Experimentelle Untersuchungen Uber Die Frage Ist Die Furcht Vor

Chapter 3

Chapter 3679 wordsPublic domain

Von der Unmenge der Apparate, die _Kausch_ in der zusammenfassenden Übersicht über »Verfahren und Apparate zur Desinfektion der Telephone« beschreibt, ist auch keiner zur allgemeinen oder doch nur weiteren Verwendung gelangt, ein Umstand, der ihre praktische Unbrauchbarkeit zur Genüge beweist. Apparate, die selbsttätig beim Abnehmen und Anhängen des Fernhörers funktionieren, die in Verbindung mit dem Mechanismus des Fernsprechers Ozon oder heiße Luft erzeugen, sind in ihrer Konstruktion zu kompliziert und infolgedessen auch zu kostspielig, um weitere Verbreitung zu finden.

Es genügt wohl in jedem Falle die Sauberhaltung der Fernsprecher durch einfaches tägliches Abreiben mit oder ohne desinfizierende Lösungen. Aus rein ästhetischen Gründen empfiehlt es sich, mit der Desinfektion eine Desodorierung der Schallbecher zu erzielen -- soll es doch vorkommen, daß die Schallbecher nach Benutzung durch Personen, die mit üblem Mundgeruch behaftet sind, noch lange Zeit einen widerlichen Geruch ausströmen lassen.

Gröbliche Unsauberkeiten, wie sie oft von mir beobachtet werden konnten, ließen sich eher vermeiden, wenn man dem Schallbecher einen hellen Anstrich gäbe. Schmutzablagerungen würden eher wahrgenommen, das Publikum selbst würde auf eine Reinhaltung der Fernsprecher dringen und von der erfolgten Sauberhaltung sich leicht überzeugen können.

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Zum Schlusse ist es mir eine angenehme Pflicht, Herrn Geheimen Medizinalrat Professor Dr. _Loeffler_ für die Überweisung der Arbeit und die vielen Anregungen während ihrer Ausführung meinen herzlichsten Dank auszusprechen. Ebenfalls möchte ich nicht verfehlen, Herrn Dr. _Walter_ für seine stets bereitwillige Hilfeleistung bei den bakteriologischen Untersuchungen zu danken.

Literaturverzeichnis.

_Allan_: Krankheitsübertragung durch das Telephon. Lancet 1908, No. 4426.

_Spitta_: Medizinische Klinik 1912, No. 29, S. 1220 (Kleine Mitteilungen).

_Tomarkin_: Über die Gefahren der Übertragung von Infektionsstoffen durch das Telephon und ihre Verhütung. Münchener Medizinische Wochenschrift 1906, S. 2435.

_Cornet_: Die Tuberkulose.

_Müller_: Der Percy-Simundt'sche Telephondesinfektor. Münchener Medizinische Wochenschrift 1905, No. 51, S. 2495.

_Rullmann_: Zentralblatt für Bakteriologie Bd. 30, S. 321.

_Weichardt_: Inaug.-Dissertation Breslau 1900.

_Kolle_: Zeitschrift für Hygiene 1895, Bd. 19, S. 147.

_Tjaden_: Archiv für klinische Medizin 1907, Bd. 89, S. 309.

_Park_: Baumgartens Jahresbericht 1892, S. 194.

_Wright_ und _Emerson_: Zentralblatt für Bakteriologie, Bd. 16, S. 412.

_Jäger_: Deutsche Medizinische Wochenschrift 1899, S. 472.

_Forbes_: Wiener medizinische Presse 1895, S. 192.

_Kausch_: Zentralblatt für Bakteriologie, Bd. 33, S. 585.

Ebenda Bd. 23, S. 289.

Ebenda Bd. 35, S. 220.

Ebenda Bd. 32, Verfahren und Apparate zur Desinfektion der Telephone.

Lebenslauf.

Ich, _Johannes Carl Hermann Weiß_, bin geboren am 5. Januar 1887 zu Alt-Anhalt im Kreise Pleß, Ober-Schlesien als Sohn des evangelischen Pastors _Carl Weiß_ und seiner Frau _Elisabeth_, geb. _Natorp_. In meinem 12. Lebensjahr, 1898 kam ich auf das Königliche humanistische Gymnasium in Marburg a. Lahn, 1899 auf das Königliche Gymnasium in Bunzlau in Schlesien, 1904 auf das Königliche Gymnasium in Essen a. d. Ruhr, wo ich Ostern 1907 das Reifezeugnis erhielt. Ich wählte das Studium der Medizin und studierte abwechselnd auf den Universitäten Jena und Greifswald. Nach fünf Semestern bestand ich im Jahre 1909 die ärztliche Vorprüfung in Jena, nach weiteren fünf Semestern im Juni 1912 das medizinische Staatsexamen vor der ärztlichen Prüfungskommission in Greifswald. Das praktische Jahr absolvierte ich am Hygienischen Institut in Greifswald, an der Provinzial-Hebammenlehranstalt in Paderborn, dem Städtischen Krankenhaus in Hamm i. Westf. und dem Friedrich Krupp'schen Krankenhaus in Essen-Ruhr.

Meine Lehrer, denen ich an dieser Stelle meinen Dank ausspreche, waren

_in Jena_: Bennecke, Biedermann, Busse, Dürck, v. Eggeling, Gärtner, Haeckel, Henkel, Kionka, Knorr, Lubosch, Maurer, Riedel, Schultze, Stahl, Stintzing, Winkelmann;

_in Greifswald_: Beumer, Bleibtreu, Cohn, Grawitz, Groß, A. Hoffmann, E. Hoffmann, Kallius, Kochmann, König, Kroemer, Lange, Loeffler, Loehlein, Mangold, Peiper, Peter, Römer, Schultze, Schulz, Steyrer, Vorkastner.

[ Im folgenden werden alle geänderten Textzeilen angeführt, wobei jeweils zuerst die Zeile wie im Original, danach die geänderte Zeile steht.

die ganze Vorrichtung durch 1 bis 24 Stunden sich selbst überlaßen, um die ganze Vorrichtung durch 1 bis 24 Stunden sich selbst überlassen, um

längere, oft kollossal lange Stäbchen mit und ohne lebhafte längere, oft kolossal lange Stäbchen mit und ohne lebhafte

protokolliert sind, nehmen später z. B. einen gelblichorange Farbenton protokolliert sind, nehmen später z. B. einen gelblichorangen Farbenton

Diphteriebaracke unterzogen. Nach den von _Weichardt_, _Kolle_, Diphtheriebaracke unterzogen. Nach den von _Weichardt_, _Kolle_,

_Allan_: Krankheitsübertragung durch das Telephon Lancet 1908, No. 4426. _Allan_: Krankheitsübertragung durch das Telephon. Lancet 1908, No. 4426.

_Wright_ und _Emerson_: Zentralblatt für Bakteriologie, Bd. 16 S. 412. _Wright_ und _Emerson_: Zentralblatt für Bakteriologie, Bd. 16, S. 412. ]