Endres Tuchers Baumeisterbuch der Stadt Nürnberg
Part 16
Item die zwue rören geen oder ligen nun also von dem obgeschriben marckstein, der do steet zu ent der wisen am weier ob dem hemmerlein, in demselben weier pei eines halben mans tief in dem weier unter der erden, und also durch den weier gegen der stat neben den eichen pfellen. do ligen die rören auf der lincken hant gegen dem gericht, als man herein geet piß zu dem weiertham zu pei dem hemerlein.
Item so steet ein marckstein auf dem weiertham neben dem wer auf die lincken hant gegen dem Vischgraben wertz, do komen die zwue rören pei anderhalb mans tief durch das weiertham under der erden herauß gegen der stat zu etc. do steet aber ein stein auf dem weiertham gegen der stat.
Item die zwo rören gen also verrer piß zu dem newgefasten fliessenden prunnen, der do ist am perg gegen dem Vischgraben; und von demselben prunnen pei zweintzig schuhen zu messen gegen dem hemerlein, do ligen die zwu roren eins schuchs tief unter der erden in dem gerin oder abfluß desselben prunnes.
Item von dem obgeschriben prunlein gegen der stat zu messen sechsundsechtzig schuch und von einem wisslein dopei gelegen vierzehen schuch über zwerch zu messen, do leit ein spunt in die roren; die do dienet in das unter gehaüs an dem schön prunnen etc. und die roren ligen an demselben ent pei funf schuhen tief unter der erden. doselbst herab am wisslein steet ein marckstein pei zweintzig schritten underhalb des spuntz gegen der stat zu.
Item darnach gen die zwo rören also gerichtz gegen der Snödin weierhaus zu durch ein wisen, die gen dem Thurnhoff gehort, do stet ein marckstein vorn an der wisen. mer steet noch ein marckstein auf dem hohen rangen, der uberzwerch [geet], und an ieder seitten des rangen ein graben; der rang an dem ent zwo wisen scheidt. auf demselben rangen steet auch ein [108^a] marckstein gerichtz ob den rören, die do ligent an demselben ent pei funf schuchen unter der erden.
Item von dem obgeschriben marckstein ist ein wisen gegen der Snödin weierhaus wartz, dordurch ein graben auch uberzwerch geet. in demselben graben ligen die rören am tag pei vier schuchen in der erden. mer steet ein marckstein aussen am zaun an der straß gegen Werd wertz, darunter ligen die zwo rören.
Item von demselben marckstein, der aussen am zaun steet gegen Werd wartz, do geen die rören durch denselben zaun piß zu dem andern marckstein aber darnach, der do steet pei zwelf schuchen disset der prück, und also snurslechtz zwischen dem eck an der Snödin weierhaus und dem prücklein doselbst durch die Begnitz, die auf die Hadermüll fleust, und jenset der Pegnitz in des Langen von Wertz wisen zu dem marckstein.
Item jenset der Begnitz, die auf die Hadermüll fleust pei zweintzig schuchen am eck in des Langen von Wertz wisen, do der marckstein steet, do zwerchen sich die roren über einander gerichtz under dem marckstein. do kumpt under den zweien obgeschriben prunnrören die röre, die do dienet zu dem newen spital, auch in dieselben wisen; und die drei rören geen also gegen der stat zu dem sünbeln newen thuren, der do steet aussen am zwinger pei dem swipogen gegen sant Katherein, und geen also durch des Langen von Wertz auch des spitals und etzlicher ander wisen, alle drei pei sechs schuhen unter der erden neben einander gegen dem thuren zu.
Item mer steet ein marckstein als sich die spitalwisen anhebt und des Langen wisen ein ent hat.
Item so ligt die rören zu des newen spitals prunnen am eussersten an der rechten seitten als man herein geet gegen Werd wartz.
Item so dienet die mitler röre zu dem undern gehaüs zu dem schön prunnen.
Item so dienet die drit röre, die do leit gegen der Snödin weierhaus wartz auf die lincken seitten als sie herein geen, zu dem oberen gehäus zu dem schön prunnen am marckt.
