Endres Tuchers Baumeisterbuch der Stadt Nürnberg

Part 8

Chapter 84,029 wordsPublic domain

[31^a] Dornach am sambstag oder aber am nechsten feierabent darvor, wo man den sambstag feiert etc. wenn der stat paumeister lonnen will, so soll der Gürtler früe komen zu dem garauß oder im sumer umb eins auf den tag zu dem paumeister und mit im geen zu der stat arbeit allenthalben, aldo des paumeisters knecht die laden mit den lönpuchslein unter einem mantel mit tragen soll. und wo die arbeitter dann sein, do soll der stat paumeister aufsperren und den arbeittern lonen wie vor geschriben steet. daran hat ein paumeister zu geen auf das minst pei zwaien stunden alles nach altem herkomen.

So isset der schaffer, als ietzunt ist Conrat Gürtler, alle freitag und sambstag das mittag moll mit der stat paumeister, auf das, das er am freitag nach mittag dem paumeister helf das gelt ein zellen und des gleichen am sambstag früe mit ime gee zu dem lonen, alles nach altem herkomen.

Item so hab ich es piß her gehalten mit der zunemung des lones der arbeitter also: wenn sant Peters tag stül feier [22 Febr.] oder sant Johanns tag vor der lateinischen pforten [6 Mai] gefallen ist auf ein montag, erittag oder mitwoch, so hab ich inen dieselben wochen gantzen follen lon [gelassen] oder zu genummen und den meisten lon geben; gefellet aber der tag einer auf ein pfintztag, freitag oder sambstag, so hab ich ine nit mer [geben] sunder das pei dem kleinen lon beleiben lassen die selben wochen.

Und desgleichen von sant Gallen tag [16 Oct.], wenn der gefellet auf ein montag, erittag oder mitwoch, so prich ich ine den lon ab dieselben wochen; gefellt er aber auf ein pfintztag, freitag oder sambstag, so prich ich ine an dem summerlon nichtz ab dieselben wochen.

[31^b] Von dem walthawer.

Mer soll der stat paumeister gedencken und zu der stat nottorft bestellen einen redlichen walthawer, der getrew, warhaft und frum sei, doran er sich gelassen und dem getrawen mug, als vor zeitten der Heintz Höchell ob zweintzig jaren und ietzunt Peter Funck zu Fischpach gesessen pei acht jaren walthawer ist. ein solicher walthawer, den ein paumeister bestellt mitsampt sein knechten, die ime helfen hawen, soll der stat paumeister einem obersten amptman des waldes in sant Laurentzen pfar im anfang zu prengen und stellen. derselb walthawer und sein knecht sullen dem amptmann gehorsam thun nach altem herkomen, und darnach alle jar zu sant Walpurgen [1 Mai] tag des gleichen thun, die weil ein walthawer der stat paumeister fugsam und eben ist.

Es soll der stat walthawer der stat paumeister zu der stat nottorft zimmerholtz hawen, des gleichen sein knecht, die im helfen hawen zu der stat nottorft, die thun alle jar zu sant Walpurgen tag gehorsam und schweren einem obersten amptman des walds in sant Laurentzen pfar, das sie des walthawer ampts getrewlich warten und pflegen wollen, auch alles holtz zu rechtem wedel am monat hawen und fellen, es sei was holtz das sei, außgenomen streuholtz auf die prucken mugen sie woll im unhaw hawen. und was des holtz im wedel gefellt und zu zimmer tauge, sullen sie auf hawen hinters und forders und sunderlichen eichens holtz, was man des geniessen mag, dormit das kein holtz auf dem walde pleib ligent. aber in der meil sullen sie kein holtz hawen, inen derlaub es dann ein erber ratte oder ein oberamptman des waldes. auch so soll der stat walthawer niemant kein holtz hawen oder furen auch nit holtzen, dann im selber mag er ungeverlich ein prennholtz furen zu seiner nottorft, es wer dann, das er zu der stat nöttorft nit zu hawen noch zu furen hett, so mocht er im selber zu nutz woll holtzen auf seine pfant, doch mit gunst und willen eines obersten amptmanns und anders nit, alles ungeverlich. was zimmers dann der stat walthawer also hawet, das soll er alles zaichen mit zweien †† creutzen, als im das der amptman bevolhen hat.

