Endres Tuchers Baumeisterbuch der Stadt Nürnberg
Part 10
[47^a] Ein stat paumeister hat vor zeitten mit einem, genant der Leyrer, zu der Leynburg gesessen, vill zu thun gehabt und dem gemeinlichen vor andern verdingt, kalckstein zu der stat öffen zu antworten, nachdem derselb Leyrer mer dann ander leut auf und am perg der Leynburck hat gehabt. und nachdem er aber der stat paumeister dringen und hochern wolt, bestellt ein paumeister auf ein zeit von anderen auch stein, das dann den Leyrer verdröß und wolt nit gestatten, das man solich stein uber sein ecker und felt, das er am perg het, furen solt. dardurch der stat paumeister, die zeit Lucz Steinlinger seliger, bewegt ward, und im zweiundfunftzigsten jare mit gunst eines erbergen ratz hie zu Nuremberg, auch mit hilf und anzaigen alter paursleut zu der Leynburg und da umb, ein alten gemeinen erbweg, der dann vor vill jaren von dem perg herab gieng, suchten und funden. denselben weg der Steinlinger seliger ließ wider vermarcken, verstein und verrein, auch außwerfen und machen, das er wider zu faren docht, und nam des ein kuntschaftbrief unter des gerichtz insigel hie zu Nuremberg. derselb brief dann in der losung stuben sein soll, ist mir gesagt worden von dem Gurtler. ich hab darnach suchen lassen, aber die losunger haben noch bißher [des] nit vinden kunnen und sagen, nachdem sie noch vill brief haben, die nit registriret sein, darunter derselb brief sein mocht, wissen sie des ietz und nit zu vinden etc. denselben gemeinen erbweg soll der stat paumeister kunftiglichen in acht haben und den zu zeitten pessern lassen, damit er nit abgee.
So hab ich bißher ettliche jare mit dem Lienhart Greussel hinter Niclas Grolant zu der Leynburck gesessen, allein zu thun gehabt und dem angedingt holtz und stein, auch fur pruch am perg geben müssen, nachdem und alle ding aufschlagen und inen der amptman verweist, 26-1/2 und 28 pfunt alt zu einem offen kalcks etc. der mir dann gehalten und damit nit also ser gesaumpt hat, als vor geschehen ist.
[47^b] Wenn man nun also holtz und stein pei und vor den kalcköffen hat, so muß man haben einen redlichen gesellen, den muß der stat paumeister in sunderheit darzu bestellen, der den kalckoffen setzen kan von den kalckstein und dann under schür und den kalck recht kün prennen. dem hat man vormals geben ie von einem offen vier pfunt alt, aber iezund muß ich einem geben fünf pfund alt umb des willen, das er die schrött kleiben muß vor den öfen, das vor nit gewest ist, dann man ietzund nimmer nach loe sunder das grobst ungeschlachtz holtz zu den öffen furen und hawen muß. derselb kalckprenner bestellt auch daussen die fur und wegen, die den kalck herein furen; darvon gibt man im sechs pfenning auch nach altem herkomen etc. umb des willen, das er in die dorfer do umb leuft und wegen außpringt. des gelobt er also einem paumeister.
Man gibt von einem summer kalcks herein zu furen in die stat ietzunt zwelf pfenning und zu zeitten dreizehen, darnach und die pauren nottig arbeit auf dem felde haben. man hat aber vor jaren minder zu furen geben, die weil das kalck summer auch kleiner was dann es ietzund ist.
Also wenn dann ein offen kalcks der stat herein kumpt, gibt man den kalckmessern, der dann zwen sein darzu, von dem offen kalcks ab zu messen sechtzig pfenning, sein sei vill oder wenig im offen gewest. aber sunst auf dem marckt gibt der kauffer und verkauffer ieder ein pfenning von einem sümmer zu messen.
Gemeiniglichen so prennt man in der stat kalck öfen einem auf einmall achtunddreissig summer ungeverlichen. sünst sein woll ettlich kalcköfen eines teils daussen, die der pauren [48^a] sein, darin man pei sechtzig sümmer und mer auf ein moll prennt oder prennen mag.
Nun wenn das ist, das der kalck als tewer ist, und nachdem die pauren mit dem kalck, den sie zu der stat furen, sere auf ein ander halten und einer des andern schont, darmit sie denselben iren kalck auf das höchst mochten an werden etc. so mag der stat paumeister ein ofen, zween oder drei mer und minder auf den marckt prennen und hingehen lassen, darmit man den kalck in gleichem gelt behalten müg von der gemein wegen.
