Die Schädigung der Rasse durch soziales und wirtschaftliches Aufsteigen bewiesen an den Berliner Juden

Part 3

Chapter 32,340 wordsPublic domain

++======================================================================++ || || #Das Steuersoll der Stadt Berlin betrug# || || || || || || | bei den | | || || || bei den Evang. | Kathol. | bei den Juden | insgesamt || |+---------++----------------+--------------+---------------+-----------+| || 1893 || 10289746 | 774026 | 5981109 | 18383880 || || 1895 || 11456605 | 776970 | 5929431 | 18676552 || || 1896 || 13362106 | 931148 | 6604113 | 21648640 || || 1897 || 14893327 | 1042407 | 6807013 | 23157360 || || 1898 || 15340352 | 1120153 | 7432049 | 24789021 || || 1899 || 16388329 | 1203518 | 8005008 | 26573415 || || 1900 || 17338444 | 1290293 | 8769963 | 28423937 || || 1901 || 18344994 | 1400452 | 9208286 | 30023389 || || 1902/03 || 18715000 | 1450000 | 9165000 | || || 1903/04 || 18812477 | 1497754 | 9220890 | 30620433 || || 1904/05 || 19005042 | 1589443 | 9554392 | 31568882 || || 1905/06 || | 1641917 | 10517535 | 34182931 || ++======================================================================++

Tabelle XV.

++============================================================++ || In % partizipierten also an dem #Einkommensoll# in Berlin || || || || || Die Evangel. | Die Kath. | Die Juden | Insgesamt || |+--------++--------------+-----------+-----------+-----------+| || 1892 || 56,0 | 4,1 | 32,5 | 100,0 || || 1895 || 61,3 | 4,2 | 31,7 | 100,0 || || 1896 || 61,7 | 4,3 | 30,5 | 100,0 || || 1897 || 62,2 | 4,5 | 29,4 | 100,0 || || 1898 || 61,9 | 4,5 | 30,0 | 100,0 || || 1899 || 61,7 | 4,5 | 30,1 | 100,0 || || 1900 || 61,0 | 4,5 | 30,9 | 100,0 || || 1901 || 61,1 | 4,7 | 30,7 | 100,0 || || 02/03 || 61,5 | 4,8 | 30,1 | 100,0 || || 03/04 || 61,4 | 4,9 | 30,1 | 100,0 || || 04/05 || 61,2 | 5,0 | 30,3 | 100,0 || || 05/06 || 60,9 | 4,8 | 30,8 | 100,0 || ++============================================================++

#Zahl der Steuerpflichtigen.#

++===============================================++ || Über 21 Mark Steuern bezahlten: || || || Evangel. | Kath. | Juden | Insgesamt || |+=======++==========+=======+=======+===========+| || 1895 || 86252 | 7641 | 19044 | || || 1896 || 95729 | 8419 | 20819 | || || 1897 || 104152 | 9141 | 21285 | || || 1898 || 106489 | 9381 | 21821 | 141988 || || 1899 || 112909 | 10172 | 23162 | 150610 || || 1900 || 118710 | 10848 | 24411 | 158279 || || 1901 || 127765 | 11903 | 25884 | 169829 || || 03/04 || 138882 | 13909 | 27958 | 185070 || || 04/05 || 144797 | 14729 | 29049 | 193088 || || 05/06 || 156590 | 14756 | 29426 | 206128 || || || || In % der Steuerpflichtigen (Zensiten) || || || || 1895 || 74,6 | 6,6 | 16,5 | 100,0 || || 1896 || 74,6 | 6,5 | 16,1 | 100,0 || || 1897 || 75,0 | 6,6 | 15,3 | 100,0 || || 1898 || | | | || || 1899 || 75,0 | 6,8 | 15,4 | 100,0 || || 1900 || 75,0 | 6,8 | 15,4 | 100,0 || || 1901 || 75,2 | 7,0 | 15,2 | 100,0 || || 03/04 || 75,0 | 7,5 | 15,0 | 100,0 || || 04/05 || | | | || || 05/06 || 76,0 | 7,2 | 14,3 | 100,0 || ++===============================================++

Tabelle XV.

++===========================================================++ || Pro Kopf versteuerten (in Mark) durchschnittlich: || || || || || Evangelische | Katholiken | Juden | Insgesamt || |+--------++--------------+------------+---------+-----------+| || 1896 || 138,1 | 110,6 | 317,2 | 166,9 || || 1897 || 138,2 | 114,0 | 319,8 | 166,8 || || 1898 || 144,0 | 120,0 | 340,6 | 174,6 || || 1899 || 145,2 | 118,3 | 345,6 | 176,4 || || 1900 || 146,1 | 118,9 | 359,3 | 179,6 || || 1901 || 143,6 | 117,7 | 355,4 | 176,8 || || 02/03 || 140,0 | 110,0 | 340,3 | 171,8 || || 03/04 || 135,5 | 107,7 | 329,8 | 165,5 || || 04/05 || 133,4 | 108,0 | 329,0 | 163,4 || || 05/06 || 132,9 | 111,3 | 357,4 | 165,8 || ++===========================================================++

