Endres Tuchers Baumeisterbuch der Stadt Nürnberg
Part 9
Die steinprecher auf dem Rauhelperg thun alle jare zu dem newen ratte ob der stat amptbuch gehorsam, was der ist, die do stein an dem perck brechen, also das sie alle stein an rechter leng, das ist drei stat schuch, auch legers dick und preit, das ist ander halb schuch in dem stab, den ein erber rat darzu geordent und geben hat, prechen wollen, auch soliche stein nirgen anders dann zu und in die stat auf ein eiche geben, und wo der stat paumeister zu der stat nottorft stein bedarf, das sie ime dann die vor meniglich geben und zu geen lassen, auch das sie den abraum nit schedlich schutten und damit die fels verlegen, auch das ir keiner uber drei wochen auß seiner gruben on laub der stat paumeister nit arbeit; welicher also uber die zeit auß seiner gruben were und nit leut darinnen hett, die stein prechen, der solt furpaß seine recht oder gerechtigkeit verloren haben, alles nach altem herkomen und das also des pergs recht ist etc. alsdann ir ettlicher sich mit mir umb solich ubertrettung hat mussen vertragen und wandeln.
Wenn dann die steinprecher also gehorsam getan haben, wie oben steet, so soll ine der stat paumeister geben zusamen allen sechtzig pfenning zu verdrincken, ir sei vill oder wenig. auch so sol der stat paumeister alle wegen gegenwertig sein, wenn die berckleut also gehorsam thun.
So nun die steinprecher also ein fels zu grunde auß brechen und ein newen abraum thun wollen, so sullen sie vor zu der stat paumeister komen und inen pitten umb ein abraum, und do pei fur halten, wo und an welichem end am perg das sie das fur nemen wolten. alsdann soll der stat paumeister der stat werckmeister den maurrer hin auß senden und das schawen lassen und von dem meister vernemen ob das schedlich sei oder nit, do sie es meinen fur zu nemen, [39^a] nachdem man ettlich fels und went am perg lange zeit geheit und behalten hat zu der stat nottorft, die auch den steinprechern gemeinglich allen woll wissent sein: das ein in der alten burger gruben, das ander an der langen want, die unter augen steet, als man kumpt gegen aufgang der sunnen in die newen burgers gruben; das drit der fels, der do steet zwischen sant Laurentzen und Hanns Mans und seiner gesellen gruben. an den dreien enden hat man klein abraum und guten stein und hat die fels vor des Grassers seligen zeitten untz her gemeiner stat geheiet und vor behalten, ob etwas fur viell, das man zu not stein bedorft. das soll ein paumeister kunftiglich in acht haben, niemant darein zu erlauben on laub eins erbergen ratz.
Auch wo aber die steinprecher sunst am perg ine furnemen ein abraum zu thun, do es unschedlichen wer, so das der stat meister gesehen het, so soll ine der stat paumeister des vergönnen mit der unterscheide, das sie mit der schut den perg oder ander fels do pei nit verschutten, und darzu soll ein paumeister der stat meister ie uber viertzehen tag ein fart hinauß senden, das er zusehe das sie nit schedlicher schutten. auch das sie die stein niemant versprechen, sunder wo der stat paumeister des fels oder stein bedarf, das sie im den vor meniglich geben; wo aber ein paumeister der stein nit bedorft, so mugen sie die woll geben wem sie wollen, doch neur in die stat auf ein sich und auß der piet sunst niemant geben etc. auch sullen sie solichen stollen und fels, so sie geraumt haben, zu grunt herauß prechen und hinab komen, als ferre sie können und mugen vor wasser.
Dem nach wo der stat paumeister den steinprechern also erlaubt ein fels, und der zu grunt herauß kumpt und sie dann wider komen und an demselben ende aber peten umb ein abraum, das steet dann zu einem paumeister, ob er ine an dasselbe oder ander ent erlauben will, dann kein steinprecher am Reuhelperg kein erb gerechtigkeit nit hat. so soll im der stat paumeister nit mer [39^b] versprechen noch erlauben dann so vill ir einer ein abraum fur sich nimpt, wenn das zu grunt herauß kompt, so hat das sein ende und der steinprecher nichtz mer do [zu thun].
