Endres Tuchers Baumeisterbuch der Stadt Nürnberg

Part 29

Chapter 293,929 wordsPublic domain

In dem 72 jar zu Michaelis [29 Sept.] wart in eim erberen rat verlossen auf anprengen der clingensmid auf dem unteren hamer zu der Hadermül, die sich beclagten, das sie ein swachen welpaum hetten und dopei in kürcz am zins seer weren von eim erberen rat erhocht [213^a] worden, und nochdem sie arme meister weren, vil kint und ehalten hetten und man den auf dem anderen hamer ob in ein welpaum bezalt hette, peten sie, in auch ein zu bestellen. so wolten sie das eissenberck, so doran wer auch künftiglichen dorpei lossen, so sie abzügen, als sich die anderen meister des oberen hamers des dann auch hetten begeben, dann sie mochten sust die zapfen [und] ring von dem welpaum nemen noch laut der zettel zwischen in und der Stromerin erstlich außgangen. dorauf sach ein erber rat ir pet und vermügen also an und befalch mir, in ein welpaum zu bestellen und zu bezallen, den ich bestelt vom Herman, müller von Viczenczenprun, und kost herein piß anf die hoffstat uneingelegt pei 55 pfunt alt. der welpaum was lanck 24 schuch und dick pei 3 schuen. item die meister zu dem hamer heissen Dietz Löbenschrot, Jacob Wienig, Thoman Heydinger, Nickloss Swingsherlein, Heincz Klingennagel, Fridel Leyter und Peter Hedler.

Anno 1472.

In dem 72 jar am sampztag nach Martini [14 Nov.] ließ ich dem Gabler in der Wechsel pei dem schün prunnen sein heimlich gemach raumen, nochdem im das an der roren im keller durchprach und außging, des der Gürtler noch kein nachtmeister nie gedacht zu raumen, oder wo man das ie hett geraumpt. also ließ ich unter der Wechsel im keller ein loch in die roren prechen, dordurch die nachtmeister pei 40 schaffen heraus prochten die ersten nacht. dornoch ließ ich vor der roren im keller durch den estrich untersich prechen, do vant man ein grosse schalen von Kornperckstein unter dem estrich, und als man die erhub, fant man ein halb gerundt mawerberg geleich eim prunnen, das als voll was von unlust, dorauß man die andern nacht pracht pei 320 schaffen; darvon gab ich ie von 2 schaffen drei haller. also raumpten sie das pei eim man thieff unter dem estrich, also das sie im lautteren wasser stunden piß an das knie, und als die nachtmeister sagten so weren sie auf dem rechten grunt gewest, und waß sie von wasser herauß schopften, so lieff albeg sovil wider zu, das dasselb wasser in einer hoch beleib; do liessen sie davon. [213^b] und der kast des dings ist ein alter prun und unten seer weit in ein geründt gemaurt und oben eingezogen. also hab ich dieselben Kornperck schalen wieder daruber legen lassen, und die roren des prunnen hocher erbeben, also das die schall dorauf am tag und geleich dem estrich im keller gelegt ist. dorpei man künftiglich eigentlich sicht, das man dasselb gemach doselbst raumen mag.

Am ertag vor sant Elspeten tag [17 Nov.] im 72 jar hat Wilhelm Löffelholcz und ich von befelhnus eins erberen ratz verkauft Sigmunt Peßler und Katerein seiner elichen wirtin, die er iecunt hat, ir peder lebtag auß und nit lenger die behausung und hoffreit vor Frawentor pei der Hadermüll an der Pegnicz gelegen mitsampt dem garten und wissflecklein dopei und auch dem wisslein jenset der Pegnicz gelegen, des alles pei 2 tagwerck, und als im das alles außgezeigt und vermarckt ist, mit allen und ieden iren nuczen und rechten, nichtz außgenomen, gleicher weis und in aller der moß als ein erber rat das innen gehabt, gepraucht und herprocht hot, ungeverlich etc. umb 70 guldein reinisch. das als mugen sie prauchen, inhaben und niessen als ander ire güter, doch das sie das in zimlichen paw und wessen ir lebtag auß halten sullen. des hat im ein erber rat ein brieff geben mit dem secret anhangenden sigel, der dann ist gereigisterirt in das statpuch a fol. 215. der meinung geleich hot er wieder ein refers geben unter sein auch Jobst Teczels und Jeronimus Hallers anhangenden sigelen, des datum stet am sampztag noch sant Elspeten tag [28 Nov.] im 72. jar; und derselb ist mit den 70 guldein rein. in die losungstuben kumen.

