Geschichte von England seit der Thronbesteigung Jakob's des Zweiten. Neunter Band: enthaltend Kapitel 17 und 18.

Part 11

Chapter 113,508 wordsPublic domain

Es gab zwar damals heftige Streitigkeiten zwischen dem Mutterlande und der Colonie; aber für diese Streitigkeiten interessirte sich die eingeborne Bevölkerung eben so wenig wie die rothen Indianer für den Streit zwischen Altengland und Neuengland über das Stempelgesetz. Die herrschende Minderheit, selbst wenn in Aufruhr gegen die Regierung, kannte keine Gnade für etwas das wie Aufruhr seitens der unterworfenen Mehrheit aussah. Keiner von den römischen Patrioten, welche Julius Cäsar ermordeten, weil er nach dem Königstitel strebte, würde das geringste Bedenken getragen haben, eine ganze Gladiatorenschule zu kreuzigen, die es versucht hätte, sich der abscheulichsten und schimpflichsten Knechtschaft zu entziehen. Keiner der virginischen Patrioten, welche ihre Lostrennung vom britischen Reiche damit rechtfertigten, daß sie es für eine selbstverständliche Wahrheit erklärten, daß der Schöpfer allen Menschen ein unveräußerliches Recht auf die Freiheit gegeben habe, würde das mindeste Bedenken getragen haben, einen Negersklaven niederzuschießen, der auf dieses unveräußerliche Recht Anspruch gemacht hätte. Ebenso waren die protestantischen Herren von Irland, während sie sich prahlerisch zu den politischen Doctrinen Locke’s und Sidney’s bekannten, der Meinung, daß ein Volk, das celtisch sprach und die Messe hörte, in diesen Lehren nicht mit inbegriffen sei. Molyneux zog die Suprematie der englischen Legislatur in Zweifel. Swift griff mit den schärfsten Waffen des Spottes und Hohnes jeden Theil des Regierungssystems an. Lucas beunruhigte die Verwaltung Lord Harrington’s. Boyle stürzte die Verwaltung des Herzogs von Dorset. Aber weder Molyneux noch Swift, weder Lucas noch Boyle dachten jemals daran, an die eingeborne Bevölkerung zu appelliren. Sie würden eben so leicht daran gedacht haben, an die Schweine zu appelliren.[141] Zu einer späteren Zeit stachelte Heinrich Flood die dominirende Klasse auf, eine Parlamentsreform zu verlangen und zur Erlangung dieser Reform selbst revolutionäre Mittel anzuwenden. Aber weder er noch Diejenigen, die ihn als ihren Führer betrachteten und auf sein Geheiß bis dicht an den Rand des Hochverraths gingen, wollten der unterworfenen Klasse auch nur den kleinsten Antheil an der politischen Macht einräumen. Der tugendhafte und gebildete Charlemont, ein Whig unter den Whigs, verbrachte ein langes Leben im Kampfe für das was er die Freiheit seines Vaterlandes nannte. Aber er stimmte gegen das Gesetz, welches katholischen Grundbesitzern das Wahlrecht verlieh, und er starb mit der feststehenden Meinung, daß das Parlamentshaus von katholischen Mitgliedern rein gehalten werden müsse. In der That, während des auf die Revolution folgenden Jahrhunderts stand die Geneigtheit eines englischen Protestanten, das irische Element mit Füßen zu treten, gewöhnlich im Verhältniß zu dem Eifer, den er für die politische Freiheit an sich zur Schau trug. Wenn er ein einziges Wort des Mitleids mit der durch die Minderheit unterdrückten Mehrheit äußerte, konnte er dreist ein bigotter Tory und Hochkirchlicher genannt werden.[142]

