v. Carolsfeld, sowie das Simonsche Haus mit der Figur eines
Mannes, der unter jedem Arme ein Brot trägt. Das Gebäude soll 1771--73 während der großen Teuerung um zwei Brote verkauft worden sein. Gegenüber der Apotheke erzählt eine Tafel, daß hier -- im ehemaligen Gasthof zum Ring -- Goethe das letzte Mal mit Frau v. Stein zusammentraf. Sehenswert ist die _St. Wolfgangskirche_, einst aus den Erträgnissen des Silberreichtums errichtet. 1516 ward der Grundstein von katholischen Priestern geweiht, 1540 vollendeten evangelische Geistliche den Bau. Altarbilder stammen von Lukas Cranach dem Älteren.
An Schneeberg grenzt die Stadt _Neustädtel_, 5200 Einwohner zählend. Neustädtel nahm eine ähnliche Entwickelung wie seine Schwesterstadt Schneeberg.
Wir gehen nun an der Post in Schneeberg die Auer Straße hinab. Unten über die Bahn nach _Oberschlema_.
Dorf am Schlemabach mit 2500 Einwohnern. Hier befindet sich das staatliche Blaufarbenwerk und große Buntpapierfabrik. Das Wasser der Gruben ist stark radioaktiv, am stärksten im Markus Semmler-Stollen. Das Wasser wird zu Kurzwecken verwendet.
Nun die Fahrstraße weiter zur Wegteilung. Rechts geht die direkte Fahrstraße nach Aue, die wir _nicht_ benutzen! Wir gehen links. Nach einigen Minuten kreuzt man bei Haus Nr. 39 den Floßgraben. Hier geht rechts ein Weg mit der Bezeichnung »Privatweg« ab. Diesem folgen wir. Er führt uns am Floßgraben hin, am Restaurant Panorama und am Genesungsheim vorbei. Wir gehen ungefähr noch 10 Minuten bis zu einem links abgehenden Fußweg. Diesen hinab nach _Aue_. (Siehe Seite 241).
Mit der Bahn nach Chemnitz zurück.
~f~) _Aue_ -- _Konradswiese_ (1½ Std.) -- _Morgenleite_ (¾ Std.) -- _Jägerhaus am Ochsenkopf_ (¾ Std.) -- _Sosa_ (1¼ Std.) -- _Eibenstock_ (1¼ Std.).
Wanderzeit: 5½ Std.
Ausgangspunkt: Bahnhof Aue. Linie Chemnitz--Aue--Adorf.
Vom Bahnhof zum Markt. Dann durch die Schwarzenberger Straße hinauf zum Bechergut. (Restaurant mit Garten). Nun den gelb-weißen Marken nach zur _Konradswiese_. (Siehe Seite 238). Weiter über die _Morgenleite_ zum _Jägerhaus_ siehe Wanderung 29 ~a~. Wir schlagen nun an der Straßenkreuzung die Richtung »Eibenstock« ein. Die Fahrstraße bringt uns durch schönen Wald am Fritzschhaus vorüber nach _Sosa_.
Dorf mit 2200 Einwohnern, 600 ~m~ hoch gelegen.
Wir gehen nun hinter dem Gasthaus zur _Forelle_ hinauf zur Eibenstock-Wolfsgrüner Straße. Diese führt uns nach _Eibenstock_.
Stadt mit 9500 Einwohnern. Die Höhenlage reicht von 518--643 ~m~. Industrie: Tamburier-, Maschinen-, Schiffchenmaschinen-, Perlstickerei-, Handschuh- und Tüllgardinenfabrikation. Wertvolle Vorbildersammlung in der Industrie- und Handelsschule. Besuch nach Anmeldung in der Ratskanzlei gestattet. 1150 stand Eibenstock unter der Herrschaft Friedrich Barbarossas. Sein Nachfolger schenkte das Gebiet an Böhmen, wo die Stadt an 200 Jahre verblieb. Seit 1430 besaßen es die Herren v. Tettau als Lehen. 1459 kam es durch Heirat an die sächsische Krone. 1534 ward Eibenstock zur Kurfürstlich Sächsischen freien Bergstadt erhoben. Der blühende Erzbergbau ging zurück. Das Tamburieren wurde 1775 durch Klara Stollwin, geb. Angermann eingeführt. Die Erzeugnisse dieser Industrie genießen Weltruf. Ein hübscher Ausflugspunkt ist das _Bielhaus_ in der Nähe des oberen Bahnhofes. Es ist behaglich in altertümlicher Weise eingerichtet und bietet schöne Aussicht. Es wird von Sommerfrischlern und Touristen gern aufgesucht.
Vom untern Bahnhof fahren wir über Aue nach Chemnitz zurück.
~g~) _Johanngeorgenstadt_ -- _Kleiner Kranichsee_ (1 Std.) -- _Auersberg_ (1½ Std.) -- _Wildenthal_ (½ Std.) -- _Bockautal_ -- _Eibenstock_ (1½ Std.).
Wanderzeit: 4½ Std.
Ausgangspunkt: Johanngeorgenstadt. Hierher über Aue--Schwarzenberg.
Vom Markt die Eibenstocker Straße hinaus. Nach ¼stündiger Wanderung links ab den Henneberger Fahrweg. Der Weg ist blau-gelb bezeichnet. Immer geradeaus, nicht rechts und links abgehen! Kurz vor Henneberg treffen wir auf die von Steinbach nach Oberjugel führende Waldstraße. Diese nach links. Bald darauf erreicht man die 2 Häuser von Henneberg und den _Kleinen Kranichsee_.
Hochmoor, das allerdings durch den Abbau des Torfes etwas verloren hat. Es ist 3 ~m~ tief und 20 ~ha~ groß, mit Zwergkiefern bewachsen. Ein Aussichtsgerüst gibt einen guten Überblick. Bei trüben Tagen besonders eine ganz eigenartige Stimmung.
Nun zurück nach den Henneberghäusern, auf die von Jugel nach Steinbach führende Straße. Diese nach links und immer durch prächtigen Hochwald nach _Steinbach_.
Dorf mit 200 Einwohnern, 830 ~m~ hoch, rings von Waldungen umgeben.
Nach Durchwandern des Dorfes, den |_|_|_| Zeichen nach, bei Kilometerstein 28,4 den rechtsgehenden Weg ab. Wir kommen durch die _Sauschwemme_ (einzelne Häuser). Den querkommenden Fahrweg gehen wir nach links. Hinter dem letzten Hause führt uns rechts ein breiter Schneisenweg hinauf auf den Gipfel des _Auersberges_.
1019 ~m~ hoch, mit Berggasthaus und Aussichtsturm des Erzgebirgsvereins. Die Aussicht ist großartig, sie übertrifft die aller anderen Erzgebirgsberge. Man erwerbe sich im Unterkunftshaus ein Panorama zum Preise von 25 Pfennigen. Ein Zeißfernrohr ist vorhanden, Benutzung 10 Pfennige.
Vom Turm wandern wir durch eine Schneise nach Süden 2 Minuten lang bis zum Wegweiser. Hier rechts hinab, den rot-blauen Marken nach. Sie führen uns nach _Wildenthal_.
Dorf mit 400 Einwohnern, 750 ~m~ hoch. Es liegt zwischen dem Auers- und dem Brückenberge im Tale der Bockau. Eine der ältesten Sommerfrischen des Gebirges.
Vom Gasthof »Zum Auersberg« wandern wir die Straße nach rechts weiter. Vor der Brücke rechts ab. Am Waldrande Wegteilung: links. Immer am Talhang hin, nicht die sogenannte neue Straße. Köstliche Hochwaldwanderung. Links unter uns die brausende Bockau. Nach ca. halbstündiger Wanderung geht unser Weg aufs linke Ufer hinüber. Nach ca. 10 Minuten links mächtige Felsklippen; 5 Minuten weiter geht links ein Fahrweg ab, der sogenannte Poetenweg. Diesen schlagen wir ein. Hübsche Talgrundwanderung. Bald über einen Steg rechts ab und am andern Talhang hinauf. Der Weg wendet sich nach links. Sobald man an die Wiesen kommt, nicht am Waldrande weiter, sondern den Fußweg rechts ab und den Promenadenweg hin. Er bringt uns auf einen breiten Fahrweg. Diesen nach links. Prächtige Aussicht! Der Auersberg erhebt sich imposant inmitten der ungeheuren Waldflächen. Wir stoßen auf die Wildenthal-Eibenstocker Straße. Diese bringt uns auf den Markt von _Eibenstock_.
Von Eibenstock mit der Bahn über Aue nach Chemnitz zurück.
~h~) _Blauenthal_ -- _Zimmersacher_ (20 Min.) -- _Wildenthal_ (1¾ Std.) -- _Auersberg_ (35 Min.) -- _Sauschwemme_ (20 Min.) -- _Steinbach_ (20 Min.) -- _Johanngeorgenstadt_ (1 Std.).
Wanderzeit: 4¼--4½ Std.
Ausgangspunkt: Bahnhof Blauenthal. Linie Chemnitz--Aue--Adorf.
Vom Bahnhof über die Muldenbrücke. Am Gasthaus zur Forelle vorbei. Nun im Tale der Großen Bockau hinauf nach _Zimmersacher_.
Holzschleiferei, Gasthaus und Garten. Bekannt und beliebt als Sommerfrische.
Wir wandern ungefähr 5 Minuten weiter. Das Waldtal teilt sich. Wir gehen, den gelb-weißen Marken nach, auf der Talstraße im schönen Bockautal aufwärts. Eine ganz herrliche Wanderung. Die Straße führt zunächst am linken, später am rechten Ufer nach _Wildenthal_ (siehe Seite 248).
Unser Weiterweg ist rot-blau × bezeichnet. Beim Gasthof zum Auersberg führt der Weg zur ~S~-Schneise. Unser Weg macht verschiedene Windungen, die wir durch Fußwege abschneiden können. Auf der Schneise gelangen wir hinauf zum Auersberg. (Siehe Wanderung 29 ~g~).
Vom Turme gehen wir durch die ~S~-Schneise, wie wir gekommen sind, hinab. Nach knapp 20 Minuten gelangen wir zu einer Wegetafel und einem Wegweiser. Nun links ab, der rot-weißen × Markierung folgend. Zur _Sauschwemme_, einem Ortsteil von Steinbach. Kurz nach dem ersten Hause teilt sich der Weg. Wir folgen dem Wegweiser rechts ab. Der Weg führt uns auf die Landstraße Wildenthal--Johanngeorgenstadt. Auf dieser links nach _Steinbach_. (Seite 248). An der Brücke befindet sich eine Postsäule aus dem Jahre 1725. Wir wandern die Straße weiter nach _Johanngeorgenstadt_. Siehe Wanderung 24 ~g~.
Über Schwarzenberg--Aue nach Chemnitz zurück.
~i~) _Blauenthal_ -- _Zimmersacher_ (20 Min.) -- _Wildenthal_ (1¾ Std.) -- _Auersberg_ (35 Min.) -- _Oberwildenthal_ (1 Std.) -- _Weitersglashütte_ (¾ Std.) -- _Kranichsee_ (¾ Std.) -- _Sachsengrund_ -- _Morgenröte_ -- _Rautenkranz_ (2¾ Std.)
Wanderzeit: ca. 8 Std.
Ausgangspunkt: Bahnhof Blauenthal. Linie Chemnitz--Aue--Adorf.
Für rüstige Wanderer eine äußerst lohnende Tour. Bahnfahrt bis Blauenthal am Tage vorher unternehmen! Zeitig aufbrechen!
Von Blauenthal nach dem Auersberg wie unter 29 ~h~.
