Flora von Deutschland Ein Hilfsbuch zum Bestimmen der zwischen den deutschen Meeren und den Alpen wildwachsenden und angebauten Pflanzen

Part 38

Chapter 382,949 wordsPublic domain

_20._ Blätt. behaart (besonders am Rande), 6-10 mm br.; Stempelährchen entfernt, lockerblütig, stets aufrecht, ihre Spelzen grün; Fr. fast kugelig, stark nervig, mit kurzem, 2zähnigem Schnabel. 4. 5. Bergwälder, selten

Behaarte S., _C. pilósa_ Scopoli

-- Blätt. kahl

_21_

_21._ Stempelährchen auch zur Frzeit aufrecht; Fr. fast kugelig bis eif.

_24_

-- Stempelährchen besonders zur Frzeit hängend $(vergl. _C. strigosa!_)$; Fr. lanzettl. bis elliptisch

_22_

_22._ Pfl. bis 20 cm hoch; Blätt. 1-2 cm br., rinnig; Stempelährchen wenig- und lockerblütig, lang- und haarfein gestielt; Fr. zugespitzt (Fig. 878), nervenlos, glänzend. 6. 7. Sudeten

Haarstengelige S., _C. capilláris_ L.

-- Pfl. 60-120 cm hoch; Blätt. flach. Waldpfl.

_23_

_23._ Stempelährchen gedrungenblütig, bis 15 cm l.; Spelzen braun; Fr. undeutl. nervig, mit ausgerandetem Schnabel; Blätt. 8-16 mm br. Pfl. dichtrasig, etwas graugrün. 6. Sehr zerstr.

Hängende S., _C. péndula_ Hudson

-- Stempelährchen lockerblütig, dünn und schlank, fast aufrecht; Spelzen weißlich, weit kürzer als die längsnervige Fr. Pfl. mit Ausläufern, grasgrün. $(Kann leicht für _C. silvatica_ gehalten werden.)$ 5. Feuchte Waldstellen, sehr zerstr.

Schlanke S., _C. strigósa_ Hudson

_24._ Spelzen weiß, glänzend; Fr. blaßgelb, zuletzt braun, in kurzen, lockeren Ährchen; Hüllblätt. häutig, ohne Spreite. 4. 5. Wälder, in Süddeutschl.

Weiße S., _C. alba_ Scopoli

-- Spelzen braun, oft mit weißl. Rande und grünem Rücken; Hüllblätt. (wenigstens an der Spitze) blattart.

_25_

_25._ Stempelährchen dichtblütig, meist 12blütig; unterstes Hüllblatt mit blattart. Spitze; Spelzen hell rostbraun, weißl. berandet; Fr. kurz geschnäbelt, grünlichbraun. 4. 5. Sonnige Gipsfelsen des südl. Harzrandes

Glänzende S., _C. nítida_ Host

-- Stempelährchen lockerblütig; unterste Hüllblätt. blattart.

_26_

_26._ Pfl. blaugrün; Stbährchen fast stets aufrecht; Fr. aufgeblasen, mit kurzem, stumpfem Schnabel (Fig. 879). 4-6. Feuchte Wiesen, gemein

Hirse-S., _C. panícea_ L.

-- Pfl. grasgrün; Stbährchen zur Blütezeit rechtwinkl. zurückgeknickt; Fr. mit verlängertem, ausgerandetem Schnabel (Fig. 880); obere Blattscheiden mehr od. weniger aufgeblasen. 6. 7. Sudeten, Brocken, Ostpreußen

Armblütige S., _C. sparsiflóra_ Steudel

_27._ (12.) Stbährchen (wenigstens nach der Blüte) von dem obersten Stempelährchen überragt (Fig. 883)

_37_

-- Stbährchen auch nach der Blüte über die Stempelährchen hinwegragend

_28_

_28._ Hüllblätt. am Grunde nicht od. sehr kurz scheidig

_31_

-- Hüllblätt. lang scheidig[55]

_29_

_29._ Stempelährchen fast ganz in den Scheiden der weißl. Hüllblätt. versteckt, entfernt, 2-4blütig; Spelzen häutig, breit weiß berandet; Blätt. starr, zuletzt länger als der 5-10 cm hohe Stengel. 3. 4. Sonnige Hügel, zerstr., im Norden fehlend

Erd-S., _C. húmilis_ Leysser

-- Stempelährchen nicht in den Scheiden der Hüllblätt. eingeschlossen; Stengel 10-30 cm hoch, länger als die Blätt.

