Erzgebirgs-Kammwegführer Tetschen (Schneeberg) - Erzgebirge - Asch (Hainberg). Mit einer Karte des Kammweges

Part 5

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Wir folgen zunächst der jetzt südwestlich verlaufenden Grenze bis zu Stein 620 und ersteigen auf einem l. abzweigenden Waldwege (in Böhmen) den 935 ~m~ hohen +Aschberg+, der eine Ausschau über zahlreiche Ortschaften hinweg weit nach Böhmen und Sachsen hinein ermöglicht -- siehe Metzner, das obere Vogtland, 29. Partie. -- Der Aschberg bildet den Markstein des nördlichen Gehänges vom Zwotatal, das zwischen Klingenthal und Graslitz von der Landesgrenze durchschnitten wird. Auf der südlichen Seite liegt als entsprechende Höhe, allerdings niedriger, dicht am Grenzzuge die Höhe der Dreirainsteine (siehe nächsten Abschnitt).

Nach Rückkehr vom Aschberg verfolgen wir von Wegetafel 111 ~a~ ab den von Obersachsenberg kommenden und nach Morgenröthe führenden Kommunikationsweg (Waldstraße [ = blau/weiß ] markiert). Auf derselben erreichen wir nach etwa 800 ~m~ den obersten Lauf des ostwärts zum Herolds-Teich hinabfließenden Heroldsbaches und verlassen hier die Straße, um auf dem l. abzweigenden [ × blau/rot ] und [ ||| weiß/blau/weiß ] markierten Waldwege zunächst die 894 ~m~ hohe Wasserscheide der über Morgenröthe nach Rautenkranz zur Zwickauer Mulde fließenden großen Pyra und der über Tannenbergstal nach Jägersgrün ebendahin fließenden kleinen Pyra zu ersteigen. Der Weg führt weiter vorbei auf einer Waldlichtung, in deren Wiesenfläche eingestreut die wenigen Häuser des Dorfes +Mühlleithen+ (169 E.) liegen. Bald erreichen wir an der Wegetafel 137 ~a~ die von Auerbach über Bahnhof Jägersgrün nach Klingenthal führende Landstraße an ihrem höchsten Punkte (»Abspann« oder »Köppe« genannt) und verfolgen sie etwa 800 ~m~ weit abwärts bis zur Gastwirtschaft »Buschhaus« (11 ~km~) bei dem Stein 15,9, wo wir in bescheidener Weise uns zum Weitermarsch stärken können. Der Kammweg führt von der erwähnten »Köppe« der Straße ab zur Höhe des +Kiel+ (941 ~m~), doch halten wir uns r. vom Gipfel, folgen der Marke [ × blau/rot ] und kommen hierbei an die 5 Häuser des Dorfes +Winselburg+ (35 E.), in deren Nähe zahlreiche Halden ehemaligen Bergbau (auf Zinn) andeuten. Auch der vom Gebirgsverein Klingenthal mit 10 bezeichnete Weg vereinigt sich mit dem unserigen und gelangen wir den Wegmarken [ × blau/rot ] bezw. 11 und 3 folgend bald zum (14 ~km~) +Schneckenstein+. Die 890 ~m~ hohe Felsenkuppe ist nicht nur bekannt als ein Aussichtspunkt über ein weites Waldgebiet, sondern weit berühmt infolge ihrer geologischen Beschaffenheit. Die ziemlich haushohen Felsen bestehen aus weichem turmalin- und glimmerreichen Schiefer, in welchem sich weingelbe +Topase+ eingebettet finden, welche früher bergmännisch ausgebeutet wurden; siehe Metzner: das obere Vogtland, 16. Partie.

Vom Schneckenstein folgt zunächst der Kammweg noch der Marke 3 des Gebirgsvereins Klingenthal im Hochwald und am +Affenstein+ vorbei, bis er in einer Höhe von 723 ~m~ eine Hauptwegekreuzung erreicht, von der wir bald aus dem Wald heraus auf die vom obersten Muldenlaufe durchflossene Talmulde gelangen, in welchem der Ort +Muldenberg+ (680 ~m~, 361 E.) gelegen ist. Auch zwei kleine Gräben überschreiten wir auf Holzbrückchen; sie dienten früher der Holzflöße.