[32^a] Darzu ist sunst ein gemeiner stat walthawer, der so hawet auf dem walde in sant Laurentzen pfarr, der einem erbern ratt alle jar ein sum geltz gibt, das im ein rat und ein amptman vergunt zimmer zu hawen zu gemeinen pewen in der stat. derselb walthawer und sein knecht thun auch alle jare gehorsam dem obersten amptman des waldes auf meinung als oben steet. was also der gemein walthawer zimmers hawet, zeichent er mit † creutz. mit demselben walthawer hat der stat paumeister nichtz zu thun etc. derselb walthawer getare kein zimmer noch holtz fur die stat noch ausserhalb der rinckmaur on laub des ratz nit geben.

So wirt das meiste holtz zu der stat nottorft alles gehawen auf der seitten in sant Lorentzen pfarre waldes, das dann vill geschlechter ist dann auf der seitten in sant Sebolts pfarre. wiewoll auf derselben seitten des walds in sant Sebolts pfarre auch vier gesworen walthawer sein, hawen sie doch nichtz zu der stat nottorft dann allein, wenn ein paumeister latten, eichener zeungerten oder gezenckter schrancken bedarf, die vindt man paß do dann auf der andern seitten in sant Laurentzen pfarr etc. das hawet der vier walthawer einer, genant der Klugel. auch lest man zu zeitten segpaum do hawen, gibt man von einem zu hawen sechs pfenning nach altem herkomen, oder zu füren herein hat man ettwann geben von einem segpaum dreiundviertzig pfenning; do muß man ietzunt geben von einem siben und acht groschen.

Auch so soll der stat paumeister alle goltfasten mit der stat walthawer abrechen. und wenn er also rechen will, so soll der stat werckmeister, der zimmermann, auch der schaffer und anschicker mitsampt der stat walthawer das holtz, das seint der nechsten rechnung herein zu der stat nöttorft komen ist, vor abzelen und das aigentlichen einem paumeister beschriben geben, von leng und groß und wie vill des sei etc. doch soll ein paumeister kein holtz zallen, es sei dann herein in die stat geantwort worden von dem walthawer etc. alles on geverlichen.

[32^b] Wenn dann solche rechnung ie gescheen ist in pei wesen der stat werckmeister des zimmermanns und des schaffers, so hat ein paumeister ie gegeben des walthawers knechten vier pfund alt, und dem schaffer und anschicker sechtzig pfenning, und der stat werckmeister dem zimmerman dreissig pfenning fur ein trinckgelt nach altem herkomen. aber die zeit und der Hanns Coler paumeister gewesen ist, hat er dem walthawer alleweg geben siben pfunt alt rechen geltz fur alles ding, und hat furpaß ine domit lassen umbgeen. der hat dann darvon geben der stat werckmeister dem zimmerman sechtzig pfenning und dem schaffer sechtzig pfenning und des paumeisters ehalten sechtzig pfenning; also ist es biß her gehalten worden. aber nachdem und meister Hanns Dubinger abgangen ist, hat der stat walthawer dem statmeister dem zimmerman nichtz geben, denn ein moll so ist er mit ime auf den tag, als man rechent.

Nach endung solicher rechnung soll der stat paumeister fragen den walthawer, was er noch gehawens zimmers auf dem walde ligent habe, und aldo mit der stat werckmeister und schaffer rettig werden, was der walthawer biß auf die nechsten goltvasten mer hawen und fellen sulle, auf das, das man mit allerlai holtz versehen und verhanden sei auf der Peunt und im walde, doch das man das eltzt umber mer verarbeit, auf das, das es nit erspöre oder erfaul; do muß sich ein stat paumeister selber einrichten nach dem pesten. in dem walde leit aber das zimmer gar vill lenger auf den spennen, wenn es beschlagen und gewalthawet ist wider auf der Peunt oder im zwinger, es were dann gedeckt, das man doch auch nit alles gedecken kan.

Es soll der stat paumeister des gefliessen sein, das er mit dem walthawer bestell, das er ein viertzig dürrer segpaum auf den winter habe, nachdem und ein paumeister gemeinlich ein sege hat, die im pretter schneidt. ein soliche sege must feiern im winter pei den grün segepaumen, wo man nit durrer hett, dann die grün segpaum gefriesen [33^a] und lassen sich nit schneiden im winter.

So mag der stat paumeister dem walthawer woll gelt leihen auf das gefellt holtz im wald oder sunst auf fur von holtz, das er herein antwort, von einer goltfasten zu der andern, und das ie mit ime abrechen, dann ein walthawer des von einer rechnung zu der andern sunst nit zu verlegen hat. darumb thut nott, das der walthawer getrew und frum sei, als am ersten steet.