Es ist zu wissen, das Hanns Folckmer als ein pfleger zu sant Marta auf vil freüntlichs ersuchen und füerpittens, so der Gürtler an in gelegt hat von [214^a] eins heimlichen gemachs wegen, im das zu vergunnen auß seinem haus in sant Marta garten graben zu lassen etc. darauf Hanns Folkamer angesehen hat, das ein erber rat trupf und liecht vor auß der Peunt in denselben sant Marta garten hatt, und verwilligt ein grüblein, das dan unter der erden vier schuch weit und vier schuch preit, auch pei 7 schuchen hoch und mit Kornperckstein gewelbt, auch darauf eins schuchs dick erden geschut, also das nichtz an dem tag ist dann ein gemaurte roren, dorinnen ein stull unten in des Gürtlers haus gericht ist, doch also das man künftiglich dasselb gemach nicht durch sant Marta garten, sunder durch des Gürtlers haus außraumen und furen soll. das alles ich von der stat wegen dem Gürtler und andern künftiglichen in demselben haus wonhaft zu gut hab machen lassen etc. das geschehen ist zu sant Katerein tag [25 Nov.] im 72. jar.

Anno 1473.

Auf mitwoch nach sant Paulus tag bekerung [27 Jan.] im 73 jar in herr Jobst Hallers und Anthoni Holtzschuchers frog wart vergunt auf fürpet des wirdigen herrn des probstz zu Newnkirchen und anderen umbsessen der lantschaft do umb, ein steinen prücklein uber die Swobach machen zu lossen auf iren kost zwischen Newnkirchen und Dormencz. und dorzu vergunt man in stein auf des reichs poden noch rat des amptmans am wald zu prechen, auch vergunt man in darzu zu pettelen vor under lieben frawen cappelen und doch das alleß also zu machen auf eins ratz abschaffen, wen ein erber rat wolt, das sie dann dieselben pruck wider abprechen solten.

Am ertag nach sant Pangraczen tag [18 Mai] in dem 73 jar wart in einem erberen rat verlossen in Jobst Hallers frog und mir bevolhen zu sagen, das [214^b] ich dan thet dornoch am eritag vor sant Erasmus tag [1 Juni], und sagt dem Groper, hantseger auf der Schüt, auch dem seger am wasser zu Wert und dem seger zu der Weidenmüll, auch der stat seger auf dem Newenpawe, wie das in ein erber rat allen sagen und verpieten ließ, hinfür kein linten mer zu schneiden, pei der puß 1 pfunt novi, un laub eins erberen ratz. und ich gab in dorzu frist, das solch verpot angeen solt auf pfingsten dornoch schierst; das was a die 6 zungio im 73 jar.

Es ist zu wißen, das sich Endres Tucher, die zeit der stat paumeister, an stat und von wegen eins erberen rats hie zu Nüremberg vereint und vertragen hat mit Thoman, Eberbart und Paulus den mülnern, gepruderen, Thoman mülners seligen sünen in der newen müll auf dem Newenpawe in sant Laurenczen pfar, und das segrat, doselbst unten an derselben iren müll gelegen, von inne zu der stat notturft bestanden, mitsampt allem gezeug dorzu gehorend, funf jar lang, und sol domit kunftiglichen antretten zu aller heiligen tag im dreuundsibiczigsten jare, und ine alle jar davon geben allwegen zu aller heiligen tag zweinczig guldein reinisch. und doruff so hat ine der benant Endres Tucher von gemeiner stat gelt par und vor daruff hinauß gelihen hundert guldein reinisch, derselben kunftiglichen alle jar zwainczig guldein fur den zins daran abgeen sollen, als lang, piß dieselben hundert guldein reinisch bezalt werden etc. auch ist beredt worden, was in den künftigen funf jaren gepruchs im grunt oder ob dem wasser an der hutten, darunder die segen stet, gesche, das alles sullen die benanten muller machen lassen on der stat kost und schaden; was aber schadens an dem segrat, welpaum, kamprat, wagen, stroß, schragen oder gatter, darein das segeplat gespant ist, gesche, das sol ein paumeister machen lassen, und darzu das segrat mit schaufelen und panten die zeit der funf jar versehen on der müller kost. und was auch von den [215^a] segpaumen spen gehawen und rinten geschelt wirt in der zeit, die sullen des müllners sein; waß aber von segspen dovon gefallen und werden, die sollen des segers sein. wenn dann die funf jar also vergangen und auß sein, so soll ine ein paumeister den obgenanten mülleren und iren erben dasselb segrat und segmül wider ledig sagen und dopei lassen, was in der zeit und jaren daran gemacht worden wer, mitsampt einem segplat, zangen, hebeisen, wenthacken und allem gezeug und in aller der maß, als man das von den mülneren bestanden hat, alles ungeverlich. und ob die mülner in denselben jaren ichts zu schneiden hetten, das sol in ein paumaister schneiden lassen umb ein zimlichen pfenning als anderen leuten ungeverlichen. des alles die obgenanten müller fur sich und ir erben in des gerichtz briefbuch an dem hundert und zwaiundviertzigisten plat auf ertag nach sant Margreten tag [6 Juli] vor Johannes Tuchscherer also bekant haben. auch sein dieser außgeschnitten geleich lauttender zettel zwu gemacht, der eine der stat paumeister, die anderen die obgenanten müllner haben.

