Flora von Deutschland Ein Hilfsbuch zum Bestimmen der zwischen den deutschen Meeren und den Alpen wildwachsenden und angebauten Pflanzen

Part 34

Chapter 342,969 wordsPublic domain

_11._ Ährchen meist 3blütig, zu 2-4 nebeneinander; Kelchspelzen am Kiele gewimpert, oberwärts kurzhaarig; Bltnspelzen grannenlos; Blätt. starr, stechend, trocken eingerollt. Meeresstrand

_Élymus_ 359

-- Ährchen 1blütig od. mit einem Ansatze zur 2. Blüte, zu 3 nebeneinander, das mittlere stets begrannt (Fig. 829-831); Blätt. weich, flach

_Hórdeum_ 359

_12._ Kelchspelzen fehlend; Narbe 1; Ährchen linealisch, pfriemlich (Fig. 782b), blau. Pfl. graugrün. H. 10-30 cm

_Nardus_ 357

-- Kelchspelzen 2, nach oben behaart; Narben 2; Ährchen elliptisch (Fig. 782a), purpurn. H. 3-9 cm

_Mibóra_ 344

_13._ Ährchen rauhhaarig, lang begrannt, zu 2 nebeneinander (Fig. 783), davon 1 sitzend, 1 gestielt, das gestielte nur mit Stbbltn; Ährenachse zerbrechlich, behaart; Kelchspelzen 3

_Andropógon_ 339

-- Ährchen kahl od. fast kahl

_14_

_14._ Ährchen zu 2, eins sitzend od. fast sitzend, eines gestielt, vom Rücken zusammengedrückt; Kelchspelzen nicht gekielt; Ähren fast fingerart. od. traubig angeordnet (Fig. 784)

_Pánicum_ 339

-- Ährchen einzeln, kurzgestielt, von der Seite zusammengedrückt; Kelchspelzen gekielt; Ähren genau fingerart. (von einem Punkte entspringend)

_Cýnodon_ 349

Vergl. dazu _Zea mays_, _Glyceria fluitans_ var. und _Festuca elatior_ × _Lolium perenne_

2. Ährenrispengräser.

_1._ Ährchen am Grunde mit einer Hülle, die entweder aus langen, das Ährchen überragend. Borsten od. (Fig. 785) aus einem kammf. Blättch. besteht

_14_

-- Ährchen am Grunde ohne eine solche Hülle $(vergl. _Ammophila_)$

_2_

_2._ Ährchen 2- bis vielblütig

_9_

-- Ährchen 1blütig, oft mit einem pfrieml. od. keulenf. Ansatz zu 1 oberen od. 2 unteren Bltn.

_3_

_3._ Äußere Bltnspelze am Rande dicht und lang gewimpert (Fig. 816) und daher die Ährenrispe nach dem Verblühen zottig-seidenhaarig; Ährchen mit einer fruchtbaren und einer verkümmerten Blüte; Blätt. fast borstlich

_Mélica_ 350

-- Äußere Bltnspelze nicht lang gewimpert

_4_

_4._ Äußere Kelchspelze dicht mit hakigen Dornen besetzt, die innere sehr klein, häut.; Ährchen vom Rücken her zusammengedrückt

_Tragus_ 339

-- Kelchspelzen nicht mit hakigen Dornen; Ährchen von der Seite her zusammengedrückt

_5_

_5._ Ährenrispe eif. od. kugelig-eif., sehr dicht (Fig. 786), weißlich, grün gestreift; Kelchspelzen 4, die äußeren auf dem Rücken breit geflügelt, viel größer als die Blüte, die inneren schuppenf. (eine oft fehlend); Bltnspelzen lederart., unbegrannt

_Phaláris_ 341

-- Ährenrispe längl. od. walzl., selt. eif. u. dann d. Kelchspelzen am Kiel steifhaarig od. Bltn begrannt

_6_

_6._ Bltnspelzen am Grunde mit Haaren, die ⅓-¼ so lang als die Spelzen sind; Ährchenachse über die Blüte verlängert, an der Spitze pinselartig behaart; Kelchspelzen etwas ungleich; Bltn unbegrannt; Ährenrispe weißlich; Blätt. meist eingerollt

