Geschichte des Zeitalters der Entdeckungen

Part 64

Chapter 643,737 wordsPublic domain

[117] Der Geheimsecretär Pereira hatte vor allem verlangt, Goa wieder aufzugeben und war deshalb mit Albuquerque zerfallen. Nach Portugal zurückgeschickt, hatte er auch dort fortwährend die falsche Ansicht verbreitet, Albuquerque gebe die Herrschaft auf der See auf, um die Portugiesen hinter ungesunden Mauern sterben zu lassen. +Osorio+, S. 252.

[118] ~Pois estou mal ante elle (El Rey) por amor dos homens, e mal com os homens por amor d’elle.~ +G. Correa+, Lendas II, 458.

[119] Es war ein natürlicher Sohn, Albuquerque war nie vermählt. Manuel befahl später, daß er den Vornamen seines Vaters, Alfons, annehmen solle. +G. Correa+, Lendas II, 461.

[120] Lendas II, 460.

[121] Commentarien III, 137. Aehnlich auch de Barros.

[122] ~De rebus Emmanuelis p. 306^b.~

[123] +Barros+, ~Asia. Dec. III, lib. 3. cap. 1. Parece que toda a fortuna delle Lopo Soares estava em ir, e vir com sua frota, e boa carga de especiaria.~

[124] Der Grund, weshalb Nuno nicht mehr Hilfe gesendet, lag darin, daß bereits im September Garcia de Noronha als sein Nachfolger im Amte eingetroffen war. Dieser aber brauchte zu viel Zeit für seine Vorbereitungen, so daß dieselben schließlich überflüssig wurden.

[125] +P. A. Tiele+, ~Nuno da Cunha in het Oosten (overgedrukt uit „de Gids“ 1879, No. 8)~ S. 48.

[126] +A. R. Wallace+, der malayische Archipel, deutsch von +A. B. Meyer+. I, 2. Braunschweig 1869.

[127] A. R. +Wallace+, a. a. O. II, 1 u. 2.

[128] +Wallace+, a. a. O. II, 4 u. 24.

[129] +Navarrete+, ~Coleccion de los viajes y descubr. tom V. p.~ 435. Madrid 1837.

[130] +Barros+, ~Asia. Dec. III., lv. V. p.~ 6.

[131] +A. R. Wallace+ a. a. O. I, 408 ff.

[132] +Navarrete+, ~l. c. V~, 435. 437. 438.

[133] +Wallace+ a. a. O. I, 417 ff.

[134] +H. Kiepert+, Lehrbuch der alten Geographie. S. 42.

[135] +Plinius+, ~hist. nat. VI. Extra ostium Indi Chryse et Argyre fertiles metallis, ut credo. Nam quod aliqui tradidere, aureum argenteumque iis solum esse, haud facile crediderim.~ -- +Pomp. Mela+, ~de situ orbis VII, 7~. ~Ad Tamum~ (ein unbestimmbares Vorgebirge) ~insula est Chryse, ad Gangen Argyre, altera aurei soli (ita veteres tradidere), altera argentei; atque ut maxime videtur aut ex re nomen, aut ex vocabulo fabula est~. -- ~+Solinus+, ed. Mommsen, p. 266, 11.~ ~Extra Indi ostium sunt insulae duae Chryse et Argyre adeo fecundae copia metallorum, ut plerique eas aurea sola habere prodiderint et argentea.~ -- +Isidor+, ~Etymolog. XIV, cap. 3. Chryse et Argyre auro et argento fecundae. Hi sunt et montes aurei, quas adire propter dracones et gryphos et immensorum hominum monstra impossibile est.~ -- ~+Ravennatis+ Cosmogr. ed. Pinder et Parthey p. 419. 420. In Oceano vero Indio sunt diversae insulae: Argire... Item est insula in eandem partem in eodem Oceano, quae dicitur Chrisi, id est aurosa.~ -- +Hrabanus Maurus+, ~De Universo XII, 5~. ~Crysae et Argyrae insulae in Indico oceano dictae.~ -- +Hugo von St. Victor+, ~Excerpt. prior. III, cap. 7. Argyria, Chrysa.~ -- +Petrus de Alliaco+, ~Imago mundi, cap. XV~. ~Crisa et Argire auro et argento fecundae.~

[136] +J. V. Zingerle+, Eine Geographie aus dem 13. Jahrh. Wien 1865.

