentheil, wir halten sie für ganz eben so unbedeutend wie Weiber und Kinder... Das gemeine Volk, ohne Führer, ohne Disciplin und ohne natürlichen Muth, ist wenig besser als Holzhauer und Wasserträger, und gänzlich unfähig, Unheil anzurichten, wenn es auch noch so große Lust dazu hätte.” In dem 1724 geschriebenen +Drapier’s Sixth Letter+ sagt er: „Was die Bevölkerung dieses Königreichs betrifft, so besteht sie entweder aus irischen Papisten, welche im Punkte der Macht eben so bedeutungslos sind als Frauen und Kinder, oder aus englischen Protestanten.” Ferner sagt er in dem 1731 geschriebenen +Presbiterian’s Plea of Merit+: „Der Güter der Papisten sind nur wenige, sie schmelzen zu kleinen Parcellen zusammen und vermindern sich täglich; ihre niederen Volksklassen sind in Armuth, Unwissenheit und Feigheit versunken und von eben so geringer Bedeutung wie Frauen und Kinder. Ihr Adel und ihre Gentry sind mindestens zur Hälfte ruinirt, verbannt oder bekehrt. Sie empfinden Alle schmerzlich die Nachwehen von dem was sie im letzten irischen Kriege gelitten haben. Einige von ihnen haben sich bereits ins Ausland begeben, Andere sollen die Absicht haben, ihnen zu folgen, und ich glaube wer von den Uebrigen noch etwas Grundeigenthum besitzt, ist fest entschlossen, es nie wieder um der Befestigung ihres Aberglaubens willen aufs Spiel zu setzen.”
Ich muß bemerken, daß Swift meines Wissens niemals in irgend einer seiner Schriften das Wort Irländer anwendete, um eine in Irland geborene Person angelsächsischen Stammes zu bezeichnen. Sich selbst betrachtete er eben so wenig als einen Irländer, wie ein in Calcutta geborener Engländer sich als einen Hindu betrachtet.
[141] Im Jahre 1749 war Lucas das Idol der Demokratie seiner Kaste. Es ist interessant zu hören, wie Die, welche seiner Kaste nicht angehörten, von ihm dachten. Eines der Pariahäupter, Karl O’Connor, schrieb folgendermaßen: „Weder ich noch irgend Einer von unsrer unglücklichen Bevölkerung hat ein Interesse an der Sache dieses Lucas. Ein wahrer Patriot würde nicht eine solche Bosheit gegen so unglückliche Sklaven wie wir gezeigt haben.” Er setzt nur zu wahr hinzu, diese Prahler, die Whigs, hätten alle Freiheit für sich allein haben wollen.
[142] In diesem Punkte war Johnson der liberalste Politiker seiner Zeit. „Die Irländer,” sagt er mit großer Wärme, „befinden sich in einem höchst unnatürlichen Zustande, denn wir sehen bei ihnen die Minorität über die Majorität herrschen.” Ich vermuthe Alderman Beckford und Alderman Sawbridge würden weit entfernt gewesen sein, mit ihm zu sympathisiren. Karl O’Connor, dessen ungünstige Meinung von dem Whig Lucas ich angeführt habe, zollt in der Vorrede zu seinen +Dissertations on Irish History+ der Liberalität des Tory’s Johnson hohe Anerkennung.
Achtzehntes Kapitel.
Wilhelm und Marie.
Inhalt
Seite Eröffnung des Parlaments 5 Debatten über die Gehalte und Gebühren der Beamten 6 Acte zur Ausschließung der Papisten vom Staatsdienste in Irland 7 Debatten über den ostindischen Handel 10 Debatten über die Bill zur Regulirung des Prozeßverfahrens in Hochverrathsfällen 24 Complot Marlborough’s gegen die Regierung Wilhelm’s 30 Marlborough’s Complot durch die Jakobiten verrathen 34 Marlborough’s Ungnade 34 Verschiedene Gerüchte über die Ursache von Marlborough’s Ungnade 34 Bruch zwischen Marien und Anna 36 Fuller’s Complot 38 Schluß der Session; Bill zur Feststellung der Gehalte der Richter verworfen 44 Ministerielle Veränderungen in England 47 Ministerielle Veränderungen in Schottland 48 Zustand der Hochlande 49 Breadalbane beauftragt, mit den aufständischen Clans zu unterhandeln 50 Glencoe 51 Wilhelm begiebt sich auf den Continent 68 Louvois’ Tod 68 Die französische Regierung beschließt eine Expedition gegen England zu unternehmen 71 Jakob glaubt, daß die englische Flotte freundschaftlich gegen ihn gesinnt sei 71 Verhalten Russell’s 72 Jakob wird eine Tochter geboren 73 Anstalten zur Zurückweisung der Invasion in England 74 Jakob begiebt sich zu seiner Armee bei La Hogue 74 Jakob’s Erklärung 75 Eindruck der Erklärung Jakob’s 76 Die englische und die holländische Flotte vereinigen sich 79 Stimmung der englischen Flotte 79 Schlacht bei La Hogue 80 Freude in England 84 Young’s Complot 86