Endres Tuchers Baumeisterbuch der Stadt Nürnberg
Part 31
~Stromersbrücke~ wird im »Feuerpüchel« die lange brücke genannt, nach einem Stromerischen haus, das daran lag. Baumeisterbuch 266, 8.
~Derrers haus~ an der Pegnitz, der jetzige »Bayrische hof«. Nopitsch s. 26.
~Derrers Hof~ und gäßlein, zwischen der Lorenzer- und S. Katharinengaße. Nopitsch s. 27.
~Deutsch-Herrn-Hof~, jetzt Infanteriekaserne vor dem Weißen Thurm.
~Deutsch-Herrn-Wiese~ im osten der stadt.
~Dilinghof~, jetzt Egidienplatz.
~Dilinggaße~, jetzt Theresienstraße.
~Ebracher Hof~, war eigenthum des klosters Ebrach, an der Carolinenstraße, jetzt das landgerichtsgebäude. Nopitsch s. 29. Abz. s. 14. 47. 81.
Die ~Eich~ an der Barfüßerbrücke stand am rechten ufer der Pegnitz an der mündung des Spitalgäßleins in die Königsstraße.
~Eichstätter Hof~ stand am Egidienplatz. Nopitsch s. 31, der seine notiz wahrscheinlich aus dem bericht über den markgrafenkrieg (quellen und erörterungen z. bayr. u. deutsch. gesch. b. VIII, s. 82) entnommen hat. Im markgrafenkrieg (1449 bis 50), in dem der bischof von Eichstädt auf seite Albrecht Achills stand, ließ ihn der rath niederreißen. Später wurde an der stelle ein kornhaus errichtet, welches noch steht.
~Eisgrube~, ein kleines gäßlein von der Albrecht-Dürerstraße nach dem Weinmarkt. Nopitsch s. 32.
~Elendengaße~, jetzt Rosenthal. Nopitsch s. 33.
~Engelthaler Hof~, eigenthum des nonnenklosters Engelthal, in der Tetzelgaße. Nopitsch s. 34.
~Am Fischbach~, die jetzige Carolinenstraße, durch die der Fischbach, früher unbedeckt, fließt. Nopitsch s. 39.
~Fischmarkt~, der platz vor dem rathhause, wo im herbst fische verkauft wurden. Nopitsch s. 40.
~Fischergaße~ führt vom Sand nach dem Spitzenberg.
~Fleischgaße~, Fleischergaße, von der stadtmauer nach dem Hallplatz, heute Sterngaße. Nopitsch s. 43. Abz. s. 23, 24.
~Fleischhaus~ stand an der Pegnitz, neben der Fleischbrücke, wo auch jetzt das schlachthaus steht.
~Frauengäßlein~ von der Pfannenschmidsgaße, der alten stadtmauer entlang nach der Färbersgaße.
~Frauenhaus~, das privilegierte öffentliche haus im Frauengäßlein. Nopitsch s. 43.
~Des Freyen Häuser.~ Aus dem bericht über den einritt k. Fridrichs III in Nürnberg 1442, der in der sammlung der Nürnberger chroniken gedruckt werden wird, ergibt sich, daß es die häuser S. 18 u. 19 am Marktplatz waren. Cod. chart. sec. 15 fol. im k. archiv zu Nürnberg n. I. bl. 9^a.
~Freiung~, der freie platz auf der südseite der veste, wie der name zeigt, einst ein asyl.
~Fröschau~ zwischen der Winkler- und Carlsstraße, jetzt Auguststraße.
~Fröschthurm~, der fünfte thurm an der inneren stadtmauer zwischen dem Vestner- und Lauferthor. Nopitsch s. 45. 46.
~Füll~, die vordere und hintere, die vordere von dem Albrecht-Dürer-platz nach der gleichnamigen straße trägt noch ihren alten namen, die hintere von da bis zur mündung der Irrergaße heißt jetzt Lammsgaße.
~Galgenhof~, dorf in der unmittelbarsten nähe im südosten der stadt.