S. 10. ~Agyrâ und Agyrê, die zwô grôzen inseln rîch, die ligent ouch dâ wunniklîch. si sint nâch alles wunsches kraft zu allen zîten berehaft, dâ naht und tag und alle frist daz lant ungebûwen grüen ist, und der erden blüende fruht, mit grôzer rîlîcher genuht gebernt die insel alliu zil goldes unde silbers vil, des ist mit grôzer rîcheit dâ, vil mêr, dann iender anderswâ.~

[137] +Barros+, ~Dec. III. C. 3. 3. cento et tantas leguas.~

[138] +G. Correa+, ~Lendas III~, 240.

[139] +G. Correa+, ~Lendas IV~, 306.

[140] Dritte Auflage. 1571.

[141] +K. v. Weber+, Anna Kurfürstin von Sachsen. Leipzig 1861. S. 332.

[142] ~Informação da aurea Chersoneso ou Peninsula e las ilhas Auriferas etc.~

[143] +P. A. Tiele+, ~de voorgewende ontdekking von Australie (Nieuw Holland) door de Portugeezen in 1601, overgedruckt uit de Nederlandsche Spectator 1875.~ -- +E. T. Hamy+, ~Le descobridor Godinho de Eredia, im Bulletin soc. geogr. Paris. Juin 1878. p. 311-442.~

[144] +P. A. Leupe+, ~Reize von Maarten Gerritss. Vries in 1643.~ Amsterdam 1858. Einleitung. S. 1-5. 24. 27.

[145] +Barros+, ~Asia, Dec. III. liv. I, 8~.

[146] Diese Insel, welche bei den Portugiesen Tamao oder Sancian genannt wird, heißt chinesisch San-tschuën, auf den europäischen Seekarten St. John und liegt südwestlich von der Mündung des Si-kiang, in dessen Gebiet die bekannte Handelsstadt Kanton gelegen ist.

[147] +Barros+, ~Asia, Dec. III, liv. 2. 8~.

[148] +Barros+, ~Asia, Dec. III, liv. 6. 1~.

[149] ~Peregrinaçam de Fernam Mendez Pinto. Lissabon 1614.~

[150] v. +Richthofen+, China. I, 647.

[151] +Theobald Fischer+, Ueber italienische Seekarten und Kartographen des Mittelalters, in Zeitschr. d. Gs. f. Erdk. zu Berlin. Bd. XVII. S. 5 u. folg.

[152] Ueber das Geburtsjahr des Entdeckers von Amerika, im „Ausland“ 1866. S. 1177-81.

[153] +M. F. de Navarrete+, ~Coleccion de los viajes y descubrimientos. tom. I. p. 311~.

[154] +Navarrete+ I, 285.

[155] +Navarrete+ I, 101.

[156] Daß hier eine litterarische Fälschung vorliegt, wird jetzt allgemein angenommen.

[157] ~Année veritable de la naissance de Christophe Columbe, im Bull. de la Soc. d. Geogr. Paris 1872. Juillet.~

[158] +Navarrete+, welcher der Ansicht war, Columbus sei 1436 geboren, substituirte die Zahl 48. ~Colleccion de los viajes y déscabr. I, LXXX.~

[159] +Harrisse+, ~D. Fernando Colon, historiador de sa padre.~ Sevilla 1871. +Schumacher+, Peter Martyr S. 94.