_Ammóphila_ 346

-- Ährchenachse unbehaart od. schwarz behaart

_7_

_7._ Kelchspelzen 4, die 2 äußeren sehr ungleich, die inneren kleiner, begrannt, braunhaarig (Fig. 795); Bltnspelzen kurz, durchsichtig; Narben fadenf.; Stbblätt. 2; Ährenrispe locker

_Anthoxánthum_ 341

-- Kelchspelzen 2, gekielt, gleichlang; Stbblätt. 3; Ährenrispe dicht

_8_

_8._ Kelchspelzen wenigstens am Grunde verwachsen (Fig. 797 bis 799); äußere Bltnspelze groß, schlauchart. um die Blüte gewickelt, auf dem Rücken begrannt, innere meist fehlend

_Alopecúrus_ 342

-- Kelchspelzen ganz getrennt, stachelspitzig od. begrannt (Fig. 800-802); äußere Bltnspelze stumpf, unbegrannt, die stets vorhandene innere umfassend

_Phleum_ 343

_9._ (2.) Kelchspelzen kürzer als das Ährchen, die eine mindestens 2mal so lang als die andere

_13_

-- Kelchspelzen so lang od. fast so lang als das Ährchen

_10_

_10._ Äußere Bltnspelze an der Spitze mit 3-5 borstl.-stachelspitzigen Zähnen (Fig. 787); Kelchspelzen eif.; Narben fadenf.; Ährenrispe oberwärts meist schieferblau; Blätt. starr

_Sesléria_ 349

-- Äußere Bltnspelze mit ungeteilter od. ausgerandeter od. 2spalt. Spitze; Narben federig

_11_

_11._ Äußere Bltnspelze unter der Mitte des Rückens begrannt, 2spitzig, kahl; Blätt. borstl. (Fig. 811)

_Aira_ 346

-- Äußere Bltnspelze unbegrannt od. an der Spitze kurz begrannt; Ährenrispe glänzend

_12_

_12._ Äußere Bltnspelze am Rande lang gewimpert, knorpelig, unbegrannt

_Mélica_ 350

-- Äußere Bltnspelze am Rande wimperlos, zusammengedrückt gekielt, stachelspitzig od. kurz begrannt

_Koeléria_ 349

_13._ (9.) Blätt. borstl.; Stbblätt. 1; äußere Bltnspelze lang begrannt, auf dem Rücken abgerundet; Stengel aufrecht (Fig. 821-822)

_Festúca_ 354

-- Blätt. flach; Stbblätt. 3; äußere Bltnspelze unbegrannt, stumpf, gekielt; Ährchen kurz und dick gestielt; Ährenrispe starr, dick, einseitswendig; Blattscheiden gekielt; Pfl. meist liegend, graugrün

_Scleróchloa_ 351

_14._ (1.) Ährenrispe einseitswendig; Ährchen mehrblütig, am Grunde mit kammf. Hülle (Fig. 785); Kelchspelzen 2; äußere Bltnspelze an der Spitze kurz begrannt

_Cynosúrus_ 351

-- Ährenrispe allseitswendig; Ährchen 1blütig, am Grunde von langen, borstenf. Grannen umgeben; Kelchspelzen 3; Bltnspelzen unbegrannt

_Setária_ 340

3. Rispengräser.

_1._ Stbbltn in ausgebreiteten, endst. Rispen; Stempelbltn in seitl., von Scheiden eingeschlossenen Kolben, mit lang heraushängend. Narben. Angebaute, bis 2 m hohe Pfl. Mais

_Zea_ 339

-- Stbbltn und Stempelbltn wenigstens in derselben Ähre

_2_

_2._ Ährchen mit 2 od. mehr Bltn, von denen zuweilen 1-2 nur Stbblätt. enthalten $(_Trisetum flav._ hat zuw. 1blüt. Ährchen)$

_12_

-- Ährchen 1blüt., zuweilen mit einem Ansatz zu einer 2. Blüte

_3_

_3._ Ährchen grannenlos od. mit Grannen, die die Spelzen nicht od. wenig überragen

_6_

-- Ährchen mit Grannen, die wenigstens 3mal länger als die Spelzen sind

_4_

_4._ Granne 10-12 cm lang, doppelt gekniet; Rispe zusammengezogen, unten von der Scheide umschlossen; Blätt. borstlich

_Stipa_ 341

-- Granne viel kürzer, höchstens 3-4mal so lang als die Spelzen.