~Gänsmarkt~, der platz hinter der Frauenkirche. Nopitsch s. 48.
~Geiersberg~, ein hügel rechts am Maxplatz nach der Irrerstraße zu.
~Gewandhaus~ an der ecke des Tuchgäßleins, der platz, an dem die tücher verkauft wurden. S. unten Tuchhaus. Nopitsch s. 176.
~Gilgenhof~ s. ~Dilinghof~.
~Gostenhof~, vorstadt vor dem Spitlerthor.
~Grasersgäßlein~ zwischen der stadtmauer und der Claragaße. Nopitsch s. 54.
~Grolands Haus~, vermuthlich an der stelle, an welcher später das berühmte Pellerische haus erbaut wurde, am Egidienplatz. Abz. s. 49.
~Jorg Hallers Haus~, ohne zweifel das sog. Haus Nassau gegenüber der Lorenzer kirche. Abz. s. 52.
~Heilsbronner Hof~, eigenthum des klosters Heilsbronn, hinter der St. Lorenzer kirche. Nopitsch s. 60. Im markgrafenkrieg 1449 bis 50 ward er niedergerißen. S. quellen und erörterungen b. VIII. s. 82. Jetzt steht an dessen stelle das gebäude der k. bank.
~Haller-Wiese~, am rechten ufer der Pegnitz, unmittelbar nach ihrem ausfluße aus der stadt.
~Heugäßlein~ vom Theresien- nach dem Spitalplatz.
~Heumarkt~, jetzt Theresienplatz.
~Hirselgaße~ führt vom Schwabenberg nuch dem äußern Lauferplatz, jetzt Hirschelgaße. Nopitsch s. 64.
~Hirsvogels Haus~, das jetzige Riemanische haus an der Museumsbrücke. Abz. s. 62, 63.
~Holzschuhers Haus~ ist ohne zweifel der nachmalige Harsdörferhof an der Spitalbrücke, in dem, der sage nach, Tetzel den ablaß gepredigt haben soll. Nopitsch s. 58.
~Hundsgäßlein~, jetzt Agnesgaße, zwischen dem Albrecht-Dürerplatz und der gleichnamigen straße.
~Hutergasse~, unter den Hutern, jetzt Kaiserstraße.
~Hyserlein~, der röhrenkasten und trog am Unschlitthaus. Nopitsch s. 66.
~Jacobsbrunnen~ hinter der St. Jacobskirche. Nopitsch s. 67.
~Beim Jacobswirth~, die straße zwischen dem Obstmarkt und Spitalplatz, jetzt Ebnersgaße. Nopitsch s. 68.
~Judenbühl~, ein freier platz im nordosten vor der stadt, jetzt Maxfeld.
~Judengaße~, geht vom Heumarkt aus fast parallel mit der innern Laufergaße.
~Judenkirchhof~, ein ehemaliger begräbnisplatz der Juden, jetzt nach einem dort befindlichen, seit alter zeit Wunderburg genannten gebäude in Wunderstraße umgewandelt. Nopitsch s. 195.
~Kandelgießer-Kräm~ an der westseite des Marktplatzes zwischen Tuch- und Fleischhaus.
~Kappenzipfel~, Ortolfs Hof, ein großes gebäude mit eingängen vom Mehl-(Hans-Sachsen-)gäßchen und vom Jacobs-Wirth (Ebnersgaße) her; seit langen jahren mit einer umgestaltung, die wohl den namen verschönern sollte, Cappadocia genannt. Beide namen kommen noch öfter vor. Nopitsch s. 22, 23, 74.
~Gaße hinter St. Kathrein~, jetzt Katharinengaße.
~Katharinengraben~, jetzt Peter-Vischer-Straße nach des berühmten meisters haus, das in dieser straße stand.
~Kirchen~ und ~Klöster~.
~Ägidienkirche~ und ~Kloster~ auf dem gleichnamigen platz.
~Allerheiligenkirche~ am innern Lauferthor.
