Flora von Deutschland Ein Hilfsbuch zum Bestimmen der zwischen den deutschen Meeren und den Alpen wildwachsenden und angebauten Pflanzen

Part 14

Chapter 143,009 wordsPublic domain

_3._ Schötchen etwa so lang als das Stielchen, linealisch; Blätt. sämtlich fiedersp. bis gefiedert; Stengel sehr ästig, aufsteigend. 6-9. Ufer, feuchte Äcker, gemein

Waldkresse, _N. silvéstre_ R. Br.

-- Schötchen mindestens 2mal kürzer als das Stielchen, kugelig bis länglich

_4_

_4._ Obere Blätt. tief fiederspalt., untere langgestielt, elliptisch; Schötchen eif. od. längl., 2-3mal kürzer als ihr Stiel. 5-8. Flußtäler, sehr selten (Elbtal von Dessau bis Magdeburg, Baden, Elsaß)

Pyrenäische Kr., _N. pyrenáicum_ R. Br.

-- Obere Blätt. ungeteilt, gezähnt od. gesägt

_5_

_5._ Schötchen sehr klein, kugelrund (Fig. 408), vielmal kürzer als das Stielchen; Stengel aufrecht. 6-8. Flußufer, selten (Sachsen, Schlesien)

Österreichische Kr., _N. austríacum_ Crantz

-- Schötchen eif. od. elliptisch, immer länger als breit, 2-3mal kürzer als das Stielchen (Fig. 409); Stengel im Wasser hohl, am Grunde kriechend und wurzelnd. Sehr veränderlich. 6-9. Gräben, Teiche, sehr häufig

Wasserkresse, _N. amphíbium_ R. Br.

(Bastarde: _N. silvestre_ × _amphibium_ = _N. anceps_ DC., _N. amphibium_ × _austriacum_ = _N. armoracloides_ Tausch.)

4. _Barbarǣa_ R. Br., Barbarakraut. XV.

_1._ Reife Schoten merklich dicker als ihre Stiele; ob. Blätt. ungeteilt, gezähnt

_3_

-- Reife Schoten kaum dicker als ihre Stiele; alle Blätt. gefied. od. fiederteilig; Blblätt. fast doppelt so lang als der Kelch

_2_

_2._ Unt. Blätt. mit 8-10 Paar rundl. Seitenblättch. und größeren rundl. Endblättch.; Schoten 4-7 cm lang, fast aufrecht. 4. 5. Selten eingeschleppt

Frühes B., _B. praecox_ R. Br.

-- Unt. Blätt. mit 3-5 Paar lanzettl. Seitenblättch. und kleinerem, linealisch-längl. Endblättch.; Schoten 2-3 cm lang, mehr abstehend. 4. 5. Kleeäcker, Wege. Rheingegend, sonst selten verschleppt

Mittleres B., _B. intermédia_ Boreau

_3._ Schoten steif aufrecht, dem gemeinschaftl. Bltnstiele angedrückt; Blblätt. nicht viel länger als der Kelch; gefiederte Blätt. mit großem, längl.-eif. Endblättch. und sehr viel kleineren Seitenblättch. 5. 6. Feuchte Orte, nicht häufig

Steifes B., _B. stricta_ Andrzj.

-- Schoten aufrecht abstehend, seltener bogenf. aufsteigend $(_B. arcuáta_ Rchb.)$; Blblätt. doppelt so lang als der Kelch; gefied. Blätt. mit rundlich. Endblättch. 5. 6. Wie vor., zerstr.

Echtes B., _B. vulgáris_ R. Br.

5. _Turrítis_ Dillenius, Turmkraut. XV.

Wälder, steinige Hügel, häufig. 6. 7.

_T. glabra_ L.

6. _Árabis_ L., Gänsekresse. XV.

_1._ Blätt. (außer den grundst.) mit herz- od. pfeilf. Grunde stengelumfassend

_7_

-- Blätt. gestielt oder mit verschmälert. Grunde sitzend $(nur bei A. bellidifolia halb um den Stengel herumgreifend)$

_2_

_2._ Samen breit geflügelt. Pfl. der Alpen und Voralpen mit glänzend., ganzrand. od. schwach gezähnten Blätt. und aufrechten, gedrängten Schoten; Bltn weiß

_6_

-- Samen nicht od. kaum geflügelt; Schoten abstehend (nur bei A. ciliata aufrecht abstehend); Bltn weiß od. rötlich

_3_

_3._ Grundst. Blätt. in den Blattstiel verschmälert, nicht deutlich gestielt, rosettig; Bltn weiß; Schoten gedrängt, 6. 7. Oberbayern

Gewimperte G., _A. ciliáta_ R. Br.