_5_

_5._ Äußere Bltnspelzen auf dem Rücken lang behaart; Granne gekniet; äußere Kelchspelze etwas länger als die innere; Spelzen gelblichweiß. Alpen.

_Lasiogróstis_ 341

-- Äußere Bltnspelze kahl, zart; Granne gerade od. geschlängelt; äußere Kelchspelze kleiner als die innere. Äcker.

_Apéra_ 346

_6._ (3.) Kelchspelzen fehlend; Bltnspelzen unbegrannt, steifhaarig gewimpert, papierart., gekielt; Rispe locker, meist nur im ob. Teile aus der Blattscheide hervortretend, ihre Äste oft geschlängelt; Blätt. lang, rauh; Stengel knickig aufsteigend, an den Knoten weiß behaart. Pfl. gelbgrün

_Orýza_ 340

-- Kelchspelzen vorhanden

_7_

_7._ Ährchen von der Seite zusammengedrückt und daher die Kelchspelzen auf dem Rücken mehr od. weniger gekielt

_10_

-- Ährchen vom Rücken zusammengedrückt od. stielrund; Kelchspelzen nicht gekielt

_8_

_8._ Blattscheiden rauhhaarig; Kelchspelzen 3, die äußeren sehr klein; Ährchen zusammengedrückt; Rispe reichblütig, zuletzt überhängend. Gebaute Hirse

_Pánicum_ 339

-- Blattscheiden kahl; Kelchspelzen 2. Waldgräser

_9_

_9._ Ährchen grün; Rispe allseitig, weit ausgebreitet, mit schlängeligen, fast wagerecht abstehend. Ästen; Blätt. breit; Blatthäutch. lang

_Mílium_ 341

-- Ährchen rotbunt, mit einer verkümmerten Blüte; Rispe (od. Traube) einseitswendig, sehr locker; Blattscheiden mit ihren Rändern verwachsen

_Mélica_ 350

_10._ (7.) Ährchenachse am Grunde der Bltnspelzen mit Haaren, die länger als der Querdurchmesser der Spelze sind (Fig. 803); Kelchspelzen 2, ungleich, schmal, kaum länger als die begrannten Bltnspelzen. Pfl. oft schilfart.

_Calamagróstis_ 344

-- Ährenachse am Grunde der Bltnspelz. nicht od. kurz behaart

_11_

_11._ Schilfart. Ufergras. Kelchspelzen 4, die äußeren kahnf., gleichlang, die inneren kleiner (Fig. 788), schuppenf.[45]; Bltnspelzen unbegrannt, glänzend, lederart.; Rispe knäuelig, gelappt, oft bunt

_Phaláris_ 341

-- Zierliche Gräser mit fein verzweigtem Bltnstande (Fig. 779); Kelchspelzen 2, ungleich, länger als die zarten, oft begrannten Bltnspelzen; Ährchen ca. 2 mm lang

_Agróstis_ 344

_12._ (2.) Kelchspelzen merklich kürzer als das Ährchen und meist auch kürzer als die nächsten Bltnspelzen (namentl. die unt. Kelchspelze)

_24_

-- Kelchspelzen (wenigstens eine) etwa so lang als das Ährchen

_13_

_13._ Bltnspelzen (wenigstens bei 1 Blüte) begrannt, Granne zuweilen in den Spelzen versteckt

_17_

-- Bltnspelzen unbegrannt

_14_

_14._ Ährchen nickend od. hängend

_16_

-- Ährchen aufrecht

_15_

_15._ Rispe schmal zusammengezogen, mit 4-16 Ährchen; Ährchen grün, 3-5blütig; Ährchenachse behaart; äußere Bltnspelze an der Spitze 3zähnig; Blattscheide am Rande langhaarig; Blatthäutchen fehlend, dafür eine Haarreihe