[160] +d’Avezac+ ~l. c. p. 32~. Möglicher Weise beruht auch die Angabe Pavia auf einem Druckfehler der „~Vida~“, wie solche mehrfach vorkommen, und man müßte statt dessen lesen ~patria~, wonach Col. seine Studien in seiner Vaterstadt gemacht.

[161] Kolno, ein kleiner Marktflecken im nördl. Polen, in Masovien, nahe der preußischen Grenze, südlich von Johannisburg. In latinisirter Form wird der Entdecker Johannes Scolnus (~i. e. zKolna~, von Kolno) genannt.

[162] +J. Lelewel+, ~Géographie du moyen age. Tom. III. et IV. No. IV. p. 106.~

[163] +Th. Fischer+, Ueber italienische Seekarten und Kartographen des Mittelalters. S. 42.

[164] +Humboldt+, Kritische Untersuchungen. I, 415. +Th. Fischer+ (a. a. O. S. 34) vermuthet B. Beccario als Verfasser.

[165] +Th. Fischer+ S. 34.

[166] Doch irrt Humboldt (krit. Untersuchungen I, 82) wenn er meint, d’Ailly kenne den Namen Catthay nicht. Derselbe findet sich neben andern modernen Ländernamen Asiens in der Imago Mundi Cap. XXIIII.

[167] d’Ailly nahm die folgende Zusammenstellung fast wörtlich aus +Roger Bacon+, ~opus majus p. 183~.

[168] +d’Avezac+, ~Année veritable de la naissance de Christophe Colombe. p. 50~.

[169] +Navarrete+ ~l. c. p. lxxix~. Hierbei mag erwähnt werden, daß vielleicht auch Leonardo da Vinci schon vor Toscanelli mit Columbus in Verbindung getreten und zu dem Plane, Indien im Westen zu suchen, angeregt hat. Leonardo da Vinci, ebensowohl ausgezeichnet als Physiker, Ingenieur, Architekt und Musiker, wie als Maler, soll 1473 einen Brief an Columbus gerichtet haben, worin er sich über die Wahrscheinlichkeit ausspricht, Orient-Indien auf dem intendirten Wege zu erreichen. (~Dr.~ +H. Grothe+, Leonardo da Vinci. Berlin 1874. S. 20.) Daß wir von Leonardo auch eine sehr interessante Erdkarte aus den Jahren 1514-16 besitzen, wird später besprochen werden.

[170] Toscanelli starb im Mai 1482.

[171] ~Bibliotheca Americana vetustissima, Additions. Paris 1872. Introduction p. XVI-XVIII.~

[172] Wahrscheinlich ist Nicolo de Conti gemeint (S. 77).

[173] Nach der falschen Erklärung Marco Polos. Vgl. oben S. 65.

[174] Kritische Untersuchungen I, 205 ff.

