Gedanken über Religion Die religiöse Entwicklung eines Naturforschers vom Atheismus zum Christentum.

Part 14

Chapter 142,223 wordsPublic domain

[31] Essays vol. III p. 246 u. ff. Die ganze Stelle sollte nachgelesen werden, da sie zu lang ist, um sie hier zu zitieren.

[32] In einem Aufsatz über Professor Flint's »Theismus«, Anhang zur »unbefangenen Prüfung«.

[33] _A candid examination of Theism_. p. 171-172.

[34] [Ich habe als Herausgeber der Versuchung widerstanden in das obige Argument einzugreifen. Aber ich möchte dies doch auf eine Thatsache hin thun und darauf hinweisen, daß Gottes Wesen »gemäß der theologischen Theorie der Dinge«, d. h. gemäß der Dreieinigkeitslehre, in dem besteht, was ganz genau »den sozialen Verhältnissen entspricht«, und daß Er in Seiner Schöpfung die Liebe nicht nur =offenbart=, sondern daß er =selbst die Liebe= ist. Siehe über diesen Gegenstand besonders R. H. Huttons Abhandlung über die Menschwerdung in seinen »_Theological Essays_« (Macmillan). -- Der Herausgeber].

[35] _Scientific Evidences of Organic Evolution_, p. 76. Dieser ganze Passus ist völlig unhaltbar, und es ist nicht verständlich, daß Romanes auch hier noch an ihm festhält: im Gegenteil, die Natur ist ein großartiges Netzwerk von unter einander durch ihre Lebensweise verbundenen Individualitäten, es giebt nicht nur eine Korrelation der Organe sondern auch der Spezies. Es genügt auf die großartigen Lebensgemeinschaften der Natur und auf die zahlreichen Fälle von Symbiose hinzuweisen, die ja z. B. bei den Flechten soweit geht, daß Alge und Pilz ihre eigne Individualität völlig zu Gunsten des Ganzen verlieren. -- Allerdings, dies ist eines der wichtigsten Argumente =gegen= die Darwinsche Theorie. -- Der Übersetzer.

[36] _Nature_, April 5, 1883.

[37] S. unten p. 124 und Fußnote. Ich finde auch folgende Notiz aus der Zeit nach dem Jahr 1889. »Es ist Thatsache, daß der Pessimismus unlogisch ist, einfach deshalb, weil wir unzulängliche Beurteiler der Welt sind, und der Pessimismus würde daher dem Agnostizismus gerade entgegengesetzt sein. Wir wissen wohl, daß in der Beziehung zwischen uns und der Welt etwas nicht ganz in Ordnung ist, aber wir können nicht wissen, ob der Fehler bei der Welt oder bei uns liegt.«

[38] _Proceedings of the Aristotelian Society, Williams and Norgate I_.

[39] [Ich darf auch erwähnen, daß Romanes mir am Sonntag vor seinem Tode mündlich seine völlige Übereinstimmung mit dem Argument von Professor Knight in seinen »_Aspects of Theism_« (Macmillan 1893) aussprach; in Bezug auf diesen Gegenstand siehe SS. 184-186: »ein höheres Ziel wird durch den Sichtungsprozeß erreicht, durch den die physische Natur ihre schwächeren Erzeugnisse bei der Seite wirft« u. s. w.]

[40] Die erste Auflage, die im Jahre 1878 veröffentlicht wurde, war rasch vergriffen; aber da der Zweck der Veröffentlichung nur der war, die Kritik um meinerselbst willen herauszufordern, kam ich mit dem Verleger überein, keine weitere Auflage herauszugeben. Das Werk ist deshalb seit vielen Jahren vergriffen. [Diese Abmachung wurde indeß nicht ganz eingehalten, oder war wenigstens dem gegenwärtigen Inhaber der Firma Kegan Paul, Trench, Trübner u. Comp. nicht bekannt; so kam es, daß zu des Verfassers großem Erstaunen 1892 eine neue Auflage erschien. -- Der Herausgeber].

[41] [Oder vielmehr R. beabsichtigte sie unter dem Pseudonym »Metaphysicus« erscheinen zu lassen. -- Der Herausgeber].

[42] Bemerkungen in eckigen Klammern sind von mir hinzugefügt. Aber ich habe dieselben nicht angewandt, wenn ich einzelne unbedeutende oder für den Sinn offenbar notwendige Worte eingefügt habe.

=Der Herausgeber=.

[43] [S. das Zitat aus dem Vorworte von »Physikus« S. 24. Der Geisteszustand in dieser Notiz ist eine Rückkehr zu dem früheren in der _Burney_-Abhandlung (p. 17). Der Verfasser war ganz erfüllt von dem Gedanken, daß die Beweise für das Christentum sehr mannigfaltig seien und außerhalb des Gebietes der Wissenschaft liegen. -- Der Herausgeber.]

