Durch Massailand zur Nilquelle
Part 37
Fig. 10, 14, 29 _Planorbis Sudanicus_ =v. Martens= _var. magna_ =Stur=. (Manyara-See.)
Fig. 13, 17, 23, 25 _Paludina nov. sp.?_ (Manyara-See.)
Fig. 15, 26 _Succinea Baumanni_ =Stur=. (Kagera-Nilquellgebiet.)
Fig. 16, 27 _Paludina unicolor_ =Oliv.= _nov. var.?_ (Kagera-Nilquellgebiet.)
Fig. 18, 28 _Grandidieria insignis_ =Ancey= (?). (Tanganyika-See.)
Fig. 19, 24 _Rumella nov. sp.?_ (Tanganyika-See.)
Fig. 30, 34 _Mutela nov. sp.?_ (Victoria-See.)
Fig. 31, 35 _Grandidieria nov. sp.?_ (Tanganyika-See.)
Fig. 32 _Lanistes affinis_ =Smith= _var. Manyarana_ =Stur=. (Manyara-See.)
Fig. 33 _Ampullaria Gordoni_ =Smith=. (Victoria-See.)
Fig. 36, 37 _Limicolaria rectistrigata_ =Smith= _var. minor_ =Stur=. (Umgebung des Victoria-Sees.)
Fig. 38 _Spatha Hartmanni_ =Stur=. (Grumeti-Bach.)
Fig. 39 _Spatha Martensi_ =Stur=. (Ngoroïne-Bach.)
IV. Insekten aus Deutsch-Ostafrika.
I. Lepidopteren.
Von •H. Rebel• und •A. Rogenhofer•.
Schon bei seinen früheren Expeditionen hatte Herr Dr. Baumann auf das Sammeln von Lepidopteren seine besondere Aufmerksamkeit gerichtet, welche diesmal noch dadurch eine Steigerung erfuhr, dass der Expeditions-Soldat Hamissi hadim Mirari und sein Schüler Katilfil hadim Munyikombo mit dem Fange von Schmetterlingen durch Dr. Baumann beauftragt wurden, und diesem Auftrage auch in reichem Maasse nachgekommen sind.
Die Anzahl der von dieser Expedition mitgebrachten Lepidopteren übersteigt demnach auch weitaus alle bisher in diesen Gebieten gemachten Ausbeuten, da mehr als 4000 Stücke vorliegen. Dieselben umfassen Formen aus allen nördlichen Küstengebieten von Deutsch-Ostafrika, dem Massailande, Unyamwesi und der Umgebung des Victoria- und Tanganyika-See.
Wenn trotz dieser beträchtlichen Stückzahl die Zahl der Arten in der Ausbeute eine relativ sehr geringe ist und erst nach Sicherstellung einiger zweifelhaft gebliebener Formen 200 übersteigen dürfte, so hat dies seinen Grund einerseits in der schon oft erwähnten faunistischen Gleichförmigkeit der ostafrikanischen Gebiete und andererseits in dem Umstande, dass regelmässig Eingeborne, also nicht Fach-Entomologen, als Sammler thätig sind. Immerhin bildet die vorliegende lepidopterologische Ausbeute aus den von Dr. Baumann betretenen Gebieten, worunter namentlich das Bergland Urundi und das Quellengebiet des Kagera-Nil die entomologisch meist versprechendsten zu sein scheinen, insbesondere auch durch die von Dr. Baumann persönlich beigesetzten genauen Fundortsangaben, einen sehr werthvollen Beitrag zur Lepidopterenfauna Ost-Afrika's und bestätigt bei vielen Arten neuerlich die grosse Uebereinstimmung, welche in der Fauna aller tropischen Theile Afrika's herrscht.
An neuerer lepidopterologischer Literatur für die afrikanischen Tropengegenden erwähnen wir:
1. =Dr. Pagenstecher=, Arnold: »Lepidopteren, gesammelt in Ostafrika 1888/89 von Dr. Franz Stuhlmann.« Mittheil. aus dem Naturh. Mus. in Hamburg X, 1892, p. 1-56. (Jahrb. der Hamb. Wiss. Anst. X, p. 207-262.)
