Geschichte des Zeitalters der Entdeckungen
Part 66
[356] Wir besitzen von Cortes’ Hand fünf ausführliche Berichte über den Verlauf seiner großen Unternehmungen, in welchen er in sehr eingehender Weise dem Könige von Spanien über seine Feldzüge Bericht erstattet. Man hat sie nicht unpassend mit den bekannten Commentarien Cäsars verglichen. I. Der +erste Bericht+ aus Villa rica de la Vera Cruz vom 10. Juli 1519, von den Behörden der Stadt im Namen des Heerführers und wohl auch von ihm selbst verfaßt, ging am 16. Juli mit einem Schiffe nach Spanien ab. Er ist veröffentlicht in der ~Colecion de documentos inedit. para la historia de España I, p.~ 421-461. II. Der +zweite Brief+ ist aus Segura de la Frontera (Tepeaca, östl. v. La Puebla) vom 30. October 1520 datirt und wurde bereits 1522 in Sevilla gedruckt. Später erschien er in +Barcia+, ~Historiadores primitivos de las Indias orientales, 1743, vol. I, p.~ 1-62, u. in Don Francisco Antonio +Lorenzana+, ~Historia de nueva España~, Mexiko 1770, ~p.~ 38-170. III. Der +dritte Brief+, von Cuyocan (2½ span. Meilen südl. v. Mexiko) aus am 15. Mai 1522 geschrieben, wurde zuerst 1523 in Sevilla gedruckt, dann in Barcia I,~ p.~ 63-123, u. in Lorenzana, ~p.~ 178-320. IV. Der +vierte Brief+, von Temixtitan (Mexiko), vom 15. October 1524, wurde 1525 in Spanien gedruckt und später in Lorenzana, ~p.~ 330-399. V. Der +fünfte Brief+, welcher seinen Feldzug nach Honduras schildert, erschien in ~Colecion de doc. ined. p. l. hist. de Esp.~, Madrid 1844, ~Tom. IV, p.~ 8-167, als ~Relacion hacha al emperador Carlos V por Hernan Cortes sobre la expedicion de Honduras~, datirt von Temixtitan, 3. September 1526.
[357] +B. Diaz+ erzählt, sie hätten schon vor der Fahrt des Cortes in Tabasco den Namen +Culba+ gehört. Columbus vernahm bei Cuba das Wort Colba und deutete es auf die Insel, aber es wäre nicht unmöglich, daß der Name der alten berühmten Stadt bis zu den Antillen gedrungen wäre. Daß Verbindungen zwischen den Inseln und dem Festlande stattfinden, läßt sich daraus schließen, daß Columbus an der Küste von Yukatan auf mexikanische Handelsbarken stieß und daß Cortes ebendaselbst von Jamaica herüber verschlagene Indianer fand.
[358] +D. Charnay+, Ansichten über d. Alter u. d. Ursprung der Baudenkmäler u. s. w. in Mexiko und Central-Amerika, in Zeitschr. f. Ethnologie. Berlin 1882. S. 10 ff.
[359] D. h. Colibri links, weil der Gott am linken Fuß mit Colibrifedern geschmückt war.
[360] +Th. Weitz+, Anthropologie IV, 4 erklärt sein unsicheres Benehmen aus seinem bösen Gewissen.
[361] +Bernal Diaz+ I, 121 beschreibt diese Geschenke genau: „Das erste war eine Scheibe von der Größe eines Wagenrades, welche die Sonne vorstellte, ganz von feinem Golde und von der schönsten Arbeit, ein überaus merkwürdiges Kunstwerk, das nach der Aussage derer, die es gewogen, über 20,000 Gold-Piaster Werth gehabt haben soll. Das zweite, eine Scheibe, größer noch als die erste, schwer von Silber, von großem Werth, und den Mond vorstellend mit vielen Strahlen und andern Figuren darauf. Das dritte war die Sturmhaube, ganz mit gediegenen Gold-Körnern angefüllt, wie sie aus den Bergwerken kommen, an 3000 Piaster Werth, für uns aber von weit höherem Werth, weil es uns die Gewißheit gab, daß es reiche Goldgruben im Lande gab. Dazu kamen noch 20 goldene Enten, vollkommen nach der Natur und sehr zierlich gearbeitet; ferner Figuren von Hunden, Tigern, Löwen, Affen, 10 Halsketten von Gold, in Silber und Gold gefaßte Fächer und Büsche von den schönsten grünen Federn, ferner über 30 Pakete mit bunten Federn durchwirkter Baumwollstoffe u. a. m. Aehnlich beschreibt auch +Torquemada+, ~Mon. Ind. lib. IV. c.~ 17 diese Gaben. Einzeln sind die für den König von Spanien bestimmten Geschenke aufgeführt in ~Colec. de doc. inedit. p. l. hist. de España. I~, 462-471. Darnach hatte die goldene Scheibe (~una rueda de oro grande con una figura de monstruos en ella~) nur ein Gewicht von 3800 ~pesos de oro~, aber nicht 20,000 P. wie Diaz angibt. Dem König Karl wurden diese Geschenke im April 1520 zu Valladolid vorgelegt.
