Endres Tuchers Baumeisterbuch der Stadt Nürnberg
Part 17
Item von demselben kasten hinter des Schurstabs haus geen die zwei verloren wasser in einer rören zwischen der rinnen im pflaster und des Freyen und Schurstabs hinterheuser hinab piß fur des Hanns Grassers groß thor am hoff; do ist ein kasten im pflaster verdeckt mit einer hultzen thür und leit am tag, und die roren ligen pei funf schuchen unter der erden.
[115^b] Von des Hannsen Grassers prunnen rören.
Item in demselben obgeschriben kasten ist ein schiedung oder teillung des wassers, also das ongeverlichen des wassers ein dritteil soll geen in des Grassers haus von dem kasten; doch hat der Grasser neur ein gunst und des kein recht, das wasser also heim zu furen. auch sol er das wasser von dem obgeschriben kasten auf sein kost heim furen on der gemein schaden, das er also getan hat, und furt das in sein garten, von dann geet es in die Begnitz. mer von der Augustiner kasten sol der Graser piß fur sein thür zallen den dritten pfenning und die gemain die zwen dritteil des geltz, wenn do zwischen gepruch geschicht an den rören.
[116^a] Von der rören hinter den fleischpencken.
Von dem obgeschriben kasten im pflaster vor des Grasers haus geen die zwai teil des wassers verrer hinab jenset der rinnen vor dem tuchhaus und also hinab in den trog hinter den fleischpencken auf. do ist unten an dem steinen trog gegen der Begnitz neben den fleischpencken ein kast, der ist verdeckt mit einer hultzen deck und hat ein abloß darinnen etc.
[116^b] Von der rören in der patstuben hinter den fleischpencken.
Das verloren und überich wasser in dem trog hinter den fleischpencken geet durch ein seichen in ein rören, die aussen am trog steet, gegen der Begnitz und under der erden durch das pflaster gegen der hausthür am pat, und also in das pat hinter den fleischpencken in die patstuben. und der pader fürt das wasser auf sein selbs kost on der gemein schaden also heim.
[117^a] Von der rören oder prunnen im newen spital.
Item der ursprunge und ein fluß des prunnen oder rören im newen spital ist im Siechgraben vor der stat an dem perck pei sechtzig schuen von der grossen linten herab zu messen gegen Werd, und von dem Siechgraben pach hinauf zu messen pei funftzig schuen. do der marckstein ietzunt steet, do ist der erst sammenkasten von lebendigem wasser, der ursprung unter der erden pei drei schuhen.
Item so ist von dem obgeschriben samenkasten, dopei der marckstein steet ein hundert schuch herab zwerch über die stroß, die durch den Siechgraben geet, aber ein ander kasten, der am tag leit und verdeckt ist mit einem grossen stein. derselb kast fleust stetz mit wasser, wenn anders die röre sunst nirgen außgeet, und das wasser fleust unter der erden von den obgeschriben zweien kasten von einem zu dem andern in hultzen rinnen, die unter der erden liegen pei vier schuhen.
Item von dem nechsten obgeschriben kasten ist der prunn nun hinfür in hültzen rören gefast, die geen also von dem kasten zwischen dem Siechgraben pach und dem perck oder rangen, der do ist auf die lincken seitten, in dem grunt also herab als die marckstein sten, der do zehen ist. und der erst marckstein steet von dem obgeschriben kasten funfundfunftzig schrit, der ander stein herab vierundsibentzig schrit, der dritt stein neuntzig schrit, der viert stein hundert und funftzig schrit, der funft stein herab sechsundneuntzig schrit. und die rören ligen an dem einen ent tieffer dann an dem andern unter der erden, ettlichen enden gantz am tag, piß zu dem güßpetlein, das in der Snödin weierhaus dienet. do ligt die röre neben demselben güßpettlein pei zwelf schuen herdan gegen dem frawen thore wartz. von dem funften marckstein sein piß auf den sechsten stein darnach hundert und zweintzig schrit, der sibent stein vierundachtzig schrit, der acht stein darnach zwenundsibentzig schrit, der neunt stein darnach achtundsibentzig schrit. die rören ligen alle an der seitten gegen der stat und die marckstein steent alle gen felt wertz und geen also gerichtz über piß in die Begnitz, die do fleust auf die Hadermüll.