_Sieglíngia_ 349

-- Rispenäste während der Blütezeit abstehend; Ährchen bräunlich, glänzend, meist 3blütig, die beiden unteren Bltn nur mit Stbblätt., die obere mit einem Stempel und 2 Stbblätt. Pfl. kahl, nach Waldmeister duftend (besonders getrocknet)

_Hieróchloa_ 341

_16._ (14.) Ährchen grün, groß (weit über 1 cm l.); Rispenäste zur Blütezeit abstehend. Gebauter Hafer

_Avéna_ 347

-- Ährchen mehr od. weniger braunrot, viel kleiner, 2blütig, mit einer verkümmerten Blüte (Fig. 818); Kelchspelzen ungleich-weißhäut. berandet; äußere Bltnspelze derb; Rispe einseitswendig, etwas überhängend (Fig. 817); Blattscheiden geschlossen. Wälder

_Mélica_ 350

_17._ (13.) Grannen kurz, zwischen den Spelzen versteckt od. sie nur wenig überragend (die Bltn scheinen bei oberflächlicher Betrachtung unbegrannt). (Vergl. Fig. 790 u. 810)

_22_

-- Grannen weit aus den Bltn hervorragend

_18_

_18._ Ährchen 8-20 mm lang. Haferähnliche Pfl.

_20_

-- Ährchen 2-5 mm lang, meist 2blütig

_19_

_19._ Obere Blüte des Ährchens nur mit Stbblätt., unter der Spitze begrannt, untere Blüte mit Stbblätt. und Stempel, unbegrannt (jedes Ährchen trägt deshalb nur eine Granne); Halm an den Knoten meist rauhhaarig

_Holcus_ 346

-- Beide Bltn des Ährchens mit Stbblätt. und Stempel; äußere Bltnspelzen 2spitzig od. 4zähnig, auf dem Rücken od. am Grunde begrannt (jedes Ährchen deshalb mit 2 Grannen); Halm an den Knoten kahl; Blätt. borstig

_Aira_ 346

_20._ Die unt. Blüte des 2blütigen Ährchens nur mit Stbblätt., mit langer, geknickter Granne (Fig. 789), die obere auch mit Stempel, unbegrannt (seltener begrannt); Kelchspelzen ungleich, äußere 1-, innere 3nervig; Fr. behaart

_Arrhenathérum_ 347

-- Alle Bltn des Ährchens mit Stbblätt. und Stempel[46], in der Regel alle begrannt

_21_

_21._ Ährchen ziemlich klein (kaum 1 cm l.); Frkn. kahl; Fr. längl., nicht gefurcht, von den Spelzen lose umschlossen

_Trisétum_ 348

-- Ährchen über 1 cm lang; Frkn. an der Spitze behaart; Fr. spindelf., längsgefurcht, von den Spelzen fest umschlossen

_Avéna_ 347

_22._ (17.) Granne an der Spitze keulenf. verdickt, am Knie bärtig (Fig. 790); Stbbeutel dunkelbraun; Ährchen grauweiß, oft rot überlaufen; Rispe vor und nach der Blütezeit zusammengezogen; Blätt. borstl. Sandpfl.

_Weingaertnéria_ 346

-- Granne an der Spitze nicht keulenf. verdickt, in der Mitte nicht bärtig

_23_

_23._ Ährchen 3blütig, die 2 unteren Bltn nur mit Stbblätt., die obere stets unbegrannte auch mit Stempel; Narbe an der Spitze der Blüte hervortretend (Fig. 794); Stengel meist nur unten beblätt.; Ährchen glänzend braun. Pfl. glatt, getrocknet duftend

_Hieróchloa_ 341

-- Ährchen 2blütig, entweder alle Bltn begrannt od. doch die obere

_19_

_24._ (12.) Ährchenachse kahl od. kurzhaarig

_26_

-- Ährchenachse zwischen den Bltn langhaarig

_25_

_25._ Blatthäutchen längl.; Narben ungefärbt; Kelchspelzen anfangs etwa so lang als die Bltn, ungleich; äußere Bltnspelze 7nervig, stachelspitzig gezähnt; Blätt. sehr rauh. Seltenes, hohes, schilfartiges Ufergras, mit großer, lockerer Rispe

_Scolóchloa_ 353

-- Blatthäutchen in eine Haarreihe aufgelöst; Narben purpurn; Ährchenachse mit langen, schneeweißen Haaren; äußere Bltnspelzen linealisch-pfrieml., lang zugespitzt, viel länger als die inneren; Kelchspelzen 3nervig; Ährchen bis 1 cm lang, meist braunrot. Schilf.