_30_

_30._ Unterstes Stempelährchen fast am Grunde des Stengels entspringend, sehr lang gestielt, die oberen genähert, meist 5blütig; Fr. erhaben nervig, fein behaart; Spelzen rotbraun, mit grünem Mittelstreifen. 3. 4. Trockenes Grasland. Am Isteiner Klotz in Baden, bei Pfirt im Oberelsaß

Grundblütige S., _C. gynóbasis_ Villars

-- Ährchen sämtlich oben am Stengel, die stempeltragenden etwas entfernt, vielblütig, lang gestielt; Stengel rauh, 3kantig. 4. 5. Nur bei Priestram im Kreise Nimptsch (Schlesien)

Fuß-S., _C. pedifórmis_ C. A. Meyer

_31._ Unterstes Hüllblatt trockenhäut., zuweilen mit laubart. Spitze; Stbährchen mehr od. weniger keulenf.

_34_

-- Unterstes Hüllblatt blattart., selten am Rande etwas trockenhäutig; Stbährchen walzlich

_32_

_32._ Pfl. dichte Rasen bildend; Stempelährchen meist 3 (2-5), kugelig od. eif., genähert; Fr. rundl., nervenlos; unt. Hüllblatt aufrecht abstehend; Stengel zur Frzeit niederliegend. 4. 5. Trock. Wäld., Heiden, häufig

Pillen-S., _C. pilulífera_ L.

-- Pfl. kriechend; Stempelährchen etwas entfernt; unt. Hüllblatt meist fast wagerecht abstehend

_33_

_33._ Fr. dicht weißfilzig, nervenlos; Spelzen stachelspitzig, nicht trockenhäut.; Stempelährchen meist walzl.; Blätt. und Stengel steif. 5. 6. Grasplätze, Waldränder, Wiesen, zerstr., im Nordwesten fehlend

Filzige S., _C. tomentósa_ L.

-- Fr. dünnfilzig, grün, mit durchscheinenden Nerven, vorn verschmälert; Spelzen stumpfl., trockenhäut.; Stempelährchen kugelig; Blätt. weich; Stengel zart. 5. 6. Feuchte Kiefernwälder in Ostpreußen

Kugelige S., _C. globuláris_ L.

_34._ Spelzen vorn breit abgerundet und hier mit breitem, oft fransig zerschlitzt., weiß. Hautrande (Fig. 881a); Stempelährchen 1-2, eif.; Fr. mit kurzem, stumpfem Schnabel; Blätt. steif, oft zurückgekrümmt. 4. 5. Heiden, Waldränder, zerstr.

Heide-S., _C. ericetórum_ Pollich

-- Spelzen mehr oder weniger spitz (Fig. 881b), ganzrandig

_35_

_35._ Unt. Blattscheiden blutrot; Blätt. höchstens 2 mm br., weich, hellgrün, zuletzt länger als der zarte Stengel; Spelzen schwarzbraun, mit hellem Mittelnerv, kürzer als die hellgrüne Fr. Pfl. dicht rasig. 4. 5. Laubwälder, zerstr.

Berg-S., _C. montána_ L.

-- Unt. Blattscheiden braun; Blätt. 2-3 mm br., steif; unterstes Ährchen kurz gestielt

_36_

_36._ Stengel kürzer als die entwickelten, sehr langen (30-40 cm) Blätt.; Pfl. dichte Rasen bildend; Nüßchen (im Innern des »Schlauches«) breit-eif., vorn plötzlich abgestutzt. 5. 6. Wälder, in Mittel- und Süddeutschl. $(_C. longifólia_ Host)$

Schatten-S., _C. umbrósa_ Host

-- Stengel schon zur Blütezeit länger als die Blätt., mit kurzen Ausläufern; Nüßchen nach vorn allmählich verschmälert. 3. 4. Trockene Hügel, häufig

Frühe S., _C. caryophýllea_ Lat.