Während dieser ganzen Zeit gohr ein durch die Furcht niedergehaltener Haß in der Brust der Kinder des Bodens. Sie waren noch das nämliche Volk, das 1641 auf den Ruf O’Neill’s und 1689 auf den Ruf Tyrconnel’s zu den Waffen geeilt war. Für sie war jedes vom Staate angeordnete Fest ein Tag der Trauer, jede vom Staate errichtete öffentliche Trophäe ein Denkmal der Schande. Wir haben die Gefühle einer Nation, welche dazu verurtheilt ist, beständig auf allen ihren öffentlichen Plätzen die Denkmäler ihrer Unterjochung zu sehen, nie gekannt und können uns mit einen schwachen Begriff davon machen. Auf solche Monumente traf das Auge der irischen Katholiken allenthalben. Vor dem Senatshause ihres Landes sahen sie das Standbild ihres Besiegers. Wenn sie eintraten, sahen sie die Wände mit den Niederlagen ihrer Väter bedeckt. Endlich, nach hundert Jahren der Knechtschaft, die ohne einen energischen oder einmüthigen Befreiungskampf ertragen worden waren, weckte die französische Revolution eine wilde Hoffnung im Busen der Bedrückten. Männer, welche alle Prätensionen und alle Leidenschaften des Parlaments geerbt, das Jakob in den King’s Inns gehalten hatte, konnten nicht ohne innere Bewegung von dem Sturze einer reichen Staatskirche, von der Flucht eines glänzenden Adels, von der Confiscation eines ungeheuren Ländergebiets hören. Alte Antipathien, welche nie geschlummert hatten, wurden durch die Combination von Anreizungen, die in jeder andren Gesellschaft einander entgegengewirkt haben würden, zu neuer und furchtbarer Energie entflammt. Der Geist des Papismus und der Geist des Jakobitismus, überall anderwärts unversöhnliche Gegner, waren für diesmal zu einer unnatürlichen und entsetzlichen Einigkeit verbunden. Ihr vereinter Einfluß rief die dritte und letzte Erhebung der eingebornen Bevölkerung gegen die Colonie hervor. Die Urenkel der Soldaten Galmoy’s und Sarsfield’s standen den Urenkeln der Soldaten Wolseley’s und Mitchelburn’s gegenüber. Wieder schaute der Celte ungeduldig nach den Segeln aus, die ihm von Brest Hülfe bringen sollten, und wieder hatte der Sachse die Gesammtmacht England’s zur Stütze. Der Sieg blieb abermals der gebildeten und wohlorganisirten Minderzahl. Glücklicherweise aber fand das besiegte Volk diesmal auf einer Seite Schutz, von wo es früher nichts als unversöhnliche Härte zu erwarten gehabt hätte. Die Philosophie des 18. Jahrhunderts hatte zu dieser Zeit den englischen Whiggismus von dem tiefwurzelnden Fehler der Intoleranz gereinigt, den derselbe während einer langen und innigen Verbindung mit dem Puritanismus des 17. Jahrhunderts angenommen. Aufgeklärte Männer hatten angefangen einzusehen, daß die Argumente, durch welche Milton und Locke, Tillotson und Burnet die Rechte der Ueberzeugung vertheidigt hatten, mit nicht geringerem Gewicht zu Gunsten der Katholiken, wie zu Gunsten der Independenten oder der Baptisten geltend gemacht werden konnten. Die große Partei, deren Entstehung durch die Exclusionisten hindurch bis zu den Rundköpfen zurückgeht, verlangte noch dreißig Jahre lang trotz königlichen Unwillens und Volksgeschreis für diejenigen irischen Papisten, welche die Rundköpfe und die Exclusionisten nur als Jagdwild oder als Lastvieh betrachtet hatten, einen Antheil am Genusse aller Wohlthaten unsrer freien Verfassung. Doch es bleibt einem andren Geschichtsschreiber vorbehalten, die Wechselfälle dieses großen Kampfes und den endlichen Sieg der Vernunft und Humanität zu erzählen. Leider wird dieser Geschichtsschreiber auch zu berichten haben, daß dem durch solche Anstrengungen und solche Opfer errungenen Siege alsbald Enttäuschung folgte, daß es sich als viel schwerer erwies, böse Leidenschaften auszurotten als schlechte Gesetze abzuschaffen, und daß noch lange nachdem jede Spur von nationalem und religiösem Hasse aus dem Gesetzbuche verwischt war, nationaler und religiöser Haß in der Brust von Millionen fortwucherte. Möge er auch berichten können, daß Weisheit, Gerechtigkeit und Zeit allmälig in Irland das bewirkten, was sie in Schottland bewirkt hatten, und daß alle Stämme, welche die britischen Inseln bewohnen, endlich unauflösbar zu einem Volke verschmolzen!