[117^b] Item zwischen der Snödin weierhaus und dem prucklein darob pei zwelf schuen von der ecken der meur an der Snödin weierhaus herauf neben der Pegnitz, die do fleust auf die Hadermüll, do geet die spitalrören durch die Begnitz und an der andern seitten in des Langen von Wertz wisen.
Item jenset der Pegnitz, die auf die Hadermüll fleust peu zweintzig schuen in des Langen von Wertz wisen, do der marckstein steet, do zwerchen sich die rören über ein ander. gerichtz unter dem marckstein do kumpt des spitals rören unter zweien rören, die zu dem schön prunnen dienen, hindurch auch in dieselben wisen; und die drei rören gen also gegen der stat zu dem sünbellen newen thuren, der do steet aussen am zwinger pei dem schwipogen gegen sant Katherein, und geen also durch des Langen von Wertz auch des spitals und ettlicher ander wisen alle drei pei sechs schuen unter der erden neben einander gegen dem thuren zu.
Item mer ein marckstein als sich die spitalwisen anhebt und des Langen wisen ein ent hat.
Item so ligt des newen spitals roren am eussersten an der rechten seitten als man herein geet gegen Werde wartz.
Item so dienet die mittler rore zu dem undern geheus zu dem schön prunnen.
Item so dienet die dritte rör, die do leit gegen der Snödin weierhaus wartz auf die lincken seitten, als sie herein geen, zu dem obern geheus zu dem schön prunnen am marckt.
Item die spitalröre hat ein spunt aussen in der wisen pei den eisenen pfelhen pei dreissig schritten von der stat meur jenhalb des thurns so sie herein geen.
Item die drei rören geen also zunechst gegen dem sünbellen thuren, der do aussen an dem zwinger pei dem swipogen hinter sant Katherein steet, durch ein arm oder wasserfluß, der überzwerch vor dem zwinger hinfleust von einem wasserfluß der Begnitz oder swipogen zu dem andern, und die rören ligen eins schuchs tieff in denselben fluß der Begnitz, also das man die rören sicht in dem wasser alle drei.
[118^a] Item die drei rören geen also verrer von dem obgeschriben wasserfluß durch ein gemaurten swipogen in den sünbellen thuren, der aussen am zwinger pei dem swipogen hinter sant Katherein steet, und also gerichtz durch den thuren und zwinger auß piß an die statmaur, und also durch die statmaur hart am anfang des swipogen in die stat in der ecken hinter dem thuren; und die rören ligen pei neun schuen unter der erden im thuren und zwinger.
Item in demselben thuren überzwerch pei zweien schuen under den vorgeschriben dreien rören so geet ein röre herdurch, die do kumpt auß dem wild oder thiergraben, und dienet auf die Pleich.
Item so ligen die vorschriben drei rören also verrer von der ecken der statmeur hinter dem Wildpat hart an dem anfang des swipogen und neben dem steinen gang, der auf die statmaur und thuren an demselben ent geet, und also herfur piß fur das heimlich gemach, das hinter dem Wildpat steet an der Begnitz; do ligen sie pei sechs schuhen unter der erden.
Item so hat die spitalroren ein spunt zwischen dem ecke am Wildpat und der stiegen, die auf den steinen ganck geet auf den thuren, darauf die pauren gefangen lagen im krieg.
Item von demselben heimlichen gemach hinter dem Wiltpat geen die rören in der Schüt wider gerichtz herab neben der Begnitz piß zu dem güßpet pei der Mang.
Item die drei rören geen also neben einander unter dem güßpet pei der Mang in die Begnitz achtzehen schuch herdan von dem ecke des verbhaus an der Mang, und die nechst röre am manghaus dienet zu dem spital prunnen, und die eusseren zwu rören dienen zu dem schön prunnen. und die rören geen also in der Begnitz pei zweien schuen unter der erden hinab an des spitals kirchoff piß zu dem stadel hinter der schull des spitals, do gen die zwo rören zu dem schön prunnen in der Begnitz fur auß.
Item so hat die spital rören doselbst in der Begnitz neben dem stadel hinter der schull ein kasten, darinnen ist ein ablaß zu derselben des spitals rören.
