Gerichtliche Leichen-Oeffnungen. Zweites Hundert.

Part 14

Chapter 143,184 wordsPublic domain

10) An der rechten Seite des Körpers, von der fünften Rippe anfangend bis zum Hüftbein hinunter, finden sich 17 bis 18 blaue, meist parallel laufende, 1 bis 3 Zoll lange, weich zu schneidende Streifen, die gleichfalls bei Einschnitten Sugillation ergeben. Zwei solcher, halbkreisförmiger Streifen laufen, 1 Zoll vom Nabel entfernt, rechts, über den Unterleib weg.

11) Die Gegend des Kreuzbeins und beide _Nates_ zeigen eine bläuliche Färbung, und auch hier ergeben Einschnitte Sugillation in der Tiefe.

12) Auf der linken Seite des Bauches, gerade über der obern Gräthe des Hüftbeinkammes, findet sich ein fast runder, braungrüner, hart zu schneidender Fleck, unter welchem sich jedoch keine Blutunterlaufung ergiebt. Ein ganz ähnlicher, und braunroth gefärbter Fleck mit Abschilferung der Oberhaut findet sich an der innern Seite des rechten Knies und auf dem linken Hüftbein, 1 Zoll vom Rande desselben entfernt.

Sonst ist bei der äussern Besichtigung nichts zu bemerken.

B. Innere Besichtigung.

I. ~Eröffnung der Kopfhöhle.~

13) Nach kunstgemässer Zurückschlagung der weichen Bedeckungen zeigen sich dieselben von innen an ihrer hintern Hälfte durchweg mit dunkelm Blut infiltrirt und nun entdeckt man bei genauer Besichtigung eine sternförmige Fissur, deren Mittelpunkt 3/4 Zoll über der Protuberanz nach links hinüber anfängt und sich von hier in drei Strahlen oder unregelmässig zackigen Rissen durch das Hinterhaupt erstreckt. Der eine derselben setzt sich in unregelmässigem Zickzack noch 2 Zoll weit auf das rechte Scheitelbein fort, und ein zweiter, eben solcher, pflanzt sich bis in den Schuppentheil hinein, im Ganzen 2-1/2 Zoll weit fort. Ein dritter Spalt erstreckt sich im Hinterhaupte bis zum grossen Loch hinunter. Die Risse haben eine Dimension von höchstens 1/4 Linie und erscheinen roth vom unterliegenden Blute.

14) Die Schädelknochen wurden hierauf abgesägt. Sie waren von gewöhnlicher Dicke, und mit Ausnahme des schon beschriebenen unverletzt, aber an den Sprungstellen in ihrer Diploe mit Blut infiltrirt.

15) Ebenso unverletzt waren auch die Gehirnhäute.

16) Das Gehirn, das den Schädel vollkommen ausfüllte, war in den Venen seiner Oberfläche sehr stark mit Blut gefüllt, ebenso blutreich war auch seine Substanz und die Venen der Grundfläche des Gehirns.

17) In den Ventrikeln _resp._ in ihren Adergeflechten ist nichts Besonderes zu bemerken.

18) Dasselbe gilt von der Brücke, dem verlängerten Marke und

19) dem gesammten kleinen Gehirn, das nur ebenfalls sehr blutreich ist.

20) Sämmtliche _Sinus_ strotzten von dunkelm, halb geronnenem Blute.

21) Ein eben solches, nur flüssiges Blut in der Menge von 6 Quentchen findet sich frei auf der Schädelgrundfläche.

22) Die innere Besichtigung ergiebt ferner und bestätigt das oben Gesagte, dass der senkrechte Riss im Hinterhauptsbein sich bis zum grossen Loch hinunter erstreckt, so dass das Hinterhauptsbein in seinen beiden Hälften hin und her bewegt werden kann. Die Umgegend dieser Ränder zeigt sich mit Blut unterlaufen. Im Uebrigen ist die Schädelgrundfläche unverletzt.

II. ~Eröffnung der Brusthöhle.~

23) Die Eingeweide befanden sich in ihrer natürlichen Lage; die Lungen sind in Beziehung der Farbe, Consistenz und des Blutgehalts, welcher nicht bedeutend ist, vollkommen normal.

24) Ebenso natürlich und vollkommen leer beschaffen ist die Luftröhre. Die Thymusdrüse ist noch nicht ganz geschwunden.