Und was man dann also kalcks auf dem marckt verkauft, so sol der stat paumeister dem erbforschter von geben ie von einem ofen drei groß, in des huet man dasselb holtz gehawet hat, darmit derselb kalck geprennt worden ist. was kalcks aber ein paumeister in die hütten schüt oder sunst zu der stat nottorft herein füren lest, darvon bedarf man den erbforstern nichtz geben. das ist nemlich aufkomen und vor zeitten nit gewest, das hat inen aber ein erber rat auf ir anpringen und klagen zugeben pei Lienhart Grolantz amptmans zeitten.
Auch soll der stat paumeister des geflissen sein, das er die kalckhütten im Marstall, der dann drei ist, mit kalck nach nottorft vorsehe, dormit gemeine stat versorgt und versehen sei. wo dann also zu zeitten einem ein sümmer oder zwei auf das maist also zurint, oder zu zeitten einem an eim heimlichen gemach, an einem ofen oder schloett pruch geschicht und kein kalck herein geet, so mag ein paumeister einem woll damit helfen umb ein zimlichs gelt auß der stat [48^b] hütten, alles nach altem herkomen. doch so soll der stat paumeister des geflissen sein, das er kein kalck fur die stat geb und sunderlichen, der auß der gepiet gefuret werd, on laub eines erbern rats oder eines burgermeisters, dann die amptmansknecht des waldes pfenden doran und ist wagen und pferd verloren. wenn man den kalck prennt mit holtz, das des reichs ist, das sol man nit auß der piet furen, doch ist genad in allen dingen. sie wollen auch doran pfenden, wenn einer kalck auf dem marckt kauft, der erst herein kumpt, wo der auß der gepiet gefurt wirt, so sagen sie fur des reichs als ire recht lauten etc. aber wenig werden gepfendt. was kalcks man also auß der hutten verkauft, den soll ein paumeister alleweg vor ab lassen leschen, und den melbsweis verkauffen nach dem meß das darzu gehoret; davon soll der kauffer das meß gelt allein zallen, von einem sümer zwen pfenning, und der paumeister gibt nichtz.
So hat man ettwan vill jar her gegeben: für ein sumer kalcks auß der hütten zwenundviertzig pfenning, aber ietzund hab ich darmit auf geslagen und gib den umb funftzig pfenning, nachdem und er auch mer kost zu bestellen, dann er vor oder ettwan gethan hat etc. und hab des aber domit auf geslagen und gib inen ietzunt umb sechtzig pfenning ein sümer auß der stat hutten.
Es hat auch Lutz Steinlinger seliger vor zeitten von befelhnus eines erberen rats hie erfaren, wo die pauren zu der Leynburg so sere auf slagen wolten und den kalck als teur achten, so vindt man zu Erenhoffen woll kalckstein zu prechen, auch vindet man holtz und fure doselbst umb in den dörfern, als zu Wellentzleitten und zu Weisenprunn. das soll ein paumeister in acht haben kunftiglichen.
Ich hab auch pieß her ein jar dem andern zu hilf mussen [49^a] haben zu der stat nottorft zu vermauren an den kalk, den ich von pette wegen sunst eintzlichen verkauft, pei hundert zweintzig ine 30 sümer kalcks alle jare.
Zu zeitten wenn ein paumeister den Löffler schicket gen der Leynburg von kalcks wegen oder sunst zu der stat öfen zu sehen, gibt man im alleweg funftzehen pfenning nach altem herkomen.
So prennt man auch kalck zu Deinswanck, des mir einer, genant Fritz Müllner, vill herein pracht hat, dem ich dann sechsundfunftzig pfenning und zu zeitten sechtzig pfenning fur ein hieigs sümer geben hab. derselb kalck wirt am leschen vill weisser dann der von der Leynburg oder Dieppelsdorf etc. dazu wirt er melreicher. und ich hab versucht und eigentlich gemessen, das alle weg acht meß oder sümer des von Deinswanck als vill thun, als neun meß oder sümer des andern kalcks thun. wenn man den lescht, so vindet mans am melbe. und ist zu mauren gar gut und zu tünchen, und zu weissen noch vill pesser etc.
[49^b] Von dem parstein.
