Endres Tuchers Baumeisterbuch der Stadt Nürnberg
Part 22
Welche heuser aber so nahent dem Vischpach steen, als dann des alten Marx ferbhaus pei dem weissen thuren und der teutschen herren maur, die hinden umb iren hoff geet, daran der Vischpach herlauft,[157^a] und die vier heusser, dozwischen der Vischpach von der öberen Ledergassen an die underen Ledergassen lauft, auch das reich almussen von ir müll wegen, als vill sie des berürt, und darnach under derselben müll ettliche heuser im Wert, die alle sein schuldig das und sovil auf der seitten gegen in sie des berürt selber zu underfaren, zu pesseren und zu machen von ir heuser und gemeurs wegen.
Vor der stat ist desgleichen wo heuserund leut doran stossen haben, die mussen das so vill und sie das berürt selber machen lassen; wann die Vischpachmeister nit mer machen, dann das die gemein ist antreffent etc.
Mer muß man dann haben iemant, der das kott, das also in der stat auß dem pach außgeworfen worden ist, fürderlich außfürt; der hebt dormit an am erittag, dann das kott muß vor ein tag ein wenig über trucken, so mag man das dester paß geladen. und man muß das bestellen zu über eillen mit der fur, also das er auf das minst drei wegen und vier pfert hab, das allewegen zwen wegen geen und das man einen alle die weil lade, das das kott in den acht tagen auß gefürt wert; dann was des do ligent pleibt, wenn man den pach lest wider lauffen, so keren und werfen die leut des vill wider ine pach, das sust nit geschicht.
So nun verlossen ist, den pach mit Kornpergstein zu besetzen, wie vor steet, do hab ich mich ettliche jar her darzu gericht und doran ie ein stuck pessern und vernewen lassen, und desgleichen mit dem poden auch mit eichen prettern, wo sein nott ist gewest. mit solicher arbeit haben sich die ding verzogen, das der pach ie zu zeitten lenger den acht tag aussen ist gewest. so und man aber an die schait des pachs an [157^b] der Pfandschmidgassen komen ist, so mag man den pach an derselben ent einem versetzen, und im jare, wenn man will und geschickt ist, mit Kornpergstein an dem anderen ent arbeitten, also das der pach dennoch herein geet. das hab ich mit der stat steinmetzen, zimmergesellen und taglönern also machen lassen ettlich jare.
Wenn man dann also vertig ist, so lest man den pach wider lauffen und wurft die wasen, so man hinter das schutzprett pei des Ammans weier geworfen hat, herauß und zeucht das schutzprett gantz auf und lest den pach mit vollem wasser ein gute vierteil einer stund, und lest dann dasselb schutzpret fur und dardurch lauffen sovil und man dann gewonlichen sust über jar oder nach der zeit lauffen lest; so treibt der erst schuß alles das, das in der zeit in pach komen ist, die weil er ist aussen gewest, vor im hinweck -- das schmecket ser unsauber.
Darnach und der pach dann also wider in die stat geet, so geen die drei Vischpachmeister umb nach dem gelt von haus zu haus auf zweien partheien, und was man in dann ie gegeben hat, das haben sie genomen und eingesament und dann darvon außgeben, was auf den pach gangen ist, und darvon niemantz mer kein rechnung durfen thun etc. noch dem aber ich also zu den dingen komen pin, hab ich die ding also mit irem der Vischpachmeister guten willen furgenomen also, das sie noch auf zwo partheien geen, auf dem einteil der Vischpachmeister einer, auf dem andern teil zwen, und iede parthei haben einen schreiber, der hat einen karnyr, darinnen ettliche pergamenen zetteln mit snürlein auch darpei kreiden und röttelstein und ein new register; der schreibt in das register ein ieden hausherren und in sunderheit die hausgenossen alle an, wie die heissen mit namen und zunamen, auch was ieder geben hab und an was gassen er sitz und auf welchen tag man das gelt geben hab. darpei hat iede parthei einen püttel; wer sein gelt nit gibt, den pfendt man, und an dasselb pfant bint der schreiber ein zettellein, darauf steet geschriben, wie der oder die heissen, des dasselbe pfant ist, und waß dasselb pfant stee. nach dem selben register dann [158^a] wol zu rechen und zu überslahen ist, was von gelt gefallen ist. dieselben register noch also vorhanden sein von einem ieden jare, die weil ich dopei gewesen pin. auch so hab ich den Vischpachmeistern zu zeitten zugeschickt einen knecht mit einem korbe, der die pfant hat getragen. auch haben sie allwegen das alt register des voderen jars auch pei ine, darnach sie sehen, was einer vor geben hab etc. darnach sie sich auch dester paß gerichten mugen, also was einer von alter her geben hat, der muß ietzunt dasselb zwifach, und die einfluß haben, vierfach; dann die kartheuser geben nichtz, auch die vier heuser zwischen der oberen und unteren Ledergassen, do zwischen der pach hinlauft, darumb, das sie den pach an demselben ent selber machen müssen. auch gibt der almussen und krottenmüllner nichtz, und darzu die drei Vischpachmeister geben auch nichtz an dem pach.