~Augustinerkirche~ und ~Kloster~ an der Schuster- und Carlsstraße. Die kirche ist abgebrochen, das kloster zu ärarialischen zwecken verwendet. Nopitsch s. 7, 8.
~Barfüßerkirche~ und ~Kloster~. Eine im 17 jahrhundert erbaute kirche steht noch, doch ist sie ihrem zwecke längst entfremdet, das kloster ist zum theil in ein findel-, zum theil
in ein zuchthaus verwandelt worden. An des letzteren stelle steht jetzt das Museum. Nopitsch s. 11.
~S. Clarenkirche und Kloster~ in der Frauenthorstraße; die kirche ist der katholischen gemeinde abgetreten worden, in den klostergebäuden sind seit wenigen jahren englische fräulein eingezogen.
~Deutschordenshaus~ s. ~Deutschherrnhof~.
~S. Elisabethenkirche~ und das ~alte Spital~ war vor dem Weißen Thurm an dem Deutschordenshause. An ihrer stelle steht die nicht ausgebaute, jetzt zu magazinen verwendete Deutschherrnkirche.
~U. L. Frauencapelle~ am Markt, jetzt die katholische pfarrkirche.
~U. L. Frauenbrüderkloster~ und die ~Salvatorskirche~ am Rossmarkt (jetzt Adlerstraße). Nopitsch s. 141.
~Kirche zum h. Geist~ und ~das neue Spital~ am Spitalplatz.
~Karthäuserkirche und Kloster~, jetzt der sitz des germanischen Museums.
~S. Kathreinkirche und Kloster~ an der Peter-Vischer-straße. Die kirche war längere zeit bauhütte, ist jetzt militairmagazin. Nopitsch s. 77.
~S. Kunigundencapelle~ stand auf dem Lorenzer Kirchhof, wurde abgebrochen. Nopitsch s. 87. Eine tafel an dem Grundherrischen hause gibt den ort an, an dem sie stand.
~S. Lorenzkirche.~
~S. Margarethencapelle~ auf der Veste.
~S. Marthacapelle~ in der Frauenthorstrasse, schräg gegen S. Clara über, jetzt gotteshaus der reformierten gemeinde. Nopitsch s. 106.
~S. Morizcapelle~ nördlich der Sebalderkirche; jetzt wird dort die k. gemäldesammlung bewahrt.
~Predigerkirche und kloster~. Die kirche, die an der ecke der Burg- und Theresienstraße stand, ist abgetragen, das kloster ist sitz der stadtbibliothek. Nopitsch s. 27.
~S. Sebalderkirche.~
~S. Walburgiscapelle~ auf der Veste.
~Zwölfbrüderhaus~ bei den Karthäusern, von Konrad Mendel gestiftet, am Kornmarkt (Steig). Nopitsch s. 108.
~Kopfenberg~, eine offene verbindung zwischen der Adler- und Kaiserstraße. Über den namen s. Nopitsch s. 81.
~Kornmarkt~, jetzt Josephsplatz.
~Das neue Kornhaus~ am Nadlersgraben, an dem jetzigen Kornmarkt, über dem alten Stadtgraben aufgeführt. vgl. Nopitsch s. 82, 83.
~Kothgaße~, parallel mit der Carolinen- und breiten Straße, zwischen beiden, jetzt heißt sie Brunngaße. Nopitsch s. 84.
~Kramersgaße~, parallel mit der Burgstraße, jetzt Krämersgäßlein.
~Küstrichsbrücke~, aller wahrscheinlichkeit nach die Färberbrücke, vgl. Nopitsch s. 35. Baumeisterb. bl. 159, 31.
~Lanckamers Haus~, nach der angabe in abz. s. 63 das haus L. 117 in der Kaiserstraße.
~Ledergaße, die alte~, führt vom Obstmarkt nach dem Sand, heißt jetzt nach dem geschlechte, dem der verfaßer des baumeisterbuches angehörte, Tucherstraße. Nopitsch s. 91.
~Ledergaße, vordere und hintere~, gaßen, die von der Schlotfegergaße nach der Kaiserstraße zu führen.