_37._ (27.) Stempelährchen fast von einem Punkte entspringend (Fig. 882), bis 1 cm lang, 3-5blütig; Fr. fast doppelt so lang als die ganzrand., bleichen Spelzen. 5. Laubwälder, sehr zerstr. im mittl. und südl. Gebiet

Vogelfuß-S., _C. ornithópoda_ Willd.

-- Stempelährchen etwas entfernt (Fig. 883), bis 3 cm l., 5-10blütig; Fr. etwa so lang als die gezähnelten, meist rotbraunen Spelzen. 4. 5. Wie vor., zerstr.

Finger-S., _C. digitáta_ L.

_38._ (11.) Fr. kahl $(zuweilen am Kiel und Schnabel rauh)$

_41_

-- Fr. behaart $(Vergl. aber _C. aristata_)$

_39_

_39._ Fr. kurz geschnäbelt, aufgeblasen, längl.-eif. (Fig. 884); Spelzen längl., stachelspitzig; Hüllblätt. ohne od. mit sehr kurzen Scheiden; Blätt. rinnig, kahl, kaum breiter als der dünne, kahle, graugrüne Stengel. 5. 6. Torfige Orte, ziemlich zerstr. $(_C. filifórmis_ Aut.)$

Faden-S., _C. lasiocárpa_ Ehrh.

-- Fr. mit langem Schnabel (bis 2 mm), ei-kegelf.; Spelzen eif., mit langer, gesägter Spitze; Blätt. 3-8 mm br., flach, ihre Scheiden meist weichhaarig

_40_

_40._ Schnabelzähne innen sehr rauh, starr, verdickt (Fig. 885); Fr. gleichmäßig dicht behaart $(zuweilen zerstreut behaart und dann die ganze Pfl. kahl = var. _hirtifórmis_ Persoon)$; Spelzen der Stbbltn mit breitem Hautrande, oberwärts behaart; Blätt. behaart, etwa so lang als der am Grunde verdickte Stengel; untere Scheiden mit schwachem Fasernetz. 5. 6. Wiesen, Grasplätze, gemein

Behaarte S., _C. hirta_ L.

-- Schnabelzähne innen meist glatt (Fig. 886); Fr. nur oberwärts zerstr. behaart, zuweilen kahl; Spelz. der Stbbltn schmal hautrandig, nur am oberen Rande etwas gewimpert; Blätt. nur unterseits schwach behaart, länger als der am Grunde stark verdickte Stengel; untere Scheiden derb, netzfaserig. 5. 6. Sumpfige, buschige Wiesen. Nur in Schlesien (Kanth), Posen (Hohensalza) und Brandenburg (Nauen)

Begrannte S., _C. aristáta_ R. Br.

_41._ Mehrere Staubährchen an der Spitze des Stengels[56]

_56_

-- Nur ein Staubährchen vorhanden

_42_

_42._ Stempelährchen linealisch, dünn, etwa 7-10mal so lang als breit, bald hängend od. nickend

_54_

-- Stempelährchen eif. bis längl., dicker, höchstens 5mal so lang als breit[57]

_43_

_43._ Blattscheiden an der Mündung gegenüber der Blattspreite mit einem trockenhäutigen Anhängsel (Fig. 887)

_49_

-- Blattscheiden ohne solches Anhängsel

_44_

_44._ Stempelährchen kugelig od. kurz-eif., aufrecht, die oberen genähert, das unt. entfernt; Fr. sperrig abstehend, aufgeblasen, nervig, mit rauhem Schnabel; unterstes Hüllblatt lang, meist zurückgeknickt. Pfl. gelbgrün. 5. 6. Sumpfwiesen, Waldsümpfe

Gelbe S., _C. flava_ L.

Kommt in 3 Formen vor: a) _vulgáris_ Döll, Fr. ziemlich groß, ihr Schnabel lang, abwärtsgebogen; Blätt. breit, flach; Stengel steif, scharfkantig, 20-60 cm hoch; b) _lepidocárpa_ Tausch, Fr. kleiner, mit kürzerem, weniger gebogenem Schnabel; Blätt. schmäler, rinnig; Stengel schlaffer, bis 30 cm hoch; c) _oedéri_ Ehrhart, Fr. klein, kurz und meist gerade geschnäbelt; Blätt. sehr schmal, oft länger als der 3-15 cm hohe Stengel.