-- Grundst. Blätt. mit deutlich abgesetztem Stiele; Schoten entfernt, abstehend

_4_

_4._ Stengel und Blätt. rauhhaarig; grundst. Blätt. rosettig, leierf.-schrotsägig, mit 6-9 Läppchen auf jeder Seite (Fig. 410); Bltn lila od. weiß. 4-7. Sandfelder

Sandkresse, _A. arenósa_ Scopoli

-- Stengel und Blätt. kahl od. sehr schwach behaart

_5_

_5._ Mittl. und ob. Blätt. deutlich gestielt, die unt. langgestielt, leierf.-fiedert., mit rundl. od. eif. Endlappen od. ungeteilt; Bltn weiß od. blaßrot; Schoten gedunsen. 4-8. Gebirgswiesen Mitteldeutschlands, nicht häufig

Quellkresse, _A. halléri_ L.

-- Mittl. und ob. Blätt. sitzend, die grundst. aufrecht, längl.-verkehrt-eif., ganzrand. od. jederseits 3-4zähnig; Bltn weiß; Schoten fast flach. 4. 5. Kalkfelsen, selten (Harz, Bayern)

Steinkresse, _A. petrǣa_ Lamarck

_6._ (2.) Stengel außer den grundst. noch mit 2-3 sitzenden, mit gabeligen Härchen bestreuten Blätt.; Bltn ca. 8 mm lang. H. 5-10 cm. 7. 8. Von den Alpen mit den Flüssen in die Täler herabsteigend

Zwergkresse., _A. púmila_ Jacquin

-- Stengel über dem Grunde mit 7-12 kahlen od. fast kahlen, halbstengelumfassenden Blätt.; Bltn 4-5 mm lang. H. 15 bis 40 cm. Wie vor.

Glanzkresse, _A. bellidifólia_ Jacquin

_7._ (1.) Blätt. nebst dem Stengel völlig kahl, ganzr., blau bereift, die grundst. langgestielt; Bltn weiß. 5. 6. Schattige Bergabhänge, selten, fehlt im Norden

Kohlkresse, _A. pauciflóra_ Garcke

-- Blätt. nebst dem Stengel behaart

_8_

_8._ Schoten auf kurzen, aufrechten Stielen sichelf. abwärts gekrümmt, sehr lang; Samen breit geflügelt; Bltn gelblichweiß. 5. 6. Felsen. Im Rheintal und dessen Nebentälern, fränkischer Jura

Turmkresse, _A. turríta_ L.

-- Schoten aufrecht od. abstehend, nicht abwärts gekrümmt; Bltn weiß

_9_

_9._ Reife Schoten aufrecht

_11_

-- Reife Schoten abstehend

_10_

_10._ Blblätt. 8-10 mm lang, verkehrt-eif.; Samen schmal geflügelt; Blätt. buchtig gezähnt. Pfl. mit nichtblühend. Blatttrieben. 5-8. Felsen, selten. Südharz, Westfalen (Brilon), Riesengebirge (kl. Schneegrube), Süddeutschland

Alpenkresse, _A. alpína_ L.

In Gärten die ähnliche _A. álbida_ Steven mit grauhaarigen Blätt. und fast aufrechten Schoten.

-- Blblätt. 4-6 mm lang, linealisch-längl.; Samen ungeflügelt; grundst. Blätt zur Blütezeit meist verwelkt, die übrigen ganzr. od. schwach gezähnt; Traube etwas hin u. her gebogen; Schote kaum dicker als ihr kurzes Stielchen. 4. 5. Sonnige Kalkberge Mitteldeutschl., selten

Öhrchenkresse, _A. auriculáta_ Lamarck

_11._ Stengelumfassende Blätt. nebst ihren Öhrchen vom Stengel abstehend, am Grunde gestutzt od. schwach herzf.; Stengel unterwärts abstehend rauhhaarig, mäßig dicht beblätt. 5. 6. Gebüsche, Hügel, nicht selten, fehlt im Nordwesten

Rauhe Gänsekresse, _A. hirsúta_ Scopoli

Ändert ab: var. _sagittáta_ DC., obere Blätt. mit spitzen Öhrchen; Stengel unterwärts zerstr. behaart, oberwärts kahl. So seltener.

