Fechsung

Part 1

Chapter 12,116 wordsPublic domain

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Anmerkungen zur Transkription

Der vorliegende Text wurde anhand der 1915 erschienenen Buchausgabe so weit wie möglich originalgetreu wiedergegeben. Typographische Fehler wurden stillschweigend korrigiert. Ungewöhnliche und heute nicht mehr gebräuchliche Schreibweisen bleiben gegenüber dem Original unverändert; fremdsprachliche Passagen wurden nicht korrigiert.

Das Inhaltsverzeichnis wurde vom Bearbeiter der Übersichtlichkeit halber an den Anfang des Buches versetzt. Die Reihenfolge der Tabellenpunkte wurde der Abfolge im Buch entsprechend angepasst.

Besondere Schriftschnitte wurden in der vorliegenden Fassung mit den folgenden Sonderzeichen gekennzeichnet:

kursiv: _Unterstriche_ fett: =Gleichheitszeichen= gesperrt: +Pluszeichen+

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Fechsung

von

Peter Altenberg

S. Fischer, Verlag

Berlin 1915

Alle Rechte, besonders die der Übersetzung, vorbehalten

Non _nascimur_ homines, sed _crescimus_!

Wir werden nicht _geboren_ als Menschen, aber wir wachsen allmählich dazu _heran_!

*

Ein modernes Buch soll eine organische Verbindung sein einer _einzelnen Menschenseele_ und einer _Weltanschauung_!

*

Ich schreibe das _aktuellste_, das _persönlichste_, das _allgemeinste_ Buch: für alle, die da _sind_ und _sein werden_! Nur nicht für die _Gewesenen_ jeglicher Art! _Pereant Seniles!_