_Phragmítes_ 349

_26._ Ährchen auf dem Rücken ~abgerundet~, zusammengedrückt od. stielrund

_29_

-- Ährchen auf dem Rücken mehr od. weniger ~scharf gekielt~, zusammengedrückt

_27_

_27._ Rispe meist dicht geknäuelt, gelappt (Ährchen büschelig gehäuft), meist einseitswendig; äußere Bltnspelze stachelspitzig od. begrannt; Blattscheiden geschlossen

_Dáctylis_ 351

-- Rispe nicht geknäuelt, meist locker; äußere Bltnspelzen nicht begrannt; unt. Rispenäste meist zu 2-5

_28_

_28._ Ährchen 3-8blütig; Rispenäste 2zeilig (d. h. ihre Ansatzstellen am Stengel liegen in 2 Reihen); äußere Bltnspelze mit 5, oft kaum wahrnehmbaren Nerven; Ährchenachse bei der Reife mit den Fr. abfallend; Blatthäutchen vorhanden

_Poa_ 351

-- Ährchen 8-20blütig (selten weniger); Rispenäste am Stengel spiralig angeordnet; äußere Bltnspelze 3nervig, bei der Reife allein abfallend, während die innere nebst der Ährchenachse bleibt; Blatthäutchen in eine Haarreihe aufgelöst

_Eragróstis_ 349

_29._ Ährchen breit, rundl., am Grunde fast herzf., bunt, an dünnen Stielen hängend (Fig. 791); Bltnspelzen abgerundet, stumpf, am Grunde herzf., unbegrannt

_Briza_ 351

-- Ährchen eif., längl., lanzettl. od. linealisch

_30_

_30._ Narben purpurn; Ährchenachse kurzhaarig; Ährchen klein, meist blau; Kelchspelzen 1nervig, wenig kürzer als die gleichlangen Bltnspelzen; Rispe zusammengezogen; Halm sehr steif, nur am Grunde knotig

_Molínia_ 349

-- Narben ungefärbt; Ährchenachse kahl

_31_

_31._ Äußere Bltnspelze an der Spitze begrannt od. zugespitzt

_34_

-- Äußere Bltnspelze an des Spitze abgerundet od. gestutzt

_32_

_32._ Blattscheiden der ganzen Länge nach mit ihren Rändern verwachsen; Ährchen 4-11blütig (Fig. 792); äußere Bltnspelze meist hervortretend 7nervig; Kelchspelzen 1nervig. Kräftige Wassergräser

_Glycéria_ 353

-- Blattscheiden wenigstens bis zur Mitte gespalten; äußere Bltnspelze undeutlich nervig od. 3nervig (im letzteren Falle das Ährchen 2blütig)

_33_

_33._ Ährchen meist 2blütig, etwa 2 mm l., oft violett, zusammengedrückt; äußere Kelchspelze eif.; äußere Bltnspelze mit starken Kiel- und Randnerven; Blattscheiden in der unt. Hälfte geschlossen. Zartes, 30-60 cm hohes Ufergras

_Catabrósa_ 350

-- Ährchen 4-6blütig, meist stielrund; äußere Bltnspelze undeutlich 5nervig, oberwärts trockenhäutig; Narben sitzend; Blattscheiden bis fast zum Grunde gespalten. Salzpflanze

_Festúca_ 354

_34._ (31.) Narben od. Griffel dem Frkn. beträchtlich unt. der Spitze des Frkn. eingefügt; äußere Bltnspelze oft 2spalt., unbegrannt od. zwischen den Zähnen oder unter der Spitze begrannt; Rispenäste abwechselnd 2reihig gestellt; Blattscheiden meist ganz geschlossen