Nun die ~S~-Schneise wieder hinab zur Wildenthal-Johanngeorgenstädter Straße. Diese nach rechts abwärts nach _Oberwildenthal_. Hier teilt sich die Straße. Bei Wegetafel 108 ~a~ scharf links ab in Richtung auf Hirschenstand-Neudeck. Nach einigen Minuten zu Kilometerstein 22,9. Hier rechts an der Straße ab. Der aufwärtsführende Waldweg ist blau-rot bezeichnet. Nach wenigen Minuten Wegteilung: den mittelsten Weg weiter. Der Weg führt aufwärts, nicht rechts am Wege ab! Unser Weg macht eine Biegung nach links, dann rechts. Durch die Schneise über die Höhe in das Waldtal hinab. Wir kommen zu einer Fabrik. Um diese gehen wir links herum. Den Weg einige Minuten aufwärts und nun den 1. folgenden Weg rechts empor nach _Weitersglashütte_. Hier wurde 1625 die erste Glashütte errichtet. Die jetzige ist nicht im Betrieb. Hübsche Waldlage auf Hochmoorgelände. Nun geradefort in den Wald. Vor Kilometerstein 4,3 den Waldweg rechts ab nach _Weiterswiese_. Einsam gelegene Ansiedelung. Nun bei Wegetafel 109 ~a~ links den blau-weiß bezeichneten Weg zum _Kranichsee_.
920 ~m~ hoch gelegen. Der Name stammt aus dem Slavischen, ~Granice~ = Grenze. Großes Hochmoor, im Volksmunde die »tiefe Säuer« genannt. Vom Holzgerüst hat man einen guten Überblick über die mit Knieholz und Sumpfkiefern bedeckte Fläche. Quellengebiet der Wilzsch, Pyra und Rohlau. Der Boden schwankt unter den Füßen. Eine etwas unheimliche Stimmung lagert über dem Ganzen. Reiche Ausbeute für den Botaniker.
Nun zurück zum Fahrweg. Diesen in derselben Richtung noch knapp 20 Minuten weiter bis zur Wegetafel 110 ~a~. Nun rechts ab, den Pyraweg. An einer Hütte vorüber. Immer den Weg weiter. An einen Meiler. Dann der Wettinplatz. Von hier in wenigen Minuten nach _Sachsengrund_. Einsame Waldsiedelung mit einfachem Gasthaus. Nun den Pyraweg weiter nach _Morgenröte_.
Ortsteil von Rautenkranz. Eisenhüttenweg. Herrliche Lage in einem Talkessel. 670 ~m~ hoch gelegen.
Nun den gelb-weißen Marken nach bis zu _Rautenkranz_.
Prächtig gelegenes Dorf mit 1400 Einwohnern, 614 ~m~ hoch gelegen. Stark besuchte Sommerfrische. Station der Linie Chemnitz--Aue--Adorf.
Mit der Bahn nach Chemnitz zurück.
~k~) _Eibenstock_ -- _Karlsfeld_ (1¾ Std.) -- _Kranichsee_ (1 Std.) -- _Sachsengrund_ -- _Morgenröte_ -- _Rautenkranz_ (2¾ Std.).
Wanderzeit: 5½ Std.
Ausgangspunkt: Markt Eibenstock.
Mit der Bahn über Aue nach Eibenstock. Dann nach dem Oberen Bahnhof.
Vom Markte den weiß-blau-weißen Marken nach durch den Dönitzbachgrund. Links der Adlerfels, rechts der Zeisiggesang. Unser Weg führt auf den Karlsfelder Steig. Dieser bringt uns am Brückenberg vorbei zum Forsthaus in _Karlsfeld_ und weiter zur Kirche.
Marktflecken mit 1800 Einwohnern, 820 ~m~ hoch gelegen. Der Ort wurde von Veit v. Schnorr, einem Schneeberger Bergherrn, der ein Eisenwerk hier besaß, gegründet. 1688 ließ er im Stile der Peterskirche in Rom die Kirche erbauen, die als Meisterstück des Zimmerergewerbes gilt. Die Familie erhielt später den Adel unter dem Namen Schnorr v. Carolsfeld. Der aus diesem Geschlechte stammende Maler Julius Schnorr von Carolsfeld schmückte im Verein mit seinem Sohne die Kirche mit wertvollen Gemälden. Die Eisenwerke gingen ein, der Staat kaufte die Forsten an (1823). Die Bewohner arbeiten in der Glasfabrik, Konzertinafabrik und beschäftigen sich mit Tamburieren, Näherei und Stickerei. Karlsfeld wird gern als Sommerfrische und Wintersportplatz aufgesucht.
Beim Gasthaus »Grüner Baum« folgen wir den blau-weiß bezeichnetem Wege. (Wegweiser Sachsenberg). Die Straße bringt uns hinauf zum Wald und nach _Weiterswiese_. Unsere Wanderung setzt sich weiter fort wie unter 29 ~i~ beschrieben.
~l~) _Erlabrunn_ -- _Steinbach_ (1½ Std.) -- _Auersberg_ (1 Std.).
Wanderzeit: 2½ Std.
Ausgangspunkt: Erlabrunn, Station der Linie Schwarzenberg--Johanngeorgenstadt. Hierher über Aue--Schwarzenberg.
Erlabrunn ist Ortsteil von Breitenbrunn. Die Häuser liegen im Walde versteckt.
Von der Station führt ein weiß-gelb-weiß bezeichneter Weg durch das wunderschöne Steinbachtal nach Steinbach. Unterwegs sehen wir, links von der Straße, den Teufelsstein, eine massige Granitfelsengruppe. In Steinbach wandern wir rechts die Straße weiter zum Gasthaus Waldfrieden. Hier den rot-blau bezeichneten Weg rechts weiter über die Sauschwemme zum Auersberg. (Seite 248.)
Weiterwanderung vom Auersberg nach Vorschlägen unter 29 ~g~, ~h~, ~i~.
~m~) _Eibenstock_ -- _Burkhardtsgrün_ (1¼ Std.) -- _Filzteich_ (1 Std.) -- _Schneeberg_ (¾ Std.) -- _Floßgraben_ -- _Aue_ (2 Std.).
Wanderzeit: 5 Std.
Ausgangspunkt: Eibenstock. Linie Chemnitz--Aue--Adorf.
Vom Postplatz die Schneeberger Straße hinauswandernd, gelangen wir nach zwei Minuten zu einer Straßenteilung. Links ab. Der Biel ist rechts. Hinab ins Muldental. In diesem die Straße abwärts nach _Muldenhammer_ (Gasthof mit Garten), Neuwerk und Neidhardtsthal (Gasthaus zum Eisenhammer.) Die Muldentalstraße weiter bis nach _Wolfsgrün_. Über die Bahn. Die Straße führt uns rechts am Hange hinauf und gewährt hübsche Ausblicke. Sie ist weiß-blau-weiß bezeichnet. Straßenteilung: links weiter. Bei Kilometerstein 10,1 rechts den Waldweg hinauf. Bei Stein 9,2 wieder auf die Straße, der man weiterfolgt bis _Burkhardtsgrün_. Am Gasthaus vorüber. Rechts das ehemalige Freigut mit Turm. Rechts zweigt die Straße nach Albernau ab, die wir nicht benutzen. Der Kirchturm von Schneeberg ist zu sehen. Bei Kilometerstein 6,8 links den Fahrweg ab, dem Wegweiser »Lindenau« folgend. Wir überschreiten einen breiten Fahrweg und weiterhin die Straße Hundshübel--Zschorlau. Unser Weg übersteigt einen Hügel. Hübsche Aussicht. (Rechts Zschorlau, dahinter Oberpfannenstiel am Berge und der König-Albert-Turm auf dem Spiegelwald.) Der Weg dreht sich. Wir sehen den Filzteich. Rechts die Grube »Wolfgangsmaßen«, weiter rechts der Lerchenberg im Vordergrund und dahinter der Gleesberg mit dem Köhlerturm. Man schneidet nun die Neustädtler Straße. Rechts ein Gut. Gleich darnach Wegkreuzung: Geradeaus. Nach wenigen Minuten erneut Wegteilung: rechts. Weiterhin ein Wasser überschreiten. Den zuvorkommenden Fahrweg nach rechts und zum Teichhaus. Die Stufen empor auf den Damm des _Filzteiches_. Rechts weiter zur Wohnung des Teichwartes, der eine einfache Gastwirtschaft unterhält.
_Filzteich_, 23 ~ha~ groß, kann als Ersatz für die dem Erzgebirge fehlenden Seen gelten. Mit seinem breiten, blitzenden Spiegel, in welchem sich herrlicher Nadelwald spiegelt, erinnert er an die stillen Bergseen des Schwarzwaldes. Er wurde 1483 angelegt, um dem Bergwerksbetrieb zu dienen. Am 4. Februar 1783 brach das durch Schneeschmelze hoch angeschwollene Wasser den Damm durch und richtete in Zschorlau und Unterhammer große Verwüstungen an. In der Nähe befinden sich Torfstiche. Zwei Berge sind sichtbar, rechts der Kuhberg und links der Lichtenauer Steinberg.
Nun den Fußweg und dann den Fahrweg in derselben Richtung weiter nach Grube »Daniel«. Rechts und links Halden. Weiter zwischen den beiden Gruben »Daniel« (links) und »Schlehe« (rechts) hindurch. Marschrichtung: Schneeberg. Die Stadt gewährt einen malerischen Anblick. Links folgt ein Würfel mit bronzenem Kelch und Kranz, ein Erinnerungsmal des 300jährigen Bestehens der Augsburger Konfession. Die Straße macht eine Rechtsschleife. Hier den alten Fahrweg links auf die Stadt zu. Wir gelangen zunächst nach Neustädtel und dann nach Schneeberg.
Siehe Wanderung 29 ~e~.
Weiterwanderung am Floßgraben nach Aue unter 29 ~e~.
~n~) _Stollberg_ -- _Oberdorf_ -- _Beutha_ (1¼ Std.) -- _Raum_ (20 Min.) -- _Meisterei_ (¼ Std.) -- _Prinzenhöhle_ (¾ Std.) -- _Wildbach_ -- _Keilberg mit Bismarckturm_ (1½ Std.) -- _Schneeberg_ (¾ Std.) -- _Floßgraben_ -- _Aue_ (2 Std.).
Wanderzeit: ca. 7 Std.
Ausgangspunkt: Stollberg Linie Chemnitz--Stollberg.
Hierher mit der Bahn. Bis zur Prinzenhöhle wandert man wie unter 28 ~h~ beschrieben.
Vom Forsthaus den weiß-blau-weißen Marken nach. Der Weg führt ins Muldental hinab. Über die Eisenbahnbrücke, dann rechts. Weiterhin über die Graben- und die eiserne Muldenbrücke. Hier führt rechts ein Fußweg zur Ruine Isenburg (siehe Seite 234).
Nun im Walde hinauf zum Bismarckstein. Wegetafel 165 ~b~. Hier teilt sich der Weg. Links käme man nach Niederschlema. Wir gehen aber rechts weiter bis _Wildbach_. Durch das langausgedehnte Dorf auf der Dorfstraße aufwärts. Beim Verlassen des Dorfes überschreiten wir die Höhe. Bis Telephonpfahl 52. Nun rechts ab. Der Feldweg ist gelb-weiß markiert. Wir durchschneiden ein Wiesental, dann durch den Wald auf die Fahrstraße. Dieser links folgen zum Gasthaus zum Marienhof. Am Zaunende rechts hinauf auf den _Keilberg_ mit _Bismarckturm_.
551 ~m~ hoch. Der Turm ist 24 ~m~ hoch. Sommerwirtschaft. Prächtiger Ausblick. Von links nach rechts: Spiegelwald, Scheibenberg, Fichtelberg, Keilberg, Gleesberg mit Köhlerturm, Morgenleite, Auersberg, Kuhberg, Steinberg.
