Part 4
Das Alter der jüdischen Eheschließenden im Jahre 1909 ist auf der Tabelle IX wiedergegeben, diese Tabelle ist so übersichtlich, daß wohl kaum ein ausführlicher Kommentar dazu gehört. Beachtenswert ist nicht allein das späte Alter der heiratenden Akademiker und Kaufleute, vielmehr noch das höhere Brautalter #der# Jüdinnen, die Handwerker und Arbeiter heiraten. Entsprechend dem späten Alter der Heiratenden stellt sich auch die erste Geburt bei ihnen spät ein, und es ist doch ganz klar, daß eine Bevölkerung, die mit durchschnittlich 30 Jahren heiratet, eine viel geringere Fruchtbarkeit haben muß als eine andere, die früher zur Ehe schreitet; denn wenn wir z. B. das Durchschnittsalter der jüdischen Ehen, bei denen 8 und 9 Kinder vorkamen, betrachten, so war dasselbe 40 bis 42 Jahre. Daß natürlich Ehen, die mit 30 Jahren geschlossen werden, in 10 Jahren kaum 8-9 Kinder bekommen, ist fast selbstverständlich, aber es bedarf überhaupt nicht langer Erklärungen für die Tatsache, daß eine Großstadtbevölkerung, bei der die Männer durchschnittlich über 30 Jahre alt sind, wenn sie heiraten, eine geringe Kinderzahl besitzen wird, und es ist ganz selbstverständlich, daß bei dem großstädtischen Milieu das späte Alter der Eheschließenden doppelt ins Gewicht fällt. Nun bezeugen die Ehen, in denen im Jahre 1910 noch mehr als sechs Kinder vorkamen, nicht die #heutigen# Verhältnisse, sie sind, soweit sie nicht Ausländer betreffen, durchschnittlich vor 20 Jahren geschlossen worden und der damaligen Sitte entsprechend noch früher denn jetzt. Wir gehen wohl nicht zu weit, wenn wir behaupten, daß von den heute geschlossenen Ehen eine geringere Fruchtbarkeit ausgehen wird, als wir sie bei den Ehen konstatieren konnten, die vor 20 Jahren geschlossen wurden. Es wurde schon betont, daß das Durchschnittsalter der Eheschließenden heute ein viel späteres ist, und ein Blick auf unsere Tabellen zeigt die enorme Verschiebung. 1873 waren bis zum 30. Lebensjahr 55 % aller Heiratenden schon in die Ehe getreten, bei den Frauen gab es 10 %, die schon bis zum 20. Lebensjahr dem Manne folgten, während es heute knapp 2 % sind. Und wenn wir auf 1871 zurückgehen, so waren es 60 % männliche Juden, die bis zum 30. Jahre heirateten, und 20 % weibliche, die vor dem 20. Lebensjahr Gattinnen wurden. Leider besitzen wir keine Statistik, wieviel Prozent der Juden vom 20.-40. Lebensjahre aus Berlin stammen. Wir gehen wohl kaum zu weit, wenn wir behaupten, daß die in Berlin geborenen Juden nur zum geringen Teil auswandern. Wenn wir dagegen die Ziffer der Eheleute, die aus Berlin stammen, ansehen, so müssen wir wohl sie als zu gering bezeichnen. So fanden wir 1910 nur 382 geborene Berliner, die eine Ehe schlossen.[25] Die Betrachtung der Totenscheine, wonach gerade ein hoher Prozentsatz der ledigen Juden in höherem Alter aus Berlin stammte, bestätigt die Behauptung, daß die eingesessene Berliner jüdische Bevölkerung die geringste Tendenz zur Heirat und Fortpflanzung besitzt. Von den kinderreichen Familien, die ich anläßlich einer neuen Geburt im Jahre 1910 auszählte, waren nur 6 % der Väter aus Berlin.
[Diagramm: #Das Alter der jüdischen Eheschließenden.# Durchschnittsalter der heiratenden männlichen und weiblichen Juden nach Berufen.]
Tabelle IX.
#Alter der heiratenden Juden in Berlin# (1910).
========================================================================== | Akadem. | Kaufleute | Angest. | Selbst. | Arbeiter | Im Durch- | | | Kaufleute | Handw. | | schnitt =======+=========+===========+===========+=========+==========+=========== Männer | 32,3 | 31,8 | 29,7 | 31,1 | 26,6 | 30,4 Frauen | 22,0 | 23,8 | 25,7 | 26,0 | 26,3 | 24,3
#Alter der Eltern bei jüdischen Geburten#
#bei der ersten Geburt#
Männer | 33,3 | 33,1 | 31,2 | 32,5 | 27,7 | 32,05 Frauen | 25,4 | 26,8 | 25,8 | 24,3 | 25,3 | 26,25
bei den Geburten in jüdischen Ehen bei den Geburten in Mischehen
Männer Frauen Männer Frauen II. Geburt 33,1 28,6 I. Geburt 29,5 26,0 III. " 34,4 30,4 II. " 30,1 26,7 IV. " 34,6 31,1 III. " 33,0 30,0 V. " 36,8 34,0 IV. " 32,4 29,0 VI. " 37,0 34,6 V. " 32,6 32,3 VII. " 38,3 34,8 VI. " 36,5 34,4 VIII. " 40,3 37,9 usw. IX. " 42,0 37,4 X. " 43,4 39,5 usw.
Tabelle X.
#Alter der unehelichen Mütter# (Jüdinnen 1910)
Jahre 17/19 20/22 23/25 26/28 29/31 33/35 36/38 39/41 42 usw. 14 28 21 14 12 6 1 4 1
#Beruf der unehelichen Mütter# (Jüdinnen in Berlin 1910).
Berufslos (davon 2 früher Schneiderin 19 Ehefrauen) 17 Verkäuferin 15 Selbständiger Beruf (Studentin, Arbeiterin 13 Sängerin, Lehrerin usw.) 5 Buchhalterin 6 Händlerin usw. 4 Aufwärterin 4 Wirtschafterin 14 usw. (Artistin, Masseuse, Dienstmädchen 7 Kellnerin) 3
Aus all dem mag hervorgehen, daß die Abnahme der Fruchtbarkeit bei den Berliner Juden eine evidente ist. Die verschiedentlichsten Methoden ergaben immer dasselbe Resultat. Und es ist wohl kaum diese enorme Unterproduktion auf irgendwelche zufällige Zu- oder Abwanderung, Infertilität usw. zurückzuführen. Im Gegenteil, gerade die ausländischen Juden, die schon knapp ein Fünftel der Berliner Juden betragen, verschleiern etwas den tiefen Stand der einheimischen Natalität.
~Zusammenfassung~: Die harmonische Entwicklung der jüdischen Fruchtbarkeit von der Fülle zur Armut, stellt sich also nicht als das Werk des Zufalls, sondern als die Anpassung an das Leben dar. Das Sexualleben des Menschen wird beeinflußt von dem Ideengehalt der Zeit, besonders aber von den wirtschaftlichen Verhältnissen, so daß man ruhig behaupten kann, daß es für große Massen auch in diesen Dingen keine Zufälligkeiten gibt.
Die Bedeutung des Wohlstandes ist an der Hand der Tafeln über Beruf und Geburtlichkeit deutlich gezeigt worden. Aber auch die Steuerstatistik zeigt uns den enormen Aufschwung der Juden. Für alle Berliner wird die Tatsache unbestritten sein, daß die wohlhabenden Juden nach Charlottenburg, Wilmersdorf, Schöneberg, Grunewald abströmen, daß gerade die reichsten sich taufen lassen oder ihre Töchter Christen verheiraten. Trotzdem hielten sich die Juden, d. h. der in Berlin bleibende Rest bzw. die Zugewanderten nicht nur auf der Höhe, sondern sie haben es fertig gebracht, die durchschnittlich pro Kopf versteuerte Summe von 317 M. (1892) auf 355 M. (1905) emporzubringen, bzw. nach 13 Jahren statt 6 Millionen Steuern 10½ Millionen beizutragen. Man wird gewiß die einzelnen Ziffern gerade wegen der großen Wanderungen sehr abwägen müssen -- und es ist hier nicht der Raum, das Kapitel der Steuerkraft der Berliner Konfessionen abzuhandeln -- aber nicht nur der Umstand, daß die Juden #allein# ihre Steuersumme zu heben verstanden, gibt zu bedenken.[26] Bei einer Bevölkerung von knapp 100000 Seelen hatten die Juden 29426 Steuerzahler, die über 1500 M. vereinnahmten. Und die Tatsache, daß in einer Rasse ⅓ aller Personen einschl. Frauen und Kinder usw. eine so hohe Steuer bezahlten, gibt uns das Recht zur Behauptung, daß die Berliner Juden exzeptionell wirtschaftlich #rasch aufsteigen#.
Die Katholiken waren 1905 222700 Personen stark, die Juden 98909. Unter den Steuerpflichtigen (über 21 M.) waren die Juden mit 29000 Zensiten, die Katholiken mit 14700 vertreten. Allerdings ist der verschiedentliche Bevölkerungsaufbau zu berücksichtigen. Trotzdem bleibt eine ungeheuere Differenz zwischen den Juden, von denen 30 % über 21 M. versteuerten, und den Katholiken, bei denen es 6,6 % waren.
Die Bedeutung des Wohlstandes und des Vorganges, daß an Stelle der nach den Vororten ziehenden reichen Juden ärmere Massen wirtschaftlich emporsteigen, findet #eben einen Ausdruck in dem Bestreben, durch Hintanhaltung der Familie ökonomisch zu erstarken#.
Es wird schwer halten, den Zusammenhang dieser Dinge abzuleugnen.
So wird es der nächsten Zeit vorbehalten sein, neue Gesetze, welche die Vermehrung einer Bevölkerung bedingen, auszufinden, da die alten, die #Malthus# und andere aufstellten, keine Erklärung für die neuen Bevölkerungsvorgänge mehr abgeben können. Das Beispiel der Berliner Juden wird aber nicht nur theoretisch eine gewisse Bedeutung haben, sondern vor allem auch praktisch durch den Hinweis darauf, daß die allgemeine Berliner Bevölkerung mit ihrer Unterfrüchtigkeit den Juden nachzog.
Wir kommen somit nach all dem Gesagten zu folgendem Schluß:
#Unter unsern heutigen sozialen Verhältnissen bringt das materielle und soziale Aufsteigen bzw. der intensive Wunsch nach ökonomischen Mitteln und gesellschaftlicher Stellung den beteiligten Familien schwerste Gefahren in rassenhygienischer Bedeutung.#
* * * * *
[Sämtliche Zahlen sind, soweit keine Quellen angegeben sind, berechnet bzw. zitiert nach den Publikationen des Statistischen Amtes der Stadt Berlin bzw. des Königreiches Preußen; da in den Tabellen fast jede Zahl einem anderen Bande entnommen wurde, ist eine Zitierung unmöglich.
Die Statistiken über die Eheschließungen, Geburten, Todesfälle sind eigene Zählungen des Urmaterials, die von mir auf dem Statistischen Amt der Stadt Berlin unter gütiger Genehmigung des Herrn Direktors vorgenommen wurden.
Die Kurven wurden nach Angabe des Verfassers von Herrn Bach gezeichnet.]
Fussnoten:
[1] Nach dem jüdischen Gesetz hatten alle Juden zu Beginn der Geschlechtsreife zu heiraten. Jede Inhibierung der Konzeption war streng verpönt. Frühe Heirat und reicher Kindersegen galten als besonders gottgefällig.
[2] Weiteres Material in dieser Frage habe ich auch in dem Buche »Der Untergang der deutschen Juden« (Reinhard, München) und besonders im »sterilen Berlin« (Berlin 1913, Marquardt) niedergelegt.
[3] Von hier ab ist der jüdische Nachwuchs berechnet aus
a) den Kindern der jüdischen Ehen, b) den Kindern von unehelichen jüdischen Müttern, c) der Hälfte aller Geburten aus Mischehen.
[4] Infolge der Taufbewegung ist diese Ziffer zu gering. Es würden hierher eigentlich auch die gestorbenen getauften Juden gehören, da diese ja in der Spalte der geborenen Juden figurierten. Darnach wäre die Summe der verstorbenen Juden um etwa 200 größer.
[5] In ausführlichen Berechnungen in der Mediz. Reform (Nr. I v. 1913), sowie in dem Buche »Das sterile Berlin« und in einer demnächst erscheinenden Arbeit im Archiv zur soz. Hygiene habe ich nachgewiesen, daß je nach der Kindersterblichkeit und dem Bevölkerungsaufbau die Geburtenziffer 20-30 ‰ betragen muß, um die Art zu erhalten. Eine Geburtenziffer unter 20 ‰ ist bei normaler Besetzung der Altersklassen unterfrüchtig. Zum Vergleiche einige Geburtenziffern des Jahres 1910:
In Rumänien 39,8 ‰, in Deutschland 29,8 ‰, in Frankreich 19,7 ‰. Für #Großberlin# beträgt die Geburtenziffer der Juden sogar nur noch 12 ‰.
[6] Durch Interpolation. Diese Ziffern liegen nicht vor.
[7] Davon von jüdischen Müttern 88. Der biologische jüdische Nachwuchs dieses Jahres ist die Ziffer, die die Geburten aller jüdischen Mütter, sei es aus jüdischen Ehen, Mischehen oder unehelichen, wiedergibt.
[8] Siehe Tabelle III. Die Zahlen betreffen nur den jüdischen Teil der Eheschließenden, bzw. bei den Kindern wurde nur die Hälfte der Kinder aus Mischehen den Juden zugezählt.
[9] Als Fruchtbarkeitsziffer ist hier die Zahl der Geburten verstanden, die auf 1000 gebärfähige Frauen (15-50 Jahre alt) kommt.
[10] Eine solche Tabelle läßt allerdings nicht die momentane Fruchtbarkeit hervortreten, welche die eben geschlossenen Ehen anstreben, denn wenn z. B. Ehen, die vor 10 Jahren geschlossen wurden, noch mehr Kinder wünschten als die eben geschlossenen, so drücken jene der Tabelle ihren Siegel auf. Wir werden also, da die vor 10 Jahren geschlossenen Ehen zu unserer Zeit ihre Mehrgeburten haben werden, die Fruchtbarkeit einer früheren Periode antreffen.
[11] Nach den Veröffentlichungen des Statistischen Amtes Berlin gab es 1905 sogar 41 % kinderlose Mischehen. Die Zahl der später legitimierten ursprünglich unehelich Geborenen wurde berücksichtigt.
[12] Siehe #Gruber# u. #Rüdin#, Fortpflanzung, Vererbung, Rassenhygiene, Lehmanns Verlag, S. 164 und #Theilhaber#, Das sterile Berlin.
[13] Darunter: Achtgeborene 9, Neuntgeborene 7, Zehntgeborene 2, Elftgeborene 3, Zwölftgeborene 2, Dreizehntgeborene 1, Vierzehntgeborene 1, Fünfzehntgeborene 1.
[14] Von den 54 Akademikern, die 1910 heirateten, waren 22 Ärzte, 13 Juristen, 6 Ingenieure, 2 Apotheker, 2 Rabbiner, 5 versch.
[15] Siehe #Prinzing#, Handbuch d. mediz. Statistik 1906.
[16] Die Zahl der 1910 in Berlin gestorbenen Juden von 0-30 Jahren war 246 = 19 % der geborenen. In Berlin hatte die allgemeine Bevölkerung eine Sterblichkeit der Altersklassen
0-15 Jahre von 10,310 = 23,3 aller Geburten } = 29,4 der Geborenen. 16-30 Jahre von 2,803 = 6,1 " " }
[17] Auch die Verseuchung der jüdischen Großstadtjugend mit Geschlechtskrankheiten ist notorisch. Die sogenannten höher stehenden Berufe, die die Juden anstreben, gewähren erst spät ein standesgemäßes Einkommen, so daß tatsächlich ein großer Teil der jüdischen jungen Leute, auch wenn er will, nicht früher heiraten kann. Die Folge ist die Ausbreitung der Syphilis und der Gonorrhöe unter den Juden, zweier Krankheiten, die bei ihnen früher selten zu treffen waren.
[18] Es starben nämlich 1905-09 auf je hundert Geborene berechnet bis zum 15. Lebensjahr ca. 16 % der Geborenen. 1910 waren es nur 13,5 %. Gestorbene Juden in Altersklassen 15-29 gab es 1910 5,5 %. Da, wie wir später sehen werden, die Fruchtbarkeit bei den Juden und Jüdinnen durchschnittlich in das Ende der 20er, hauptsächlich aber zu Beginn der 30er Jahre zu setzen ist, so können wir statistisch sagen, daß die vor dem 30. Lebensjahr sterbenden Personen durchschnittlich an der Vermehrung nicht mehr teilgenommen haben. Wir erhalten also für die neueste Zeit das Ergebnis, daß von je 100 geborenen Juden 19-20 zu früh sterben. Bei der allgemeinen Bevölkerung von Berlin waren es 1905 33 % der Geborenen, die bis zum 30. Jahre starben. In das Verhältnis gesetzt zu den 59 Geburten, die wir als das Geburtenminimum pro 1000 gebärfähige Frauen berechnet haben, müssen wir also bei der jüdischen Bevölkerung entsprechend 12-14, bei der allgemeinen Bevölkerung etwa 20 Geburten hinzuzählen, um diejenige Geburtenziffer zu bekommen, die imstande ist, die Bevölkerung zu ersetzen.
#Theoretisches Beispiel der Methode.#
Um 1000 gebärfähige Frauen nebst 1000 entsprechenden Männern zu ersetzen, bedürfte es eigentlich nur 59 Geburten pro Jahr. Da aber nach dem Stand der Sterblichkeit ein Teil der Geborenen nicht mehr in das gebärfähige Alter gelangt, so müssen wir diese Geburten um die Mortalitätsziffer bereichern. Wir nehmen an, daß noch 21 Geburten pro Jahr mehr sein müssen, damit wirklich 59 das 30. Lebensjahr erreichen.
Wenn also diese 1000 gebärfähigen Frauen pro Jahr 80 Geburten haben, so werden davon in einem späteren Zeitraum wieder je 1000 gebärfähige und zeugungstüchtige Männer und Frauen gewährleistet. Oder mathematisch ausgedrückt 1000 gebärfähige Frauen zwischen 15-50 Jahren müssen Geburten haben:
1000 × ~2~ (wegen der Männer) geteilt: 35 (wegen der 35 Jahre, siehe 15-50 Jahre) + _x_.
_x_ ist der Sterblichkeitsquotient derer, die vor dem zeugungsfähigen Alter sterben. Eine Bevölkerung, die pro Jahr z. B. 100 als Fruchtbarkeitsziffer aufweist, hat bei einem Adäquatfruchtbarkeitswert von 80 einen Geburtenüberschuß von 20! Der Adäquatwert des Fruchtbarkeitswertes der allgemeinen Berliner Bevölkerung von 1905 war 80, 1900 wegen der größeren Kindersterblichkeit ca. 85.
Wie unsere Tabelle zeigt, hat unsere allgemeine Berliner Bevölkerung 1900 ungefähr ihre Lebenserhaltung. Adäquatwert und wirkliche Fruchtbarkeit waren gleich, 1905 war die Fruchtbarkeit schon zu gering! Die Berechnungen über den Status der Berliner Bevölkerung in exakter Form sollen in einer gesonderten Arbeit behandelt werden.
[19] Eine Artistin.
[20] Eine Verwandte.
[21] Einschl. 4 geschiedene Frauen.
[22] Einschl. 4 Schauspieler und Schauspielerinnen.
[23] Eine Krankenschwester.
[24] Siehe diesbezüglich die Behandlung dieses Themas in »Die Neue Generation« 1912, Augustheft: Das Eheproblem bei den Juden, worin die Ursachen der Ehelosigkeit, Spätehe usw. ausführlich abgehandelt ist.
[25] Es kamen aber auf die heiratsfähigen Jahre durchschnittlich 1000 in Berlin geborene Juden.
[26] Die Steuersumme der übrigen Bevölkerung sank sogar.
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Anmerkungen zur Transkription:
Folgende Fehler wurden korrigiert:
S. 72 Tabelle IV: "Es treffen Geburten auf ge-geschl. Ehen" Überflüssiges ge- entfernt;
S. 77 "Zweitgeborene in 30,5" Prozentzeichen nach 30,5 hinzugefügt;
S. 91 "sonders als die Anpassung" sonders korrigiert zu sondern.
Alles andere, auch Fehler bei den Werten in Tabellen, wurde aus dem Original übernommen.