[362] +Lorenzana+, S. 47.
[363] +Lorenzana+, S. 66.
[364] +Lorenzana+, S. 58, bemerkt dazu, aus den noch vorhandenen Ruinen von Tlascala könne man erkennen, daß Cortes nicht übertrieben habe.
[365] +B. Diaz+ Bd. I, 248 ff.
[366] B. Diaz II, 51 ff.
[367] ~Creemos y tenemos por cierto el ser nuestro Señor natural.~ +Lorenzana+ S. 81.
[368] +B. Diaz+ II, 65.
[369] B. Diaz II, 101.
[370] Die Lebensweise des Monarchen hat Cortes genau geschildert. Lorenzana, S. 113.
[371] +Lorenzana+, S. 97.
[372] Ebd. S. 99.
[373] Ebd. S. 91. ~Figurada en un paño toda la costa.~
[374] +Bernal Diaz+ II, 208.
[375] ~Le dieron una pedrada los suyos en la cabeza tan grande que de alli á tres días murió.~ +Lorenzana+, S. 136.
[376] +B. Diaz+ I, 53.
[377] Fr. +Ratzel+, Aus Mexiko. S. 134.
[378] +Sahagun+, ~hist. d. nueva España~. XII, 27.
[379] +Lorenzana+, S. 148.
[380] Daß Cortes selbst den feindlichen General getödtet, ist höchst unwahrscheinlich, weil er durch seine Wunden behindert wurde. Seine eignen Worte schließen diese Annahme aus: ~E con este trabajo fuimos mucha parte de el dia, hasta que quiso dios, que murio una persona de ellas, que debía ser tan principal, que con su muerte cesó toda aquella guerra.~ Lorenzana, S. 148.
[381] +Lorenzana+, S. 169.
[382] ~Opus epistolarum, Compluti~. 1530. ~Ep.~ 717. ~Sunt incredibilia, quae de huius urbis et circumvicinarum aedificiis, commerciis et hominum frequentia referuntur.... De templorum magnitudine cultuque ac ornatu mira referuntur.~ In einem späteren Briefe (~Compluti~ Nr. 774; ~Amstelodami~ Nr. 771) vom 20. November 1522 zählte er die Menge des nach Spanien gebrachten Goldes auf. Nach dreißigjährigen Bemühungen seit der ersten Fahrt des Columbus schien nun das goldreiche Indien wirklich gefunden zu sein.
[383] Die Endung -tzin wird den Namen der Vornehmsten angehängt, so daß der Name des neuen Königs eigentlich Quauhtemo war; in ähnlicher Weise nennen mehrere Historiker den mehrfach erwähnten Cacama auch Cacamatzin.
[384] +Lorenzana+, S. 242.
[385] ~Por el agua y por la tierra daban tantas gritas y alaridos que parecia que se hundia el mundo.~ +Lorenzana+, S. 245.
[386] +Lorenzana+ S. 260.
[387] Nur die Tlascalaner blieben von dieser Hörigkeit befreit.
[388] In demselben Jahre, als Cortes den Boden von Mexiko betrat, ließ auch der Statthalter von Jamaica, Francisco de Garay, nach einer Meerenge suchen. Siehe unten Cap. 26.
[389] +Ratzel+, aus Mexiko. S. 181.
[390] +Lorenzana+, S. 351. Vgl. auch ~Colecc. d. doc. ined. relat. al. descubr. XII, p. 62~.