Nahe derselben liegen die +Muldenhäuser+ beiderseits der von Aue herauf nach Schöneck führenden Eisenbahn, welche wir (19 ~km~) überschreiten, um die Kammwegwanderung wieder in Hochwald (allerdings keine schönen Bestände) fortzusetzen bis zur Eisenbahnstation Schöneck (770 ~m~ hoch), von welcher wir durch Kammwegzeichen hinab geleitet werden nach der Stadt +Schöneck+ (24 ~km~ vom Kranichsee).

Die Stadt +Schöneck+ (4512 E.) ist wahrscheinlich eine alte Sorbengründung und bietet jetzt eine recht gute Unterkunft. Inmitten der Stadt erhebt sich der 735 ~m~ hohe Friedrichstein, auch Friedrich August-Stein genannt, welcher eine vortreffliche Rundsicht über den südlichen Teil des sächsischen Vogtlandes, nach Böhmen und Bayern gewährt, weit umfassender, als der Aschberg oder Schneckenstein zu bieten vermögen. Die Stadt wird als Sommerfrische viel aufgesucht und stehen dafür hübsche Wohnungen zur Verfügung. (Siehe: Metzner, das obere Vogtland, 22. Partie.)

Der Kammweg, dessen Marke uns vom Bahnhof zur Stadt herein geführt hat, ist als Rückweg durch den hübsch angelegten Stadtpark gelegt worden, bringt uns schließlich wieder auf die Klingenthaler Straße bei dem Ferienheim der Stadt Plauen (Kilometerstein 7,0). Wir folgen dieser Straße nach dem Tannenhaus zu, verlassen sie aber (bei Kilometerstein 7,8) an der Villa Waldhaus, um auf der r. abzweigenden Straße, der +Kärnerstraße+ (ein früher und seit dem 16. Jahrhundert benutzter Salzabfuhrweg), wieder eine Zeit lang abwärts zu wandern. Wir überschreiten hierbei wiederum die von Schöneck nach Zwota gehende Eisenbahn und bleiben in der Nähe derselben, bis wir an einigen Wohnhäusern unweit unseres Weges l. den Bahnhof +Zwota+ erblicken, von welchem aus die Eisenbahn sich verzweigt in eine über Klingenthal nach Böhmen führende Linie und die Hauptlinie über Markneukirchen nach Adorf.

9. Abschnitt.

Zwota--Brambach (26 ~km~).

+Zugangswege+. Aus +Sachsen+ und +Böhmen+: Eisenbahnstation Zwota an der Linie Aue--Adorf bezw. Graslitz (Klingenthal)--Zwota.

Der +Bahnhof Zwota+ liegt ziemlich einsam am Anfange des Zwota- (Zwoda i. B.) Tales, das sich über das Dorf Zwota hinunter nach Klingenthal und Graslitz erstreckt. Einige Wohnhäuser für Eisenbahnbedienstete, Waldarbeiter und Private sind neben den Dienstgebäuden selbst errichtet worden. Der Bahnhof Zwota hat nur deshalb Bedeutung, weil hier die von (Graslitz) Klingenthal und von Adorf in starken Steigungen heraufkommenden Bahnlinien sich vereinigen zu der Weiterfahrt über Schöneck und Muldenberg (s. Abschn. 8).

Wir verlassen den wenig ansprechenden Bahnhof in der Richtung nach Adorf zu, überschreiten die dahin führende Bahnstrecke etwa 500 ~m~ vom Stationsgebäude entfernt und folgen dem über die Bahn führenden Wege zu der +Kärnerstraße+, welcher vom Tannenhaus ab dem Kammweg gefolgt war.