~Lodergaße~, d. h. Tuchmachergaße, parallel mit der Jacobsstraße nach dem Spitlerthor. Mit verunstaltung des alten names, dessen bedeutung man nicht mehr verstand, hat man sie Lottergaße genannt. Nopitsch s. 94.
~Luginslant~, ein thurm, der das Kornhaus flankiert, welches 1495 an der stelle der durch kauf 1427 an die stadt übergegangenen burggräflichen burg aufgeführt wurde. Vgl. ein schulprogramm von dr Lochner: »Von Nürmberger Raiß« gedicht Rosenplüts. Nürnb. 1849. s. 12 ff.
~Auf der Mang.~ Das Manghaus stand neben dem thurm an der Katharinenbrücke auf der Schütt. Baumeisterb. 291, 12.
~S. Margrethenthurm~, der sog. Heidenthurm auf der Veste, in dem sich die Margarethencapelle befindet.
~Marstall~, gegenüber S. Kathrein, noch heute so genannt und noch reitschule. Nopitsch s. 105.
~Mehlgäßlein~ führt vom Obstmarkt nach dem Spitalplatz, heißt jetzt nach dem meistersänger, dessen haus in dieser Straße stand, Hans-Sachsen-Gasse.
~Milchmarkt~ jetzt ~Albrecht-Dürers-Platz~. Die statue des künstlers von Rauch steht auf diesem platze.
~Mühlen:~
(Über die mühlen mag man abzeichen s. 86-88 und Waldau Neue Beiträge bd. II. s. 73-86 vergleichen.)
~Almosenmühle~, führt auch heute noch diesen namen, den sie von dem almosamte trägt, dem sie gehörte. Sie wird vom Fischbach getrieben und liegt an der ecke der Huter- und Mühlgasse, am wege vom Kornmarkt (Josephsplatz) nach dem Unschlittplatz. Nopitsch s. 4.
~Grolandsmühle~, jetzt ~Schwabenmühle~ in der Kaiserstraße. Abz. s. 86, 87.
~Hadermühle~ im osten der stadt an dem linken arm der Pegnitz. Sie heißt auch Gleismühle und Papiermühle. Vgl. die chronik Ulman Stromers im I. band der Nürnberger chroniken s. 77 ff.
~Kathrinenmühle~, Mühle bei S. Kathrein an der Pegnitz, unterhalb des Katharinenklosters, nach dem jetzigen besitzer die Wissische mühle genannt.
~Krotenmühle~ an der Pegnitz, neben der Karlsbrücke, heute nach dem besitzer Eckartsmühle genannt. Abz. s. 87. Nopitsch s. 86.
~Lömühle~ wohl unterhalb der Weidenmühle; doch kann ich eine nähere bezeichnung nicht finden.
~Neue Mühl~ in S. Laurenzen Pfarr auf dem «Neuen Bau» auf der Lorenzer seite (s. Neue Bau), später Dürrenmühle genannt. Nopitsch s. 27. Abz. s. 87.
~Neue Mühl~ in S. Sebalder Pfarr, später Bayern- auch Nägeleinsmühle genannt (Nopitsch s. 115) auf dem «Neuen Bau» auf der Sebalder seite.
~Pfannenmühle~, später Fleischbänkenmühle, zwischen den fleischbänken und dem Trödelmarkt. Abz. s. 87. Nopitsch s. 126 scheint hier ungenau zu sein.
~Sandmühle~ am rechten ufer des rechten Pegnitzarmes, gleich nach dem einfluße der Pegnitz in die stadt. Nopitsch s. 143.
~Weidenmühlen~ auf beiden seiten der Pegnitz am ende der Hallerwiese (s. dort).
~Münzhof~ bei S. Katherein muß nach baumeisterb. 188, 15 neben dem Marstall gewesen sein.
~Münzhof~ am Obsmarkt scheint nach Baumeisterb. 192, 6 ein theil des sog. Spitalhofes (s. dort).