Auch so soll ein paumeister alleweg do ligent haben ettliche metzen parsteins zu der stat nottorft, als ich dann des pei anderthalb hundert metzen von Contzen Schilher von Virnsperg und Fritzen Snürer zu acht und neun pfenning ein metzen gekauft und do ligent hab.
[50^a] Von zigel, maurrer und dachstein.
Do pei so soll sich ein paumeister versehen mit allerlai zigel und der ein zimlich nottorft pei im ligent haben, ob ichtzit fur viell, das er mit zigelen geschickt sei und sunderlich mit tach zigeln. und wie der kauf nach altem herkomen und ietzunt ist, steet hernach geschriben.
Item fur ein tausent maurrer stein, gewelbstein, hacken, zigel und preis neun und zehen pfunt nach altem herkomen. aber ietzunt nachdem das holtz teurer ist kost ein tausent zwelf, dreizehen pfunt alt und viertzehen pfunt, auch sibentzehen pfunt alt, wenn man sie einem herein fürt.
Fur ein tausent dach zigel, geschlossens werck, hocken und preis viertzehen pfunt alter; ietzunt muß man fur ein tausent achtzehen pfunt alt geben.
Fur ein tausent flacher dach zigel achtzehen und zweintzig pfunt, die sein aber sere abgangen.
Fur einen kellzigel siben pfenning und fur einen treufzigel zwen pfenning, das ist lang zeit also gewest und steen noch in dem gelt.
Item fur ein tausent gewelbstein mit segspenn geprennt in der größ als die messingslaher stein sein. zu der losung stuben siben und zweintzig pfunt alt.
Item fur ein karren fuder scherm und estrich stein acht pfenning, aber ietzunt zehen und zwelf pfenning.
Und das alles ist der kauf auf den zigel hutten on die fure. will sie aber einer gefuret haben, so muß er 45 pfenning oder mer fur ein tausent geben, darnach und ers weit gefurt will haben in der stat etc.
[50^b] Nun steet aussen an dem vorwerck des innern Frawentors oben in die stein gehawen die groß, so die maurrer und die gewelb stein, zigel stein, auch die preis und dach zigelstein haben sullen. der model und form geleichen hat man auf der Peunt von eisen und holtz gemacht, dornach die zigler vor der stat die zigel machen sullen. wo dann die zigelschawer sehen, das sie, die zigler, dem zigelwerck ab prechen und kleiner machen, so vinden sie auf der Peunt die rechten muster, darnach sie der zigler model und zigelwerck recht fertigen mugen.
[51^a] Von dem eisenwerck in dem innern schloß der festen.
Nachdem und Hanns Rumel seliger am Marckt hat gehabt ein zehenten zwischen Röttenpach und oberhalb Wendelstein, der dann vor dem heiligen reich gewident und zu lehen geet, und also herkomen ist, das ein ieder der inen innen hat, alle schloß und eisenwerck in der innern purk der vesten hie zu Nuremberg darvon pessern und in wesen halten soll, wenn und wie oft das nott geschicht. wann man aber lange zeit von dem zehenten nit gewist hat anders, dann soliche pesserung vor des Rumels haus am Marckt gescheen solt, also hat einer, genant der Steffan Feuchter, ietzunt denselben zehenten innen, als des brief in der losung stuben ligen, und auch in der stat buch am vierden plat nach dem plat, doran steet hundert neun und neuntzig geschriben. nachdem nun aber Steffan Feuchter auch abgangen ist, hab ich besant sein hauß frawen Margreth Steffan Feuchterin hinter Sebolt Rietter zu Rottenpach gesessen, die nit in abrede ist das auß zu richten und sich gutlich mit mir darumb zu vertragen, was ich umb solich pesserung des eisenwercks im schloß außgeben hab.
Derselb zehent gibt Margrethen der Steffan Feuchterin alle jar fur alle ding, als des ein brief vorhanden ist, den die Feuchterin innen hat, funf sümer korns Nuremberger maß, darumb in der Steffan Feuchter ettlichen pauren vererbt hat.
[51^b] Und ein zinsmeister soll die ding in seinem zinspuch auch beschriben haben und ein paumeister zu zeitten manen an solich gelt einzupringen, das man außgibt von dem eisenwerck im schloß und vesten.
[52^a] Von dem eisenwerck der schlosser und smide.