2. =Dr. Karsch=, F.: Tagfalter -- Lepidoptera Rhopalocera -- von Adeli (Hinterland von Togo, Westafrika). Berl. ent. Zeitschr. 38. Bd., 1893, p. 167-266, Taf. V, VI.
3. =Oberthür=, Charles. Etud. d'Entom. 17. Livr., 1893. Lepidopt. d'Afrique, p. 17-33, pl. I-III.
4. =Trimen=, Roland: »On Butterfl. collect. in Tropic. South-west Africa by Mr. A. W. Eriksson.« Proc. Zool. S., Lond. 1891, p. 59-107, pl. VIII, IX.
Auf die beiden erst genannten Publikationen haben wir mit Rücksicht auf die darin enthaltenen zahlreichen Literaturangaben in dem nachfolgenden Verzeichnisse thunlichst Bezug genommen.
=Wien=, im Dezember 1893.
Rhopalocera. -- Papilionidae.
1. _Papilio Leonidas_ F. Trim. South Afr. B. III, p. 211; Karsch l. c. p. 238. Mehrere Exemplare von Usega, Unyamwesi, Iguri, Ussongo, Tabora.
2. _Papilio Pelopidas_ =Oberth=. Etud. IV, pl. V, Fig. 1. Nur ein Exemplar aus der Umba Nyika.
3. _Papilio Philonoë_ =Ward=. Mouth. Mg. X (1873), p. 152. Ein ♂ aus der Umba Nyika (Leon).
4. _Papilio Jacksoni_ =Sharpe=. Pr. Z. S., Lond. 1891, p. 188, pl. XVII, Fig. 1 (♂), 2 (♀). Zwei ♂ von den Missosi ya Mwesi bei Imbo Urundi stimmen vollständig mit Jacksoni Sharpe und unterscheiden sich von der Abbildung des Echerioides Trim. (Trans. Ent. Soc., Lond. 1868, pl. VI, Fig. 1) durch die schmälere Fleckenbinde der Vrdfl. und die bedeutend weiter wurzelwärts gerückte Fleckenreihe vor dem Saume der Hntfl. Zoroastes Druce (Monthl. Mag. XIV, p. 226), welche Art vielleicht mit Homeyeri Plötz (Stett. ent. Z. 1880, p. 306) zusammenfällt, hat eine andere Stellung der Apicalflecken in der Vrdflbinde.
5. _Papilio spec._ bei Cynorta F. Ein auffallend kleines ♂ von Mutyek mit nur 67 mm Exp. kann zufolge der sehr schmalen Fleckenbinde der Vrdfl. und der auf der Unterseite der Hntfl. braun verdusterten Mittelbinde nicht mit Cynorta vereint werden.
6. _Papilio Constantinus_ =Ward=. Oberth., Etud. III, pl. 1, Fig. 1. Vier Exemplare von Ussure und Umba.
7. _Papilio Cenea_ =Stoll=. Trim., South. Afr. B. III, p. 243. Zwei ♂ von Balangda und Imbo Urundi; letzteres stimmt vollständig mit Tibullus Butl. (Aid f. ident. II, pl. 139, Fig. 1) überein. Von zwei ♀ gehört das eine von Balangda der Form Merope Doubl. (Trim., Trans. Linn. Soc. XXVI, pl. 43, Fig. 1), das andere von Ussuri der Form Trophonius Westw. (Trim. l. c., Fig. 5) an.
8. _Papilio Demoleus_ L. Pagenst. l. c., p. 8; Karsch l. c., p. 239, N. 169. In grösserer Zahl, wie es scheint, auf allen Stationen angetroffen.
9. _Papilio Nireus_ L. Karsch l. c., pag. 239, N. 171. In geringer Anzahl von Mutyek, Iraku.
