Endres Tuchers Baumeisterbuch der Stadt Nürnberg

Part 28

Chapter 283,909 wordsPublic domain

Item so bezalt ich den 3 gesellen, die im prunen schopften, iedem 14 taglün zu 14 pfenning ein tag und nacht; die wolt der kuchenmeister nit außrichten.

Item als der keisser hin wolt, kamen die koch an mich von der eusseren newgepauten pretterten kuchen wegen und wolten, ich solt die kuchen von in lossen, sie wer ir, oder sie woltens anzunten, das wer ir recht und gewonheit. mit den gesellen kam ich fur ein pürgermeister und nach rat der lossunger und vil reden, die dorunter verloffen, gab man in auß der losungstuben 4 pfunt alt. item im abscheit verkauften sie, die koch, etliche kleine schaff, die sie selber hie in die kuchen kauft heten, als sudschaff und kleiner. auch verkauften sie dem Sebolt Kressen das uberig prenholcz, das do was uber pliben von scheiten und schroten, was als pei eim stoß holcz.

Item ich ließ hinauf machen 8 spanpet zu 20, die vor doben waren; mer 3 new taffelen zu 9 daffelen die vor doben waren; und 4 new geviert tisch zu 35, die vor doben waren; und 40 furpenck zu 47, die vor doben waren. so waren vor doben 4 hackpenck und 5 nider tisch zu anrichten. item so bezalt ich für 50 kosten, die der Sebolt Kreß zu dem keren het hollen lossen, 25 pfenning.

Item so prochten und lehen die juden hinauf 28 stroseck, 31 federpet mit polsteren, küssen, decken, leilachen, der man in 3 kameren ie 2 pet auf einander legt. auch lehen sie [207^b] hinauf 3 eissen kettenhengel und 2 new kupferer kessel, 4 groß protspießeissen. auch gaben sie hinauf etliche stuck leibat zu tischtücheren und hantzwellen, die man dorvon schnait und macht des keisers küchenmeister; auch liessen sie ein furhanck in die grün kameren machen.

Item so prochten des keisers koch mit in etwen vil grosser und kleiner kessel, der ie einer in den anderen ging, dorinnen sie kochten, auch etwen vil flaschen und verzinter pecher.

Item so furt der keisser in seim kamerwagen mit im stetigs ein reispet, dorzu ein ziligs federpet und petgewant, dorinnen er allnacht ligt und sust in keim anderen pet ligt.

Item der keiser kam heer am freitag sant Partelmess obent das ist adie 23 augusto. item er zoch gen Pambergk am mitwoch sant Augustins tag, das ist adie 28 augusto.

Item er kam wider von Bambergk am montag nach Egidi, das ist adie 2 september. item er zoch gen Cadelspurgk am mitwoch noch Egidi, das ist adie 4 september.

Item er kam wider von Cadelspurgk am freitag noch Egidi, das ist adie 6 september. item so zoch er von hin gen Wendelstein am montag sant Kungunden tag; zoch seer spot hie auß und wolt gein Stein sein gefaren, das ist adie 9 september.

Anno 1471.