[175] Zeitalter der Entdeckungen. 2. Aufl. S. 101 ff. Peschel rechnete folgendermaßen. Da 60 oder 62½ Milliarien 1 Aequatorialgrad betragen, so nahm Toscanelli für die Breite von Lissabon rund 50 Millien an. Folglich ist ein Spatium von 250 Millien = 5 Meridiangrade. Allein diese Rechnung ist zu unsicher. Denn nehmen wir die Lage Lissabon, nach den alfonsinischen Tafeln von 1483 zu 41° n. Br. an, so beträgt der Abstand von einem Meridian zum andern 45⅓ resp. 48⅓ Millien, je nachdem man 60 oder 62½ Millien einsetzt. Ein Spatium von 5 Graden würde demnach entweder 226⅔ oder 241⅔ Millien ausmachen. Da aber Toscanelli keinesweges behauptet, daß unter der Breite von Lissabon ein Spatium = 250 Mill. sei, sondern nur sagt, daß das Kartenblatt von Lissabon bis Quinsey in 26 Spatien eingetheilt sei, davon jedes auf 250 Mill. zu berechnen sei, so kann er ebensogut den Aequatorialwerth des Spatiums eingesetzt haben, ohne sich auf eine genaue Berechnung der Werthe für bestimmte geographische Breiten einzulassen. Nun begegnen wir um die Wende des 15. und im Anfange des 16. Jahrhunderts noch mehrfachen Schwankungen in den Angaben des Erdumfanges. Man hielt zwar an der Autorität des Ptolemäus fest, welche 180,000 Stadien für die Länge des Aequators angibt; allein die Bestimmung der Länge des Stadiums wurde verschieden versucht, bald nahm man 8, bald 8⅓ Stadien für eine römische oder italienische Millie. Neben der verbreiteten Angabe von 21,600 ital. Milliarien für die Länge des Aequators finden wir mehrfach auch die etwas größere Ziffer 22,500 röm. Mill. (G. +Reisch+, ~Margarita, lib. VII, tract. I. cp. 44~ und +P. de Mexia+, ~Silva de varia leccion, pars III. cp. XVIII, p. 118. verso~). Nach dieser Annahme ist ein Spatium von 250 Mill. genau 4 Grad. Nach der Ansicht Toscanelli’s betrug also der Abstand von Europa nach Asien 26 Spatien zu 4 Grad, d. h. 104 Grad. Es ist, fügt er in seinem Briefe hinzu, ungefähr ein Drittel des Erdumfangs, und gleichsam um dieses Maß noch etwas abzumindern, setzt er zum Schluß die Bemerkung, daß der Weg durch das unbekannte Meer nicht gar zu groß sei, so daß man daraus abnehmen darf, daß er den Weg eher geringer als ⅓ des Umfangs der Erde schätzt. Wenn Toscanelli ferner angibt, daß der Abstand von Antilia nach Zipangu 10 Spatien betrage, also nach unserer Rechnung 40 Grade, so stimmt das mit dem Globus Behaims sehr gut überein. Wie überhaupt die ganze Darstellung Ostasiens und der davor gelagerten Inseln auf dem Globus gewiß den Anschauungen Toscanelli’s entlehnt ist, denn Behaim konnte bei seiner einflußreichen Stellung in Portugal sicher Gelegenheit gefunden haben, die Karte Toscanelli’s und sein Project genau zu prüfen, und adoptirte dessen Darstellung. Auch noch eine andere Karte, welche sich in der römischen Ausgabe des Ptolemäus von 1508 befindet und von Ruysch entworfen ist, zeigt die nämliche Configuration Ostasiens und der Inseln, so daß beide Darstellungen unzweifelhaft auf Toscanelli zurückzuführen sind. Daß man auf der Behaim’schen Karte die Route des Columbus und dessen Ideen über die Localitäten, zu denen er gekommen zu sein meinte, recht gut verfolgen kann, werden wir später zeigen.

[176] ~Dec. I. liv. III. cp. XI.~ Anders und weitaus günstiger stellt +Muñoz+ (Geschichte der neuen Welt, II, 19) die Auffassung des Königs dar. Er habe, gegenüber dem abfälligen Bescheid der Commission, die Gründe des Columbus leidenschaftslos gewürdigt und würde einen Vertrag mit demselben abgeschlossen haben, wenn dieser nicht so übermäßig hohe, in Portugal ganz unerhörte Forderungen, ähnlich wie später in Spanien, gestellt hätte. Und nur hieran sei die Ausführung gescheitert. Man muß in der That die Kühnheit und Festigkeit des Genuesen bewundern, der obwohl arm und mittellos, doch nur um den höchsten Preis sich zu der Ausführung eines Unternehmens erbot, von dessen Gelingen er in innerster Seele überzeugt war. Der König Johann von Portugal war nach den bisher bei den Entdeckungsfahrten befolgten Grundsätzen nicht in der Lage, vollends einem Fremdlinge gegenüber, solche Forderungen zu befriedigen, und mußte die Verhandlung abbrechen, so daß dem Urheber des Planes jede Aussicht auf Erfolg benommen wurde. Daß der König Johann von Columbus eine günstige Meinung behielt, scheint daraus hervorzugehen, daß er denselben in einem Briefe vom 20. März 1488 noch mit der Bezeichnung: ~noso especial amigo~ beehrte. +Navarrete+ ~II, No. III. Carta del Rey de Portugal à Cristóbal Colon~.