Nochdem der Cuncz Preuß, müller, iecunt zu der Weidenmüll in sant Laurenczen pfar gesessen, mich als der stat paumeister etwen oft hot angeloffen und geren gesehen het, das ich von gemeiner stat wegen das wer und tham, das do get zwischen der Pegnicz und vor der deutschen heren wissen herumb unterhalb der prucken, die vor zeiten doselbst hinuber gangen ist, auch pesseren het lossen und gesagt, ich sei des schuldig, und eß haben die deutschen heren des brieff. und wiewol ich auf dem rothaus in pucheren auch in der losungstuben brieff uber die Weidenmüll gesucht und gehort hab, so hab ich doch nindert finden künnen, weder das ich oder iemant anders das schuldig oder nit schuldig zu machen sei, anders dan, das ich von her Hannsen Koller seligen, auch dem Gürtler albeg gehort hab, wie eß von alter heer kommen sei, als in eim artickel dan stet voren in dem puch a folio 183 [215^b], das man dann mit der gewer also heer procht hot, des ich mich dan also pießheer gehalten hab. iedoch hab ich mit dem Tryßler im deutschen haus gerett auf anzeigen des müllers, das er mir zu lieb ir pücher, brieff und reigister derhalb ubersehen hot und dorauß mir ein zettelein geben, waß er in iren brieffen derhalben find und anders nit. das stet hernoch geschriben und laut also: eß sol auch derselb müller den weg auf dem werc seins farens halben wessenlichen und unprechenhaft halten oder süst mit der pesserung und pawen desselben wers sol er nichtz zu schicken noch zu thun haben.

Anno 1473.

Nochdem in dem 73 jar die schiltroren unter der vesten ser wenig wassers und herr Jobst Teczel geren mer wassers do gehabt hett, wart dorvon gerotschlagt, unter dem vels oben von dem samenkasten und eingang, do sich dann die hulczen rören anfochen oben unter der vesten vor des alten trotzihers haus von demselben sammenkasten hinter sich zu graben im fels zu und an den prunnen unter alt Nüremberg. das dann herr Jobst Teczel bestelt durch den Rorenheintzen, Perchtolt Tucher, Bernhart Walther und Jobst Schreiner, und abwegen ließ und doran hohen und wassers genug fant; und man verdingt das 2 steinmeczen, die sust 2 gesellen zu in namen, den gab man von befelnus eins erbern rats, ie von 6 statschuchen lanck, 7 statschuchen hoch, 3-1/2 statschuchen weit albeg 8 pfunt alt fur kost und lun, auch die erden herauß zu tragen und fur liecht, in den vels ein ganck gegen dem prunen unter alt Nüremberg zu prechen. dorein sie prachen ob 37 klofter lanck in 15 wochen alles noch rat und anweisung Bernhart Walthers und eins instrumentz, das der Jobst, schreiner, macht auf furgeben des Bernhartz, dordurch die gesellen snuerrechtz an und auf den prunen unter alt Nüremberg kumen. aber des wassers was am zufluß nit als vil im prunen unter alt Nüremberg, als man sich des [216^a] im anfang versach. dann eß ist groß dorauf gangen und kost mit 97 pfunt alt 18 pfenning, die Peter Nuczel etliche vergangen jar heer dar gelihen het, die ich im auch wider gab von befelnus eins erberen rats. und das sust überall dorauf gangen ist das als macht pei 149 pfunt novi, doran die nachperschaft ir anzal geben solten, und vorauß die, die das uberig und verloren wasser der schiltroren geren heim furten, als herr Jobst Teczel oder die herren von predigern oder wem eß ein erber rat dann gunt, dann das gelt stet gemeiner stat noch also aussen.