Es hat auch der stat paumeister gewalt, das er mit der stat walthawer mag hawen lassen, was holtz er zu der stat notturft bedarf, on allein vorhen prunroren holtz, das dann nirgen dann in der meil steet, das soll der paumeister an einen erbern ratte pringen und do eines urlaubs begern, dann der oberst amptman des nit zu erlauben hat on ein ratte, alles nach altem herkomen.

Item so ist darnach am mitwochen nach sant Katherein tag [28 Nov.] im vierundsechtzigisten jar in einem erbern rat verlassen, das der stat paumeister gewalt hat, und solich vorhen rorenholtz mag hawen lassen doch mit wissen und nach rate eines obersten amptmans, also das er furpaß nit alleweg an ein rat komen darf, ist gescheen in Rupprecht Hallers und Anthoni Paumgartners frag als burgermeister zu den zeitten.

Nun auch so hat alles reisholtz, als vorhens, thenes, fiechtes wedel zu hawen im zu nemen des monscheins und alles laub [33^b] holtz, als eichen, büchen, bircken im abnemen des monscheines.

Mer so ist alles holtz im jare nimmer pesser zu hawen und das leichter wird dann im meien, auch im mertzen und in sant Giligen mon schein am ab und zu nemen eines iedes wedels am holtz.

Der walthawer hat auf der Peunt ein stall, dorein er seine pfert, wenn er hinnen ist, stellt, und hat darpei sein eigen habern und heu; das hat im der stat paumeister alle weg begünt und günt im des noch, also das er das von keinem rechten hat.

Auch so gibt der stat paumeister des amptmans knechten auf sant Laurentzen wald zu weihennachten fur ein trinckgelt und opfergelt, wenn sie das holen, funf oder sechs groschen; aber es ist in kurtz her verpotten worden, und gib ine nichtz mer.

Bißher so hab ich auch ein jare dem anderen zu hilf mussen haben, die weil ich paumeister gewesen bin, an allerlai zimmerholtz und latten, on die zeungerten, astellen und thangraß oder reisech pei vier tausent stemmen oder paumen.

[34^a] Es soll auch der stat paumeister des gefliessen sein, das er keinerlai holtzwerck und sunderlichen prunroren fur die stat auß der piet nit furen noch geben soll on wissen und willen eines erbern ratz und amptmans.

Und was der stat walthawer also zimmers zu der stat nöttorft hawet, das muß er selber herein auf die Peunt oder in zwinger oder in andern enden, do man sein in der stat bedarf, antworten. darfur gibt ime der stat paumeister nach altem herkomen fur hawen und zu fueren fur ein iedes holtz, als hernach steet geschriben.

[34^b] Item fur ein lengwit vier pfenning.

von einem eichen afterschlag oder wipfel, der zehen oder 11 schuch lank ist, zehen pfenning.

von einem eichen afterschlag und pfell stangen 18 schuech lank 15 pfenning.

von einem eichen schirm pfoll, der 14 schuch lang ist, 21 pf.

von einem eichen pfalholtz, das 20 schuch lanck ist, 38 pf.

von einer eichen, [die] zweintzig oder 21 schuch lanck ist, 26 pfenning.

von einem pruckpfall, der 30 schuch lanck ist, dreu pfunt alt.

von einem eichen seulholtz, das 10 schuch lang ist, 28 pfenning.

von einem eichen seulholtz, das groß und 14 schuch lang ist, 4 pfunt alt.

von einem eichen geswell, das 14 schuch lang ist, 24 pf.

von einer eichen nabstangen, die 24 schuch lang ist, 18 pf.

von einem gelenter holtz 24 schuch lang 28 pf.

von einem eichen gelenter holtz, das 30 schuch lang ist, 35 pf.

von einem eichen thanpaum, der 30 schuch lang ist, 56 pf.

von einem eichen goch 36 und 40 schuch lang 6 pfunt.

von einer rauhen aichen 30 schuch lang 60 pf.

von einer eichen maurlatten zum kornhaus 36 schuch lang 3 pfunt.

von einer grossen rauhen eichen, die 28 oder 30 schuch lang ist, funf pfunt oder sechs pfunt alt.

von einer eichen, die 40 schuch lang ist, zu der leittern auf dem sünbeln thurren dreu pfunt alt.

von einem eichen rinnholtz 35 schuch lang zum fleischhaus 4 pfunt alt.

von einem eichen goch, das zwenundzweintzig und vierundzweintzig schuch lang ist, 75 pfenning.