Dem ehemaligen »Salzkärnerweg« folgen wir auf unserer Kammwegwanderung auch noch weiter, überschreiten die von Zwota nach Adorf führende Eisenbahn auf einer hohen Brücke und treten nun wieder in höheren Waldbestand ein. Hier kreuzen wir bald den von Oberzwota nach Gunzen führenden Straßenzug und gehen ziemlich gleich bleibend in einer Höhe von 700 ~m~ weiter bis zur Einmündung in die von Markneukirchen nach Klingenthal führende Landstraße. Hier müssen wir die nach Gopplasgrün und Erlbach weitergehende Kärnerstraße verlassen und einem mit Nr. 4 bezeichneten Wege folgen, der uns in schöne Waldbestände am 804 ~m~ hohen Brand vorbei führt. Gehen wir weiter über Pauli-Berg und haben einen kleinen Waldbach überschritten, so treten wir in den großen Döhler Wald ein, dessen höchste Erhebung (807 ~m~) die +Dreirainsteine+ bilden, deren wir in Verbindung mit dem Aschberg in der Beschreibung des vorigen Abschnittes bereits gedachten. Sie liegen nahe dem Hauptwege, der auf sächsischer Seite entlang des Landesgrenzzuges von Erlbach nach Klingenthal führt. Der Kammweg quert diesen Weg und übersetzt auch die Reichsgrenze selbst, da er auf eine kurze Strecke hier wieder auf böhmisches Gebiet übertritt. Es ist dies geboten, um den Auslauf des Tales, in welchem der Schwarzbach über Erlbach und Markneukirchen nach Adorf zur Elster läuft, zu umgehen und den Höhenkamm wieder zu gewinnen, der sich hier in dem 818 ~m~ hohen +Ursprung-Berg+ und dem Felsenlabyrinth des 777 ~m~ (13 ~km~) +Hohen Steines+ ausgesprochen kennzeichnet. Zwischen diesen beiden Erhebungen liegen in einer Höhe von 680 bis 750 ~m~ zerstreut die kleinen böhmischen Ortschaften +Ursprung+, +Kirchberg+ und +Stein+, durch welche wir gehen müssen, um zu dem von fern einer Ruine gleichenden Felsstock zu gelangen. Der +Hohe Stein+ bietet eine ausgezeichnete Rundsicht und wird viel besucht besonders von Markneukirchen und Klingenthal aus -- siehe: Metzner, das obere Vogtland 26. Partie.

Nach längerem Verweilen auf diesem Aussichtspunkt nehmen wir den Abstieg wieder zu dem Wege, der uns vom Dorfe Stein aus hierher gebracht hatte und folgen demselben abwärts, bis wir uns nach kurzer Wanderung scharf r. (einer Ziegelei zu) wenden müssen, um in einer Höhe von 650 ~m~ wiederum die Grenze zu überschreiten und entlang derselben auf sächsischer Seite ihr zu folgen bis zur Bezirksstraße von Markneukirchen nach Schönbach. Entlang dieser Straße zieht sich in weitem Tale das Dorf +Wernitzgrün+ (605 E.) mit stattlichen Gebäuden abwärts. Wir kreuzen oberhalb des Zollamtes diese Straße und folgen der Landesgrenze von Stein 285 weiter auf dem Grenzweg bis zum Stein 277; von hier folgen wir dem Wirtschaftsweg, der uns zu der weit sichtbaren Triangulierungsmarke auf der +Landwüster Höhe+ (664 ~m~) geleitet. Diese Höhe und die unweit davon stehende Kirche des Ortes +Landwüst+ (557 E.) bilden ein weit erkennbares Merkmal für das südliche sächsische Vogtland. Die Aussicht nach Sachsen und Böhmen ist belebt durch eine große Zahl von Ortschaften, deren hohe Lage sie auch über die vielen Bergkuppen hinweg sichtbar werden läßt.