Fußnoten

[1] +Relation de la Voyage de Sa Majesté Britannique en Hollande, enrichie de planches très curieuses, 1692; Wagenaar; London Gazette, Jan. 29. 1690/91; Burnet II. 71.+

[2] Die Namen dieser beiden großen Gelehrten werden in einem sehr interessanten Briefe von Bentley an Grävius vom 29. April 1698 neben einander gestellt. +„Sciunt omnes qui me norunt, et si vitam mihi Deus O. M. prorogaverit, scient etiam posteri, ut te et τὁν πἁνυ Spanhemium, geminos hujus aevi Dioscuros, lucida literarum sidera, semper praedicaverim, semper veneratus sim.”+

[3] +Relation de la Voyage de S. M. Britannique en Hollande, 1692; London Gazette, Febr. 2. 1690/91; Le Triomphe Royal, où l’on voit descrits les Arcs de Triomphe, Pyramides, Tableaux et Devises au Nombre de 65, erigez à la Haye à l’honneur de Guillaume Trois, 1692; Le Carneval de la Haye, 1691.+ Letztere Schrift ist ein heftiges Pasquill gegen Wilhelm.

[4] +London Gazette, Febr. 5. 1690/91; His Majesty’s Speech to the Assembly of the States General of the United Provinces at the Hague, the 7th of February N. S., together with the Answer of their High and Mighty Lordships, as both are extracted out of the Register of the Resolutions of the States General, 1691.+

[5] +Relation de la Voyage de S. M. Britannique en Hollande; Burnet II. 72; London Gazette, Febr. 12, 19, 23. 1690/91; Mémoires du Comte de Dohna; William Fuller’s Memoirs.+

[6] Wagenaar 42; +Le Carneval de la Haye, Mars 1691; Le Tabouret des Electeurs, April 1691; Cérémonial de ce qui s’est passé à la Haye entre le Roi Guillaume et les Electeurs de Bavière et de Brandebourg.+ Diese letztere Abhandlung ist ein Manuscript, das Georg IV. dem Britischen Museum schenkte.

[7] London Gazette vom 23. Febr. 1690/91.

[8] Der geheime Artikel, durch den der Herzog von Savoyen sich verpflichtete, den Waldensern Duldung zu gewähren, findet sich in Dumont’s Sammlung. Er wurde unterzeichnet am 8. Febr. 1691.

[9] London Gazette vom 26. März bis 13. April 1691; Monthly Mercury vom März und April; Wilhelm’s Briefe an Heinsius vom 18. und 29. März und 7. und 9. April; Dangeau’s Memoiren; +The Siege of Mons+, eine Tragikomödie 1691. In diesem Drama überreden die Geistlichen, welche im französischen Interesse handeln, die Bürger zur Uebergabe der Stadt. Dieser Verrath ruft die Aeußerung des Unwillens hervor:

„O, Priesterthum, o Krämerstand, wie schwächet ihr Der Menschen Muth!”

[10] Preston’s Prozeß in der +Collection of State Trials+. Ein Anwesender spricht sich folgendermaßen über Somers’ Eröffnungsrede aus: „In der die Untersuchung eröffnenden Rede sah man weder absichtliche Uebertreibungen noch ein Prahlen mit gemeinen Beredtsamkeitsfloskeln, wie man sie in früheren Prozessen, dem Geschnatter von Gänsen ähnlich, findet. Man hörte nichts als einfache Facta oder daraus hervorgehende natürliche und treffende Bemerkungen.” Die Flugschrift, aus der ich diese Worte anführe, ist betitelt: +An Account of the late horrid Conspiracy by a Person who was present at the Trials, 1691.+

[11] +State Trials.+

[12] +Paper delivered by Mr. Ashton, at his execution, to Sir Francis Child, Sheriff of London; Answer to the Paper delivered by Mr. Ashton.+ Die Antwort war von Dr. Eduard Fowler, nachmaligem Bischof von Gloucester, geschrieben. Burnet II. 70; Brief vom Bischof Lloyd an Dodwell im zweiten Bande von Gutch’s +Collectanea Curiosa+.