[391] +Lorenzana+, S. 382. ~Como tengo continuo cuydado, y siempre me occupo en pensar todas las maneras, que se pudan tener para poner en execucion, y efectuar el deseo que yo al real servicio de Vuestra Magestad tengo, viendo que otra cosa no me quedaba para esto, sino saber el secreto de la costa, que esta por descubrir entre el rio de Panuco y la Florida;... y de allí por la parte de el norte hasta llegar a los Bacallaos, porque se tiene cierto, que en aquella costa hay estrecho, que pasa á la mar del Sur.~ Er beruft sich sogar auf eine Karte, welche eine Meeresstraße in diesen Gegenden darstellt (~segun cierta figura, que yo tengo del paraje~) und betont die Wichtigkeit dieses Weges als des schnellsten und kürzesten zu den Molukken: ~seria la navegacion desde la especeria para essos reynos de Vuestra Magestad muy buena, y muy breve y tanto que seria las dos tercias partes menos, que por donde ayora se navega, y sin ningun riesgo, ni peligro de los navios, que fuesen y viniessen, porque irian siempre y vernian por reynos y Señorios de V. M.~
[392] Ueber die neusten Forschungen in diesem Gebiet vergleiche Desiré Charnay in ~Comptes rendus de soc. de géogr. Paris 1882. p. 546 et suiv.~ und +A. P. Maudslay+, ~Exploration in Guatemala and Examination of the newly-discovered Indian Ruins of Quirigua, Tikal and the Usumacinta~, in ~Proceedings of the royal geogr. soc.~ London 1883. April.
[393] +Las Casas+, ~Brevissima relacion~. Sevilla 1552. ~De la provincia e reyno de Guatimala: Mando los luego quemar bivos sin otra culpa ni otro processo ni sentencia.~
[394] ~Relacion e informacion del viage, que hizo á las Higueras el Bachillar Pedro Moreno~ (~in Colecc. d. doc. ined. rel. al descubr. XIV, p. 236-264~) enthält die gerichtlichen Aussagen von Augenzeugen.
[395] Vgl. oben S. 354.
[396] ~Relacion p. 237.~
[397] +Cortes+, ~Relacion al Emperador Carlos de Temixtitan à~ 3 ~de Septiembre de 1525~, in ~Colecc. d. doc. ined. para la historia de España. IV, p. 113~.
[398] +H. H. Bancroft+, ~History of the pacific. States. I, 530~. London 1883.
[399] Die Gründungsurkunde ist vom 18. Mai 1525 datirt. (~Colecc. d. doc. ined. rel. al descubr. Vol. XIV, p. 44.~)
[400] +B. Diaz+ III, 251.
[401] ~Relacion, hecha al Emperador Carlos V por Hernan Cortes p. 23.~
[402] ~Relacion hecha al Emperador Carlos V. p.~ 35: ~hice sacar una ahuja de marear, que traia conmigo, por donde muches veces me guiaba, aunque nunca nos habiemos visto en tan extrema necessidad~.
[403] ~Relacion. p.~ 50. ~hizome una figura pintada en un paño del camino, que habia de llevar.~
[404] ~Relacion. p.~ 54.
[405] +B. Diaz.+ Band 4. S. 77.
[406] ~Dr.~ C. H. Berendt erforschte das wenig besuchte Gebiet 1865-67. ~cf. Smithsonian Instit. Report for~ 1867, ~p.~ 420.
[407] In neuester Zeit hat Desiré Charnay ziemlich dieselbe Route wie Cortes verfolgt. „~Il y avait autrefois des villes le long de ce sentier; j’aperçois sur la droite des esplanades, dont les arêtes en pierres taillées sont encore intactes et le guide m’annonce que sur la gauche, du côte de la vallée du San Pedro se trouvent aussi des monuments.~“ ~Comptes rendus des séances d. l. soc. d. géogr.~ Paris 1882. S. 546.
[408] ~Relacion, p.~ 74. ~la cosa del mundo mas maravillosa de ver y pasar.~
[409] +Maudslay+ (~Proceedings of the royal geogr. Soc.~ London 1883. S. 189) glaubt diesen Ort am Rio pueblo viejo, einem Zufluß des Polochic, wiedergefunden zu haben.
[410] +B. Diaz.+ IV. 179.
[411] ~Coleccion de doc. ined. p. l. hist. de España. I. p.~ 105.
[412] Die gemachten Breitenbestimmungen sind ungenau; es ist wahrscheinlich, daß das Schiff bis in den Golf von Tehuantepec gelangte und dann umkehrte.