Bei der Umschau von dieser Höhe erblicken wir südwestlich eine Kuppe, zuweilen auch einen Eisenbahnzug oder den Rauch von Lokomotiven. Es ist dies die Gegend des 638 ~m~ hoch sich erhebenden Hengst-Berges, zu welchem die von Plauen nach Eger führende Eisenbahnlinie ansteigen muß, um die Wasserscheide der weißen Elster und der Eger zu überwinden. Der Kammweg führt uns auf dem Brambacher Sträßchen nach dieser Richtung hin und zwar fast anhaltend abwärts.

Ueber Rohrbach (600 ~m~, 205 E.) führt die Straße, meist weite Ausblicke bietend, an den Spuren des »Alten Schlosses« und der »Schwedenschanze«, sowie beim +Geiersberg+ (638 ~m~) vorbei, in etwa 2 Stunden nach dem Marktflecken +Brambach+, der an der alten Heerstraße von Plauen nach Eger gelegen ist, welche wir bei Stein ~km~ 25,9 an der Kirche erreichen.

10. Abschnitt.

Brambach--Elsterquelle--Asch (19 ~km~).

+Zugangswege+: Aus +Sachsen+ und +Böhmen+: Eisenbahnlinie Eger--Adorf mit Station Brambach.

Nach ausgiebiger Rast in dem als Sammelpunkt von den Brambacher Sommergästen gern benutzten Hotel Wilfert in Brambach (550 ~m~, 1831 E.) hat man die Kammwanderung wieder mit einem längeren Anstiege fortzusetzen und folgt dabei zunächst der nach Eger führenden Chaussee. Eine bald l. abzweigende Straße führt zum Bahnhof +Brambach+ (Station der Haupteisenbahnlinie von Plauen i. V. nach Eger i. B.), den wir auch als Ausgangspunkt der Kammwegwanderung betrachten können und von dem wir in wenig Minuten nach der vorerwähnten, nur etwa 209 ~m~ entfernten Chaussee gelangen, auf welcher wir die hohe Ueberführung der Eisenbahn durchschreiten.

Bald (bei ~km~ 26,8) gelangt man an die rot-weiß markierte Abzweigung eines Fußweges, der über Hohndorf (als Tour 4) zur viel besuchten und bekannten böhmischen Wirtschaft »Frosch« und von da weiter zur Elsterquelle führt.

Fast 80 ~m~ müssen wir vom Bahnhof Brambach aus ansteigen bis kurz vor Kilometerstein 29,6, wo die sogenannte alte Straße, an welcher die Telegraphenleitung hinführt, r. abzweigt. Ihr folgen wir (von Stange Nr. 66 ab) bis zu der bei Stange 78 aufgestellten Bank, welche erstmalig wieder einen Ausblick nach Süden, über das in der südlichsten Spitze Sachsens gelegene Dorf Schönberg hinweg nach der Franzensbader Ebene und auf das Kaisergebirge, ermöglicht. Hier geht der Kammweg hinauf zum Kapellenberg.

Es lohnt, der alten Straße noch etwa 10 Min. zu folgen und man gelangt dann an einen erfrischenden Quell, von welchem die Sage berichtet, daß er ehemals neben einer Kapelle St. Katharina (einige nahe der Quelle sichtbaren Mauerreste sollen von einer Kirche stammen) gelegen war. Man befolgt gern die Einladung, unter dem Schatten der Bäume zu rasten, welche die Anschrift besagt:

»Gestatte dir, Wandrer, der Quelle Erquickung, Genieße der Ruhe, sie ladet dich ein, Empfinde den Frieden der Stätte mit Rührung Und laß deinem Schutz befohlen sie sein.«

Von der Quelle kann man in kurzer Zeit auch nach Dorf Schönberg mit gutem Restaurant gelangen. Nur wenige Schritte rückwärts führen uns zur Stange Nr. 94, bei welcher ein Fußsteig (zum Teil mit Stufen) zum Kapellenberg hinauf führt.