25) Vom natürlich beschaffenen Herzen ist nur zu erwähnen, dass dasselbe in seinen Kranzadern, wie in sämmtlichen Höhlen fast vollkommen blutleer ist. In dem Herzbeutel war die gewöhnliche Quantität Wasser enthalten.

26) Die grossen Blutadern dieser Höhle enthalten nur wenig Blut.

Sonst ist bei dieser Höhle Nichts weiter zu bemerken.

III. ~Eröffnung der Bauchhöhle.~

27) Nach kunstgemässer Entfernung der äussern Bedeckungen zeigen sich die Eingeweide in ihrer natürlichen Lage.

Die Leber und die mässig angefüllte Gallenblase sind vollkommen gesund.

28) Der natürlich beschaffene Magen ist zu 1/3 mit dünnem Kartoffelbrei angefüllt.

29) Die Speiseröhre ist leer.

30) An der Bauchspeicheldrüse, sowie

31) an der sehr blutarmen Milz ist so wenig etwas zu bemerken, als

32) an beiden Nieren.

33) Die Harnblase ist natürlich beschaffen und leer.

34) Von Netzen und Gekröse ist nur zu bemerken, dass in letzterm sich zahlreiche Scropheldrüsen befinden.

35) Die Därme sind gesund beschaffen und leer.

36) Die grossen Blutaderstämme dieser Höhle sind mässig mit halbgeronnenem Blute gefüllt.

Da sonst Nichts weiter zu bemerken war, so wurde die Obduction hiermit geschlossen, und die Obducenten gaben ihr Urtheil dahin ab:

1) dass das Kind an den oben _sub_ 13, 14, 21 und 22 beschriebenen Verletzungen gestorben sei;

2) dass diese Verletzungen so beschaffen, dass dieselben in dem Alter des Verletzten nothwendig und unter allen Umständen für sich allein den Tod zur Folge haben mussten;

3) auf Befragen, dass die geschilderten Kopfverletzungen durch Schläge mit der blossen Hand, oder mit der Faust, oder mit dem dicken Ende einer gewöhnlichen Ruthe nicht hervorgebracht sein können,

4) auf Befragen, dass ein Fall des Kindes aus der Wiege vier Tage vor seinem Tode möglicherweise, aber nicht einmal wahrscheinlicherweise, die beregten Kopfverletzungen veranlasst haben kann, worüber sich Obducenten ein gewisseres Urtheil bis zur Kenntniss der _Anteacta_ vorbehalten müssen:

5) bemerken Obducenten noch, dass aus der obigen Bejahung (_sub_ 2) der ersten Frage des §. 169. der Criminal-Ordnung die Verneinung der beiden übrigen logisch folgt.

v. g. u.

_Casper. Wernecke._

a. u. s.

_Spaethen. Dressel._

II. Besichtigungs-Protokoll,

betreffend

ausgegrabene Knochen eines neugebornen Kindes.

Verhandelt ~Charlottenburg~, den 28. Mai 18--.

In Sachen, betreffend die Ermittelung der Todesart des Kindes, dessen Gebeine am 16. d. M. im Garten des Kaufmanns _Peitzer_ vergraben aufgefunden, verfügten sich heute die unterzeichneten Gerichtspersonen nach dem Krankenhause, woselbst sie antrafen:

u. s. w.

Es war hierauf erschienen

der Geheime Medicinal-Rath, Physikus Herr Dr. _Casper_.

Demselben wurde der Inhalt des Paketes, welches vorstehend recognoscirt worden, zur Untersuchung übergeben, und derselbe aufgefordert, die Besichtigung der aufgefundenen Gebeine und Substanzen vorzunehmen, deren Inhalt und deren Beschaffenheit genau zu bemerken, und sich gutachtlich darüber zu erklären:

ob die aufgefundenen Gebeine und Substanzen zu dem Körper eines neugebornen, lebendig gewesenen, oder wie alten Kindes gehört, und vor wie langer Zeit ungefähr _event._ der Tod des Kindes erfolgt sein kann?

Es wurden endlich noch dem Herrn Geheimen Medicinal-Rathe _Casper_ diejenigen 8 Knochen vorgelegt, welche am 24. d. M. in Gegenwart der Unterzeichneten durch den Knecht _Schulze_ an dem _qu._ Orte aufgefunden worden, wie dies die Verhandlung vom 24. d. M. ergiebt.