~Nadlersgraben~, auch Ochsengraben. Der theil des alten stadtgrabens, vom Kornmarkt (Steig) zum Weißen Thurm. Zum großen theil überbaut. Die straße längs desselben heißt Nadlersgaße. Nopitsch s. 113.
~Neue Bau~ heißt nach mehreren stellen des Baumeisterbuches z. b. 122, 4. 316, 21. 190, 4, 5 u. a. der stadttheil zunächst der Pegnitz an beiden ufern von der steinernen brücke zum Hallerthörlein und der stadtmauer. Jetzt heißt der platz am linken ufer Unschlittplatz, der am rechten, der doch den alten namen im volksmunde noch fortführt, Maximiliansplatz. Vgl. Nopitsch s. 115.
~Neue Gaße~ läuft parallel mit der Tucherstraße, zwischen dieser und der Pegnitz vom Spitalplatz zum Sand.
~Nonnengäßlein~ der obere theil des gäßchen, das vom Lorenzerplatz nach der Schuldbrücke führt.
~Ortolfs Hof~ s. ~Kappenzipfel~.
~Paradies~, nach Nopitsch s. 122 die gegend bei der Schau, dem steuererhebungsamt; die Schau stand, wo sich jetzt die hauptwache befindet, an der südseite der Sebalderkirche.
~Peunt~, der Bauhof, an der stadtmauer, zwischen dem Frauen- und dem (neuen) Marienthor. In dem später errichteten großen gebäude ist jetzt die polytechnische schule. Nopitsch s. 124.
~Pirkhaimers Haus~ s. ~Birkhaimer~.
~Platenmarkt~, ein kleiner platz hinter der St. Morizkapelle.
~Plobenhof~, Plauenhof heißt noch heute das lange gebäude S. 823 in der Königsstraße nach dem Marktplatze zu, ursprünglich im besitze des Großischen geschlechtes. Nopitsch s. 128.
~Plossen~, die kleine insel Schütt. Nopitsch s. 152. Jetzt ist sie bewohnt.
~Ponersberg~, jetzt ~Paniersplatz~.
~Pruch~, jetzt Johannisgaße, rechts von der Frauenthorstraße abzweigend. Der name, der seiner bedeutung wegen (Schindanger) den anwohnern misfallen mochte, wurde 1579 in den jetzigen geändert. S. Waldau neue beiträge zur gesch. d. stadt Nürnberg I bd. 1790. b. 59.
~Radbrunnen~ beim Neuen Thor, es geht noch heute eine Radbrunnengaße von der Neuen Thorstraße rechts nach der stadtmauer zu ab. Vgl. Nopitsch s. 133.
~Radbrunnen~ auf der Vesten, der tiefe brunnen im vorhofe der Burg, der noch jetzt von den fremden seiner tiefe wegen besehen wird.
~Rieters~ haus an der südseite des marktplatzes.
~Rossmarkt~, jetzt Adlerstraße.
~Salzmarkt~, der platz, an dem das rathhaus steht. Nopitsch s. 142.
~Unter den Salzern~, die nordseite des marktplatzes Nopitsch s. 100-104.
~Am Sand~ heißt der platz am ufer der Pegnitz, wo heute das militärspital steht, vor dem übergange zur Schütt.
~Säumarkt~, eine kleine insel, jetzt der berühmte Trödelmarkt.
~Bei den schiltröhren~, s. u. a. Baumeisterb. 189, 30, ohne zweifel die jetzige Schildgaße. Über deren namen s. dagegen Nopitsch s. 52 vgl. auch s. 145.
~Der Schießgraben~, ein theil des alten stadtgrabens, geht vom innern Lauferthor nach der Pegnitz zu. Die straße, die daran liegt, heißt jetzt Grübelsstraße, nach dem bekannten Nürnberger volksdichter. Man schoß hier sowohl nach der scheibe, als nach dem adler auf hoher stange. Das letztere vergnügen wird mit vieler kunst noch heute im «Schnepperlesgraben» vor dem Thiergärtner thore betrieben.