Nun hinab nach _Schneeberg_. (Seite 245).
Von Schneeberg am _Floßgraben_ nach _Aue_ wie unter 29 ~m~ beschrieben.
30. Der Erzgebirgskammweg.
An und für sich ist das Unternehmen, eine einheitliche Markierung des ganzen Kammes mit Anschluß an das Riesengebirge durchzuführen, nur zu begrüßen. Jedoch würde der Wanderer, der diesen ganzen Weg ablaufen wollte, nicht immer befriedigt sein. Dreifünftel der ganzen Strecke führt auf Waldstraßen mit wenigen Ausblicken. Der Weg liegt möglichst nahe am Gebirgskamm, führt deshalb fast ausschließlich durch böhmisches Gebiet. Nur im westlichen Teile, bei Johanngeorgenstadt und dem Auersberg überschreitet er die sächsische Grenze. Der reizvolle Wechsel zwischen schönen Tälern und stolzen Höhen ist ihm versagt. Als Gegenstück dazu hat der Erzgebirgsverein Höhenwege markiert, die unter Nr. 31 aufgeführt werden und bedeutend abwechselungsreicher sind. Einzelne Stücke des Kammweges zu wandern, kann natürlich nur empfohlen werden. Wir bringen im Folgenden erst den ganzen Kammweg und dann einen Vorschlag zu einer lohnenden Kammwanderung.
Das Wegezeichen besteht in einem |_|_|_|, vier blaue Zinken in weißem Felde. Hoher Schneeberg -- Dorf Schneeberg 2 ~km~ -- Tyssaer Wände -- Tyssa 5 ~km~ -- Jungferndorf 5 ~km~ -- Nollendorf 2 ~km~, Streckenwalde 4,3 ~km~, Mückentürmchen 5,4 ~km~ -- Hinterzinnwald 8 ~km~ -- Neustadt 8,4 ~km~ -- Fleyh 7,5 ~km~ -- Göhren 8 ~km~ -- Böhmisch-Einsiedel 4 ~km~ -- Gebirgsneudorf 4 ~km~, Kallich 15 ~km~ -- Sebastiansberg 12 ~km~ -- Preßnitz 13 ~km~ -- Kupferberg 4 ~km~ -- Keilberg 12,5 ~km~ -- Gottesgab -- Pleßberg -- Platten 21 ~km~ -- Auersberg -- Wildenthal -- Kranichsee 25 ~km~.
Wanderzeit: 2½ Tag.
Ausgangspunkt: Station Blauenthal. Linie Chemnitz--Aue--Adorf.
1. Halbtag:
_Blauenthal_ -- _Zimmersacher_ (20 Min.) -- _Wildenthal_ (1¾ Std.) -- _Auersberg_ (35 Min.)
Wegbeschreibung siehe 29 ~h~. Übernachten im Berghause.
2. Tag.
_Auersberg_ -- _Sauschwemme_ (20 Min.) -- _Steinbach_ (20 Min.) -- _Johanngeorgenstadt_ (1 Std.) -- _Platten_ (1 Std.) -- _Abertham_ (1 Std.) -- _Pleßberg_ (¾ Std.) -- _Gottesgab_ (2¼ Std.) -- _Fichtelberg_ (1 Std.)
Wanderzeit: ca. 7½--8 Std.
Von Auersberg bis Johanngeorgenstadt siehe 29 ~h~.
Nun über Wittigsthal nach Breitenbach zur Dreckschenke. Von hier die Talstraße weiter, immer den Kammzeichen folgend nach _Platten_.
Stadt mit 2800 Einwohnern, 868 ~m~ hoch auf weiter, öder Hochfläche gelegen. Früher Bergstadt, heute Fabrikation von Glacéhandschuhen, Blechwaren, Schatullen, Korken. Die ehemalig evangelische Bevölkerung wurde bei der Gegenreformation gezwungen, zur katholischen Lehre zurückzukehren. Da wanderten alle, bis auf neun Handwerker, aus und gründeten auf sächsischem Boden die Stadt Johanngeorgenstadt.
Nun den Kammzeichen folgend am Rathaus die Straße nach Bärringen einschlagen. Die Zeichen führen uns schließlich nach _Abertham_.
Stadt mit 4000 Einwohnern, 880 ~m~ hoch gelegen. Hauptort der böhmischen Handschuhindustrie.
Vor der Kirche die Gottesgab-Joachimsthaler Straße abwärts. Den Kammzeichen nach auf den _Pleßberg_.
1027 ~m~ hoch, ziemlich kahl. Aussichtsturm 16 ~m~ hoch. Prächtige Aussicht. Im Unterkunftshaus kann man eine Postkarte erwerben, die die Aussicht erläutert.
Aus dem Unterkunftshaus tretend, geradefort. Der Weg führt über den kahlen Bergrücken hinab in den Wald. Die Marken bringen uns zum Forsthaus Weite Wiese, dann auf einen Fahrweg. Diesen nach links. Wegteilung: geradeaus auf die Gottesgaber Straße. Diese wandern wir, an Häusern von Werlsberg vorüber nach _Gottesgab_.
Weiteres über _Gottesgab_ und Wanderung zum _Fichtelberg_ siehe 24 ~g~.
Nachtlager im Fichtelberghaus möchte man vorher möglichst durch Fernsprecher bestellen. Ist dort kein Lager mehr frei, übernachte man im Neuen Haus.
3. Tag.
_Fichtelberg_ -- _Keilberg_ (1½ Std.) -- _Kupferberg_ (2½ Std.) -- _Preßnitz_ (1 Std.) -- _Christophhammer_ (1¼ Std.) -- _Schmalzgrube_ (¾ Std.)
Wanderzeit: 7 Std.
Vom Fichtelberg nach dem _Neuen Haus_ und weiter nach dem _Keilberg_ (siehe 24 ~a~).
Nun den Kammbezeichnungen folgend zum Gasthaus Hofberg. Dann zum _Mauthaus_ (Bierschank). Weiter zum _Langenauer Forsthaus_ und nach _Oberhals_. Endlich nach _Kupferberg_. (Siehe Wanderung 22.)
Wir verlassen nun den Kammweg. Vom Markte die Bahnhofstraße hinaus. Am Ende der Straße Wegteilung: links zu einer weiteren Wegeteilung. Nun halbrechts, Richtung: das Bahnwärterhaus. Die Bahn überschreiten. Am Bahnwärterhaus vorbei und den Feldweg abwärts. Der Haßberg gibt die Richtung an. Nun nicht rechts und links abgehen bis zur Landstraße. Hier eine Brücke. Die Straße nach links. Bei einem Kreuze geht links ein Feldweg direkt nach _Preßnitz_. (Siehe Wanderung 22.) Nun auf der Landstraße, am _Mauthäusel_ (Bierschank) vorüber nach _Christophhammer_. In der »Schlummerrolle« ist Einkehrgelegenheit. Nun auf der Landstraße an der Preßnitz hin, die Grenze überschreitend nach _Schmalzgrube_. (Wanderung 22.)
Mit der Bahn über Wolkenstein nach Chemnitz zurück.
31. Die Höhenwege im Erzgebirge.
Um dem Wanderer die schönsten Stätten des Gebirges im bunten Wechsel von Tal und Höhe zugänglich zu machen, hat der Erzgebirgsverein drei Höhenwege markieren lassen, die wohl sämtliche besuchenswerte Punkte des Gebirges berühren. Die einheitliche Markierung, für deren Durchführung Herrn Schuldirektor Wappler in Zöblitz das Hauptverdienst zuzusprechen ist, hat hoffentlich durch den Krieg keine Vernachlässigung erfahren.
Höhenweg I.
Dem Kamme am nächsten. Markierung: ein blaues × liegendes Kreuz auf weißem Grunde. Länge 265 ~km~. Folgende Punkte werden berührt: Kuhberg, Schnarrtanne, Reiboldsgrün, Rautenkranz, Jägersgrün, Schneckenstein, Aschberg, Sachsengrund, Carlsfeld, Auersberg, Steinbach, Teufelssteine, Johanngeorgenstadt, Rabenberg, Breitenbrunn, Rittersgrün, Tellerhäuser, Fichtelberg, Crottendorf, Scheibenberg, Schlettau, Buchholz, Frohnau, Annaberg, Pöhlberg, Bärenstein, Jöhstadt, Schmalzgrube, Hirtstein, Reitzenhain, Kühnheide, Nonnenfelsen, Teufelsmauer, Katzenstein, Zöblitz, Rübenau, Natzschungtal, Stößerfelsen, Bruchberg, Olbernhau, Grünthal, Schweinitztal, Seiffen, Schwartenberg, Neuhausen, Sayda, Bienenmühle, Zaunhaus, Rehefeld, Altenberg, Geising, Lauenstein, Liebenau, Börnersdorf, Gottleuba.
Höhenweg II.
Die Wegbezeichnung besteht in einem roten liegenden Kreuz auf weißem Grunde. Der Weg ist 165 ~km~ lang. Kuhberg, Neuheide, Schönheide, Schönheiderhammer, Eibenstock, Auersberg, Sosa, Jägerhaus am Ochsenkopf, Morgenleite, Schwarzenberg, Fürstenbrunnen, Spiegelwald, Grünhain, Geyer, Greifensteine, Ehrenfriedersdorf, Schönbrunn (Zschopautal), Wolkenstein, Warmbad, Gehringswalde, Dreibrüderhöhe, Marienberg, Lauta, Lauterbach, Neunzehnhain, Lengefeld, Rauenstein, Lippersdorf, Großhartmannsdorf, Mulda, Burgberg, Frauenstein, Reichenau, Ammelsdorf, Bärenfels, Kipsdorf, Buschmühle, Luchau, Luchberg, Glashütte, Liebstadt, Gottleuba.
Höhenweg III.
Wegbezeichnung ein gelbes liegendes Kreuz auf weißem Grunde. Kuhberg, Oberstützengrün, Hundshübel, Dürrhäuser, Filzteich, Neustädtel, Gleesberg, Schneeberg, Keilberg, Wildberg, Stein, Hartenstein, Prinzenhöhle, Lößnitz, Zwönitz, Greifensteine, Thum, Kemtauer Felsen, Kemtau, Dittersdorf, Dittersdorfer Höhe, Einsiedler Talsperre, Einsiedel, Geiersberg, Harthau, Chemnitz, Beutenberg, Adelsberg, Sternmühle, Kunnerstein, Augustusburg, Hohenfichte, Metzdorf (Hetzdorfer Schweiz), Karolinenhöhe, Oederan, Gahlenzer Höhe, Görbersdorf, Kirchbach, Linda, Oberschöna, Freiberg, Niederbobritzsch, Klingenberg, Tharandter Wald, Grillenburg.
Berichtigungen.
Seite 2, Zeile 11 Steigerungen anstatt Steigungen Seite 3, Zeile 32 idyllisch Seite 73, Zeile 3 landschaftlich anstatt landwirtschaftlich Seite 108, Zeile 21 Warnsdorfer Quelle Seite 115, Zeile 14 Johannaturm Seite 236, Zeile 5 muß es heißen: dann rechts auf einem Feldweg zur Meisterei.
Wanderregeln.