Zu wissen, das die erberen weisen Endres Tucher und Wilhelm Löffelholz in namen und von bevelhens wegen der fursichtigen, erberen und weisen bürgermeisters und ratz der stat zu Nüremberg den beschaiden Ulrichen Reussen, Johann und Petern von Ol seinen aidem, Cunczen Hollinger und Cunczen Meyer, burgern und maisteren plattner hantwercks zu Nüremberg, zu bollierung des plattharnasches in der Hadermüll, ausserhalb der stat Nüremberg an der Begnicz gelegen, zwai reder in dem wasser und darob new zugericht und gepaut und zwen gemech iren bollierknechten, darinne hausheblich zu wonen mit slossen, offen, gleser und aller notdurft auch zugericht und gemacht zehen jar, die nechsten nach datum dieser zettel volgende, verlihen haben in nachvolgender gestalt, nemlich, das sie solliche reder allein zu bollierung des plattharnasches und sust zu keinen anderen sachen unerlaubt eins rats geprauchen und kein ir bollierknecht in den gemelten zweien gemechen hausheblich wonen lassen, sie seien denn bürger und wollen daselbs bürgerliche verpflicht, wie ander einwoner und bürger in der stat Nüremberg zu thun pflegen, halten, und auch die gemelten reder und gemech die benanten zeit unwüstlich geprauchen. und was fürohin an den selben rederen im wasser und darob oder sust und an den gemechen an slossen, vensteren, öfen und dergleich dingen zu pawen notdürftig wirdet, auf ir selbs costen ane eins ratz schaden pawen und machen, außgenomen die tachung, die sol in ein rat decken und pesseren lassen, und dieselben zehen jar eins ieden jars der stat zinsmaister davon zwenundfunfczig guldein reinisch landswerung, nemlich zu ieder quattemper dreitzehen guldein, zu zinse geben und richten und mit dem ersten zins antretten zu der quattemper sant Lucien tag [13 Dec.] schirist koment; und umb solliche zinse sie alle gemeinlich und unverscheidenlich hinder einander verpflicht und verhaft sein sollen. beschehe auch, das ein rat nach außgang der nechsten funf jaren des willens wurd, uff sollichen zweien rederen lenger nit bollieren zu lassen, sunder die bollierung doselbs abzuthun, wenne inen denn die darnach von ratz wegen aufgesagt wirdet, sollen sie der darnach indert jarsfrist ane widerred und mit beczalung außstendigs zins, sovil sich des nucz auf dieselben zeit ergangen hett und noch unbezalt außstünd, absteen. auch was [208^b] sie in der zeit oder jaren darinnen gemacht und gepaut oder gebessert hetten, darinnen lassen und nichtz darvon außprechen noch nemen dann allein iren hausrat, werckzeug, pollierscheiben und die eisenstangen, daran dieselben scheiben lauffen, alles ungeverlich. und des zu urkund sind diser zettel zwen gleich lauttend begriffen und der stat zinsmeister ainer und den obgeschriben meisteren des plattnerhantwerg die ander außainander geschnitten geben am ertag nach sant Johanns tag zu sunwenden [25 Juni] anno domini etc. 70 primo.

Am ertag nach sant Lorenczen tag im 71 jar [13 Aug.] waren pürgermeister Hanns Lemlein und Heimrat Zyngel, in der frag wart auf den tag in einem erberen ratt verlossen und mir als der stat paumeister befolhen, das ich dann dem Koller und andern pauleutten gesagt hab; das sie sich als pauleut in den pewen mit mauren einer auf den anderen zulegen, auch zwischen nachpaweren mewer mit einander zu furen von dicke und hoche derselben mewer und anderen sachen die pewe antreffent, dorzu sie dann hie also gefordert werden, das sie sich des geleichen zu Wert auch sullen halten und dorumb entscheit geben, wie man das hie in der stat helt und pfligt zu halten etc. item desgeleichen hab ich Narcius Haller und einem seiner mitratzfreunt von Wert auch gesagt, das ein erber ratt hie das also daussen als hinnen in der stat mit den pewen wol haben gehalten. das sie das ferrer anderen iren freunden von Wert zu wissen thun; des sie dann willig waren und ein gut gefallen doran hetten.

Am sampztag noch sant Dionisien tag im 71 jar [12 Oct.] waren bürgermeister her Hanns Koler und Gabriel Nüczel, in der frag wart auf den tag in einem erbern ratt verlassen und mir als der stat paumeister befolhen, künftiglich zu dem newen rat in acht zu haben, wen die steinprecher am Reuchelperg ob der stat amptbuch gehorsam thun, das [209^a] man dann keinen vertig noch zulossen soll, oder ir keinem sust im jar gerechtikeit am Reuhelperg geb, der nit hinter der stat beerbt sei oder den iren heuslichen siczt etc.

In dem 71 jar am mitwoch nach Simonis und Jude [30 Oct.] sante ich von befelhnus eins erberen rats den hernach geschriben fewermeistern ir iedem noch 25 newer liderer eimer, die ich hett machen lossen, der einer kost 4-1/2 pfenning alt, zu 25 alten lideren eimern, die ir ieder derselben fewermeister vor hett, also ob fewer auskem, do got lang vor sei, das dan ieder fewermeister, so er des gewar wurd, mit 25 eimern zu dem fewer kem oder die eimer dohin schicket; und die andern 25 eimer solt ir ieder doheim behalten, ob mer dann ein fewer außkem, das ir ieder dann pei im in seinem haus noch 25 liderer eimer west zu hollen, mit denselben er des paß zu dem andern fewer komen mocht etc. so sein das die fewermeister: Peter Horstorffer, Heymrat Zyngel, Ulerich Grunther, Anthoni Ebner, Nickloss Grolant, Paulus Rietter.