~Schleierthurm~ an dem ausflusse der Pegnitz, mitten im wasser erbaut. Nopitsch s. 145.
~Schmidgasse~ vom Thiergärtnerthor nach der Burgstraße.
~Schmidts haus~, das sog. Pilatushaus, im 16 jahrhundert nach der dort aufgestellten figur das haus zum Geharnischten Mann genannt. Abz. s. 25. Der verfaßer der abz. kennt die besitzer, die Baumeisterb. 186, 11 aufgeführt sind, nicht. In neuerer zeit gehörte das haus dicht am Thiergärtner thor gelegen, dem freiherrn v. Aufseß, seit einigen jahren dem bergmeister H. Kieser.
~Schoppers haus~, darin man das heiltum weist, nach der bei des Freyen häusern näher bezeichneten quelle ohne zweifel S. 17 am Markt. Das haus ging nach der Winklerstraße durch.
~Der Schöne Brunnen~ am Marktplatz.
~Erhart Schürstabs haus~ kann nach der gleichen quelle, wie Freyen und Schoppers häuser als S. 16 bezeichnet werden.
~Schustergaße~ führt von der Winkler- nach der Carlsstraße. Eine Schustergaße auf der Lorenzer seite, von der Baumeisterb. 139, 20 die rede ist, kann ich nicht näher bestimmen.
~Schütt~, insel, durch 2 Pegnitzarme gebildet. Nopitsch s. 152.
~Sebalderpfarrhof~ auf der nordseite der kirche. Das jetzige gebäude ist erst 1514 erbaut. Abz. s. 34.
~Siechhaus~, Siechstadel neben dem Waßerthurm am Neuen Bau. Nopitsch s. 162, später Weinstadel genannt.
~Söldnergaße~ zwischen der Veste und dem Paniersplatz, auch Zöllnergaße genannt.
~Spitalkirchhof~, jetzt Spitalplatz.
~Spitalhof~ ein großes gebäude mit eingängen vom Spitalgäßlein und vom Obstmarkt. Nopitsch s. 164. Natürlich heißt auch der hof des spitales ebenso.
~Spitalgäßlein~ von der Museumsbrücke zum Spitalplatz.
~Spitzenberg~, ein hügel zwischen der Fischergaße und dem Wöhrderthörlein.
~Stadtknechtsgäßlein~ der untere theil des gäßchens, das vom Lorenzerplatz zu der Schuldbrücke fuhrt. Nopitsch s. 166.
~Stadtthore.~
~Frauenthor~ nach süden.
~Irherthörlein~ nach westen.
~Lauferthor~ nach osten.
~Neues Thor~ nach nordwest.
~Spitler Thor~ nach südwest.
~Thiergartnerthor~ nach norden.
~Wöhrderthörlein~ nach osten.
~Stege.~
~Irrer~ oder ~Irhersteg~, auch Trucken- oder Trockensteg genannt, unmittelbar vor dem ausflusse der Pegnitz jetzt Kettensteg.
~Steg~ beim ~Leben~, der Henkersteg bei der steinernen Brücke.
~Schleifersteg~ von dem schlachthaus nach dem Trödelmarkt.
~Am Steig~, jetzt Kornmarkt.
~Beim blauen Stern~, jetzt Sterngaße von der ehemaligen Fleischgaße, die jetzt auch (s. oben) Sterngaße heißt, nach dem Frauenthor zu. Nopitsch s. 43.
~Sundergey~, ~Sundergau~, so heißt eine gegend des südlichen stadttheiles, in der das zeughaus liegt. Über den namen mag man Langs gauen s. 184 ff. und Schmellers bayr. wörterbuch III. s. 269 vergleichen. S. auch abz. s. 21.
~Sünwelthurm~, der runde thurm auf der veste. Nopitsch s. 161.
~Tafelhof~, unmittelbar vor den mauern der stadt im Süden.
~Hinter dem Tetzel~, eine straße, die von der Theresienstraße nach dem Egidienplatze führt, jetzt Tetzelgaße. Nopitsch s. 173.
