Endres Tuchers Baumeisterbuch der Stadt Nürnberg
Part 24
In acht soll haben der stat paumeister, das man kein misthauffen inwendig der stat so nohent füre oder unter die thore aufslach, der geirren mocht an dem reidden, auß und ein zu faren, als dann vill geschicht; wo er des gewar wirt, das er dann das dem pfenter oder leben sagt, das sie bestellen darzu [zu] raumen oder die spitalwegen darzu zu stellen. dieselben wegen im spital zu zeitten auch laß in solchen dingen sein und verdienen inen nit gern undanck; so soll der stat paumeister den mist selber in graben lassen werfen, als ich dann oft getan habe.
[171^b] Zu zeitten soll der stat paumeister raumen lassen das pötzech und erden, das durch die eusseren prucken in die greben fellt, wo er nit darzu leut hat, die des in gerten oder zu paumen sust begeren selber auß zu füren, als des dann herr Niclas Muffel vill hatt lassen auß furen etc. so soll der stat paumeister das selber lassen in dem statgraben und den graben darmit, so er dünst mag, überziehen und den darmit zu tüngen; doch das solichs geschee in einem herbst oder vor mitvasten.
Auch das grass und die weide in den statgreben allenthalben umb die stat die niessen die zwei fündelheuser mit irem viech und lassen das auch an ettlichen enden mehen, außgenomen vor dem Frawenthore piß hinab an das wasser gegen dem weier im graben hinter sant Katherein, darinnen die hirschen sein; desselben graben geneust der Gürtler eins teils nach altem herkomen. wenn sie dann also darinnen mehen oder dorein treiben wollen, so lest in der stat paumeister den Gürtler aufsperren.
Das grass und weide in den zwingern umb die stat das hat an ettlichen enden auch die zwai fündel mit gunst der vierteilmeister derselben vierteil; so haben ettlich vierteilmeister selber kü, die dann solich weide und grass selber prauchen oder anderen iren guten freunden vor der fündel vergunnen.
So hat der stat paumeister zu den greben und zu den zwingern allen umb die stat allenthalben auch slussel, der ein paumeister nit geratten mag, wann mancherlai not zu zeitten ist zu machen, auß und ein zu füren. so haben die zeugmeister auch die vierteilmeister dan verdriessen, das man ir schlussel do holt, so ist einer zu zeitten nit doheimen, [172^a] also das ie saumnus geschicht; darumb hat ein paumeister die slussel.
Ein stat paumeister soll mit den vierteilmeistern, die thuren haben zu sperren, darauf thürner sein, bestellen, das sie darob sein, wenn sie irer thürner einem urlaub geben oder einen anderen aufnemen wollen, das dann ein ieder vierteilmeister sein knecht darzu schick, wenn einer außzeucht, das derselb knecht darob sei, das die thurner nit außprechen und hin füren das ir nit ist; dann es geschicht vill, wenn ein newer thürner auf zeucht, so gepricht im penck, leden, fenster, slüssel und anders etc. das der, der vor im gewest ist, hin hat, als sie sagen, das man dann anders machen und flicken muß, des sust nit geschee, wo die vierteilmeister mit iren knechten das bestellen, wie oben steet, auf den hochen thurnen und in iren herbergen herniden, darinnen ire weiber sein.
Mer soll der stat paumeister mit den vierteilmeistern bestellen, das kein thurner kein holtz hack auf dem thuren, dann sie derschellen die thurn und gewelb, auch so zuhawen sie die geswelle unter den thüren etc. wenn aber ir einer holtz zu hawen hat, so soll in der vierteilmeister herab lassen ein halben oder gantzen tag, das er das holtz hawe und dann das also gehawen auf den thuren ziech.
Auch soll man keinen thurner, den man dann gewonlichen und pillich zugseil oder glockelseil schuldig ist zu geben etc. nichtz geben, es preng oder schick ir einer dann vor das alt seil auf die Peunt, das man sech wie das sei, ob ir einer eins anderen nottorftig ist oder nit. nach demselben alten seil soll der schaffer dann ir einem derselben größ und dieselben leng eins newen seils geben, und das alt seil soll man auf der Peunt behalten, das vindt dann auch zu zeitten sein statt. so geet ein glockelseil, noch dem sie am wetter hangen, pei [172^b] zweien jaren, oft lenger; aber die zugseil geen funf, sechs, acht jare, darnach und sie ir auch schon und mit umbgeen.