[413] Der auf Pergament gemalte Atlas des Diego Homem von 1568 (königl. öffentl. Bibl. in Dresden) verlegt das ~C. del engañho~ ganz bestimmt nördlich von der gegenwärtig so benannten Punta S. Eugenia, und zwar unter 31° n. Br., was mit der 1542 erfolgten Aufnahme der Küste durch Cabrillo übereinstimmt.
[414] Nach +J. G. Kohl+, die beiden ältesten Generalkarten, S. 70, nicht der jetzt noch so genannten ~St. Helena sound~, sondern der südlichere ~Port royal~.
[415] ~algund golfo ó estrecho en la tierra firme.~ +Navarrete+, ~Colec. III~, 147.
[416] +Herrera+, ~Dec. VI. lib. I. cp.~ 4. ~haviendo pasado un rio +bien grande+.~
[417] Vielleicht der Altamaha in Georgia, oder der Savannah an der Grenze von Süd-Carolina.
[418] Kupferbergbau findet sich noch im Norden des Staates Georgia.
[419] +Herrera+, ~Dec. VII. lib. I. c.~ 1.
[420] Marcos Bericht in ~Colecc. d. doc. ined. relat. al descubr. III~, 329-50. Madrid 1865.
[421] Coronado’s Bericht in ~Doc. ined. rel. al descubr. III~, 363. Sein Brief an den Kaiser, ~ibid.~ XIII, ~p.~ 261. Außerdem die Berichte seiner Capitäne Jaramillo, ~ibid.~ XIV, 304, und Castañeda in +Ternaux Compans+, ~Voyages, relations et memoires etc.~ Paris 1838.
[422] Vgl. General +J. H. Simpsons+ kritische Arbeit über Cibola in ~Smithsonian Rapport~, 1869 ~p.~ 309-40. Simpson kennt die Gegend aus eigner Anschauung und stützt sich ferner auf die Ansicht des Ingenieur N. H. Hutton, welcher mit Whipple und Parke 1853-56 Neu-Mexiko und Arizona erforschte.
[423] +R. Hakluyt+, ~Voyages. Vol. III.~ ~p.~ 394. London 1600.
[424] Eine Copie dieser Karte findet sich in +Lorenzana+, ~Historia de nueva España~. S. 328. Mexiko 1770.
[425] „Leutnant Ives, welcher den unteren Colorado erforschte, machte einen kleinen Abstecher zu Lande von einem Punkte unterhalb des großen Cañon nach Südwesten herum und erklomm das Plateau von San Francisco. Von einer Höhe konnte er weit nach Nordosten schauen und das Gebiet übersehen. Die Ausdehnung und Großartigkeit der Cañons, sagt er, ist in dieser Richtung staunenerregend. Das ganze Hochland ist durch riesige Klüfte in Fetzen zerrissen und gleicht einer ungeheuren Ruine. In meilenweiten Landstrichen sind die oberen Schichten hinweggefegt und nur isolirte Berge stehen geblieben. Klüfte, so tief, daß das Auge nicht bis auf den Grund hinunterzudringen vermag, werden durch Wände getrennt, deren Dicke man beinahe umspannen kann, und schlanke Spitzsäulen, welche auf ihrem Grunde zu schwanken scheinen, schießen tausend Fuß hoch aus den unterirdischen Höhlen empor.“ (J. W. Powell), ~Exploration of the Colorado river of the west~. Washington. 1875. ~p.~ 195.
[426] In der Zuñisprache noch jetzt Hak-ku-kiah genannt. (+Schoolcroft+, ~History of the Indian Tribes~. IV, 220.)
[427] +Jaramillo+, ~Relacion l. c. p.~ 308. ~Todas cuantas aguas hallamos, y rios é arroyos, hasta este de Cibola, y aun, no sé si una jornada, ú dos mas, corren á la mar del Sur, y los dende aqui adelanto, a la mar del Norte.~
[428] Auf dem amerikan. Atlas von Thomas Jeffreys, 1775, findet sich der Ort Sayaqué, welcher vielleicht dem Cicuyé entspricht. (Simpson, ~l. c. p.~ 336).
[429] Jaramillo, ~l. c. p.~ 310. ~porque dellas comen y visten y calzan.~
[430] Auf dem Rückmarsche wird auch das Vorkommen der Hundmurmelthiere erwähnt, als kleiner Geschöpfe, die den Eichhörnchen gleichen und in Erdlöchern leben.