P. A.

INHALTSVERZEICHNIS

Nachtrag zu Prodromos 9

Erlebnis 30

Nester 31

Entdecken 32

St. D. 33

Vergnügungslokal 34

Moulin Rouge, „Venedig in Wien“ 34

Karriere 36

Verein Naturschutzpark 38

Mimikerinnen 39

Albert 40

Mein Bruder 41

Liebe 42

Der Luxus von heute und seine Übertreibungen 42

Meine Schwester 43

Laotse: Der heilige Baum 45

Wachsfiguren 46

Meine andere Schwester 47

Automne 49

Venezianerinnen 50

Ein Lied 51

Venedig 52

Venedig 53

Onkel Emmerich 55

Das Leben 56

Onkel Max 57

Brief an Grete Wiesenthal, die Tänzerin 58

Frauen 59

Stammtisch 60

Italien 61

Café Capua 61

Die Kellerstiege 62

Tschuang Tse: Der Glockenspielständer 65

Plauderei 66

Die Urgroßmutter 67

Die Auffassung 69

England 70

Das Glasgeschenk 71

Vanitas 72

Ständchen 72

Mein Fensterbrett 73

Paulina 74

Erziehung 75

Reformationszeitalter 76

Splitter 76

Der „Feigling“ 82

Tabarin 83

Splitter 84

55. Geburtstag 86

Lyrik 87

Der Tod einer Samariterin 89

Die Stupiditäten der Vogel-Strauß-Politik 90

Geistigkeit 92

Apollotheater 93

Splitter 95

Semmering-Photogravüren 105

Splitter 114

Brief an eine junge Brasilianerin 114

Splitter 116

Kriegszeiten 126

Sühne 126

Dora 1 127

Dora 2 128

Dora 3 129

Zum Heldentode des Dr. Frank 130

Der Vorfrühling 130

Naturliebe 131

Witz 132

Plauderei 132

Karoline 133

Meine Schwester Gretl 134

Krieg 134

Meine Tränen 136

Quod licet 137

Signor Io 137

Splitter 138

Ausblicke 138

Dilemma 139

Romantik 140

(Goethe!) Hermann und Dorothea 141

Farbe 142

Diätetik der Seele 143

Splitter 144

Schule des Lebens 144

Theater und Krieg 145

Philosophie 145

Der letzte Wille eines deutschen Prinzen 147

Briefwechsel zweier Freundinnen 147

An die Frauen 148

Schicksals tragischer Anfang 150

Gedicht 150

Man ermannt sich 151

Plauderei 152

Anna 153

Der „Koberer“ (Kuppler) 156

Weltenbummler 1914 157

Wissenschaft und Krieg 1914 158

Nach drei Jahren 159

Liebesgedicht 159

Christentum 1 160

Christentum 2 161

Platonisches Gespräch 161

Die Fliege 162

Splitter 163

Liebesgedicht 167

Revanche 168

Die „unglückliche“ Liebe 168

Variation über ein beliebtes Thema 171

Parte 172

An die Kokette 172

Splitter 174

Der Krieg 186

Dankgebet 187

Splitter 188

Die Schuhpasta 190

Philosophie 191

Aus Maxim Gorkis Biographie 192

Der Schigan 193

Geselligkeit 193

Kriegszeiten 194

Kriegslied einer Fünfzehnjährigen 194

Kondolenzen 195

Friede 196

Verfolgungswahn 196

Über Mode 197

Almosen 200

Splitter 200

Romantik der Namen! U 9 201

Ein Schicksal 202

Die Liebe 203

Splitter 204

De Amicitia 206

Kriegshymnen 207

Reale Romantik 1914 208

Über die Anständigkeit 209

Philosophie 210

Beim Morgenkaffee 211

Splitter 211

Die „gewöhnliche Frau“ 214

Religion 216

Werdet einfach! 218

Laotse, uralter chinesischer Philosoph 219

Die „Taube“ 221

Über Gerüche 222

Moderne Architekten 223

Werthers Leiden 224

Du hast es so gewollt 225

Prodromos 226

Humanitas 227

Sport 228

Das Leben 228

Das Testament 229

Helfen 229

Liebe zu Gegenständen 230

Alma 231

Der „rote Stadl“, Ausflugsort bei Wien 232

Poeta 233

Sappho 234

Gerechtigkeit 235

Splitter 236

Gedicht der Lioschka 238

La Rampa 239

Die Kundschaft 240

Altern 240

Brief 241

Der Esel 242

Angst 242

Die unentrinnbaren Bedürfnisse der Menschheit 243

Die Tänzerin 243

Gymnasium 244

Jause 245

Der Abschied 246

Robert Mayer 246

Landpartie mit der Fünfzehnjährigen 247

Über das „Drahn“ 248

Hochgeehrte gnädige Frau 249

Porträtmalerei 250

Bekenntnis einer schönen Seele 250

Labedamen 251

Die junge Gattin 252

Der alte Hausierer 252

Spaziergang im Herbst 253

Ein schwarz eingerahmtes Bild in meinem Zimmer 254

Verwundetenspital 254

Das braune seidenweiche Muttermal 255

Japan 255

Krieg 256

Geständnis 256

Autogramme 257

Idealer Pumpbrief 259

Kaffeeküche 261

Politik 262

Selbstkritik d. h. also Selbstlob 262

Das Theaterstück eines im Felde stehenden deutschen Offiziers 264

Splitter 265

Theaterkarten 267

Splitter 268

Sklavin 269

Bannfluch 269

Splitter 270

Gespräch mit der wunderschönen Siebzehnjährigen aus Sarajewo 271

Splitter 272

Friedell 273

An Pia Doré 274

NACHTRAG ZU PRODROMOS

SIMPLEX VERI SIGILLUM!