Die drummetten, die die thürner haben auf den thurnen allenthalben, die geben ine die losunger, auch was sie pruchs doran haben, das lest in der hausknecht machen und pesseren von bevelhnus der losunger. auch bezallen die losunger der stat pfeuffer und drummeter ir pfeuffen, drummetten und paner. mit den dingen allen hat der stat paumeister nichtz zu thun.
In guter acht soll ein stat paumeister auch haben und in sunderheit zu dem newen rat, wo dann mer enderung dan sust im jare gescheen, also ob das were, das man ander vierteilmeister, fewermeister, thorsperrer oder ander, die eimer hetten, abwechseln wurd oder sust im jare abgiengen, das man den newen dan solch eimer und sprutzen, so ir ieder haben soll, von den alten neme und die den newen heim trug, also das kein saumnus geschee und ein ieder das sein habe.
So soll der stat paumeister mit dem pfenter und in sunderheit mit dem leben bestellen, das man den schön prunnen zu dem newen jar auch zu dem heiligtumb noch sust im jare mit kremen nit versetzen loß, sunder das der prunn frei stee, das man gerings umb allenthalben darzu und davon mit wasser komen müg; des ist ein nottorft und auch ein zire.
[173^a] Es hat ettwen ein paumeister dem leben geben alle jar acht pfunt alt, das er des schön prunnen gewart hat mit versetzen der krem und waschen, das do pei geschicht; auch wenn man stach, das niemant dorein stige oder sich an die gitter hieng. aber nachdem und der leb laß in denselben dingen gewest ist, hat man das lassen abgeen, also das ich nie keinem nichtz geben hab, dieweil ich paumeister gewest pin. wol hab ich ir einem zu dem newen jare zwen oder drei gross geben auf das, wo ich sein im jare bedarf zu der stat nottorft, das er dester williger sei.
Wenn das ist, das man stechen oder rennen will am Marckt, es sein purger oder gest, so soll der stat paumeister bestellen und der Gürtler, oder wo er der muß nit hett, den Rorenheintzen oder sust iemant in den prunnen stellen mit einer sprutzen, der den leuten were, das die nit in den prunnen steigen oder sich an die gitter hencken, dann man schaden doran thut.
So soll ein paumeister mit dem pfenter und leben bestellen, das man kein kremer auf der langen verdeckten prucken loß kreme auf machen, sunder das die pruck frei gehalten werd; und in sunderheit des winters das man kein kolln noch fewer in scherben oder hefen den kremern darauf gestat noch verhenge, darmit der pruck nit schaden geschee, wann sie auf ein zeit ist prinnet worden solcher ding halben.
[174^b] Man hat voren am rathaus neben der Slusselfelderin krome dreu eissen in die maur gemacht: das ein eissen ist die leng von der ellen der stat hie, das ander und das lenger under den dreien eissen ist auch die leng eins quaders, das dritt ist die größ noch der prait und nach der leng eins gewelb zigelsteins.
Bestellen soll auch ein paumeister mit den pflasterern, das man auf sambstag nach dem heiligtumb den Vischmarckt außzwick mit klein tachschermen oder zwickstein und mit sant außfüll und beschütt, wann die vischer die gantze vasten das pflaster gar sere außspüllen mit iren vischen zu verkauffen, das dann vast wert nach ostern piß zu dem heiligthum ungeverlich. und des gleichen sullen die pflasterer umb den schön prunnen auch außzwicken auf die zeit, wo sein nott ist.
[175^a] Es hat auch der Sebolt Kreß auf des kunigs vesten ein hawen, ein schauffel und radwer, das der stat ist; das soll im ein paumeister alleweg bestellen zu geben, darmit er das sloß dester sauber gehalten und fegen müg lassen summer und winterzeit.