[108^b] Item die drei rören geen also zunechst gegen dem sünbellen thuren, der do aussen an dem zwinger pei dem swipogen hinter sant Katherein steet, durch ein arm oder wasserfluß, der überzwerch vor dem zwinger hinfleust von einem wasserfluß der Begnitz oder swipogen zu dem anderen. und die roren ligen eins schuchs tief in demselben fluß der Begnitz, also das man die rören oben sicht in dem wasser alle drei.
Item die roren alle drei geen verrer also von dem obgeschriben wasser fluß durch ein gemaurten swipogen in den sünbeln thuren, der aussen am zwinger pei dem swipogen hinter sant Katherein steet, und also gerichtz durch den thuren und zwinger auß biß an die stat maur, und also durch die stat maur hart am anfang des swipogen in die stat in der ecken hinter dem thuren. und die rören ligen pei neun schuen unter der erden im thuren und zwinger.
Item so geet in denselben thuren überzwerch pei zweien schuen under den vorgeschriben dreien rören ein röre, die do kumpt auß dem wilt oder thiergraben etc. und dienet auf die Pleich.
Item so ligen die vorgeschriben drei rören also verrer von der ecken der stat maur hinter dem Wiltpat hart an dem anfang des swipogen und neben dem steinen gang, der auf die stat maur und thurn an demselben end geet, und also herfur piß fur das heimlich gemach, das hinter den Wildpat steet, an der Begnitz; do ligen sie pei sechs schuhen unter der erden.
Item von demselben heimlichen gemach hinter dem Wildpat geen die roren in der Schütt neben der Pegnitz gerichtz herab piß an das güspett pei der Mang. do zwischen auf halben weg ist ein spunt in die ein roren gegen sant Katherein, die do dienet in das öber geheus des schön prunnens. und die roren ligen do pei siben schuhen unter der erden.
Item die drei rorren geen also neben einander unter dem güßpett pei der Mang in die Pegnitz achtzehen schuch her dann von dem eck des verbhaus an der Mang. und die nechst roren am manghaus dienet zu dem spital prunnen, und die andern zwue roren aussen zu dem schön prunnen. und die roren geen also in der Pegnitz pei zweien schuchen unter der erden hinab an des spitals kirchoff piß zu dem stadel hinter der schull; do geet des spitals röre durch denselben stadel und also überzwerch durch den Werd gegen dem spital zu.
[109^a] Item die andern zwu rören geen also verrer von demselben des spitals stadel hinab und umb den Wert hinumb und also ablengs zu der rosstrenck an der Eich pei der parfussen prucken am eck durch der Heideckerin haus. do hat dieselb Heideckerin ein pleihene rör mit einem hanen in irer küchen aufgeent; dasselb wasser kumpt auß der roren, die do dienet zu dem undern geheus an dem schön prunnen. und die roren ligen in der Begnitz an dem ent pei dreien schuen unter der erden.
Item als die roren durch der Heideckerin haus unter dem pflaster kumen zu der Eich, do ist mitten in der rinnen des pflasters ein schiedung des wassers, die kumpt auß der rören, die do dienet zu dem öbern gehäus des schön prunnens. dieselb schiedung oder wasser geet doselbst pei der Eich in der meur in einem gehalter auf den heringern und pfragnern zu iren gesaltzten vischen, und daran haben sie ein hanen; das hat vormals alleweg der paumeister gemacht, dann ietzunt am nechsten habens die heringer mussen machen und pessern lassen auf irer kost.
Item ein kasten ist doselbst an der Eich, verdeckt mit einer hültzen thüre, der am tag leit; do ligen die zwue rören innen, und die öberst gegen der parfusser prucken gehort zu dem obern geheus und die andern gegen dem spital gehort zu dem undern geheus des schön prunnens. in demselben kasten ist ein abloß der peder rören und ist ein rinnen gelegt von dem kasten unter der erden in die Begnitz, dardurch das wasser lauft, wenn man die rören an dem ent ablossen will.
Item vor dem vorgeschriben kasten an der Eich do kumpt unter den zweien der stat rören, die zu dem schön prunnen dienen, pei zweien schuchen unter den vorgeschriben rören uberzwerch hindurch die röre, die auß dem spital in des Meißners haus geet.
Item so gen die zwu rören von der Eich und also von dem obgeschriben kasten hinauf fur der von Ploben haus gegen dem schön prunnen piß fur das schuchhaus. do ist aber ein kasten jenset der rinnen gegen dem Marckt und ist verdeckt mit einer hültzen thüre, die ligt am tag. in demselben kasten ist ein spunt in iede rören, und die rören ligen pei sechs schuen unter der erden an dem ende.