10. _Papilio Phorcas_ =Cr.= Nur 2 ♂ von Ngoroïne und Mutyek.
11. _Papilio Antheus_ =Cr.= Trim., South Afr., B. III, p. 205. In Mehrzahl von Usegua, Ussure, und W.-Unyamwesi.
12. _Papilio Porthaon_ =Hew.= Exot. Butt. III, pl. 2, Fig. 21, 22; Trim., South Afr., B. III, p. 207. Eine geringe Anzahl nur theilweise gut erhaltener Stücke von Usegua.
13. _Papilio Colonna_ =Ward=. Trim., South Afr. Butt. III, pl. XI, Fig. 5, p. 209. Nur zwei Exemplare von Usegua.
14. _Papilio Corrineus_ =Bert=. Corinneus Trim., South Afr., B. III, p. 217. Wie es scheint in fast ebenso weiter Verbreitung als _Papilio Demoleus_ L.
Pieridae.
15. _Eurema Senegalensis_ B. Pagenst. l. c., p. 12; Karsch l. c., p. 235, N. 157. In Anzahl über den grössten Theil des besuchten Gebietes verbreitet.
16. _Eurema Floricola_ B. Mab. Faun. Madag., pl. 31, Fig. 5. Unter der vorigen Art einzeln vorkommend.
17. _Eurema Pulchella_ B. Pagenst l. c. p. 13; Mab. l. c. pl. 31, Fig. 2; Rahel Snell Tijds. 1872, pl. I. In ziemlicher Anzahl namentlich von Katoto und Manyara. Einzelne Stücke stimmen vollkommen mit Caffra Feld. überein, welche kaum davon zu trennen ist.
18. _Eurema Hapale_ =Mab=. Faun. Madag. pl. 32, Fig. 6, 7. Nur wenige Stücke von Usukuma und Usinja.
19. _Eurema Brigitta_ =Cr.= Pagenst. l. c. p. 12. Eine Anzahl Stücke von Meatu, Ururi, Ruanda, Usukuma etc.
20. _Pontia Alcesta_ =Cr.= Pagenst. l. c. p. 11; Xiphia Karsch l. c. p. 231. Nur wenige Exemplare von Usinja und Usige (Tanganyika).
21. _Mylothris Agathina_ =Cr.= Eine Anzahl Stücke von Meatu, Katoto, Ussui, Usukuma. Die ♀ in Minderzahl.
22. _Mylothris Mackenziana_ =Sharpe= Proc. Zool. Soc. Lond. 1891, p. 190, pl. XVI., Fig. 5. Eine Anzahl Stücke von Ussui, Uyogoma, Usinja und Urundi stimmen vollständig mit der Beschreibung und Abbildung dieser von Kavirondo bekannt gemachten Art überein.
23. _Mylothris Orbona_ =Hb.= Einige wenige Stücke von Mutyek und Ussui weichen etwas ab.
24. _Mylothris Saba F. var. Epaphia_ =Mab.= Fn. Madag. pl. 36, Fig. 5. Wenige Stücke von Balangda, Ikoma, Umba Nyika und Kisuani.
25. _Mylothris Caere Feld._; =Rghfr.= Ann. k. k. Naturh. Hof-Mus. IV. Bd. p. 550 nota. Nur zwei ♂ von Ikoma stimmen mit der Type ganz überein.
26. _Pieris Gidica_ =God.= In sehr grosser Zahl von fast allen besuchten Stationen.
27. _Pieris Mesentina_ =Cr.= Ebenso zahlreich und verbreitet wie die vorige Art.
28. _Pieris Severina_ =Cr.=; Pagenst. l. c. p. 10. Abermals in grosser Zahl von fast allen Stationen. Sehr variabel.
29. _Pieris Johnstoni_ =Crowley=. Trans. ent. Soc. Lond. 1887, p. 35, pl. III., Fig. 2. Eine Anzahl von Exemplaren von Sirwa, Serengeti, Urundi, Ngorongoro und S. Ruanda.