[Diagramme: #Beteiligung der Juden in Berlin#

1. an der Gesamtbevölkerung 2. unter den Zensiten 3. am Steuersoll (= Steuerzahler (Gesamtsumme über 21 M.) der Steuer)

_5_ % _14-16 %_ _30-32 %_]

Es waren noch einige Fragen, die hier einschlägig sind und denen eine gewisse Beweiskraft zukommt, anzuführen. Danach waren von den über 15 Jahr verstorbenen Juden nach meinen Auszählungen in den letzten Jahren (1905-1909) knapp ein Fünftel ledig. Die Behauptung, daß ein Teil der jüdischen Bevölkerung nicht mehr Anteil an der Fortpflanzung nimmt, wird auch hierdurch gestützt. Andererseits hat die Kindersterblichkeit und besonders die Säuglingssterblichkeit, die schon bei den Israeliten Deutschlands, besonders aber Berlins vor 100 Jahren eine sehr glückliche genannt werden kann, in unserer Zeit einen so hervorragenden Stand erreicht, daß sie schlechterdings nicht mehr viel herabgesetzt werden kann. Es trafen auf hundert Geburten im Jahre 1910 nur noch 13,5 gestorbene 0-15 Jahre alte Kinder. Das ist ein so günstiges Resultat, wie ich mich nicht erinnere, anderswo angetroffen zu haben.[15] Daß diese Sterblichkeit nur die in Berlin geborenen Kinder betrifft, bewies eine von mir diesbezüglich vorgenommene Auszählung. Es waren von den 1909 gestorbenen jüdischen Kindern nur drei Kinder außerhalb Berlins in Deutschland und 13 im Auslande geboren. Da ja auch einzelne Berliner Familien verziehen, so kann man wohl sagen, daß das Resultat einwandsfrei die Sterblichkeit der Berliner jüdischen Jugend wiedergibt. Aber auch die verstorbenen Erwachsenen wurden nicht ungünstig von der Beteiligung ausländischer Juden beeinflußt, wir haben gesehen, daß dieselben sich an den Eheschließungen mit 17 % beteiligen, an der Mortalität beläuft sich ihr Anteil auf 19 %.

Gerade die hervorragende Verbesserung der Mortalität bezeugt das soziale Aufsteigen der Juden. Diese überaus sympathische Erscheinung braucht nicht fortzudauern, da es fraglich ist, ob der großstädtische Nachwuchs aus den modernen Ehen, in welche angealterte Männer Geschlechtskrankheiten, Nervenleiden, Alkoholismus usw. mit sich bringen, dieselbe Lebensdauer erreichen werden. Der soziale Aufstieg bedingt noch keine konstante Verbesserung der Vitalität. Kommunale, nationale oder religiöse Vorkehrungen müssen wachthalten, daß die sozial günstig gestellten Klassen nicht degenerieren.

Tabelle IIb. #Jüdische Sterblichkeit#

der Säuglinge in % der der Kinder in % der (unter 1 Jahr) Geburten (0-15 Jahre) Geburten

1816-20 16 17,4 nicht ermittelbar 1821-30 17 17,0 " " 1831-40 23 16,8 " " 1841-50 43 16,8 " " 1851-60 61 16,3 " " 1861-66 125 19,0 " " 1880-84 nicht ermittelbar 1895 26,9 1885-89 " " 1770 22,0 1890-94 " " 1741 21,6 1895-99 " " 1473 19,0 1900-04 " " 1349 17,0 1905-09 " " 1183 16,0 [1910 " " 13,5[16]]

Tabelle IIc. #Es starben# ~ledige~ #Juden in Berlin über 15 Jahre:#

1905 197 1906 190 1907 231 1908 186 1909 202 ------ zusammen 1006

Tabelle IId. #Sterblichkeit und Herkunft bei der jüdischen Bevölkerung Berlins.#

Unter 100 verstorbenen Juden waren von den Kindern über 15 Jahre alt zusammen

geboren in Berlin 152 (90½ %) 83 (10,5 %) 235 (24,6 %) sonst in Deutschland 3 (1½ %) 553 (70,2 %) 556 (68,1 %) im Ausland 13 (8 %) 153 (19,3 %) 166 (17,3 %)

Der Umstand, daß trotz des erheblichen Zuzuges tausender fremder Juden die Besetzung der oberen Altersklassen, wie sich aus der Tabelle über den Bevölkerungsaufbau ergibt, abgenommen hat, gibt zu dem Bedenken Anlaß, das auch schon anderweitig bezüglich der Lebenskraft der deutschen Juden ausgesprochen worden ist: es könne unter den großstädtischen Juden die sprichwörtlich bekannte Lebensdauer herabgesetzt werden. Eine Durchforschung der Krankheitsursachen der Verstorbenen pro 1910 ergab eine unheimliche Anzahl von Gehirn- und Herzschlag und Nierenleiden bei den jüngeren Leuten. Zuckerkrank waren unter den 1000 verstorbenen Erwachsenen allein gegen 80, für die luetische Infizierung sprach der Umstand, daß allein 18 an Tabes zugrunde gingen, wobei die in den städtischen Anstalten untergebrachten Tabiker in Buch usw. leider nicht mehr in Anrechnung gebracht werden können. Wer daher auf eine durchgreifende Besserung der Mortalitätsverhältnisse der Großstadtjuden rechnet, kann in dieser Hoffnung leicht getäuscht werden. Ja, es liegt wohl eher Grund zur Annahme vor, daß eine Verschlechterung der Mortalität in nächster Zeit zu erwarten ist.[17]