Anno 1472.

In dem 72 jar adie 21 jener am eritag sant Angnessen tag ließ ich den prunen auf der vesten fegen, dorein ein katz gefallen was. daran schopft der Cuntz Hübner der maurer nochdem und er sich hett zugericht mit allen dingen funf gancz stund mit 5 gesellen zu im, und er was stetigs selber in dem prunen, und zwen gesellen auß zu gissen und hinab zu laitten den zuber; mer ein gesell, der zwischen dem prunen und dem sloß stunt am seil und an hinab lossen des zubers wider hielt; mer ein gesell, der reit und menet 3 pfert, und ein gesel, der die wag nach den pferden herwider ein trug. dorzu lech ich im ein reitlein von 36 kloftern, ein hengseil von 30 kloftern, ein zuberschaff, dorein geet pei 2-1/2 eimer, mer ein morterschaff und ein leittern von 16 sprusseln, die nicht lenger noch kürczer [209^b] docht, 2 pfening strick, 2 haller strick, ein lattern mit 4 dicken liechten, 2 kurcz sleuch von eim alten stiffel gemacht; so het er selber ein kurcze gruntschauffel. so bestelt ich mit 2 der stat zimmergesellen 2 hülczen groß scheiben in den zug ob dem prunen, und unter dem thor in das inner schloß walczen und stock eingemacht, das das seil auf der erden und an dem gemewer nit schaden nem. das gerett alleß der Hübner mit seiner fur auf der Peunt des morgens, als er wolt anheben, hollen ließ und dornoch das wider auf die Peunt fürt und antwortet. von der arbeit gab ich dem Cuntz Hübner mit sampt sein 5 gesellen und 3 pferden 16 pfunt alt fur alle dinck, und sie furten in den fünf stunden 136 zuber wassers aus, das ist pei 28 fuder wassers, nachdem pei 2-1/2 eimer in den zuber gett, dann der prun 15 schuch thieff am wasser stet stetigs.

Im 72 jar am ertag vor Judica in der vasten, waren purgermeister herr Nickloss Groß und Gabriel Teczel, do wart von eim erberen rat vergunt auf beschawen, so Peter Horstorffer und ich auch eim rat furprochten des paders halben im Rossenpat, der ein heimlich gemach machen wolt und begert, in domit unter dem pflaster herauß auf die gemein faren zu lossen 3 schuch weit und pei 8 schuchen lanck; das im also vergunt ist auf eins ratz widerruffen und nit lenger, auch das er den kasten also mach und mit dem gewelb versorg, das kein wagen das eintruck oder sust iemant schaden dovor besche, alleß ungeverlich. das hat der pader also machen lossen.

Am sampztag vor sant Thiburcy und Valeriani tag [11 Apr.] im 72 jar wart meister Mertein der stat seiller der zwinger pei Tiergartenthor abgesagt, dorinnen er 16 jar seil gemacht hett, und in dem vorberck vor [210^a] Tirgartenthor dorein gangen. und nachdem das man dasselb thor vermaurt, wolt man im kein schlüssel zu dem thor innen durch die statmaur in denselben zwinger mer lossen, und hat in geweist und im vergunt, im graben pei Tiergartenthor seil zu machen. das alls ward in eim erberer rat also verlossen, waren purgermeister herr Jobst Teczel und Jeronimus Kreß. dornoch im andern jar procht die Sebastian Volckmerin und Mertein Paumgartner, pfleger der fündelkint, zu weg pei eim erberen rat, das man im den graben wider absagt, und solt nit mer dorinnen arbeiten.

Anno 1472.