[35^a] Item fur ein geschock latten 3 pfunt alt oder ie fur ein 3 heller.

fur ein tennen latten von sant Lorentzen walde ein pfenning zu hawen, drei heller zu fueren, facit 5 haller.

fur ein pruckholtz, das 16 oder 18 schuch lang ist, 4 pf.

fur ein pruckholtz, das klein und doch 22 oder 24 schuch lang ist, vier pfenning.

fur ein gemeins pruckholtz, das 21 oder 22 schuch lang ist, 5 pf.

fur ein pruckholtz, das 24 schuch lang ist, 6 pf.

fur ein pruckholtz, das 26, 28 und 30 schuch lang ist, 7 pf.

fur ein pruckholtz, das 24 und 30 schuch lang ist und spunt größ hat, 11 pf.

fur ein pruckholtz, das dreissig und 34 schuch hat und 2 dinst thut zu der pruck hinter dem wildpat, sein grosser dann spunt 20 pf.

fur ein klein spuntholtz, das doch 24 schuch lang ist, 7 pf.

fur ein gemein spunt, der 24 schuch lang ist, 10 pf.

fur ein gemein rechen, der 30 oder 40 schuch lang ist, 20 pf.

fur ein rechen, der 30 schuch lang ist und pesser dann die ersten, 24 pf.

fur ein rechen, der 47 und 50 schuch lang ist, zum kornhaus zu langen panten 40 pf.

fur rechen zu dem kornhaus, [die] 17, 26 und 37 schuch lang weren, durch einander zu 26 pf.

fur ein prettlein, das 27 schuch lang ist, zu der dachung der stat meurn 15 pf.

fur ein gemein sparren, der 30 oder 40 schuch lang ist, 20 pf.

fur ein sparn, der 46 schuch lang ist, 30 pf.

fur ein sparren, der 60 schuch lang ist, 75 pf.

fur ein viechtein seulholtz, [das] 24 schuch lang ist, 24 pf.

fur ein staffelholtz, das 28 schuch lang ist, 45 pf.

fur ein holtz 30 schuch lang, das kleiner dann staffelholtzel ist, 35 pf.

fur ein segpaum, der 24 schuch lang, der forhen, viechtein oder tennen ist 50 pf.

fur ein segpaum, der 24 schuch lang ist, viechtein und groß darnach ist, die man verren von hin holen muß, 60 pf.

fur ein afterschlag von den segpaumen auf die pruck zu dillen 5 groß.

fur ein vorhein zu spunten und tillen 26 schuch lang zu der losung stuben 50 pf.

fur ein forhen afterschlag zu spunten in die newen cantzley 24 schuch lang 18 pf.

[35^b] fur ein afterschlag, der forhen, tennen oder viechtein und astig ist, auf die pruck zu tillen geschnitten wirt und ist 22 und 24 schuch lang, 24 oder 30 pf.

fur gemein pretten, der einer 40 schuch lang ist, 40 pf.

fur ein pretten, der 50 schuch lang ist, 50 pf.

fur ein pretten, ein spangen, ein lemholtz, ein durchzuk, der eins 60 schuch lang ist, als im kornhaus, 75 pf.

fur ein spangen, die 68 schuch lang ist, als im Schiesgraben, 4 pfunt alt.

fur ein durchzuck, der 50 schuch lang ist, als in der wag, 10 pfunt alt.

fur ein tennen, viechtein oder forhen rorren paum 20 und 22 schuch lang 20 pf.

fur ein viechten krumling 10 schuch lang zu einem winden rat 40 pf.

fur ein gezenckten schrancken, der gut ist, 42 pf. und 52 pf.

fur ein paum, der 22 schuch lang ist, den ein legern für die keller 7 pf.

fur ein tennen, holtz das 30 schuch lang ist, zu der trenck am Schweinmarckt 10 pf.

fur ein tennen rauchholtz, das 30 schuch lang ist, fur ein ladung 45 pf.

fur ein poltzholtz, das 50 schuch lang ist, zu dem Thiergartner thurren gibt man 75 pf.

fur ein viechten gut holtz, das 30 schuch lang ist, zu schneiden und untergelegt im zwinger unter ein hütten 3 pfunt.

fur ein viechten rinn holtz 35 schuch lang oben durch das schlachhaus 4 pfunt alt.