Es soll auch kein steinprecher dem andern kein fels oder gruben noch erb gerechtigkeit am perg nit verkauffen, wie wol sie das vor jaren vill getan haben, das dann vil zurüdung am perg gemacht hat, das einer dem andern so nahent pei im nit wolt lassen arbeitten. und wolten sich do sunder gerechtigkeit understeen, des doch nit ist, dann der perck ist gemeiner stat Nuremberg und nit ir mer dann ein gunst, so vill sie des erlaubung von der stat paumeister haben.
Nachdem also alleweg ir zwen oder drei zusamen setzen und mit einander abraumen, arbeitten und steinprechen, und dann zu zeitten geschicht, das ir einer am perg nit mer arbeitten will, oder zu zeitten ein ander arbeit mit laub eines stat paumeisters auf dem land hat oder einer von todes wegen abgeet, ein solicher oder sein erben, den dann ein abraum ettwaß gekost hat, ee sie zu stein komen sein, der mag solichen sein kost, so er darauf gelegt hat, sein gesellen oder einem andern am perg woll verkauffen und umb ein zimlichs anschlagen. das soll doch nit gescheen dann mit der stat paumeisters wissen und willen.
Wenn dann die steinprecher also stein zu der stat pewen und nottorft der stat paumeister geben und zu furen lassen, dieselben stein soll denn der stat werckmeister, der maurrer, allewegen uber viertzehen tag eigentlichen abzellen und eichen in den stab, der darzu gehort, pei seinen trewen, so er der stat paumeister gegeben hat, und dann das furpaß einem paumeister zu sagen und zu wissen thun, wieviel [40^a] guter quader das sein, und wievil derselben quader dieser oder gener geantwort hab, und wohin man soliche quader gefurt hab an was ent zu der stat nottorft. was dann also ein stat meister dem paumeister ansagt, das soll der stat paumeister den steinprechern bezallen.
Auch wenn der stat meister, der maurrer, denn also geeicht hat und der stat paumeister das ansagt, so gibt ime ein paumeister ie von hundert guter quadern vier und zweintzig pfenning eichgeltz, als vill hundert der ist. dovon gibt der stat meister zu trinckgelt des paumeisters eehalten acht pfenning von iedem hundert, alles nach altem herkomen.
Mer gibt ein paumeister den furknechten ie von hundert guten quadern sechs pfenning trinckgelts, als vill hundert der ist, die sie an der stat arbeit gefurt haben.
So hab ich bißher ein jare dem andern zu hilf, die weil ich paumeister gewesen bin, mussen haben bei funf tausent quaderstein Reuhelpergs.
Wenn also ein eich ist, so sullen die steinprecher auf denselben tag der stat paumeister ein püschel eichens laubs in sein haus schicken, ob man das anders im jare gehaben mag, pei der steinwegen einem, die die stein also herein füren, alles nach altem herkomen.
[40^b] Nachdem und ein erberger ratte hat furgenomen und verpotten, kein eichens laub mer zu hawen noch herein zu tragen, und mir aber die steinprecher im zweiundsechtzigisten jare an dem heiligen pfingst obent [5 Juni] ein püschel eichens laubs santen auf ein eich nach altem herkomen, also komen des Lienhart Grolantz, die zeit amptmans des walds Sebaldi, forstknecht an die steinwegen und pfendten ein von des eichen laubs wegen, das er fürt, und der amptman wolt nit minder denn zweintzig pfunt alt haben, und wolt auch solichs alts herkomens und gerechtigkeit eins paumeisters und die ungeverlichkeit der ding fur kein entschuldigung haben, wie woll ich im sagt, das ichs von meinem gelt nit geben wolt, sunder wo er des ie nit geratten wolt, so nem ich das gelt auß der losungstuben, und gebe ims und ließ ins wider hinauftragen, und half alles nit. also sant ich im am suntag vor sant Margrethen tag [11 Juli] zweintzig pfunt alt, des behielt er dreissig pfenning und sendet mir das ander wider. also schicken mir die steinprecher noch eichens laub, und zu zeitten pirckens, linthes und anders, also das sie doch die alten gewonheit noch halten.
Die steinprecher mussen alle stein selber herein antworten zu der stat nottorft, also das der stat paumeister mit der fure nichtz zu thun hat, und zalt ine fur pruch und fur fure als hernach steet.
