Endres Tuchers Baumeisterbuch der Stadt Nürnberg

Part 20

Chapter 204,073 wordsPublic domain

So giengen schrancken und ein aufgeworfener graben darvor von der obgeschriben stroß pieß an das ecke des gartens hinter des Bartholmeus Hirßvogels garten. an demselben garten hinab gegen dem Humpfleins hoffe was kein schrancken, aber von dem andern ecke desselben obgeschriben garten piß an die wisen hinab hinter dem Humpfleins hoff do was ein graben aufgeworfen und schrancken dorhinter gemacht. und von demselben ent an den zaun, der umb dieselben wisen geet, do gingen schrancken hinumb umb den zaun piß an die Begnitz pei dem Wilboltz prundlein.

Mer so was auf der andern seitten der stat hinter sant Johanns vor der Begnitz und der Endres Stromerin wisen hinauf an den Sandperck und also umb sant Johannes auf an die stroß, die gein Fürt geet, do waren zencket schrancken und ein graben darvor aufgeworfen, auch doselbst an der stroß ein hüttheuslein hinter sant Johanns, darinnen stetigs schutzen waren, die einen umbgeenden gatter über die stroß hetten, den man mit einem guten mahelsloß sperren mocht, und dapei hetten die schutzen auch die stroß in gutter acht an dem ent. auch so waren zencket schranken und ein graben darvor aufgeworfen von der obgeschriben stroß hinter sant Johanns gemacht piß an des Peter von Watz garten doselbst uberzwerch der ecker.

Mer so waren zencket schranken und ein grab darvor aufgeworfen von des Thiroltz garten an dem ecke piß an des Fritzen Ernsts gartenzaun an das ander ecke doselbst.

[142^b] So was hinten an Fritzen Ernsts garten hinter den siben creutzen über die stroß, die gen Vach geet, ein umbgeender gatter gemacht, den man verspert hett mit einem guten mahelsloß; aber derselb gatter was nit stettigs offen.

Auch so was von dannen umb dasselb enspen ein graben vor dem gartenzaun doselbst aufgeworfen, aber kein schranck was doselbst piß an die stroß gen dem Thann, die was verschranckt und ein hüttheuslein do pei, darinnen alleweg schutzen waren, die einen umbgeenden gatter über die stroß hetten, den sie mit einem mahelsloß sperren mochten und der stroß dopei war namen.

So was in dem klein geßlein, das gen der klein Reut geet, ein umbgeender gatter über die stroß, den man verspert mit einem gutten mahelsloß und auch nit alleweg offen was.

Die gassen zwischen des Prophetten und Hannsen Herls garten hinter der vesten gegen dem Luginslant hinab, die was gantz verschranckt, das niemant do auf noch ab mocht faren noch reitten.

Auch die gassen pei des Reuhels garten hinab gegen dem Froschturren was auch gantz verschranckt, das niemant do auf noch ab komen mocht, faren noch reitten.

[143^a] Die gassen und stroß hinter Albrecht Kressen garten hinab gegen dem Judenpühel zu die was auch verschranckt und doselbst über die stroß ein umbgeender gatter, den man verspert het mit einem gutten mahelschloß; und der gatter was nit stettigs offen.

Auf der stroß gen dem Schoppershoffe was an der gassen auf dem eck, so man doselbst auf den Judenpühel gen will, ein hütheuslein, darinnen auch stetigs schutzen waren, und hetten ein umbgeenden gatter über die stroß, den man mit einem gutten mahelsloß sperren mocht, darzu dieselb stroß auch über und über verschranckt was mit zwifachen zenckenden schrancken.

Mer auf der stroß gen dem Megeldorf was oben von dem zaun, als der steig gen dem Schoppershoff geet, angehaben und ein graben aufgeworfen, darzu zencket schrancken darhinter aufgericht überzwerch des enspens doselbst piß an die stroß gen dem Megeldorf, do was ein hütheuslein, darinnen stettigs schützen waren und ein umbgeenden gatter hetten über die stroß, den sie mit einem guten mahelsloß sperren mochten, und der stroß doselbst war namen.