[177] ~Paesi novamente ritrovate. Vicenza 1507.~

[178] +R. H. Major+, ~Select. Lettres of Columbus. Introd. p. lxxxix~, vermuthet, daß der Kopf des Christopherus auf der Karte Juan de la Cosas von 1500 ein Porträt des Columbus sei (siehe die Kartenbeilage).

[179] Vnbekanthe landte vnd ein Newe weldt in kurtz verganger zeythe erfunden. o. O. u. J.

[180] +Navarrete+ ~II, No. XIV. Carta del Duque de Medinaceli al Gran Cardenal de España.~

[181] +Navarrete+ ~II, No. II. Relacion de varias cantidades de maravedis, dadas de orden de los Señores Reyes à Cristóbal Colon.~

[182] +Navarrete+ II, 289. 2. ~edit.~

[183] Ebenda I, 391.

[184] Col. meint Jes. 24, 16. Von den Enden der Erde hören wir Gesänge. (Col. deutet die Enden der Erde auf Spanien.) Ferner Jes. 60, 9 u. 65, 17. Ich schaffe einen neuen Himmel und eine +neue Erde+ (die +neue+ Welt). Auf diese Stelle kommt Columbus in seinem Briefe an die Donna Juana de la Torre (+Navarrete+ II, 413) mit den Worten zurück: Gott machte mich zum Gesandten eines neuen Himmels und einer neuen Erde. Und daß er es mit seiner Glaubenssendung ernst meint, spricht er in einem Brief von seiner dritten Reise aus. „In allen Ländern, welche ich besucht habe, ließ ich ein hohes Kreuz aufrichten. Ich erzähle den Einwohnern, was ich kann, von unserm heiligen Glauben und von dem Glauben an unsere heilige Mutter, die Kirche, welche ihre Glieder in aller Welt hat.“

[185] +Harrisse+, ~Bibl. Americana vetust. Introduction p. xlvi.~

[186] Es wird dereinst die Zeit kommen, wo der Ocean seine Fesseln sprengt, und der Erdkreis weit und breit sich aufthut, und das Meer neue Länder entschleiert, und Thule nicht mehr das äußerste Land sein wird.

[187] Krit. Untersuchungen I, 91.

[188] +G. de Lavigne+, ~Itineraire de l’Espagne.~ Paris 1866. S. 694.

[189] +Navarrete+ III, 578.

[190] Ebenda III, 540.

[191] Diese spanische Form seines Namens hat Columbus von nun stets beibehalten.

[192] +Navarrete+ I, 160. 2. ~edit.~

[193] +Humboldt+, Krit. Untersuchungen II, 20.

[194] +O. Kuntze+ in Engler, botan. Jahrbücher. 1880. S. 191-239.

[195] +P. Martyr+, ~de rebus Oceanicis. Dec. I. lib. I. Colon. 1574. p. 3~.

[196] +Navarrete+ I, 299. ~Los cuales todos á una voz estaban determinados de se volver y alzarse contra el haciendo protestaciones.~

[197] Schon am 1. Oct. schätzte Columbus die Entfernung von Ferro auf 707 Meilen, während er in dem öffentlichen Schiffstagebuch nur 584 Seemeilen angab. Uebrigens weichen die Berechnungen der Piloten auf den drei Schiffen bedeutend von einander ab. Auf der Niña zählte man 650, auf der Pinta 634 Meilen, während der Pilot des Hauptschiffes 578 Meilen angab.