Item fur ein quader, das drei schuch lanck, anderhalb schuch dick und hoch ist, vier pfenning fur den pruch und siben pfenning zu zeitten acht pfenning fur die fure; facit ein quader ailf pfenning und zu zeitten zwelf pfenning.
Fur ein pfeiler stuck vier und zweintzig und achtundzweintzig pfenning, dornach es preit und dick ist, fur pruch und fur fure.
[41^a] Fur ein sturtzen, die sechs schuch lanck, ein schuch dick, zwen schuch preit ist, dreissig pfenning und zwenunddreissig pfenning fur den pruch und für die fure.
Was man sunst grosser stuck bedarf, die eicht man nach quadern alleweg darnach sie sein, zwai stuck für drei quader oder dreu stuck für vier quader oder vier stuck für funf quader, und ie fur ein quader ailf und zu zeitten zwelf pfenning für pruch und fure herein.
Der stat paumeister mag auch selber woll stein nach dem taglon prechen lassen, alsdann auch vor zeitten woll gewesen ist; aber es ist nit vorteils doran, man kompt der stein sunst gleich als nohent und vill neher, darumb ist es darvon komen.
Auch so machen sie am Reuhelperg fulstein, die furen sie auch her zu der stat und setzen heuflein dorauß vor Frawenthore, und geben ie ein heuflein umb sechtzig pfenning, dreu oder vier pfunt, darnach sie groß sein, oder ein karren fuder mit einem pferde umb oder auf dem perg in der gruben fur funf pfenning, oder als vil pfert einer an einen wagen spant und fulstein von dem perg füret, alle wegen funf pfenning auf ein pfert.
So steet außen an dem rathaus neben des Sebolt Grolantz des goltschmits schmitten ein eissen in die maurren gemacht, [41^b] das hat die leng von einem quader, und das selb eissen halbs ist die dicken und preitten eines quaders am Reuhelperg, darnach man dan die quader prechen und eichen soll. desselben eissens leng der stat meister an einem stab haben soll, wenn er die stein eichen will der stat.
[42^a] Von dem Kornperg stein zu prechen.
Wenn dann ist, das der stat paumeister Kornperck stein bedarf quaders größ zu grunten in das wasser oder sunst zu pawen. und nachdem dieselben perckleut am Kornperck gemeinlich alle nach mullwerg arbeitten und solich stein quaders größ theur schatzen und geben, hat man in vergangen jaren auf des reichs poden im walde bei Kornperger stroß, am Höhelstein genant, ein gefaren und do stein zu der stat nöttorft prechen lassen. und [het] aber vill zwitrecht von den Seckendorfern, darumb kam ein erber rate daran und kauft den Seckendorfern ir gerechtigkeit ab am Kornperg, also das der perck nun gemeiner stat zu Nuremberg ist, und des herr Hanns Coler von eines erbern ratz wegen ein oberster perckrichter ist. gleichwoll geben dieselben pergleut sollich stein teur, und darumb hat man am Höhelstein vill stein prechen lassen, des dann die perckleut auch nit haben können weren. und nachdem aber derselb stein schallig und gelessig worden ist, und aber ein erber rat in mittler zeit auch auf des reichs poden im walde zwischen Wendelstein und Röttenpach vorgunt hat den gotzhaus pflegern zu der newen kirchen zu allen heiligen stein zu prechen, darmit sie dann die kirchen doselbst gemacht und volpracht haben und kein steins mer darzu bedorfen, hab ich mich von gemeiner stat wegen derselben heilling gruben und steinpruchs unterfangen, und darinnen raumen und ein heuslein darzu pawen und setzen lassen, darinnen die steinprecher iren zeug behalten, auch darinnen spitzen und ligen mugen, wo man stein do prechen wolt lassen, als ich ir dann in dem jare ietzunt pei dritthalb hundert stuck prechen ließ und die hinder das Wilpat und auf den Newenpaw furen ließ, wo man der bedorft, das man die do funde.
Nun so gab ich denselben steinprechern einem ein tag sechsundzweintzig pfenning und ettlichem zwenundzweintig pfenning, einem knecht oder pößler achtzehen pfenning, und iedem zwen pfenning badgeltz. man hat inen ettwan minder geben, aber nachdem die arbeitter aufschlagen, hab ich die auch nit neher mugen gehaben. darzu muß man inen leihen allen zeug domit sie arbeitten von [42^b] zwispitzen, keillen, hemern.