Von der obgeschriben stroß gegen der Begnitz hinab waren auch zencket schrancken gemacht und ein graben darvor aufgeworfen piß zu des Ketzels hoff, der vor Wert leit, doselbst auch ein hütheuslein und ein umbgeender gatter über die stroß, darinnen die von Wert auch stettigs leut hetten; den gatter mocht man sperren mit einem guten mahelsloß. von dannen ist nit sere verr an die Begnitz, das was auch also verschrancket.

[143^b] So hetten die von Wert iren marckt gerings umb von einer seitten des wassers zu der andern mit zwifachen zenckenden schrancken verschranckt und einen guten graben zwischen denselben schrancken und irem tüll, so umb den marckt geet, aufgeworfen.

So was inwendig der lantwer und sünderlichen vor den statthoren an manchen enden auch schrancken gemacht, nemlich vor dem Frawenthore zwifach vor einander zencket schrancken, des gingen die eusser geleich voren an der zigeler hoffreit herumb von einer seitten des statgrabens zu der ander, und des gleichen so was vor dem Spitaler thore auch zwifach vor einander zenckent schrancken, des gingen die eusser gleich voren an dem Gostenhoff herumb von einer seitten des statgrabens an die ander. so waren schrancken unden an der Begnitz von des Grassers garten oberhalb der Weidenmüll piß an die Begnitz underhalb des dams, das umb der teutschen herrn wisen geet. so waren vor dem Newentore und hinter dem heiligen creutz auf peden seitten und gegen der Weidenmüll hinab auf und über die drei stroß schrancken gemacht. mer vor dem Tiergartner thore zwischen Fritzen Ernsts und des pfarrers garten, auch zwischen des Heynickens und dem eck garten doselbst über auch schranken. so was in dem geßlein hinter Linhart Grolantz garten gegen den Leimgruben hinab ein schneller gemacht, der was verschlagen. so was das klein geßlein hinter des Behams garten voren gantz verschrancket. so waren vor dem Lauffer thore auch zwifach vor einander schrancken, des gingen die eusser von der stat graben vorn an des Linhart Grolantz garten und verrer von der Lorentz Schurstabin garten an des Jorg Mendels garten also über die stroß gen dem Schoppershoff, und des gleichen von des Behams garten gegen des Walter garten über die stroß gen dem Megeldorf auch schrancken. auch so was das geßlein verschranckt vor Werte, dardurch der fußsteig geet von dem Werder thürlein gen dem Megeldorf, der oberhalb Wert will hin gen.

[144^a] Als ich paumeister warde, do wurde mir bevolhen, die schrancken und greben an der lantwer, auch die andern schrancken in wesen zu halten umb die stat, die ich dann oft hab pessern und die greben auß werfen lassen pies in das sechsundsechtzigst jar umb aller heiligen tag. do wurden die schrancken umb den Thürrenhoff und also umb und an der Furreit herab und hinter dem Gostenhoff sere abnemen und faul und gingen vast dernider, also das arm leut der vil hin trugen, und darumb verkauft ich der vill den ziglern und anderen von dem Galgenhoff, Stein und Sinterspühel und von dem Gostenhoff etc. und gab in ie ein schrancken und stock umb siben, acht und zehen pfenning, darnach ettlicher gut was, oder ein fuder für funfundfunftzig und sechtzig pfenning. des gleichen hielt ich es mit den schrancken in sant Seboltz pfarr.

Darnach in dem neunundsechtzigsten jare umb pfingsten waren die eusser schrancken vor den thoren etlich ser faul und abnemen, das ich dann an einen erbergen rat pracht ob man dieselben schrancken wider vernewen solt. ward verlassen, das ich kunftiglichen vor allen thoren die nechsten schrancken an den thoren solt in wesen halten, und die andern alle lassen abgeen, die ich dann eintzlichen hab lassen abgen allenthalben umb die stat etc.

[144^b] Von dem Vischpach wo der entspringt.

Item der Vischpach entspringt oberthalb im wald ob dem dorf zu Vischpach und lauft also durch den walt herein gegen der stat her zu und nemlich neben dem alten weier, der oben vorn im wald leit und der Peßlerin ist. und wenn man den Vischpach zu sant Michels tag ie zu zeitten fegen und pessern will und abslecht und dann die Peßlerin zu zeitten pittet, ein erberger rat ir des pachs zu vergünnen, den auf der Faltznerin hamer zu leiten, und wo in ir dann ein rat vergunt, so slecht man den pach ab pei demselben obgeschrieben alten weier, doneben er her leuft, sust kan man den pach nirgen paß abslagen. also leuft der pach dann do durch oder underhalb des wers an dem selben weier und fur den Zerzagels hoff und also durch vier weier ie von einem in den andern, ee und er zu der Faltznerin hamer kompt.