[118^b] Item so geet die röre doselbst von dem abloßkasten unden durch den stadeldennen und also überzwerch durch den Wert pei acht schuen unter der erden in den andern fluß der Begnitz gegen dem spital und also durch ein hultzen rören stock, der do aussen am spital in der Begnitz auf geet durch das gewelb unter dem alten sagerer, darinnen ettlich siechen ligen, piß in des messners hofflein vor der hultzen stigen, die in die kirchen geet pei vier schuen von der thure pei sant Elspeten altare gegen der stigen. doselbst do geet die röre gerichtz durch die thure gegen dem weichkessel und zu der sutten zu, und doselbst pei dem weichkessel do ist ein schiedung des wassers und geet ein röre überzwerch unter der erden gegen die siechen heimlich gemach an die Begnitz, do geet ein stock auf mit einem hannen, darauß die siechen mügen wasser nemen, wenn sie wollen etc.
[119^a] Von der rören in dem eussern spitalhoffe.
Die röre ligt also verrer vor dem weichkessel gerichtz durch die sutten auß durch die stubthüre gegen dem prunnen in den hoff und pei dem loch, das do in dem pflaster ist vor dem prunnen, dorein das unrein wasser fleust in dem hoffe, do ist unter der erden ein schiedung oder teillung des wassers auf die rechten hant, und geet in hultzen rören fur das spital thore hinauß und also zwerchs über die gassen und durch das thore in dem eussern newen spitalhoff. und also gerichtz neben dem trog im spitalhoffe do ist aber ein schiedung oder teillung des wassers, also das doselbst ein stock aufgeet, darauß das wasser stetz fellet in den trog doselbst in dem eussersten spitalhoff. das selb überich wasser geet verrer in die Begnitz auß dem trog und thut kein dinst mer. und die rören ligen pei vier schuhen unter der erden.
[119^b] Von der rören im müntzhoffe.
Pei dem obgeschriben stocke, darauß das wasser kumpt im eussern spitalhoff, do ist ein schiedung des wassers pei, als oben steet. von derselben schiedung geet ein röre hin hinder umb den stock und trog durch das thore in den müntzhoff und auf die rechten hant am ecke durch das gepaut new gemechlein, das man auß der müntz an demselben ent gemacht hat, und geet also hinter demselben gemechlein durch ein hohen hultzen rorenstock auf in das prewhaus des spitals, wenn man will etc.
[120^a] Von der rören in des spitals küchen.
Als davorn geschriben steet, das die rör ligt durch die sutten in dem spitalhoff zu dem loch, dorein das unrein wasser im hoff fleust, darvon ein schiedung auf die rechten hant geet in den eussern spitalhoff etc. also ist hinfür pei funf schuen gegen dem prunnen aber ein schiedung oder teillung des wassers auf die lincken hant unter der erden, und geet ein röre doselbst in die spital kuchen und hat ein stock neben dem hert mit einem hannen, darauß man wasser mag lassen wenn man will.
Item vor der kuchen in dem spital geet nun hinfur die hültzen rören unter der erden pei vier schuen in den mitlern stock, darauf das messen pild steet oder sitzt, in einer pleien rören etc. und auß demselben pild nun drei fliessent roren geent, und das wasser fellet in einen grossen steinen sünbellen trog doselbst im spitalhoff.
Item das verloren oder uberich wasser in demselben vorgeschriben sünbelln trog geet durch ein seichen in einer pleien rören herab unter der erden in ein hültzen rören, die do leit drei schuch unter der erden, und geet auch also durch das spitalthore hinauß piß auf drei stat schuch in die gassen auf die gemein. die röre ligt ob der rören, die vorn durch das selb thore in eussern spitalhoff geet etc. das obgeschriben verloren wasser soll der Karl Holtzschuer, der von Ploben, auch der Meißner auf ir kost und on des spitals schaden herauß auß dem trog piß drei schuch fur das thore füeren auf ir kostung etc.
[120^b] Von des Holtzschuers rören.
Item heraussen vor dem spital thore als do oben steet, geet der dritteil des verloren oder uberichen wassers, das do kompt auß dem rechten spital prunnenkasten oder trog, also zwischen der rinnen im pflaster und dem spital auf die rechten hant gerichtz gegen des Holtzschuers haus zu, und die rören ligen unter der erden pei vier schuen, und das wasser geet in des Holtzschuers hoff auf in ein trog und auß dem trog in die Begnitz. auch soll der Holtzschuer dasselb wasser von dem spitalthore auf sein selbs kost heim furen on der gemein und des spitals schaden.