Hierauf äusserte sich der Geheime Medicinal-Rath Herr Dr. _Casper_ gutachtlich wie folgt:

Die mir vorgelegten Substanzen bestehen

_a_) in einem groben, linnenen, mit einer verrosteten Stecknadel zusammengesteckten Lappen, der anscheinend weiss gewesen, und durch den sichtlich darauf befindlichen Kalk vielfach zerfressen ist;

_b_) aus grossen Mengen grösserer oder kleinerer, talgartiger, gelblich weisser, schmieriger, an der Flamme schmelzender Massen, die sich deutlich wie sogenanntes Fettwachs verhalten. Einzelne der nachher zu beschreibenden Knochen, namentlich die beiden Oberschenkelbeine, das Stirnbein, die Hüftbeine und Unterkieferbeine sind noch mehr oder weniger in diesem Fettwachs eingehüllt, wie es denn überhaupt eine lange und mühsame Arbeit war,

_c_) die gefundenen Knochen _resp._ aus dem Sand, Kalk, Lappen und Fettwachs möglichst einzeln zu gewinnen.

Dieselben bestehen in:

1) einem dreifach zerspaltenen Scheitelbeine, an seinem grössten Durchmesser 3-1/2 Zoll lang _resp._ 2-3/4 Zoll breit, mit Fettwachs, Sand und Kalk verunreinigt;

2) dem grössten Theile eines Hinterhauptbeins von dreieckiger Gestalt mit deutlicher äusserer Protuberanz, von seiner Basis bis zur Spitze 2-3/8 Zoll hoch und 2-1/2 Zoll breit;

3) einem halbmondförmigen Fragment eines Scheitelbeins, 2 Zoll hoch und 2-1/2 Zoll breit, an welchem noch einzelne gleich weiter zu beschreibende Haare kleben;

4) einem Stirnbein mit deutlich entwickeltem Höcker, vom Augenhöhlenfortsatze bis zur Spitze 2 Zoll hoch und ebenso breit;

5) zwei Unterkieferbeinen, jede Hälfte 2 Zoll lang, Höhe in der Mitte 3/8 Zoll;

6) einem unförmlichen, dünnen und flachen Knochenstückchen, was muthmaasslich dem Siebbeine angehörte;

7) zwei Oberkieferbeinen, 13 Linien breit und 11 Linien hoch;

8) einem vielfach zerrissenen, etwa 2-1/2 Zoll langen und 1 bis 1-1/2 Zoll breiten, postpapierdicken Fetzen, der offenbar der sehnigten Schädelhaube angehörte, und an welchem sich sehr deutlich ziemlich viel hellblonde Haare von bis zu 3/4 Zoll Länge vorfinden;

9) 5 Fragmenten von Wirbelbeinen, wovon 3 mit deutlichen Dornfortsätzen; mit einem scharfen Messer lassen sich die Körper derselben trennen, und wird das schwammige Gefüge deutlich sichtbar;

10) einem bedeutenden Stück Fettwachs, woraus die beiden Hüftbeine entwickelt worden. Dieselben sehr deutlich erhalten sind _resp._ 15 Linien hoch und 17 Linien breit;

11) in der Nähe derselben lag im Fettwachse eingehüllt eine braungelbliche, schmierige Masse, bei näherer Untersuchung auf einem dünnen Häutchen aufliegend, die sogleich nicht nur dem Ansehen, sondern auch dem von allen Anwesenden anerkannten Kothgeruche nach, für Darmkoth -- Kindspech -- erklärt wurde;

12) einem Oberarmbeine, 2-1/2 Zoll lang, an seinem unteren Ende 5/8 Zoll, an seinem oberen 1/2 Zoll breit, mit dem Messer in der Mitte nicht zu zerschneiden; dicht am Knochen liess sich noch beim Abschaben ein braunrothes, gleichsam muskelartiges Gefüge wahrnehmen;

13) dem linken Schlüsselbeine, 25 Linien lang, von festem Gefüge;

14) dem linken Schulterblatte, 16 Linien lang, 1 Zoll in seinem grössten breiten Durchmesser; das _acromion_, deutlich vorhanden, ragt über dem Gelenktheile 2 Linien hervor;

15) einem Fragmente vom rechten Schulterblatte mit deutlicher Gräthe;

16) 12 Rippen, wovon die kleinste etwa 2 Zoll, die grösste 2-1/2 Zoll lang ist; auch das Gefüge dieser Knochen ist so hart, dass sie sich mit dem Messer nicht zerschneiden lassen. Die Biegung der Rippen ist sehr stark;