So hat auch der Teuchler und sider ettlicher hamermeister mer einem erbergen ratte mussen sweren fur sich und iren gewalt, das sie des Vischpach nit abgraben und auf der Faltznerin hamer leitten wollen etc. dann es ist zu zeitten gescheen und der pach pei nacht aussen pliben, das doch nit sein soll. das soll auch ein paumeister kunftiglich in acht haben, wo ein newer hamermeister auf den hamer kompt, das der swere oder einem paumeister eitz weis gelobe fur sich und sein gewalt, des pachs nit ab zu slagen noch abgraben.

Der Vischpach lauft also von und neben dem obgeschriben alten weier herab gegen dem Siechgraben und hinter des Ammans weierhaus lauft der pach überzwerch die stroß, die von Feucht her zu der stat geet, und lauft also an derselben kere durch ein prucklein, das hat zwen steinen füß und ist mit prückholtzern belegt; das ist das erst prucklein über den Vischpach, das der stat paumeister muß machen lassen und in wesen halten etc. der pach lauft also von der stroß durch ein [145^a] kleines wisslein und vellet uber ein werlein und güßpettlein, das der Amman machen soll, und geet in den grossen weier, der umb des Ammans weierhaus geet.

Auch wenn der Amman an seinem weierdam ettwas zu machen hat, oder vischen will, so versetzt er den Vischpach pei dem obgeschriben prucklein und lest in lauffen durch ein santgraben hinter dem Siechgraben hinab, und also kompt der pach pei der Snödin weierhaus in das klein Begnitzlein. aber es ist grosser schade do pei, denn der pach füret vil santes mit im in de Begnitz an demselben ent.

Es soll auch der Amman noch sein gewalt mit dem Vischpach noch Lanckwasser nit wessern noch sust nirgen abslahen pei einem pfund newer haller als oft das geschicht. das sol auch ein paumeister in gutter acht haben.

Wenn der Amman an seinem weier oder tham ettwas pruchs oder do vischen will, dordurch er den slegel ziehen muß, das soll er der statt paumeister vor zu wissen thun; und wo er also den slegel in seinem weier auf zeugt, so geet der Vischpach nit in die stat. so ist der Amman schuldig den Vischpach zu nemen vorn am walde pei dem steinnen creutz und den do überzwerch über die stroß, die gen Feucht geet, in einen alten verwasten graben zu leitten, auch den selben graben auß zu werfen und den recht zu fertigen, dardurch der Vischpach völliglich mug gelauffen also uberzwerch der stroß, die gein Feucht von der stat hinauß geet, und also abe seinem weierhaus hinumb mug komen in des Lanckwassers fluß. dennocht soll er den slegel nit ziehen, das Lanckwasser gee dann vor in die stat, als do hernach pei dem Lanckwasser steet. wo dasselb Lanckwasser so groß ist und herein get [145^b] so darf der Amman des Vischpachs nit abslahen pei der marter vorn im walde, als oben steet, sunder er mag den versetzen pei dem vorgeschriben prucklein und den lassen lauffen durch den Siechgraben hinab zu der Snödin weierhaus zu. oder ob die Peßlerin darumb peet, so mocht man den pach oben im walde abslahen und auf iren hamer lassen lauffen, wer der minder schade an der Begnitz.

So ist im neunundsechtzigsten jare zu sant Jacobs tag [25 Juli] von den elteren herren verlassen, das mir dann herr Hanns Coler angesagt hat, wen das ist, das des Ammans weier hinder dem Siechgraben über das werr fellt, so ist dem Nicklass Gnotzamer vergünt und erlaubt, den Vischpach oben im walde abzuslahen und durch die vier weier, wie vor steet, auf der Faltznerin hamer ze leiten, den er dann kauft hat. doch soll er des pachs dennoch an laub und wissen eines paumeisters nit nemen, auch des nit lenger halten, piß des Ammans weier wider nachsitzet und nimmer überfellt; so soll er den pach wider geen lassen. das soll ein paumeister in gutter acht haben.