Jeder Mann weiß +ganz genau+, welche Art von Nahrung sein geliebter Hund braucht, um „fit“ zu bleiben, wann, wo und wie er schlafen muß, kennt es ihm sogleich an, wenn ihm irgend etwas fehlt, ja, geht sogleich in zweifelhaften Fällen zum Tierhändler, zum Tierarzt. Aber von der geliebten, zartesten Frau sagt er: „Geht ihr denn was ab? Hat sie sich zu beklagen?! Na also!“ Er forscht nicht nach, sie hat leider die +Sprache+ mitbekommen, sie, diese +dennoch+ ewig Stumme und +Verstummende+! Von ihrer Ernährung, von ihrer Verdauung weiß er nichts, das weiß er nur von seinem Hunde. Auch kann er nicht wegen ihr zum Tierarzt gehen, leider. Auch zum Tierhändler nicht, denn er hat sie wahrscheinlich nur von einem Menschen erhandelt. Und den trifft keine Verantwortung.

*

+Fasten+: Wenn du deinem Leibe +etwas weniger+ darreichst, als er benötigt, frißt er dir +genial-freundschaftlich+ zuerst die +krankhaften+ Gewebe und das +überflüssige+ Fettgewebe weg. Herr Banting, Kaufherr, der Bauer Schroth, ahnten das. Aber die Ärzte päppeln dich auf wie das Mastvieh zur Viehausstellung, um von idiotischen Eltern, idiotischen Liebhabern, idiotischen Ehegatten belohnt und belobt zu werden!

*

Zu mager gibt es nicht, es gibt nur zu dick!

*

Die, die +über mich+ lachen, werden später +über sich+ weinen!

*

Ich bin nicht erstaunt, daß jemand, der abends geröstete Kalbsleber oder Nierndln frißt, mir meine geliebteste Geliebte wegnimmt! Bei weichgekochtem Reis hätte er diese Untat +nicht+ vollführt!

*

Schmutzige und vor allem +vorstehende+ Fingernägel (Krallen) sind +unnötig+. Belästigen wir unsere daran unschuldigen Nebenmenschen mit unseren +notwendigen+ Unzulänglichkeiten, und verschärfen wir unsere +ohnedies prekäre+ Situation, in +jeglicher+ Beziehung, nicht noch durch unnötige Belästigungen der daran völlig unschuldigen Nebenmenschen!

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Im Augenblicke, da eine geliebte Frau es uns traurig mitteilt, sie habe +unideale+ Brüste, hat man es ihr bereits +verziehen+; ja, sie rührt uns dann eventuell desto mehr! Nur der Pfau, der mit bereits +zerschlissenen+ Federn noch sein Rad schlägt, ist uns +verächtlich+!

*

Um gesund zu bleiben oder zu werden haben wir ganz einfach bei Tag und bei Nacht die Darmnerven zu schützen, die Magennerven, die Sexualnerven, die Gehirnnerven und die Herznerven. Und alle anderen Nerven obendrein. Freilich muß man auch Geld haben, keine Eifersuchtsqualen, und stets gerade die Frau, auf die man momentan „fliegt“! Basta.

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Ein Mensch, auch wenn er nur eine Frau ist, muß +nie+ ungezogen sein, +nie+ taktlos sein, +nie+ vorlaut sein, +nie+ geschmacklos sein, +nie+ roh sein, +nie+ grausam sein, +nie+ frech sein, +nie+ unbescheiden sein, +nie+ arrogant sein, +nie+ habsüchtig sein, +nie+ eitel sein, +nie+ kokett sein, +nie+ neidisch sein! Nein, wahrlich, das muß er nicht! Weshalb sind sie es also fast alle?! Weil sie keine +Menschen+, sondern „+Menscher+“ sind!

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Bei allen Dingen, die man für seine Gesundheit, seine Entmaterialisierung, sein +Leicht-+ und +Unbeschwert+werden, unternimmt, muß man vor allem daran fast religiös +glauben+! Der Skeptiker, Pharisäer, Melancholiker ist +verdammt+, daß alles Unternommene ihm doch +nichts nütze+! Der +Glaube+ an die +Wahrheit+ versetzt Berge!