17) beiden Oberschenkeln, _resp._ 3 Zoll lang, am Pfannenende 1/2 Zoll dick, in der Mitte 1/4 Zoll, im Durchmesser 1/4 Zoll, am Knieende 6/8 Zoll breit; das Gefüge am Körper ist sehr hart, die Trochanteren lassen sich deutlich wahrnehmen;

18) zwei Schien- und zwei Wadenbeinen, die Schienbeine _resp._ 2-1/2 Zoll lang, an ihrem obern Ende einen halben, an ihrem untern 5/8 Zoll breit, in der Mitte des Körpers 3 Linien breit; beide Wadenbeine genau 2-1/8 Zoll lang, am obern Ende 2-1/2 Linien, am unteren 3 Linien breit.

Nach obigem Befunde gebe ich mein Gutachten auf die mir vorgelegt werdenden Fragen dahin ab:

1) dass die untersuchten Knochen einem menschlichen Kinde angehört haben;

2) dass ihre Configuration, Beschaffenheit und Dimensionen beweisen, dass das Kind jedenfalls ein lebensfähiges und höchst wahrscheinlich ein vollständig ausgetragenes gewesen sei;

3) dass über das Leben desselben in oder nach der Geburt sich gar nichts, auch nur mit einiger Wahrscheinlichkeit bestimmen lässt;

4) dass das Kind wahrscheinlich nicht länger als 1 bis 1-1/2 Jahre in der Erde gelegen habe.

v. g. u.

_Casper._

a. u. s.

_Kolk. Bredow._

Inhalts-Register.

(Die beigesetzten Zahlen beziehen sich auf die Seiten.)

Aortenbogen, Schuss in denselben 28.

Athemprobe 123. 126. 127. 128. 129. 138. 139.

Axthiebe, tödtliche 43.

Bajonett-Wunde, tödtliche 55.

Balgerei, tödtliche 87.

Bauchwunde, penetrirende 55.

Blut, Farbe desselben bei Ertrunkenen 113.

Blut, geronnenes, bei einem todtgebornen Kinde 133.

Brüche der Extremitäten, tödtlich 16. 57. 69.

Bruch von Halswirbeln 15.

Bruch des Brustbeins 52.

Bruch des Oberschenkels, tödtlich 16. 57.

Bruch des Oberarms, tödtlich 57.

Bruch des Unterschenkels, tödtlich 67.

Bruch des Schaambeins 18.

Chloroformirung, tödtliche 151. _Cruralis_, s. Schenkelschlagader 3.

Dünndarm zerschossen 22.

Erdrosselung 95. 101.

Erfrierungstod des Neugebornen 141.

Erhängung in vollkommen stehender Stellung 92.

Erhängen 88.

Erstickungstod eines zwei Tage alten Kindes 137.

Erstickungstod 77-104.

Erstickungstod aus innern Ursachen 83. 94.

Ertrinkungstod 105-121.

Ertrinkungstod, neues Zeichen desselben 109.

Fall in einen Keller, tödtlich 50.

Fall von einer Treppe, tödtlich 51.

Fettwachsbildung 133.

Gehirn, Ruptur desselben 14.

Gehirneiterung nach Kopfverletzungen 37. 39. 43. 45. 46. 65.

Haare, ihr Ausgehen bei Vergifteten 174.

Halswirbel, Bruch desselben 15.

Harnblase bei Ertrunkenen 111.

Herz, Schusswunde in dasselbe 27. 30. 33. 35.

Herzbeutelwunde 89.

Hirnhämorrhagie, ob bei Ertrunkenen vorkommend? 110.

Hohlvene, Schuss in dieselbe 28. 30.

Hungertod, Fall, 169; angeblicher 172.

Infanterie- und Kavalleriesäbel als tödtliche Werkzeuge 46.

Kehldeckel, sein Stand bei Ertrunkenen 110.

Knochen, ausgegrabene, eines Kindes; Protokoll darüber 193.

Kopfschusswunde 21. 23.

Kopfverletzungen 10. 14. 21. 23. 24. 25. 29. 32. 37-51. 59. 64. 118.

Kugeln, ihre Eingangs- und Ausgangsöffnung schwer zu unterscheiden 20.

Kunstfehler der Medicinalpersonen, über dieselben 152.