Der +Kapellenberg+, die höchste Erhebung (759 ~m~) in der Südspitze Sachsens, bildet eine wichtige Station der europäischen Gradmessung und besitzt um den Vermessungspfeiler herum ein besteigbares, hölzernes Gerüst, das eine umfassende Aussicht bietet. -- Berge: Glatze, Dillenberg, Kösseine, Waldstein, Hainberg, Geiersberg, Hoher Stein und Karlsbader Berge.

Auf einer breiten Schneise durch Hochwald wieder abwärts über die »Geiershäuser« nach dem kleinen Ort +Bärendorf+ (118 E.). In der Wirtschaft von Nürnberger hält man Rast vor dem gänzlichen Verlassen des sächsischen Landes zur Stärkung für die nun beginnende längere Waldwanderung. Von genannter Wirtschaft führt uns ein befahrener Weg etwa 300 ~m~ weiter, dann zeigt ein Wegweiser, daß wir r. nach dem Wald zu abbiegen müssen und an einem Grenzstein (des Rittergutswaldes Schönberg) leuchtet uns das bekannte Wegzeichen entgegen. Der Waldweg gelangt bald an die Reichs- bezw. Landesgrenze bei Stein Nr. 636 und wir folgen der Grenze bis zum Stein Nr. 633. Hier treffen wir auf den vom Gebirgsverein Brambach als Tour 9 bezeichneten Weg, in welchen der von Steingrün heraufkommende Fahrweg mündet. Der als Tour 9 bezeichnete Weg hat auch die Kammwegmarke erhalten und führt uns in 5 Min. zur +Elsterquelle+, dem obersten und wesentlichsten Ursprung des Elsterflusses.

Durch den Verband der Vogtländischen Gebirgsvereine ist diese Quelle, obschon auf böhmischem Gebiete (Waldparzelle des Edlen von Helmfeld auf Altenteich) gelegen, im Jahre 1898 mit einer geschmackvollen Steineinfassung versehen worden und behauptet mit Recht ihre höhere Bedeutung gegenüber dem etwa 1 ~km~ entfernt und nicht wenig tiefer liegendem Elsterbrunnen, welcher einen weniger wasserreichen Zuflußarm speist.

Von der Quellfassung gehe man recht aufmerksam dem Kammwegzeichen nach, welches von hier bis nach Asch die dortige Sektion des deutschen und österreichischen Alpenvereins angebracht hat. Zunächst etwa 300 ~m~ zurück nach dem Hauptweg, welcher von Bärendorf kommend, auch als Tour 6 bezeichnet, nach Oberreuth führt. Nach etwa ¼ Stunde trennt sich von ihm das Kammwegzeichen, das einem l. abzweigenden, ziemlich ebenen Waldwege folgt. Immer der bekannten blauen Marke folgend gelangt man bei weiteren zwei Wegabzweigungen (nach Steingrün und Vorder-Himmelreich) vorbei auf eine Wiese oberhalb Schwarzweber-Hinter-Himmelreich. Hier wende man sich l. nach dem einzeln stehenden Hause (Restauration Elsterquelle) und genieße die unweit desselben sich bietende Aussicht auf das Fichtelgebirge, Hainberg bei Asch, den Steingrüner und Elsterwald. Die Kammwegmarke unterstützt mehrfach eine weiß-grün-weiße Marke, welche in etwa 1 Stunde an einem einzelnen Haus vorbei führt und als Fußsteig am Steinberg (mit Sandgrube) in einen breiteren Waldweg einmündet, welcher bei der Volksschule zu +Nassengrub+ den viel benutzten Kommunikationsweg von Steingrün über Vorder-Himmelreich erreicht. Beim Restaurant Krauß vorbei gelangt man von hier in etwa 30 Min. zum Bahnhof Asch, indem man dahin nach der von Eger kommenden Kaiserstraße hinabsteigt.