30. _Belenois Raffrayi_ =Oberth.= Etud. III., p. 17, pl. 1, Fig. 3. Sechs Exemplare von Mutyek stimmen gut mit der Abbildung und Beschreibung von Raffrayi überein, nur dass sie auf der Unterseite der Hntfl. am Ende des Costalrandes noch einen von Oberthür nicht erwähnten kleinen orangegelben Fleck zeigen. Letzteres Merkmal findet sich bei der gewiss sehr nahestehenden Margaritana Sharpe (Pr. Z. S. Lond. 1891, p. 191, pl. XVI., Fig. 4), welche vielleicht als kleineres und heller gefärbtes ♀ (Sharpe giebt wie gewöhnlich das Geschlecht nicht an) zu Raffrayi gehört.
31. _Belenois Thysa_ =Hopffr.= Nur wenige aber typische ♂ von Kisuani und Usambára.
32. _Belenois (Thysa Hpfr. var.)_ =Balangensis nobis.= Eine Reihe sehr gut erhaltener ♂ vom Balangda unterscheidet sich von den vorerwähnten typischen Stücken der Thysa Hpffr. durch geringere Grösse (47-54 mm Exp.), stärkere Ausbreitung des orangerothen Basalfleckes auf der Unterseite der Vrdfl., und namentlich durch den Mangel einer gelben Färbung des Apicaltheiles daselbst. Diese Form steht auch der westafrikanischen Welwitschii Rghfr. (Ann. d. k. k. Naturh. Hof-Mus. IV. Bd., p. 548, pl. 23, Fig. 2) sehr nahe, ist aber davon durch geringere Grösse, Mangel jeder dunklen Flecken-Zeichnung am Schlusse der Mittelzelle auf Ober- und Unterseite der Hntfl., durch lebhafter gelbe (zuweilen aber auch weisslich werdende) Unterseite der Hntfl. und besonders auch durch das Auftreten des lebhaft orangegelben Basalfleckes auf der Unterseite der Vrdfl. verschieden.
33. _Callosune Jone_ =God.= In Anzahl von den meisten Stationen im männlichen Geschlechte, jedoch nur ein ♀ von Umba Nyika.
34. _Callosune_ =spec.= In Mehrzahl im männlichen Geschlechte mit der vorigen vorkommend, durch die auf Ober- und Unterseite der sonst zeichnungslosen Hntfl. scharf schwarz gefärbten Rippen verschieden. Die Unsicherheit der Bestimmungen in dieser Art Gruppe ist sehr gross (cfr. Pagenst. l. c. p. 15).
35. _Callosune Anax_ =Butl.=; Grose Smith & Kirby Rhop. Exot. I., Callosune 1 p. 2, pl. 1, Fig. 5-8. Ein schönes Pärchen, das ♂ aus der Kilimanjaro-Niederung, das ♀ von Umba Nyika.
36. _Callosune Bacchus_ =Butl.= Grose Smith & Kirby l. c. p. 1, Fig. 1-8. Mehrere ♀ von Simangiro, Elmarau, Kisuani und Katoto.
37. _Callosune Antevippe_ B. Pagenst. l. c. p. 15. In geringer Zahl von Serengeti, Ngoroïne, Umba, Elmarau.
38. _Callosune Bisfasciata_ =Sharpe.= Aid to the identif. II., pl. 189, Fig. 2. Ein einzelnes ♀ von Umba Nyika.
39. _Callosune Buxtoni_ =Westw.= (Oates pl. E., Fig. 7, 8.) Ein sehr grosses ♂ von Meatu kann nur fraglich hierher gezogen werden.
40. _Callosune Celimene_ =Luc.=; Amina Hew., Stgr. Exot., Taf. 23. Ein halbes Dutzend Exemplare von Kiwaya und Meatu.