Wir Sebaldus von gottes genaden abte des closters zu sant Egidien in Nüremberg, sant Benedicten ordens, Bamberger bistumbs, bekennen und thun kunt gen meniglich mit diesem brieff, das wir einen permetein brieff mit des ersamen und weisen Jorgen Kolers anhangendem insigel besigelt ganczen unverserten gesehen, verlesen und gehort haben. derselbe brieff stund und lautet von wort zu worten wie hernach geschriben stet: Ich Jorg Koler, an der zeit der fürsichtigen und weisen meiner lieben herren und freunde des rats der stat zu Nüremberg richter zu Werde, thue kunt mit diesem brieff, das für mich komen in gericht Andres Stromer zu Nüremburg und clagt auf die müll und wasserfluß zu Werd mit allen iren zugehorungen besucht und unbesucht dorumb, wie das er einen drittail der Pegnitz des wasserfluß oberthalb Werde haben solle an der werspitzen als dan recht und von alter herkomen ist, und auch alsdann vor zeiten derselbe wasserfluß getailt wer worden und im ein drittail zugetail were, das dem also sei, so dingte er sich des an den erberen Hannsen Graser zu den zeiten paumeister zu Nüremberg, der von rats wegen darzu gegeben worden were, das er der eltsten manne vier dorumb verhoren solt; die derselb Graser verhort het, den kunt und gewissen dorumb wer. solch sag er dem rate zu Nüremberg wol erzelt het, wie und was die gesagt hetten, der dann Jorg Haller zu Nüremberg, den die sach anrürte, und sein gemeiner zwen darczu gestelt hetten [210^b] und der vorgenant Stromer zwen; in derselben sag sich clerlich erfunden hab, das er ein drittail wasserfluß haben solt. auch so het der erberg Mathes Ebner, an der zeit spitalmeister zu Nüremberg zu dem newen spital, dem genanten Andresen Stromer selbs zugesagt, das er dem rate zu Nüremberg zugesagt het, das sein müllner zu Nüremberg am Sant bekentlich wer, das er ein drittail an dem wasserfluß het. nun heten etlich müllner, die dann vor zeiten die müll ingehabt heten, den mülen zu Werde und am Sant zu Nüremberg, den werd an der Pegnitz, dorauf die marckung gegangen wer, demselben werd und andere arbait mit pferden und auch sust außgearbeit und geraumbt nach der teilung des wasserfluß, dodurch im sein wasserfluß entzogen worden sei, das dem Graser auch wissentlich were, das etlichen unter den vier mannen, die verhort weren, clerlich gesagt, die das selber gethan hetten, domit der wasserfluß sein ganck so großlich gen Werd genomen het, damit im sein drittail gemindert worden sei und von tag zu tag so sere entzogen würd, das er des nicht lenger geleiden mocht. dorumb so hoffet der genant Stromer zu got und dem rechten, das sie billich ein gotliche, gleiche, bestendige taillung mit im thun sollen nach werckleut rate, die sich auf die wasserflüsse verstunden, also das im sein drittail der Pegnitz volge und werd, und geschech des nicht, so müste er die müle unsern herren vom rate für die gult ligen lassen, und was das zu pawen kostet, das solte man billich bezallen nach anzall des wasserfluß; das alles saczt er zum rechten und zu den werckleuten, die dann wol verstunden und westen, was solcher dinge recht were, des kunn er on gerichtz hilf von in nicht bekomen, daran man in beschedigt het umb tausent guldein. das verantwort mit fursprechen der vorgenant Jorg Haller und laugent der beschedigung und sprach, als der obgenant Andres Stromer einer teilung meldent wer, antwort er, er het auch wol gehort, das von alter ein rechtliche kuntschaft und teilung geschehen were, desmals schaidpfall und werspiczen gestossen weren, und des genanten Andres Stromers anher selig alle koste und lün der vorgenanten werspiczen allein bezalt het, und der müllner zu Werd dorft an den kosten nichtz geben. und als er in seiner anclag meldet, wie die vier mann, die er und sein [211^a] gemeiner und auch der Stromer gestelt heten, durch derselbigen sag sich clerlich erfunden het, das er ein drittail wasserfluß haben solt, getraut der vorgenant Haller, das sich das nit erfinden solt und begert Mangolten Ammann und Heinczen Erlbach, bede zu Werde gesessen, ir sag, die sie gethan hetten, dorumb zu verhoren, die sie dem vorgenanten paumeister in geschrift gesagt hetten, in derselbigen ir sag man wol vernemen