Bleibt man von Nassengrub aus auf der Dorfstraße, so wiederholt sich noch einige Male das vierzackige Zeichen, da der Kammweg in die Stadt +Asch+ hineinführt, hier aber nicht endet, denn der Wanderer aus dem Erzgebirge wird nicht unterlassen, noch die kurze Strecke zum +Hainberg+ aufzusteigen mit dem Unterkunfts-Restaurationshaus der Alpenvereinssektion und dem wuchtigen +Bismarckturm+, der von manchen Punkten des Kammweges bereits die Aufmerksamkeit auf sich zog und einen prächtigen Abschluß der Wanderung entlang der sächsisch-böhmischen Landesgrenze von der Elbe her bildet.

* * * * *

=Nachtrag.= Die Hinweise im 1. und 2. Abschnitte auf den +Berlet'schen Wegweiser durch das sächsisch-böhmische Erzgebirge+ beziehen sich auf die Auflagen vor der 11. Auflage, in letzterer sind die Routen I und II vertauscht. Es muß deshalb, wenn die 11. Auflage des »Berlet« benutzt wird

auf Seite 8 statt R. II. a heißen =R. I. a=, " " 9 " R. II. b " =R. I. b=, " " 10 und 11 " R. II. c " =R. I. c=, " " 12 " R. III. " =R. I. d=, " " 12 " R. II. c " =R. I. c=, " " 12 " R. II. d " =R. I. d=.

Fußnoten:

[1] Empfehlenswert: Berlet, Wegweiser durch das sächs.-böhm. Erzgebirge. 11. Auflage 1907. Verlag der Graser'schen Buchhandlung in Annaberg.

[2] Die Entfernungen sind in jedem Abschnitt vom Ausgangspunkte an gerechnet.

[3] Sollte die Abzweigung der hier dem Wintersturm sehr ausgesetzten Kammwegmarken nicht gefunden werden oder die Markierung zerstört worden sein, so setze man ruhig den Fahrweg über die einzelnen Gehöfte, die zum Dörfchen Oberwald gehören, fort. bis man jenseits dieses Ortes die Kammwegmarken (gegen Nollendorf) wieder antrifft, dabei immer rechts halten!

Namenregister.