41. _Callosune Pallene_ =Hopffr.= Eine Reihe von Stücken von Usukuma und Meatu scheinen hierher zu gehören.
42. _Callosune Auxo_ =Luc.= (gelbe Form). Zahlreiche Stücke beiderlei Geschlechtes von fast allen Stationen.
43. _Callosune Evarne_ =Klug.= (weisse Form). In geringerer Zahl als die vorige, namentlich aus den Kilimanjaro-Niederungen und von Meatu.
44. _Callosune Hildebrandtii_ =Stgr.= Rghfr., Usambára 1891, p. 329 ♀. Eine geringe Zahl von Stücken beiderlei Geschlechts von Kisuani, Umbugwe, der Umba Nyika und Meatu.
45. _Callosune Achine_ =Cr.= Ein einzelnes ♀ von Mwansa.
46. _Callosune Miles_ =Butl.= In Anzahl aus den Kilimanjaro-Niederungen Elmarau, Balangda, Usukuma, Sogonoi und Meatu.
47. _Callosune Gavisa_ =Wallgr.= Zwei ♀, eins aus den Kilimanjaro-Niederungen, das andere, bedeutend kleiner, von Katoto.
48. _Callosune Trimeni_ =Butl.= Zwei ♂ vom Nyansa; ein wahrscheinlich hierher gehöriges ♀ aus den Kilimanjaro-Niederungen.
49. _Callosune Omphale_ =God.= Wenige Stücke von Katoto und Simangiro.
50. _Callosune Pseudacaste_ =Butl.= Ein ganz frisches ♂ von Usige.
51. _Idmais Eris_ =Klug.= Aid to the ident. II, pl. 143, Fig. 3. ♀ In Anzahl in beiden Geschlechtern namentlich von Meatu, Serengeti, Katoto, Elmarau und Kiwaya.
52. _Idmais Protomedia_ =Klug.= Nur zwei Stücke aus den Kilimanjaro-Niederungen und von Kisuani.
53. _Idmais Halymede_ =Klug.= Nur wenige Stücke von Ngoroïne, Kilimanjaro-Niederungen, Kisuani und Sogonoi.
54. _Idmais Aurigineus_ =Butl.= In Anzahl von Kisuani, Umba Nyika, Simangiro, Manyara, Kilimanjaro-Niederungen.
55. _Idmais Dynamene_ =Klug.= In geringerer Zahl von Katoto und Mwansa.
56. _Idmais Vesta_ =Reiche.= Ein ♂ von Umba Nyika und ein ♀ von Kisuani.
57. _Colias Electra_ L. Eine Anzahl Stücke von Mwansa, Katoto, Ngoroïne, Urundi (Nilquelle) und Serengeti. Darunter auch ein weisses ♀ von Ngoroïne.
58. _Herpaenia Eriphia_ =God.= Stgr. Ex. Taf. 18. ♀. Eine Anzahl Stücke von Meatu, Balangda, Sogonoi, Manyara etc.
59. _Eronia Leda_ =Dbld.=
60. _Eronia Cleodora_ =Hb.= Pagenst. 1. c. p. 16. In grosser Zahl, abermals wie die Vorige besonders häufig von Meatu. Die Stücke gehören der grösseren Varietät _Erxia Hew._ an.
61. _Eronia Buguetii_ B. In Mehrzahl von Elmarau, Nyarasa, Umba Nyika und aus den Kilimanjaro-Niederungen.
62. _Catopsilia Florella_ F. Pagenst. 1. c. p. 13; Karsch 1. c. p. 223. Eine grosse Stückzahl dieser weit verbreiteten Art. Die ♀ in Minderzahl.
Danaidae.
63. _Danaus Chrysippus_ L. In grosser Zahl von fast allen Stationen.
64. _Danaus Dorippus_ =Klg.= Ebenfalls zahlreich, doch nur von wenigen Fundorten, namentlich Umbugwe.