Auch soll der stat paumeister in gutter acht und sein vleissigs aufsehen haben allenthalben in der stat, das niemantz der gemein nichtz einfach mer dann eins ieden gerechtigkeit ist, auch kein überschuß von newen gepewen herauß mach noch pawe auf die gemein, sunder wo alt geng oder überschuß sein, die will ein erber ratt nit mer gestatten noch verhengen, die wider zu machen anders, dann das ein ieder von grunt pleigerecht auf faren soll. und sunderlich kein stuben noch gemach auf der erden und der gemein soll niemant herauß laden noch schiessen; aber in dem anderen gaden hat ein erber ratt das zugeben, von holtz ein fensterwerck umb ein halben schuch ungeverlichen herauß geladen. aber gegen der Begnitz die geng und den irhern an der Irhergassen ire geng vor iren heusern hat man pisher nit gewert. wie woll nun das und anders den steinmetzen und maurrern, meister und gesellen, verpotten ist, iedem nach seinem statten, iedoch wirt des vill überfaren, darumb einem paumeister auch not thut, darauf sein aufsehen zu haben, und wo er solichs gewar wirt, das an einen erberen ratt [zu] prengen, das die jenen, die solichs überfaren hetten, darumb zu rede gehalten werden vor einem ratt. wo man dann gegen der stroß und eckheusern zu den grunten raumen will, so sullen die meister, es seien maurrer oder zimmerman, das nit abprechen, sie haben dann vor der stat paumeister darob gehabt, der dann das abmessen und eigentlichen verzolln soll, also das das new wider gesetzt und gestellt werd an des alten statt. darnach soll der stat paumeister wider darzu komen und das messen lassen. nachdem als er das vorgenomen hat, und wo das dann weitter füre das zill gemacht were worden, dann ein paumeister verzollt hett, das soll ein paumeister einem rat furprengen.
[175^b] So sein sust in der stat hie pei zweintzig gemeiner pauleut, die werden gepetten von den herren, die alle jar die amptleut ob der stat buch fertigen. dieselben pauleut nimpt man zu pewen, wo zwen ein maur mit einander machen wollen oder von fenster, trupfen und heimlicher gemach wegen, darumb sich oft nachtparen zutragen und an einander rechtvertigen; so weist man soliche ding dann an dieselben pauleut. dieselben ding die ruren oder gen der stat paumeister nit an, dann was auf die gemein nit geet, do hat ein paumeister nit ein zu reden. aber on wissen und willen eines erbergen ratz soll der stat paumeister niemant nichtz vergunnen von gepewen auf der gemein etc. dorein muß sich ein paumeister selber richten nach dem pesten, dann gar mancherlai einen paumeister anlanget.
Item die vier scharwechter, der zwen in ieder pfarr alle nacht, einer vor, der ander nach mitternacht, an der eussern statmeur geen von einem wasser an das ander alle stunt, mit den soll der stat paumeister bestellen, wo sie sehen, das iemant also pei der statmeur ettwaß alts ab oder aufprech oder aufrichten wolt ettwas newes von gepeud, das sie das dann zu stunt an der stat paumeister zu wissen thun. so soll dann der stat paumeister darzu sehen oder darzu schicken, ob man do weich oder ligen loß so vill, als der stat gesetz außweist, nemlichen achtzehen statschuch von der statmeur dick soll iederman weichen hinter der statmeur, und vor der stat gegen dem statgraben sechsunddreissig statschu. darmit begert doch ein ratt, niemant zu nötten ab zu prechen anders dann wo ein haus, tüll oder anders alters halben nit lenger steen mag, oder das man das sust vernewen wolt, so soll der stat paumeister das in acht haben und des nit gestatten zu pawen, es pleib dann achtzehen statschu zwischen der statmeur und solichen newen gepeud ligend. und wie woll es allen zimmermeistern und maurern verpotten ist, on eines stat paumeisters wissen nichtz gegen der statmeur zu vernewen noch machen etc. so geschicht es dennoch zu zeitten; darumb soll das ein paumeister in guter acht haben.
[176^b] Von gepewen, die ein ratt vergunt hat pei meinen zeitten.
Item Hanns Kellner und Katherein sein eliche hausfraw haben bekennt Endres Tucher, die zeit der stat zu Nuremberg paumeister, als von solichs pawes und überschuß wegen, so sie an der ram oben an irem haus auf dem Newenpaw an der seitten gegen dem Hyserlein gemacht hetten, das in also von gunst und keines rechten wegen von einem erbergen rat vergunt und erlaubt worden were mit der beschaidenheit, das sie das kunftiglichen von grunt auf nit einziehen, einfohen noch anders machen sullen; auch wo das also in kunftigen zeitten auch einem ratt nit fugsam oder [er das] lenger also gedulden oder haben wolt, so sullen sie das wider abprechen und abthun etc. actum sexta feria post Urbani [28 Mai] anno etc. im zwai und sechtzigsten jare.
