Endres Tuchers Baumeisterbuch der Stadt Nürnberg

Part 27

Chapter 274,069 wordsPublic domain

Diese hernachgeschrieben schrift die steet mit alten grossen puchstaben in den stein gehawen an dem grossen thuren, der an dem Manghaus steet pei sant Katherein prucken und lautet also: anno domini M^{o}III^{c}XXIII^{o} kalendas mense may, der des thurns ein paumeister gewesen ist Conrat Stromer, des helf uns der heilig Crist. amen.

[198^b] Von Hannsen Grassers seligen püchern.

Item so hab ich durch vleissig pette und manich ersuchung von Gottlieb und Paulus den Volckamern als vormunde der Hannsen Grasserin seligen gescheft entlehent sechs pucher, dorein der Hanns Grasser seliger seine ding der stat pewe halben geschriben hat etc. die ich mit vleiß übersehen und gelesen hab, die aber gar slecht geschriben und nirgen dorpei, was man keinem der stat arbeitter geb oder geben hab, dann allein die summ, so er alle wochen außgeben hat oder mit den er gerechet hat, alles auf das kurtzst angeschriben etc. nachdem die pewe groß und der ding die zeit vill und ime villeicht verdrießlich gewest ist, noch dem vertrawen, den ein erber rat sust zu im gehabt hat, so hat es ser slechtlichen angeschriben etc. dieselben pücher hab ich Paulus Volkamer wider heim geschickt und darauß gezeichent diese hernach geschriben stucklein.

Item am ersten vind ich, das er in dem einundviertzigsten jare dem Gürtler geben hat von dem wilde und thieren im statgraben zu warten zwelf pfunt alt, auch von dem heimlichen gemach im loch acht pfunt alt und für die andern klein kost achtundfunfzig pfenning geben hat, auch von einem hundert quader eich und trinckgeltz zwelf pfenning und zu zeitten zweintzig pfenning geben hat; fur ein pfunt wagenschmiere von dem Rudolf in der wag funfthalben pfenning, von einem perckeisen zu stehellen ailf pfenning dem Jacob, schmit pei dem Laufferthore, fur zwai grosse prunnseille auf die vesten zehen pfunt alt geben, des Huffnagels slossersknechten von viertzig pfunt alt, so sein rechnung gemacht hat, dreissig pfenning trinkgeltz geben.

Item darnach vinde ich, das er in dem zweiundviertzigsten jar meister Friderichen Weissen zu liebung für ein stoß holtz geben hat zwai pfunt novi, funftzehen schilling. mer nochdem kein trinckgelt desselben jars gefallen ist gewest, hat er im zehen pfunt [199^a] novi geben und Ulrich Unger, dem parlierer, funf pfunt alt, auch dem Johanns Steinschreiber vier pfunt alt geben hat. mer für ein tausent flacher dachzigelstein zweintzig pfunt und fur ein tausent hocken und preiszigel zwelf pfunt alt, und fur ein tausent kerb und meullein viertzehen pfunt alt, auch für ein kellzigel siben pfenning; auch des Heintz Höhels, des walthawers, knecht fur ein trinckgelt zu des waldhawers rechnung achtundviertzig pfenning und zu zeitten dreu pfunt alt, für ein kettensloß zu gassenketten vierundzweintzig pfenning und das eisen darzu. der kupferein slott auf sant Laurentzen thuren kost funf und zweintzig guldein reinisch; der schallen eine, darmit man das rathaus geflastert oben hat, kost funftzehen pfenning. den hantsegern hat er geben von einem schnit sibenthalben und siben pfenning.

Item darnach in dem vierundviertzigsten jar gab er fur ein puchsenstein zu der Kaltenpurgerin zu hawen funftzehen pfenning von einem stein; mer dem Kressen und Paulus Stromeir auf der vesten hat man vier wasserkuffen geben; mer fur ein hundert schintel hat man geben achtzehen und einundzweintzig pfenning.