Abertham 25, 26

Adelsberg 17

Adolfsgrün 10

Affenstein 30

Altenberg 10

Altes Schloß 32

Asch 32, 34

Aschberg 21, 29, 31

Assigbach 20

Auersberg 28

Auf der Schöne 8

Augustusburg 19

Aussig 9

Bad Einsiedl 16

Schwarzer Bär 27

Bärendorf 33

Bärenstein 23

Bärringen 25, 26

Bernstein 16, 19

Biela 6

Bismarckturm 34

Blankenstein 8

Böhmisch-Wiesental 24

Bornhau 13

Borschen 13

Bösegründl 6

Boxgrün 23

Brambach 32, 33

Brand 31

Breitenbach 27

Breitenau 10

Bruderwiese 16

Bünauburg 8

Buschhaus 30

Carlsfeld 28

Christophhammer 21

Deutsch-Einsiedel 15, 16

Deutsch-Neudorf 17

Dillenberg 33

Döhler Wald 31

Donnersberg 13, 18

Dörnsdorf 22

Dreirainsteine 31

Ebersdorf 11

Eduardstein 19

Eger 33

Eibenstock 27, 28

Einsiedl 16

Elsterquelle 33, 34

Elsterwald 34

Erlbach 31

Fichtelberg 23, 25, 34

Fleyh 14, 16

Friedrichstein 30

Frosch 33

Frühbuß 28

Gabrielenhütte 20

Galgenberg 22

Gebirgsneudorf 16, 17, 18

Geiersberg 15, 32, 33

Geising 10, 12

Geltsch 8

Georgsberg 13

Glatze 33

Göhren 15, 18

Goppelsgrün 31

Görgmühle 20

Görkau 19

Göttersdorf 19

Gottesgab 25, 26

Graslitz 27

Graupen 18

Grünwald 15

Gunzen 31

Hainberg 33, 34

Haselstein 16, 18

Haßberg 22

Hassenstein 22

Haulmühle 20

Hegeberg 8

Heidelberg 16

Heinrichsdorf 20

Hengstberg 32

Henneberg 27

Heroldsteich 29

Hinter-Himmelreich 34

Hirschberg 29

Hirschenstand 26, 27

Hirtstein 21, 22

Hofberg 23, 24

Hohentanne 22

Hoher Berg 32

Hoher Stein 33

Hohendorf 33

Hopfenberg 8

Hornkappe 10

Hübladung 16, 19

Hutberg 8

Jägersgrün 30

St. Joachimstal 23, 25

Johanngeorgenstadt 27

Johnsdorf 15

Irrgang 26

Jungferndorf 9

Jungwald 18

Kaaden 21, 23

Kahlenberg 13

Kaibler 10

Kalkofen 13

Kallich 19

Kappellenberg 33

Karlsbader Berge 33

Kärnerstraße 31

Katharinaberg 17

St. Katharina 33

Keilberg 13, 21, 23, 24

Kiel 30

Kirchberg 32

Kleinhan 17, 19

Klingenthal 29

Komotau 20, 21

Königsmühle 23

Kösseine 33

Kranichsee 26, 27

Kupferberg 22, 23

Kupferhübel 21, 22

Ladung 18, 19

Landwüst 32

Langeberg 8

Langewiese 16

Lichtenwald 15

Liebenau 10

Lobosch 13

Lugstein 13

Moldau 13, 14

Morgenröte 29, 30

Moritzhütte 12

Mückenberg 11, 12, 18

Mückentürmchen 14, 21

Muldenberg 30, 31

Muldenquelle 14

Mühlleithen 30

Nassengrub 34

Natzschung 19

Neugeorgenfeld 13

Neuhammer 26

Neuhaus 19, 20

Neustadt 13, 14

Nickelsdorf 17

Niclasberg 11, 12, 13

Nollendorf 9

Nollendorfer Berg 9

Obergeorgental 17

Oberhals 23

Oberjugel 23

Obernatzschung 19

Oberreuth 34

Obersachsenberg 29

Oberwald 9

Oberwiesenthal 24

Oberzwota 31

Ochsenstaller 20

Orpus 23

Ossegger Spitzberg 18

Pauliberg 31

Peindlberg 26

Platten 24, 26

Plattenberg 26

Pleil 21, 22

Pleßberg 25

Polterberg 13

Preßnitz 21, 22

Pürstein 23

Große Pyra 29, 30

Kleine Pyra 30

Rammelsberg 26, 29

Raudnitz 13

Rauschengrund 15

Rautenkranz 30

Rehefeld 14

Reischberg 21, 22

Reitzenhain 20

Ritschelkreuze 11

Rohrbach 32

Rosenberg 8

Rotbergstraße 5

Rudelsdorf 19

Sachsengrund 29

Sandkopf 9

Sattelberg 8, 10

Satzung 21

Sauersack 28

Schauplatz 11

Schellerhau 13

Schladniger 13

Schneckenstein 30

Hoher Schneeberg 6

Dorf Schneeberg 7

Schönbach 32

Schöneck 30, 31

Schönwald 8, 10