Kupfersulphat, grosse Dosen desselben 156.

Leberhiebwunde, tödtliche 54.

Leberrisse, wie sie vorkommen 12.

Leichnam, was ist ein? 173.

Lethalitätslehre 1.

Luftröhre, verwest am frühesten 81.

Luftröhre, Zerreissung derselben 15.

Lunge, Schusswunde in dieselbe 27. 28. 29. 30. 31. 33.

Lungen, ihr Ansehn bei Ertrunkenen 112.

Lungen, Sinken Einer, Schwimmen der Andern 139.

Lungen einer verwesten Leiche sinken 127. 128.

Lungen, deren Farbe als Kriterium der Athemprobe 123. 134. 135.

Lungen, Sinken Einer, bei einem zwei Tage alten Kinde 138.

Meconium, enthält Wollhaare 183.

Milz-Hypertrophie, merkwürdige 75.

Misshandlungen, tödtliche 59. 75. 76.

Mittelfleisch, Berstung desselben 11.

Mord durch Erdrosselung 95. 104.

Mord durch Erstickung 77.

Mord durch Ertränken 114. 117.

Mord durch Kopfverletzungen 39. 43.

Mord durch Strangulation 84.

Nabelschnur, Trennung derselben am Nabel 143.

Nabelschnur, ihre Ränder 125.

Netz und Dünndarm zerschossen 22.

Neugeborne, zweifelhafte Leben und Todesarten derselben 121-146.

Nothzucht und Mord 84.

Obduction, Ursprung des Wortes 6.

Obductions-Protokoll, ein ausführliches 186.

Oberarm, tödtlicher Bruch desselben 57.

Oberschenkel, tödtlicher Bruch desselben 57.

Oberschenkelbruch, tödtlich 16.

Ossificationsdefecte am Kopfe der Neugebornen 174; ihre Verwechselung mit Fracturen 175.

_Penis_, Zusammengezogensein desselben als neues Zeichen des Ertrinkungstodes 109.

Risse, tödtliche, s. Ruptur.

Rückenmark, Verletzung desselben 52.

Rückenmark, Schusswunde in dasselbe 26.

Ruptur des Herzbeutels 50.

Ruptur des Gehirns 14.

Ruptur der Leber 12. 13. 50. 52. 53.

Ruptur der Luft- und Speiseröhre 15.

Ruptur der Milz 51.

Ruptur des Rückenmarkes 52.

Säbelhiebe, tödtliche 45. 46. 49.

Schenkelschlagader, Schuss in dieselbe 31.

Schuppentheil vom Schlafbein abgesprengt 10.

Schusswunden, tödtliche, 19 Fälle 19.

Schusterhammer, Tödtung durch denselben 39.

Schwefelsäure, Vergiftung 149.

Selbsterwürgung in liegender Stellung 101.

Selbstmord durch Erhängen 88. 89. 92.

Spätgeburt, zweifelhafte 130.

Speiseröhre, Zerreissung derselben 15.

Spitzkugeln, wie sie wirken 19.

Strangmarke 89. 98.

Strangmarke durch die Nabelschnur 159.

Sturz, tödtlicher, des Neugebornen 135.

Suffocation s. Erstickungstod.

Sugillation, Fehlen derselben bei schweren innern Verletzungen 13. 51. 54.

Todtschlag durch Kopfverletzungen 59. 64.

Todtschlag durch Säbelhiebe 45. 46. 49.

Tödtlichkeit, s. Lethalitätslehre.

Tödtung der Kreissenden, angeblich durch Schuld der Hebamme 150.

Tödtung des Neugebornen, angebliche, durch die Hebamme 159.

Trepanation 43.

Ueberfahren, Tödtung durch dasselbe 10.

Unterschenkel, tödtlicher Bruch desselben 69.

_Vena cava_, Schuss in dieselbe 28. 30.

_Vena poplitaea_, zerschossen 25.

_Vena saphaena_, tödtliche Verblutung aus derselben 58.

Verblutungstod 25. 27. 28. 29. 30. 31. 33. 35. 58.

Verbrennung, tödtliche, zweier Kinder 167.

Verbrennung durch ein Plätteisen, tödtlich 169.

Vergiftungen, über dieselben 147.

Vergiftung durch Schwefelsäure 149.

Vergiftung durch Wasserschierling 150.

Vergiftung, angebliche, durch den Arzt 155.

Vergiftung durch Chloroform 161.