-- Stengelumfassende Blätt. nebst ihren abwärts gerichteten Öhrchen dem Stengel anliegend; Pfl. angedrückt behaart, dicht beblätt. 5. 6. Wiesen, feuchte Wälder, selten

Hainkresse, _A. gerárdi_ Besser

7. _Cardámine_ L., Schaumkraut. XV.

_1._ Blätt. sämtlich 3zählig, langgestielt, alle od. bis auf 1 grundst. 7. 8. Feuchte Bergwälder Schlesiens.

Klee-Sch., _C. trifólia_ L.

-- Blätt. (wenigstens die oberen) gefiedert

_2_

_2._ Unterste Blätt. ungeteilt, die höherstehenden 3teilig oder 2-3paarig gefied. 7. 8. Riesengebirge und Alpen

Stein-Sch., _C. resedifólia_ L.

-- Blätt. alle gefiedert

_3_

_3._ Blblätt. längl., 3-5 mm lang, aufrecht, 2mal so lang als der Kelch, weiß (bei C. impatiens zuw. fehlend)

_5_

-- Blblätt. breit eif., ca. 10 mm lang, ausgebreitet, meist 3mal so lang als der Kelch, lila od. weiß

_4_

_4._ Stengel hohl, rund; Stbblätt. mit gelben Stbbeuteln, halb so lang als die blaßlila od. weißen Blblätt. 3-5. Wiesen, gemein

Wiesen-Sch., _C. praténsis_ L.

-- Stengel markig, kantig; Stbblätt. mit violetten Stbbeuteln, fast so lang als die weißen Blblätt. 4. 5. Quellen, feuchte Wälder, zerstr.

Bitteres Sch., _C. amára_ L.

_5._ Blattstiel am Grunde mit pfeilf. Öhrchen; Blättch. der unteren Blätt. tief fingerf. geteilt; Bltn sehr klein. 5-7. Schattige Wälder, zerstr.

Spring-Sch., _C. impátiens_ L.

-- Blattstiel am Grunde ohne Öhrchen

_6_

_6._ Blättchen der unteren Blätt. längl. (Fig. 411b), ganzrand., meist sitzend; Stengel zart, hin und her gebogen, kahl. 6. 7. Feuchter Sandboden, selten

Kleinblütiges Sch., _C. parviflóra_ L.

-- Blättchen der unt. Blätt. rundl. (Fig. 411a), geschweift od. gezähnt, gestielt; Stengel aufrecht, meist behaart

_7_

_7._ Frstiele abstehend; Stengel reichlich beblätt., meist einzeln; Stbblätt. meist 6; Griffel so lang als die Breite der Schote. 4-6. Feuchte Wälder, zerstr.

Wald-Sch., _C. silvática_ Link

-- Frstiele aufrecht; Stengel wenig beblätt., meist mehrere; Stbblätt. 4, selten 6; Griffel kürzer als die Breite der Schote 3-5. Wie vor., selten

Behaartes Sch., _C. hirsúta_ L.

8. _Dentária_ Tournefort, Zahnwurz. XV.

_1._ Blätt. 3-5zählig gefingert

_3_

-- Blätt. alle gefiedert od. die oberen ungeteilt; Bltn lila, blaßrot od. weiß

_2_

_2._ Obere Blätt. ungeteilt; Stengel reichblättr., mit kleinen, schwärzlichen Zwiebeln in den Blattachseln. 5. 6. Laubwälder, zerstr., fehlt in Nordwestdeutschland

Zwiebel-Z., _D. bulbífera_ L.

-- Alle Blätt. gefiedert; Stengel 3-5blättr., ohne Zwiebeln in den Blattachseln. 4. 5. Gebirgswälder Süddeutschl.

Fieder-Z., _D. pinnáta_ Lamarck

_3._ Bltn gelblichweiß; Stbblätt. so lang als die Blkr. 4. 5. Gebirgswälder, selten

Weiße Z., _D. enneaphýllos_ L.