-- Stempelährchen elliptisch bis längl.-lanzettl.; Frschnabel gerade vorgestreckt

_45_

_45._ Pfl. mit unterird. Stengel, der einzelne oberird. Stengel treibt

_48_

-- Pfl. ohne Ausläufer, dicht rasig

_46_

_46._ Blattfläche des untersten Hüllblattes mehrmals länger als dessen Scheide; Stempelährchen 3-6blütig; Fr. unten aufgeblasen, vielnervig. 5. 6. Gebirgswälder. Nur im Sauertal (Erzener Berg) und im Elsaß (Kastenwald bei Neubreisach)

Bauchfrüchtige S., _C. depauperáta_ Good.

-- Blattfläche des untersten Hüllblattes höchstens so lang als dessen Scheide

_47_

_47._ Stempelährchen meist 2, gedrungen, 3-6blütig; Spelzen braun; Stengel nur am Grunde mit starren, abstehenden, 3reihigen Blätt. H. 10-15 cm. 6. Mit den Alpenflüssen in die Täler herabkommend

Feste S., _C. firma_ Host

-- Stempelährchen meist 3, schlank, ziemlich locker, 6-12blütig; Spelzen rotbraun; Fr. fast nervenlos; Blätt. lang und schmal. 5. 6. Oberbayern, Württemberg (Illertal), Baden (Jura)

Immergrüne S., _C. sempervírens_ Villars

_48._ Spelzen der Stbährchen bleichgelb, die der Stempelährchen grünl., mit weißem Saum; Stempelährchen 1-2, aufrecht, 6-12blütig; Fr. verkehrt-eif. 5. Nur auf der Schwedenschanze bei Priestram im Kreise Nimptsch (Schlesien)

Micheli's-S., _C. michélii_ Host

-- Spelzen aller Ährchen schwarzbraun, mit schmalem, grünem Mittelstreifen; Stempelährchen meist 4, unt. sehr entfernt, lang gestielt, später überhängend; Fr. lanzettl., an den Kielen borstig gewimpert. 6-8. Quellige Orte, am Feldberg (Baden) und am Hoheneck

Kälteliebende S., _C. frígida_ Allioni

_49._ (43.) Schnabel der Fr. am Rande von feinen Zähnen rauh

_52_

-- Schnabel der Fr. an den Rändern glatt und kahl

_50_

_50._ Stiel des untersten Ährchens von der Scheide des Hüllblattes eingeschlossen; obere Ährchen genähert; Hüllblatt länger als der Halm, zuletzt weit abstehend od. zurückgekrümmt; Fr. stark nervig, deutlich 2-3kantig; Blätt. sehr schmal, eingerollt. 7. 8. Dünen, Salzsümpfe, an der Ostseeküste, auf den ostfriesischen Inseln, Eiderstedt, Oldesloe, Insel Röm, bei Ahrensch unweit Cuxhaven

Ausgedehnte S., _C. exténsa_ Goodenough

-- Stiel des untersten Ährchens aus der Scheide hervortretend; Ährchen alle entfernt

_51_

_51._ Fr. deutlich nervig, eif., mit haarspitzig gezähntem Schnabel; Spelzen meist verschmälert zugespitzt; Blätt. breit linealisch. 5. 6. Nur in der Rheingegend

Glatte S., _C. laevigáta_ Smith

-- Fr. mit hervortretendem Randnerven, sonst undeutlich nervig, beiderseits gewölbt, gelblich, glasglänzend, oft punktiert, später wagerecht abstehend, ihr Schnabel kurz 2zähnig; Blätt. schmal, rauh. Pfl. gelbgrün od. grasgrün. 6. 7. Sehr selten. Westpreußen (Kr. Putzig), auf Langeoog, Juist und Borkum

Punktierte S., _C. punctáta_ Gaudin

_52._ Spelzen der Stempelbltn stumpfl., nicht stachelspitzig (Fig. 888a); rotbraun, mit grünem Mittelnerv und weißlichem Rande; Fr. nervig, gelbgrün, ihr Schnabel am Rande rauh, die Innenseite der Zähne glatt (Fig. 889); Hüllblätt. kurz; Blätt. schmal. Pfl. hellgrün, locker rasig od. kurz kriechend. 6. 7. Moorwiesen, zerstr.