Demnach hat der Gnotzamer im vorsaum am walde im Vischpach ein schutzprett machen lassen auf sein kost und ein greblein, das zwerch über die stroß, die gen dem Zerzagelshoff und sust do fur in walt geen, graben lassen, dadurch im der Vischpach furderlich in den undern weier auf den hamer geet, also das er nimmer durch vier weier hinab geen und die füllen darf, als vorgeschriben ist.

Mit einem sloß ist dasselb schutzprett versperret, darzu ich als der stat paumeister den schlüssel hab. wenn dann der weier überfelt und mich der Gnotzamer des ermant und man dann des wasser sust nit zu not bedarf, so leihe ich im den schlüssel und loß [146^a] ine fursetzen, das im der Vischpach zu geet ein weil, wie vorn steet.

Nachdem aber ein versetzung, wie oben steet, nit recht thun wolt, so hat der Gnotzamer oben im walde ein newes güßpettlein und schutzprett darfur auf sein kost machen lassen under dem öbern der Peßlerin weier und das auch verspert und mir den schlüssel geben, und wirt damit gehalten, wie oben steet geschriben.

[146^b] Von dem Lanckwasser wo das entspringt.

Das Lanckwasser entspringt und fleust von manchen enden verrer oben im walde zusamen und kompt also erstlich in des Peter Mendels und Geuders grossen weier und von demselben des Peter Mendels weier kompt das Lanckwasser durch den rechen herab geflossen piß in des Ammans weier, der umb sein haus geet.

So ist hinter des Ammans weierhaus, als das Lanckwasser auch doselbst zwerch über die stroß lauft und erstlich auf des Ammans grunth und durch sein wisen kompt etc. ist ettwan gewest ein kleines werlein und petwerck von holtz gemacht, das noch aber schadpar und pös ist, darüber dasselb Lanckwasser auf des Ammans grunt und poden felt; das hat ettwan der Starck und soll auch der Amman noch machen lassen, das er aber nit meint zu thun, sunder die stat süll das pessern und machen lassen.

Auch dienet dasselb obgeschriben werlein darzu, wenn das ist, das der Amman an seinem weier etwas machen, pawen oder vischen will, so soll der Amman das Lanckwasser an demselben ente schutzen und versetzen und das Lanckwasser leitten durch ettlich alt greben, die doselbst sein, die er raumen und das wasser dordurch in sein kleins weierlein füren [soll]. und von dannen in denselben greben lauft der pach neben der fleischhacker smeltzhtütten auf die stroß und zu dem obern Galgenhoff zu, do kompt der pach wider in den alten fluß, also das das Lanckwasser oder Vischpach ie in alleweg herein gee. als er dann des gegen einem erbergen rat verschriben ist zu thun etc.

[147^a] Der Amman soll auch sein slegel am weier nit ziehen, er so hab dann vor das Lanckwasser oder Vischpach herumb pracht, das es forderlich lauff in dem graben zu dem obern Galgenhoff und wider in des Vischpachs und den rechten fluß komen sei; dann wo er des nit thet, ee er den slegel am weier gezogen het, so geschehe ein saumnuß, dann er bedarf zwen tag darzu, ee er das Lanckwasser an dem obgeschriben werlein recht versetzt und hinumb in den greben prengt, und das sich dieselben greben mit wasser verflissen und auß trencken, das es furderlich von stat gee. darumb soll der Amman den slegel nit ziehen on wissen eins paumeisters, der soll dann darzu sehen oder schicken, ob der pach herumb gee oder nit. des ist der Amman also gen einem rat verschriben, er und die, die das weierhaus innen haben gehabt biß here.

Mer soll der stat paumeister in gutter acht haben und dorinnen sich erfaren, ob das were, das Peter Mendel und der Geuder iren weier abliessen und vischten oder gevischt hetten, so wirt derselb weier gar lang nit voll, also das das Lanckwasser gar lang nit in des Ammans weier kompt; wo dann der Amman sein slegel auch zug und zu solicher zeit auch vischen oder ettwas an seinem weier machen wolt, das precht schaden, dann der Vischpach gar müsam oben umb des Ammans weier in des Lanckwassers fluß zu prengen ist. wiewoll der Amman des verschriben ist, das er in alle weg den pach herein geen muß lassen, so ist doch gut, das sich ein paumeister erfare und mit dem Mendel und Amman bestell, das ie einer ein kleine zeit vor und der ander nach ir sach furnemen, dardurch der pach nit gehindert wert; dann man sein nit geratten mag in der stat.