[13] +Narcissus Luttrell’s Diary.+

[14] +Narcissus Luttrell’s Diary; Burnet II. 71.+

[15] Brief von Collier und Cook an Sancroft unter den Tanner’schen Manuscripten.

[16] Caermarthen an Wilhelm, 3. Febr. 1690/91; +Life of James, II. 443.+

[17] Daß diese Darstellung im Wesentlichen auf Wahrheit beruht, wird genugsam bewiesen durch S. 443 des 2. Theiles der Lebensbeschreibung Jakob’s. Einige geringfügige Umstände habe ich auch Dalrymple entlehnt, der sie meines Wissens aus jetzt unwiederbringlich verlorenen Papieren genommen, welche er im Schottischen Collegium zu Paris gesehen hatte.

[18] Der Erfolg von Wilhelm’s „anscheinender Milde” wird von dem Herausgeber der Lebensbeschreibung Jakob’s zugegeben. „Die Methode des Prinzen von Oranien,” heißt es darin, „hatte so guten Erfolg, daß die von Penn genannten Lords, welches auch damals ihre Gesinnungen gewesen sein mochten, sich nachmals thatsächlich als bittere Feinde der Sache Sr. Majestät erwiesen.” -- II. 443.

[19] Siehe sein Tagebuch; Evelyn’s Tagebuch unterm 25. März, 22. April und 11. Juli 1691; Burnet II. 71; Briefe von Rochester an Burnet vom 21. März und 2. April 1691.

[20] +Life of James, II. 443, 450; Legge Papers+ in der Mackintosh-Sammlung.

[21] Burnet II. 71; Evelyn’s Tagebuch, 4. und 18. Jan. 1690/91; Brief von Turner an Sancroft, 19. Jan. 1690/91; Brief von Sancroft an Lloyd von Norwich, 2. April 1692. Diese beiden Briefe befinden sich unter den Tanner’schen Manuscripten in der Bodlejanischen Bibliothek und sind in +Life of Ken, by a Layman+ abgedruckt. Turner’s Entkommen nach Frankreich wird in Narcissus Luttrell’s Tagebuch, Februar 1690 erwähnt. Siehe auch +A Dialogue between the Bishop of Ely and his Conscience, 16th February 1690/91+. Das Gespräch wird durch Trompetenstöße unterbrochen. Der Bischof hört sich zum Verräther proklamiren und ruft aus:

„Komm, Bruder Penn, ’s ist Zeit, daß wir nun gehn.”

[22] Bezüglich einer Probe seiner Visionen siehe sein Tagebuch, Seite 13; über sein Teufelaustreiben Seite 26. Ich führe die Folioausgabe von 1765 an.

[23] Tagebuch, Seite 4.

[24] Tagebuch, Seite 7.

[25] „Was sie wissen, das wissen sie von Natur, die sich von dem Gebete abwenden und von dem Geiste abirren, deren Frucht verdorrt, die da sagen, daß Hebräisch, Griechisch und Latein die Ursprachen seien; bevor Babel war, hatte die Erde nur eine Sprache; und Nimrod der kluge Jäger vor dem Herrn, der aus Ham’s verfluchtem Geschlecht abstammte, der Urheber und Erbauer von Babel, das Gott durch viele Sprachen vernichtete, und dies sagen sie, die von dem Geiste und Gebote abirrten, sei der Urtext, und Pilatus hatte sein ursprüngliches Hebräisch, Griechisch und Latein, der Christum kreuzigte and machte ihm eine Zuschrift daraus.” +A message from the Lord to the Parliament of England, by G. Fox, 1654+. Dieselbe Argumentation findet sich in seinem Tagebuche, nur ist sie dort durch den Herausgeber in etwas besseres Englisch übersetzt worden. „Glaubst Du Diener Christi zu machen durch diese natürlichen verworrenen Sprachen, die aus Babel hervorgingen, in Babylon bewundert werden und von einem Verfolger über Christi, des Lebens, Haupt gesetzt wurden?” Seite 64.