Früh zu Bett und früh heraus! Das Wandern in frischer Morgenkühle ist das schönste. Man lege 4 bis 5 Stunden Wegs am Vormittag zurück und raste während der Mittagszeit. Die Hauptmahlzeit nimmt man am besten am Abend erst ein. Bei den gegenwärtigen Verpflegungsverhältnissen nehme man genügend Proviant im Rucksack mit; nicht immer ist es Übelwollen der Gebirgswirte, wenn sie Nahrungsmittel an durchreisende Wanderer nicht verabreichen. Von hohem Reiz ist eine Rast im Freien. Man steige bergan langsam und gleichmäßig. Die Bergführer der Alpenländer haben recht mit ihrer ständigen Mahnung an Übereifrige: »Zeit lassen!« Am Rastort angekommen, lasse man sich nicht sofort erschöpft nieder. Noch etwas Bewegung bewahrt vor dem unangenehmen Steifwerden der Füße. Möglichst getragenes, »eingetretenes« Schuhwerk anziehen! Man kümmere sich vor Beginn der Wanderung um die Fahrpläne der Eisenbahnen!
10 Gebote für Erzgebirgswanderer.
1. Schützet die Anpflanzungen in Feld und Wiese, Garten und Schmuckplatz und betretet keine jungen Forstkulturen!
2. Schont den Blumenflor am Bergeshang, auf der Höhe und im Walde! Vermeidet das Abreißen, Mitnehmen und Ausgraben von Pflanzen. Wie viele seltene Gebirgspflanzen sind schon durch die Gedankenlosigkeit und Zerstörungssucht der Naturhyänen ausgestorben!
3. Laßt weder Papier noch Scherben an euren Rastplätzen liegen!
4. Beobachtet die Tierwelt, aber stört sie nicht! Bei der Ausrottung giftigen Gewürms ist manch harmloses Tierchen mit zu Schaden gekommen! Ihr kommt als Naturfreunde, nicht als Schlangenjäger in die Berge!
5. Schont die Wege, Markierungen, Bänke, Sicherheitsgeländer usw. Bedenkt, wieviel selbstlose Arbeit des Erzgebirgsvereins darin verborgen liegt!
6. Stört die Erhabenheit der Gebirgsnatur nicht durch Lärm, vor allem nicht durch das Absingen widerlicher Operettenschlager. Der deutsche Volksliederschatz birgt so viele Edelsteine, mit denen ihr prunken könnt!
7. Seht im Gebirgsbewohner nicht einen Trottel, mit dem ihr euch jeden Spaß erlauben könnt!
8. Beim Überschreiten der Grenze denkt immer daran, daß ihr nicht in ein unkultiviertes Land kommt, das nur auf euer Erscheinen gewartet hat, um der Kultur näher gerückt zu werden! Was anders ist, kritisiert nicht laut und verletzend; denkt an das Wort: »Ländlich -- sittlich!«
9. Unterstützt die Bestrebungen des Erzgebirgsvereins, indem ihr euch die Mitgliedschaft desselben erwerbt! Für 3 Mark Jahressteuer erhaltet ihr auch noch die gutgeleitete Zeitschrift »Glück auf!«
10. Freut euch über unser schönes Gebirge und nehmt fürlieb mit dem, was euch geboten wird!
Bleib gut gelaunt, auch wenn es regnet, Dann bleibt dein Wanderschaft gesegnet!
=Raum für Notizen= bez. Gaststätten, Bahnanschlüsse u. s. w.
=Raum für Notizen= bez. Gaststätten, Bahnanschlüsse u. s. w.
Dieses Blatt schneide man heraus, beschreibe es mit Vorschlägen zur Verbesserung und Erweiterung dieses Wanderbuches und sende es an den Herausgeber
(Chemnitz, Helenenstraße 55, II).
Dieses Blatt schneide man heraus, beschreibe es mit Vorschlägen zur Verbesserung und Erweiterung dieses Wanderbuches und sende es an den Herausgeber
(Chemnitz, Helenenstraße 55, II).
Dieses Blatt schneide man heraus, beschreibe es mit Vorschlägen zur Verbesserung und Erweiterung dieses Wanderbuches und sende es an den Herausgeber
(Chemnitz, Helenenstraße 55, II).
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(Chemnitz, Helenenstraße 55, II).
's Gartenhäusel
Erzählung in erzgebirgischer Mundart von Max Wenzel
's Gartenhäusel.
Jeder Mensch is ze beneiden, dar en Garten hoot. Net när ellä wagn de Kohlrabi un Möhrn un daß ener egal frischen grün Salat hoot, nä, 's gibt kene Zeit in Gahr, wu mer sich net in sen Gärtel e Fräd machen könnt. Wu nu noch derzu Kiner sei, do is erscht racht schie. Nu hoot oder net jeder esu viel Pfeng, daß er sich e Häusel un en Garten kafen kaa, un do is e racht gute Eirichting, daß mer sich aa e Stückel Ard, wos mer dernoch zu en Garten eiricht, mieten ka. Frieher gob's esuwos när in de grußen Städt, itze fange se oder aa in de klen Stadtle un Oerter a, sette Gartle azelegn.
In Annabarg wurn se aa eigericht, un en Haufen Leit taten sich nu e Gartel harrichten. 's war of dan Flack noch e racht gruß Stück zu hobn, oder dos ging ewig net wag, epper weils ne Leiten zu viel Arbet un ze viel Gald war. Der Grund un Buden gehöret ne Baumester Fischer, un dar dacht schie dra, dan Garten fir sich salber eizerichten. 's war e Gahr virhar in Annabarg e Gartenbauausstelling gewasen un do hatt er en fein Pafillon baue müssen fir su ener grußen Ferma aus Berlin un -- wies e monichsmol is -- hinrhar hott er für dan Häusel kene Pfeng kriegt, un nu stand's of sen Zimmerplatz in Wag rim. Ar dacht: »Du werscht dos Häusel in dan Garten neisetzen, e seits feins Gartenhaus hoot kä anrer!«
's war e schie Häusel, fei gruß, an der Vöderseit warsch auf, un an en Giebel dra war sugar e Taubenschlog, un ubn drauf war e Türmel mit ener klen Fahn.
Wos der schiene Zaun un de gute Log net fertig gebracht hatten, dos wor dan Häusel gelunge, geleich an zweten Tog kame zun Baumester Fischer zwä Mannsen un fregeten wagn dan Gartl. Se hob'n erscht ewing hin- un hargehanelt, oder dann kame se zesame. Der Schindler-Oskar un der Salig-Bruno hatten, wie se ehäm ginge, mitenaner dan Garten gemiet.
Geleich en Tog dernoch macheten sich die bäden, wie se an Nochmittig ihrn Gorl ogeliefert hatten zun Eisenfröhner un kafeten sich en eisern Spaten, e Hackel un en Rachen. Dann gings zum Chamnitzer-Richard, un da wur e Paketel Same gekaft, lauter Zeig, wu zwar ofn Packel stand, daß in Juli blühe tät, wenn mersch im April naussäet -- oder obs aa werklich aufging, dos war de anere Frog. Dann ließen se sich bein Schnaps-Bräuer erst noch de Schofsackele fülln, un nu konnt de Landwirtschaft lusgiehe. Wie se a der »Sonn« nakame, stand der Lindnerfried vir der Tir un passet auf, wie der Satziger Schmiedel sei neues Pfaar eispanne tat. Der Fried konnt natirlich sei Maul net halten.
»Ihr wollt wuhl ofn Gottesacker ne Ahnert halfen giehe?« esu freget er, wie er bei dan bäden dos Handwerkszeig sog. »Nä, mir wollen in »unern« Garten!« sahten die mit Gesichtern, als wären se der alte Wecke von Wiesner Rittergut.
»En Garten hatt ihr?« machet der Lindnerfried weter, »ich dacht, weß Gott, ihr hätt de Riesenburg mitenaner gekaft, esu grußbrudig kommt ihr geloffen!«
Nu ging de Ausfrogerei natirlich esulang fort, bis dr Fried alles wußt. »Dos Häusel is schie!« dos saht er aa, »do könnt ihr Hühner, Kuhnickeln, Ziegn un sinst wos neisperrn!«
»Na«, saht der Schindler-Oskar, »ene Menageriebud soll das fei net warn!« Der Lindnerfried but sich aa, emol mit nauszulafen, oder er hatt noch e Tröppel Bier drine in sen Glos stiehe, un weil er saht: »Eier Garten reißt eich net aus«, da daurets aa net lang, soßen se mit in dr »Sonn« an runden Tisch, un wie der Lindnerfried sei Gitarr harnahm un sen Walzer machet, do war der Garten ewing aus'n Gedanken gekomme.
's mocht epper üm neune sei, -- draußen warn schie die Latern agezünd, -- do fuhl dan Brüdern ei, weswagn se engtlich derhem fortwarn. Der Oskar saht ewing klälaut zun Bruno: »Du nimmst doch emol das Grobzeig mit ehäm zu dir?« Oder do kam er schlacht aa: »Mei Alte is abn esu giftig wie deine; 'sma sei wies will, oder dos Gelump müssen mer erscht vollst nausschaffen!«
Na, 's half nischt, se mußten noch in Garten giehe, un der Lindnerfried ging aa miet. Wie se nauskame, marketen se zu ihr'n größten Schrack, daß der Garten un aa dos Häusel net zuzeschließen ginge. Wos sollten se nu machen? Der Lindnerfried schlug vir, mer möcht dos Zeig derweile in der »Grün Wies'« neistelln, dä die warn net weit dervu. Esu wursch aa gemacht.
In der Gaststub soß noch der Falk aus'n Feldschlössel un 's ging e gruße Unterhalting lus. Wie der Falk market, daß die dohaußen net weit von seiner Wertschaft en Garten hatten, logn natierlich dra, daß die net egal in der »Grün Wies'« eikehren sollten, un er lubet dos Gartel, wos er när konnt.
»Da hob'n Se aber e guts Geschäft gemacht, Herr Nachbar!« saht er, »esu e schiens eigerichts Gartel hoo ich bal noch gar net gesah!«
Der Fried saht: »'s stieht aber fei noch nischt drinne, Herr Falk!« Der Falk wußt sich oder zu halfen: »Nu, do war ichs do miet en anern verwachseln! Oder die Log un dos Land, grußartig!« Un der Fried half tichtig miet. »Poßt emol auf«, saht er, »eirn Pacht kriegt ihr zahmol raus! Ich bin gut derfür, daß ihr in zah Gahrn ne Fischer dos ganze Grundstück okafen könnt. Dohaußen stinne schie e ganze Hetz Fabriken; denkt emol an mich, wenn dohierde ene Eß' stiehe wärd, größer wie ne Tauchmann seine!«
Der Wirt von der »Grün Wies'« setzet noch derzu, daß er aa Flaschenbier verkafen tät. Wenn se emol in Garten arben täten, sollten se när rüberwinken mit en Taschentüchel, do wißt er geleich, wura er wär un käm mit en Kasten Bier geloffen.
Der Falk saht nu wieder, daß noch der Arbet aa in sein Lokal racht schie wär, un er gab geleich e Rund Pfafferminz, daß se's nett vergassen sollten. Die neue Grußgrundbesitzer konnten natirlich aa net anersch, se mußten aa jeds e Rund gaben, un wie se der Falk eilodn tat, se möchten doch noch emol miet nüber in's Feldschlössel giehe, do konnten se doch net anersch un liefen miet.
Dort saß der Riesenburg-Albin, un net lang daurets do war e Doppelkopp in Gang. 's war zwölfe raa, wie se zun Ding wieder neimacheten. Se sogen von der Wiesenboder Stroß aus ihr Gartel esu schie in Mondschei liegn, daß se e richtige Fräd hatten, un se moleten sich schie aus wie's erscht sei müßt, wenn dorten de grußen Aepel- un Pflaamebamer ständen, un warn gelicklich, daß se esu gescheit gewasen warn.
Wie se de Kartengass' naufmacheten, war bein Hensel noch Licht, do wur das gruße Geschäft noch emol begossen, dann machet der Bruno ehäm. Der Oskar geriet noch emol nei bein Tacken; dan zugs net esu ehäm. Er wußt a schie worim.