Item darnach in dem sibenundviertzigsten jare umb Jacoby hat der schön prunn am Marckt pei der Wechsel gekost zu vassen von dem moler funf hundert guldein reinisch.

[NACHTRAG.]

[201^b] Nochdem das puch geschriben und gancz gemacht worden ist, hot sich doch dornoch und etliche stück in mitler zeit begeben, die ich Endres Tucher heernoch schreiben hab lossen, die dan einem paumeister auch künftiglich not sein zu wissen. und wie wol die auch eins eigen reigisters und anzeigens bedorften, so hab ich die doch hinfur und voren in das register mit zifferas an dieselben oder der geleichen artickel hencken lossen, dordurch man die auch hinten im puch finden mag.

Anno 1467.

So hab ich sider in dem 67 jar etwen vil prücklein uber den Vischpach in und vor der stat pflasteren lossen, die vor von holtzwerck waren, die ich dan von gemeiner stat pesseren, machen und in wessen schuldig pin gewest zu machen, nemlich das prucklein aussen vor dem walt auf Feuchter stroß hinter des Ammans weierhaus; das prucklein auf Kornburger stroß pei dem gericht uber den Vischpach: mer zwei prucklein pei dem Sundergew und eins an der inneren alten statmaur pei meister Lorentzen hoff; eins vor dem Gumler, eins vor des Hirßfogels ferber ferbhaus, eins an der Pfausmitgaß, eins pei Hanns Imhoff jegen der Kotgaß, ein langs vor sant Lorenczen vor dem Wirniczen, eins unterhalb herrn Franczen Rumels seligen haus jegen der Kotgaß, eins vor Endres Geuders haus. sust sein etliche prucklein do zwischen uber den Vischpach von holcz und etlich pflastert, der ich nit gemacht noch schuldig bin gewest zu machen: allein die nachparen haben die auf ir kost machen lossen, dorzu ich in wol geroten und geholfen hab doch auf ir kost.

Anno 1468.

In dem 68 jar zu sant Michelstag [29 Sept.] als man den Vischpach an der Pfantsmitgaß vor meister Lorenczen und iecunt des pfarrers von sant Lorenczen hoff mit Kornperck [202^a] stein vernewet und beseczt hat, do vant man unter anderen alten stein im Vischpach liegent, dormit derselb Vischpach vor jaren was gemacht worden, etlich alt judenstein, dorunter unter andern einer was, der do stet und den ich hab einmauren lossen zu einer gedechtnus in den zwinger hinter der Peunt an das vorberck des Frawentors, doran stet ebreyisch geschriben, wie das Elias des Salman juden sun sei abgeschiden von dieser welt auf den suntag den 27 tag im september in dem jar nach der schöpfung der welt als man gezelt hat 5000 und 92 jar, des sein sell sol ruen mit anderen vorfuderen in dem himmel dem garten der ewikeit amen. der stein was die zeit als man in dem vant in dem 68 jar, wie oben stet, was er alt 136 jar.

Anno 1470.

Im 70 jar zu sant Katerein tag [25 Nov.] ließ ich allenthalben in zwingern raumen und eingraben 39 gemach und gab davon ie von eim 4 grosch und l4 pfenning trinckgeltz.

Auf die zukunft unsers herrn des keissers heer gen Nuremberg anno 71 Jacobi.