Rotbraune S., _C. Hornschuchiána_ Hoppe

-- Spelzen der Stempelbltn eif., mit Stachelspitze (Fig. 888b); Zähne des Schnabels innen mit kleinen Stacheln (Fig. 890)

_53_

_53._ Fr. mit 2 starken grünen Kielen, sonst undeutlich nervig, meist purpurn überlaufen, 3kantig; Spelzen braun; untere Ährchen weit entfernt. 5. 6. Rheinprovinz (besonders an der belgischen Grenze), bei Thannhausen in Württemberg

Zweinervige S., _C. binérvis_ Smith

-- Fr. nervig, mit hervortretend. Seitennerven, grün, zuweilen dunkel überlaufen; Spelzen rostbraun, mit schmalem Hautrande; Ährchen entfernt. Pfl. dicht rasig. 5. 6. Feuchte Wiesen, salzliebend, zerstr.

Entferntährige S., _C. distans_ L.

_54._ (42.) Spelzen vorn fein gesägt, lang zugespitzt (Fig. 891); Stempelährchen 3-6, dichtblütig, langgestielt, oft doldenähnlich genähert; Fr. dünn, nervig, glänzend, sperrig abstehend; Blätt. breit, flach; Stengel scharfkantig, rauh. Pfl. hellgrün, rasig. 6. Ufer, Sümpfe, zerstr.

Cypergrasähnliche S., _C. pseudocýperus_ L.

-- Spelzen ganzrand., nicht mit langer, pfrieml. Spitze; Stempelährchen lockerblütig

_55_

_55._ Blätt. kaum ½ mm br., eingerollt; Stbährchen hell rostbraun; Stempelährchen 2-3, ihre Spelzen purpurbraun; Fr. längsnervig. 6. 7. Voralpen. $(_C. ténuis_ Host)$

Kurzährige S., _C. brachystáchys_ Schrank

-- Blätt. 4-8 mm br., flach; Stbährchen grünlichgelb; Stempelährchen 3-6; Spelzen grünlich; Fr. nervenlos. 6. Laubwälder, häufig

Wald-S., _C. silvática_ Hudson

_56._ (41.) Hüllblätt. nicht od. sehr kurz scheidig

_58_

-- Hüllblätt. lang scheidig, den Stengel weit überragend

_57_

_57._ Fr. fast regelmäßig 4- oder 5reihig angeordnet, 5 mm lang, glänzend braun, mit langem, scharf gesägtem Schnabel; Stempelährchen 2-4, kurz, dicht. 4. 5. Feuchtes Grasland, nur in Thüringen und Rheinhessen

Gersten-S., _C. hordeístichos_ Villars

-- Fr. nicht in geraden Reihen, unregelmäßig gestellt, 3 mm lang, glanzlos; Stempelährchen 3-4, länglich, ziemlich locker. 6. Salzboden. Thüringen (Stokernheim bei Erfurt), Posen (Hohensalza, Argenau)

Roggen-S., _C. secálina_ Wahlenberg

_58._ Fr. höchstens etwas länger als die zugespitzten Spelzen, olivengrün

_60_

-- Fr. weit länger als die stumpfl. Spelzen, hellgrün zuletzt gelbl., aufgeblasen

_59_

_59._ Stengel scharf 3kantig, oben rauh; Blätt. 6-8 mm br.; Fr. allmählich in den Schnabel übergehend (Fig. 892b); Stempelährchen eif. od. länglich. Pfl. grasgr. 5. 6. Sümpfe, Gräben, häufig

Blasen-S., _C. vesicária_ L.

-- Stengel stumpf 3kantig, glatt; Blätt. schmäler, zuweilen eingerollt; Fr. fast kugelig, plötzlich in den langen Schnabel übergehend (Fig. 892a); Stempelährchen walzlich. Pfl. graugrün. 5. 6. Wie vor., zerstr.