wurde, wie vor alter bede vorgenant taillung der mulberck geschechen weren und das der fluß auf die müll gen Werd wertz zwei teil landes halben weit und der fluß gen der schleifmül, die ieczunt die pappirmüll haisset, der drittail des landes halben weit sein und furpaß bei solcher teillung und weiten ewige zeit pleiben solten. und solchen drittail der weiten der genant Stromer mer het auf den heutigen tag nach anzal dan er. und als der ieczgenant Stromer mer meldent wer, wie vor zeiten ein werde, dorauf die markung gegangen wer, mit pferden außgeraumbt und gearbeit wer, sprach der vorgenant Jorg Haller, davon weste er nichtz, dann hete im iemants die markung zu geverde außgeraumbt, mit dem mochte er wol gefaren als recht were; aber derselb Jorg Haller und sein sweher seliger heten das erb der müll zu Werde mit allen rechten und wasserflüssen gekauft, des er brieff het und begeret, die dorumb zu verhoren, und heten die also in gewere herbracht lenger dan lands recht were, und hoffte, er solt billich dobei pleiben. und sein sweher selig und er hetten kein endrung daran gethan und irem fluß nichtz zu hilf geraumt; aber der vorgenant Andres Stromer und sein gewalt hetten Cunraten Paumgartner zu Nüremberg und dem Lorheublein zu Werd iren wisen, die do genseit der werspiczen legen, die rangen und stock daran hingehawen und geraumbt, domit er die weiten seins wasserfluß geweit het, also das er pei 3 schuen weiter het dann der obgenant drittail wer, dorein im der obgenant Jorg Haller uncz her nichtz geredt und das von gelimpfs und beschaidenhait wegen gedult het. und als der vorbenant Stromer mer berürt umb ein bestentige taillung des wasserfluß, sprach der genant Jorg Haller, wie das bei funfundviertzig jaren ein rechtliche kuntschaft gescheen wer und sechs [211^b] unverworfen manne, die sich über wasserfluß verstünden und westen, und die dann von beden tailen der obgenanten mülberck darzu geben weren, ein gleiche bestentige teillung der wasserfluß beder mülberck gethan und getailt heten, als sie das auf die glübd und aid nach kuntschaftrecht ein bestentige teilung desmals geschehen und die wasserfluß beder mulberck getailt weren und die teilung noch weren, als dan ein schaidpfal und werspicz gestossen ward, die noch do zu zaichen der vorgenanten teilung in der Pegnitz verhanden stünden: und also getrawet der genant Jorg Haller, das er kein andere teilung mit dem vorgenanten Stromer dorumb nit thun solt, sunder das er billich bei solcher vor berürten redlichen kuntschaft und bestentiger teillung und werspicz und er auch bei seiner erbsgewere nach inhaltung seins berürten kauffbriefs beleiben solle; wolle aber der genant Andres Stromer seinen wasserfluß tieffer raumen, als dann sein anherr und vater seliger und er auch selbs oft gethan lassen haben, des sei er nicht werend, und wer im dorüber an seinem zuspruch nichtz schuldig. nach clag und antwort wart ertailt, das man den vorgenannten Hannsen Grasser dorumb verhoren solt und nach seiner sag solt gescheen was recht were. nachdem komen die obgenannten Stromer und Haller wider fur mich obgenanten richter in gericht. do horten zwen gesworen schopfen dicz gerichts zu Werde den genanten Graser und nach der verhorung laut und sag und auch nach clag und antwort, als vor berurt ist, wart die urtail von den schopfen des gerichtz zu Werd mit gemeiner volg fur den erberen und weisen rate der vorgenanten stat zu Nuremberg geschoben, sie dorumb zu entschaiden, umb das die genanten Stromer und Haller bede burger doselbst weren, und auch derselb rate der vorberürten beide mülen recht erbherren und eigenherren weren; wolt dan derselb rate die urtail bei im behalten, das wer in lieb, schüb aber der rat die urtail wider fur das gericht gen Werde, so wolten sie nach rate und weishait der erberen rats zu Nüremberg furpaß dorumb ein urtail sprechen nach irer verstentnus und vernunften, als recht wer. nachdem wart die urtail wider für ditz gericht gen Werd geschoben, sie auf bedeseit dorumb zu entschaiden und urtail zu sprechen. und also nach clag, antwort und nach der verhorung laut und sag ist ertailt: als der obgenant Andres Stromer in seiner [212^a] clag meldt, das er ein drittail