_Bromus_ 355

-- Narben od. Griffel dem Frkn. an der Spitze eingefügt; äußere Bltnspelze unbegrannt od. an der Spitze begrannt; Rispenäste nur 2 Seiten der 3kantigen Hauptachse eingefügt, daher einseitswendig

_35_

_35._ Kelchspelzen 1nervig; äußere Bltnspelze hervortretend 7nervig, unbegrannt; Ährchen 7-11blütig, lang-zylindrisch; Rispe lang und schmal, ihre Äste zur Blütezeit abstehend, vorher und nachher angedrückt; Blattscheiden geschlossen. Ausläufertreibendes, 45-120 cm hohes Wassergras

_Glycéria_ 353

-- Äußere Kelchspelze 1-, innere meist 3nervig; äußere Bltnspelze fast stets schwachnervig, spitz, oft begrannt; Ährchen 3- bis mehrblütig, seitlich zusammengedrückt; Blattscheiden meist ganz offen

_Festúca_ 354

1. _Zea_ L., Mais. XXI.

Stammt aus Amerika, jetzt vielfach angebaut. 6. 7.

Türkischer Weizen, _Z. mays_ L.

2. _Andropógon_ L., Bartgras. III.

Steinige Wegränder, trockene Anhöhen, sehr zerstr. in Mittel- und Süddeutschl. 7-9.

_A. ischǣmon_ L.

3. _Tragus_ Desfontaines, Stachelgras. III.

Sandige Orte. 6. 7. Aus Südeuropa selten mit fremdem Samen eingeführt

_T. racemósus_ Desfontaines

4. _Pánicum_ L., Hirse. III.

_1._ Scheinähren an der Spitze des Stengels fingerf. genähert, mit bandf. Achse; Bltn unbegrannt $(_Digitária_)$

_3_

-- Ährchen in zusammengesetzter Rispe od. in mehr od. weniger traubig gestellten Scheinähren

_2_

_2._ Ährchen in traubig gestellten, einseitswendigen Scheinähren (Fig. 784b); Kelchspelzen auf den Nerven kurz steifhaarig, die 3. stachelspitzig od. begrannt; Blätt. und Stengel glatt, kahl. 7. 8. Äcker, Gartenland, Schutt, nicht selten

Hühner-H., _P. crus galli_ L.

-- Ährchen lang gestielt, in reichblütiger, überhängend. Rispe; Kelchspelzen kahl; Blattscheiden mit langen, abstehenden Haaren. 6-9. Gebaut

Echte H., _P. miliáceum_ L.

_3._ Blätt. nebst den Scheiden kahl, am Grunde der Blattfläche meist ein Büschel Haare; Scheinähren zu 2-4; Ährchen elliptisch, weichhaarig; 3. Kelchspelze meist 5nervig. 7-10. Sandige Äcker, zerstr.

Faden-H., _P. lineáre_ Krocker

-- Blätt. nebst den Scheiden behaart; Scheinähren zu 4-8 (Fig. 784a); Ährchen längl.-lanzettl.; 3. Kelchspelze kahl, am Rande flaumig od. selten $(var. _ciliáre_ Retzius)$ steifhaarig gewimpert, meist 7nervig. 7-10. Bebauter Boden, meist nicht selten, stellenweise fehlend

Blut-H., _P. sanguinále_ L.

5. _Setária_ P. B., Fennich, Borstenhirse. III.

_1._ Bltnspelze deutlich querrunzlig; Borsten zuletzt fuchsrot, durch vorwärts gerichtete Zähnchen sehr rauh; Ährchen 3 mm l.; Pfl. graugrün. 7-10. Sandfelder, häufig, im Norden zerstr.

Gelbhaariger F., _S. glauca_ P. B.

-- Bltnspelzen fein punktiert; Borsten meist grün; Ährchen 2½ mm lang

_2_

_2._ Ährenrispe am Grunde meist unterbrochen; Borsten wenig zahlreich, höchstens doppelt so lang als das Ährchen, durch rückwärts gerichtete Zähnchen rauh[47] $(bei var. _ambígua_ Gussone sehr kurz und vorwärts rauh)$. 7. 8. Bebaute Orte, nicht häufig

Wirtel-F., _S. verticilláta_ P. B.