-- Bltn purpurn od. rosenrot; Stbblätt. kürzer als die Blkr.

_4_

_4._ Blätt. quirlst., alle 3zählig; Bltn purpurn. 4. 5. Gebirgswälder in Schlesien

Drüsige Z., _D. glandulósa_ W. u. K.

-- Blätt. wechselst., die unt. 5-, die ob. 3zählig; Bltn rosenrot. 5-7. Gebirgswälder Süddeutschl.

Finger-Z., _D. digitáta_ Lamarck

9. _Hésperis_ L., Nachtviole. XV.

Bltn violett, selten weiß. 5. 6. Häufig in Gärten und daraus verw.

_H. matronális_ L.

10. _Sisýmbrium_ L., Rauke. XV.

_1._ Blätt. sämtlich ungeteilt, gezähnt; Schoten lang; Bltn goldgelb. 6. 7. Flußufer, selten

Straffe R., _S. strictíssimum_ L.

-- Blätt. alle od. doch die unteren fiederteilig

_2_

_2._ Blätt. sehr fein zerteilt, 2-3fach gefied., mit linealischen, fast borstlichen Zipfeln. 5-10. Schutt, sehr häufig, aber nicht überall

Besen-R., _S. sóphia_ L.

-- Blätt. einfach schrotsägig-fiederteilig, mit größerem Endblättchen

_3_

_3._ Schoten aufrecht, dem Stengel dicht angedrückt, pfriemenf. zugespitzt (Fig. 412), ca. 1 cm lang, endst. Blattzipfel sehr groß, spießf. 5-10. Wegränder, Schutt, gemein

Wege-R., _S. officinále_ Scopoli

-- Schoten abstehend, viel länger, überall gleich dick

_4_

_4._ Blattzipfel am Grunde mit Öhrchen (Fig. 413); Schoten so dick od. wenig dicker als ihre kurzen Stiele abstehend

_7_

-- Blattzipfel ohne Öhrch.; Schoten merkl. dicker als ihre Stiele

_5_

_5._ Stengel und unt. Blätt. rauhhaarig; reife Schoten etwa doppelt so lang als ihre Stiele, einwärts gekrümmt, auf abstehenden Stielen, die jüngeren die goldgelben Bltn nicht überragend. 5-10. Schutt, stellenweise

Lösels R., _S. loesélii_ L.

-- Stengel und Blätt. kahl od. kaum borstig; Schote vielmals länger als ihre Stiele, abstehend

_6_

_6._ Jüngere Schoten überragen die kleinen, hellgelben Bltn; Blattzipfel längl. od. lanzettl., der endst. verlängert spießf. 6-8. Schutt, Mauern, selten.

Langblättrige R., _S. írio_ L.

-- Jüngere Schoten überragen die goldgelben Bltn nicht; Blattzipfel 3eckig od. lanzettl., der endst. aus breitem Grunde 3eckig od. lanzettl. verschmälert, nicht spießf. 5. 6. Felsen, Mauern, selten.

Österreichische R., _S. austríacum_ Jacquin

_7._ Kelch weit abstehend; Zipfel der ob. Blätt. schmal linealisch, ganzr., Endlappen nicht spießf.; Bltn gelblichweiß. Pfl. unten rauhhaarig, oben kahl und bereift. 5. 6. Schutt, Sandboden, oft eingeschleppt

Ungarische R., _S. sinapístrum_ Crantz

-- Kelch aufrecht; Zipfel der ob. Blätter. lanzettl., gezähnt, Endlappen verlängert spießf.; Bltn blaß, schwefelgelb. Pfl. weichhaarig. 6. 7. Wie vor. $(_S. colúmnae_ Jacquin)$

Orientalische R., _S. orientále_ L.

11. _Stenophrágma_ Celakovsky, Gänserauke. XV.

Blätt. mit gabelsp. Haaren besetzt. 4. 5. und Herbst. Brachäcker, Dämme, häufig

_St. thaliánum_ Celakovsky

12. _Alliária_ Adanson, Knoblauchsrauke. XV.

Gebüsche, gemein. 5. 6.

_A. officinális_ Andrzj.

13. _Braya_ Sternberg u. Hoppe, Braye. XV.