Das erstlich alle fewerschaff in den hutten, wasserfaß auf der Peunt, auch die kuffen auf den schleipfen, so die müller haben, gepunden worden sein; das alle fewerleittern und fewerhocken gepessert und verhanden sein; das alle lateren und liecht dorzu gehorent verhanden sein an den eckheussern in der stat; das alle fewermeister, viertelmeister, torsperrer und ander, die liderein eimer haben sullen, das die alle verbanden sein; das alle fewermeister, viertelmeister, müller in müllen ieder sein sprutzen hab [202^b] und vertig sein; das ein ieder fewermeister, viertelmeister ein 8 oder 10 fackel hab; das auch den obersten hauptleuten ir iedem 8 oder 10 fackel in sein haus bestelt, desgeleichen auf das rothaus dem haushnecht 20 oder 30 fackelen geben werden; das auch zu allen ketenstocken, hocken und cloben gesechen und die gepessert werden, desgeleichen unten und oben an der Pegniz die zu pesseren, wo sein not was; das der mülner kuffen und anderen, den kuffen auf sleipfen geben worden ist, auß denselben hütten bestelt, gezogen werden und das die vol wassers geschopft und tragen werden; das alle keten hinter der statmaur, auch keten unten und oben an und vor der stat uber die Pegnicz, und desgeleichen die keten umb die vesten und waß man der sust an den gassen in der stat geroten mag, angelegt werden; das die schrancken vor allen thoren, desgeleichen die sneller auf den prucken und unter den toren gepessert werden und an die sneller unter den toren zugseil bestelt werden und die gruben, dorein die sneller hinten gen, geraumpt werden.

Das zugericht auf der vesten.

Das sloß am dachwerck allenthalben die decker zu übergeen und pesseren lossen; die heimlichen gemach in dem zwinger umb das sloß alle eingraben lossen; die slet auf dem sloß allenthalben raumen und fegen lossen uberall; die glesser in den stuben und kamern auf dem sloß pesseren und etlich waschen und fursetzen lossen, wo sein nott was; den haffner zu den offen sehen, die pesseren und außsteuben lossen allenthalben; den slosser zu allen slossen sehen und die vertigen auch zu iedem sloß 2, zu etlichen 3, zu etlichen 4 und 6 slüssel machen lossen, auch zu allen leden am sloß sperstenglein und ketlein, die leden anzulegen, machen lossen, wo die vor nit sein; alle taffelen, tisch, fürpenck, anricht und hackpenck zu uberhobelen und außzuleutern, [203^a] wo der nit genug ist, der mer machen zu lossen; das sloß allenthalben zu dreien molen durchauß von dem obersten piß auf das unterst keren und fegen lassen der stat taglüner; in die kameren und gemech allenthalben auch an die stieg und in die geng und stell allenthalben eissen leuchter von swarczen plechen gemacht, etlich von einer, etlich von 2 roren zu liechten dorein zu stecken; in alle kamer prunczscherben, in des keissers gemech weisse verzinte pecklein, in der herren kammer verglast sust weiß scherben zu iedem pet ein, zu etlichen 2; aussen vor dem tor am inneren sloß ein keten und ein mahelsloß dorfur dem torwarten; im keller unter dem sall in derselben beslossen kammer am eingang rechen mit starcken hulczen nagelen auf peiden seiten, fleisch und ander nottorft doran zu hencken, dorpei ein hackpanck dorauf fleisch zu hawen, dorpei 4 pock dorauf pretter, allerlei dorauf zu seczen von speis und anderem, auch etliche pretter in seil gehangen, dorauf man etwaß seczen mag vor den meussen, mer dorinnen 2 fürpenck; in demselben mittelen keler hin hinter leger und zengel zu wein, 4 pock darauf pretter, allerhant geret dorauf zu seczen und dopei 2 furpenck; in demselben hinteren keler unter des Sebolt Kressen kuchen leger und zengel zu wein, zwien pock, dorauf ein taffel zu allerlei nottorft, 2 fürpenck; in der vorderen silberkamer unter der confentstuben auf 3 pocken 2 lang taffelen, dorauf ein kast von pretteren zusamen geslagen, der mit eim kloben, dorfur ein mahelsloß gehort, dorinnen des keissers silbergeschir behalten wirt, dopei 2 pock und ein tisch dorauf und dorpei 2 furpenck; dopei sein 2 lang alt truhen zu den wintliechten gehorent. in derselben silberkamer ist ein kleiner keller, dorinnen der keiser vormols sein eigen getranck und mett gehabt hat, dorinnen auch leger, zengel, 2 pock, dorauf pretter, etwaß dorauf zu seczen.