Flaschen-S., _C. rostráta_ Stokes

_60._ Fr. mit feinen Längsfurchen, ei-kegelf., aufgeblasen, kurz und breit geschnäbelt; Stempelährchen 2-4, aufrecht; Stbährchen dünn, walzl.; Stengel stumpf 3kantig, nur zwischen den Ährchen schärflich; Blätt. 2-3 mm br., am Rande oft umgerollt. Wiesen, Grasgräben. 4. 5. Nur bei Magdeburg und bei Braunschweig

Nickende S., _C. nutans_ Host

-- Fr. vielnervig (ohne Furchen); Stbährchen dick, dicht; Stengel scharfkantig, oben rauh; Blätt. 5-15 mm br. Pfl. 40-120 cm hoch

_61_

_61._ Alle Spelzen der Stbährchen haarspitzig; Stempelährchen 3-4, dick, das unt. meist entfernt, gestielt, zuweilen nickend; Fr. 3seit., glänzend; unt. Blattscheiden meist nicht netzig gefasert. 5. 6. Sümpfe, Ufer, verbreitet

Ufer-S., _C. ripária_ Curtis

-- Unt. Spelzen der Stbährchen stumpf, ob. in eine feine Spitze auslaufend; Stempelährchen 2-4, dünner, aufrecht; Fr. etwas zusammengedrückt 3seitig, glanzlos, ihr schmaler, kurzer Schnabel sehr kurzzähnig; untere Blattscheiden stark netzfaserig. 5. 6. Wie vor., nicht selten. $(_C. paludósa_ Goodenough)$

Sumpf-S., _C. acutifórmis_ Ehrh.

Durch die große Neigung einzelner Arten zum Variieren und durch das Vorhandensein zahlreicher Bastarde wird dem Anfänger das Studium dieser Gattung sehr erschwert.

93. Familie. _Alismatáceae_, Froschlöffelgewächse.

_1._ Stbblätt. zahlreich; Blätt. pfeilf. (Fig. 893); Bltn in 3blütigen Quirlen, die ob. mit Stbbltn, die unt. mit Stempelbltn

_Sagittária_ 379

-- Stbblätt. 6 od. 9; jede Blüte mit Stbbltn und Stempelbltn

_2_

_2._ Bltn in endst. Dolden; alle Bltnhüllblätt. rosenrot; Stbblätt. 9

_Bútomus_ 379

-- Bltn nicht in Dolden; die 3 äußeren Bltnhüllblätt. grün; Stbblätt. 6

_Alísma_ 378

1. _Alísma_ L., Froschlöffel. VI.

_1._ Stengel flutend, unten mit sitzend., linealischen Blätt., oben mit lang gestielten, eif. bis längl.-elliptischen Schwimmblätt.; Bltn weiß, schwimmend, zu 1-5 an den Gelenken des Stengels entspringend; Fr. 6-12, vielrippig, stachelspitzig, zuletzt sperrig abstehend. 6-8. Stehende Gewässer. Sehr zerstr. in Nord- und Mitteldeutschl. $(_Elísma natans_ Buchenau)$

Schwimmender Fr., _A. natans_ Fries

-- Stengel nur am Grunde beblättert; Bltn in endst., quirligen Rispen od. Trauben; Fr. meist zahlreich

_2_

_2._ Fr. in ein kugeliges Köpfchen zusammengedrängt, einem gewölbten Bltnboden aufsitzend, 4-5kantig; Bltn weiß od. schwach rosa, meist doldig angeordnet; Blätt. schmal lanzettlich. 6-8. Stehende Gewässer, selten $(_Echinodórus ranunc._ Engelmann)$

Hahnenfußartiger Fr., _A. ranunculoídes_ L.

-- Fr. mehr od. weniger kreisf. angeordnet, einem flachen Bltnboden aufsitzend

_3_

_3._ Blätt. tief herzf., stumpf; Fr. 8-10, außen mit 3 scharfen Nerven, stachelspitzig. 7. 8. Seen, Sümpfe, selten. $(_Caldésia parn._ Parlatore)$

Herzblatt-Fr., _A. parnassifólium_ Bassi

-- Blätt. in ihren Stiel verschmälert od. am Grunde abgerundet bis schwach herzf., zugespitzt; Fr. zahlreich, stark seitlich zusammengedrückt, stumpf; Bltn weiß od. rötlich

_4_

_4._ Griffel länger als der Frkn., gerade; Fr. in der Mitte nicht zusammenstoßend; Blätt. eif., am Grunde abgerundet od. schwach herzf., lang gestielt. 6-10. Gräben, Ufer, häufig

Wegerich-Fr., _A. plantágo_ L.