Bevur se ausenaner ginge, hob'n se erscht noch ausgemacht, daß an nächsten Nochmittag imme dreie oder bestimmt de Arbet lusgiehe sollt.
Ne Oskar sei Fraa war noch auf wie er kam. Se freget geleich e fünkel spitzig: »Nu, ihr hobt wuhl geleich gewart, bis de Radieseln aufgegange sei?« Der Oskar hoot e langs un e bräts derzählt, wos se olles machen wollten; oder er fand bei seiner Lina net ne richting Gelaabn. Die dacht für sich: »Nu hob'n se wieder ewos, wu se alle Tog, die Gott warn läßt, derhäm fortlafen könne!« Se behielt oder ihre Asicht derweile noch für sich.
Ne Bruno un ne Oskar tramet de ganze Nacht von ihrn Gartl un der Oskar wachet emol dervu auf, wie er tramet, daß ne e Kerbis von der Größ wie ne Lindnerfried sei Kopp, of der Nos' gefallen war. --
An anern Nochmittig, wies dreie schlug, warn de bäden Freind mitenaner schie in Garten. Weil nu e richtiger Maa erscht alles racht überlegt, eh er ewos afängt, do wur nu erscht e gruße Berating ogehalten. 's Gartenhäusel stand gerode in der Mitte an hinern Zaun. Dos wollten se alle bäde zesammehobn un ne Garten wollten se in zwä Hälften täln. Mit en Binfadl wur de Mitte von Häusel gesucht. Der Bruno stellet e Bä hie of dan Flack un saht: »Hierde möcht mer geleich emol en Kreidstrich harmachen.«
Nu hatten se oder kene Kreid mit, un do but sich der Oskar aa, geleich emol nüber in der »Grün Wies'« ze lafen un welche zu huln. »Bie oder fei net lang!« dos rufeten der Bruno noch.
Der Bruno hatt nu ene Weil gestanden, bis'n bal sei rachts Bä eischlief, do nahm'rsch linke. Ar hoot aa noch ewing gewart, oder mei Oskar kam net wieder. Der Bruno fluchet in sich nei, dann leget er sei Tobakspfeifel of dan Punkt hie un machet aa in der »Grün Wies'«.
Do stand mei Oskar an Büffet un lacket an en Faustpensel Pfafferminz rüm un tat derzehln, wos alles aus dan Garten warn sollt. Sein Reden enoch war do der Gruße Garten in Drasen e Drack dergegn. Wie mei Bruno kam, bestellet er geleich noch zwä Faustpenseln, daß dar när net schimpfen sollt.
Der Bruno saht: »Schnaps ka ih net geleich esu uhne Bier trinken«, un bestellet sich e Tippel Eefach derzu; do konnt nu der Oskar aa net anersch un ließ sich aa äs gab'n.
»Aes und äs is zwäe«, dos efache Exempel kennt e jeds, dar när emol ä Stehtippel hoot trinken wollen. Su warsch aa dohierde. Se hatten zu tue, daß se wieder in ihr Gartel kame, ehs finster wur.
Nu hob'n se gemassen un gemassen, dann hatten se endlich ihr Grundstück in zwä Teel geteelt. Dann hob'n se en Neigrosch geschmissen. Der Vugel sollt de rachte Hälft un de Nummer de linke Hälft bedeiten. Der Bruno haet ze erscht. Er haet ne Vugel. Nu wollt der Oskar aa emol schmeißen. Der Bruno saht zwar, dos wär doch genung, ar krieget de rachte Hälft, oder do war der Oskar net eiverstanden, ar menet, 's müßt alles geracht zugiehe, daß kä Streit wür. Ar haet nu aa, un was hatt'r? Aa ne Vugel! »Siehste de«, saht er, »geracht muß sei!« Nu hob'n se noch emol dan Neigrosch in de Höh gewichst, un do passets. Der Bruno kriegt de rachte Hälft un der Oskar de linke.
Daß nu der Garten oder aa e rachtes Aussahe kriegn sollt, wur ausgemacht, daß ener sei Hälft abn esu harrichten sollt wie der anere. Dann hob'n se en Weg ogesteckt von der Tür ofn Gartenhäusel zu. Links un rachts dervu sollten Beet komme un an Wag dra lauter Rosenbäumle. Daß se sich nu e rachtes Bild machen könnten, schlug der Bruno vir, emol in Feldschlössel ze giehe un en richting Riß ze moln.
Das wur aa gemacht un se hob'n bis Ohmd im Elfe an dan Riß gemolt; 's stand oder aa jedes Fünkel of dan Papier. 's war e feiner Plan fartig gewurn.
Se hatten bei jeder Sorte Pflänzle allemol när en Afangsbuchstobn hiegeschriebn, un der Oskar vermahret alles dorchenaner. Spinat un Sellerie un Stiefmütterle, dos fängt doch alles mit'n »S« aa, un do is doch kä Wuner, wenn dos ener net ausenaner halten ka. Der Oskar saht: »Loß när erscht dos Zeig gruß sei, do wär ichs schie unerscheiden könne!« Worauf oder der Lindnerfried, dar aa wieder miet derbei war, när saht: »Na, ich gelab, du frißt Stiefmütterle und denkst, de hast Selleriesalat!«
's war wieder spät, wie se ehämkame. Se hob'n ihren Weibern alles eigeredt, wos warn sollt, 's saht oder kene ewos drauf, wos de Mannsen e fei weng wunern tat.
An anern Tag wollten se, weil de Arbeit net esu dränget, schie im zwäe i Garten giehe.
Der Bruno leget sich nochn Assen gar net erscht ofn Kanepee, ar machet sich fort un hulet ne Oskar ab. Fix gings de Kartengass noner. Se warn abn an der Facius-Eck, do brachts of emol e Wagel getriebn un drauf soß der Illing-Max. Der hielt aa un freget: »Wu wollt dä Ihr hie?« »In unern Garten«. »Ihr könnts wuhl net derwarten. Der ganze Frost stackt noch drinne, ich tät noch e Woch oder zwä wärten, ehr ich ewos machet. Fahrt miet nach Barnstä, bein Galner Albin is Sauschlachten!«
Der Bruno gucket ne Oskar aa, der Oskar saht aa nischt, oder zah Minuten später fuhr dos Wagel, mit _drei_ Mannsen drauf, zun Buchhölzer Tor naus. --
Nu war när dos Ugelick, daß de Schubert-Marie, die an der Eck wuhnet, wu das Geschirr virbeimachet, sich virgenomme hatt', an dan Nochmittig emol in der Stadt ze giehe. Wie se sog, daß de Mannsen unerwags warn, passet'r dos racht gut un se dacht: »Do war ich emol zur Salig-Frida giehe, weil de alten Mannsen net derhem sei«. 's dauret aa net lang, soß se of der Kartengass' bei der Frida an Tisch. De Frida hat geleich bein Schwarz-Beck Pfannekuchen hulen lossen, un se mahreten nu von dan un gen. Of emol fuhls der Schubert-Marie ei, ze frogn: »Wu macheten dä eire Manner heit hie?«
»Die sei naus in Garten arben«, menet de Frida drauf.
»Ihr hatt' wuhl en Garten?« freget de Marie wieder.
»Haa, mer möcht doch aa emol sahe, ob mer werklich ewos gut macht dermiet!«
»Nu, ich denk oder, 's is ewing weit wag vu eich!«
»Na, esu schlimm is net, er is doch geleich bei der »Grün Wies'«.«
»Woos?? Do müßt oder ee »Grüne Wies'« in Klärückerswal liegn! Eire Mannsen fuhren mit'n Wogn donaus!«
De Frida war wie mit der Mütz derpocht! 's stellet sich oder raus, daß gar kä Zweifel dra war, wie de Schubert-Marie gesaht hatt. Nu kam bei der Frida de Wut. 's war racht gut, doß de Marie wieder fort mußt, wie se ihre Pfannekuchen gassen hatt', un de Frida rannt, wos se när konnt, geleich zor Schindler-Lina nüm. Die war erscht aa ganz starr, oder wie der erschte Aerger virbei war, do kam se aa schie zu en Virschlog.
»Die Mannsen wischen mer aus!« saht se, »die solln uns net für dumm kafen!«
Un 's dauret net lang, macheten sich de Weibsen naus in Garten. De Paula, wos ne Bruno sei Gruße war, mußt aa miet, un der Schindler-Fritz (ne Oskar sei grußer Gung) sollt aa geleich nochkomme, subald er de bestellten Fransen ogeliefert hätt'.
De Weibsen hob'n nu net lang gefackelt. Die Paula hulet de Gerät aus der »Grün Wies'«, dann sei se übern Zaun geklattert un hob'n agefange. Ihr Arbetbaten war oder när e gruß Geschimpf uf de lügeten, faulen Mannsen. Su leicht, wie sich die Weibsen dos gedacht hatten, ging dos nu net, se wußten doch net racht, wie oder wenn.
Do kam zun Gelück der Gartner Vögler verbei, dar war ofn Stechgut wagn Landfahrn gewasen. Dar hatt schie e paar Tog von seiner Gärtnerei aus die Gartenarbet absolviert un nu machets'n 's größte Vergnügn, dan Weibsen beizestiehe. 's dauret kene halbe Stund, do standen aus der Gärtnerei drei Burschn mietn Spaten un der Schaufel in Garten drinne, der Vögler, die drei Weibsen un der Fritz, dar derzwischen aa miet komme war, griffen aa miet zu; un do worsch do kä Wuner, daß net lang dauret, bis dar Großfleck aussog, als wenns e Garten warn sollt.
Die Weibsen dachten: »Die Manner mögns när bezohln! Hob'n se Gald, ofn Sauschlachten ze fahrn, könne se aa dohierde berappen!«
Die Gartenburschen hob'n aa noch e fei paar Körb Land hargeschafft. Der alte Vögler schwitzet esu, daß er emol sei Taschentüchel rausnahm un ne Schwäß owischen wollt. Ar mocht nu epper ewing dermiet gewedelt hob'n, -- kurz, 's dauret net lang, kam aus der »Grün Wies'« e Madel mit en Kasten Bier. Die Weibsen wunerten sich erscht, oder das Bier kom ne gerod gelagn. När saht de Lina, doß de Manner das Bier schie bezohlen täten, wenn se käme.
Wies bal finster wur, hob'n se aufgehört, oder der Vögler-Gärtner muß noch versprachen, an anern Virmittig dos alles auszuführen, was de Weibsen noch gesaht hatten. Dann macheten se sich ehäm. --
Bein Galner-Albin in Barnstä warn de Wugn huch gange. Der Baßler-Max war aa draußen, un 's hat e fei bissel Schund gabn, daß die Mannsen gar net mehr an ihrn Garten denken taten.
Erscht wie se in der Nacht wieder ehäm fuhrn, do reget sichs Gewissen bei se. Der Oskar saht zun Bruno: »Du, morgn müssen mer oder emol richtig afange!« Aa der Bruno war darer Asicht, un wie de anern Mannsen dervu hörten, warn se fix derbei, daß se aa miethalfen wollten. Ne anern Nochmittig im zwäe wollten se sich alle zam in der Sonn traffen.
Ne Oskar sei Lina begrüßet ihrn Maa racht freindlich. »Hobt Ihr wieder esu lang geschufft? Uebernahmt eich fei net, Ihr seid doch die grubn Arbeten gar net esu gewuhnt!« »Na«, saht der Oskar, »derfür werd oder aa dos Gartl esu fein, du kast dersch gar net denken. Wart när noch bis zon Suntig, ehr de dirsch aguckst. Du werscht emol sahe, 's gieht nischt über en richting Plan!« Derbei tat er oder schie bal eischlofen.