[44] Nach welchem man möglichst viele Erscheinungen auf =eine= Ursache zurückführen, mit neuen Ursachen also sparsam sein muß. -- Der Übersetzer.

[45] [d. h. eine übernatürliche, aber nicht streng genommen göttliche Person. Sicherlich jedoch ist diese Annahme nicht aufrecht zu erhalten. -- Der Herausgeber.]

[46] [Dies ist wieder ein Beispiel, wie der Verfasser auf frühere Gedanken zurückgreift; s. Burney Essay p. 25 und »Geist und Monismus«. -- Der Herausgeber.]

[47] _Life and Letters of Charles Darwin_, p. 308.

[48] Faraday war jedoch ein strenggläubiger Christ. -- Der Übersetzer.

[49] [Ich hielt es doch für besser, die Namen fort zu lassen. -- Der Herausgeber.]

[50] d. h. das, was dem ersten Eindruck, dem ersten Blick, dem Augenschein entspricht. -- Der Übersetzer.

[51] [Im Manuskript fährt er fort: »Hier ist vor allem einzuschalten, was ich über diesen Punkt in meiner Burney-Preisschrift gesagt habe.« Ich habe indessen keine dieser Stellen in dieser Schrift aufgenommen, einmal, weil ich denke, daß Romanes Meinung auch hier klar genug ausgesprochen ist, sodann kann ich auch in der in Frage stehenden Abhandlung keinen passenden Satz in angemessener Kürze finden, um ihn hier einzuschalten. Der größere Teil der Abhandlung soll dem wissenschaftlichem Einwand dagegen, das das Gebet auf dem Naturgebiet erhört wird, begegnen, indem gezeigt wird, daß dieser Einwand hauptsächlich auf dem Schluß von dem Bekannten auf das Unbekannte beruht, d. h. von dem bekannten Gebiet der unveränderlichen Naturgesetze auf das unbekannte Gebiet der Beziehungen Gottes zu diesen Gesetzen. Und dieser Einwand ist um so hinfälliger, je weiter dieses unbekannte Gebiet von der möglichen Erfahrung wissenschaftlicher Art entfernt ist und eine unendliche Zahl von Möglichkeiten zuläßt, die für unsere Einbildung mehr oder weniger begreiflich sind; und dies würde oder könnte verhindern, daß das wissenschaftliche Argument auf die in Rede stehende Frage berechtigter Weise angewendet werden kann. -- Der Herausgeber.]

[52] Wenn ich im Folgenden das Wort »geistlich« gebrauche, so ist es die Übersetzung des englischen »_spiritual_«; ich bin mir bewußt, daß es die Sache nicht ganz genau trifft, allein ein wirklich genau passendes Wort wird im Deutschen schwer zu finden sein, es soll darin ein gewisser Gegensatz zu dem Begriff »verstandesgemäß« (d. i. kausaliter, nach den Formen von Ursache und Wirkung durch Erfahrung etwas feststellend) liegen, das ist aber nicht der Fall bei dem Wort »geistig«, der gewöhnlichen Übersetzung von _spiritual_, denn dies wird oft gerade als verstandesgemäß aufgefaßt. Ich gebrauche hier das Wort »geistlich« also in demselben Sinn wie Paulus 1. Cor. 4, 14: Der natürliche (oder seelische, also auch den Intellekt benutzende) Mensch aber vernimmt nichts vom Geiste Gottes; es ist ihm eine Thorheit und kann es nicht erkennen, denn er muß =geistlich= gerichtet sein -- Der Übersetzer.

[53] In Deutschland würde man wohl als Vertreter dieser Klasse von Forschern R. Wagner, den berühmten Physiologen, anführen, von dem bekanntermaßen das so oft mißverstandene und doch in gewisser Hinsicht so richtige Wort von der »doppelten Buchführung« auf dem Gebiet der Wissenschaft und des religiösen Glaubens herrührt. -- Der Übersetzer.

[54] _Fortnightly Review Febr. 1894_. Die letzte Zeile enthält eine Andeutung an ein Gedicht von Wordsworth, dieselbe bedeutet: Peter Bell war kein Philosoph:

_A primrose by the river brim A yellow primrose was to him And it was nothing more._ -- Der Übersetzer.

[55] _First principles p. I. ch. I._

[56] [Hier beabsichtigte Romanes eine weitere Erklärung einzuschieben, welche zeigen sollte, daß uns bloße Beobachtung der Kausalität in der äußeren Natur nichts anderes als die Beziehungen von Zeit und Raum offenbart haben würde. -- Der Herausgeber.]