Mer gab ich von den stein auß der heiligen gruben herein in die stat zu furen ie auf ein pfert funftzehen pfenning, das ein fart thet, oder auf ein fuder mit vier pferden sechtzig pfenning, und befalch den steinprechern, das sie die wegen redlich und mit guten fudern lueden.
Ich kan aber nit woll wissen, was man der Kornperg stein ein jare bedarf, dann man der mer ein jare dann das ander bedarf, darnach man am wasser vill zu maurren hat. auch verkauft man die fulstein daussen in der gruben, ettliche furen sie selber herein fur die stat im winter, so sie sunst nit anders zu furen haben.
So hab ich sider her ettliche jar vill stein in derselben gruben prechen lassen zu dem Fischpach, nachdem mir denn von einem erbergen ratte befolhen ist von jaren zu jaren den Fischpach zu besetzen mit Kornperg stein durchauß. und hab den steinprechern geben den vorbestimbten lon und der fure zu zeitten zwelf pfenning auf ein pfert von einer fart, aber nit alle wegen, darnach die furleut weil haben. und mich kost ein stuck groß oder kleins, dicks und düns, das dann ungeverliche stuck sein, also rauch bei achtundzweintzig und dreissig pfenning, mit abraumen in der grub und allen dingen herein.
Der Kornperk stein hab ich ettliche jar her, und mir der Fischpach befolhen ist worden zu besetzen mit den stein, ein jare [43^a] bei vierhundert stucken prechen lassen auß der heiligen gruben.
Es soll auch der stat paumeister alle weg haben hundert oder mer Kornperg schalen, die do ligen ob man der bedorft. solich schalen brechen sie am Kornperg und geben die zu 15, 16 und 18 pfenning, darnach sie groß sein. so kompt woll ein zeit, das man ir am Kornperg nit gehaben mag, also das es am fels darnach nit geschick ist, darumb ist gut, das man ir do ligent hab 100 oder anderhalbhundert auf ein fursorg.
Item im funfundsechtzigsten jar zu sant Maria Magdalena tag [22 Juli] kauft ich zwen Kornperger grosser steiner trog, wiewoll man der die zeit nit bedorft. aber nachdem die perckleut im fordern Wernloch vil jar her und noch lang kunftiglichen zu solichem vels nit mer komen mochten, hab ich die bestellt. die kosten mit allen dingen, geöltrenckt, piß an die stat, als sie dann ietzunt steen auf der Peunt, einer funfundsechtzig pfunt novi.
[43^b] Von den pflaster stein.
Auch soll der stat paumeister sich versehen mit pflaster stein, also das man der ein nottorft hab, dann der alten stein im pflaster vill abgeen, also das man vill newer stein in einem jare ein pussen muß. wo man dann newe pflaster macht oder machen wurd, must man ir vorauß haben.
Pflasterstein pringt man von dem rechten Kornperck und legt die vor der stat bei dem gericht nider. darnach so sullen sie die pauren und perckleut von Kornperck oder von Wendelstein, wes dann solich stein sein, aufsetzen hauffen weis, also das ein ieder hauf stein sol lanck sein zehen stat schuch, und hoch siben stat schuch, und dick 5 stat schuch; und sullen also ongeverlich gesetzt sein, das sie nit löcher darinnen inwendig geferlich setzen: auch hat der zollner unter dem Frawenthor ein stangen, die geprent und zehen schuch lanck ist, darnach sie dieselben hauffen stein setzen mugen.
Wenn sie dann solich hauffen stein auf gesetzt haben und verkauffen wollen, so soll die der stat paumeister besehen und die stangen an lassen schlagen; welcher hauf dann nit die rechten leng, groß oder dicken hett, oder sunst geverlich gesetzt were, denselben hauffen solt ein paumeister darnach bezallen.
Die paurn oder perckleut wollen es aber abnemen mit den stein hauffen zu setzen, sunder sie wollen sie neur ribsweis verkauffen und clagen, sie konnen ir nit gesetzen, und haben die leut auch der muß nit. dorein mag sich dann der stat paumeister selber richten, also das er die stein dester neher kauft von inen umb des [44^a] willen, das sie des setzens vertragen sein.