In der anderen silberkammer unter der confentstuben neben der vorgeschriben silberkammer ist auf die rechten hant ein kamer, dorinnen ein kleiner kast von pretteren gemacht und [203^b] zu der mawer gepunden mit einer deck und kloben, dorfur ein mahelsloß gehort, auch zu silberen trinckfassen, dorpei ein tisch auf 2 pocken und 2 fürpenck.

Item der hüner und daubenstal unter der stieg vor der confentstuben wart geraumpt und auf des keisers kuchenmeister und koch wartent.

Item vor des keissers kuchen im inneren hoff ein thül von pretteren aufgeslagen vor den kuchenleden herdann pei 7 schuhen weit und pei 10 schuhen hoch, als lang die kuch und das kemmerlein do pei was, dorein in der mit ein tür gestelt, die kein sloß dann ein felsloß und innen ein rigel fur ein sper het, dorzu mer ein tür an dem ort pei der stieg, die in zwinger hinab gett, doran innen ein rigel und aussen ein kloben und keten zu eim mahelsloß und auch ein felsloß doran gemacht. das prenholcz zu der selben kuchen legt man heraussen am tüll für dieselben kuchen. in dem unteren kemerlein im eingang der obgeschriben kuchen auf die rechten hant ein tisch auf 2 pocken und dorfur ein fürpanck. item im stublein ob demselben kemerlein, dorinnen der koch des keisers sein wesen hot, ein tisch auf 2 pocken und dorvor 2 furpenck. item in derselben vorgeschriben kuchen zwu sauber kuffen gestelt, dorob 2 deck genagelt, doran an ieder deck das halbtail aufgett mit gelitten panten angehangen, dordurch das halbtail ein morterschaff ein und auß gett. item dorinnen ein lange hackpanck, dorauf fleisch, kraut und anders zu hacken, dorpei 2 thisch nider auf stollen, dorauf man angerichten mag. item im kemmerlein neben dem güßstein in derselben küchen ein thiesch auf 2 pocken und dorvor ein fürpanck. item in des kochs kammer dorob dem kemmerlein ein thiesch auf 2 pocken und dorvor ein fürpanck.

Item in derselben kamer ein spünpet, dorinnen ein strosack, ein pet, 1 polster, 2 küss, 2 leilach, 1 deck und ein fürpanck vor dem pet.

[204^a] Item ein hulczene rinnen hab ich aus dem güßstein in derselben kuchen uber den zwinger in den statgraben geleit, wart von dillen gemacht, dordurch das unrein wasser außlieff. item in den slot derselben kuchen 2 starck rigel doruber zwerch eins pruckholz zu einer hengel, ob man die doran wolt hohen.

Item im sall unten zwischen den ersten 2 seullen am hineingen 3 penck mit ruckpretteren auf den zwei seiten, auf ieder seiten eine und unden under augen eine, und neben derselben unteren panck ein schranck und gerüst mit eim sneller, die leut dordurch auß und ein zu lossen, und in der mit ein sauber tisch vor den vensteren auf 2 guten steten pocken; in dem geschrenck helt man das hoffgericht, süst sol der selb sall aller geraumpt sein. in demselben unteren sall vor der kirchen in dem gitter auf der lincken seitten der kirchtür ist ein kammer, dorinnen ein spünpet, 1 strosack, 1 federpet, 2 leilach, 1 polster, 2 küss, 1 deck und ein furpanck vor dem pet, dorinnen des keisers torwarten pflegen zu liegen.

Item der purckgraff Sebolt Kreß der hat sein eingang im unteren sall in sein gemach, das spert er zu und hat sein eigen wesen mit sein ehalten in dem selben gemach. item unter der grossen stieg, die auß dem unteren in den oberen sall gett, ist ein kemerlein, das hat der Kreß in seiner gewalt und dorinnen allerlei seiner nottorft.