Item so soll der von Plaben und der Meißner die zwei teil des wassers von dem spitalthore, als oben steet, darvon der Holtzschuer ein dritteil genomen hat, füren von demselben thore auf ir peder kost on der gemein schaden piß fur das klein spitalgeßlein etc.
[121^a] Von des von Ploben rören.
Vor dem spitalgeßlein im pflaster in der rinnen ist aber ein schiedung oder teilung des wassers, also das dasselb wasser halb geet dasselb spitalgeßlein hin auf piß zu der von Ploben hinder newgepaweten heusern und doselbst durch ein thure und ganck, der hinden in derselben von Ploben hoff geet, und doselbst vor ir padstuben und kuchen im hoff aufgeet in ein trog. und dasselb uberich wasser im trog geet verrer in der von Ploben haus in iren garten auf und von dannen in die Begnitz. auch ligen die roren pei dreien schuen unter der erden. und die von Ploben sullen das wasser auf ir kost von demselben spitalgeßlein heim füren oder leitten on der gemein schaden etc.
[121^b] Von des Meißners rören.
Item als do oben steet, das ein schiedung des wassers sei am spitalgeßlein etc. also geet nun der dritt dritteil des uberichen oder verloren wassers, das auß dem spital kompt, als verrer in derselben gassen hinab fur des Stumpfs haus und die Eich und doselbst zwen schuch unter des schön prunnen rören hindurch und also durch das thore hin hinder in des Heinrich Meißners haus und geet do in seinem garten stetz in sein weier ein rören, und das uberich wasser get auß dem weier in die Begnitz. und die rören ligen pei vier schuen under der erden, dann allein pei des schön prunnen rören an der Eich ligen sie sechs schuch unter der erden. auch soll der Meißner das wasser auf sein kost von dem spitalgeßlein heim laitten oder füren on der gemein schaden.
[122^a] Von der rören auf der Pleich.
Der ursprung und einfluß der rören auf der Pleich ist vor dem Frawenthore auß dem gemaurten prunnen im selben statgraben auf die lincken hant als man fur das thor geet gegen der thierhütten über, und underhalb des selben prunnen ist ein sammenkasten verdeckt oberhalb des weiers, der in demselben graben unten an der Begnitz ist.
Item von dem obgeschriben sammenkasten geet das wasser in hültzen rören in dem graben neben der meur gen felt wartz durch den graben und weier herab und also in der ecken desselben graben überzwerch seitlangs in der Pegnitz gegen dem sünbellen thuren zu, der aussen am vorwerck an der Begnitz steet pei dem swipogen hinter sant Katherein. do geet dieselb röre durch ein loch unter dem ersten schießvenster auf die rechten hant als man in thuren geet unden in denselben thuren, und pei zwei schuen unter des schön prunnen und des spitals rören überzwerch durch den thuren und in das vorwerck und also in dem vorwerck herab piß fur den thuren in demselben vorwerck an der statmaur mit dem ploben A. pei zweintzig schuen underhalb des thurens und pei ailf schuen von der statmaur im vorwerck zu messen do hat die röre ein abloß und geet an demselben ent durch die statmaur. und inwendig der statmaur neben des pleichmeisters haus in der abseitten do steet ein stock mit einem hannen, darauß man wasser lossen mag wenn man will, und get verrer also in der Pleich auf durch ein stock mit zweien rören in ein trog, der darvor steet; und auß dem trog geet dasselb wasser in die Pleich in rinnen zu des pleichmeisters nottorft etc.
[122^b] Von der schiltrören vor dem Sigwein.
Item der ursprunck und einfluß des wassers in der schiltrören ist unter der vesten in des alten Elwangers öberen haus in dem schöpfprunnen. auf dem wasser desselben prunnen do ist ein loch und ein ganck in den perck, darinnen ein man aufgericht geet herab piß fur des Niclas drottziehers haus. in der rinnen gegen seinem haus über oben am ecke pei neun schuen herdan do ist ein kasten, der ist pei dreien mannen tieff unter der erden. und das wasser lauft von dem obgeschriben schöpfprunnen in steinen rinnen piß in den kasten als oben steet.