Nun ist der kauf gemeinglich zehen und ailf pfunt alt fur ein gesetzten hauffen, wenn das gut hert stein sein, und ie herter stein das sein, ie lieber sie ein paumeister kauffen soll. was solich stein kosten, sein sie paß feiler dann weich stein, dann die weichen am stossen und faren alle zuprechen und zumülmen sich; wo man dann soliche pflaster wider auf prechen soll und pessern, so geet vill ab, das die herten stein nit thun und sich hinwider setzen lassen.
Wenn der stat paumeister also der stein kauffen will und schawen, soll er den Löffler oder Gürtler zu im nemen auf das, das die wissen, weliche stein der stat zu steen. die soll ein paumeister dann zeichen und pflocken darumb schlagen drei oder vier, so sehen die ander steinprecher und karrenleut woll, das die der stat sein, und ledt niemandt davon wo die pflocken steen.
Man pringt auch fur das thore vill weicher stein, die zu pflastern in der stat nit tuglich sein, es wolt sie dann einer in ein hoffe oder dennen, daruber man nil vill fert. solich stein gibt man auch darnach an gelt zu acht und zu neun pfunden ein hauffen.
So pringen sie auch vill gewelb stein, die auch nit von dem hertzten sunder war prait als schalig sein. dieselben stein sein tuglich zu gewelben, keller und heimlich gemach und anders [44^b] unter der erden. solich stein setzen sie nit oder gar selten auf, sunder sie geben sie hin ribsweis, als sie die schlechtz von dem wagen werfen uber einander.
Auch was man stein also vor dem thore kauft, die muß der kauffer selber lassen herein furen, wo er die hin haben will, und im ist die der verkauffer nit schuldig zu antworten weitter, es werd denn mit sunderen worten bedingt etc. man hat ettwan geben fur fure, was man umb dreissig pfenning kauft hat, do hat man vier pfenning von geben; aber man muß ietzunt 6, 7 pfenning geben, darnach man sie auch einem weit furen muß.
Der stat paumeister mag auch zu zeitten woll ettlichen gelt auf solich pflaster stein leihen, wo er gewiss leut hett, auf das, das eim paumeister solich stein als pald wurden zu sein handen als andern leuten, dann sie sunst die stein verkauffen und geben mugen wem sie wöllen.
Ich hab pißher mussen haben ein jare allein zu flicken, an newe pflaster zu machen pei 30 und 36 hauffen pflaster stein. und wenn ich ir einem hab abkauft fur funftzig oder sechtzig pfunt alt stein, minder oder mer etc. hab ich iren knechten und knaben, die solich stein herein furen, zu trinckgelt geben 6, 8, zehen und viertzehen pfenning auf das meist ongeverlich.
[45^a] Item so gibt man ein karren fuder alter pflaster stein fur 15 und sechtzehen pfenning; darfur sein sie zu kauffen und zu verkauffen einem paumeister.
[45^b] Von dem kalk.
Es hat auch gemeine stat Nuremberg zu der Leynburg zwen kalcköfen, die do steen auf des reichs podem vorn am walde und unten am perg zu der Leynburck, der ein zu den Stegen, der ander zu dem Hopfgarten genant. dieselben kalcköfen dann noch vorhanden [sein]. wiewoll sie ietzunt scheinen vere von dem walde ligent, so kumpt das also zu, das man so sere darumb geholtzt hat, die gemein von der Leynburg und ander umbsteende dorfer, das es also weit umb die öfen worden ist. auch steen die öfen weit einer von dem andern darumb: nachdem man das holtz zu dem kalck mit laub eines obersten amptmanns hawen muß, wo er dann das erlaubt und es derselben öfen am nechsten ist, do furt man das holtz zue.
Nun wenn denn der stat paumeister kalcks bedarf zu der stat nottorft, den muß er allewege ein jar vor bestellen, also das er zu dem öbersten amptman des waldes in sant Laurentzen pfarr geen, oder schick zu ime den schaffer in gegenwurtigkeit des amptmans knecht, und ime do zu erkennen geben und laubs begeren zu funf, sechs oder acht öfen kalcks zu holtzen, darnach ir ein paumeister bedarf und vill oder wenig kalcks in den hütten ist, oder groß gepew vor augen hat. do muß sich ein paumeister selber einrichten, das dopei ein gemein mit kalck auch vorsehen werde.