[57] [Diese Theorie wurde in der Burney-Abhandlung Seite 136 besprochen und in der »Unbefangenen Prüfung« lächerlich gemacht. Siehe oben Seite 9. Romanes beabsichtigte an dieser Stelle seine alten Ansichten »über die Kausalität als Folge des Seins als Sein« ausführlicher zu behandeln. -- Der Herausgeber]

[58] [Siehe indessen _Aubrey Moore in Lux mundi_, p. 94-96 und _Le Conte, Evolution in its relation to religious thought_ p. 355 ff.]

[59] Nämlich zwischen »natürlich« und »übernatürlich«. -- Der Übersetzer.

[60] [Es wurde jedoch nichts weiter darüber geschrieben, als was jetzt folgt. -- Der Herausgeber.]

[61] [Der Verfasser wollte weiterhin die Hohlheit dieser Theorie zeigen und nachweisen, wie Mill dies selbst zu erkennen scheint, wenn er hinter den Ausdruck »unveränderlich« den Ausdruck »bedingungslos« einrückt; er bezieht sich auch auf _Martineau, Study of Religion_ p. 152 -- Der Herausgeber.]

[62] [Romanes Gedanken über den freien Willen sind klarer in einem Aufsatz ausgesprochen, der nach diesen Notizen in _Mind and Motion and Monism_ p. 129 ff. veröffentlicht ist. -- Der Herausgeber.]

[63] Nämlich derjenigen, die den freien Willen besitzt. -- Der Übersetzer.

[64] [Siehe oben Seite 25. -- Der Herausgeber.]

[65] _Contemporary Review, July 1886_. [Aber »die letzte Schwierigkeit«, auf die Romanes sich oben bezieht, würde das Verhältnis der mannigfachen, abhängigen Willensäußerungen, zu dem einen letzten und allumfassenden Willen sein. -- Der Herausgeber.]

[66] Im engl. Original steht _spiritual_, es will mir scheinen als ob die Übersetzung »geistlich« den Sinn am besten trifft, s. oben. -- Der Übersetzer.

[67] Dies möchte auf deutsche Verhältnisse nicht gerade anwendbar sein. -- Der Übersetzer.

[68] Vergl. Pascal, »_Pensées_«. »Denn wir dürfen uns nicht täuschen, wir haben in uns ebenso so viel Automatisches wie Intellektuelles, und daher kommt es, daß das Mittel der Überredung nicht Demonstration allein ist. Wie wenig Dinge werden wirklich demonstriert! Beweise können nur den Geist überzeugen; Gewohnheit liefert uns unsere stärksten Beweise und die, welche wir am festesten halten, sie regieren den Automaten, der dann den unbewußten Intellekt nach sich zieht ....... So ist es auch die Gewohnheit, die so viele Menschen zu Christen macht, Gewohnheit macht andere zu Türken, Heiden, Handwerkern, Soldaten u. s. w. Schließlich müssen wir auch zur Gewohnheit unsere Zuflucht nehmen, wenn der Geist einmal gesehen hat, wo die Wahrheit liegt, um unseren Durst zu löschen und uns in jenen Glauben zu tauchen, der uns zu jeder Stunde entwischt, denn stets Beweise bei der Hand zu haben, wäre zu beschwerlich. Wir müssen einen leichteren Glauben haben, den Glauben der Gewohnheit, der ohne Gewaltthätigkeit, ohne Kunst, ohne Argument unsern Beifall findet und dem alle unsere Kräfte zuneigen, so daß unsere Seele ihm ganz naturgemäß zufällt .....

Es ist nicht genug nur kraft der Überzeugung zu glauben, wenn der Automat geneigt ist, das Gegenteil zu glauben. Dann müssen beide Seiten in uns genötigt sein zu glauben, der Intellekt durch Argumente, der Automat durch Gewohnheit und indem man ihm nicht gestattet nach der entgegengesetzten Richtung zu neigen. _Inclina cor meum Deus_.« Siehe auch _Newmans Grammar of Assent. chap. VI_ und _Church's Human Life and its conditions_. S. 67-69.

[69] Eine genaue Untersuchung zeigt übrigens, daß die Zahl der »ungläubigen« Mathematiker gegenüber derjenigen der »gläubigen« ganz verschwindend klein ist. Vergl. meine Schrift: Die Religion der Naturforscher, Breslau 3. Auflage 1896. -- Der Übersetzer.

[70] Wobei der Intellekt keine Rolle spielt. -- Der Übersetzer.