So ist der Amman schuldig die prucken zu machen und in wesen [zu] halten, so uber sein weier vorn über das güßpett geet, also das man darüber faren, reitten und gen mug. und ob iemant dardurch schaden gesche, das solt er außrichten.

[147^b] Auch ist der Amman mer verschriben und des gleichen sein vorfodern, die das weierhaus piß her inngehabt haben, das dann ein zinsmeister der stat in seinem puch hat verzeichent und das in guter acht haben soll, als hernach geschriben stet:

Zu wissen, das Fritz Amman sich gegen dem erbern rate zu Nürmberg verschriben hat, das er sein weier zu dem weierhaus, des Starcken weierhaus genant, woll bewaren und versorgen, also das er nit abprech und niemant kein schade davon geschee; ob aber darvon pruch oder einicherlai schade geschee, da got vor sei, so hat er zu einem vorpfant sein haus, das hinden an Steffan Kolben haus stösset, am Milchmarckt gegen Jorg Zenners haus über gelegen, einem ratt für dreuhundert guldein verpfendt, die solten als dann dem ratt verfallen sein, solich schaden dormit abzulegen, als denn des ein brieffe in der losungstuben vorhanden ist. das soll also ein ieder zinsmeister in acht haben und ie zu zeitten fragen, ob das gemelt haus unverkümert und iemantz anders versetzt oder verkauft sei, und ob das also verkauft oder in ander hent komen wer oder wurde, daran zu manen, das wider solich vermechtnus dem ratt umb dreuhundert guldein in der stat auf gewisen erbstucken geschech.

Item der Amman noch sein gewalt sol auch mit dem Lanckwasser nit wessern noch das sust abslagen pei einem pfund newer heller, als oft das geschech. das soll ein paumeister in guter acht haben.

[148^a] Von dem Vischpach und den prucklein darüber.

Als nun der Vischpach und das Lanckwasser in des Ammans weier kumpt, wie vorn geschriben stet, also ist nun ein schutzpret gemacht in einem gerinn und graben oberhalb des rechen am selben weier auf der seitten gegen der stat. mit demselben schützprett versetzt man den pach, wenn sein not tut, oder lest sein vill oder wenig herein lauffen durch dasselb schutzprett. [dasselb schutzprett] und gerinn pei demselben prett soll der stat paumeister machen und in wesen behalten, also das der Amman nichtz damit zu thun hat. zu demselben pret hat der Gurtler den slussel, dann es ist verspert. darzu so soll bestellen der stat paumeister einen gesellen und dem ein trinckgelt geben alle jare, der des pachs warneme an demselben ent und schutzpret mit aufziehen und niderlassen, darmit des pachs nit zu vill oder wenig herein gee; wann wenn sein zu vil ist, so lauft er auß vor der stat in die stroß pei dem Galgenhoff und in der stat an der Kottgassen und Preittengassen, auch am Kornmarckt, und stembt auf das pflaster und spület das auß etc. ist sein dann zu wenig, so klagen die zwen müllner in der Krotten und Almussenmüll, also das man darmit ein moß halten muß, wo die pech dann pede so groß sein, und das man des pachs doch neur ein nottorft herein lest. was dann uberichs wassers in weier ist, das fellt über das güßpett und über das wer hinab hinter dem Siechgraben und lauft also pei der Snödin weierhaus in die Pegnitz; es wer dann, das man des Vischpachs dem Gnotzamer vergünt zu der Faltznerin hamer, wie vor steet.

Es soll auch derselb geselle, dem ein paumeister den pach bevilcht, sehen zu den dreien gittern, die vor der truhen auf dem graben als der pach in die stat kumpt, und im zwinger, auch hinnen an der hochen statmaur sein, die man auf und nider ziehen und lassen mage etc. darzu der Gürtler die slüssel hat, wenn man des pachs vill oder wenig herein lest, das er dann mit denselben gittern auch darob sei, das die auf das wasser und nit darinnen oder zu ser darob steen, auch das sich nichtz doran lege oder swelle etc. dem gesellen gibt man ein jare davon vier pfunt alt; und des wart ietzunt der Spenkuntz, dem hab ich das befolhen, dem ich auch solch vier pfunt gib zu sant Thomas tag [21 Dec.].