-- Griffel kürzer als der Frkn., hakig; Fr. in der Mitte zusammenstoßend; Blätt. elliptisch od. lanzettl., zuweilen grasart., kurz gestielt; Bltn kleiner, seltener als vor. 7-9. Von Hamburg bis Ostpreußen, Schlesien, Knielingen bei Karlsruhe, Bayreuth

Bogiger Fr., _A. arcuátum_ Michalet

2. _Sagittária_ L., Pfeilkraut. XXI.

Bltn weiß, am Grunde violett; Stengel und Blattstiele 3kantig. 6-8. Stehende und langsam fließende Gewässer, meist nicht selten

_S. sagittifólia_ L.

3. _Bútomus_ L., Schwanenblume, Wasserliesch. IX.

Blätt. lang linealisch, steif aufrecht; Bltn rosa. H. 60-125 cm. Sümpfe, Teiche, meist häufig

_B. umbellátus_ L.

94. Familie. _Hydrocharidáceae_, Froschbißgewächse.

_1._ Blätt. langgestielt, kreisrund-herzf. (Fig. 894), schwimmend; Narben 6

_Hydrócharis_ 380

-- Blätt. sitzend, linealisch bis längl.

_2_

_2._ Blätt. sehr groß, breit lineal., stachelig gezähnt (Fig. 895), steif, rosettig; Bltn weiß, 3-4 cm breit

_Stratiótes_ 380

-- Blätt. klein (bis 2 cm lang), fein gesägt oder gezähnt, ganz untergetaucht; Bltn sehr klein

_3_

_3._ Obere Blätt. zu 5-6quirlig, alle fein stachelspitzig gezähnelt (Fig. 896a); Bltn weiß

_Hydrílla_ 380

-- Blätt. meist zu 3quirlig, sehr fein gesägt (Fig. 896b); Bltn rötlich, lang gestielt

_Helódea_ 380

1. _Stratiótes_ L., Krebsschere. XXII.

Stehende Gewässer, zerstr., besonders im Norden. 7. 8.

_St. aloídes_ L.

2. _Hydrócharis_ Richard, Froschbiß. XXII.

Blätt. lederart., mit 2 großen Nebenblätt. 7. 8. Teiche, Gräben, zerstr.

_H. morsus ranae_ L.

3. _Hydrílla_ Richard, Hydrille. XXI.

Am Grunde stehender Gewässer. In Pommern und Ostpreußen. 7. 8.

_H. verticilláta_ Caspary

4. _Helódea_ Richard, Wasserpest. III.

In Nordamerika einheimisch. Bei uns überall eingebürgert, aber nur die Stempelbltn tragende Pfl. 5-8.

_H. canadénsis_ Richard u. Michaux

95. Familie. _Juncagináceae_, Dreizackgewächse.

Unt. Bltn gestielt; Traube armblütig, mit Deckblätt.; Narbe dem Frkn. schief aufsitzend (Fig. 40)

_Scheuchzéria_ 380

Alle Bltn kurz gestielt; Traube reichblütig, ohne Deckblätt.; Narben federig (Fig. 39)

_Triglóchin_ 380

1. _Scheuchzéria_ L., Blumenbinse. VI.

Bltn gelblichgrün; Fr. am Grunde verwachsen. 6. 7. Torfsümpfe, zerstreut

_Sch. palústris_ L.

2. _Triglóchin_ L., Dreizack. VI.

Fr. aus 3 Teilfrüchtchen zusammengesetzt, linealisch; Bltntraube locker. 6-8. Moorwiesen, Ufer.

Sumpf-Dr., _T. palústris_ L.

Fr. aus 6 Teilfrüchtchen zusammengesetzt, eif.; Bltntraube dicht. 6-8. Salzboden

Strand-Dr., _T. marítima_ L.