Es soll der stat paumeister geflissen sein, das er aufs minst ein pfunt oder zwai schinn allerlai eisens, von werckeisens, rat, deuchel, groß und klein, auch stürcz und schloß plech, auch allerlai negel groß und klein, ein sechtzig oder sibentzig tausent nagel, alles zu der stat nottorft pei im ligent hab, und das alles also einkauf und bestell so er nechst mug, nachdem man der stat schlosser und schmid alles eisen zu der stat arbeit geben muß darzu. so bedarf man des jars auch vill und mancherlai nagel zu der stat nottorft. so ist ein gewelb hinten unter dem rathaus mit dem N bezeichent, dorzu der stat paumeister und schaffer den schlüssel haben, darinnen man solichs news eisen und nagel hat zu der stat nottorft; was aber von altem eisen ist das hat man auf der Peunt in einer sundern kamer.
Bestellen soll auch der stat paumeister einen guten schlossermeister, der wol arbeitten kun, auch geschickt sei mit guten und getrewen knechten und einen bescheiden redlichen lön neme, und der sich auch sunst nit vil ander arbeit under fahe, dormit er der stat arbeit dester paß gewarten müg, alsdann ietzunt meister Ulrich Hufnagel, schlosser, pei zweiunddreissig jaren getan hat und noch thut.
Darpei soll der stat paumeister bestellen einen guten schmit, der zu allerlai grober arbeit geschickt sei, als wegen, kerrn und ander der stat nottorft wiß zu machen, und auch getrewlich mit der stat eisen, das man einem unter die hent gibt, umbgee, und ein bescheiden lon neme, alsdann Contz und Michel die Zincken gepruder pei sant Claren pei vierunddreissig jaren gethan haben und noch thun.
So gibt ein paumeister der stat slosser und schmit alles eisen- [52^b] werck selber, also das sie allein ir arbeit dorauf legen, was zu der stat nottorft gehort etc. doch soll der schlosser noch schmit nichtz machen, abprechen noch anschlagen on laub und wissen eines paumeisters und schaffers, alles ongeverlichen.
Auch soll ein paumeister alle goltvasten oder so oft des not thut mit der stat schlosser rechen. alsdann soll der schlosser geschriben geben einem paumeister, was er gemacht hab sider der nechsten rechnung und wohin das komen oder angeschlagen worden sei, auch was oder wie vill eisens zu ieder arbeit komen sei ongeverlichen. was dann der schlosser also arbeit und macht, das soll er alles zeichen mit einem stampf, do Nuremberg auf steet, den im ein paumeister machen soll lassen auf das, das man wiß, das soliche arbeit der stat zu gehöre. nun hat soliche arbeit alle kein gesetzten noch bestimpten lon anders dann, das sich ein paumeister mit sampt dem schaffer selber muß dorein richten nach dem pesten, dann der arbeit ist vill und mancherlai etc. als das in meinen büchern geschriben stet, was ich im fur sein arbeit gerechent und geben hab.
Nun des gleichen soll ein paumeister mit der stat schmit auch halten, und der schmit hinwider mit einem paumeister alle rechnung, und mit dem zeichen auf alle ding etc. die dann zeichens werd sein.
Mer so ist allen schlossern und iren gesellen hie auf dem hantwerck verpotten, das ir keiner an der stat thoren, thurnen, kremen, gewelben und an alle dem, das der stat zinst oder zugehoret, nichts machen sullen, groß noch klein, und sunderlichen an schlossen und schlusseln etc. dann allein der stat schlosser, der dann von einem paumeister darzu bestelt ist, soll das machen. doch soll derselbe stat schlosser dennoch [53^a] nichtz machen, weder er noch sein knecht, zu oder an der stat arbeit, on laub auch wissen und willen eines paumeisters, alles ongeverlichen.
Wo aber ein paumeister als vill oder nöttige arbeit zu machen hett, so mocht er woll einem anderen schlosser oder schmit auch etwas zu machen geben oder machen lossen, also das man an einen mann oder zwen nit gepunden ist.
So hab ich das werckeisen kauft das groß ie ein pfunt umb sechsundzweintzig guldein reinisch, und das rateisen ein pfunt umb sibentzehen guldein reinisch, und ein pfunt groß deuchel eisens umb neununddreissig und viertzig guldein reinisch, und ein pfunt deuchel des klein eisens umb sechsundzweintzig guldein reinisch und ein zentner stabeisens und löbnisch eisens umb ailif und zwelf pfunt alt etc. stürcz plech zu schlossen ein zentner umb sechtzehen pfunt, und dopei ein pfunt stahels.... pf., groß eisen stangen sibentzehen schuch lang dreier finger preit eines fingers dick zu viertzehenhalb pfunt alt ein zentner zu der losungstuben.