Solchs umbgeen nach dem gelt wert pei vier tagen. dieselben drei oder vier tag essen die drei Vischpachmeister, zwen schreiber und zwen püttel mit einander, alle tag zwai mall ir einem, und dingen sich an zu einem wirte; sust haben die Vischpachmeister nichtz darvon dann die malle. wenn sie dann also gar außgangen sein, so komen sie die Vischpachmeister alle drei mitsampt den schreibern und püttelen und prengen mir solch gesament gelt und pfant, auch die register. des geltz ist pei sechshundert pfunt alt ongeverlichen zu gemein jaren.
Von dem gelt geet ab am ersten, das man außgeben muß, das der Vischpach kost zu fegen pei vierunddreissig pfunt alt, und dasselb kott auß zu füren pei zweiundviertzig pfund alt; so verzeren sie, wenn man das gelt ein prenget, pei zweiunddreissig pfunt alt; so gibt man den schreibern und pütteln iedem ein tag dreissig pfenning, macht pei sechtzehen pfunt alt; mer dem knecht, der des Vischpachs wart über jare, zwelf pfunt alt; den pflasterern am pach zu ze pflastern, wo man den geflicket hat, pei dreissig pfenning: das alles macht pei hundert viertzig pfunt alt, die auf das minst alle jar darauf geen, also pleibt des geltz über pei vierhundert sechtzig pfunt alt, von dem solt [158^b] man den pach mit Kornperckstein machen. und was ich über das, so alle jare davon gefellet, außgeb, das solt die gemein kunftiglichen bezallen. also hab ich ettliche jar her pei funfthalbhundert und vierhundert, und ettliche jare pei vierdhalb hundert quader Kornpergstein versetzt, die allein der gemein zu gerechent worden sein; und die ich unter die prucklein und in den zwinger versetzen hab lassen; die hab ich nit darzu sunder der stat gerechent. der obgeschrieben stuck steins eins pei dreissig pfenning kost also rauch, so kost eins zu hawen pei zwelf pfenning, also geet nun darauf mit dem versetzen und die grunt mit eichen prettern zu pessern, die alten stein ab zu raumen, das alles ich mit der stat arbeitter, steinmetzen und maurrer alle jar piß her machen hab lassen und über das gelt, so davon gefallen ist, ein gepust ettlich hundert pfunt novi, als das in mein rechnung, so ich davon verzeichent hab, sich erfindet. nach dem man aber ettliche jar her hat zwue zeil stein aufeinander setzen müssen, das hat vill kost, das aber nun am lant nit mer bedarf des, sunder die dinck sich hinfur fast mit einer zeil an der höch begeben, und auch das man mit der arbeit also gemach thun muß, darmit man solich außsteent gelt wider ersparen und einprengen mug in kunftig zeit von jaren zu jaren.
Die Vischpachmeister haben bestellet den tauben Öttlein, das er des pachs über jar gewart hat. dem haben sie ein jar geben acht pfunt alt; aber ietzunt hab ich ine einen bestellet, der heist Heintz Lechner, dem muß ich ein jar geben zwelf pfunt alt, das er alle tag auf das minst ein fart doran auf und ab gee. solcher 12 pfunt gib ich ime alle goltfasten dreu pfunt alt.
Man lest den Vischpach ie zu zeitten an unsers herren leichnams abent hinter dem Peßler vor dem pat zum Strosack versetzen und lest in lauffen ein stunt oder anderhalbe umb des Peßlers haus und also gegen der langen prucken und verrer durch die Schustergassen in die Begnitz pei den sattlern an der fleischprucken.