96. Familie. _Potamogetonáceae_, Laichkrautgewächse.

_1._ Bltn in Ähren mit flachgedrückter Achse, zur Blütezeit in eine Scheide eingeschlossen; Blätt. lang linealisch, grasart. Pfl. ganz untergetaucht

_Zostéra_ 384

-- Bltn einzeln od. in Dolden od. in Ähren mit stielrunder Achse, nicht in eine Scheide eingeschlossen

_2_

_2._ Bltnhülle deutlich 4blättr.; Bltn in mehrblütigen, gestielten, aus dem Wasser ragend. Ähren (Fig. 897-898); Stbblätt. 2

_Potamogéton_ 381

-- Bltnhülle sehr klein od. fehlend; Bltn im Wasser eingesenkt

_3_

_3._ Blätt. stachelspitzig gezähnt, quirlig od. gegenst.; Bltn einzeln. Pfl. meist sehr zerbrechlich, völlig untergetaucht

_Najas_ 384

-- Blätt. ganzrand., fadenf.

_4_

_4._ Früchtchen zu mehreren blattachselst., auf dem Rücken mehr od. weniger gezähnt (Fig. 907)

_Zannichéllia_ 384

-- Früchtchen langgestielt, in doldenf. Büscheln (Fig. 899)

_Rúppia_ 384

1. _Potamogéton_ Tournefort, Laichkraut. IV.

_1._ Alle Blätt. fast gegenst., eif. bis linealisch-lanzettl. (Fig. 900); Fr. rundl., scharf gekielt, mit hakenf. Schnabel. 6-9. Seichte Gewässer, sehr zerstr.

Dichtes L., _P. densus_ L.

-- Blätt. (außer den oberen) wechselst.

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_2._ Blätt. alle grasartig, schmal linealisch od. borstl. (bis 5 mm breit)

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-- Blätt. rundl. bis schmal lanzettl., aber niemals linealisch (wenigstens nicht die oberen)

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_3._ Blätt. entweder alle sitzend (zuw. mit kurzem, bis 1 cm langem Stiel), od. nur die ob., zuweilen schwimmenden und lederart. Blätt. länger gestielt

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-- Alle Blätt. mit einem Stiel, der wenigstens halb so lang als die Blattspreite ist, untergetauchte zur Blütezeit meist fehlend, die oberen fast stets schwimmend

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_4._ Blätt. alle durchscheinend, häutig, meist rötl., die schwimmend. eif., mit abgerundetem Grunde; Ährenstiele dünn und lang; Fr. bis 1½ mm l., stumpf gekielt. 7. 8. Stehende Gewässer, selten $(_P. plantagíneus_ Du Croz)$

Farbiges L., _P. colorátus_ Vahl

-- Schwimmende Blätt. lederart.; Fr. länger

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_5._ Ährenstiele nach oben verdickt; Fr. selten ausgebildet, außen scharf gekielt; Schwimmblätt. am Grunde nicht faltig, eif. bis längl.-lanzettl.; Blattstiel oberseits etwas gewölbt. 6. 7. Fließende Gewässer, sehr zerstr.

Flutendes L., _P. flúitans_ L.

-- Ährenstiele oberwärts nicht verdickt; Fr. stumpf gekielt; Schwimmblätt. schwach herzf. od. abgerundet, am Grunde jederseits mit einer Falte

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_6._ Schwimmblätt. eif. od. längl., 6-10 cm l., untergetauchte zur Blütezeit nicht mehr vorhanden; Fr. 4-5 mm l. 6-8. Teiche, Gräben, langsam fließende Gewässer, gemein

Schwimmendes L., _P. natans_ L.

-- Schwimmblätt. elliptisch-lanzettl., 2-4 cm l., weniger derb als bei vor., untergetauchte zur Blütezeit meist noch vorhanden, lanzettl.; Fr. meist 3 mm l. Alle Teile der Pfl. kleiner als bei $_P. natans_$. 6. 7. Gräben, flache Tümpel, Torfstiche, in Nordwestdeutschl. häufig, sonst selten

Torf-L., _P. polygonifólius_ Pourret

_7._ (3.) Stengel stielrund; Blätt. mit zahlreichen, genäherten Quernerven; Fr. nicht verwachsen

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