[148^b] So ist ein pös prücklein zu nechst bey dem obgeschriben schutzprett über den Vischpach. desselben prucklein ist der stat paumeister nit schuldig zu machen, und ich hab auch nie nichtz doran machen lassen, dieweil ich paumeister gewesen pin, sunder ich hab vernomen, das die fleischhacker von irs viechs wegen, das sie do in den walt treiben, das ettwan gemacht haben, und der Amman das auch zu zeitten gepessert hab sider her etc. wiewol in einem alten puchlein steet, das in der losung stuben ist, das das weierhaus dasselb prucklein machen soll etc. dann es ist noch ein pös prücklein.

Der pach lauft auch herein also piß zu dem obern Galgenhoff; do geet über den Vischpach ein prucklein, wann ein stroß da fur geet gein der smeltzhütten und zu des Mendels weierhaus und also in den walt doselbst. dasselb prucklein sullen die pauren von dem oberen Galgenhoff machen und der stat paumeister nit, das ine Peter Mendel auf ein zeit also von ratz wegen gesagt hat. wol hab ich denselben pauren mit altem holtz ein stewr darzu gethon von der stat wegen etc.

Von dem öberen Galgenhoff geet der pach zu dem anderen Galgenhoff und do zwischen ist ein prucklein über den pach auf der stroß, die do von der stat hinauß geet gein Korenberg, Wendelstein und Rott etc. dasselb prucklein ist der stat paumeister schuldig zu machen und in gutter acht zu haben, wann es ein lantstroß ist und vill reittens und farens darüber geet etc.

Fürter so geet der pach darnach durch den underen Galgenhoff und als mitten pei der Zigelgassen vor des Grubers hoff und heusern über. do leit ein prunnrören gegen der stat, dardurch das wasser von dem Vischpach lauft in der zigler hüll; doch ist dieselb rören vermacht und auch [149^a] verspert, also das nichtz dardurch lauffen noch gen mag, man öffen dann denselben zapfen; darzu hat der Gürtler den slüssel. und wenn das ist, das die zigler vor der stat im summer oder sunst im jare nit wassers haben und sie dann das der stat paumeister zu wissen thun, so lest man in des wassers zu geen durch die obgeschriben rören und rinnen, die hinden an den rören ligen verdeckt von dem pach piß in der zigler hüll. dieselben rören und rinnen dann der stat paumeister allwegen gemacht und in wesen gehalten haben und noch also halten mitsampt dem schutzprett dopei etc. und man versetzt den pach auch doselbst mit einem klein prett, das kaum eins schuchs hoch ist, dardurch der pach ein wenig stembt an demselben ent, und doch dennoch über das schutzpret überfelt etc. und wenn sie die zigler also wassers bedorfen, so soll man in das geben ein stund oder zwue und den andern tag aber sovil, wo so grosse dürren ist; dann die müllner an dem pach, als der almussen und krottenmüllner des nit gerotten mügen, und sunderlich wenn solich dürren ist, so ist des wassers überall wenig; wo aber der Vischpach groß ist, so mag man in destermer wassers zu lassen geen. darinnen muß sich ein paumeister selber wissen zu richten nach dem pesten etc.

Zu dem undern Galgenhoff sein ettwen vill prücklein über den Vischpach und sunderlichen ein prücklein mitten im dorf pei der vorgeschriben prunnrören an der Zigelgassen; der aller keins ist der stat paumeister schuldig zu machen, sunder dieselben prücken sein die pauren doselbst schuldig zu machen.

Ferrer geet also der pach vor dem underen Galgenhoff hinden und neben fur den Tafelhoff und doselbst pei dem Tafelhoff geet ein prücklein über den Vischpach auf der stroß gegen dem walde und gein Pillenreut etc. dasselb prücklein das ist der stat paumeister schuldig zu machen.

[149^b] Auch ist der stat paumeister schuldig zu machen das prücklein über den Vischpach aussen am statgraben zunechst vor der truhen, als pach über den statgraben herein in die stat lauft.

Item das prücklein innen an der hohen statmeur, darüber man feret über den Vischpach, das ist auch der stat paumeister schuldig zu machen.