[159^a] Ein hüll hinder sand Klaren kirchoff hat man von gemeiner stat wegen ie zu zeitten fegen lossen einen paumeister. die hab ich im zwai und sechtzigsten jar lassen trucken außschopfen und das kott herauß werfen piß auf den poden, der ist geprettert, und [hab den] patknechten im Sundergew darvon geben ir sechs gesellen sechs pfunt alt und achtundzweintzig pfenning.
Zu dem heiligtum oder sust wenn herschaft kerkomen soll, so versetzt man den pach gern unden an der Fleischgassen und man lest den Vischpach gern durch dieselben hüll lauffen ein stund oder zwue und fullt die hüll von fewers wegen, auch darumb, das das wasser nit als übel schmeckt; das dann sust sere schmeckt, wenn das also lang steet, sunderlich im summer.
Wenn man den Vischpach abslecht, den raumen und pessern will, wie voren geschriben steet, so sollen die zwen pachmullner, nemlich der almusenmüllner und der in der Krottenmüll, umbgeen in der stat und vor der stat piß zu des Ammans weier, und wo sie sehen, das iemant verporgenlich oder offenlich rören in den Vischpach gelegt hett, dardurch man wessert, oder dem pach das wasser sust abgieng, so sollen die müllner dieselben rören oder rinnen außgraben; und wo die iemant hett über die, die hie vorn geschriben steen und zu gegeben sein, und der nit abthun wolt, so solt man doran pfenden alle tag umb ein pfunt haller; darzu soll ein statt paumeister den müllnern beholfen sein etc.
[159^b] Von der gehorsam des paumeisters, wenn und wie er auch rechnung thut.
Der stat paumeister thut alle jare zu dem newen ratt von seines ampts wegen gehorsam in der ratstuben in gegenwertigkeit eines erbergen ratz, und so man den ait im stat buche folio dreuzehene also gelesen hat; so stet darinnen: das kein paumeister nichtz hinleihen soll von gelt noch anderem der stat zeug on wissen und willen eines erbergen ratz etc. des begert dann ein paumeister lüftung, dann man zu zeitten der stat walthawer, auch auf pflasterstein, auf kalck und sust ettlichen werckleuten auf ir arbeit gelt leihen; auch zu zeitten so pittet einer umb einen schütkaren, einen nideren wagen, ein hoyer etc. zu leihen ungeverlichen, oder einem zurindet latten, ein pretten, zwei dreu pretter, spünt etc. des ein paumeister einem umb sein gelt nit wol versagen kan. das man das alles kund oder mug an einen rat prengen, wer ser müsam; dar innen wirt dann einem paumeister geluft, also was er von zeug hinleich, das man das verpfendt. dorein muß sich ein paumeister selber richten; aber wo einer ein winten oder krieg oder solicher seil, die man dann nit als gantz wider gibt, entlehen wolt, desgleichen umb sein gelt holtz, pretter oder ander zu einem gantzen paw haben wolt: das alles weis ich an einen erbergen ratt, was man mich dann heist darleihen oder geben, das thue ich gern.
So hat der stat paumeister einen bergamenen zettel, die man im alleweg nach seiner rechnung in der losungstuben vernewet. doran schreibt man alleweg, wie vill geltz der paumeister einnimpt auf der stat pew; die gegenzettel behelt der stat paumeister in seiner gewalt. so schreiben die herren das in der losungstuben in ire register auch ein. wenn es dann zu der rechnung kompt, so legt ein paumeister dieselben sein zettel dar, die wirt nach der herren register abgelesen und ein sum darauß aufgezaichent etc. alles nach pfund novi gerechent.
[160^a] Süst was dann der stat paumeister ein nimpt von kalck, alts und newes holtzwerck, stein und anders, das ein paumeister den leutten zu zeitten nit wol umb ir gelt versagen mag, dasselb soll ein paumeister in seiner rechnung auch fur einnemen darlegen und beschriben geben.