fur der linten eine auf der Schütt 3 pf., zu graben und zu furen 3 pf.

fur ein püttenpaum oder schintelpaum, der 24 schuch lang ist, 70 pf.

fur ein linten, die 20 schuch lank ist und klefterich ist, 60 pf.

fur ein winden paum, der 30 schuch lang ist, 60 pf.

fur ein rauche viechten aufs Hallers wisen und vor Werde ins wasser 38 und 32 pf.

fur ein rauchen tennen tanpaum zu der spital pruck 30 pf.

fur ein fuder vörher, viechter oder tenner pfelholtzer und afterschleg, 3 zu einem fuder, auch fur ein fuder vörhen wipfel und ein fuder reisechs den tiern in stattgraben und sunst raucher eeste hinter die ladung, iedes mit 3 pferden gefurt, 45 pf.

fur ein fuder leitter paum, fewerhacken paum und ein fuder bucher hebrigel, auch fur ein fuder lenckwit, der iedes mit 3 pferdengefurt, 60 pf.

[36^a] fur ein fuder viechter eeste mit einem pferde 30 pf.

fur hundert wachalter puschel zu hawen drei groschen und zu furen herein 3 groschen.

fur ein hundert eicher oder pucher rade schauffel 5 pfunt alt und 2 und 5 heller.

fur ein eichen schauffel pant zu dem segrat oder einem malrat, ie fur eins 1 pf.

item fur hundert hagenpucher kamen zu dem segrat 32 pf.

Item was holtz aber keinen namen hat oder hie vor nit bestimpt ist und doch gehawen und zu der stat notturft herein gepracht wirt, darein muß sich ein paumeister selber richten nach ratte des werckmeister des zimmermans, wie er dem walthawer das bezall.

Auch soll der stat paumeister des geflissen sein, das er alleweg gegen dem winter 5 oder 6 schock latten auf der Peunt hab, dann man kan der im winter nit gehawen und sunderlich vörher latten, dann die springen ab am fallen. so ist mancherlai, das furfellt, ee der winter vergeet, darzu man latten bedarf.

So soll der stat paumeister auch bestellen im summer mit der stat walthawer dreu oder vier fuder mies, der lanck sei und trucken ein kum, des man zu dem Vischpach und sust im jare zu mancherlai bedarf. des hat bißher kost ein wagen fuder mit einem pferd zu reiffen und furen 45, 50 und 48 pf. den sol man dann an der sunnen woll derren und dann irgen legen, das er trucken lieg uber jare.

[36^b] Es hat auch ein erber rat in kurtzen jaren furgenomen und mir bevolhen, kein prucken mer mit pruckholtzern zu belegen, sunder die mit astigen tillen und swarten zu belegen, das man dann ettliche jar her also gethan hat. wo das ee gescheen wer, so het man vill junges holtz erspart, dan man auf ein prucken pei zwaihundert pruckholtzer hat mussen haben, die sein bei zwaien jaren gelegen. so muß man ietzunt pei zwelf afterslegen haben, der einer pei sechs tillen und zwue swarten gibt zu einer prucken, die auch bei zwaien jaren ligen; aber die swarten ligen darauf pei einem jar, so muß mans anders leisten.

So soll der stat paumeister sam teglichs gedencken, wo er rechtz kaufs hinter eichen pretter und eichen ramrigel und eichen rinholtzer und pretter zu dem Fischpach uber den statgraben, auch püchen mangpretter, das alles zu wedel gehawen wer, bekomen mocht; dan dieselben ding vernutzt man teglichs zu schoßgattern und andern dingen, die abgeen, so kan man dann als jehling nit darhinter komen, wenn man solicher ding bedarf. auch ist hinter solich lang eichen rigel, als ir noch ettlich vorhanden sein, nit mer zu bekomen in gleichem gelt als man dann die gezeugt hat.

Item es ist einer, genant Ulrich Volck, von dem Entenberg, dem hab ich vill eichens und püchens holtz abkauft, alles geschnitten, das er mir dann herein geantwort hat, als er vor jaren dem Graser seligen und andern paumeistern auch vill gegeben hat.

Item fur ein eichen pret, das 16, 18 und 20 schuch lang ist, 18, 20 und 21 pfenning, darnach die pretter sein.

Item fur ein halbs eichens Vischpach einholtz, das außgee und 26 schuch lang ist, als die aussen uber den statgraben ligen, 14 pfunt alt, und fur die seitten oder poden pretter eins darzu, auch 26 schuch lanck, 4-1/2 pfunt alt.