des wasserfluß in der Pegnicz und der genant Jorg Haller zwei tail dorinn haben sol, des im der ietzgenant Haller bekentlich ist, das es furpaß also pleiben sol, und sollen leut doruber furen, die pew erkennen künen, und ob pawens not wer, so sollen sie das pawen lassen. und als der genant Jorg Haller geantwort hat, wie das des vorgenanten Andresen vorfaren solch pew vormals von ir selbs koste und lon bezalt hetten und der müllner zu Werd nicht, getorst dann der Haller zu got und den heiligen sweren, das dem also sei, so wer er an solchem gepew nichtz schüldig; tette er aber des nicht, so sol er zwei tail und der Stromer ein drittail an den pewen bezallen. und als sie bede meldten, wie das ein weiterung mit werden, stocken und außraumung gescheen were, der des unter ine nicht ligen mocht lassen, welcher die weste, der mocht die mit recht anlangen und die rechtvertigen, als recht ist. und also wart dem vorgenanten Haller ein schub zu dem rechten gegeben. nachdem kamen sie aber auf peder seiten wider fur gericht mit fursprechen; do bekant der genant Haller, wie er dem vorgenanten Stromer von des artickels wegen umb den paw nit sweren wolt. dorauf ist ertailt worden, das der ietzgenant Stromer den ieczgenanten artickel von des pawens wegen erstanden hab, also das der vorgenant Jorg Haller zwen pfenning und der Stromer ein pfenning bezallen sollen, was das also furpaß an der werspiczen zu pawen costen wirt on geverde; und besunder umb den artickel von des wasserfluß in der Pegnicz an der werspiczen oberhalb Werd gelegen, als vor im spruch begriffen ist, als dann urtail und recht gegeben hat, ob sein not tet zu pawen, das man werckleut doruber furen soll etc. also haben die obgenanten Stromer und Haller darzu gepeten den vorgenanten erberen und weisen Hannsen Grasser, paumeister, und die ersamen meister mit namen Weigelen, gleißmüllner. Thoman, müllner, Heincz Lang, müllner, alle drei von Nüremberg, Cunraten Hell, müllner zu Wirczpurg, und Friczen Praut, mulner zu Peyrstorff; sie alle solcher teillung nach ze gen und zu thun nach gefallner urtail, und waß sie dorinn tetten und tailten, das dann die genanten Stromer und Haller das also genczlichen stet halten wolten an alles geverde. nun haben die vorgenanten meister und werckleut ir ieder besunder bei seiner waren trew an aids stat solche tailung der wasserfluß von beider [212^b] müllberck der Gleißmül und der mül zu Werd gegeben und getailt also, das zwei tail auf die müll gen Werd und der drittail auf die Gleißmül geen sollen, und des zu worczeichen der vorgenanter taillung und wasserfluß mit pfelen verzeichent und das [sie] nach vor obgemelter urtail pawen sollen, auch ietweder tail hinter den pfelen landes halben bewaren, das kein wasser darhinter hinweg gee, darmit sich sein wasserfluß meren mocht, ongeverde. doch unterhalb solcher vorgenanter verpfellung und teilung sol und mag ietweder teil sein wasserfluß raumen und fegen lassen ongeverlichen, als vil als ein ieder seins fluß genissen wil. und das geschach am nechsten Freitag nach sant Lorenczen tag [13 Aug.] anno etc. im funfundvierczigisten jare. und nachdem komen die vorgenanten Stromer und Haller wider fur gericht und paten mich obgenanten richter zu fragen einer urtail, ob man ir iedem dieser gefalner urtail und teilung icht wol billichen durch recht urkunde geb. dasselbe wart in mit gemeiner volge und urtail ertailt, doch unschedlichen der obgenanten meinen heren des rats an allen iren rechten, zinsen und eigenschaften, die sie daran haben. des sind urtailler gewest die ersamen manne mit namen Ulrich Mantel, Wilhelm Peyer, Hanns Hoffman, Reinhart Kempf, Seitz Protsorg, Ott Lang und Hanns Münch. der brieff ist geben nach Cristi gepurt vierzehenhundert und in dem sechsundvierczigsten jare an sant Anthoni tag [17 Jan.] des heiligen abts. und des zu waren urkunde so haben wir obgenanter Sebaldus, abt, von vleissiger pete wegen unser abtey insigel, doch uns und unserem nachkomen unschedlich, offenlich thun hencken an ditz vidimus, das geben ist am sampztag nach sant Michels des heiligen erczengels tag [3 Oct.] nach Cristi unsers lieben heren gepurt vierzehenhundert und im zweiundsibenczigisten jaren.