Blätt. buchtig fiedersp., dunkelgrün; Bltn sehr klein, weiß. 7. 8. Flußufer bei Metz

_Br. supína_ Koch

14. _Erýsimum_ L., Schotendotter. XV.

_1._ Bltnstielchen kürzer als der Kelch

_4_

-- Bltnstielchen so lang od. länger als der Kelch

_2_

_2._ Schoten grün, fast kahl, etwa 2mal so lang als ihre Stiele; Bltnstiele 2-3mal so lang als der Kelch. 5. 6. und Herbst. Schutt, Äcker, gemein.

Acker-Sch., _E. cheiranthoídes_ L.

-- Schoten grauhaarig, vielmal länger als ihre Stiele; Bltnstiele etwa so lang als der Kelch

_3_

_3._ Bltn goldgelb; Blätt. mit 3spalt. Haaren besetzt, keine unfruchtbaren Äste in den Blattachseln; Schoten aufrecht, gleichfarbig. 6. 7. Flußufer, Schutt, ziemlich selten

Ruten-Sch., _E. hieracifólium_ L.

Ändert ab: Blätt. breiter, geschweift gezähnt = _E. strictum_ Fl. Wett. und Blätt. schmäler, ganzrand. = _E. virgátum_ Roth.

-- Bltn hellgelb; Blätt. fast nur mit 2spalt. Haaren besetzt, mit unfruchtbaren Ästen in den Blattachseln; Schoten grau, mit kahleren, grünen Kanten. 5-7. Schutt, selten eingeschleppt

Grauer Sch., _E. canéscens_ Roth

_4._ Reife Schoten etwa so dick als ihre Stiele, wie diese wagerecht abstehend (Fig. 414); Bltn sehr klein; Blblätt. höchstens 7-8 mm lang, außen behaart. 6. 7. Äcker, Wegränder, selten

Sperriger Sch., _E. repándum_ L.

-- Reife Schoten merkl. dicker als ihre Stiele, nicht weit abstehend (Fig. 415); Blblätt. mindestens 1 cm lang

_5_

_5._ Bltn zitronengelb, schwach wohlriech.; Schoten scharf 4kant., graufilz., mit grün. Kant.; Blätt. an d. Spitze gerade. 6. 7. Kalkberge, in Thüringen u. Böhmen, selten

Wohlriechender Sch., _E. odorátum_ Ehrh.

-- Bltn hellschwefelgelb, geruchlos; Schoten stumpfkant., gleichfarbig; Blätt. an der Spitze meist zurückgebogen. 5. 6. Abhänge, Wege, sehr zerstr.

Bleicher Sch., _E. crepidifólium_ Rchb.

15. _Conríngia_ Heister, Conringie. XV.

Schoten abstehend. 5-7. Kalkäcker, zerstr., mitunter verschleppt

Orientalische C., _C. orientális_ Andrzj.

In Bayern (Lechfeld, München, Passau) findet sich noch selten _C. austríaca_ Rchb., österreichische C., mit hellgelben Bltn und 8 kantigen, aufrechten Schoten.

16. _Brássica_ L., Kohl. XV.

_1._ Schoten aufrecht, nebst ihren Stielen dem Stengel dicht angedrückt, 1-2 cm lang, selten etwas länger, kurz geschnäbelt (Fig. 416); Blätt. alle gestielt; Kelch zuletzt weit abstehend. 6. 7. Flußufer, nicht häufig

Schwarzer Senf, _B. nigra_ Koch

-- Schoten dem Stengel nicht dicht angedrückt, viel länger, langgeschnäbelt (Fig. 394); obere Blätt. sitzend

_2_

_2._ Stbfäden alle aufrecht; Bltn hellgelb; Samen glatt; Blätt. alle kahl, die oberen längl. 5. 6. Wie die folgenden in vielen Abarten gebaut.

Gemüse-Kohl, _B. olerácea_ L.

-- Kürzere Stbfäden aufstrebend; Bltn goldgelb; Samen eingedrückt punktiert; untere Blätt. meist behaart, obere mit tiefherzf. Grunde stengelumfassend

_3_

_3._ Bltnknospen von den geöffneten Bltn überragt; untere Blätt. steifhaarig; Kelch zuletzt wagerecht abstehend

Rübsen, _B. rapa_ L.