Auch so hat das gemein hantwerck der ferber und vorauß die, die ram haben in dem alten statgraben vor den kornheusern von irer tuch wegen, so sie machen und an dieselben ram anslahen, mit gunst eines erbern ratz ein heuslein und abseitten pawen und machen lassen in denselben alten statgraben pei den zwelf prudern, darinnen sie, das hantwerck, einen gesellen siczen haben, der in derselben irer tuch wart. das selb heuslein verlossen sie und setzen dorein wer in fugsam ist, und darmit hat der stat paumeister nichtz zu thun.
So hat ein erberger ratte hie vergunt meister Ludwig, rechenmeister, den überschuß in dem andern gaden an seinem haus pei den Newenthore gegen der statmeur hinumb voren pei dreien schuen, die hinder außschiessen, als es ietzunt gepawet ist. darfur gab er der stat drei gulden reinisch; geschach in dem dreu und sechtzigsten jare zu sant Endres tag [30 Nov.]
[177^a] So gab ein erberger ratt dem Jeremias Holtschuer zu, als er sein haus hinter sant Gilgen pawen wolt und ettliche kleine alte heuser, die do stunden, abprach, der eins fur das ander ging in der gassen gegen der alten statmeur und vorn am eck gegen dem platz, als verr er im dann dieselben zeit furnam abzuprechen, das dann Heinrich Meychsner und ich von ratz wegen sahen und im an denselben winckellen der gemein namen und gaben, darmit er das new in ein schnure pracht, alsdann ein erber rat uns das befalhe und auf uns setzt; darnach er dann also gepawet hat und kein gelt geben dorft der stat. darnach nam er fur, weitter ettliche heuser vorn gegen dem platz abzuprechen, und die auch zu seinem haus zu pawen und grunt herauf zu furen. darinnen übersach sein meister oder er, das es voren nit in ein schnur kam; das was ir schult. wo er des begert het, het ein erberger ratt im des auch nit versagt an dem ent, dann es kein schaden do pracht hett, wiewoll er darnach dem Meyßner und mir die schult gabe, wir wolten im des nit nochgeben. wie woll wir des von ratz wegen macht gehabt hetten, so begert er des nie an uns, dann er die zeit nit in willen was, dieselben heuser, die dann gut waren ab zu prechen; also ist die schult sein, des Jeremias Holtschuhers und sust niemantz.
Mer vergunt ein erberger ratt dem Sebolt Grolant an des Peter Hallers seligen haus, das er new wolt pawen, vorn gegen dem Bertholt Pfintzings haus am eck anderhalb schu prait, die hin hinter außsturben und außgingen in viertzig schuen nach der leng, darmit er sein haus in ein winckelmeß procht. darfur gab er der stat zwen guldein reinisch; das geschach im vierundsechtzigsten jar zu sant Kloss tag [6 Dec.].
Ein erber rat hie vergunt dem jungen Frölein an seinem haus auf dem Newenpawe, das er pawet hatt, vorn mit dem newen haus an der ein seitten pei anderhalben schuen herauß zu füren den andern heusern gleich, die vor do steen zwischen dem fündelhaus und im. darfur gab er der stat zwen guldein reinisch; das geschach im funf und [177^b] sechtzigsten jare zu sant Anthony tag [17 Jan.].
Und mer vergunt ein erber ratt dem Crafft Höfer, irher an der Irhergassen, ein schrem ein zu fahen auch vorn an der ein seitten, das sein haus herfur gesetzt wart dem andern haus gleich; das was pei zweien schuen, das das alt haus hin hinder stunt an dem ein ort. darfur gab er zwen guldein reinisch; das geschach im funf und sechtzigsten jare.
Auch vergunt ein erberger ratt herren Hannsen, pfruntner zu sant Laurentzen, auch mit einem ort an seinem haus, das er pawet am ecke im Nunnengeßlein hinter sant Laurentzen, herauß zu faren dem andern haus gleich; was pei anderhalben schuen. darfur gab er zwen guldein reinisch; das geschach im sechsundsechtzigsten jare zu sant Endres tag [30 Nov.].