~Thiergraben~ ein theil des stadtgrabens hinter S. Katherein. Baumeisterb. 123, 14.
~Treyberg~ oder ~Treibberg~ hinter dem Schwabenberge. Nopitsch s. 174.
~Tuchscherergaße~ an der südseite des rathhauses; jetzt Rathhausgäßchen. Vgl. einen aufsatz von Lochner in dem anzeiger für kunde der deutschen vorzeit, neue folge. VI jahrgang, 1859. s. 370-373.
~Tuchhaus~ s. ~Gewandhaus~. Die identität stellt sich durch die aufzeichnung über den aufenthalt k. Fridrichs 1442 (s. oben Freyen haus) unzweifelhaft heraus.
~Die Veste.~ Der westliche theil die kaiserliche burg, der östliche flügel die burggräfliche, welche 1427 durch kauf an die stadt übergieng.
~Unter der Vesten~, die straße, die vom rathhaus nach der burg führt, jetzt Burgstraße.
~Bei der Walch~, jetzt Färbergaße. Der name kommt von den walkern, die dort arbeiteten. Nopitsch s. 185.
~Bei der rothen Wanne~ hieß die Gegend bei dem Zachariasbad und der Fröschau nach einem hause, an dem eine rothe wanne abgebildet war. Nopitsch s. 185.
~Waag~ bei S. Sebald in der Winklerstraße. Nopitsch s. 46.
~Weiher hinter S. Katherein.~ Ein solcher ist noch heute in dem sog. Nonnengarten zwischen dem Katharinenkloster und der stadtmauer. Es muß doch damals auch ein weiher im stadtgraben gewesen sein. Baumeisterb. 123.
~Weinstadel~ s. ~Siechhaus~.
~Werdt~ beim Neuen Spital, die spitze der insel Schütt, die im gebiet des spitals liegt. Baumeisterb. 167, 36. 180, 16.
~Werdt~, ~Wöhrd~, Ober- und Unterwöhrd an der Pegnitz am linken ufer zwischen der Karls- und Maxbrücke. Baumeisterb. 229, 12. 233, 34. 235, 13.
~Wessel~ am markt, bei dem schönen brunnen, ein wechselgewölbe. Nopitsch s. 104.
~Wildgraben~ s. ~Thiergraben~.
~Wollenthor.~ Sollte es, da der übergang von M in W vorkommt, Mollenthor sein? das wäre ein thor der älteren stadtmauer, etwa dem spital gegenüber auf dem rechten Pegnitzufer. Ich muß hier auf eine auseinandersetzung im I band der chroniken verweisen. Baurmeisterb. 249, 24.
~Wörth~, vorstadt, früher selbstständiger marktflecken im osten von Nürnberg.
~Zistel~- od. ~Zisselgasse~, vom Thiergärtnerthor gegen den Weinmarkt, heute nach dem hause Albrecht Dürers, das darin liegt, benannt. Der alte name von einem erloschenen geschlecht. Nopitsch s. 197.
~Zotenberg~ jetzt ~Dötschmannsplatz~.
~Zwinger~, die räume zwischen der äußern und innern stadtmauer. Nopitsch s. 199.
SACHREGISTER.
Artikel, die die meister beschwören sollen 272-279.
Auszahlung der arbeiter 4. 62-69.
Bader. ihre pflicht bei feuersbrünsten 149.
Badegelder 3. 39.
Baumeister. seine verpflichtung vor dem neuen rathe 239. seine pflichten 9. 239. 247-261. sein wirkungskreis 245. 246. seine rechnungsablage 8. 240-243. sein solarium 8. 243. seine bezüge 8. 243. 244.
Baupolizei 7. 260. 280-284. 306. 320. 321. 325-326.
Bauten, die der rath zu E. Tuchers zeiten gestattet hat 262-265.
Besen 117.
Brücken, stege und wehren in der stadt 198-202.
Brückenmeister 59.
Brunnen in der stadt 170-197.