[198] ~Gua est apud eos articulus.~ +P. Martyr+, ~Dec. III. lib. 7. p. 285~.

[199] +A. Breusing+, Zur Geschichte der Kartographie, in J. J. Kettlers Zeitschr. f. wiss. Geogr. II, 193.

[200] +A. B. Becher+, ~The Landfall of Columbus. Introduction p. XII.~ London 1856.

[201] ~De rebus oceanicis. Dec. III. lib. 9. p. 308. De insulis autem, quae Hispaniolae latus septentrionale custodiunt, mentionem praetereo, quia licet piscationibus et culturis aptae sint, relictae tamen sunt a nostris tanquam pauperes.~

[202] +Navarrete+, ~vol. II. 2. ed. p. 460~.

[203] +R. Pietschmann+, Beiträge zur Guanahani-Frage, in Zeitschr. für wissenschaftliche Geographie. Band I. S. 7 u. 8.

[204] +Wash. Irving+, ~History of the life and voyages of Christopher Columbus. tom. 4. No. XVI~.

[205] Kritische Untersuchungen II, 130.

[206] +J. B. Muñoz+, Gesch. der neuen Welt. Weimar 1795. S. 139.

[207] +A. B. Becher+, ~The Landfall of Columbus. p. 103~.

[208] +F. A. v. Varnhagen+, ~La verdadera Guanahani~. St. Jago de Chile. 1864. -- Ders. Das wahre Guanahani des Columbus. Wien. 1869.

[209] +Navarrete+ ~I. Introd. p. 107. 2. ed.~

[210] +Becher+, ~The Landfall. p. 103.~

[211] +Becher.+ ~l. c. p. 103. As to the abundance of water: Columbus has been supposed to have meant that it was fresh, for he does not say, that it was so in his journal.~

[212] ~es la isla de Cipango de que se cuentan cosas maravillosas, y en las esperas que yo vi y en las pinturas de mapamundos es ella en esta comarca.~ Tagebuch vom 24. October. +Navarrete+ I, 190. 2. ~ed.~

[213] +Las Casas+ bemerkt dazu: „Ich verstehe dies Gerede nicht.“ Wenn aber Columbus überzeugt war, daß er Cipangu bereits hinter sich habe, so wird auch sein Ausspruch verständlich und durch einen Blick auf die Zeichnung Martin Behaims erklärt; denn er schätzte die Entfernung von 100 Meilen nach der Karte Toscanelli’s.

[214] Nach seiner Berechnung befand sich der Admiral am 2. November 1142 Leguas westlich von Ferro. 1 Legua = 4 ital. Seemeilen. (~Volunt lequam Hispani millia passuum quattuor continere, mari praesertim; terra vero tria.~ +P. Martyr+, ~Dec. II. lib. X. p. 200~). Rechnet man auf dem Parallel der Canarien 50 ital. Meilen auf 1 Grad, so betrug nach der Annahme des Columbus seine Entfernung von Ferro volle 91 Grad. Auf der Behaim’schen Karte liegt dieser Punkt zwischen Cipangu und der Küste Asiens in der Region der „zahllosen“ Inseln. In Wahrheit beträgt aber die Entfernung von seinem Standpunkte bis Ferro nur 60 Grad.

[215] ~Haiti dicitur asperitas, eorum vetere lingua.~ +P. Martyr+, Dec. ~III. lib. 7. p. 279~.