[26] Sein Tagebuch wurde, bevor es erschien, noch einmal durch Männer von mehr Verstand und Kenntnissen als er selbst besaß, revidirt und giebt uns daher bei aller seiner Absurdität noch keinen Begriff von seinem echten Style. Nachstehendes ist eine gute Probe. Es ist die Einleitung zu einem seiner Manifeste. „Sie, welche die Welt, die ohne Gottesfurcht ist, spöttischerweise Quäker nennt, leugnen alle Meinungen, sie leugnen alle Ueberzeugungen, sie leugnen alle Secten und leugnen alle Ideen und Begriffe und Urtheile, die aus dem Willen und dem Gedanken entspringen, und sie leugnen die Zauberei und alle Eide und die Welt und ihre Werke, und ihren Gottesdienst und ihre Gebräuche mit dem Licht, und sie leugnen falsche Wege und falsche Gottesverehrung, die Verführer und Betrüger, wie man sie jetzt sieht in der Welt mit dem Licht, und mit ihm sind sie verurtheilt, welches Licht führet zum Frieden und vom Tode zum Leben, was jetzt Tausende bezeugen dem neuen Lehrer Christus, ihm, durch den die Welt gemacht wurde, der regiert unter den Kindern des Lichts, und mit dem Geist und der Macht des lebendigen Gottes sie sehen und unterscheiden läßt die Spreu von dem Weizen und sieht den, der geschüttelt werden muß, neben dem, der nicht geschüttelt noch bewegt werden kann, woraus zu sehen ist, welcher geschüttelt und bewegt ist; so werden Die, welche in den Begriffen, Meinungen, Ideen, Gedanken und Vorstellungen leben, geschüttelt und kommen auf einen Haufen, während Die, welche diese vorerwähnten Dinge geschüttelt und bewegt sehen, in Frieden wandeln, nicht gesehen und erkannt von Denen, welche in diesen Dingen ungeschüttelt und unbewegt wandeln.” -- +A Warning to the World that are Groping in the Dark, by G. Fox, 1655.+

[27] Siehe die Schrift betitelt: +Concerning Good morrow and Good even, the World’s Customs, but by the Light which into the World is come by it made manifest to all who be in the Darkness, by G. Fox, 1657.+

[28] Tagebuch, Seite 166.

[29] Epistel aus Harlingen vom 11. des 6. Monats 1677.

[30] +Of Bowings, by G. Fox, 1657.+

[31] Siehe zum Beispiel das Tagebuch, Seite 24, 26 und 51.

[32] Siehe z. B. die Epistel an Sawkey, einen Friedensrichter, im Tagebuche Seite 86; die Epistel an Wilhelm Lampitt, einen Geistlichen, welche beginnt: „Das Wort des Herrn Dir, o Lampitt,” Seite 80, und die Epistel an einem andren Geistlichen, den er Priester Tatham nennt, Seite 92.

[33] Tagebuch, Seite 55.

[34] +Ibid+. Seite 300.

[35] +Ibid+. Seite 323.

[36] +Ibid+. Seite 48.