65. _Tirumala Petiverana_ =Dbld.= Karsch l. c. p. 201, N. 84; Pagenst. l. c. p. 17 (_Danais Limniace_ =Cr.=). Nur drei Stücke von Umbugwe.
66. _Amauris Haningtoni_ =Butl.= Ein Exemplar (♂) von Kisuani.
67. _Amauris Gabunica_ =Auriv.= Ent. Tidskrift 1881, p. 39. Zwei ♂ von Sogonoi.
Nymphalidae.
68. _Atella Phalanta_ =Dru.= In Mehrzahl von Umbugwe, Iraku, Ussui, N. Urundi.
69. _Argynnis Baumanni nob._, •n. sp.• Das Auffinden einer echten Argynnis-Art im ostafrikanischen Faunengebiete hat allerdings durch die bereits erfolgte Publikation der _Argynnis Hanningtoni_ Elwes, (Trans. Ent. Soc. Lond. 1889, p. 558, Fig.) aus dem Kilimanjaro-Gebiet seine grosse Bedeutung für die bis dahin angenommene geographische Verbreitung dieser Gattung verloren, bleibt aber immerhin noch ein faunistisch höchst bemerkenswerthes Ereigniss.
Die vorliegende Art, welche einen ganz palaearctischen Habitus zeigt, wurde auf den Missosi ya Mwesi im Imbo-Urundi-Gebiet im September 1892 in ca. 2500 m Seehöhe in 5 Exemplaren erbeutet, worunter sich ein gut erhaltenes Pärchen befindet. Wir erlauben uns, die Art nach Herrn Dr. Oscar Baumann zu benennen.
Baumanni gehört zu den kleinsten Arten dieses Genus, steht jedoch mit keiner der Arten desselben in sehr naher Verwandtschaft. Der allgemeine Habitus, die stark aufgeblasenen Palpen, der Ursprung der zweiten Subcostalrippe (nach Schatz) genau am Schlusse der Mittelzelle der Vorderflügel, sowie die durch eine feine Querrippe geschlossene Mittelzelle der Hinterflügel sichern die Angehörigkeit der Art zum Genus _Argynnis_ F., wo sie zu Folge des fehlenden Medianspornes der Vorderflügel in die Artgruppe »_Brenthis_ Hb.«, und mit Rücksicht auf die stark gestutzte Form der Hinterflügel am besten zu _Pales_ S. V. zu stellen wäre.
Die Oberseite der kurz- und breitflügelig erscheinenden Art ist ziemlich hell und lebhaft rothgelb, der Basaltheil aller Flügel in schmaler Ausdehnung grüngrau bestäubt und nur kurz behaart. Die schwarze Zeichnung reduzirt sich auf den Vrdfl. auf fünf an den Subcostalrippen liegenden und den Anfang von Binden bezeichnenden Flecken längs des Vorderrandes, wovon nur der erste als Begrenzung des dunkeln Basaltheils gekrümmt ist, während die übrigen breiteren fast grade verlaufen. Unterhalb jedes dieser Vorderrandflecken liegt ein schwarzer Punktfleck, wodurch eine schräg gegen die Flügelspitze gerichtete Reihe solcher Punkte entsteht. Weiter findet sich noch ein solcher Punkt von gleicher Grösse zwischen Dorsale und letztem Medianast, welcher mit den beiden ersten Punkten der vorerwähnten Schrägreihe die Endpunkte eines fast gleichseitigen Dreieckes bezeichnet. Endlich ist noch eine aus 6 Punkten gebildete Querreihe vor dem Saume vorhanden. Auf dem Htfl. liegt eine Reihe grosser Punktflecke vor dem Saume (zwischen den Rippen) und finden sich nur noch im Discus die Spuren feiner (beim ♀ grösserer) schwarzer Punkte. Der Saum ist auf allen Flügeln breit schwarz bezeichnet, wodurch helle Fleckchen der Grundfarbe eingeschlossen werden, welche auf den Hinterflügeln länglich gestaltet sind. Die Rippen bleiben überall hell. Die Franzen gelblichweiss, auf den Rippenenden breit schwarz durchschnitten.