[109^b] Item die zwo rören gen also von dem obgeschriben kasten zu dem schön prunnnen gerichtz zu und ligen pei acht schuen unter der erden, und herdiesset des schön prunnen pei dreissig schuen hinter sich gegen dem ob[geschriben] kasten zu zu messen. do sein vier spunt in die zwo rören, darauf man die stock zu zeitten setzt oder setzen mag, das sie wasser geben, wenn man den prunnen pesseren will.
Item mer ein kasten gegen unser frawen capellen, der ist nit verr von dem schön prunnen und ist gedeckt mit einem stein und hat oben zwen eisnen ring. derselb kast dienet an die Ledergassen und hinter unser frawen capellen zu demselben prunnen und sust zu nichte.
Item so steet der schön prunnen unten auf einem gevierten pfeiler und gewelbe unter der erden, das ist als weit als der prunnkast oben ist und hat ein loch hinab gegen dem Saltzmarckt, das verdeckt ist mit einer hultzen thüre, und hat oben ein gitter darinn, das am tag leit.
Item so komen die zwo hultzen rören piß an das rinnlein, das umb den schön prun im pflaster geet; und das wasser ist gefast von dann hin fur in pleihen rören, der eine geet von dem rindlein aussen im pflaster also auf dem gewelb piß zu der anderen staffeln an dem schön prunnen, und unter derselben steinen staffeln geet das wasser aussen umb den schön prunnen kasten gerings hinumb, alles in pleien rören. und von derselben pleien rören ist das wasser in acht teil geteilt, also das es in dem gemeur des prunnenkasten in pleien roren auf geet in die acht pfeillerlein, die aussen am kasten steen und wasser geben auß dem undern gehäus. und dieselb rören ligt auf die seitten gegen dem Saltzmarckt, darauß das wasser in das under geheus kompt.
Item so geet die andern hultzen rören, die do leit gegen des Schoppers haus auch biß an das gewelb unter dem pflaster, darauf der schön prunnen steet, und von dannen geet dasselb wasser zwischen dem untern gewelbe und dem öbern wasserkasten piß mitten in den schön prunnen, do geet es in einer pleien rören durch die mittler seul im wasserkasten auf in das öberer geheus; do ist es geteilt in acht teil, von dannen geet es in den wasserkasten in acht rören.
[110^a] Von außflüßen des uberichen wassers, das in den kasten des schön prunnen fellt.
Der erst außfluß des uberichen wassers ist oben im wasserkasten gegen unser lieben frawen capellen und geet durch ein seichen und durch das gemeur in pleien rören herab auf das unter gewelbe, darauf der schön prunnen steet, und von dannen herfur piß fur die rinnen im pflaster, die umb den schön prunnen geet, alles in pleien rören. und do geen dann die hultzen rören an und geen durch ein kasten, der pei dem schön prunnen am tag leit verdeckt mit einem grossen stein, gegen unser lieben frawen capellen wartz. in demselben kasten ist ein spunt, und derselb kast und rör dienet zu dem prunnen hinter unser lieben frawen cappeln und an die Ledergassen. damit hat die stat nicht zu thun, dann die gemain an der Ledergassen und hinter unser frawen cappellen sullen das auf ir kost hin hinder furen.
Item von dem obgeschriben kasten ligen hultzen rören unter der erden pei vier schuhen und geen also gegen unser lieben frawen cappelln zu, do die wurtzerin sitzen. do ist aber ein kasten, der am tag leit, und verdeckt ist mit einer hultzen thur jenset der rinnen, do die würtzerin teglichs feil haben.
Item von demselben kasten, do die wurtzerin sitzen, geet die rör gegen unser lieben frawen cappelln hin hinter gegen den wildnerin, und es leit ein spunt in die rören als man von unser lieben frawen capelln herauß geen will zwischen den zweien kettenstocken ein schritte von der rinnen gegen der Stromerin haus zu zu messen.
Item mer ein spunt in dieselben rören ist hart an der rinnen im pflaster gegen des Weinmans haus oder der Richtlin hausthüre über.