Item auf dem oberen grossen sall ist auf der prück dem keiser ein sauber tisch auf 2 pocken zugericht, doch newer von 2 vichten pretteren und mit gelitten verzinten panten. item dorpei sein kredencz aufgemacht von pretteren 3 staffel hoch auf der lincken seiten als man auf die prücken gen will. item das gitter vor der stieg unten vor der prück mag man für ziehen und niemant hinauf lossen ob man wil. in dem selben sall auf ieder seiten unter den fenstern herab 7 tisch, die pesten zuvorderst, und [204^b] unter iedem tisch 2 pock und 2 furpenck dorfür, wann niemant den ruck jegen des keisers tisch kert. item in der mit desselben oberen sals 2 groß geviert tisch auf pocken zu kredenczen, oder von oder zu den tischen essen und trinckfaß dorauf zu seczen. item ein kamer ist auf der langen stieg, die von dem unteren sal auf den oberen get, dorinnen ist ein spanpet, 1 strosack, 1 federpet, 2 leilach, 1 polster, 2 küss, ein deck und vor dem pet ein furpanck.

Item in der stuben neben des keissers grün kamer, dorinnen man rat helt, ist nichtz gestelt dan die glassfenster dorinnen fürgeseczt. item in des keisers grün kamer des keisers groß spanpet, 1 strosack, 2 federpet ob einander, 4 leilach dorauf gepreit, von golez 1 polster, 2 küss uberzogen mit golcz und tolden von weissen garen an den zipfelen, doruber gedeckt ein roten seiden golter; umb das pet was ein furhang von ploben scheter gemacht, und 2 nider penck auf den peden seitten desselben spanpecz. item in derselben kameren waren 2 spanpet, in iedem ein strosack, 1 federpet, 1 polster, 2 küss, 2 leilach, 1 deck; mer dorinnen 1 lange taffel auf 2 pocken und 2 fürpenck vor den peten; die glesser vor denselben fensteren in derselben kameren furgeseczt.

Item in der kamer doneben 3 spanpet, in iedem ein strosack, ein federpet, 2 leilach, 1 polster, 2 küss, 1 deck und auf 2 pocken ein tisch und 3 furpenck fur die pet und den tisch. in derselben kamer unter der stieg was ein kemerlein, das wart geraumpt. item doselbst zwischen den 2 meuren derselben kematen ist ein kemerlein auf die rechten hant, das auch geraumpt was. item dornoch ist ein heimlich gemach mit eim stull, das auch geraumpt was. item vor derselben kammer hinauf die stiegen ist ein stublein, dorinnen auf 2 pocken 1 tisch und dorvor ein fuerpanck.

Item in dem nebenhaus oder frawenzimer ist ein stub alle verglast und ein küchlein dorvor, das als wart [205^a] geraumpt; in der stuben was auf 2 pocken ein guter fichter tisch von 2 pretteren mit verzinten gelitten panten, dorvor ein fürpanck auch ein messer hangender leuchter in der stuben hangent. item in der kamer doneben ein groß spanpet, dorinnen ein strosack, 2 federpet, 2 leilach, 2 küss, 1 polster, 1 deck, als noch dem pesten, zu füssen vor dem pet ein tisch auf 2 pocken und dopei ein fürpanck; die kamer ist auch verglast. item die stieg in derselben kamer hinauf get auf ein podenlein, dorauf ein heimlich gemach ist, dorselbst ein kurcz leitterlein unter einer penck leit zu dem heimlichen gang in das ober gemach. item ob demselben podenlein hinauf aber ein stieg ist ein fleczlein, das lustig und mit pencken, die angehangen gerings umb zugericht sein, dorauf stet ein tisch auf 2 pocken und darvor ein fürpanck.