Schreckenstein 9

Schwarzbach 32

Schwarzer Berg 15, 18

Schwarzer Teich 15

Schwerdterstraße 29

Sebastiansberg 16, 20

Seiffen 26

Siebengiebel 11

Sonnenberg 21, 22

Sorgenfeld 22

Sphinx 23

Spitzberg 21, 26

Stein 32

Steinbach 28

Steinberg 34

Steingrün 23, 33

Stolzenhain 23

Streckenwalde 10

Strobnitz 14, 16, 18

Stürmer 13

Tannenbergstal 20

Tannenhaus 31

Tellnitz 9

Tissa 7, 8

Tissaer Wände 7, 8

Ursprungberg 32

Urs 16

Voitsdorf 11

Vorder-Himmelreich 34

Wachhübel 18

Waldstein 33

Warteck 13

Weipert 22, 23

Weiters Glashütte 28

Werlsberg 25

Wernitzgrün 32

Wettinhöhe 12

Wieselstein 13, 15, 18

Wiesental 23, 24

Wildental 27, 28

Willersdorf 14

Wieselburg 30

St. Wolfgangskapelle 11

Wolkenhübel 18

Wölfling 26

Zechberg 10, 11

Zienerwiesbach 27

Zinnwald 13

Böhm. Zinnwald 12

Hinter-Zinnwald 12

Zöblitz 21

Zwota 29, 31

Im Verlag der =Graserschen Buchhandlung= (Richard Liesche), =Annaberg=, erschienen:

Berlet, B., Professor, +Wegweiser durch das sächs.-böhm. Erzgebirge+. 1907. 11. von P. Kabisch bearbeitete Auflage, geb. Mk. 2.--.

Berlet und Brechensbauer, +Kl. Führer durch das böhm. Mittelgebirge+. 1907. Mk. --.80.

Brechensbauer und Prasse, +Erzgebirgs-Kammweg-Führer+ von +Bodenbach bis Asch+. 1907. Mk. --.80.

+Führer durch das Erzgebirge+ mit 10 Ansichtskarten. Mk. 1.--.

+Gedichte und Geschichten in erzgebirgischer Mundart.+ 23 Hefte je Mk. --.70 geheftet, --.80 kart. Heft 1--20 in 5 Leinwandbändchen je Mk. 2.50.

Günther, Anton, +Erzgebirgisches Festliederbuch+. Erzgeb. Heimatlieder besonders des erzgeb. Sängers Anton Günther. Mk. --.50.

Krauß, P., +Touristenkarte vom Zentralerzgebirge+. 1 : 75000. Mk. --.90., aufgezogen auf Leinwand Mk. 1.80.

Krauß, P., +Wander- und Reisekarte vom Erzgebirge+ mit Angabe der hauptsächlichsten Touristenwege Mk. --.60, aufgezogen Mk. 1.50.

Krauß, P., +Wander- und Reisekarte durch die Sächsische Schweiz und das böhmische Mittelgebirge+ mit Angabe der hauptsächlichsten Touristenwege Mk. --.50.

Metzners +Führer durch das gesamte Vogtland+. 5. Auflage. Gesamtausgabe Mk. 2.50. -- 1. Teil: Plauen und die Vogtländische Schweiz. Mk. --.75. 2. Teil: Das Saaletal. Mk. 1.20. 3. Teil: Das obere Vogtland. Mk. 1.20.

Ziehnert, W., +Sachsens Volkssagen. Balladen, Romanzen und Legenden+. 5. Auflage. Geh. Mk. 3.--, geb. Mk. 4.--.

Weitere Anmerkungen zur Transkription

Offensichtlich fehlerhafte Zeichensetzung wurde stillschweigend korrigiert.

Unterschiedliche Schreibweisen, soweit nicht unter den Korrekturen aufgeführt, wurden beibehalten.

Korrekturen (das korrigierte Wort ist in {} eingeschlossen):

S. 6: »führt« ergänzt zum obersten Gasthause (Schweizer Hof oder Mühle?) {führt}

S. 14: Uberbrückung → Ueberbrückung erblickt man die erste {Ueberbrückung}

S. 17: sich sich → sich Der Weg senkt {sich} etwas

S. 19: Osterreichs → Oesterreichs überflüssigen Klöstern {Oesterreichs} aufhob

S. 19: genant → genannt früher großer Stein {genannt}

S. 22: Erlösabwarf → Erlös abwarf Handel mit Posamenten nur wenig {Erlös abwarf}

S. 24: Klöppellei → Klöppelei Posamenten- und Handschuh-Erzeugung, {Klöppelei}

S. 24: einen → einem Stadt Karlsbad mit {einem} Logierhaus

S. 25: km ergänzt 17,5 {~km~} vom Keilberg