Brunnen, der schöne 10. 163-170. seine erhaltung 259. kosten seiner faßung (a. 1447) 293.
Brunnen, die ein baumeister zu versehen hat 195. 196.
Brunnenreinigung (a. 1472) 307.
Brunnseile für den brunnen auf der veste 110. 111. kosten zu Grasers zeit 292.
Büchsenschützen 117. 118.
Bürgerrecht. dessen ertheilung 279. 280.
Buße für übertretung der gewerbsvorschriften 279. 280.
Büttner, preis seiner arbeit 106-108.
Dachsteine 95. 96.
Deckermeister und seine knechte 52-53. 64.
Dienstbrief des Franz Schlais 319. 320.
Eichenlaub, das die arbeiter in den steinbrüchen an den baumeister schicken 5. 11. 83.
Eintheilung der stadt 5. 132-139.
Eisenpreise 98. 99. zu Grasers zeit 292.
Eisenwerk in der veste 96.
Eisenwerk der schlosser u. schmiede 96-101.
Fackeln 117.
Feuerbüchel 327-333.
Feuerleitern. ihre aufbewahrungsorte 143-145. 319.
Feuermeister 140.
Feuerpolizei 5. 6. 147-149. 274. 306. 307. 326.
Feuerschäffel 142. 143.
Findelhäuser haben die nutznießung des grases in den stadtgräben 257.
Fischbach 6. 216-219. brücken über denselben, leitung in häuser, vorschriften über benutzung seines wassers 221-229. abschlagung und verbesserung der leitung etc. 229-239. neue brücken (a. 1467) 294.
Fischmarkt 260.
Gäßlein und häuser, die der gemeinde zustehen 266-271.
Geisterinnen 13. 119.
Gesellen fremde 3. 42.
Gewerbsvorschriften 8. 272-279.
Glaser 105. 106
Gräben an der Fürreut 207-210.
Graser Hans. seine geschäftsbücher 291-293.
Gürtler Conrad. sein amt 2. 13. 32-34. 65. 251. sein lohn 3. 33. 244. 245.
Hafner 103-105.
Heiltumsweisung 7. 107. vorbereitungen 125-132. besuch des festes (a. 1463) 289. 290.
Heiltumsmesse 246.
Holzpreise 4. 73-78. zu Grasers zeit 292.
Hoyermeister 45. 46. seine gesellen 64.
Kalk 89-94.
Karren und wägen, die 1463 am 21 und 22 april in die Stadt einfuhren 289. 290.
Ketten und schlößer 7. 150-162.
Kirchthürme. verpflichtung, deren reparatur zu besorgen 323.
Klingenschmiede erhalten auf rathes kosten einen wellbaum 313. 314.
Kornberger steinbrüche 84-86.
Lanckwaßer 218-221.
Landwehr 6. 210-216.
Länge der arbeitszeit 60. 61. 275. 276.
Laternen 145-147.
Ledereimer 140.
Leinöl 116.
Lindenpflanzung 7. 290. 291.
Lochhüter 118. 119.
Lohn der arbeiter 62-69.
Marter an der steinernen brücke 11. 202.
Maße. ihre aufstellung am rathhause 259.
Maurer. seine bestellung 34-36.
Meisterprüfungen 8. 279.
Mörtelrührer 54.
Müller. ihre verpflichtung bei bränden 141. 142.
Nachrichter 119. 120.
Nachtmeister 5. 12. 113-115.
Pantnägel 115. 116.
Parlierer 59.
Parstein 94.
Pferd der stadt 56. 57.
Pflastermeister 48. 49. seine knechte 50. 64. seine lehrgesellen 50. 51.
Pflastersteine 86-88.
Proclamation amtlicher ankündigungen 12. 13. 233.
Rechenwein 9. 245.
Reformation (a. 1522) 280.
Reinigung der zwinger und gräben 255-257.
Reuchelberger steinbrüche 80-84. nur ansäßige dürfen dort arbeiten 306.
Röhrenbohrzeug 197. 198.
Röhrenmeister 46. 47. 65.