Item die stieg in dem newen haus hinauf und also den ganck gancz hin hinter do ist ein stub verglast, dorinnen was auf 2 pocken ein guter fichter tisch von 2 pretteren mit gelitten verzinten pentlein und dorpei ein fürpanck. item dorjegen uber ein kamer, dorinnen ein groß spanpet, dorinnen ein strosack, 2 federpet, 2 leilach, 1 polster, 2 küss, ein gute deck, als nach dem pesten; vor dem pet auf peden seitten penck an das pet genagelt. in derselben kamer was auf 2 pocken ein tisch und dorvor ein fürpanck. in demselben gang doselbst herfür wider zu gen ist ein kamer, dorinnen 6 spanpet, in iedem 1 strosack, 1 federpet, 2 leilach, 2 küss, 1 polster, ein deck, dorinnen des keisers knaben lagen; in derselben kamer ein lange taffel auf 2 pocken, dopei 5 vorpenck vor den peten und sünst.

Item ferrer herfur in demselben gang ist ein stuben, heist die junckfrawstuben, dorinnen 2 spanpet, in iedem ein federpet, 1 strosack, 2 leilach, 1 polster, 2 küss, 1 deck, dorinnen ein tisch auf 2 pocken, 2 furpenck; die stub ist verglast. item vor der stuben stunt auch 1 spanpet, dorinnen ein strosack, 1 federpet, 2 leilach, 1 polster, 2 küss, 1 deck [205^b] und ein fürpanck. item vor derselben stuben im gang ist ein heimlich gemach. item dorpei ist ein ercker, dorinnen ein spanpet mit 1 strosack, 1 federpet, 2 leilach, 1 polster, 2 küss, 1 deck; dopei ein tisch auf 2 pocken und ein furpanck.

Item die groß kofentstuben ist alle verglast, dorinnen 2 lang taffel auf 4 pocken, mer 4 tisch, ieder auf 2 pocken, und pei 10 furpencken fur die tisch. item neben der kofentstuben ist ein grosse kamer, dorinnen 4 spanpet in iedem 1 strosack, 1 federpet, 1 par leilach, 1 polster, 2 küss, 1 deck; dorpei ein tisch auf 2 pocken und 3 furpenck. item in derselben kamer get man hinten hinab auf ein heimlich gemach.

Item ob dem tor auf dem turen ein groß spanpet, dorinnen ein strosack, 1 federpet, 2 leilach, 1 polster, 2 küss, 1 deck, als von dem pesten; dorpei 1 tisch auf 2 pocken und ein furpanck item dopei im selben turen ein stüblein, das ist verglast, dorin ein tisch auf 2 pocken und dorvor 2 furpenk.

Item in der eusseren des keissers kuchen im vorhoff sein 2 hert, do stelt man zu iedem 2 verdeckt kuffen zu wasser, doran die deck halbe aufgiengen und mit gelitten pentlein waren angehangen, dorein durch das halbtail der deck ein morterschefflein foderlich gieng. item auß derselben küchen von dem güßstein wart ein hulczene rin uber den zwinger in stat graben hinauß gemacht und dardurch das unrein wasser auslieff; wart von dillen zusamen geslahen. item mer in der küchen ein hackpanck, 3 nider tisch auf 4 stollen zu anrichten. item in dem ein slot 2 groß rigel, doruber zwerch lag ein trum eins prückholcz, doran ein hengel und ein newer kupfer keßel; lehen die juden hinauf. item in dem anderen slot in derselben kuchen ein grosser rigel, doran ein [206^a] eissen hengel und auch ein newer kupferer kessel hing, den die juden hinauf lehen. item mer in derselben kuchen 4 groß eissen protspiß, lehen die juden hinauf. item auf eim podenlein neben derselben eusseren kuchen 1 spanpet, dorinnen 1 strosack, 1 federpet, 2 leilach, 2 küss, 1 polster, 1 deck, ein disch auf 2 pocken, 2 furpenck. item so was unter dem selben podenlein oder kameren ein kamer auf der erden, dorinnen rechen zu fleisch und hackpenck waren. item so was vor derselben eusseren kuchen am thüll eingegraben ein kuffen zu spülwasser, das der Herl von dem schün prunnen vom Marckt hinauf fürt.