[37] „Besonders neuerdings,” sagt Leslie, der entschiedenste Gegner der Secte, „haben sich einige von ihnen dem Christenthum mehr genähert, als je zuvor, und unter ihnen hat der geistreiche Mr. Penn seit kurzem einige ihrer albernsten Ansichten verbessert und sie in eine gewisse Form gebracht, so das wenigstens Verstand und Englisch aus ihnen spricht, von welchen beiden Dingen Georg Fox, ihr erster und größter Apostel, ganz und gar nichts wußte.... Sie thun Alles was sie können, um ihrer Lehre den Anschein zu geben, als wäre sie sich von Anfang an gleich geblieben und hätte durchaus keine Aenderung erfahren, und deshalb nehmen sie es auf sich, alle Schriften Georg Fox’ so wie andrer der ersten Quäker zu vertheidigen, und drehen und winden sich, dieselben (was unmöglich ist) mit dem was sie jetzt lehren, in Einklang zu bringen.” (+The Snake in the Grass+, 3. Ausgabe, 1698. Einleitung.) Leslie war jederzeit artiger gegen seinen jakobitischen Collegen Penn wie gegen irgend einen andren Quäker. Penn selbst sagt von seinem Meister: „So abgerissen und zerstückelt seine Sentenzen über göttliche Dinge zuweilen von ihm kommen, so ist es doch wohl bekannt, daß sie oft vielen besseren Erklärungen als Themata dienten.” Das heißt mit anderen Worten: Georg Fox schwatzte Unsinn, und einige seiner Freunde umschrieben diesen Unsinn, so daß er verständlich wurde.

[38] In Penn’s Biographie, die seinen Werken vorgedruckt ist, wird uns erzählt, daß die Verhaftsbefehle am 16. Januar 1690/91 in Folge einer Anklage erlassen wurden, die sich auf die eidliche Angabe Wilhelm Fuller’s stützte, der mit Recht ein Lump, ein Lügner und ein Betrüger genannt wird, und Mr. Clarkson wiederholt diese Geschichte. Sie ist jedoch sicherlich falsch. Caermarthen sagt in einem Briefe an Wilhelm vom 3. Februar, man habe damals nur einen Zeugen gegen Penn gehabt, und dieser eine Zeuge sei Preston gewesen. Es liegt demnach auf der Hand, daß Fuller nicht der Angeber war, auf dessen eidliche Aussage hin der Verhaftsbefehl gegen Penn erlassen wurde. Aus Fuller’s Selbstbiographie geht in der That hervor, das er damals im Haag war. Als Nottingham am 26. Juni an Wilhelm schrieb, war ein zweiter Zeuge aufgetreten.

[39] Sidney an Wilhelm, 27. Febr. 1690/91. Der Brief befindet sich in Dalrymple’s Anhang, Theil II. Buch 6. Narcissus Luttrell erwähnt in seinem Tagebuche vom September 1691 Penn’s Entkommen von Shoreham nach Frankreich. Unterm 5. December 1693 schreibt Narcissus: „Wilhelm Penn der Quäker tritt jetzt, nachdem er sich einige Zeit verborgen gehalten und das gegen ihn Vorliegende ausgeglichen hat, wieder öffentlich auf und hielt vergangenen Freitag im „Bull and Mouth” in St. Martin’s einen Vortrag.” Am 18. (28.) December 1693 wurde in Saint-Germains unter Melfort’s Leitung eine Schrift aufgesetzt, die eine Stelle enthält, welche in der Uebersetzung lautet: „Mr. Penn sagt, daß Eure Majestät schon mehrere Gelegenheiten gehabt hat, aber noch nie eine so günstige als die gegenwärtige, und er hofft, daß Eure Majestät ernstlich in den Allerchristlichsten König dringen wird, sie nicht zu versäumen; daß eine Landung mit dreißigtausend Mann nicht nur Eure Majestät wieder retabliren, sondern aller Wahrscheinlichkeit nach auch die Ligue auflösen würde.” Diese Schrift befindet sich unter den Nairne-Manuscripten und wurde von Macpherson übersetzt.

[40] +Narcissus Luttrell’s Diary, April 11. 1691.+

[41] +Narcissus Luttrell’s Diary, August 1691;+ Brief von Vernon an Wharton vom 17. Oct. 1691 in der Bodlejanischen Bibliothek.

[42] Die Meinung der Jakobiten geht aus einem Briefe hervor, der sich in den Archiven des französischen Kriegsministeriums befindet. Derselbe wurde am 25. Juni 1691 in London geschrieben.