Wenn dann solichs dem amptman furpracht wirt, so fragt der amptman, wer das holtz hawen werde. so soll im ein paumeister das zu erkennen geben und den oder die nennen, mit den er das verlassen oder bestellt hab zu hawen. so weist innen dann der amptman in ein huet und bescheit ine der erbforster oder seiner knecht ein zue, der inen weis, wo er das hawen soll. do soll jener oder die dann hawen und sunst nirgen, und darzu hinders und vorders holtz nemen und auch nit hawen kein junge loo fiechten.
[46^a] Also was man holtz zu kalcköfen hawen und fellen will, das muß gescheen in dem meien oder auf das lengst im andern meien des monscheins, die weil das holtz im saft ist, auf das, das es durr werde und die rinten lös auf das nechst jare hinumb auf liechtmess, so man dann anhebt kalck zu prennen. und nachdem die paumeister vor zeitten mit zweien oder dreien ie zu thun gehabt, und das gelt vor hinauß auf solichs holtz zu hawen und fur die kalcköfen bestellt zu füren und gehen haben, das dann zu zeitten durch derselben armut und laßheit versaumpt und mit gehawen noch gefurt wart, auch durch dieselben zu zeitten geschalckt wart, also das sie nach loe hieben und darzu dasselb holtz zu und fur ir eigen kalcköfen furten, dardurch der stat paumeister gesaumpt wart.
Darumb hat ein erberger rat furgenomen im pesten, wenn der stat paumeister einem verdingt das holtz zu der stat kalcköfen zu hawen oder furen, der dann im selber sunst auch kalck prent, als ir dann vill ist zu der Leynburg, derselb soll der stat paumeister sein trew geben und darauf sweren zu got und den heiligen, das er kein holtz woll hawen zu den kelcken, die dann einem paumeister zu gehoren, dann wo ine der erbforster und des amptmans knecht, der dann die zeit in die huet gehort, hinweissen. do mag er woll hawen doch also, das er noch sein gewalt seinen nutz mit dem holtz noch loe nicht suchen, und das sunst nirgen furen dann für der stat kalcköfen in keinerlai weisse on alles geverde. einen solichen ait hat mir Linhart Greussel gesworren, dem ich dann ettwann vill holtz zu hawen angedingt hab.
Ist es aber, das im einer selber nit kalck prennt, dem dann der stat paumeister also verdingt holtz zu der stat kelcken zu hawen oder furen, der darf des vorgeschriben aides nit sweren, dann ein solicher minder schalcken mag vor den erbforstern oder amptmans knechten, dann ob er im selber auch holtzet.
[46^b] So muß man der stat zu einem offen kalckes haben zweintzig grosser tenner paum, die thun pei zwelf fuder holtz, eines fuders minder oder mer ungeverlichen. das holtz hawet man dann zu schrötten pei funf oder siben scheit lank. wenn sie dann das fur die öfen pringen, so schrotten sie das holtz und macken klupfel dreier oder dritthalber scheit lang darauß, und was dann so groß und dick von holtz ist das kleubet man, und prennen dann das also. fur ein solichen offen oder fur sovil fuder holtz hat man nach altem herkomen geben ailf pfunt alt fur hawen und furlon, gantz fur den offen geantwort. aber nachdem und die welde ser verhawen sein und man solich holtz von weitter hin zue furen muß, als der amptman dann des zu hawen kein laub in der nehe da umb mer geben will, so muß ich ietzund fur ein offen holtz geben dreitzehen halbs pfunt alt und vierzehen halbs pfunt alt.
Man pricht den kalckstein oben auf dem perg zu der Leynburck auß eckeren, die die pauren doselbst umb und auch zu der Leynbruck oben auf dem perg haben, und man gibt ie fur den pruch allein zu einem ofen kalck dreu pfunt alt nach altem herkomen; das besteet noch also darpei.
Zu einem offen kalcks muß man auch haben pei viertzehen fuder derselben stein, eines fuders minder oder mer ungeverlichen. fur ein solichen offen oder fur sovil stein fuder gibt man nach altem herkomen ailf pfunt alt, also das man solich stein gantz zu dem kalck offen antwort. solich stein muß man auch im summer auf dem perg prechen und herab füren, dann man der im winter nit prechen noch herab pringen mag.