-- Ährenrispe nicht unterbrochen, gedrungen; Borsten durch vorwärts gerichtete Zähnchen rauh, das Ährchen weit überragend

_3_

_3._ Ährenrispe fingerdick, reichährig, gelappt, oben meist überhängend; Narben gelbl.; Borsten gelbl. oder schwarz. 7. 8. Zuweilen gebaut

Welscher F., _S. itálica_ L.

-- Ährenrispe bleistiftdick, nicht gelappt, stets aufrecht; Borsten grün. 7. 8. Äcker, Gärten, häufig

Grüner F., _S. víridis_ P. B.

6. _Orýza_ L., Reis. III.

Gräben, Ufer, sehr zerstr. $(_Leersia oryzoídes_ Swartz)$. 8. 9.

_O. clandestína_ A. Br.

7. _Phaláris_ L., Glanzgras. III.

Rispe einseitswendig, gelappt, zur Blütezeit ausgebreitet; die beiden äußeren Kelchspelzen mit ungeflügeltem Kiel, innere schuppenf., weißhaarig. H. 1-2 m. 6. 7. Ufer, nasse Wiesen, häufig

Rohrartiges Gl., _Ph. arundinácea_ L.

Rispe dicht, ährenf. (Fig. 786); Kelchspelze mit breit geflügeltem Kiel. 7. 8. Gebaut und verw.

Kanariengras, _Ph. canariénsis_ L.

8. _Hieróchloa_ Gmelin, Mariengras. III.

Ährchenstiele kahl; Stbblüten mit sehr kurzer, gerader Granne (Fig. 793) od. grannenlos; Rispe ausgebreitet. 5. 6. Feuchte Wiesen, Ufer, besonders in Norddeutschl.

Wohlriechendes M., _H. odoráta_ Wahlenberg

Ährchenstiele unter dem Ährchen behaart; obere Stbblüte mit längerer, geknieter Granne (Fig. 794); Rispe gedrungener. 4. 5. Schattige Wälder, im östl. und nordöstl. Gebiet

Darrgras, _H. austrális_ R. u. Sch.

9. _Anthoxánthum_ L., Ruchgras. II.

Stengel oberwärts unverzweigt; Ährenrispe längl., dicht; innere Kelchspelzen wenig länger als die Bltnspelzen, ihre Grannen die 2. Kelchspelze kaum überragend (Fig. 795). 6. Wiesen, Grasplätze, gemein

Wohlriechendes R., _A. odorátum_ L.

Stengel stark verzweigt; Rispe kürzer, sehr locker; innere Kelchspelzen fast doppelt so lang als die Bltnspelzen, ihre Grannen die 2. Kelchspelze meist um ⅓ überragend. 5-7. Sandige Kornfelder, im nordwestl. Gebiet $(_A. puélli_ Lecoq und Lamotte)$

Begranntes R., _A. aristátum_ Boissier

10. _Stipa_ L., Pfriemengras. III.

Granne mit weichen, später federart. abstehenden Haaren, bis 30 cm lang. 5. 6. Sonnige Abhänge, trockene Wälder, sehr zerstr., im nordwestl. Flachlande fehlend

Federiges Pf., _St. pennáta_ L.

Granne unbehaart, von vorwärts gerichteten Zähnen rauh, bis 15 cm lang. 6. 7. Wie vor.

Haarförmiges Pf., _St. capilláta_ L.

11. _Lasiagróstis_ Link, Rauhgras. III. Oberbayern und in den Alpen. 7.

_L. calamagróstis_ L.

12. _Mílium_ L., Flattergras. III. Laubwälder, häufig. 5-7.

_M. effúsum_ L.

13. _Alopecúrus_ L., Fuchsschwanz. III.

_1._ Oberste Blattscheiden stark aufgeblasen (Fig. 796); Stengel knickig oder aus liegendem Grunde aufsteigend; Kelchspelzen am Rücken höckerig, bis zur Mitte verwachsen, über derselben plötzlich in eine flache, grüne Spitze ausgezog., bei d. Reife knorpelig; Ährenrispe 1½-2½ cm lang. 5. 6. Feuchte Wiesen. Im oberen Moselgebiet, im Saar- u. Bliestale.