Aa de Salig-Frida hat noch ene Unerreding miet ihrn Maa. »Ihr seid wuhl noch emol eigekehrt noch eirer Arbet?« saht se, »na, ihr machts racht, wenn mer esu arbeten muß, do will mer aa sei Erholing hob'n!«
Der Bruno war über sei gute Fraa orndlich geriehrt und nahm sich hämlich vir, ne feinsten Rosenstock zu kafen, dan der Vögler in Garten hätt'.
An anern Tag im zwäe war in der »Sonn« e tüchtiges Labn. Epper sechs Manner soßen dorten mit Schaufeln un Spaten. Der alte Martin konnt sich net soot wunern, wie ne der Baßler-Max sogn tat, ar hätt's Bellevü gekaft, un se wollten dan Nochmittig ne alten Kegelschub wagreißen.
's machet e richtiges Aufsahe, wie die Karle nonner noch de Gartle zugn.
Der Oskar machet ewing vornewag. Wie er oder na an dan Garten kam, bliebn bal 's Maul aufstiehe. An der Tür dra hing e Schild, wu drauf stand: »Herzlich willkommen!« Un dann hing an en Pfahl in Garten drinne: »Proletarier aller Länder vereinigt euch!« Un wie sog dar Garten aus! E Sandweg war gemacht, do standn hübn und drübn lauter Rosenbaamle. Links und rachts war e Reih Beet, esu egal, daß mer soog, daß dos e Gartner gemacht hob'n muß. Aa der Bruno krieget bal de Maulsperr, wie er dos ganze Ding sog. Die anern Manner hob'n gerodnaus gebläkt.
»Nu«, saht der Max, »dos hobt ihr oder fein gemacht! Mir solln wuhl geleich mit Eizug feiern?!« Un nu hoot er e schiene Red gehalten un zuletzt ließ er die bäden Gartenbesitzer huch labn. Die anern schwenketen de Hüt un de Taschentichle un schriern wos se konnten.
In der »Grün Wies'« verstanden se dos oder wieder falsch, dä se kame wieder mit Bier agelangt, un weil esu viel gewinkt wurn war, brachten se geleich zwä Kasten. 's half nu alles nischt, der Bruno un der Oskar mußten se aa uf sich nahme. Se gucketen sich erscht e Fünkel im, dann gucketen se sich eaner aa, un dann sahten se när ewing klälaut: »Unere Weiber!« Weil nu oder in dan Garten noch nischt zon Sitzen dowar, wurn fix aus der »Grün Wies'« Stühl gehult un 's war e Labn wie in Sommer. Un weils nu bequamer war, ginge se zuletzt noch ins Feldschlössel un taten weiter feiern. När dos ene Schild schaffeten se wag, dä der Oskar saht: »War dos sieht, denkt, weß Gott, mir sei rut!«
Ime fünfe kam nu aa de Weibsen mit racht huhtueten Gesichtern. Su gescheit warn die bäden Mannsen nu doch, daß se nischt weter sahten, när dan en Trumpf spieleten se aus: »War dos Zeig bestellt hoot, ma's aa bezohln!« Do kame se oder bei ihrn Weibern an de richting! De Lina saht: »Mir warn schie zu dan Gald komme!« Und de Frida menet: »Do kriegt ihr abn emol verzehn Tog nischt wie Ardepeln un Fett, do sei mer of de Kosten!«
In weitern Verlaaf von dan Ohmd warn de Manner oder doch noch esu weit, doß se fruh warn, doß der Garten in Ordning war. Natirlich verstand sichs von salber, daß, dan Mannern ihrn Reden enoch, net alles esu war, wie sie's hätten hobn wolln; oder dos wollten se in anern Gahr aussitzen. Se hobn nu noch hie- und hargeredt, wos alles noch neimüßt, und zeletzt gings in der größten Harmonie ehäm. När der Fritz und de Paula macheten ewing derhinnerhar. --
E manichs sieht in Afang schener aus, wies dernoch werd. Esu is aa, wenn zwä Leit en Garten mietenaner hobn. In der erscht ging alles schie. 's ging net alles esu auf, wie se sich eigebild hatten. De Weibsen sahten dos läg an dünge. De Manner hatten oder die Asicht, de Weibsen hätten's versahe bein Harrichten. Oder dos mocht alles sei. Der erschte Verdruß kam von de Rosenstöckle. Der Oskar passet of jede Ros' auf. Un's war ne aa, als ob se racht obnahme täten beine.
Wie er oder emol ganz genau wagkrieget, daß de Salig-Paula ene Knosp' agesteckt hatt', die an Virmittig bestimmt noch an en Strauch gewasen war, dar of seiner Seit stand, da machet er emol e Bemerking von Rosen-Mausen. In setten Sachen war der Bruno kä Guter, ar ging nimmer mietn Oskar naus in Garten.
's Schlimmste sollt oder noch komme.
Ne Oskar sei Fraa war ne Katzen esu gut, un se hatt e Katzenviech, dos ihr viel Fräd machet. Weil nu de Katz alles hobn mußt, wur se e mol miet in Garten genomme. Nu weß mer net, gefuhls dar Katz überhaupt in dan Garten, oder hatt se Mäus' gespürt, korz, se gewöhnet sich aa, ellä in Garten ze giehe, wenn irsch passet. Nu fand emol ne Bruno sei Fraa ewos in ihrn Spinat, wos tudsicher net neigehört, wu mer oder genau wußt, daß e Katz drinne gewasen war. De Folgn warn, daß der Bruno emol ne Oskar areden tat, er tät net leiden, daß sei Fraa de Katz wieder mietbrächt. Der Oskar saht, 's gäb noch mehr Katzen of der Walt wie seine, ar sollt erscht emol beweisen, daß dos sei Katz gewasen wär. Der Bruno saht wieder, ar tät net warten, bis die Katz e Visittenkart dernabn hielegn tät; wenn er se wieder emol spüret, tät er se derschmeißen. Der Oskar ließ sich dos aa net ruhig gefalln: »Wogt der dos, du sollst mich erscht emol kenne larne!« Der Bruno freget'n noch emol: »Kimmt die Katz wieder in Garten?« Der Oskar oder saht drauf: »Die gehört bei mir zor Familie! Die breng ich miet, wie mersch paßt!« »Gut«, saht der Bruno, »do war ich mer anersch halfen!«
An nächsten Tog bracht sei Laafgung e Matz Bratter un Pfosten, und der Bruno bauet an seiner Seit von Gartenhäusel e Ding naa, wos en Stall net ganz uahnlich war. Un richtig.
An Nochmittig machet er sich nei in der »Wies« zum Ehrlich-Beck un kafet sich en Stamm Hühner. Wos nu kimmt, dos ka mer sich leicht denken. Die Hühner wußten net, wie weit ihr Garten ging un scharrten hüben un drüben, wie'sn passet.
Do kam nu der Zank un der Streit zu ken End. Der Oskar lief zuletzt zun Baumester Fischer un tat sich beschwern. Dar market, wie de Sach stand, weil er oder ken von sein Mietern eibüßen wollt, wos doch sicher gewurn wär, schicket er e paar Zimmerleit un die hobn mittn dorchn Garten en Zaun gemacht, daß när Ruh wur.
In Gartenhäusl wur e huche Bretterwand eigezugn, daß nischt mehr rüber un nischt mehr nüber konnt. Mer hätt doch nu denken müssen, dodermit wär der Zank aus der Walt geschafft! Oder nä, 's kam äs aus'n aner. Ne Oskar sei nächstes war, daß er sich Taubn aschaffet. Esu huch war nu der Zaun net, daß die Taubn net drüber konnten. Un der Bruno speiet Gift und Gall, wenn er emol ene of sein Grund un Buden sog. Ar konnt oder a kener beikomme, er mochts adrehe, wie er wollt.
Do fuhl er uf en Auswag, dan ne när der Teifl konnt eigabn hobn. Ar wußt ganz genau, of welcher Stell drübn an Zaun ne Oskar sei Fraa immer soß und nähe tat un wu aa der Oskar garn sei Pfeifel rachet. Gerod dort hie bauet er, of seiner Seit natirlich, e Gestell un dann machet er sich noch Tannebarg un kafet sich von Hartmann zwä Bienestöck un setzet se dorten drauf.
An en Ohmd drauf wor nu gerod Besuch bei der Lina un se soßen gemietlich uf ihrn Bankel. Of emol saht de Lina: »Ich möcht bluß im alles in der Walt wissen, wu die vieln Biene heit harkomme!« Aa ne Oskar war dos schie aufgefalln, er tat aber tichtig Raach aus seiner Pfeif blosn, daß se waggiehe sollten. Wie er sich oder emol e neie Pfeif stoppen wollt, flug gerod esu e Luderschviech of seiner Nas und stoch, was Zeig hielt.
Der Oskar bläket gerod naus. Un weil er sich geleich e Niedertrachtigkeit von sein frühern Freind vermuten tat, stieg er ofs Bankel un gucket nüber. Ar hat genung gesahe!!
Sei nächster Wag war zon Apfekat. Wie dar sich alles agehört hatt, menet er, 's wär doch vielleicht an besten, wenn se sich mitenaner vertrogn täten, 's käm bei dar Verklogerei immer net derhaufen raus. Ar wollt oder an Salig-Bruno en Brief schreibn.
Der Bruno krieget dan Brief un war in Stand, racht grob zu warn. Oder seine Weibsen fleschten derart derhem rim, daß er seine Bienestöck an der anern Eck stellet; dan en Triumph hat er oder doch, daß der Oskar ene Nos' drasitzen hat, wie e Apfelsin fir acht Pfeng.
In en setten Streit war der ganze Sommer vergange. Der ganze Garten hatt dan Mannsen bis itze weiter nischt wie Arger un Gald gekost. De Weiber dorften natirlich net mehr zuenaner un derhem gabs egal schlachte Zeit. Der Fritz un de Paula wurn zwar net gefregt, wos se über dar ganzen Sach denken taten; oder war Agn hatt, ze sahe, dar market, daß aa net alles richtig war. De Paula lief egal mit vergrinzten ruten Agn rim, wie e weißer Kuhhos', un der Fritz machet e manichsmol e Gesicht, als hätt er e Malzplatzel mietn huhlen Zah zerbissen.
Se hatten sich in ganzen Winter när e enzigs Mol gesahe, dos war in erschten Vergnügn von »Liederkranz«. Do hatt der Fritz emol mit der Paula getanzt. Die Folg dervu war, daß der Bruno mit sein Leiten of kä Vergnügn mehr ging, un daß der Oskar sein Gung e paar Schalln aabieten tat. -- --
Der Winter war verbei un de Leit finge wieder aa, in ihrn Gartle ze arben. Im derer Zeit ging mit dan gunge Leiten e Verändering vir. Se macheten, wu se när konnten, gegn de Alten Rebelliu. De Paula tat dervu reden, daß se in Dienst giehe wollt, un der Fritz saht zu sen Voter, daß er für sich afange wollt. Wos de Weiber warn, die schiene egal of der Seit von ihrn Kinern ze stiehn.
Dan Mannern ihre Laune wur natirlich dodorch net besser. In Garten naus kam keener, 's kam en richtig vir, als wenn sich jeder graue tät.
Der Bruno mußt oder doch emol noch sein Bienern sahe. An Ustersonnabend machet er sich naus. E paar Krokusseln warn schie raus, aa e Veilchenstock hatt schie e paar Blüten. Ne Bruno warsch, als wenn er dan alten Bratterzaun hätt' wagreißen solln; ar dacht an die schiene Zeit in viring Gahr, wu se hatten ne Garten baue wolln. Ar war seit dan Streit net mehr racht fruh gewurn. Wenn der Oskar geleich dogewasen wär, war weß, ab's net geleich wieder zor Enigket komme wär.