[431] ~Historia de nueva España: Mexico 1770, p. 38: y aun se ignora si confina con la Tartaria, y Groelandia; por las Californias con la Tartaria, y por el Nuevo Mexico con la Groelandia~.
[432] Andagoya sagt in seiner ~Relacion~ (+Navarrete+ III, 420): ~una provincia que se dice Biru, donde corrompido el nombre se llamó Pirú~. Aehnlich auch +Augustin de Çarate+, ~Historia del descubrimiento y conquista de las Provincias del Peru. Sevilla~ 1577, ~p.~ 1: ~una pequeña y pobre provincia cincuenta leguas de Panama, que se llama Peru, de donde despues +impropriamente+ toda la tierra... por espacio demas de mil y dozientas leguas por luengo de costa se llamo Peru~.
[433] +E. Pöppig+, Reise in Chili, Peru und auf dem Amazonenstrom. Leipzig 1836. II, 10 und 7.
[434] +Ch. Darwin+, Reise eines Naturforschers um die Welt. Stuttgart 1874. S. 419.
[435] +W. Reiß+ und +A. Stübel+, das Todtenfeld von Ancon. Berlin 1881-83. Tafel 13-16, 45-48 u. a.
[436] Ansichten der Natur II 326, 322 u. 324. Stuttgart u. Tübingen 1849.
[437] +Aug. de Çarate+, ~Historia del descubrimiento~. Sevilla 1577, S. 1. ~Almagro, cuyo linaje nunca se pudo bien averiguar, por que algunos dizen que fue achado a la puerta de la yglesia.~
[438] Pedro Pizarro, ~Relacion del descubrimiento y conquista etc.~ in +Navarrete+, ~Colecion de doc. inedit. para la historia de España~. Madrid, 1844 ~Tom V, p. 203~.
[439] Nicht zu der Verwandtschaft gehört Pedro Pizarro aus Toledo, welcher mit 15 Jahren in den Dienst Francisco Pizarro’s trat und seit dem 18. Jahre die Feldzüge mitmachte. Er schrieb eine ~Relacion del descubrimiento y conquista de los reinos del Peru etc.~ Abgedruckt in +Navarrete+, ~Colecion de doc. inedit. para la historia de España~. Madrid 1844. ~Tom. V, p.~ 201-388.
[440] +P. Pizarro+, ~Relacion. p.~ 211.
[441] +P. Pizarro+, S. 224.
[442] Pachacamac ist jetzt meist unter Sand begraben und bei dem Umblick von den auf den Hügel gebauten Terassen des Tempels sieht man im weiten Umkreis die Reste der frühern Klöster, sowie der Befestigungen hervorragen. A. Bastian. Die Kulturländer des alten Amerika. I, 51. Berlin 1878.
[443] +Cl. Markham+ hat (~Reports on the discovery of Peru. Hakluyt Society.~ London 1872, ~p.~ 97) nach dem Verhältnisse von 100 Pesos Gold = 144 Ducaten, 120 Pesos Silber = 144 Ducaten den Geldwerth berechnet, der auf jeden Antheil entfiel. Doch weichen die Angaben von einander ab.
Pizarro erhielt 312,000 Ducaten, 3 Capitäne der Cavallerie 165,000 „ 4 „ „ Infanterie 165,000 „ 60 Reiter 1,166,000 „ 100 Mann zu Fuß 1,458,000 „ Almagro 55,200 „ Die Truppen Almagro’s 331,200 „ Der königliche Quint 931,500 „ Zuschlag von feinem Silber 38,170 „ ----------------- In Summa 4,605,670 Ducaten,
d. h. nach dem Geldwerth unserer Tage etwa 70 Millionen Reichsmark. Die ausführliche Liste über die Vertheilung der Beute gibt der spanische Notar Pedro Sancho (cf. Markham, ~l. c. p.~ 133-142). In folge dieser Reichthümer stiegen die Preise für europäische Waaren bedeutend: Ein Pferd kostete 2500-3300 Pesos, ein Paar Schuh oder Stiefel 30-40 Pesos, ein Mantel 100-120 Pesos, ein Buch Papier 10 Pesos u. s. w. -- De Luque war inzwischen gestorben, also fiel sein Antheil hinweg.
[444] +P. Pizarro+, ~Relacion. p.~ 247.
[445] Nach +Aug. de Çarate+ ~lib. III, cp.~ 1, ~p.~ 23 zählte sein Heer 570 Mann.