In dem sechs und sechtzigsten jar zu sant Jacobs tag [25 Juli] vergunt ein erberger ratte dem Anthony Küffler, gerichtzschreiber, an seinem haus auf dem Newenpawe gegen dem graben in sein garten ein klein ort einzufahen; darfur gab er ein guldein reinisch.
Dem Pregler am Weinmarckt hat ein erberger ratt vergunt, auß seinem haus ein schreibstublein vorn an die gassen herauß zu machen, doch das das fur das eck und des Heugels haus do neben nit gee.
[178^a] Ein erberger ratt hat im neunundsechtzigsten jare vergunt dem Peringstorffer ein steinnen schreibstublein anderhalb schuch in tag auß seinem haus pei der schiltroren in das geßlein und nit voren gegen seinem sweher, dem Peter Horstorffer, herauß zu machen.
Mer hat ein erberger rat der paderin im Zacharas pei den Augustinern zugeben ein statschuch am eck auf die gemein in die gassen gegen dem Hannsen Slusselfelder herauß zu faren und also nach der snur hin hinter an das ander steinen haus; was die snur geb und nem, dopei solt es peleiben. darnach sie dann also gepawet hatt und der gemein mer geben hat, dann man ir von der gemein wegen vor zugeben hat.
Auch so haben die herren und vetter zu den Augustinern geben vor ettlichen jaren einem erbergen rat und gemeiner stat zu gut einen flecken und ort von des Paulus Vörchtels seligen hoff, der dieselben zeit gemeiner stat erb und des rechenmeisters erb ietzunt ist, am eck pei dem Newenthor doselbst, dann die far ser eng und der ritt kurtz was, hinumb gegen dem wasser hinab zu wandeln, doran die eigenschaft derselben herren ist. fur dieselben weithaft, so sie der gemein vergunt und zugeben haben, hat ein erberger rat inen und iren nachkomen widergeben das flecklein und winckelen, das hinten vor irer kirchenthür gegen Hannsen Slusselfelders haus über was, das sie dann in kurtz eingefangen und vor irer kirchenthür ein gitter und portal gemacht haben, als das dann ietzunt steet, und mit dem maurwerck begriffen und umbfangen hat.
[178^b] Herren Nicklas Muffel hat man vergunt aussen vor der stat underhalb des Werderthurleins von seinem garten doselbst ein thüll überzwerch an den statgraben zu machen auf sein kost, dardurch die leut gehindert und nit mer also an das wasser an dem ent auf dem graben hinab kumen mugen; wann man nit geren sicht, das man also zu den schoßgattern aussen komen mag, und das es als seicht zu zeitten auch do ist, und das dem Muffel auch dester minder schaden geschee in sein garten; alles auf eines ratz widerruffen und mit der unterscheit, das ein paumeister ein slussel zu solichen thore hab, ob man von gemeiner stat wegen ichtz doselbet zu thun hett, das ein paumeister dann hinein müg.
Desgleichen ist vergunt worden den wirdigen frawen zu sant Katherein auch geleicher weis ein tüll zu machen auf dem graben vor dem Frawenthore unten gegen der Begnitz, da die frawen dann auch velt und wisen haben, doran in vill schadens gescheen ist, nachdem sie sust kein befridung darvor haben. darzu ich als ein paumeister auch ein slussel hab, und steet alles auf eins ratz widerruffen.
Nachdem und der Muffel abging und sein gart verkauft wart, do wart mir bevolhen mit seinem eiden zu reden, das eines ratz meinung wer, das er solch tüll, so sein sweher gemacht het auf dem graben, wie vor steet etc. abthun solt, desgleichen die frawen zu sant Katherein das ir auch abthun und öffen solten. das geschach also, wie wol ich des vill mühe hett und oft an sie peder seitten begeret, ee das geschach, das sie es ab tetten.
[179^a] So hat die Sebolt Gralantin pei den Augustinern an irem alten haus voren ein außladung gehabt, und als sie das ab prach, vergant ir ein erberger rat, dieselben außladung wider zu machen, doch nit grosser noch weitter herauß zu furen, dann die alt außladung gewest wer, das dann also gescheen ist.
[180^a] Von geßlein und heusern, die der gemein zusteent.
Das geßlein zwischen dem Gartner und gewanthaus am Marckt das ist auch der gemein und der stat paumeister muß die thore hinten und voren darfur machen, wenn sein not ist. auch setzen die vischer ir prenten dorein und geben alle jare dorauß der stat zinsmeister funfzehen pfunt alt.