Item von dem obgeschriben kasten vor des Niclas drottziehers haus hinab do gen hultzen rören after des also gerichtz herab piß zu dem prunnen kasten do das wasser aufgeet vor des Lengenfelders oder Sigweins haus. und die rören ligen also in dem pflaster hinab pei anderhalb mannes tieff unter der erden etc. auch ist ein spunt zunechst oberhalb des trogs, darinnen das wasser aufgeet; mer ist ein spunt oberhalb des ersten spunts in der rören pei zehen schuen hinauf; mer ein spunt hinauf pei funfundzweintzig schuen etc.
[123^a] Von der rören am Milchmarckt vor dem Thyrolt doselbst.
Der prunn oder röre am Milchmarckt hat drei zufluß, die alle drei sich versamen und zu samen komen vor dem Tiergartner thore im graben. an dem ecke des vorwercks gegen der vesten do steet ein gewelb unter der erden ist verdeckt mit einem stein; an demselben eck des vorwercks leit der stein pei... schuen unter der erden ob dem loch, das in dasselb gewelb geet, darinnen die drei fluß zusamen komen.
Item der erst zufluße des wassers ist im stat graben vor dem Thiergartner thore oberhalb der prucken. im graben geet ein ganck, der vermaurt ist, gerichtz hinein in den vels gehawen; pei sibentzig schuen hinein do ist gleich ein creutzweg, also das ein weg ist ettwen gangen auf die rechten hant, der noch pei zwelf schuen hinein geet, do ist derselb weg oder ganck verworfen mit erden etc. so geet ein weg gerichtz durchauß noch hin hinder pei hundert und sechtzig schuen, do ist derselb ganck ein gevallen, also das man nit weitter komen mag. von und auß demselben gang geet der erst wassefluß her piß zu dem obgeschriben creutzwege, und geet verrer von dem creutzweg anf die lincken hant als man in den perck geet pei sechtzig schuen, do fellt das wasser unter sich ein in dem perg in ein andern ganck eines mannes hoch als hernach geschriben steet. das wasser geet in dem perg in steinen guten rinnen, die verdeckt sein mit andern steinen. und die geng sein in den percke gehawen und nit gewelbt etc. sunder in gantzen fels also gehawen.
Item als davoren steet wie der fluß des wassers also fall in ein loch eins mans tieff oder ein ander ganck, und auch mer davoren steet, das ein gewelbe im statgraben sei unter der erden am eck des vorwercks etc. in demselben gewelb geet ein ganck oder weg auch in fels gehawen in perck gen feld wartz gegen dem kollstadel zu, der auf dem Thiergarten steet, und geet also unter dem graben hinein pei hundert und zweintzig schuen. do kompt man wider zu dem vorgeschriben gang, do das loch ist, dorein das wasser fellt. der ganck geet also verrer gegen dem kollstadel, aber man kan nit wol ferrer komen von der nidern wegen des gangs, der kaum anderhalb oder zweier schuch hoch ist. in dem gang geet das vorgeschriben wasser also herauß zuruck, alles in gutten steinen verdeckten rinnen piß in das gewelbe unter dem vorwerck im statgraben. und das ist der erst fluß des prunnen oder rören am Milchmarckt.
[123^b] Item der ander zufluß des prunnen am Milchmarckt ist im statgraben oben pei dem grossen sünbellen thuren, der im zwinger am eck der vesten steet, und pei vierundzweintzig schuen unden von demselben thurn im graben zu messen gegen der ecken dorgegen über do ist unter der erden ein ursprung und ein kast, derselb kast ist unter der erden pei acht schuen. von demselben kasten herab pei achtzig schuen in die ecken zu zu messen gegen dem newgepauten zwingerlein, das an die vesten geet, doselbst im graben ist ein sammenkasten des wassers, und von dannen ligen nun hültzen rören herab im graben pei dreien schuen unter der erden piß zu dem eck an dem vorwerck im graben, und also doselbst in einer hultzen rören in das gewelbe hinab, das doselbst ist unter dem vorwerck etc. und das wasser lauft oben von einem kasten zu dem andern in einer rinnen, die schlechtz in den vels also gehawen ist; und das wasser ist vor zeitten gangen in des Förchtels hoff pei dem Newenthore. und [das] ist der ander zufluß, den die röre am Milchmarckt hat.