Verletzungen, Tödtung durch dieselben 10.

Verwesung, ihr chronologisches Vorschreiten in den innern Organen 175.

Verwesung macht den Beweis des Ertrinkungstodes schwierig 106.

Verwesung, wie sie bei Wasserleichen chronologisch vorschreitet 107.

Wasser im Magen bei Ertrunkenen 112.

Wasser in den Bronchien bei Ertrunkenen 114.

Wasserleichen, wie sie verwesen 107.

Wasserschierling, angebliche Vergiftung durch denselben 150.

Windmühlenflügel, tödtliche Schläge durch denselben 37.

Wollhaar bei reifen Kindern 126.

Wollhaare im Fötus-Meconium 183.

Zangengeburt, Resultate einer schweren 136.

Zinksulphat, grosse Dosen desselben 156.

Züchtigungen, angeblich tödtliche 69.

Zwerchfell, Schuss in dasselbe 29.

Zwerchfell, dessen Stand bei Ertrunkenen 111.

Zwerchfell, Stand desselben bei Neugebornen 132.

In demselben Verlage ist erschienen und in allen Buchhandlungen zu haben:

#Augustin,# _Geh. Med.-Rath etc. Dr. F. L._, die Königlich Preuss. Medicinal-Verfassung oder: Vollständige Darstellung aller, das Medicinalwesen und die med. Polizei in den Königl. Preuss. Staaten betreffenden Gesetze etc. 7. Bd., die Verordnungen, Einrichtungen etc. vom Jahre 1838 bis 1842 enthaltend. 8.

2 Thlr. 26-1/4 Sgr.

#Auswahl,# neue, medicinisch-gerichtlicher Gutachten der Königl. wissenschaftlichen Deputation für das Medicinalwesen. I. Lieferung, a. u. d. T.:

~Zur gerichtlichen Geburtshülfe.~ Eine Auswahl von Entscheidungen der Königl. wissenschaftlichen Deputation für das Medicinalwesen, mit Genehmigung des Herrn Ministers der geistlichen, Unterrichts- und Medicinal-Angelegenheiten, herausgegeben von ~Jos. Herm. Schmidt~, Geh. Med.-Rath, Prof. Dr. etc. gr. 8. geh.

1 Thlr. 12 Sgr.

#Budd,# _Prof. Dr. G._, Die Krankheiten der Leber. Aus dem Englischen bearbeitet und mit Zusätzen versehen von Dr. ~Henoch~. gr. 8. Mit 2 Steindrucktafeln. broch.

2 Thlr.

#Bühring,# _Dr. Joh. Jul._, die Heilung der Eierstockgeschwülste. gr. 8. geh.

20 Sgr.

-- -- Die seitliche Rückgrats-Verkrümmung in ihren physiologischen und pathologischen Bedingungen und deren Heilung. Nebst erstem Jahresbericht aus dem orthopädischen Institut zu Berlin. Lex. 8. Mit 5 lith. Tafeln. geh.

25 Sgr.

-- -- Zur Pathologie und Therapie der Krankheiten des Hüftgelenks und ihrer Ausgänge. gr. 8. Mit 1 Steindrucktaf. geh.

28 Sgr.

#Busch,# _Geh. Med.-Rath Prof. Dr. D. W. H._, Lehrbuch der Geburtskunde. Ein Leitfaden bei akademischen Vorlesungen und bei dem Studium des Faches. Fünfte vermehrte und verbesserte Auflage. Mit 11 Holzschnitten. gr. 8. geh.

3 Thlr. 15 Sgr.

-- -- Atlas geburtshülflicher Abbildungen, mit Bezugnahme auf das Lehrbuch der Geburtskunde. 2te Auflage. 49 Steintafeln und Text. kl. 4. broch.

2 Thlr. 20 Sgr.

#Casper,# _Geh. Med.-Rath Prof. Dr. J. L._, der Entwurf des neuen Strafgesetzbuchs für die Preussischen Staaten, vom ärztlichen Standpunkte erläutert. gr. 8. broch.

10 Sgr.

-- -- Gerichtliche Leichenöffnungen. Erstes Hundert. Dritte vermehrte und gänzlich umgearbeitete Auflage. gr. 8. geh.

27 Sgr.

#Damerow,# _Geh. Med.-Rath, Prof, Dr. H._, Zur Kritik des politischen und religiösen Wahnsinns.