Mer der stat paumeister tut alleweg gewonlichen sein rechnung in den ersten vier oder zehen tagen der vasten. und wenn er rechnung thun will, so soll er sich des mit den herren in der losungstuben ein acht, zehen oder vierzehen tag vor unterreden und vertragen, auf welchen tag sie sich darzu mussigen wollen, solche rechnung zu hören; und auf welchen tag sie im dann zusagen, darnach und darauf soll sich ein paumeister mit seiner rechnung schicken, das er auf die zeit fertig domit sei.
Wenn er dann weiß auf welchen tag die rechnung sein soll, so soll ein paumeister vor drei, vier oder sechs tag das einem burgermeister und einem erbergen rat zu erkennen geben und pitten einen burgermeister, das er im wöll iemant zu beschaiden von eines erberen ratz wegen, der pei der rechnung auf die zeit sei etc. demnach so gibt ein ratt darzu gewonlichen zwen der elteren herren, die dann einem paumeister benent werden. die muß dann darnach nach dem ratt ein paumeister auch pitten, das sie sich auf denselben tag darzu mussigen wöllen, die rechnung zu verhören.
Ein paumeister soll auf den tag und man die rechnung hören will zu den losungern geen, wenn sie nach mittag in die stuben geen, und die do fragen zu welcher zeit sie die rechnung [160^b] verhören wollen. das soll er dann zu stunde den zweien herren, die im von ratz wegen zu beschiden sein, zu wissen thun, und sie abermals pitten auf dieselben stund do zu sein.
Auch wenn die losunger dann die rechnung hören wollen und die zwen herren, von ratz wegen darzu gegeben, gegenwertig sein, und man sie alle hinein vordert, so list der losungschreiber einer am ersten der herren register gegen des paumeisters bergamenen zettel, waß man sider der nechsten des paumeisters rechnung dem paumeister geben hab von gelt auß der losungstuben, des gleichen dann in des paumeisters rechnung auch geschriben steet gleich als in der zettel. und so man das gleichlautent vindet und davon ein sum aufzeichent etc., so list der losungerschreiber dann einer verrer in derselben des paumeisters rechnung, was er mer hat eingenomen von kalck, holtzwerck, stein und anders, das man von bette wegen und sust verkauft hat, auch von der sege eingenomen, fur das man anderen leutten gesnitten hat etc. das alles die losunger pede mit rechen pfenningen legen, und die zwen herren, die von ratz wegen do pei sein, die sehen und horen auf, was man list, und die haben auch vor in die alten rechnung des vergangen jars und fragen dapei, worumb das ettlich sum hewer mer oder minder treffen dann des vörderen jars; des muß dann ein paumeister unterscheit geben.
Dornach so list man dann das außgeben nach einander von einem zu dem andern, das dann die herren auch legen mit pfenningen; und so dann das außgeben auch auf ein sum procht und das gegen dem einnemen angesehen wirt und der rest gemacht, was die herren einem paumeister schuldig sein, ob er mer hett außgeben, dann eingenomen, oder was der paumeister noch uberichs geltz innen hab etc. darnach es sich begibt etc., so list man dann darnach, was noch von uberichem zeug, von holtz, stein, kalk, pretter, zigel, eisenwerck und anders vorhanden ist, das alles bezalt und die stat do ligent hat.
[161^a] So soll ein paumeister dopei der herren an einer zettel verzeichent geben, was man von gar alten schulden oder von schulden, die er gemacht hat, also ob er iemant het geben von holtz, prettern, stein, kalck oder anders, das man noch nicht bezalt hett. und so das alles also gelesen und verhört wirt, so heissen die herren den paumeister außtretten.
Und in solichem außtretten hab ich den herren alleweg gesagt (nit weiß ich, wie es die andern paumeister vor gehalten haben), nachdem sie do die rechnung kurtz verzeichent und gehort haben: ob sie in ichte pruch hetten, des zu vill oder wenig geschriben wer, oder darinnen sie sust leuterung bedorften, so wer ich willig inen unterscheit zu geben, dann ich die ding alle weitter und lenger geschriben het in meinem buch; dann man die rechnung mit dem kurtzen beschreibt, dann der ding und stuck vill und mancherlai ist, und die rechnung dennoch gemeinlich pei einem buch pappirs dick wirt und fur sich nimpt.