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+Symptome+ von Krankheiten, Haut-Ekzeme, beheben, statt auf die +Ur-Ursache+ des Leidens tiefzubohren, ist ein feiges Manöver, für das die idiotischen Eltern, der idiotische Geliebte (meistens Gehaßte) oder der in Erwerbssorgen sich erschöpfende idiotische, angeblich liebevolle Gatte (er verdient das Geld) dem Arzt gern und dankbar bezahlen! Vogel-Strauß-Politik: man +sieht+ nichts mehr von der Erkrankung. Nein, sie hat sich wegen schlechter Behandlung +ins Innere+ zurückgezogen und lauert hier auf Rache in Form von künftigem Krebs usw.! Krankheit ist +der Notschrei der beleidigten Natur+! Halte ihr nicht den Mund zu! Wenn sie schon so gütig ist, zu schreien und um Hilfe dich anzuflehen!

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Ich sterbe lieber an Diarrhöe als an Verstopfung. Wer +das+ nicht versteht, versteht +überhaupt noch nichts+. Und vor allem wird er +vorzeitig+ Gott sei Dank elend zugrunde gehen!

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Hippokrates: „Je mehr ihr einen kranken Organismus ernähret, desto +mehr schadet+ ihr ihm!“ Denn gerade zur Verarbeitung, Assimilierung +fehlt+ ihm im kranken Zustande die nötige +Kraft+! Man +frißt+ sich viel mehr zu Tode, als man sich zu Tode +sauft+! Alkohol ist ein sichtbares, erkennbares, spürbares Gift, aber die +Wiener Mehlspeisen+ sind ein unkenntliches heimtückisches Gift, unter den verräterisch-appetitlichen Namen: Tatschkerln, Fleckerln, Wuchterln, Strudel, Erdäpfelnudel, Rahmstrudel, Dalken, Palatschinken, Omelette.

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Ein Teufelssatz: Was einem +schmeckt+, kann einem nicht +schaden+! Richtiger ist, daß, was einem +nicht+ schmeckt, einem nicht schaden kann, denn man läßt es eben stehen!

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Die Katze ist, abgesehen von ihrer genialen Bewegungsanmut, ein Genie: sie heilt sich von jeder Erkrankung, sogar von Vergiftung, durch +Aushungern+!

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„+Wir+ brauchen den Mann als ‚+Wurzen+‘,“ sagte eine ganz süß Aufrichtige. „Aber wieso er +uns+ braucht, +das+ ist mir +ganz unverständlich+!“

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Ich entließ mein Stubenmädchen im Grabenhotel, Risa Schmied, mit folgendem Zeugnis, da sie es vorzog, die Privatwohnung des Grafen Kaltenegg zu betreuen: „Wenn Sie bei uns geblieben wären, hätte ich, als Junggeselle, den Tagen der Vereinsamung, des Alterns, der Krankheit ruhig entgegengeharrt, wie ein in Familienliebe Gebetteter! Nein, +besser+!“

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Du wirst es mir doch nicht ins Gesicht sagen wollen, Selbstbetrüger, daß dir Austern besser schmecken als mir mit Hunger +Gesegnetem+ dampfende Kipfelerdäpfel in der Schale mit Teschener Butter und Salz?! Gleich wird dich der „Krebs“ holen und die Leberentartung!

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Rechnen ist +so einfach+; aber +falsch rechnen+, da kennt man sich dann gar nicht mehr aus.

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Fett ist besser als Mehl und Zucker. Weshalb?! Man hört früher auf, weil es einem bald widersteht. +Günstig+ ist alles, was sich einem von selbst bald +mies+ macht! Also auch die geliebte Frau!

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Ein „Pfleger“ sollte das +Zarteste+ sein, aber er ist das „+Roheste+“! Nur +Trinkgelder+ können ihn noch +menschlich+ machen! Aussagen von „Pflegern“ Gehör und Glauben schenken, ist das +feigste, infamste Verbrechen+, das je +Ärzte+, +Verwandte+, +Gattinnen+, +Freundinnen+, +Geschwister+ begangen haben!