(Aus der »Zeitschrift für Psychiatrie« besonders abgedruckt.)

gr. 8. geh.

10 Sgr.

#Friedberg,# _Dr. H._, Histologie des Blutes, mit besonderer Rücksicht auf die forensische Diagnostik. gr. 8. Mit 2 Tafeln. broch.

28 Sgr.

#Goeden,# _Med.-Rath, Dr. A._, die Carbonisation des Blutes als Heilmittel. gr. 8. geh.

12 Sgr.

#Heidenhain,# _Dr. Heinrich_, das Fieber an sich und das typhöse Fieber, physiologische, pathologische und terapeutische Untersuchungen. gr. 8. broch.

1 Thlr. 25 Sgr.

#Helfft,# _Dr. H._, Krampf und Lähmung der Kehlkopfs-Muskeln und die dadurch bedingten Krankheiten. gr. 8. geh.

16 Sgr.

#Henoch,# _Dr. Ed._, Klinik der Unterleibs-Krankheiten. I. Bd. gr. 8. geh.

(Der II. Band ist im Drucke.)

1 Thlr. 20 Sgr.

#Herzog,# _Med.-Rath Dr._, die Körperverletzungen, aus dem Gesichtspunkte der Preussischen Gesetze für Gerichtsärzte und Richter beleuchtet. gr. 8. geh.

12 Sgr.

#Lessing,# _Dr. M. B._, über die Unsicherheit der Erkenntniss des erloschenen Lebens. Nebst Vorschläge zur Abhülfe eines dringenden Bedürfnisses für Staat und Familie. 8.

17-1/2 Sgr.

#Löwenhardt,# _Dr. S. E._, Untersuchungen im Gebiete der gerichtlichen Arzneiwissenschaft, für Aerzte und Criminalisten. 1. Bd. gr. 8. geh.

1 Thlr. 25 Sgr.

#Magnus,# _Dr. A._, über das Flusswasser und die Cloaken grösserer Städte. In medicin.-polizeil. Hinsicht. 8.

10 Sgr.

#Mandt,# _Geh. Rath Dr. M. W._, practische Darstellung der wichtigsten ansteckenden Epidemien und Epizootien in ihrer Bedeutung für die medicinische Polizei. 8.

2 Thlr.

#Neumann#, _Kreis-Physikus Dr. A. C._, Handbuch der gerichtlichen Anatomie für Rechtsgelehrte, Polizeibeamte und Studirende, die an den Universitäten medicina forensis hören, sowie überhaupt für Jeden, welcher den wichtigen Bau des Menschen ohne Beihülfe von Leichen und anatomischen Abbildungen gründlich kennen lernen will. 8. broch.

1 Thlr. 15 Sgr.

#Nicolai,# _Med.-Rath Dr. G. H._, Handbuch der gerichtlichen Medicin nach dem gegenwärtigen Standpunkte dieser Wissenschaft, für Aerzte und Criminalisten. Nebst Formularen zu Obductions-Protokollen, sowie zu Abfassungen von Gutachten. 8.

2 Thlr. 10 Sgr.

#Regulativ# für das Verfahren bei den medicinisch-gerichtlichen Untersuchungen menschlicher Leichname (Obduktionen). Herausgegeben von der Königl. wissenschaftlichen Deputation für das Medicinalwesen. 8. geh.

2-1/2 Sgr.

#Spinola,# _Dr. W. T. J._, Sammlung von thierärztlichen Gutachten, Berichten und Protokollen, nebst einer Anweisung der bei ihrer Anfertigung zu beobachtenden Formen und Regeln, in besonderer Beziehung auf die in den Königl. Preussischen Staaten geltenden Gesetze. Zweite verbesserte und vermehrte Auflage. gr. 8. geh.

1 Thlr. 10 Sgr.

#Wollheim,# _Dr. H._, Versuch einer medicinischen Topographie und Statistik von Berlin. Mit einem Vorworte vom Geh. Med.-Rathe Dr. ~Casper~. gr. 8.

2 Thlr. 26-1/4 Sgr.

Unter der Presse befindet sich:

Zur gerichtlichen Psychologie. Eine Auswahl von Entscheidungen der Königl. wissenschaftlichen Deputation für das Medicinalwesen, mit Genehmigung des Herrn Minister der geistlichen, Unterrichts- und Medicinal-Angelegenheiten.

Herausgegeben von Dr. K. W. Ideler, Prof., Dir. etc.