[37^a] Item fur ein püchen mangprett einer spann dick und 32 schuch lank, zweier schuch vorderlich preitte, 18 pfunt alte. dünne püchen pretter, einer zwern hent dick, zwen und dreissig schuch lang, 10 pfunt alt.

Item fur püchen vierkluftige holtzer, eins 20 schuch lang zu spindeln zu den schoßgattern und waltzen in die mang, 48 pf.

Item so hab ich geben von einer waltzen in die mang zu machen von der stat holtz 4 groß. ich hab ir von Weissenpurck ein fart lassen herpringen, 9 waltzen kosten 2 guldein reinisch und sechs groß. so hab ich ir von Augspurk lossen her furen, waren hagen püchen waltzen 12, kosten eine 60 pf., und 15 pf. eine her zu füren.

Item fur ein püchen stangen den schrottern zu iren leittern 7 pf.

Item fur ein eichen geschnitten ramrigel, 30 schuch lang, 6 groß; fur ein solichen rigel, der 20 schuch lang ist, 28 pf.

[37^b] Von wintfellen auf dem walde und holtz stossen.

Item nachdem und im dreu und sechtzigisten jare am mitwoch und pfingtztag auch freitag nach sant Valentins tag [16-18 Febr.] der groß wint ettwo vill thenner, viechten und forher paumen auf sant Seboltz walde nider wurf umb Kalckreut, im Keiersperg, im Kalck, im Mistelperg etc. also ward mir von einem erbern ratte befolhen, mit den vier gesworen walthawern und iren helfern auf demselben walde furderlichen zu bestellen, das dieselben wintfellen gepletzt und von inen gezeichent wurden, nachdem und solich wintfell nach waldes ordnung frei und nit pfantpar wern, auf das, das solich wintfell niemant hinfurt; den ein ratte die zeit in meinung was, solich holtz zu der stat nottorft selber zu geprauchen. darauf bestellet ich, das in den nechsten vier wochen darnach durch die vier gesworren walthawer zuhawen [werde] das hernach geschriben zimmer, darvon ich ir einem selber 24 pf. und irer gesellen einem 16 pf. den tag geben must etc. und nach außgang der vier wochen, und solich hernach geschriben zimmerholtz von in gewalthawet und gezimmert wurde, do gelanget an ein rat, wie solichs der wurm angriffen het und in dem eingang des mertzen, do es nit wedel hette, gefallen wer, wiewol die gesworen walthawer im anfang darwider waren etc. auf das ward mir wider bevolhen, solch zimmerholtz an kein gepewede der stat zu prauchen, sunder dasselb holtz schneiden und die prucken in der stat damit zu belegen lassen, und furpaß stöß auf dem wald von dem uberichen gefallen holtz, das nit gezimmert oder gewalthawen were, setzen lassen, und solich stöß herein den burgern in die stat in ein gemein zu verkauffen ie ein stoß umb 5 pfunt alt, und doch keinem uber 5 stoß nit geben, also das sie die vor liechtmess schirst im vierundsechtzigisten jar auß dem wald fürten. das ich also thet, als dann auch hernach geschriben steet, wiewoll sich die pauren darpei nit saumpten und solich wintfell auf hieben und die schrötweis hinfurten zu irer nottorft, nachdem und das kein pfandpar holtz was.

Item am ersten hieben die walthawer auf 32 pretten von 50 und 60 schuhen lang, mer zwaihundert 20 pretten von 40 und 45 schuhen lanck, hundert und 7 pretten von 30 schuen lanck, mer hundert zweintzig rechen sparren und spuntholtzer von 24 und 30 schuhen, hundert 40 seulholtzer 30 schuch lanck, mer dreuhundert [38^a] vierundzweintzig segpaum und pei hundert vörher rorenpaum.

Item des obgeschriben holtz kame mit frun herein 90 segpaum und pei 40 grosser und kleiner holtzer, mer pei hundert förher rorenpaum.

Item so ließ ich zwaihundert 14 stöß holtz auf dem wald hawen und setzen, und gab von einem stoß dreu pfunt alt zu hawen, verkauft ein auf der walstat umb 5 pfunt alt. was also darauf gieng und ich außgab und ein nam, des alles hab ich ein rechnung in die losungstuben geben, und der auch noch ein abschrift behalten, die das lenger dann do innen helt.

[38^b] Von dem Reuhelperg stein zu prechen.