Item im eusseren schöpfprunen aussen für die gitter dieselben leden alle angehangen. item 3 verdeckt sauber kuffen zu wasser in den prunen gestelt, doran die deck halbe aufgingen mit gelitten panten, das ein morterschaff dorein mocht, dorein man stetigs wasser schopft, das die küchenknecht ferrer aus denselben kuffen in die küchen allenthalben trugen in zweien newen zubern, waren verdeckt, die ich in den prunnen gab, dorzu 2 zuberstangen und 2 gelten und ein furpanck. item in demselben prunnen waren 3 gesellen tag und nacht, die do wasser stetigs traten und schopften, alle stunt 4 eimer, der iedem ich geben must alle tag und nacht 14 pfenning; den gab man dorzu essen und trincken von hoff. dieselben gesellen stelt erstlich der Sebolt Kreß, aber ich must in lünen von der stat wegen. item so sein 2 uberige pestene prunseil, eins 28 klofter lanck oben auf demselben prunen auf den rechen; wiewol iecunt keten doran gen, sein doch die seil auf ein fürsorg do.

Item das wachheuslein unter dem sibellen turen haben die marstaller innen, dorinnen in der stuben auf 2 pocken ein tisch und 1 furpanck; mer in der kamer 1 spanpet, dorinnen ein strosack, 1 federpet, 2 leilach, 2 küss, 1 polster, 1 deck, ein furpanck in der kammer.

[206^b] Item in der stallung die peren, reiffen und rechen zu den settelen [und] zeumen pesseren und rigel zwischen die pfert; der pfert stelt man auf einer seiten 9 und auf der andern seite 9 und voren uberzwerch 5 pfert. so was ein kuff vor dem stall eingraben, dorauß die pfert truncken, dorein der Herl alle tag wasser von dem schün prunen hinauf fürt.

Item die turner auf dem sibelen turen und ire weiber herniden im langen haus haben ir gemech allein und dürfen niemant haben, sie wollens dan geren thun; den hot man von hoff zu essen und trincken geben.

Item der Ulerich, der eusser torwart, mit seim weib auch im langen haus pleiben in irem gemach unbekümert; den gab man auch essen und trincken von hoff.

Item der inner torbart, auch der auf dem Pfifferling und sant Margreten turen, pliben auch in iren gemechen unbekümert; den gab man auch essen und trincken von hoff.

Item am sampztag sant Bartelmess tag [24 Aug.] must man von preteren ein kuchen aufslahen im vorhoff auf der hoch zwischen der eusseren kuchen und dem langen haus neben dem gang pei 20 schuhen in ein vierung, dorein ein hert mitten gestelt von 4 spünden und denn außgeschut mit erden, dorein ein anrichtladen gestelt und ein thür angehangen, als in dem ein tag; dorein stelt man 2 kuffen verdeckt zu wasser mit gelitten panten, die halb auf gingen, das ein morterschaff dorein ging. item aussen vor der gepretterten kuchen ließ ich ein große gruben graben, dorein das spülach auß küchen lieff und versanck, die grub was mit swarten verdeckt; sust wer das spülach von der kuchen den perck herab kumen und het ein grossen unlust gemacht. item in der kuchen waren auch ein hackpanck und anrichtpenck gemacht. item zwu deck, iede von 3 pretteren noch der leng eins wagen lanck zusamen geslagen uber des keisers kamerwegen vor dem regen zu decken im sloß.

[207^a] Item Herman Herl wart von Sebolt Kressen bestelt mit eim pfert, dem lech man der stat keren ein mit eim wasserfaß, dem stelt man ein kuffen zu dem schün prunen, auß der furt er alle tag 4 faß wassers hinauf fur die kuchen zu spülen und fur die stallung zu trencken die pfert. dorvon gab im des keisers kuchenmeister ie von eim faß wassers 8 pfenning und zu zeitten essen und trincken.