[216] „So erkannte ich, daß unser Herr wunderbarerweise (~milagrosamente~) unser Schiff gerade hier stranden ließ, weil es der beste Platz auf der ganzen Insel ist, und damit wir unsere Niederlassung möglichst nahe den Goldminen anlegen könnten.“ Tagebuch vom 6. Jan. 1493. +Navarrete+ I, 275. 2. ~ed.~

[217] Daß die Ausbreitung des christlichen Glaubens die spanischen Majestäten lebhaft beschäftigte, bezeugt auch +Peter Martyr+: ~Dec. I. lib. 1. ep. 1. 10. 9. Rex et regina, quorum omnes cogitatus vel dormientium, in religionis nostrae augmento sunt siti, sperantes ad Christi legem tot nationes et simplices gentes facile trahi posse.~

[218] +P. Martyr+ erwähnt mehrfach den Goldreichthum von Haiti und Cuba. ~Ex sola Hispaniola vehitur in Hispaniam quotannis quadringentorum et quingentorum, interdum millium ducatorum auri summa. Id ex quinta regia intelligitur, quae ad fiscum venit: octoginta, nonaginta et centum millium castellanorum auri et aliquando maior. Dec. III. lib. 8. p. 297. Hac hora, qua haec scribo, coacta esse in Cuba referunt castellanorum auri centum octoginta milia conflanda, magnum opulentiae argumentum. ibid. p. 306.~

[219] Es ist sehr auffällig, daß in einer im Archive der Stadt befindlichen Chronik Barcelonas, welche vom Jahre 1411 bis auf die Gegenwart geführt ist und alle kleinen Vorfälle innerhalb der Stadt verzeichnet hat, der Anwesenheit des Columbus im April 1493 mit keiner Silbe Erwähnung geschieht. +Harrisse+, ~Bibl. Amer. vet. Additions. p. IX.~

[220] +Peter Martyr+ ~Dec. I. lib. 1. p. 10~. Jobst Ruchhamer in seinem oben (S. 233) angeführten Werke gibt im Cap. 41 den Empfang des Columbus bei Hofe mit folgenden Worten: „Der Kunige vnd die Kunigin entpfingen disen Christoffel Dawber mit dem allerangenemsten angesicht, vnd thaten jme die allergrösten Eere, vnd liessen jne öffentlich sitzen vor Jnen, welches bey jnen ist von den ersten vnd grösten eeren. Vnd wolten, das er genant wurde +Ein wunderer des Meres Occeani+.“ Mit diesen letzten Worten überträgt Ruchhamer den Titel Almirante. Aehnliche confuse Verdeutschungen finden sich noch mehr. Aus Alonso Niño wird ihm ein Alonsus Schwartze, aus Lorenzo di Pier Francesco de Medici Laurentius petri artzte zu Florentia. Uebrigens wurde auch in der Sammlung von Reiseberichten, welche 1534 in Straßburg unter dem Titel: „Die New Welt der Landschaften vnnd Jnsvln“ herauskam, Admirans mit „verwunderer des Meers“ übersetzt.

[221] +Navarrete+, I, 314-321.

[222] ~Ibid. p. 327-343.~

[223] Tagebuch vom 13. Dec. 1492.

[224] Brief an Luis de Sant-Angel. +Navarrete+, I, 338 ~ob aequinoctiali linea distat (ut videtur) gradus sex et viginti~.

[225] ~Opus epistul. Ep. CXXXI ed. Compluti (Alcala) 1530 (ed. Amstelod. 1670: Ep. 130.)~

[226] ~Opus epistol. Ep. 136 (ed. Complu.) Ep. 135 (ed. Amstelod.).~ Man vergleiche damit Martyrs Ansicht in der ~Dec. I. lib. I. p. 8. Haec volui de psittacis recitasse: quamvis huius Christophori Coloni opinio, magnitudini sphaerae et opinioni veterum de subnavigabili orbe videatur adversari, psittaci tamen inde absportari atque alia multa, vel propinquitate, vel natura solum Indicum has insulas sapere indicant.~ „Mußte doch jeder Gebildete einsehen, daß die von dem Genuesen hartnäckig wiederholte Behauptung, Asien reiche ziemlich nahe an den Westen Europas hinan, aller geographischen Kenntniß entgegen war.“ +Schumacher+, Peter Martyr. S. 24.