In die rechnung des außgebens schreibt man am ersten den zimmerman mit seinen zimmergesellen, darnach den maurrer mit seinen gesellen, dem rechet man zu alle taglöner und die pfert, die man an der arbeit hat; darnach die pflasterer mit iren gesellen und einem karnpfert, darnach tüncher, kleiber, Rörenheintzen etc. waß iede parthei alle wochen gearbeit und an was enden der stat die gearbeit, gekost und verdinet haben; darnach der Gürtler und schütmeister, was ich den geben habe; darnach der püttner, haffner, schreiner, glaser, seger, wagner, seiler, kandelgiesser, goltschmit und moler etc. auf welchen tag und wie oft ich mit der iedem abgerechent habe; mer von den tieren im statgraben, was die gekost haben; auch die nachtmeister, was die das jar verdinet haben; darnach waß ich fur eissenwerck außgeben und wenn und wie oft ich mit den smiden und slossern abgerechent habe; darnach was holtzwerck ich kauft habe und wenn, auch wie oft ich mit der stat walthawer abgerechent habe; darnach was ich für Reuhelperg, Kornperck und pflasterstein, auch zigelstein und kalck außgeben und von iedem gekauft und ie zu zeitten abgerechent hab; [161^b] darnach was ich zu vorauß und trinckgelt auch für allerlei unkost sust außgeben hab; darnach was an außstenden schulden und an parem gelt noch vorhanden ist und wer dieselben schuldiger sein, ein ieder mit namen und zunamen etc. die dinck werden alle auf das kürtzt in der rechnung geschriben, das doch ietzunt und doher zu lanck wer zu schreiben. denn wenn ein paumeister kunftiglichen [rechnung] thun wolt, so soll er an die herren die losunger begeren, das sie im der nechsten rechnung, so vor im gescheen sein das nechst oder das ander oder das drit jar, eine herauß leihen, doran dann ein paumeister eigentlichen sicht, auf was furm er sein rechnung machen und schreiben soll.
Auch so hab ich an meiner rechnung keiner nie kein abganck des geltz, so ein paumeister ein nimpt und außgibt, gerechent, noch an das außgeben nichtz geschriben, das mir vill oder wenig abgangen sei, wie wol das solche rechnung an abgang mit überzellen, pösen pfenningen, vergessen an zu schreiben etc. nit wol gesein mag. iedoch so hab ich das albeg von meinem gelt erfult und die rechnung und sum fur voll gemeiner stat dar gelegt.
Dan so vorderen die herren der stat paumeister wider hinein und sagen im die zwen herren, die von ratz wegen pei der rechnung gewesen sein, wie sie die rechnung verhort haben, das wollen sie einem erbern ratt zu erkennen geben etc. darauf geben die losunger dem paumeister fur sein solarium alspalt ein hundert pfunt novi. und die rechnung so ich den herren piß her gethan hab, die hab ich allewege lassen schreiben den Caspar Elchinger und im darvon geben acht pfunt alt allein schreibgeltz und darzu das pappier und copert. dieselben rechnung loß ich den herren in der losungstuben und ich behalt der ein abschrift mit meiner hent geschriben. wenn dann also die rechnung geschicht, so gib ich dem Meychsner, dem hausknecht, zu trinckgelt acht grosch oder sechtzig pfenning.
[162^a] Wenn dann die herren darnach das einem erbergen ratte für prengen, so soll ein paumeister außtretten, ob er im rat ist. dann lest man einen paumeister wider in den ratt, so sagt im ein burgermeister, wie die herren, so pei der rechnung gewesen sein, einem erberen ratt woll gesagt haben, das die rechnung recht stee, oder ordenlich wider rechent hab etc. und darauf laß in ein ratt pitten, das er wider darob sein woll piß zu dem newen ratt; dorpei besteet es dann piß zu dem newen ratt.
Auch hat der stat paumeister vor jaren und sunderlichen pei des Grasers seligen zeitten mer von dem paumeister ampt gehabt an gelt auß der losungstuben, und sunderlichen was alts holtz abgangen ist von prucken und anderen dingen, ist alles eines paumeisters gewest; auch hat man ettlichem ein pferlein gehalten. aber nach des Grassers seligen tod und sider des nechst vergangen krigs und nachdem ein ratt in andere der stat ampt auch gesehen hat, so hat man einem paumeister sein lon gesetzt auf ein hundert pfunt novi, und die spenn und kurtz klupfel und abholtz, das von dem newen zimmer abgeet ungeferlichen, das sament man zusamen und fürt das mit der stat pferden dem paumeister heim; und was von altem holtz abgeet. soll man verkauffen und der stat solich gelt geben, das ich dann also pißher auch gehalten habe.