-- Bltnknospen überragen die geöffneten Bltn; unt. Blätt. etwas behaart; Kelch zuletzt aufrecht abstehend

Raps, _B. napus_ L.

Eingeschleppt sind: _B. elongáta_ Ehrh., Frstiele abstehend; Blätt. buchtig fiedersp., mit länglichen Zipfeln, unterseits blaugrün, die ob. linealisch-elliptisch, ganzrand.; Traube verlängert, nicht beblätt.; _B. lanceoléta_ Lange (Sinapis juncea Aut.), Sareptasenf. Pfl. kahl; Blätt. blaugrün, unt. leierf.-gefied., obere lanzettl., ganzr.; Kelch und Frstiele aufrecht abstehend.

17. _Sinápis_ L., Senf. XV.

_1._ Kelch aufrecht; Blätt. tief fiedersp. od. gefied.; Schoten absteh., kahl. 6-9. Rheingegend, selten

Lack-S., _S. cheiránthus_ Koch

-- Kelch wagerecht abstehend

_2_

_2._ Blätt. ungeteilt, unt. etwas gelappt; Schoten kahl od. selt. kurzborst.; Sam. schwarz. 6. 7. Unt. d. Saat, häufig

Acker-S., _S. arvénsis_ L.

-- Blätt. gefiedert; Schoten meist steifborstig (Fig. 393); Samen gelblich. 6. 7. Gebaut und verw.

Weißer S., _S. alba_ L.

18. _Erucástrum_ Presl, Hundsrauke. XV.

_1._ Schoten kurz, aufrecht, dem Stengel anliegend, kurz gestielt. 5-7. Mauern, Schutt, selten, besonders von Basel bis Maxau

Graue H., _E. incánum_ Koch

-- Schoten abstehend; Blätt. tief fiedersp.

_2_

_2._ Untere Bltn mit blattart. Deckblättchen; Kelch aufrecht; Bltn hellgelb, grün geadert. 5-10. Ackerränder, Schutt, selten

Acker-H., _E. pollíchii_ Sch. u. Sp.

-- Bltn ohne Deckblättchen, zitronengelb; Kelch wagerecht abstehend. 6-8. Äcker, sehr selten verschleppt

Stumpfkantige H., _E. obtusángulum_ Rchb.

19. _Diplotáxis_ DC., Rampe. XV.

_1._ Stengel bis oben hin beblätt., am Grunde etwas holzig; Schoten über dem Kelch noch kurz gestielt (Fig. 417); Bltn wohlriechend. 6-10. Unbebaute Orte, im Süden und Westen

Schmalblättrige R., _D. tenuifólia_ DC.

-- Stengel nur am Grunde beblätt., krautig

_2_

_2._ Blblätt. rundl.-verkehrt-eif., plötzlich in den kurzen Nagel zusammengezogen; Bltnstiele so lang als die sich öffnenden Bltn. 5-10. Äcker, Schutt, Mauern, häufig im südl. Gebiet, sonst selten

Mauer-R., _D. murális_ DC.

-- Blblätt. längl.-verkehrt-eif., allmählich in den Nagel verschmäl., keilf.; Bltnstiele kürzer als die sich öffnenden Bltn. 6. 7. Äcker, Weinberge. Süd- u. Mitteldeutschl., selten

Ruten-R., _D. vimínea_ DC.

Verwandt ist _Erúca satíva_ Lmk., Ruke, Schoten dem Stengel angedrückt, mit langem, schwertf. Schnabel; Samen 2reihig, kugelig; Blätt. leierf.-fiedert. Im südl. Gebiet gebaut und verw., sonst verschleppt.

20. _Alýssum_ L., Steinkraut. XV.

_1._ Schötchen kahl; Stbfäden am Grunde mit 1 stumpfen Zahne (Fig. 402); Bltn goldgelb; Stengel unten etwas holzig. 4. 5. Felsen, selten, auch angepflanzt

Gebirgs-St., _A. saxátile_ L.

-- Schötchen behaart

_2_

_2._ Bltn bleichgelb, zuletzt weiß; Fr. bei der Reife noch vom Kelch umgeben (Fig. 418). 5. 7. Äcker, sonnige Hügel, meist häufig

Kelch-St., _A. calýcinum_ L.

