Chapter 16
Viele Wünsche gingen mir in Erfüllung, anders und schöner, als ich erwartet hatte, auch der Wunsch, der am tiefsten in mir wurzelt, hier leben und schaffen zu dürfen.
Je enger sich der Kreis von Ausgang und Ende schließt, desto stärker empfinde ich es, wie darin das beste Glück enthalten ist.
Um mich ist Heimat.
Und ihre Erde kann einmal den, der sie herzlich liebte, nicht drücken.
[Handschriftenfaksimile]
[Transkription:]
_Am San_
Wo ist die Heimath? Ach so weit! Wer über hundert Hügel geht, Wer auf dem höchsten Berge steht, Kann sie noch nicht erschauen.
Wir hören’s wohl im frohen Mai, Es grüne in der gleichen Welt Der deutsche Wald, das deutsche Feld, Und wollen schier nicht trauen.
Wo liegt die Heimath? Ach so nah! Ich weiß mit jedem Herzensschlag, Daß nichts von ihr mich scheiden mag, Nicht Berg und Fluß und Auen.
Ludwig Thoma z. Zt. im Feld
BEMERKUNGEN ZUR TEXTGESTALT
Inhaltsverzeichnis, Abbildungsverzeichnis und Transkription des Handschriftenfaksimiles wurden in der elektronischen Ausgabe hinzugefügt.
Die Originalausgabe ist in Fraktur gesetzt. In Antiqua gesetzt sind in ihr römische Zahlen (in der elektronischen Ausgabe ohne Hervorhebung wiedergegeben, ebenso die Abkürzung „Dr.“) und einzelne Wörter aus fremden Sprachen (hier durch Unterstrich [_] gekennzeichnet, ebenso wie gesperrt gesetzte Passagen).
Folgende offensichtliche Druckfehler wurden korrigiert:
Seite 178: „Verhältnisse“ in „Verhältnissen“ geändert; Seite 180: „leistetete“ in „leistete“ geändert; Seite 237: „leistetete“ in „leistete“ geändert; Seite 245: „Thater“ in „Theater“ geändert.