Nachdem und der Duwinger auf die Peunt kam pei des Colers zeitten in des Loters des weitmessers gemach, der vor in demselben heuslein saß, do begunt der Coler dem Duwinger, was er spen im haus prent; des hab ich im piß her auch nit abgeslagen.
[162^b] So hat der Gürtler vorauß und alleweg gehabt von altem holtz sein prennholtz und spen auf dem hoff, das hat er noch in seinem haus zu prennen.
Des alten holtz verkauft man ein fuder mit dreien pferden oder mit vieren den ziglern für sechtzig pfenning oder dapei mer oder minder darnach es gut ist. die alten schrancken an der lantwer gab ich ie einen umb zehen pfenning oder ein fuder pei funfundfunftzig und in sechtzig pfenning. sust verkauft man den taglonern und andern über jar eintzlichen vill alts holtz, das hin und her abgeet. dasselb gelt muß der Gürtler samen und einem paumeister verrechen, das dann verrer in der stat rechnung kompt.
Zu zeitten so lest man solichs alts holtz aufhawen und verkauffen das also gesetzt, oder der Coler nimpt des zu seinem salpetter siden im marstall, oder man heitzt die packöffen damit alle jar auf das minst ein fart, das sie dester minder verderben oder schaden nemen.
Ein jar so gefellet an gelt von spen, die man auf der Peunt verkauft und an andern enden, wo der stat zimmergesellen arbeitten, pei sechtzig pfunt alt. solichs gelt nimpt mein hausfraw ein, das dann alleweg die paumeisterin vor her also eingenomen haben, dapei laß ich es auch besteen. dasselb gelt samet der Gürtler ein und gibt das meiner hausfrawen, die im dann zu dem newen jar auch ettwas schencket als ein hemde oder dergleichen zu liebung.
[163^a] Darnach so hab ich gelt ine einer puchsen gesamet das gantz jare, das dann die werckleut meinen ehalten zu trinckgelt geben, wenn man mit einem rechent, auch der stat walthawer, und wenn man ein eich hat von Reuhelpergstein etc. als dann davoren her geschriben steet pei iedem, was er gibt. des geltz gefellet ein jar pei zweintzig in vierundzweintzig pfunt alt, das haben vor ettlich paumeister selber behalten. also nim ich das selb gelt halbs oder den meisteil und teil das ander unter mein ehalten und besunder dem knecht den meisten teil, dann er die meisten mühe mit inen und mir darinnen hat; und mit dem uberichen, es sei acht oder zehen pfunt, gib ich meiner hausfrawen und loß sie darumb visch und wein bestellen, und lade darzu auf den weissen suntag zu nacht oder den nechsten suntag darnach zu gast darzu meister Ekarius, Hannsen Ruprecht, den Gürtler und sag ine, das ich der stat rechnung gethan hab und geb ine do ein rechenwein.
So hat ein stat paumeister vor dem nechstvergangen krieg auch mer gewaltz gehabt dann ietzunt, sunderlichen mit arbeit für zu geben und machen lassen, auch wo trefflich meister herkomen, die ettwas furhielten, den rede gestatten und zu denselben wercken greiffen, in auch darumb thun und willen machen alles nach eines paumeisters gut beduncken. das aber alles ist abgenomen worden, also das ein paumeister in nichte news geen dar treffenlichs, noch kein meister umb solte oder gelt bestellen on eines rats verwilligung etc. wol mag ein paumeister einem ein bescheiden trinckgelt geben und versprechen, der ettwas fur ander kan oder thut an der arbeit, dann einer mit steigen, rüsten, zimmern, steinhawen geschickt, behenter und rustiger ist dann ein ander. darein muß sich ein paumeister selber richten und sich des gewaltz gleich woll nit zu vill prauchen.
In sunderheit soll ein paumeister gewarnt und des geflissen sein, das er nichtz machen loß von gepewen auf der vesten, kleins noch groß, [163^b] on wissen und willen der obersten herren und heuptleut, die ie zu zeitten sein, es wer dann ob dem burckherren, thorwarten oder thürnern an offen, glesern, leden zu flicken oder pesserung nott wer ongeverlichen.