-- Bltn goldgelb; Kelch zur Frzeit abfallend. 3-5. Felsen, sonnige Orte, zerstr.

Berg-St., _A. montánum_ L.

Außerdem finden sich noch eingeschleppt und mitunter völlig eingebürgert: _A. petrǣum_ Arduino, mit kahlen, in der Mitte aufgeblasenen Schötchen. Am Domberg bei Suhl.

_A. argénteum_ Allioni, mit behaarten Schötchen, reingelben Bltn und oberseits grünen, unterseits grauen oder silberweißen Blätt. Bei Erfurt verw.

_A. campéstre_ L., mit zur Frzeit abfallend. Kelche, sonst wie A. calycinum. Verwandt ist die in der Nähe von Bonn vorkommende gelbblühende _Vesicária utriculáta_ Lmk., mit kahl. Schötchen, deren Fäch. 6 bis mehrsamig sind.

21. _Bertéroa_ L., Graukresse. XV.

Schötchen elliptisch; Blätt. lanzettl. 6-10. Hügel, Ackerränder, zerstr., fehlt im Erzgebirge

_B. incána_ DC.

22. _Lunária_ L.; Silberblatt. XV.

Schötchen elliptisch-lanzettlich, an beiden Enden spitz (Fig. 419); alle Blätt. gestielt. 5. 6. Feuchte Laubwälder, fehlt in Nordwestdeutschland

Spitzes S., _L. redivíva_ L.

Schötchen breit eif., an beiden Enden stumpf (Fig. 420); obere Blätt. sitzend. 4. 5. Häufige Gartenzierpfl.

Stumpfes S., _L. ánnua_ L.

23. _Draba_ L., Hungerblümchen. XV.

_1._ Blätt. grundst., gewimpert, starr, dicht rosettig; Bltn gelb. 4-6. Felsen in Süddeutschland

Immergrünes H., _D. aizoídes_ L.

-- Stengel bis oben beblätt.

_2_

_2._ Bltn weiß; Bltnstielchen doppelt so lang als das kahle Schötchen. 4-5. Felsen, Weinberge, sehr zerstr.

Mauer-H., _D. murális_ L.

-- Bltn gelb; Bltnstielchen 2-3mal so lang als das behaarte oder kahle Schötchen. 5. 6. Nur in Posen und bisweilen verschleppt

Hain-H., _D. nemorósa_ L.

24. _Eróphila_ DC., Hungerblümchen. XV.

Äcker, Hügel, Grasplätze, gemein. 3-5. $(_Draba verna_ L.)$

_E. verna_ E. Meyer

25. _Cochleária_ L., Löffelkraut. XV.

_1._ Obere Blätt. mit herzf. Grunde stengelumfassend

_3_

-- Obere Blätt. nicht stengelumfassend

_2_

_2._ Untere Blätt. herzf., ½-2 cm lang, die mittleren 3- od. 5lappig, die obersten lanzettlich. H. 10-20 cm. 5. 6. Meeresstrand

Dänisches L., _C. dánica_ L.

-- Grundst. Blätt. sehr groß, bis 30 cm und darüber lang, die obersten linealisch. H. ½-1 m. 6. 7. Gebaut und verw.

Meerrettich, _C. armorácia_ L.

_3._ Untere Blätt. breit.-eif., schwach herzf. 5. 6. Meeresstrand, Salzquellen

Echtes L., _C. officinális_ L.

-- Untere Blätt. längl.-eif., am Grunde abgerundet od. in den Blattstiel verschmälert. Wie vor.

Englisches L., _C. ánglica_ L.

Die beiden letzten Arten werden auch zu einer Art vereinigt.

26. _Camelína_ Crantz, Dotter. XV.

Schötchen etwa 2mal so lang als der Griffel (Fig. 421); ohne diesen 5-6 mm lang; Schötchenstiele aufrecht abstehend; Blätt. aufrecht; Frtraube verlängert. 5-7. Schutt, unbebaute Orte, nicht häufig

Kleinfrüchtiger D., _C. microcárpa_ Andrzj.

Schötchen 3-4mal länger als der Griffel (Fig. 422); ohne diesen 8-12 mm lang; Schötchenstiele wagerecht abstehend; Blätt. abstehend, ganzrand., kaum gezähnt od. $(_v. dentáta_ Pers.)$ buchtig-gezähnt bis fast fiederspaltig; Frtraube kurz. 6. 7. Äcker, besonders unter Lein

Leindotter, _C. satíva_ Crantz

27. _Subulária_ L., Pfriemenkresse. XV.