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+Gefährlich+ sind nur die Dinge, die du auf die Dauer verträgst! Ein festes Verhältnis, die Ehe und Mehlspeisen! +Fett+ und die +Hure+ sind +ungefährlich+!

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„Willst du nicht lieber noch auf das +Glück des Hungers+ warten?!“ sagte der Papa zu seinem geliebten Kindchen. „Nein, Papschen, ich möchte lieber jetzt schon essen!“ Der Vater dachte: „Aus dir wird auch kein Genie!“

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Einem Patienten, der unter deiner Obhut steht, um acht Uhr abends ein ausgiebiges Schlafmittel verabreichen, Paraldehyd 20 Gramm, während im Nebenzimmer einer laut betet und Gott und die Welt zu Zeugen für irgend etwas anruft und mit Ermordung aller Schuldigen droht, ist ein +feiges Verbrechen+ von +Ärzten+ und +Pflegern+! Schlafmittel haben Nachtruhe zu +garantieren+, sonst sind sie ein +Gift+, ein +wissentlicher Mord+!

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Meine „Pfleger“ Franz Pfleger und Josef Hennerbichler waren +Genies+ der Menschenfreundlichkeit, wie Beethoven ein Genie der Töne. Aber die +andern+ sollte man alle chinesisch foltern für ihre geheimnisvollen Verbrechen, die sie vollführen und die selbst durch +Trinkgelder+ nicht immer verhindert werden können, +am wenigsten aber+ durch die kontrollierenden (ha, ha, ha, ha!) +Ärzte+, vulgo „ich kenn mich nix aus“!

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Der Patient einer Anstalt ist der „schreckliche Mensch“, der den Arzt Tag und Nacht hindert, ein ungestörtes ödes und friedlich-sattes Familienleben zu führen!

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Ich leide an Ekzem, Hautausschlag, Pusteln, +heißt+: mein Körper hat die +Gnade+, mir es +mitzuteilen+, daß etwas in ihm +versteckt tief drinnen+ nicht ganz in Ordnung ist, und er macht mich daher gnädig bittend aufmerksam, durch +äußere+ Anzeichen, daß +drinnen+ etwas +Bösartiges+ sich +ereigne+. Wenn ich aber die getreuen Sendboten dieser Meldung, Ekzem, Hautausschlag, Pusteln, +vertreibe, vernichten+ lasse durch Salben, dann bin ich ein gottverlassener +Ochs+, der der +Bestrafung+ durch ein gerechtes Schicksal +nicht entgehen+ wird!

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Wenn die Frauen es +einsähen+, daß +Fasten+ eine +Verjüngungskur+ sei, würden sie sich zu Tode fasten!

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Hast du schon auf der Wiese, auf der Alm den +Duft+ frischen Kuhdüngers gespürt?! Er gehört gleichsam zum Duft der Erde und der Gräser! Die Kühe haben nicht das Glück, von +Menschen-Almen+ dasselbe zu behaupten! Aber sie werden es einst! Hoffentlich!

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Genieße erst eine Frau, bis dich +die Sehnsucht nach ihr verzehrt+! Auch hier gilt das Sprichwort: Hunger ist der +beste Koch+!

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Professor Sandouzy: La +sur alimentation+ n’est que de la +sur intoxication+! (Vergiftung.)

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Belästigen Sie mich nicht mit den Konfidenzen Ihrer +geistig-seelischen+ Komplikationen! Essen Sie +ausschließlich+ Hafergrütze, Pommes cheeps (in dünnen Scheiben geröstete Salzkartoffeln), +Eidotter+, Spinat, Spargel, Gervais, schlafen Sie zwölf Stunden bei +weit geöffneten+ Fenstern, nehmen Sie morgens nüchtern einen Eßlöffel voll Rhamnin (Cortex Rhamni Frangulae) -- -- -- und dann wollen wir weitersprechen über Ihre +merkwürdigen+ seelisch-geistigen Komplikationen! Aber zuerst muß die Maschinerie in Ordnung sein! Verstanden?!

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