Die pünnagel hab ich ie kauft zu viertzehen, funftzehen und 15-1/2 pfenning ein hundert, und die halb oder spangen negel zu 10-1/2 und zwelfthalben pfenning. nachdem aber eisen aufschlecht, hab ich die pünnegel woll kauft zu sechtzehen, sibentzehenhalb und achtzehen pfenning und die halb nagel zu zwelf pfenning ein hundert etc. was man dann sunst grosser oder kleiner negel bedarf, die loß ich selber schmiden von der stat eisen hie ein schmit.
[53^b] Es hat des schlossers arbeit kein bestimpten noch gesetzten lon als voren steet, also das sich ein paumeister selber dorein richten muß. ich hab im bezalt fur rören, püchsen zu dem schön prunnen, die er macht von seinem eisen, ie 35 pfenning fur eine, und fur ein setzpüchsen 20 pfenning; hat man vor jaren fur eine 24 und achtundzweintzig pfenning und fur ein setzpuchsen achtzehen pfenning geben. so gib ich im von einer seg zu feillen funf pfenning und von einem schlechten schlussel zu machen sechs pfenning. so lest ime der schlosser uber sechtzig pfenning oder dreu pfunt alt nit ab prechen an seiner rechnung.
Nun wenn ein paumeister also rechent mit dem schlosser, so gibt ein paumeister des schlossers knechten fur ein trinckgelt ie von einem pfund alt ein haller oder von einem pfund novi zwen pfenning ongeverlich, dann des schlossers knecht sere lauffen mussen mit klein dingen oft zu pesseren und an zu schlahen an manchen enden. darnach die rechnung ist, darvon gibt der schlosser des paumeisters eehalten zwen oder drei groschen trinckgeltz, darnach auch die rechnung ist.
Auch wenn ein paumeister dann mit dem schmid rechent, gibt man sein knechten von zweien pfund alten ein haller oder von einem pfunt novi ein pfenning oder drei haller trinckgeltz, dorein muß sich ein paumeister richten; aber an seiner rechnung lest er im nit ein pfenning abprechen der ietzig schmit.
Mer so hat des smits arbeit, als Contz und Michel die Zincken ettwen vill jar her an der stat arbeit gemacht haben, in etzlichen stucken ein gesetzten lon gehabt, als hernach steet:
[54^a] Vom ersten einen newen nideren wagen mit aller seiner zugehorung zu beschlahen vierdhalbs oder vier pfunt alt; ist ein newer wagen aber mit altem eisen beschlagen, hat man geben zwai pfunt alt.
Von einem newen druhen karren zu beschlagen 35 und viertzig pfenning.
Von einem newen schüt karren zu plechen und die rat zu pinden 32 pf.
Von einem newen stein karrn zu beschlahen viertzig und funfundviertzig pf.
Von einem newen rade zu beschlahen zwelf und funftzehen pf.
Von einem newen pflaster hamer zu machen viertzehen pf.
Von einem pflaster schlegel zu stecheln zwelf und viertzehen pfenning.
Von einem perck eisen und steinext öer zu stecheln acht und 10 pfenning.
Von einem pflasterhamer und störchsschnabel desgleichen zu stecheln acht und zehen pfenning.
Von einer püchsen zu einem pflaster stössel new zu machen 20 pf.
Von einer radwer an das rat zu beschlagen acht pfenning.
Von einer sleipfenketten und ortscheit zu beschlahen siben pfenning.
Von einer newen kellen sechs pf.
Von einem schellhamer zu stechelen sechs pf.
Von einem schuch an einem eichen pfoll vier pf.
Von einem steinkeil zu schweissen drei haller und 2 pf.
Fur ein lumer ein haller und ettlich zu dreien hallern.
Von hundert spitzen den steinmetzen zwelf pfenning und auch 13 pf.
[54^b] So soll der schmit einem paumeister auch alleweg geschriben geben was er gemacht hab sider der nechsten rechnung als der schlosser thut etc. und soll auch nichtz machen on wissen eines paumeisters und schaffers.
So hab ich ein jar her mussen haben pei zweintzig tausent spitzen den steinmetzen.