Fischteiche, unter Wasser und am Rande desselben, sehr selten. 6. 7.

_S. aquática_ L.

28. _Thlaspi_ L., Hellerkraut. XV.

_1._ Bltn violett; Frtraube kurz, die Fr. daher fast alle in gleicher Höhe; Schötchen kaum ausgerandet, sehr schmal geflügelt; grundst. Blätt. rundl. 7. 8. Mit den Flüssen von den Alpen heruntersteigend

Violettes H., _Th. rotundifólium_ Gaudin

-- Bltn weiß, mitunter zuletzt etwas rötlich; Frtraube verlängert; Schötchen deutlich ausgerandet

_2_

_2._ Schötchen 15-18 mm breit, fast kreisrund, ringsum breit geflügelt (Fig. 423); Samen runzlig; Stengel kantig; Blätt. mit pfeilf. Grunde, hellgrün. 5-10. Lehmäcker, gemein

Acker-H., _Th. arvénse_ L.

-- Schötchen merklich kleiner, keilf. od. rundl. verkehrt-herzf., meist nur vorn breit geflügelt; Samen glatt; Stengel stielrund

_3_

_3._ Griffel sehr kurz, von den Flügeln weit überragt (Fig. 424a); Blätt. am Grunde herzf., blaugrün; nichtblühende Blattrosetten fehlen. 3-5. Kalk- und Lehmäcker. Mitteldeutschl.

Öhrchen-H., _Th. perfoliátum_ L.

-- Griffel so lang od. länger als die Ausrandung des Schötchens (Fig. 424b); Blattrosetten vorhanden

_4_

_4._ Stbbeutel anfangs gelb, später schwarzviolett; Blblätt. kaum länger als der Kelch; Schötchen mit 4-8samigen Fächern, am Grunde verschmälert (Fig. 424b). 4. 5. Bergwiesen, Hügel, Mitteldeutschl.

Gebirgs-H., _Th. alpéstre_ L.

-- Stbbeutel gelb; Blblätt. 2-3mal länger als der Kelch; Schötchen mit 2samigen Fächern, am Grunde abgerundet (Fig. 425). 4. 5. Kalkfelsen, Mitteldeutschl.

Berg-H., _Th. montánum_ L.

29. _Teesdálea_ R. Br., Bauernsenf. XV.

Blätt. leierf.-fiedersp. 4. 5. Sandige Äcker, Hügel, verbreitet, aber nicht überall

_T. nudicāūlis_ R. Br.

30. _Ibéris_ L., Schleifenblume. XV.

Blätt. stumpf, vorn beiderseits mit 2-3 stumpfen Zähnen; Schötchen oben mit 2 kleinen Flügellappen (Fig. 426); Bltn weiß, selten hellviolett. 5-8. Äcker, Weinberge, selten. Oft in Gärten

Traubige Schl., _I. amára_ L.

-- Blätt. zugespitzt, die oberen ganzrandig; Schötchen mit 2 großen Flügellappen (Fig. 427); Bltn hellrot. Gartenzierpfl. und verw. 6.

Doldige Schl., _I. umbelláta_ L.

Bei Boppard am Rhein noch _I. intermédia_ Guersent mit meist weißen Bltn., zugespitzten Blätt. und stumpfwinklig ausgerand. 2lappigen Schötchen.

31. _Biscutélla_ L., Brillenschote. XV.

Pfl. unterwärts steifhaarig; Blätt. sitzend. 5-7. Sandhöhen, Kiefernwälder, selten, fehlt im Norden

_B. laevigáta_ L.

32. _Lepídium_ L., Kresse. XV.

_1._ Bltn gelb; Schötchen rundl.; Stengel kahl. 5. 6. Eingeschleppt

Durchwachsene K., _L. perfoliátum_ L.

-- Bltn weiß (od. nur 4 grüne Kelchblätt.)

_2_

_2._ Obere Blätt. mit pfeilf. Grunde stengelumfassend, alle ungeteilt

_7_

-- Obere Blätt. nicht stengelumfassend

_3_