Item der dritt zufluß der rören am Milchmarckt der ist und kumpt auß dem perg gegen der vesten zu, do ist ein ganck unden in dem gewelbe im graben als do oben stett, darein die drei zuflüß komen etc. do geet ein ganck, der in den fels gehawen ist, und geet also hinein unter des Schmidts haus oben pei dem Tiergartner thore, als man hinauß geet auf die rechten hant, ettwan des Suchennagels haus genant. in denselben ganck hin hinter pei vierundachtzig schuer do ist ettwan ein heimlich gemach auß Suchennagels haus in denselben ganck hinabprochen worden, als man das noch sicht durchnassen; und derselb ganck geet also verrer hin hinter in den perck gegen der vesten pei dritthalb hundert schuen, und derselb ganck geet nicht verrer. in demselben gang ligen steinen rinnen verdeckt, darinnen das dritt wasser kumpt geloffen auch unter das gewelbe zu den vorgeschriben zweien wassern.
Item so ist gerichtz unter dem loch hinab, das do ist oben in das gewelb zu nechst an der hultzen rören, die des Förchtels prunnwasser hinab tregt, do ist mit erden eins halben schuchs dick verdeckt ein zigelstein, wenn man do auf thut so sicht man die obgeschriben dreu wasser in einer spannen weit alle dreu zusamen komen ein iedes auß seinem ursprung; ob pruch were, so fünd man es an dem ent.
[124^a] Item als nun an demselben ent im gewelbe die dreu wasser zusamen komen, gen sie nun in einer steinen rinnen, die auch verdeckt ist, in einem gang, der in fels gehawen ist, hinab gen tal durch oder under dem Thiergartner thore oder thurn hinab piß fur die kettenstock, die oben an der Schmidtgassen steen oberthalb Mertein Löffelholtz haus; verrer mag man nit wol komen, wann der ganck zu nider ist. und die steinen rinnen ligen also verrer herab piß zu dem prunnen vor des alten Eschenloers haus, do ist ein N in das geweng an der ein seitten seiner hausthür gehawen. do ist ein kasten zu rören jenset der rinnen im pflaster zwischen dem prunnen und der rinnen doselbst, und der kast ist pei achtzehen schuen tieff unter der erden.
Item von demselben obgeschriben kasten geet das wasser nun in hultzen rören herab piß fur die kettenstock, die vor des Hanns Volckamers haus sten, im Saltzvaß genant, und die rören ligen herab in einem gehawen gang, der in der vels gehawen ist an demselben ent, doch mag man darinnen nit geen, da es nider ist.
Item von den obgeschriben kettenstocken vor dem Saltzvaß ligen hültzen rören hinab in geschuttem ertrich pei zehen schuen unter dem pflaster und also hinab piß zu dem trog vor dem Tyrolt, do das wasser aufgeet und in denselben trog felt.
Item so ist her diesset des trogs oder des stocks, darinnen das wasser aufgeet, pei zwelf schuen von stock hinter sich vor der Weyssin hausthür ein spunt in dieselben rören, und das uberich oder verloren wasser in dem trog geet auf das pflaster und thut kein dinst mer etc.
[124^b] Von der rören des Hyserleins.
Mer ein fluß und ursprunck des Hyserleins ist in dem alten statgraben als man von sant Jacob herab geet doselbst pei der alten statmaur, die do eins teils eingefallen ist, pei sechtzig schuen underhalb des ersten thurens an derselben alten statmeur im graben hinauf zu messen, under dem rangen von der statmeur herab pei sechtzig schuen auch zu messen, do ist der erst kast und ursprunck unter der erden und desselben prunnen etc. auch sein noch ettlich alter kasten zwen darob, die nun nit mer dienen zu demselben prunnen.
Item mer ist aber ein kasten in dem graben doselbst von dem obgeschriben ersten thuren an der alten statmeur von demselben obersten ecke des thurens, das gegen sant Jacobs kirchen hinauf steet, herab zu messen an dem rangen in den graben pei viertzig schuen. und zwischen den zweien kasten do ist ein gemaurter ganck, in demselben gang das wasser von einem kasten zu dem anderen geet.