[227] ~Dec. I. lib. I. p. 4.~

[228] ~Dec. III. lib. 7. p. 282.~

[229] ~quae linea distet a qualibet insularum, quae vulgariter nuncupantur de los Azores et Cabo Verde, centum leucis versus occidentem et meridiem.~ +Navarrete+ ~II.~ Nr. 18. ~p.~ 83.

[230] So viel als 11¼ Grad. Der Compaß zerfiel in 8 Winde oder 32 Viertelwinde (~quarte di vento~) oder 360 Grad, also ein Viertelwind gleich 11¼°. Vgl. +Breusing+, Zur Gesch. der Kartographie, in Kettler, Zeitschr. für wiss. Geogr. II, 132. 133.

[231] +Navarrete+ I, 395 und 402.

[232] Kosmos II, 317.

[233] +Navarrete+ ~II. No.~ LXXIV u. LXXV.

[234] ~Dec. II. X. p. 200.~

[235] +Navarrete+ I, 347-372.

[236] Bei +P. Martyr+, ~Dec. I. p. 19. Burichena.~

[237] Richtiger Guacanagari.

[238] +Navarrete+ I, 347-372.

[239] Siehe seinen Bericht bei +Navarrete+ I, 369.

[240] +P. Martyr+, ~Opus Epist. Alcala 1530. Ep. 165. Ex Hispaniola, quam admirantus ipse Colonus... Offiram Salomonis aurifodinam putat.~ Im weiteren Verlauf des Briefes bezieht sich Martyr darauf, daß Columbus selbst ihm geschrieben (~ad me scripsit~).

[241] +M. G. Pauthier+, ~Le livre de Marco Polo~. Paris 1865. II, 550. ~Et si vous di que en ceste mer de Cim qui est au levant, si comme dient les pescheurs et les saiges mariniers de ceste contrée, il ya vii mille quatre cens. lix (7459) isles, là où lesdis mariniers vont... Et si vous di, qu’il n’y a nulle de ces isles où il n’ait arbres moult bons et +de grant oudour+.~ Die Wunderberichte des Ritters Mandeville, welcher die Reisebeobachtungen des Odorich von Pordenone (siehe oben S. 72) in frecher Weise ausbeutet, schienen diese Angaben zu bestätigen. Wahrscheinlich fußte Columbus auf Mandeville, dessen Buch er mit sich führte.

[242] +P. Martyr+, ~Opus epist. 1530. No. 164: A laeva innumeras se vidisse insulas narrabat. Huius magnae telluris litoribus in mare advertit cadere flumina multiformia. In plerisque piscium ingentem copiam, alibi multa conchylia, ex quibus uniones abraduntur, invenit. Per maria se transisse inquit, testudinibus puta majoribus fere condensata.~

[243] Von der Ostspitze Cubas bis zur Isla de Pinos beträgt die Entfernung nur 8 Meridiane.

[244] +P. Martyr.+ ~Opus Epist. Ep. 164. Decad. I. 3. p. 35.~

[245] +Navarrete+ II, 162. Nr. LXXVI. ~Informacion y testimonio de cómo el Almirante fue á reconocer la isla de Cuba quedando persuadido de que era tierra-firme.~ Danach gab der Pilot der Caravele Niña Francisco Niño auf seinen Eid die Erklärung ab, daß es keine Insel geben könne, welche in ostwestlicher Erstreckung 335 Leguas lang sei. Seiner Erklärung schlossen sich auch die anderen kundigen Seeleute an, unter ihnen auch +Johan de la Cosa+, „~vicino de Puerto de Santa Maria, Maestro de hacer Cartas, Marinero de la carabela Niña~“. Es ist derselbe Juan de la Cosa, dem wir die erste noch erhaltene Karte der neuen Welt verdanken, auf welcher er, trotz seines Schwurs, sechs Jahre später, Cuba als Insel darstellte.

[246]