[446] Auf dem ganzen Zuge sollen 10,000 Indianer gefallen sein.
[447] Der Santiagofluß entspringt am Catacachi, nördlich vom Aequator, und fließt in die Bai von Panguapi (Bai von S. Mateo) nahe der Nordgrenze des Staates Ecuador, 1° 20′ n. Br.
[448] Vgl. den Brief des Bischofs von Cuzco in ~Colecion de doc. inedit. relat. al descubrim. III~, 221 und den Brief Martins de Arauco, ebd. III, 213. Madrid 1865. Ferner P. Pizarro S. 353 ff.
[449] Castro’s Bericht in ~Cartas de India. p.~ 480. Madrid 1877.
[450] Die Charcas-Indianer wurden 1539 durch Pedro de Anzures besiegt, welcher in dem silberreichen Gebiete die Stadt la Plata anlegte (Chuquisaca in Bolivia). Francisco Pizarro hieß nach diesem Gebiete Marques de los Charcas.
[451] Der officielle Bericht über den Ausgang Pizarro’s findet sich in ~Colecion de doc. ined. para la historia de España~. ~Vol. XXVI, p.~ 177.
[452] Die Liste der Spanier, welche die Fahrt mitmachten, gibt Oviedo, ~historia general~. Madrid 1845. ~Tom. IV.~ ~lib.~ 49. ~cp.~ 2.
[453] +Oviedo+, ~Tom IV. lib.~ 50. ~cp.~ 24. ~p.~ 557.
[454] +Carvajal+ (Oviedo ~p.~ 562) spricht von den Amazonen als einer ~gran novedad; que aquestas mugeres que alli peleaban +como amaçonas+, son aquellas de quien en muchas é diversas relaçiones mucho tiempo há que anda una fama extendida en estas Indias ó partes de muchas formas discontada, del hecho destas belicosas mugeres~. Und auch +Herrera+ (~Dec. VI. lib. IX. cp.~ 4) gibt die Erzählung nur mit Vorbehalt, beruft sich aber auf die Wahrheitsliebe des muthigen Carvajal. Die Thatsache ist lange bezweifelt, und der Bericht unter die zahlreichen spanischen Erfindungen gerechnet, hat indes noch in der neuesten Zeit ihre Bestätigung durch den französischen Reisenden Crevaux gefunden, welcher am 31. October 1878 an dem Paru, einem aus dem Hochlande der Guayana herabkommenden Zuflusse, ein Dorf antraf, welches +ausschließlich+ von geschiedenen Frauen bewohnt war. (~Bull. d. l. soc. géogr.~ Paris 1882, ~p.~ 672). Das Geschlecht der Amazonen ist also noch nicht ausgestorben. Die Angabe Crevaux’ läßt uns auch annähernd den Punkt bestimmen, wo Orellana diese kriegerischen Weiber antraf, nämlich wahrscheinlich an der Mündung des Jamunda.
[455] +Navarrete+ III, 294. Nr. V.
[456] Ein solcher, allerdings noch nicht genügend enträthselter Bericht hat sich in der „~Copia~ der Newen Zeytung aus Presillg Landt“, einem Flugblatt, erhalten, welches um 1508 oder 1509 in Augsburg gedruckt und offenbar aus dem Italienischen ins Deutsche übertragen ist. Die Zeitung erzählt von einer Fahrt zweier portugiesischer Schiffe nach Brasilien (Presillg Landt) und von der Auffindung einer Straße etwa unter dem 40. Grade s. Br. Wann die Fahrt gemacht und wer die Expedition geleitet, ist nicht gesagt. Sie hat sich bisher auch mit keiner bekannten Unternehmung identificiren lassen, so daß arge Entstellung des Thatbestandes und selbst Fiction nicht ausgeschlossen ist. Aber Thatsache ist, daß die Zeitung um 1509 in Deutschland und Italien bekannt war und daß sie aus Portugal stammte. Daß sie zum Entwurf von Weltbildern benutzt wurde, werden wir weiterhin zeigen.
[457] +Pigafetta+ in ~Ramusio Navigationi et Viaggi I~, 354^b und +Herrera+, ~Decad. II. lib. II. cp.~ 19. Vgl. auch +Wieser+, Magalhãesstraße. Innsbruck 1881. S. 49.
[458] Veröffentlicht von +R. H. Major+ in der ~Archaeologia, Vol. XL~. London 1865. +Wieser+, Magalhãesstraße S. 19 ff.