Schlauchartiger F., _A. utriculátus_ Persoon

-- Oberste Blattscheiden nicht oder nur etwas blasig aufgetrieben

_2_

_2._ Stengel am Grunde niederliegend und hier wurzelnd, knickig aufsteigend; Kelchspelzen nur am Grunde verwachsen

_6_

-- Stengel aufrecht $(am Grunde zuweilen knickig)$; Kelchspelzen $(außer bei _A. bulbosus_)$ fast oder ganz bis zur Mitte verwachsen; Granne lang

_3_

_3._ Kelchspelzen bis zur Mitte verwachsen. mit kurzbewimpertem, oberwärts schmal geflügeltem Kiele; Granne der Bltnspelze etwas über dem Grunde eingefügt (Fig. 797); Ährenrispe schmal, oft rötlich, beiderseits (besonders nach oben) verschmälert, ihre Äste 1 bis 2 Ährchen tragend. 6. 7. Lehmige Äcker. Im südl. Gebiet verbreitet, sonst selten.

Acker-F., _A. agréstis_ L.

-- Kelchspelzen nicht ganz bis zur Mitte verwachsen, an dem nicht oder wenig geflügelten Kiele zottig gewimpert; Ährenrispe meist stumpf

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_4._ Ährenrispe schmal (etwa 3 mm dick); Kelchspelzen nur am Grunde verbunden, schmal geflügelt; Bltnspelzen am Grunde mit langer (bis 6 mm), geknieter Granne; Blätt. meist nur wenig über 1 mm breit; Grundachse knollig. 5. 6. An der unt. Weser bis Geestemünde

Knolliger F., _A. bulbósus_ Gouan

-- Ährenrispe selten unter 5 mm dick; Kelchspelzen mindestens auf ¼ der Länge verwachsen; Blätt. viel breiter; Grundachse kriechend

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_5._ Kelchspelzen mit aufrechten od. zusammenneigenden Spitzen (Fig. 798); Bltnspelze etwas über dem Grunde mit langer (bis 9 mm) Granne; Ährenrispe bis 1 cm dick und meist 2-7 cm lang, zuweilen schwärzlich überlaufen; Grundachse kurz, kriechend. 5-7. Wiesen, gemein

Wiesen-F., _A. praténsis_ L.

-- Kelchspelzen mit von einander abstehenden Spitzen (Fig. 799); Bltnspelzen mit höher (mindestens im 2. Drittel) eingefügter Granne; Ährenrispe bis 1½ cm dick und selten über 5 cm lang, fast stets schwärzlich überlaufen; Grundachse lang kriechend. 5-7. Nasse, besonders salzhaltige Wiesen. Selten, besonders an der pommerschen Ostseeküste. $(_A. nígricans_ Hornemann)$

Rohrartiger F., _A. arundináceus_ Poiret

_6._ Granne beträchtlich unter der Mitte eingefügt, die Spelzen weit überragend; Bltnspelzen meist spitz; Stbbeutel hellgelb, später braun. 6-10. Feuchte Orte, häufig

Geknieter F., _A. geniculátus_ L.

-- Granne in oder über der Mitte eingefügt, sehr kurz, kaum länger als die Kelchspelzen; Bltnspelzen stumpf; Stbbeutel ziegelrot, später gelblichweiß. 6-10. Mit vor. Art

Rotgelber F., _A. fulvus_ Smith

Bastard: _A. pratensis_ × _geniculatus_.

14. _Phleum_ L., Lieschgras. III.

_1._ Ährenrispe beim Umbiegen lappig; Ährchen mit etwas verlängerter Achse, die am Grunde der inneren Bltnspelze als ein kleines Stielchen sichtbar ist

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-- Ährenrispe auch beim Umbiegen gleichf. zylindrisch bleibend; Ährchenachse nicht stielart. verlängert; Kelchspelzen quer abgestutzt, plötzlich in eine Granne ausgezogen, am Kiel steifhaarig gewimpert

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