[43] +Welwood’s Mercurius Reformatus, April 11., 24., 1691; Narcissus Luttrell’s Diary, April 1691;+ L’Hermitage an die Generalstaaten, 19. (29.) Juni 1696; +Calamy’s Life+. Die Geschichte von Fenwick’s Rohheit Marien gegenüber wird verschieden erzählt. Ich habe mich an die mir am glaubwürdigsten scheinende und gewiß mindest entehrende Version gehalten.

[44] Burnet II. 71.

[45] Lloyd an Sancroft, 24. Jan. 1691. Der Brief befindet sich unter den Tanner-Manuscripten und ist im +Life of Ken by a Layman+ abgedruckt.

[46] London Gazette vom 1. Juni 1691; +Birch’s Life of Tillotson; Congratulatory Poem to the Reverend Dr. Tillotson on his Promotion, 1691;+ Vernon an Wharton, 28. und 30. Mai 1691. Diese Briefe an Wharton befinden sich in der Bodlejanischen Bibliothek und gehören zu einer höchst interessanten Sammlung, auf welche Dr. Bandinel so freundlich war mich aufmerksam zu machen.

[47] +Birch’s Life of Tillotson; Leslie’s Charge of Socinianism against Dr. Tillotson considered, by a True Son of the Church, 1695; Hickes’s Discourses upon Dr. Burnet and Dr. Tillotson, 1695; Catalogue of Books of the Newest Fashion to be Sold by Auction at the Whig’s Coffee House,+ augenscheinlich 1693 gedruckt. Mehr als sechzig Jahre später spricht Johnson von einem starren Jakobiten, der fest überzeugt gewesen war, daß Tillotson als Atheist gestorben sei; +Idler, Nr. 10.+

[48] Tillotson an Lady Russell, 23. Juni 1691.

[49] +Birch’s Life of Tillotson; Memorials of Tillotson, by his pupil John Beardmore;+ Sherlock’s Predigt, beim Tode der Königin Marie 1694/95 in der Tempel-Kirche gehalten.

[50] +Wharton’s Collectanea+, angeführt in +Birch’s Life of Tillotson+.

[51] +Wharton’s Collectanea+, angeführt in +D’Oyly’s Life of Sancroft; Narcissus Luttrell’s Diary.+

[52] Das Lambeth-Mspt., angeführt in +D’Oyly’s Life of Sancroft; Narcissus Luttrell’s Diary;+ Vernon an Wharton, 9., 11. Juni 1691.

[53] Siehe einen Brief von R. Nelson, vom 21. Febr. 1709/10 im Anhange zu +N. Marshall’s Defence of our Constitution in Church and State, 1717; Hawkin’s Life of Ken; Life of Ken, by a Layman.+

[54] Siehe eine von ihm am 15. Nov. 1693 dictirte Abhandlung in Wagstaffe’s Brief aus Suffolk.

[55] +Kettlewells’ Life, III. 59.+

[56] Siehe +D’Oyly’s Life of Sancroft, Hallam’s Constitutional History+ und +Dr. Lathbury’s History of the Nonjurors+.

[57] Siehe die Selbstbiographie seines Nachkommen und Namensvetters des Schauspieldichters. Außerdem Onslow’s Note zu Burnet II. 76.

[58] +A Vindication of Their Majesties Authority to fill the Sees of the deprived Bishops, May 20. 1691;+ London Gazette vom 27. April und 15. Juni 1691; +Narcissus Luttrell’s Diary, May 1691+. Unter den Tanner-Manuscripten befinden sich zwei Briefe von Jakobiten an Beveridge, der eine mild und anständig, der andre an Rücksichtslosigkeit die gewöhnliche Rücksichtslosigkeit der Eidverweigerer noch übertreffend. Ersteren kann man im +Life of Ken, by a Layman+ nachlesen.

[59] Es ist nicht ganz klar, ob Sharp’s Skrupel wegen der abgesetzten Prälaten ein Gewissensskrupel oder nur ein Zartgefühlsskrupel war. Siehe seine Biographie von seinem Sohne.

[60] Siehe Overall’s +Convocation Book+, Kap. 28. Nichts kann klarer und schlagender sein als seine Sprache: