Die Sebalduskirche in Nürnberg

Part 27

Chapter 273,027 wordsPublic domain

Auf vorstehendes Schriftstück beziehen sich offenbar die beiden in dem Akt befindlichen und mit den Nummern 4 und 5 versehenen Zeichnungen. Nr. 4: »Gang auf s. Sebald schlag turn«; etwa 1 : 10; Zeichnung einer halben Seite des Ganges. Nr. 5: Durchschnitt des Ganges mit Maßangabe; etwa 1 : 20; in entsprechender Größe liegt dieser Zeichnung die eines Geländerquadrates mit Ornament bei. Unter der großen Zeichnung: »Item die zwo seiten des gangs auf sant Sebalts schlag durn ein jede gegen aufgang und nidergang ist die leng 26 stadtschuh weniger 3 zoll. Item die andern zwo seiten gegem mittag und miternacht ist ein jede 25 stadtschuh lang weniger 3 zoll«.

Bei beiden großen Zeichnungen ist auf jedes Eck des Geländers eine Kugel von dem Durchmesser der Geländerstärke (= 10") gezeichnet.

1571: Unvollendetes Schriftstück. Cuntz Helzner, Parlier und Steinmetz, besichtigt am 5. Januar das »gelen[der]« des Schlagturms.

1591, 4. Sept. Besichtigung des Schlagturmes. Dach über den Schlagglocken schlecht infolge des Hereinregnens ist das Gebälk angefault. Der Schlot ebenfalls »bußwirdig«.

M. Mathes Herdegen schlägt das Rüsten und die Ausbesserung des Schlotes (abgesehen vom Dach und Gebälk) auf etwa 20 fl. an.

1609, 13. Mai: Besichtigung des Sebalder Schlagturmes: Die Dachbleche oberhalb der Schlagglocke waren sehr löcherich und bußwürdig, sodaß durch den eingedrungenen Regen das Gebälk angefault war. Auch die drei Sonnenuhren an den drei Seiten wurden für schlecht befunden, sie waren »sehr abgewaschen und verdunkelt, daß die zal und stunden nicht wol mehr daran zue sehen«; es wurde vorgeschlagen, die Uhren mit Ölfarben zu »verneuern«.

Durch Ratsverlaß vom 18. Mai wurde die Ausbesserung des Dachstuhles und die Verneuerung der Sonnenuhren mit Ölfarbe befohlen.

1613, 8. Jan.: Ratsverlaß: »Uff das mündlich fürbringen, daß ein nagel, damit die knopffstangen an dem einen turn gegen der wag zue s. Sebalds kirchen angehefftet gewest, durch die große bewegung des winds herab gefallen und zu besorgen, das vielleicht gefahr dabei sein möchte, ist bevohlen, dieweil albereit der augenschein eingenommen worden, solches mit geringen uncosten ins werk zuerichten. Actum freitags den 8. januarii anno 1613.

Herrn paumeister«.

Außerdem steht noch am Rand, offenbar auf den Turm bezüglich: »welchen der baumeister ampts halber zue underhalten schuldig.«

Ferner: 1613. »Wegen des gerüsts uffm Sebalter schlagturn:

Verzeichnus, was für personen vergangenen 11. januarii bis uff 16 dito wegen der zweier in der helmstangen ausgefallener keil halber uffm Sebalter schlagturn rüsten und dasselb wider abbrechen helfen.

M. Georg Harsch, dachdecker, hat das gerüst gemacht, Michel Schwob } deckersgesellen, haben auswendig rüsten helfen, Cunz Scheffer }

Melchior Schuler } zimmergeselln, haben auch auswendig hierzu } geholfen, Hainrich Rödl }

M. Wolf Seyfert, düncher, Hannß Zehenter } dünchersgesellen, haben sampt iren maister } inwendig hinaus zugelangt. Georg Haidenreich }

E. E. und H. underteniger David Rupprecht anschicker«.

Schließlich Bericht einer Besichtigung des Daches und Dachstuhles des Schlagturmes durch den Baumeister Wolf Jakob Stromer, den Anschicker David Rupprecht und 3 Stadtmeister vom 15. Januar. Die »seuln« bei der Viertelglocke seien vor der Zeit »auch mit zin und plei under einander vermengt gewesen«. In dem langen Bericht wird hauptsächlich der schlechte Zustand der Bedachung und des Gebälks hervorgehoben und die »elende besserung« gerügt.

1616, 28. Mai: Ratsverlaß: »Das abgerissene zihen [Zinn] vom Sebalder turn widerumb bessern zu lassen.

Hansen Hegel, Friderich Schwarzpecken und Nicodemum Kraußn, alle drei turner auf s. Sebalds turn, soll man ungeachtet ihrer entschuldigung ins loch gehen lassen, mit dem eltisten einen anfang machen und nachmals auch die andern hinab schaffen und auf das abgerissene zihn vom turn zu red halten, sonsten aber, was schadhaft worden, fürderlich wider bessern lassen und hinfüro monatlich eine besichtigung der türn fürnemen, damit dergleichen schad nit mehr geschehe; weil auch die turner so gar geringe besoldung haben, soll man bedacht sein, wie inen dieselbe zu bessern. Actum erichtags den 28. mai a^o 1616.

Die herren schöpffen herrn paumeister.«

Dazu Ratsverlaß vom 30. Mai:

»Hansen Hegel, turner auf s Sebalds turn, auslassen, wie auf seiner sag verzeichnet, und dieselbe dem herrn paumeister und anschicker fürhalten, auch den augenschein einnemen und, was an den fenstern und sonsten zu bessern ist, bessern, auch ihnen ein sail, ihr speis und trank daran hinauf zu zihen, geben lassen. Actum donnerstags den 30. mai anno 1616.

Herrn { H. J. Pömer { paumeister.«

1647. Ausführlicher Akt betreffs Restauration des Sebalder Schlagturmes. Es handelt sich um Bedachung mit Kupfer, da das Zinn 1593, 1613 und 1616 habe ausgebessert werden müssen und nun schon wieder der Reparatur bedürfe. Die Verhandlungen beginnen mit dem 20. Mai. Ein Überschlag über die Bedachung mit Kupfer wurde gefertigt und alles in allem mit 914 fl. 50 kr. berechnet, während bei Bedachung mit Zinn 60 Ztr. nötig wären, welche allein schon eine Summe von 1380 fl. geben würden (an Kupfer seien höchstens 20 Ztr. erforderlich). Dem Akt liegt eine Zeichnung des Turmdaches (etwa 1 : 80) bei, auf welcher angegeben ist, wie und mit welchem Metall die einzelnen Teile bedacht, wie hoch dieselben sind und was nun damit zu geschehen hat. Ferner liegen Wagzettel über verkauftes Zinn und angekauftes Kupfer bei.

Das Jahr 1577, in welchem die Erneuerung der Kranzgalerie vorgenommen worden sein soll, findet sich unbeglaubigt bei M. M. Mayer, Die Kirche des heiligen Sebaldus, Nürnberg 1831, S. 6: 1496 wurden die beiden zierlich durchbrochenen Gänge gemacht, welche man aber 1577 wieder neu bauen mußte. -- Bezüglich des Jahres 1591 siehe auch Stadtarchiv Nürnberg, LXXVIII, 267^b, den Ratsverlaß vom 4. Oktober, durch welchen die Ausbesserung der Mängel auf St. Sebalds Schlagturm anbefohlen wird. Von den darin enthaltenen vier Anordnungen kommt hier die zweite in Betracht: »Die fürgebrachten mengel auf s. Sebalds schlagturn, soll man mit ehestem bessern und renofieren lassen, ehe grosserer schaden geschicht per herr baumeister montags 4. octobris 1591.«

[65] Aus der »Untertänigen Anzeige« des Almosenamtes an das Bauamt, welches die Baupflicht von »solchen Gebäuden« hat und das Weitere zu verfügen ersucht wird, vom 4. August 1754. Stadtarchiv Nürnberg, Sebalder Kirche: Acta, die Reparatur der Beschädigung durch Einschlagen des Blitzes 1754. Ferner Stadtarchiv Nürnberg, XL, 18: Sebalder Kirch. Die Reparatur des durch das Wetter Einschlagens allda verursachten Schadens 1754 betr. Außerdem siehe ebenda den Ratsverlaß vom 5. August an das Bau- und das Stadtalmosenamt, welche aufgefordert werden, die Reparatur sobald wie möglich vorzunehmen, und den anderen Ratsverlaß vom 5. August ähnlichen Inhalts an das Bauamt.

[66] Kreisarchiv Nürnberg, IV, 12/I, 248. Rentkammer-Akten 45: Akta, die Reparatur der Helmstange auf dem Sebalder Kirchturm betr. 1804 und 1805, enthaltend die amtlichen Vorverhandlungen und den auf 299 fl. 20 kr. berechneten Kostenvoranschlag des Tünchermeisters Ott. Ferner: Acta, Reparatur des Sebalder Kirchturms betr. 1805, mit der Rechnung Otts und XL, 35: Acta, die Sebalds Kirche betr. 1805-1807. Im städtischen Archiv unter Stadtalmosenamt Nr. 1972 noch ein weiterer Akt dieses Betreffs vom Jahre 1805, worin die Rüstung des Turms auf 299 fl. 20 x. und die Baumaterialien auf 142 fl. 40 x. veranschlagt werden.

[67] Kreisarchiv Nürnberg, IV, 12/I, 255. Rentkammer-Akten 45, enthaltend: Akta, die Reparatur-Kosten des Sebaldus-Kirchen-Daches und eines Braukessels im Waizenbierbrauhause betr. vom Jahre 1807.

[68] Siehe auch Otto Schulz, Die Wiederherstellung der Sebalduskirche in Nürnberg 1888-1905. Herausgegeben vom Vereine für Geschichte der Stadt Nürnberg. Nürnberg 1905.

[69] Siehe die Artikel im Fränkischen Kurier über die Restauration der St. Sebalduskirche von Gustav von Bezold. 1904, Nr. 183 und 1906, Nr. 355.

[70] Siehe Emil Reicke, Die Sammlung technischer Modelle und Pläne zu den Wiederherstellungsarbeiten an der Sebaldus- und Lorenzkirche in der Moritzkapelle. Nürnberg 1905.

Chronologische Übersicht.

Um 1230-1273: Erbauung der doppeltürmigen Sebalduskirche.

1255, 12. Juli: Ablaß für den Stephansaltar. M. R. A.[XXXI]

1256, 1. Oktober: Ablaß für die Kirche. M. R. A.

1273, 7. August: Ablaß für die Ausstattung der Kirche. M. R. A.

1274, 17. August: Ablaß für die Ausstattung der Kirche. M. R. A.

1274, 9. September: Einweihung des Westchores und des Altares in derselben zu Ehren des hl. Petrus. M. R. A.

1274, 22. November: Ablaß für die Ausstattung der Kirche. M. R. A.

1275, 24(?). März: Ablaß für die Ausstattung der Kirche. M. R. A.

1283, 17. November: Ablaß für den Marienaltar in der Krypta. M. R. A.

1284, 26 April: Ablaß für den Marienaltar in der Krypta.

1284 [26. April?]: Ablaß für den Marienaltar in der Krypta. M. R. A.

1290: Ablaß für den Marienaltar in der Krypta und für den Johannesaltar unter der Kanzel. M. R. A.

1290: Ablaß für das Vermögen, die Reparaturen, den Schmuck und andere Bedürfnisse der Kirche. M. R. A.

Um 1290: Ablaß für die Kirche. M. R. A.

1291, 13. Dezember: Ablaßbestätigung für die Kirche. M. R. A.

1293 soll die Kirche ausgeweißt worden sein. N. K. A.[XXXII]

1297, 30. Mai: Die Brotbank des Hermann von Stein an der Kirche wird dem Kloster Engelthal vermacht. N. St. A.[XXXIII]

1298, 3. Juli: Ablaßbestätigung für den Katharinenaltar. M. R. A.

1299, Oktober: Ablaß für das Vermögen und die Ausstattung der Kirche. M. R. A.

1300-1307: Stiftung einer Pfründe für den Stephansaltar durch Pfarrer Heinrich von Tuttenstetten. N. K. A.

1303, 25. Juli: Ablaß für den Petersaltar. M. R. A.

1307, 17. November: Ablaß für die Kirche. M. R. A.

1309, 14. Februar: Gotteshauspfleger Friedrich Holzschuher verkauft ein der Kirche gehöriges Haus, dessen Erlös für den Neubau der Seitenschiffe verwendet wird. M. R. A.

Von 1309 an: Erweiterung der Seitenschiffe.

1310, 4. Januar: Ablaß für den Bau der Kirche.

Etwa 1310-1315: Die Steinfigur der »Eitelkeit« am nördlichen Seitenschiff.

Etwa 1315-1320: Brauttüre, Gewände mit den Figuren der Jungfrauen.

Um 1320: Steinrelief mit der Kreuzigungsgruppe neben der Brauttüre.

Um 1320: Die Konsole mit dem Wappen der Ebner, welche die Steinfigur des hl. Antonius trägt, im südlichen Seitenschiff.

Um 1320: Die Konsole mit dem Wappen der Ebner, welche die Steinfigur der hl. Helena trägt, im südlichen Seitenschiff.

1324: Ablaß für die Kirche. M. R. A.

1324 wird die Chorglocke gegossen. N. St. A.

Etwa 1315-1335: Die Steinfigur Johannis des Täufers im Mittelschiff.

Etwa 1315-1335: Die steinernen Apostelstatuen im Mittelschiff.

Um 1330: Die Steinfiguren des Kaisers Heinrich und der Kaiserin Kunigunde im nördlichen Seitenschiff (Stromersche Stiftung).

Etwa 1330-1335: Steinfiguren der Madonna und des hl. Christophorus am ersten Pfeiler des nördlichen Seitenschiffes. Kopien der Neuzeit.

1331 (?): Wappen der Pömer mit Inschrift im Fenster über dem südlichen Portal des südlichen Seitenschiffes.

1332-1340 wird das Rathaus bei der Kirche erbaut. Mummenhoff, Rathaus.

1333, 26. März: Ablaß für die Kirche. M. R. A.

Um 1335: Die Steinfiguren im Ostchor: Jakobus der Ältere neben der Brauttüre, ein anderer Apostel neben dem Fürerschen Fenster, Kaiser Heinrich und Kaiserin Kunigunde neben dem Bambergischen Fenster und ein Bischof neben dem Hallerschen Fenster.

Um 1335: Steinfigur des Christus mit den Wundmalen (Holzschuhersche Stiftung) im Mittelschiff.

Um 1335: Die Steinfigur des hl. Erhard im Mittelschiff.

1336: Stiftung des Erhardaltars. N. K. A.

1336, 21. März: Ablaß für die Kirche. M. R. A.

1336, 26. September: Berthold Pfinzing der Alte verleiht Fr. Vorchheimer die Brotbank unter dem Brothaus bei der Kirche. N. St. A.

1337 wird die Schule bei St. Sebald erbaut. B. N. M.[XXXIV]

1337, 5. Mai: Stiftung einer Pfründe für den Sebaldusaltar durch Albrecht Schopper. M. R. A.

1337, 26. Mai: Ablaß für die Kirche und den Marienaltar. M. R. A.

1338, 4. Oktober: Ditel Hornlein verkauft an Berthold Tucher sein Erbe an der Brotbank bei S. Sebalds Kirchhof zwischen der Deutschherren und des Hallers Bänken. N. St. A.

1339, 9. Juni: P. Pinzberger verkauft seine Bank, gelegen zwischen seiner Mutter und der Deutschherren Bank, an Frau Gayseln. N. St. A.

1340: Stiftung einer Pfründe für den Petersaltar durch Otto Kramer von Koburg. N. K. A.

Um 1340: Brauttüre, Maßwerkbogen.

1341: Ablaß für den Katharinenaltar. N. K. A.

1341, 11. Dezember: Stiftung, betreffend Beleuchtung des Frauenaltars in der Gruft. M. R. A.

1342 werden neue Brotläden an der Kirche errichtet. N. St. A.

1342: Ablaß für den Katharinenaltar. M. R. A.

1342, 23. April: Stiftung eines Jahrtages bei den Augustinern. Wird der Jahrtag nicht gehalten, so fällt der gestiftete Betrag der Kirche St. Sebald für ihren Bau zu. M. R. A.

1342, 13. Dezember: Stiftung einer Wandelkerze für den Frauenaltar. M. R. A.

1343, 9. April: Ablaß für die Kirche. M. R. A.

1343, 12. Juli: Jakob Kramer stiftet den Jakobsaltar in der Ecke gegenüber dem Frauenaltar. M. R. A.

1344, 18. Januar: Otto von Heydeck vertauscht an den Pfleger der S. Sebaldkirche die Kräme am Kirchhof, welche Pfinzingsches Erbe sind, und den Gaden unter den Köchen am Kirchhof, welcher das Erbe Ulrich Kundorfers ist, gegen vier Häuser an der Schmidgasse. N. St. A.

1347, 6. Februar: Stiftung einer Pfründe für den Kunigundenaltar durch Hensel Dietlerin. M. R. A.

1347, 18. Juli: Das Klarakloster vertauscht an Sankt Sebald einen Gaden bei St. Sebalds Kirchhof gegen ein Haus in der Ledergasse. N. St. A.

1348, 19. Februar: Thomas Köchel verkauft sein Erbe an einem Gaden unter den Köchen an den Brotbänken an die Pfleger von St. Sebald. N. St. A.

1348, 25. Juni: Stiftung einer Pfründe für den Johannesaltar durch Heinrich Pömer. M. R. A.

1350, 24. August: Ablaß für die Kirche. M. R. A.

Um 1350: Die Steinfigur des hl. Antonius im südlichen Seitenschiff (Ebnersche Stiftung).

Um 1350: Die Steinfigur der hl. Helena im südlichen Seitenschiff (Ebnersche Stiftung).

1352: Ablaß für den Zwölfbotenaltar. M. R. A.

1352, 12. Juli: Gottfried Grafe verkauft seine am Kirchhof von St. Sebald gelegene Brotbank, die der Quetrerin und ihrer Erben Erbe ist, an Kunrad Pretheim. N. St. A.

1352, 21. Dezember: Einrichtung der von Konrad Meyrntaler für den Zwölfbotenaltar gestifteten Pfründe. M. R. A.

1353: Ablaß für den Jakobsaltar. N. K. A.

1354, November: In einem Testament dieses Datums ist die von Konrad Tesaurus für den Katharinenaltar gestiftete Pfründe erwähnt. M. R. A.

1355, 2. Januar: Ablaß für den Jakobsaltar in der Kirche. M. R. A.

1355, 6. März: Merkel Rotensteiner gibt das Erbe, das seine Frau an der Bank hat, die unter der oberen Brotlaube zunächst dem Huter liegt, auf und verleiht dieselbe an Erhard von Heydeck. N. St. A.

1355, 5. Juli: Ablaß für den Jakobsaltar in der Kirche. M. R. A.

1355, 20. November: Heinrich Grabner stiftet ein Licht in die Kirche »vor unsers Herrn Leichnam«. M. R. A.

1356, 10. Juni: Bestätigung der für die Kirche und den Katharinenaltar von auswärtigen Bischöfen gewährten Ablässe. M. R. A.

1356: Stiftung einer Pfründe für den Petersaltar durch Adelhaid Löhneisen. N. K. A.

1357, 2. (21?) Juni: Dietrich Pfützinger von Rothenburg und seine Frau verkaufen an die Pfleger von St. Sebald ihre Rechte an der Kammer beim Kirchhof von St. Sebald. M. R. A.

1357, 3. Juni: Kunigund, Witwe des Otto von Forchheim, stiftet ein Ewiges Licht vor unseres Herrn Leichnam im Katharinenchor der Kirche. M. R. A.

1358, 23. Februar: Ablaß für die Kirche, weil sie eines Neubaues bedarf. M. R. A.

1358, 28. Mai: Konrad Kötzler begibt sich aller Ansprüche auf den Kram, den Konrad Praun erkauft. N. St. A.

1358, 21. September: Ablaß für den Bau und die Zier der Kirche. M. R. A.

1358: Stiftung einer Pfründe für den Marienaltar durch Konrad Bretheim und seine Ehefrau. N. K. A.

1358: Stiftung einer Pfründe für den Erhardaltar durch Ulrich Haller. N. K. A.

1359: Stiftung einer Pfründe für den Marienaltar durch Konrad Teufel. N. K. A.

1359, 29. Juni: Bernhard von Neumarkt stiftet u. a. ein Ewiges Licht auf das Grab seiner Ahnen vor dem Katharinenchor der Kirche. M. R. A.

1359, 15. Juli: Erneute Dotation der von Konrad Mayentaler für den Zwölfbotenaltar gestifteten Pfründe durch die Witwe des Stifters. M. R. A.

1359, 23. August: Kunigunde Kudorferin und ihre Söhne verkaufen ihr Erbe unter den Köchen, zunächst an Hermann des Grundherrn Gaden gelegen, den Pflegern Heinrich Vörchtel und Seitz Maurer. N. St. A.

1359, 22. Oktober: Bestätigung der von Konrad Bretheim und seiner Ehefrau für den Frauenaltar gestifteten Pfründe. M. R. A. N. K. A.

1359, 31. Oktober: Hermann Koburger verkauft an St. Sebald zwei Leibgedinge, die er auf seinen und seines Sohnes Leib, an der Brotbank auf St. Sebalds Kirchhof unter der Stiege gelegen, hatte. N. St. A.

1360: Ablaß für den Allerseelenaltar in der Westkrypta. N. K. A.

1360 wird die für den Sebaldusaltar gestiftete Schopperpfründe durch Friedrich Schopper neu dotiert. N. K. A.

1360: Bestätigung der für den Katharinenaltar durch Konrad Schatz gestifteten Pfründe. N. K. A.

1360 wird St. Sebalds Pfarrhof erbaut. N. K. A.

1360: Ablaß für den Erhardsaltar. N. K. A.

1360, 12. März: Bestätigung der von dem Nürnberger Bürger Otto Kramer von Koburg für den Petersaltar gestifteten Pfründe. M. R. A.

1360, 3. Mai: Ablaß für die Allerseelengruft und ihren Altar in der Kirche. M. R. A.

1360, 6. Mai: Der Bischof von Bamberg gestattet den Umtausch eines Hauses am Kirchhof von St. Sebald im Besitz des Egidienklosters gegen ein Haus in Besitz der Sebalduskirche. M. R. A.

1360, 15. Dezember: Ablaß für die Kirche. M. R. A.

Um 1360: Die Glasgemälde in den beiden ersten Fenstern des Ostchors nächst den Seitenschiffen.

1360 wird der alte Chor abgebrochen. N. K. A.

1361, 25. Mai: Das Egidienkloster vertauscht die Eigenschaft zweier Häuser, bei dem Rathaus gelegen, gegen ein dieser Kirche gehöriges Haus bei den Fleischbänken. N. St. A.

1362: Ablaß für den Bau der Kirche. M. R. A.

1362, 1. Februar: Der von Jakob Haslacher besessene Kram, bei dem Kram des Mellwers gelegen, wird dem Konrad Süzzel, dessen Frau Agnes und ihren Erben zu Erbrecht übergeben. N. St. A.

1362, 24. September: Dem Hans Ebner fällt des Seitz Weigels Eigen neben des Eisvogels Haus am Kirchhof zu St. Sebald zu. N. St. A.

1363: Stiftung einer Pfründe für den Erhardsaltar durch Hans Dietlein. N. K. A.

1364: Bestätigung der Tuttenstetterpfründe des Stephansaltars. N. K. A.

1364, 10. März: Ablaß für die Kirche. M. R. A.

1364, 13. Mai: Der Revers des Pfarrers Albrecht Krauter, den Friedhof von St. Sebald nicht zu erweitern, wird durch den Bischof von Bamberg bestätigt. N. St. A.

1365: Ablaß für den Jakobsaltar. N. K. A.

1365, 17. April: Aus einem Kaufbrief dieses Datums geht hervor, daß der Besitzer des dem Verkaufe unterstellten Hauses und Gartens am Sand eine Lampe im Katharinenchor der Kirche vor dem Leichnam Christi zu beleuchten hatte. M. R. A.

1369, 10. Februar: Dem Prant Groß wird das Erbrecht an seiner eigenen Brotbank, zunächst am Schurstab, übertragen, welches er an Konrad den Wolfen und dessen Ehefrau Mechtild und deren Erben verleiht. N. St. A.