Ein geßlein und reien zwischen Fritzen Derrers und Linhart Stromers heusern an der langen pruck hinter den Augustinern, das vorn mit einem thurlein verspert, darvor ein mahelsloß leit, darzu der Gurtler den slussel hat, und ob dem turlein in ein stein gehawen der stat wappen Nuremberg ist, das ist der gemein und gehort zu der heuser keinem, und man hat das mit willen versperrt, und geet durchauß piß hinder hin auf den Newenpaw gegen dem siechhaus hinauß. davon hat mir im zweiundsechtzigsten jar auf ein zeit der Fritz Derrer und Linhart Stromer geben ir ieder zwen guldein zu stewer, das ich dasselb geßlein durchauß ließ pflastern.
Mer ein geßlein unter der vesten pei dem Tiergarthner thore zwischen des Pecken und des Francken haus, das ist auch der gemein.
Auch ein geßlein pei dem Wolff, kursner, unter den huttern und zwei geßlein auf peden seitten des padhaus hinter den fleischpencken, die hab ich verslahen lassen von schütens wegen, das iederman dorein schütt; die dreu geßlein sein der gemein.
[180^b] So sein zwen messnerheuser in den zweien pfarren, nemlich sant Sebolt und sant Laurentzen, die sein der statt und ist an der iedem der stat schilt Nuremberg in stein gehawen ob der hausthur; doran der stat paumeister aber nichtz machen bedarf, sunder die kirchenmeister derselben pfarr sullen die pessern lassen und in wesen halten.
Und die zwai hirtenheuser, die hie sein, das ein pei dem eusern Frawenthore, das dann allein steet, und das ander, [das] pei dem Werder thurlein hinter der statmeur gegen dem Lauffer thore hinauf steet, die muß der stat paumeister machen und pessern lassen, was doran pruchs wirt, nichtz auß genomen.
Item es steet ein heuslein auf dem Newenpaw, das hab ich der stat seger machen lassen, zunechst pei der sege, darinnen derselb stat seger sein wonung hat und jerlichen der stat zinsmeister dorauß gibt zehen pfunt alt zins; dasselb heuslein steet der stat zu.
Pei und an dem obgeschriben heuslein steet mer ein heuslein, das auch der stat ist, das ließ ich der meur halben, so man pei der seg an der Begnitz macht, abprechen und an das ent, do es ietzunt steet, setzen, darinnen zwai gemach sein unter einem tache, darinnen die zwen thurner, die auf dem grossen thuren im wasser auf dem Newenpaw sein, ir wonung mit iren frawen haben und geben kein zins.
[181^a] Mer steet ein heuslein auf der gemein, das auch der stat ist, hinter dem siechhaus an dem straffthuren, darinnen auch zwai gemach sein unter einem tache, und den zweien thurnern auf sant Seboltz thuren zu gehoren, die mit iren weibern ir wonung darinnen haben; und geben auch kein zins.
Desgleichen so steet auf der vesten ein heuslein auch auf der gemein, das der stat zu gehort, hinter sant Walpurgen kirchen, darinnen auch zwei gemach unter einem tache sein und den zweien thurnern mit iren frawen und kinden zu gehören, die auf dem thuren alt Nuremberg sein, die ir wonung darinnen haben; und geben auch kein zins.
Nachdem und die schrotter iren zeug von seilen und leitern an der Eich pei der Parfusen pruck in dasselb heuslein, das ob der trenck stund, tetten ee und man das abprach und fur die stat setzt, darinnen ietzunt der huntslaher sitzet, so hab ich ine im einundsechtzigsten jar zu sant Endres tag [30 Nov.] auf dem Sweinmarckt ein heuslein machen lassen, das mit prettern verslahen und zigeln gedeckt ist. dazu so zalln die herren in der losungstuben der schrotter ir seil halbe, was ine der abgeet oder der vernutzen zu den wein und pier einlegen und außziehen, damit hat der stat paumeister nit zu thun. aber die schrotleittern und paum vor den heusern zu dem einlegen, die muß in ein stat paumeister bestellen und machen lassen.
So hat der leb dorpei ein sweinstall steen, der von holtz zusamen geslossen und mit zigeln gedeckt ist, dorein er die swein spert, die er auf der gassen vindet. denselben stall soll ein paumeister pessern und in wesen halten.