Ar war abn emol nei in seiner Laub gange, do kam e Madel draußen ne Wag har, un wie er genauer hiesog, warsch seine Paula. »Nanu«, dacht er, »was hoot dä die itze hierde ze suchn?« Un er gab ken Laut von sich un tat aufpassen. 's tat net lang dauern, kam de Paula an Zaun naa. Un -- sollt mersch dä fir meglich halten! -- do kam von Feldschlössel runer e gungs Berschel, -- mei Schindler-Fritz! Ne Bruno tat nu natirlich interessiern, wos warn sollt.
Oder die gunge Leit liefen an Zaun hie, gucketen sich erscht e fei paarmol im, öbs aa niemand sahe tat, un dann knallets of emol, als wenn äs en rachten Schmatz kriegt. Wies noch e paarmol esu geknallt hatt, do trat of emol mei Bruno aus der Laub raus.
Die gunge Leit warn esu derschrucken, daß de Paula geleich aa ze heiln fing un der Fritz vir lauter Angst net wußt, wos er sogn sollt. 's kam ne oder vir, als wenn der Bruno gar net racht wild drüber wär, un desderwagn nahm er sich e Harz un hoot ne Bruno gesaht, wos an darer Stall hiepasset.
Der Bruno wußt aa net racht, wos er sogn sollt. Ar war ne Fritz meitog net gram gewasen; vielleicht dacht er aa, dos wär e Gelangheit, doß alles wieder in Ordning käm. Ar wullt abn afange ze reden, do sog er, weß der Hole, von weiten ne Oskar komme. Fix saht er zu dan gunge Leiten: »Marsch fix nei in meiner Gartenlaub, Fritz, dei Vater kimmt!«
Ne Fritz war, als regnets in Dezember, esu kalt lief'sn ne Buckel nuner. Ar sah oder ei, daß dos an besten wär un zug sei Paula hiner sich haar nei in der Laube.
's dauret när e paar Aagnblick, war der Oskar ra.
Der Bruno tat, als säh ern gar net un zuppet an en Sträuchel rim. Der Oskar tat aa, als wär er ellä of der Walt un begucket sich racht agelangtlich e Knosp' vu en Rhabarber, die schie e Fünkel zu sahe war. s'logn, weß Gott, aa schwer of der Seel.
Ar gucket sich emol verstuhln im un tat ne Bruno dorch ener Bratterluck ewing beobachten. Ar wor recht grau gewurn, der Bruno! An Geschäft konnts net liegn, dos ging, daß bal net zu schaffen war, dos wußt der Oskar. Ob er epper sich esu über die Feindschaft gegramt hatt? »Ich möcht emol »Guten Tog!« nüberschreie« dacht er. Do höret er of emol, wie der Bruno ewing husten tat un an Zaun raa kam. Un -- warsch dä wärklich wahr -- der Bruno taten areden.
»Du«, saht er, »nischt für ungut, vu dir hoot sich e Tauber verflugn! Drinne stackt er in men Gartenhaus.« Der Oskar saht: »Dos ka net sei, ich haa schie lang kene Taubn mehr!« Der Bruno machet oder weter: »Guck dirn när emol aa, ich gelaab, er is sicher von dir!« Der Oskar benutzet gar ze garn de Gelagnhät, emol nüber zu komme, un kam. -- --
Der Tauber, dan er do sog, dar war aus sein Schlog, dos mußt'r zugabn. Ar war oder gar net wild drüber, nä, er zögret ken Aagnblick un drücket sein alten Freind de Hand, uhne ewos ze sogn. Der Bruno war esu weech, daßn geleich e paar Wassertröpple aus de Aagn liefen un er mußt sei Taschentichl rausnahme. Do nahm ne oder der Oskar unern Arm un zugn fort: »Komm zu unern Weibern derhäm!« Un der Fritz saht noch: »Erscht will ich oder zon Goldschmied Merkel, e paar Ringele kaafen!« Und nu gings in Stormschritt fort.
Do kam gerod der Gung aus der »Grün Wies'« un bracht en Kasten Bier, weil er hatt dos Tischl gesahe, wie der Bruno heilen tat. Wie er oder sog, daß die gerod zesamme fortmacheten, schrier er ne noch aus volln Harzen noch: »Racht fruhe Feiertoog!«
Anhang.
Anzeigen empfehlenswerter Gaststätten, Sommerfrischen Ausflugsorte, Geschäftshäuser
Altenberg
Annaberg
Aue i. Erzgeb.
Augustusburg
Bahrmühle
Bärenburg
Bärenfels
Bärringen
Bockau
Borstendorf
Braunsdorf
Burkhardtsdorf
Carlsfeld
Chemnitz
Deutschneudorf
Bad Einsiedel
Einsiedel bei Chemnitz
Erdmannsdorf
Frankenberg
Fichtelberg
Heiersdorf
Hohenstein-Ernstthal
Johanngeorgenstadt
Jöhstadt
Kipsdorf
Klaffenbach
Klingenberg-Colmnitz
Bad Lausick
Lengefeld
Niederwiesa
Oberwiesenthal
Oederan
Olbernhau
Popershau
Pockau
Schmiedeberg
Schneeberg
Schwarzenberg
Tellerhäuser
Taura
Thalheim
Warmbad
Warmbad-Wolkenstein
Wiesa
Zöblitz
Zschopau
Namenverzeichnis.
Die Zahlen bedeuten die Seitenzahlen.
Abertham 258
Abtwald 215 220
Adelsberg 60 193 208 209 210
Adlerstein 139
Albernau 254
Alberoda 233
Alte Harth 198 199
Altenberg 119 123 124
Altendorf 8
Altenhain 70 71
Altzella 98 102
Altzschillen 47 54
Amerika 40 48 49
Ammelsdorf 124 125
Amtmannskluft 41
Annaberg 148 151 174 176 180
Annaplatz 111 113
Antonsthal 238 239 240
Arnokreuz 211 212
Assigbachtal 151 152
Aue 233 235 237 240 241 242 243 244 246 254 255 256
Auerbach 215
Auerhammer 240 241 244
Auersberg 237 247 248 249 250 251 253 257 258
Auerswalde 26 27
Augustusburg 154 155 157 159 160 161
Bärenburg 110 116
Bärenfels 110 113 116
Bärenstein 174 178 179 180 183
Bärringen 258
Barbarakapelle 114
Besenschenke 217 220
Berbisdorf 198 199
Berbersdorf 94
Berthelsdorf 40 41
Beutha 235 236 237 256
Beutenberg 55 56 57 58
Bieberstein 101
Bielhaus 247
Bienenmühle 219
Blauenthal 249 250 251 257
Blechhammer 180
Bockau 240 241 242 243
Bockautal 247
Bodemerkanzel 164
Böhrigen 94
Borlas 111 113
Borna 26 28
Börnichen 97 137
Brandau 146
Braunsdorf 67
Bräunsdorf 95
Brauselochtal 36
Breitenbach 192 258
Brettmühle 192 226
Bruchberg 129 132 133 146
Buchholz 180
Burkersdorf 39
Burgstädt 33 34 35 36 39 42
Burgstein 193 212 213
Burkhardtsdorf 193 207 208 217 218 220
Burkhardtsgrün 254
Butterfässer 178
Cantors Ruhe 159
Carlsfeld siehe Karlsfeld
Chemnitztal 35 42 46 221
Christophhammer 170 259 260
Chursdorf 48
Claußnitz 124 126 127
Colditz 77
Cossen 38 40 41 47
Cranzahl 178 179 180 188
Crottendorf 189
Crumbach 92 93
Dippoldiswalde 113 114 115 124
Dippoldiswalder Heide 113 114
Dittersdorf und Höhe 168 193 201 202 203 204 205 206 207 212 213 214 215
Dittmannsdorf 205 208 209
Dorfschellenberg 157 159
Dreckschenke 192 258
Dreibrüderhöhe 143 144
Dreiwerden 78 80 90 91
Dudelskirche 229
Dürre Henne 233
Ebersdorf 29 64 65
Edle Krone 106 107 108 110 111 113
Egidien, St. 18
Ehrenberg 87 90
Ehrenfriedersdorf 214 215 216 217 218 219 220
Ehrenzipfel 191
Eibenberg 198 199
Eibenstock 237 246 247 252 254
Eichhörnchen 221 222
Eichwald 119 120
Einsiedel bei Chemnitz 193 194 195 196 197 198 200 201 202 203 204 205 206 207 208 211 212
Einsiedel, Bad 129 131
Einsiedlerstein 113 114
Einsiedler Talsperre 197 198 202
Eisenburg 234 256
Elterlein 227 229 230
Eppendorf 97
Erdmannsdorf 154 157 159 210 211
Erfenschlag 196 197 200
Erla 240
Erlabrunn 238 239 253
Euba 59 60
Falkenau 157 160
Falkenbach 218
Fichtelberg 182 183 189 190 191 192 193 258 259
Filzteich 254 255
Finkenmühle 71
Fischzuchttal 204 205 206 208
Fleyh 129 130
Flöha 70 90 91 129 154
Flöhatal 96 135
Floßgraben 178 179 233 235 240 241 242 243 244 246 254 255 256
Floßmühle 135 136
Floßplatz 138 143 144
Förstel 229 230 231
Försterhäuser 193
Frankenberg 70 78 90 91 92
Franzenshöhe 218
Frauenstein 124 125 126 127
Freiberg 98
Friedebach 127
Frohnauer Hammer 175
Fürstenbrunn 224 227 229 231 232
Furth 26 30
Gabrielahütten 129 134 145 146 148
Gahlenz 97
Galgenberg 150 179
Gebirge 143
Gehringswalde 138 144
Geiersberg 193 198 199 200 211 212
Gelenau 217 220
Gelenauer Steig 207 212
Georgenfeld 123
Geyer 214 218 219 220
Glauchau 49 53
Glänzelmühle 49 52
Gleesberg 244
Glösa 30
Goldbach 226
Goldborn 55 58
Goldener Hahn 197
Göhren 47 54 129 131
Göppersdorf 33
Göritzhain 42 46
Gottesgab 183 185 192 193 258 259
Graupen 121
Greifenbachtal 218
Greifensteine 214 215 217 218 220
Grillenburg 106 108
Großer Stein 226
Großrückerswalde 135
Grüna 8 11 12 16
3. Grundmühle 151 152
Grüner Graben 142 145
Grünfeld 49 51
Grünhain 227 232
Grünhainichen 135 136
Grünthal 132 146
Gunnersdorf 68 70
Guter Brunnen 226 227
Hainichen 92 93 94 95
Hainsberg 111 113 124
Halsbrücke 98 99 100
Hammerbergweg 212 214
Harfenfichte 216
Harraseiche 68 69
Harrasfelsen 68 69 70 90 91
Hartenstein 19 235 237
Hartha 106
Harthau 211 223 224
Hartmannsdorf 125
Haßberg 169 170 171
Hassenstein 151 152 153
Hauenstein-Warta 170 173
Heidelberg 17 131
Heidersdorf 128
Heiliges Holz 226
Heinersdorf 26 28
Heinzebank 137 138
Helbersdorf 223
Helsdorf 38
Henneberg 242 247 248
Hennersdorf 154 157 162 205
Herders Ruhe 98 99
Hermersdorf 50
Hermsdorf, Zschopautal 89 90 91