Im 73 jar zu sant Michels tag [29 Sept.] hot man pei dem Werder türlein an der statmawer fewerhocken und leitteren aufgehangen, die vor nit gewest sein; das ist geschehen auf begerung und anprengen der nachperen dopei gesessen.

Item im 73 jar zu sant Anthoni tag [17 Jan.] wart des Pemers, richters, gemach auf der vesten geraumpt 1-1/2 nacht und ie von 2 schefflein 3 haller geben, kost mit allen dingen 18 pfunt alt 5 pfenning. das raumpt man vor dem haus oberhalb des unteren prucktors, do pricht man durch die mawer.

Item im 73 jar zu sant Gerdrauten tag [17 März] wart das gemach im tuchhaus geraumpt und ie von 10 schefflein 6 pfenning geben, kost 11 pfunt alt 6 pfenning.

Im 73 jar in der palmwochen [11-18 Apr.] wart das gemach pei dem weissen turen geraumpt und von 2 schefflein 3 haller geben, das kost 24 pfunt alt.

[216^b] Im 73 jar zu sant Ambrosius tag [4 Apr.] wart das gemach im marstal geraumpt und ie von 1 schefflein 1 haller geben, slechtz doselbst in die Pegnicz zu schüten, und hot gekost 7 pfunt alt 12 pfenning.

Anno 1474.

Im 74 jar zu sant Gregorgen tag [12 März] wart das gemach auf der Peunt 2-1/2 nacht geraumpt, von 3 schefflein 5 haller, kost 24 pfunt alt minder 4 pfenning mit allen dingen.

Im 74 jar in der palmwochen [3-10 Apr.] wart des Feuchters gemach geraumpt durch des hausknechtz keller und ie von 1 schaff 1 pfenning geben; hot gekost mit allen dingen 16 pfunt alt 11 pfenning.

Ich Francz Schlais bekenn offenlich mit diesem brieff, das ich mich zu den fursichtigen erberen und weisen bürgermaisteren und rate der stat Neuremberg meinen lieben heren verpunten, verpflicht und versprochen han, also das ich ine die nechstkomenden funf jar nach dato dits briefs trewlichen dienen sol und wil iren fromen und nucz furderen und iren schaden warnen und fürkomen nach meinem pesten vermügen, auch der stat zeugmaisteren, paumeister und obersten anschicker was ich von inne oder anderen von eins erberen rate wegen gehaissen und mir zu thun bevolhen wirt, dem allen sol und wil ich trewlich on widerrede vervolgen und fleissiglich thun und nachkomen. und umb solchen meinen dinst sollen mir die genanten mein heren nichtz anders schuldig noch pflichtig sein dan iedes derselben funf jar zechen guldein reinisch longelts und vierzehen guldein für cost. doch mügen mir die genanten mein heren solichen meinen dinste, wo ich ine nit fugsam oder gefellig wer, absagen, wen und zu welcher zeit sie wollen, des ich mich [217^a] auch, so das beschicht, benugen und halten wil. und das ich solichs alles wie vor stet trewlich halten, thun und volziehen wil, des hab ich den genanten meinen heren mit trewen gelobt und zu got und den heiligen gesworen. des zu urkunt gib ich diesen brieff meiner aigen hantschrift und dorzu mit fleiß gepeten die erberen Sebolt Bemer, statrichter, und Wilhelm Rumel den elteren, burger zu Nüremberg, das sie ire insigel fur mich an den brieff gehangen haben. des wir ieczgenant Bemer und Rumel also bekenen, doch uns und unseren erben on schaden. geben am freitag vor sant Laurenczen tag [5 Aug.] noch Crists gepurt vierczehenhundert und in dem vierundsibenczigisten jar.