Item nachdem und meister Ulrich Huffnagel, der stat schlosser, in dem sechsundsechtzigisten jar abgangen ist, hat er mir vor in seinem leben und kranckheit gesagt und angezaigt auf mein begeren Jorgen Beireutter zu der stat schlosser zu nemen, darmit sei die stat versehen vor allen anderen. demnach hab ich den genomen. aber des lons halben ist er nit als gleich als der Huffnagel seliger. das alles in mein bücheren und sein rechnung gesehen wirt, dann des so mancherlai ist, das man des jars machen und pesseren muß, das es alles zu lank were do her zu schreiben.
Auch hab ich geben dem smit von Alttorf fur ein segplat von der stat eisen acht pfunt alt.
Item ich hab auch geben hie dem schersmit auf dem Newenpaw, meister Hannsen von Hohenstat, ie fur drei segpletter dreissig und auch viertzig pfunt alt von seinem eisen, und von einem segplat zu richten uber ruck sechsthalbs pfunt alt.
Item ein pogenschloß zu den gassenketten funf gross, oder siben schloß fur ein guldein reinisch von der stat eisen.
[55^a] Auch nachdem und Kuntz und Michel die Zincken geprüder und schmit bei sant Claren gesessen abgangen sein, hab ich sider allerlai machen lossen den Peter Schmidt, auch doselbst bei sant Claren gesessen, der aber auch des lons wie vor steet von allen stucken nit nemen will, nachdem die kollen tewer sein, also das ich mit im uberkomen muß wie ich mag, als man das dann vindet in meinen bücheren und registeren an seinen rechnungen.
So hab ich im geben ie von einer klafter der newen gassenketten von der stat eisen zu machen sibenunddreissig pfenning, und von einer ketten an zu schlahen und zu hencken in stein und holtzwerck mitsampt den kloben und hocken, die zu einer ketten gehoren, von der stat eisen darzu zu machen, sie sei lanck oder kurtz, ie von einer ketten zu hencken funfundviertzig pfenning. so hat er ie auß einem zentner stabeisens, den ich umb ailf und zwelfthalb pfunt alt von dem Kressen an der Lauffergassen kauft, gemacht bei vier klafter ketten; und derselben gassenketten hat er gemacht in kürtz, die man angeschlagen hat, hundert und einundachtzig klafter.
[55^b] Von dem wagner.
Mer soll ein paumeister bestellen und sein abrede haben mit einem wagner, der zu der stat nottorft mach, wes dann nott sei, als dann ietzunt einer, genant meister Jorg, in das 27 jar getan hat und noch thut, und sitzet bei sant Claren neben der stat Peunt. und nach altem herkomen so haben seine dink vast ein gestimpt gelt was er macht; wiewol er ietzunt claget nachdem, das eichen holtz ser theur ist, so hat er mich doch nit gehöcht und ist das der alt lon.
Item von nideren wagen, steinkaren, truhen und schütkeren reder, ie von einem rat funfunddreissig und viertzig pfenning.
Von einem newen truhen karen on die reder, darzu man im die pretter gibt 60 pf.
von einem newen truhen karrn mit reder und allen dingen 5 pfunt alt.
von einem hinter grossen waltpflug gestelle dreu pfunt alt 2 pf.
von einem stein karen gestelle funfunddreissig und viertzig pf.
von einem vorder wagen gestell 35 pf.
von einem gestell zu einem nidern einrussen wagen 42 pf.
von einer leitter auf ein nider wagen drei grosch.
von einem newen nideren wagen mit aller zugehorung acht pfunt alt.
von einem wetter zu einem wagen 15 pf.
von einer ext ein zulegen 12 und 13 pf.
von einer deichsel einzulegen 12 pf.
von einem newen paumen in schüt und truhen kerren 12 pf.
von einer felg in ein alt rate einzulegen 6 pf.
[56^a] von einem kipfstock 6, 7 und 8 pf.
von einer schall 6 und 7 pf.
von einer lenckwit 7 pf.
fur einen kammer wagen leitterlein 14 und 16 pf.
von einem stössel den pflasterern 15 pf.
von einem karren zu pessern 7 pf.
von einem rate zu verzwicken 4 pf.
von einer speichen ein zulegen 2 pf.
von einer kipf oder helb etc. 3 haller.
fur ein wagen wag mit zweien ortscheitten 9 pf.
fur ein einlutz ortscheit 2 pf.
von funf hundert speichen auß zu hawen von der stat holtz, von hunderten sibenundzweintzig pfenning.
Warzu dann ein paumeister der stat wagner das holtz gibt, so soll der wagner so vil dester minder lons nemen, dann der vorgeschriben lon ist fur holtz und arbeit.