[110^b] Von dem prunnen und rören hinter unser lieben frawen cappelln.
Item von demselben spunt ist pei zwelf schuhen hin fur zu einem kasten, der am tag leit und verdeckt ist mit einem grossen stein mit eisnen ringen. in demselben kasten ist ein schiedung oder teillung des wassers, also das der dritteil des wassers kumpt in den prunnen hinter unser lieben frawen cappellen, und die andern zwai dritteil des wassers an die Ledergassen.
Item waß gepruchs an dem wasser oder rören von dem anfang als es auß dem schön prunnen kompt biß zu dem obgeschriben kasten, do sich das wasser also teilt, geschicht oder schadens nimpt, das soll alleweg der paumeister zu der rören hinter unser lieben frawen cappellen das dritteil zallen und die prunnmeister zu den zweien rören an der Ledergassen die zwai dritteil an dem gelt bezalen.
Item von dem obgeschriben kasten, darinnen die teillung des wassers ist, do ist ein spunt hin für pei vier schuen von dem kasten in der rinnen in die selben rören.
Item dieselb rör geet von dem kasten, darinnen ein dritteil des wassers [ist], also gerichtz hin hinder durch der wiltnerin krem zu dem prunnen zu, und hat mer ein kasten hart am prunnen, do er aufgeet unter der ein wiltnerin laden, der ist mit prettern verdeckt. und die rören ligen pei vier schuen unter der erden an dem ent, und das wasser geet also auf in zweien außgeenden rören (und solt doch neur ein rören sein, nachdem und an dem wasser er neur ein dritteil hat und die Ledergassen zwei dritteil) und fellet in den trock doselbst hinter unser lieben frawen cappellen.
Item das uberich oder verlorn wasser in dem kasten oder prunnen hinter unser lieben frawen cappellen geet halbs herauß auf die gemain in ein hültzen trock der dopei steet, darauß man pfert trenckt, und der gemein zu nutz kumpt etc.
[111^a] Von des Kressen prunnen.
Das ander halbteil des uberichen oder verloren wassers kumpt durch ein seichen in ein hültzen rören, die aussen am prunnenkasten steet, und lauft also unter der erden in des Kressen garten durch sein haus. auf sein selbs kost soll ers von dem prunnen heim füren; doch hat der Kreß des neur ein gunst von der gemein, und solt von rechtzwegen des obgeschriben verloren wassers neur ein dritteil haben und nit ein halbteil, darfür ist es angesehen.
[111^b] Von der rören an der Ledergassen vor Mertein Paumgartz haus.
Item in dem vorgeschriben kasten, der im pflaster am tag leit pei des Weinmans haus am eck, darinnen die schiedung oder teilung des wassers ist, als da vorn steet, geen nun die zwai teil des wassers in hultzen rören, die do ligen unter der erden pei vier schuchen etc. von demselben kasten hinauf gegen dem obßmarckt und hart an dem stöcklein hinumb, das do steet am eck oben pei der grempler kremlein gegen des Snitzers haus über, und geen also fur des Ebners haus pei zwelf schuen herdan von dem haus und also hin hinder fur des Kressen haus, zwischen des Kressen haus und dem kettenstock, hart an dem kettenstock hin hinder fur das pat am Zottenperg.
Item doselbst neben dem pat vor des Fursten haus über den weck jenset der rinnen do ist ein kast mit einer hültzen thür, der am tag leit, darinnen ist ein spunt in die röre.
Item die rör ligt auch hin hinder von dem kasten pei funf schuhen unter der erden neben der rinnen an der seitten. fur des Bemers und vor des Schlüsselfelders haus geet die röre hin über gegen dem Fütterer und also hin hinder zu dem kasten, do es aufgeet vor Mertein Paumgartz haus.
Item zwischen dem eck desselben wasserkasten und der rinnen im pflaster zwen schuch gegen Mertein Paumgartz haus zu zu messen do ist ein schiedung oder teilung des wassers unter der erden, also das das wasser halbs geet vor des Paumgartz haus auf und fellt do in den kasten, und das ander halbteil des wassers geet unter die erden in ein rörn für auß underhalb in derselben gassen vor des Singers haus auf und fellt auch do in ein kasten.
[112^a] Von der rören in des Fütterers haus.