[459] Auf zwei Globen aus dem Jahre 1515, welche sich in Frankfurt und Weimar befinden. +Wieser+, Magalhãesstraße S. 19 ff.
[460] +Navarrete+ III, 134.
[461] Die verstümmelte Namensform Magellan ist eine französische Abkürzung der spanischen Umformung des portugiesischen Namens und daher zu verwerfen.
[462] ~Vida e viagens de Fernão de Magalhães por Diego de Barros Arana, traducção de Hespanhol de Fernando de Magalhães-Villas-Boas. Lisboa~ 1881, ~p.~ 11, 145, 178.
[463] +Martyr+, ~Epist.~ 630, ~duobus transfugis Portugalensibus a suo rege discedentibus~.
[464] +Faria e Sousa+, ~Comentarios a la Lusiada de Camoens II, coment. á octava 140 do canto X~. -- Barbosa, ~Bibl. Lusitana II, p.~ 31 citirt in ~Barros Arana, Vida e viagens de F. Magalh. p.~ 23.
[465] +P. Martyr.+ ~Epist.~ 630. ~Si fauste res successerit, Orientalibus et Portugallo regi commercia intercipiemus.~
[466] +Navarrete+ IV, 116-122. +Magalhães+ berechnete die Entfernungen in folgender Weise: Die Insel S. Antonio unter den Capverden 22° östl. von der Demarcationslinie, Cabo S. Augustin 20° östl., C. Sa. Maria am Laplata 5° östl. Malaka 17½° westlich der andern Demarcationslinie, welche durch den großen Ocean lief, und die Molukken theils 2½°, theils 4° östlich jener Grenzlinie. (Navarrete IV, 188.)
[467] Nach der von +Navarrete+ IV, 12 ff. gegebenen Liste befanden sich unter der Mannschaft 20 Portugiesen, 23 Italiener, meist Genuesen, 10 Franzosen, 4 Flamländer, 1 Deutscher, 1 Engländer.
[468] +Navarrete+ IV, 202. 203. An der Küste von Brasilien trat Alvaro de la Mezquita an seine Stelle als Capitän.
[469] ~Diario ó derrotero del viage de Magallanes, escrito por Francisco Albo~ in +Navarrete+ IV, 209-247. ~Una montaña hecha un sombrero p.~ 211.
[470] Vielleicht der Puerto deseado nahe am 48° s. Br.
[471] +Gomara+, ~la historia general de las Indias~. Anvers 1554. ~p.~ 127-128.
[472] Brief des Secretärs Maximilian Transilvanus an den Cardinal von Salzburg. In der spanischen Ueberarbeitung bei +Navarrete+ IV, 260. 261.
[473] +G. Correa+, ~Lendas II ep XIV p.~ 625 behauptet, Magalhães habe das Kabeltau des Antonio heimlich durchschneiden lassen, um das Schiff zum Abtreiben zu bringen.
[474] ~Carta del Contador Juan Lopez de Recalde al Obispo de Burgos~ in +Navarrete+ IV, 201-208.
[475] Eines Tages, erzählt Pigafetta, kam ein Riese zu uns an den Strand, der so groß war, daß wir mit dem Kopf ihm nur bis an den Gürtel reichten. (Anton Pigafetta’s Reise um die Welt. Gotha 1801. S. 30.)
[476] Louis de Bougainville, welcher von 1766-1769 die erste französische Erdumsegelung ausführte, gibt die Größe der Patagonen zu 5 Fuß 5 Zoll bis 5 Fuß 10 Zoll an. ~Vogaye autour du monde.~ Paris 1771. Cap. 4.
[477] Nach P. P. King’s Schilderung in ~Journal of the royal geogr. soc. vol. I p.~ 165.
[478] Die Reisen der deutschen Kriegsflotte im Jahre 1878, in der Allgemeinen Zeitung. 1879. S. 818. 819.
[479] Dasselbe hat sich abschriftlich in dem Tagebuch des Astronomen Andres de San Martin, welcher während der Fahrt starb, erhalten und ist von João de Barros ~Dec. III. lib. V.~ ~cp.~ 9 mitgetheilt. Vgl. +Navarrete+ IV, ~p.~ 45-49.
[480] +Max. Transilvanus+ § 9. +Navarrete+ III, ~p.~ 266.
[481] Jetzt Cap Pillar, Pfeilercap nach seiner Gestaltung genannt.