[71] Nicht der =Inhalt=, sondern die =Thatsache= des Glaubens bezw. Wissens kommt hier in Betracht. -- Der Übersetzer.

[72] [Der Verfasser hat hinzugefügt, »denn was das Leiden der Tiere betrifft, siehe weiter unten«, -- er scheint aber über diesen Gegenstand nichts weiter geschrieben zu haben. -- Der Herausgeber].

[73] [In diesem Zusammenhang möchte ich noch einmal erwähnen, daß G. Romanes zwei Tage vor seinem Tod seine innige Zustimmung zu Professor Knights »_Aspects of Theism_« gab, -- ein Werk, in welchem großer Nachdruck auf das Argument von der Anschauung in verschiedenen Formen gelegt ist. -- Der Herausgeber.]

[74] Siehe darüber Pascal, »_Pensées_« p. 103

[75] Das Leben ist eitel: Das Leben ist kurz: Ein wenig Lieben, Ein wenig Hoffen, Ein wenig Hassen .... Ein wenig Träumen .... Und dann .... Ade. Und dann .... Leb wohl.

[76] Die Nacht hat tausend Augen, Ein einz'ges nur der Tag; Und doch erstirbt das Licht der ganzen Welt, Wenn die Sonne niedersinkt.

Der Geist hat tausend Augen, Ein einziges nur das Herz, Und doch erstirbt des ganzen Lebens Licht, Wenn die Liebe ist hin.

[77] [d. h. der Darwinismus ist eine Theorie, die zuerst als ein gefährlicher Stoß gegen die landläufigen Lehren des Christentums erschien, die aber, wie sich dann herausstellte, kein Gegner seiner Grundprinzipien ist. -- Der Herausgeber.]

[78] [d. h. der Kampf in Bezug auf die christlichen Texte und Dokumente. -- Der Herausgeber.]

[79] S. Gores _Bampton Lectures_ p. 74 ff.

[80] Math. 28, 17. Apostelgesch. 2, 13.

[81] Die Theorie, daß die Evangelien später bearbeitet worden sind. -- Der Übersetzer.

[82] _Three essays on Theism_ p. 255.

[83] [Unvollendete Notiz. -- Der Herausgeber.]

[84] [G. Romanes fing an, eine Sammlung von neutestamentlichen Aussprüchen zu machen, die sich auf diesen Gegenstand beziehen. -- Der Herausgeber.]

[85] S. Pascal »_Pensées_« p. 245.

[86] [Die Notizen über diesen Gegenstand waren zu fragmentarisch, um veröffentlicht werden zu können. -- Der Herausgeber.]

[87] Psalm 51. 18 u. 19.

[88] _Pensées_ p. 91-93.

[89] [Die oben erwähnte Abhandlung sollte zur Erklärung dieses Ausdrucks gelesen werden. Genauer würde Romanes Ansicht, denke ich, so ausgedrückt sein: »Das Ideal des christlichen Charakters besteht vor allem in dem, was wir als spezifisch weiblich ansehen, z. B. Entwicklung der Affekte, Vertrauensseligkeit, Dienstwilligkeit, Bereitwilligkeit zum Leiden u. s. w.« -- Der Herausgeber.]

[90] Siehe _Analogy Part I. ch. 7; Part II. ch. 3, 4_ u. ff.

[91] Siehe den Schluß, von »Darwin und nach Darwin« Teil I.

[92] Ich werde noch zeigen, daß Butler eine viel bessere Abhandlung geschrieben haben würde, hätte er die Entwicklung als allgemeines Naturgesetz gekannt.

[93] Siehe _Gore's Bampton Lectures II_.

[94] »_Pensées_«, p. 205 ff.

[95] [Romanes Argumentation in dieser Notiz ist meines Erachtens unmöglich aufrecht zu erhalten. Der Nachdruck, den Jesus Christus auf ein Wirken von Dämonen legt, ist so groß, daß er, wenn es nicht Wahrheit ist, entweder selbst bezüglich der Wahrheiten des Seelenlebens ernstlich irrte, oder aber andere ernstlich in die Irre führte. Und weder in dem einen noch in dem anderen Fall könnte er der vollkommene Prophet sein. Ich denke, ich bin berechtigt, meine Abweichung von Romanes Argumentation in diesem Punkt ausdrücklich zu erklären. -- Der Herausgeber.]

[96] [In Darwins Schriften findet sich nichts, was mir Romanes zu berechtigen scheint, ihm speziell dieses Bedenken zuzuschreiben. Aber er kannte Darwin so genau und verehrte ihn so sehr, das man einen Irrtum seinerseits nicht annehmen kann. -- Der Herausgeber.]

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