Das verloren oder überich wasser, das do ist in dem kasten vor Mertein Paumgartz haus, lauft durch ein seichen in ein hultzen rören, die do steet aussen am grossen kasten an des Mertein Paumgartz haus, und geet also wider hinter sich unter der erden pei vier schuhen herdan von den heusern piß fur des Fütterers nechste hausthür; do geet es in sein haus und ferrer in sein hoff, do geet es in ein trog. und dasselb uberich wasser in des Fütterers haus geet unter der erden hinter sich durch sein haus auß piß mitten in die gassen in die rinnen pei des Michel Amlungs des becken haus.
Item das vorgeschriben verloren oder überich wasser, das der Fütterer also heim füret auß dem kasten vor Mertein Paumgartz haus, das hat ime ein gemain von bette wegen vergunt also durch sein haus zu leitten, und das furpaß der gemein hinter sein haus piß in die rinnen als do voren steet pei Michel [des] pecken haus wider der gemein zu antworten, alles auf sein selbs kost; das alles der Fütterer noch piß her getan hat.
[112^b] Von des Ortolfs rören, die jenset der Begnitz außwendig seins garten stet.
Item dasselb obgeschriben verloren wasser in der rinnen hinter des Fütterers haus, das hat der alt Ortolf wol pei achtzehen jaren her auf sein selbs kost gelait mit willen der gemein doselbst die gassen hinfur und umb des Holtzschuers heuser also auf die rechten hant die nechsten gassen, die do ist hinab gegen der Begnitz zwischen des Holtzschuers und Ortolfs garten hinauß piß an die anderen seitten des Ortolfs garten. in derselben anderen gassen an der Pegnitz steet ein stock aussen an dem zaun an des Ortolfs garten auf der gemein, do geet dasselb wasser auf in ein trog und furpaß in die Pegnitz.
[113^a] Von der andern rören an der Ledergassen vor des Singers haus über.
Als da vorn steet, das ein schiedung oder teillung des wassers sei vorn am eck pei der roren oder prunnen vor Mertein Paumgartz haus, also das der halbteil des wassers von dannen hinab [geet] zu dem kasten vor des Singers haus über in derselben gassen; und die rören ligen zwischen den zweien wasserkasten im pflaster pei vier schuchen unter der erden.
Item so ist ein kasten im pflaster hart bei dem stock, do das wasser auf geet vor des Singers haus über; derselb kast leit am tag und ist verdeckt mit einem stein, dorinnen oben zwen eisnen ring sein. in demselben kasten ist ein zapf und ein spunt in die rör, und dopei steet der stock, darauß das wasser felt in den kasten, das die gemein neust.
[113^b] Von des Ortolfs rören, die inwendig in seinem und zwischen des Holtzschuers garten auf ein gemein geet an der Begnitz.
Item das verloren oder uberich wasser, das do ist in dem trog oder kasten an der Ledergassen am understen prunnen, das get durch ein seichen in einen hultzen stock, der aussen am kasten steet, und also unter der erden vor den heusern herauf zu ruck gegen dem ersten prunnen an der Ledergassen pei dreien schuhen herdann von den heusern piß zu des goltschlahers haus doselbst am eck, und also unb dasselb eck in der reihen hinab und unden in der Newengassen überzwerch hinder des Michel pecken haus hinüber und also in derselben gassen zwischen des Holtzschuers und Ortolfs gerten hinab gegen der Begnitz, und also in des Ortolfs garten. inwendigs des zauns steet ein stock, do das wasser auf geet durch den zaun in einem hultzen trog, der auf der gemein steet, und auß demselben trog das wasser in die Begnitz geet. das obgeschriben wasser furt der Ortolf auf sein selbs kost von der Ledergassen von dem undern prunnen also in sein garten; das hat im ein gemein also vergünnt von bett wegen des Ortolfs und seiner heuser wegen, die er an dem ent hat. doch hat der Ortolf ein hannen von dem stock in seinen garten, darauß er ongeverlich sein würtzgerten giessen mag, wenn er im garten ist; das ander wasser soll stetz auf die gemein geen etc. den stock haben die nachtparen heroben an der ecke pei des Wilden kandelgiessers haus aufgericht, nachdem und der Ortolf abgangen ist.
[114^a] Von den vier trögen pei den fleischpencken.