Herrenteich 202
Herrgottstuhl 169 170 173
Herrnhaide 33
Hetzdorf 96 97 157 160
Hilbersdorf 31 64
Hilmersdorf 138
Himmelsberg 172
Himmelsleiter 168
Hinter-Zinnwald 123
Hirtstein 135 148 149
Höckericht-Teich 6
Höhenwege 260
Hofberg 170 174 187 188
Hohenfichte 96 157 160
Hohenkirchen 40 41
Hohenstein-Ernstthal 14 15 16 17 18 19
Hohe Warte 233
Hölle 152
Höllmühle 36 39 48
Hopfgarten 167
Hüttmesgrün 170 173
Hüttstadt 141
Irbersdorf 93
Isenburg 234 256
Jagdschenke 7
Jägerhaus am Ochsenkopf 238 239 240 243 246
Jahnsbach 215 218
Jerisau 53
Joachimsthaler Straße 189 190
Johannahöhe 111 113
Johannaturm 113 115
Johanngeorgenstadt 192 237 238 239 247 249 250 258
Johnsdorf 138
Jöhstadt 148 150
Jungfernsprung 82
Junghengst 192
Kalkofen 117 119 212 213
Kallich 129 134 145 146
Kalter Muff 217 218
Kammweg 257
Käthchenstein 175
Karlsfeld 252
Karolinenhöhe 97
Katzenstein 141 142 145
Keilberg 169 170 174 182 183 186 187 188 192 193 259
Keilberg bei Schneeberg 256
Kemtau 203 204 214
Kemtauer Felsen 193 207 215
Kertzsch 53
Kinder-Walderholungsheim 29 30 31
Kipsdorf 110 113 116 119 124
Klaffenbach 211
Kleinhan 146 147
Kleinolbersdorf 209
Kleinrückerswalde 178
Kleinthal 170 172
Klingenberg-Colmnitz 108 110 127
Klosterbuch 73
Kohlung 31
Konduppeltal 148 150
Königswalde 148 150 179
Köstlwald 171
Konradswiese 238 241 242 243 246
Körnerhöhe 203
Körnermühle 124 125
Kranichsee (Großer) 250 251 252
Kranichsee (Kleiner) 247
Kratzmühle 94
Kretscham-Rothensehma 183 188 189
Kriebethal 88
Kriebstein 87 88 89 90
Krima-Neudorf 151 152
Krondorf-Sauerbrunn 170 173
Krumbach 82 90 91
Krummhermersdorf 98
Kuhschnappel 18
Küchwald 20--29
Kühnheide 145
Kunnersdorf 160 161
Kunnerstein 154 156 157 160 161 162
Kupferberg 170 172 259
Kupferhammer 132
Kupferhübel 169 170 172
Langenberg 227 229 230 231
Lauenhainer Mühle 85 86 87 90 91
Lauenstein 139 140
Lauterbach 135 139 140
Lauterbacher Knochen 139
Lauterstein 139 140
Lauxmühle 187 188
Leisnig 73 75
Lengefeld 137 138 139
Leubsdorf 96 97 135 157 159
Lichtenwalde 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 78 90 91
Liebenhainer Mühle 83 84
Limmritz 73
Lochmühle 87 90 95
Lößnitz 233
Lunzenau 54
Lützelhöhe 78 79
Markus Röhling 175
Mariaschein 119 121
Marienberg 141 143
Marienhütte 84
Markersdorf 34 46 221 222 223
Mauthaus 174 259
Meisterei 235 236 256
Metzdorf 96 97 157 160
Mildenstein 76
Mittweida 78 81 82 83 85 86 87 90 91
Mittweida-Markersbach 190
Mittweidatal 190
Moldau 113 118 119 129 130
Moosheide 227 230 233
Morgenleite 238 240 241 242 243 246
Morgenröte 250 252
Morgensonne 178 179
Morgensternhöhe 141
Mückentürmchen 119 122
Mühlbergweg 201
Mulda 127
Muldenhammer 254
Muldental (oberes) 237 254 256
Narsdorf 46 47
Nassau 126
Natzschungtal 129 134 145 146
Neudörfchen 81 82 83 84
Neue Schenken 208 210
Neues Haus 183 185 193 259
Neundorf 218
Neunzehnhain 135 136
Neustadt 7 118 119 129 130
Neusorge 82
Neustädtel 245 255
Niederschlema 233 235
Niederwald 195 197
Niederwiesa 66 72 91
Niederwinkel 50
Niklasberg 113 117 118 119
Niklasberger Kreuz 113 117 119 129 130
Nitzschhammer 190
Nonnenfelsen 141 142
Nossen 98 102
Obercrottendorf 189
Oberdorf 235 237 256
Oberhals 259
Oberhermersdorf 210
Oberlichtenau 78
Oberneuschönberg 128 132
Oberreinsberg 98 101
Oberrittersgrün 191
Oberschlema 245
Oberwald 206 208
Oberwiesenthal 170 174 183 187 192 193
Oberwildenthal 250 251
Oederan 97
Oertelshain 53
Okenau 170 173
Olbernhau 127 129 132 145 146 148
Oelsnitz 16 19
Oswaldkirche 227 229 231 232
Ottendorf 82 95
Pelzmühle 6 7 8 11 12
Penig 48 49 54
Pfaffenhain 225
Pfaffensteig 195
Pfaffenstein 195
Pfaffroda 128
Pfarrhübel 200
Platten 258
Platz 151 152
Pleßberg 258
Pobershau 141 142
Pockau 129
Pockautal 135
Pöhlatal 178 179 180
Pöhlberg 174 178 179
Preßnitz 170 171 259
Preßnitztal 169
Prinzenhöhle 224 233 234 235 236 256
Prinzenweg 185 191
Promenadenweg 196
Pürstein 170 172 173
Rabenau 111 112 113
Rabenauer Grund 110 111 113 124
Rabenauer Mühle 112 113
Rabenberg 142
Rabenstein 8 9 10 11
Ratsmühle 124 126 127
Raubschloß 85 86
Rauenstein 137 139
Raum 235 236 237 256
Rauschenthal 89
Rautenkranz 250 252
Rechenhaus 240 241 242 243
Rehefeld 113 116 117
Reichenau 125
Reichenbrand 7
Reichenhain 195
Reifland 135 136 137
Reinholdshain 53
Reitsteig 189 190
Reitzenhain 129 135 145 148 151
Reizenhain (Böhm.) 134 145 151
Remse 53
Ringethal 83 84 85 86 87 90 91
Ringmauer 142
Ritterhöhle 216
Rochlitz 42 45
Rochlitzer Berg 42 44 46 47
Rochsburg 36 38 39 40 54
Rossauer Wald 92 93
Roßwein 98 103
Rotes Vorwerk 183 219
Rottluff 8
Rübenau 134 146
Sachsenburg 80 90 91 92
Sachsengrund 250 252
Sächsisch-Zinnwald 123
Satzung 148
Saubachtal 124 125 217 218
Sauberg 216
Sauschwemme 248 249 250 258
Sayda 124 126 127
Scharfenstein 164 165 167 168 169
Schatzenstein 224 230
Scheibenberg 174 180 181 182
Schere 160 161
Schellerhau 113 116
Schieferwinkel 200
Schlettau 180 181
Schlössel 149 187 188
Schmalzgrube 148 149 170 259 260
Schmiedeberg 124
Schneeberg 237 244 245 254 255 256
Schönborn 90
Schönbrunn 218
Schönfeld 174 175
Schreckenberg 175
Schwartenberg 128
Schwarzbach 227 229 230 231
Schwarzenberg 230 231 237 238 239 240 242 243 244
Schwarzwassertal 192 193 231 237 240
Schweddey 154
Schweinitztal 131
Schweizertal 34 46
Sechs Ruten 27
Seerenteich 106 107
Seifen 193
Seiffen 129 131
Seifersdorf 113 114
Seitenhain 42 46
Siegmar 6 7 12 14
Silberemlerfelsen 229 231
Sonnenberg 151 154
Sonnenwirbelhäuser 185 193
Sophienstein 129 133 146
Sosa 246
Spechtritz 113
Spechtritzmühle 111 112 113
Spiegelwald 224 227 228 232
Spitzberghäuser 193
Stadtpark 221 223
Stein 42
Stein (Hartenstein) 234 235 236
Steinbach (am Auersberg) 248 249 250 253 258
Steinbach (Preßnitztal) 170
Steindl 146 147
Steingrün 172
Stelzendorf 6
Sternmühle 208 209 210 211
Stiefelmühle 196 200
Stille Liebe 107 108
Stollberg 224 226 235 237 256
Stößerfelsen 129 133 146
Struthwald 157 158
Stülpnerhöhle 216
Stürmer 118 119
Tabakstanne 224 225 226
Tannenmühle 13 14 16
Taurastein 34
Tellerhäuser 191
Tellkoppe 125
Teplitz 119 120 121
Teufelsmauer 141 142
Thalheim 224 225 226
Tharandt 104 106 107 108 110
Thierfeld 19
Thum 217 218 219
Totenstein 12
Tschoschl 151 152
Unverhofft Glück 111 113
~Via mala~ 83 85 86
~Via mala~ (Zschopautal) 164
Vogeltoffelfelsen 141
Vorderzinnwald 123
Waldenburg 49 50 53
Waldheim 77 87 89 90
Waldkirchen 136 137 162 163
Walthershöhe 218 219 220
Warmbad 143 144 167
Warteck 113 117
Waschleithe 232
Wechselburg 42 43 46 47 54
Weipert 179 187
Weißbach 168 169
Weißer Hirsch 148 150
Weißeritz 110 111
Weitersglashütte 250 251
Weiterswiese 251 253
Werlsberg 259
Westewitz-Hochweitzschen 73
Wettinhöhe 201 202
Wildbach 256
Wildenthal 247 248 249 250 257
Wilischthal 164 168 169
Willersdorf 129 130
Wind 14 16 17 221 222
Wittgensdorf 26 28 33
Wittigsthal 192 258
Witzschdorf 162
Wolfner Mühle 190
Wolfsgrün 254
Wolkenburg 49 50
Wolkenstein 137 138 167 168 169 217 218
Wolkensteiner Schweiz 167 168
Wünschendorf 136
Würschnitztal 224
Wüstenbrand 13 17
Zeisigwald 54 55 56 57 58 59 60 61
Ziegenberg 230
Ziegenrück 165 166
Zimmersacher 249 250 257
Zinnwald 119
Zöblitz 139 140 141 145
Zschoken 19
Zschopau 162 163
Zschopautal 144 154 162 163 164 165 166 167 168 169 174 205 211
Zschopenburg 81
Zschöpchen 82
Zweibach 191
Zwittermühl 193
Zwönitz 220 226 227 230 232 233
Zwönitztal 193 194 195 196 202 203 213 224
Druck von Hesse & Kaufmann, Chemnitz.
Weitere Anmerkungen zur Transkription
Offensichtliche Fehler wurden stillschweigend korrigiert. Die Darstellung von Abteilungs- und Streckenstrichen wurde vereinheitlicht. Die Anzeigen wurden hinter die Geschichte verschoben. Die Berichtigungen S. 262 wurden eingearbeitet.
Korrekturen:
S. 5: Prießnitz → Preßnitz Chemnitz, Flöha, Sehma, {Preßnitz},
S. 53: Agricula → Acricola In Glauchau wurde 1494 Georg {Agricola}
S. 161: Gebietg → Gebiet wird vom Volke aber das »Rauche {Gebiet}« genannt
S. 193: Baumblut → Baumblüte gern zur Zeit der {Baumblüte} unternommen
S. 245: Max Sammlerstollen → Makus Semmlerstollen radioaktiv, am stärksten im {Markus Semmler-Stollen}
S. 254: Wolfgangmassen → Wolfgangsmaßen Rechts die Grube »{Wolfgangsmaßen}«
End of Project Gutenberg's Erzgebirgisches Wanderbuch, by Max Wenzel