Die blassrothgelbe Unterseite des Vdfl. zeigt am Vorderrande vor der Spitze einen blassgelben, dreieckig gestalteten Apicalfleck, welcher saumwärts rothbraun begrenzt ist, woselbst die beiden letzten Punkte der Saumreihe weiss und schwarz geringt erscheinen. Sonst ist die schwarze Zeichnung der Oberseite auch hier, wenn auch schwächer vorhanden; ebenso ist der lange Vorderrandsfleck, welcher den gelben Apicalfleck wurzelwärts begrenzt in vier Punkte aufgelöst. Die blassgelbe Unterseite der Hinterflügel zeigt nach der gelben Saumlinie eine Reihe von 6, wenig glänzenden, und beim ♀ flacher gestalteten Silberflecken, welche wurzelwärts gegen Innen- und Vorderwinkel an eine rothbraune Färbung stossen, innerhalb welcher die hier weissgekernte Punktreihe der Oberseite liegt. Danach folgt noch eine, der obenerwähnten Punktreihe parallel verlaufende Serie unbestimmt begrenzter, rundlicher Silberflecken. Der Basaltheil zeigt in der Mittelzelle einen auswärts scharf schwarz begrenzten rothbraunen Fleck, innerhalb dessen ein kleiner runder, schwarz umzogener Silberfleck liegt. Endlich findet sich noch ein keilförmiger, auswärts rothbraun begrenzter Silberfleck an der Basis zwischen der zweiten Dorsale und Mediana. In der Flügelmitte und an der Basis liegen noch einzelne schwarze Striche meist als Begrenzung der angegebenen rothbraunen Färbung.
Fühler sammt Kolben einfarbig schwarz. Die hellgelben Palpen dicht schwarz behaart. Die Beine bräunlich. Der schwarze Körper namentlich am Thorax dicht grünlich behaart. Vdfl.-Länge ♂ 17, ♀ 16 mm, Exp. 30-32 mm.
Das kleinere ♀ ist dunkler gefärbt und zeigt namentlich die schwarze Fleckenbildung der Oberseite stärker ausgeprägt.
70. _Hipanartia Hippomene_ =Hb.= Ein Exemplar von Mutyek.
71. _Pyrameis Abyssinica_ =Feld.= Ebenfalls nur ein Exemplar von Mutyek.
72. _Pyrameis Cardui_ L. Zahlreich von verschiedenen Stationen.
73. _Junonia Crebrene_ =Trim.= Pagenst. l. c., p. 22. In Anzahl von Umbugwe, Ngoroïne, Ussui und Kiwaya.
74. _Junonia Clelia_ =Cr.= Pagenst. l. c., p. 22. In sehr grosser Zahl von fast allen Stationen.
75. _Junonia Orithya_ L. Pagenst. l. c., p. 23. In Mehrzahl, _var. Boopis_ =Trim.= von Ussui.
76. _Precis Sophia_ F. Rghfr. Ann. Naturhist. Hof-Mus. VI, p. 460. In geringer Zahl von Uyogoma.
77. _Precis Cloantha_ =Cr.= Karsch l. c., p. 176, N. 8; Rghfr., Usambára, p. 326.[32] Eine Reihe von Stücken von Usukuma, Katoto, Ngoroïne.
[32] Die bei Rogenhofer l. c. unter No. 67 angeführte Varietät _Natalensis_ Stgr. wurde irrthümlich zu _Cloantha_ Cr. statt zu _Octavia_ Cr. gesetzt, wogegen daselbst zu _Cloantha_ Cr. die Varietät _Obscurior_ Stgr. beizufügen ist.
78. _Precis Sesamus_ =Trim.= Rghfr. l. c., p. 460 (_Amestris Drury_). In sehr grosser Zahl mit fast ganz verdunkelter Hinterseite von Urundi, Ruanda, Usinja, Uha.