Der ander außfluß des uberichen oder verloren wassers am schön prunnen am Marckt ist durch ein seichen gegen des Schurstabs haus und geet also in dem gemeur in einer pleien rören herab auf das gewelb, das do ist unter dem schön prunnen, und die pleien röre geet verrer piß fur die rinnen, die außen im pflaster umb den schön prunnen geet. do geen die hultzen rören an und ligen jenset der rinnen gegen unser lieben frawen cappellen wartz hinab gegen des Rietters haus zu, und doselbst vor des Rietters haus also seitlengs hinüber gegen den vier trögen, und pei eins schritz weit vor den trögen hinab gegen der Begnitz zu. do ist underhalb der trög pei funftzehen schuen ein kast gegen der Begnitz, der leit am tag und ist verdeckt mit einer hultzen thür; in demselben kasten ist ein abloß der rören.
Item als die rören von den vier trögen hinab geet, do ist von derselben rören zu den zweien pfeillern zwischen den trögen, darinnen das wasser auf geet, in ieden pfeiller ein schiedung und ein pleien roren gelegt, darinnen das wasser auf geet und in die trög felt und von dannen in die Begnitz etc. das wasser laidet die stat oder der paumeister von der stat wegen in die vier trög.
Item der dritt außfluß des uberichen oder verloren wassers am schön prunnen am Marckt ist durch ein seichen gegen des Birckamers haus, und geet also in dem gemeur durch ein pleien rören herab auf das gewelb, das unter dem schön prunnen ist und verrer fur den prunnen herdann fur die rinnen die umb den prunnen im pflaster geet. do heben sich die hültzen rören an und geen verrer die Waggassen hinumb zwischen des gewichtmachers haus und der rinnen in der Waggassen hin hinter piß mitten in die gassen pei der rinnen vor des Holtzels haus, do geet dann ein rör hinab zwischen des Birckamers hinterhaus und der rinnen doselbst in der gassen piß fur der Augustiner hinter groß thore.
[114^b] Von der rören zu den Augustinern.
Item vor des Birckamers hinterhaus gegen der Augustiner hinter grossem thore uber do ist ein kasten im pflaster hart an der rinnen, der am tag leit, und ist verdeckt mit einer thür. in demselben kasten ist ein schiedung des wassers, also das das dritteil des wassers geet von demselben kasten durch der Augustiner thore in ir closter und do in iren hoff vor ir kirchen auf, das die Augustiner also furen von dem obgeschriben kasten auf ir kost in ir closter hinein.
Item das verloren oder uberich wasser in dem closter zu den Augustinern geet durch ein seichen auß irem trog fur ir kuchen wider under die erden und also gerichtz wider zu dem grossen thor herauß wider auf die gemein, do es hinein gangen ist, und in den kasten, darauß es komen ist. das sullen die münch also auf ir kost auch wider herauß furen auf die gemein on der gemein schaden und sullen auch das wasser ongeverlichen niessen in irem closter, dann sie des kein recht haben sunder neur ein gunst, und von bette wegen hat man in ein dritteil do hin ein vergunt zu füren auf ir kost.
Item auch sullen die herren von den Augustinern geben ein drittel des geltz und die gemein die zwei teil des geltz, das dann die rören kosten; oder wenn pruch geschicht von dem schön prunnen piß hinder für der Augustiner groß thore, was da zwischen gepruchs wurd an den rören sullen sie das ein dritteil zallen und die gemein die andern zwai dritteil, alles ongeverlich etc.
[115^a] Von des Erhart Schurstabs rören.
Von dem vorgeschriben kasten im pflaster, darinnen die schiedung des wassers ist, dorvon der dritteil gen den Augustinern geet etc. do geen nun die zwei teil des wassers also verrer in die rören und kasten hinter des Schurstabs haus auf und fellt do in ein trog.
Item dasselb verloren und uberich wasser in demselben trog gett auch durch ein seichen herab unter der erden und hinden kumpt es vor des Schurstabs hausthür in ein rören, darinnen das verloren wasser ist, das von den Augustinern herauß komen ist. do komen die zwei verloren wasser wider zu samen in ein rören.
Item mer ist ietzunt ein kast hinter des Schurstabs haus, darinnen ein abloß ist zu demselben prunnen.