Nochdem Cuncz Kamerer im 74 jar umb aller heiligen tag das eckhaus unter der vesten, do auf ein zeit der Ruger, messingslaher, innen saß und des Kamerers ist, der das vernewen und dorinnen pawen wolt, als er dan tet; stet heraussen vor dem selben haus ein hütlein, dorunter in den perck ein lochlein ist, dorein man ie ein 6 oder 8 korb kolen hot mügen schüten, das er auch die zeit vernewen wolt. also wolt ich im des nit gestaten und hielcz dorfür, eß gehort zu der gemein und wer vor jaren also eingefangen und veraltet worden, des eß also vor seinem haus stunt, auch das sein hausbrieff davon auch nichtz innen hielt. procht ich das an ein erberen rat; dorzu wart beschieden Jeronimus Kreß, mit dem solt ich geen das paß zu besichtigen und des Kamerers gerechtikeit horen. also fant wir das hütlein 9 schuch weit, 13 schuch lanck und kein brieff noch urkund dan das dopei vil leut des hütleins lang also gedochten do zu sten, das wir eim erberen rat also wider zu wissen teten. dorauf het ein rat dem Kamerer das also zugeben zu vernewen und nit weitter noch lenger einzufohen und machen dan wie eß iecunt ist, und also, das sich der Kamerer mit uns dorümb vertrag und gemeiner stat dorfur etwaß geb; des gab er mir 2 guldein reinisch an golt. und auf das, das künftiglichen des kein irrung mer besche, so hab wir pede dem Kamerer das also vor Johanns Tuchscherer, [217^b] gerichtschreiber, bekent und angesagt von ratz wegen; des wil der Kamerer ein brieff nemen. ist geschehen im 75 jar am montag vor sant Paulus tag [26 Juni].

Anno 1474.

Am montag sant Paulus abent [27 Juni] im 74 jar in hern Karl Holtschuers und Paulus Ritters frog wart dem krottenmüller noch verhorung seiner erbbrieff von eim erbern rat zugeben sein news gepew der krem halben, das er het aufgericht, doch den nachperen do umb an irer gerechtikeit und rechten unschedenlichen. das ist dem müller durch Gotlieb Folckmer und mich also gesagt worden.

Im 74 jar zu sant Closs tag ließ ich das loch in sant Walburgen cappel im kor hinter dem altar in der ecken gegen dem newen sagerer wieder mit derselben erden und steinhewig, das do kam von dem newen sagerer, außschüten und außfullen und dorauf wieder ein estrich slahen als es dan noch also stet und grosse not was, dann in alter ein schaden dovon kumen wer.

Anno 1475.

Nochdem und in kurcz vergangen jaren durch Nickloss Coler, als ein pfleger steg und weg, zwischen den zweien prücken und wasserflüssen der Pegnicz pei dem Megeldorf eingefangen ist worden ein gemeine egerten und anger und dorauß ein gutter flecken wissen gemacht und den mit wissen eins erberen ratz auch der von Megeldorf, Erlestegen und ander doumb siczent gunst, wissen und willen dieselben nuczung zu geeigent der prucken zu Megeldorf und dornoch dem Coler bevolhen, dieselben nuczung und wiessen zu erb verkauffen, das dann der Coler also getun hot noch laut des hernoch geschriben briefs, den der Coler in seiner gewalt hat.

[218^a] Ich Sigmund vom Egloffstein, ritter, schultheiß, und wir die schopfen der stat zu Nüremberg verjehen offenlich mit diesem brieff, das fur uns komen in gerichte Nicklas Coler, burger zu Nuremberg, die zeit pfleger stege, prucken und wege, und pracht mit unsers gerichtsbuch, das Hanns und Seitz die Tewrl von Megelndorf fur sie und ir erben bekant und verjehen hetten, nachdem als ine der obgemelt pfleger die aigen wisen pei Megelndorf, zwischen den zweien prücken und flüssen gelegen, die pruckwise genant, mit verwilligung eins erberen rats auf ansagung heren Andressen Tuchers und hern Niclasen Grolants verlihen, auch keuflich vererbt hette nach laut und inhalt irs erbbriefs mit des gerichts zu Nüremberg anhangendem insigel bevestigt, das sie und ir erben im und allen seinen nachkomenden pflegeren des gemelten almusens von dem benanten irem erb zu rechtem ewigen aigengelt raichen und geben solten und wolten alle jar, jarlichen und iedes jar besünder, drei guldein reinisch landswerung auf und zu sant Michels tag, als aigentgelts recht ist, und ein vasnachthennen zu vasnacht derselben pflegnus, als von der prucken zu Megelndorf wegen zu haben und zu niessen furbaß ewiglich mit urkund diß briefs, der mit urteil von gerichte geben ist, versigelt mit des gerichts zu Nüremberg anhangendem insigel. des sein zeugen die ersamen mannen herr Gabriel Nüczel und herr Heymeran Zingel. geben am montag vor sant Anthonien tag [16 Jan.] nach Crists gepurt vierzehenhundert und in dem funfundsibentzigisten jare.