79. _Precis Amestris_ =Dru.= Dewitz, Berl. ent. Z. 1885, Taf. II, Fig. 4, p. 142. Ein genau mit der citirten Abbildung übereinstimmendes ♀ von Nord-Urundi.
80. _Precis Octavia_ =Cr.= Karsch l. c., p. 176, N. 7. Wenige Stücke von Umbugwe und Kisuani; zwei Stücke von Ussui gehören der _var. Natalensis_ =Stgr.= an.
Ein weiteres ♀ stimmt gut mit der Abbildung bei Trim., South Afr. I, pl. 4, Fig. 4, welches angeblich einen Hybrid vorstellen soll.
81. _Precis Taveta_ l. c., p. 460, Taf. XV, Fig. 7. Ein halbes Dutzend Stücke aus den Kilimanjaro-Niederungen und vom Balangda.
82. _Precis Pelasgis_ =God=. Einige Stücke von Ngoroïne, Süd-Ruanda, Uha und Usukuma.
83. _Precis Kowara_ =Ward.= Wenige Stücke von Ruanda und Uha.
84. _Precis Guruana_ =Rghfr.= Lebhaft gefärbte Stücke von Ngoroïne.
85. _Precis Petersii_ =Pagenst.= (non Dewitz) l. c., p. 23, N. 42. Mehrere Exemplare von Umba Nyika, Usige, Katoto gehören zweifellos zu der von Pagenstecher unter _Petersii_ verstandenen Form.
86. _Precis Tugela_ =Trim.= South Afr., B. Vol. I, pl. 4, Fig. 5, p. 241. Zwei Pärchen von Süd-Ruanda, wovon die ♂ auf der Oberseite mit lebhafterer rother Binde als die ♀.
87. _Precis Archesia_ =Cr.= Wenige Stücke von Nord-Urundi, Süd-Ruanda und Uyogoma.
88. _Precis Artaxia_ =Hew.= Einige Stücke von Uha.
89. _Precis Elgiva_ =Hew.= Von Ngoroïne, Ikoma, Sogonoi, aus den Kilimanjaro-Niederungen in grosser Zahl.
90. _Precis Natalica_ =Feld.= Von Katoto, Urundi, Uha, Urambo.
91. _Precis Monroviana_ =Stgr.= Eine Reihe von Stücken von Uha gehören wohl hierher.
92. _Crenis Rosa_ =Hew.= Month. Mag. XIV, p. 82. Trim., South Afr. Butterfl. III, p. 403 (= _Pechuelii_ Dewitz). Einige wenige Stücken von West-Unyamwesi und Ussui.
93. _Crenis Concordia_ =Hopffr.= Nur zwei schlechte Stücke von Ussui.
94. _Crenis Boisduvali_ =Wallengr.= Trim., South Afr. Butt. I, p. 252, Taf. 5, Fig. 2, 2a. Ein ♂ von Uyogoma, ein wahrscheinlich dazu gehöriges ♀ von Uha.
95. _Palla Varanes_ =Cr.= Auriv., Ent. Tidskrift 1891, p. 216 (_Vologeses_ Mab.). Wenige Stücke von Mwansa und Ufiomi.
96. _Charaxes Pelias_ =Cr.= _var. Saturnus_ =Butl.= Stgr., Ex. Tgfl., Taf. 58. Nur zwei ♂ von Ussui und Ussure.
97. _Charaxes Pollux_ =Cr.= Abermals nur vier ♂ von Nord-Urundi.
98. _Charaxes Neanthes_ =Hew.= Ein einzelnes ♂ von Serengeti.
99. _Charaxes Gruderiana_ =Dewitz.= Wenige Stücke von Ussure und Sogonoi.
100. _Charaxes Zoolina_ =Dbl.= Einige Stücke von Kisuani und Umbugwe.
101. _Charaxes Eupale_ =Dru.= Karsch 1. c., p. 192, N. 61. Ein Exemplar von Nord-Urundi.