Nochdem und ich dem Albrecht, der stat seger, etliche jar pißheer geben hab ie von eim schnit, den er der stat oder anderen leuten mit meiner gunst geschniten hot, 3 haller und an seinem hauszins, des 10 pfunt alt sein, die er der stat zinsmeister all jar gibt, 5 pfunt alt zu stewer geben hab, dorumb er meint nit lenger zu schneiden. dorauf hab ich mich im 75 jar zu sant Valentins tag [14 Febr.] mit im vertragen und in wieder bestelt der stat segrat zu warten, und sol im hinfur geben alle wochen, es sei feiertag und [218^b] werckentag, 3-1/2 pfunt alt; und ist domit antreten am mantag sant Valentins obent und mir darauf sein trew an eicz stat gelobt, der stat seg getrewlich zu warten mit schneiden und allen dingen. und [soll] im winter anheben zu schneiden, wenn es den tag 8, 9, 10, 11 oder 12 slecht, albeg des morgens 2 stunt vor tags und des nachtz aufhoren 3 stunt in die nacht, dorzu ich im dann von der stat wegen liecht kauffen sol. und im sumer, so es den tag 13, 14, 15 oder 16 slecht, so soll er anheben zu schneiden albeg des morgens zu dem garauß und des nachtz aufhoren ein stunt in die nacht, alles ungeferlichen. so sullen im die segspen und dem muller die rinten von den segpaumen auch werden, wie es dann pißher damit gehalten worden ist. und als ich im pißher geben hab von der stat gelt an seinem hauszins zu stewer alle jar 5 pfunt alt, der sol ich im hinfur auch nit mer schuldig noch pflichtig sein zu geben. der seger soll mir auch gleich wol die schnit, die er schneit der stat und anderen leuten, anzeichen, wem und wievil er schneidt, und mir das albeg ansagen und das gelt davon getrewlichen antworten ie von einer rechnung zu der anderen, wenn ich mit im rechen. und ob icht pruchs am segrat oder der segen gesche, so sol er dorzu helfen, das solichs wider gepessert und gemacht werd. oder ob er vor wasser, kelten oder güssen nicht geschneiden mocht, so sol er pei den anderen der stat zimmergesellen sust helfen zimmeren und arbeiten auch umb die vorgeschriben 3-1/2 pfunt alt ein wochen, sumer und winter. solchs hab ich mit im aufgenommen das künftig jar, doch das das absagen albegen zu einem paumeister steen sol etc.

Am freitag sant Pangraczen tag [12 Mai] im 75 jar in hern Perchtolt Pfinczing und Hanns Imhoffs frog wart vor den elteren herrn verlossen: nochdem und der ein kirchenturen, dorauf die orglock hangt zu sant Sebolt, von den türnern des harms halben schaden genomen het und pesserung bedorf, das dan pißheer albeg der stat [219^a] paumeister auf der stat kost und nit allein zu sant Sebolt, sunder auch zu sant Lorenczen desgeleichen den ein turen, dorauf die orglock hangt, gepessert und in wessen gehalten haben, das aber die heren auf das mol abgenumen und mir befolhen das einzuschreiben und künftiglichen, was solcher geprechen und pewen der turen not sei, sullen die kirchenmeister auf der kirchen kost machen und pesseren lossen, dorzu ich in als der stat paumeister retlich und hilflich sein sol auf der kirchen kost; als dann Mertein Paumgartner auf das mal die scheden am turen zu sant Sebolt auf der kirchen kost pesseren und machen hot lossen.

Anno 1475.