* * * * *

Es ist hier nicht der Platz, eingehend über die Geburtenberechnung zu sprechen. Schon #Prinzing# hat darauf hingewiesen, daß die Berechnung der Geburten auf je tausend der Bevölkerung ein falsches Verfahren darstellt. Die Ausscheidung der Geburten nach der Reihe, die sie einnehmen, kennzeichnet bedeutend besser den Fruchtbarkeitsstand. Eine Bilanz läßt sich aber nur folgendermaßen ziehen:

Wir nehmen 1000 Frauen im gebärfähigen Alter (15-50 Jahre), ohne dabei zu berücksichtigen, ob sie ledig oder verheiratet sind. Und wir stellen demgegenüber den entsprechenden Geburtenprozentsatz ein; in unserem Falle haben wir 1905 28734 gebärfähige Jüdinnen. Dieselben müssen, um die Rasse zu erhalten, innerhalb 35 Jahren so viel Kinder zeugen, daß diese imstande sind, nach Abzug der Kindersterblichkeit später die 28700 Frauen und die dazu gehörigen Männer zu ersetzen.

Die Fruchtbarkeitsziffer läßt sich also leicht bestimmen, und zwar aus dem Fruchtbarkeitsfaktor, der erstens 1:35 der im Fruchtbarkeitsalter stehenden Frauen darstellt und zweitens aus dem Prozent der im Unfruchtbarkeitsalter sterbenden Personen besteht. Nehmen wir an, 1000 gebärfähige Frauen haben nur pro Jahr 1:35 Geburten = 59,2 ‰. Dann wird natürlich diese Zahl nicht genügen, die Bevölkerung zu ersetzen, denn von diesen 59 ‰ gehen noch etwelche ab, die im Kindesalter sterben, und hochgerechnet 50 erreichen nach 15 Jahren das gebärfähige Alter. Also durch diese tausend gebärfähigen Frauen werden pro Jahr zu wenig Kinder das Licht der Welt erblicken. Die Zahl 59 ‰ stellt einen »Idealwert« dar, der ausdrückt, daß ohne Kindersterblichkeit diese Ziffer genügen würde, eine Bevölkerung zu erhalten. Der #»adäquate« Fruchtbarkeitswert wäre bei der jüdischen Bevölkerung ca. 72 Geburten auf 1000 gebärfähige Frauen#.[18]

Es kann an dieser Stelle nicht so sehr auf die Theorie dieser neuen Berechnungsmethode eingegangen werden, es würde sonst den Gang unserer Ausführungen zu sehr aufhalten, aber es mag gestattet sein zu bemerken, daß die Methode bekannten Statistikern vorgeführt und als richtig befunden worden ist.

Wenn wir nun die #Fruchtbarkeits#ziffer für Berlin studieren, so finden wir, daß dieselbe betrug:

pro 1000 gebärfähige Frauen in #Berlin# in #Preußen# (Land)

jüdische Bevölkerung allgemeine Bevölkerung

1880 100,8 1885 105,0 } 1895 67,5 1895 95,8 } 150-160 1900 60,8 1900 84,3 } 1905 56,8 1905 75,6 }

Im Jahre 1910 sind die im gebärfähigen Alter stehenden Jüdinnen noch nicht ausgezählt, eine genaue Berechnung läßt sich noch nicht aufstellen. Da aber im allgemeinen die im gebärfähigen Alter stehenden Jüdinnen wie früher ca. 29 % der Gesamtbevölkerung ausmachen dürften, so dürfte die Fruchtbarkeitsziffer 50 betragen.

[Diagramm: #Fruchtbarkeitstabelle.# Vergleich adäquat. Fruchbarkeitswert der Juden, wirkliche jüdische Fruchtbarkeit und Fruchtbarkeit der allgemeinen Berliner Bevölkerung.]

Also schon im Jahre 1895 genügte die Fruchtbarkeitsziffer der Berliner Juden dem Adäquatwert nicht, #im Jahre 1905 war sie um 20 % zu gering# und 1910 hatte sie wahrscheinlich sich auf 30 % verringert. Wir stehen also vor der Tatsache, daß schon heute die jüdische Bevölkerung Berlins #nur so viele Kinder in die Welt setzt, um# ~zwei Drittel~ #der bestehenden Familien zu ersetzen; der andere Teil fällt schon nach einer Generation aus#.

Es fragt sich nun, ob wir auf Grund des Studiums der heutigen Verhältnisse die Fruchtbarkeit der nächsten Jahre voraussagen können, ob die Fruchtbarkeit in den Jahren 1913, 1914, 1915 sinken wird und muß.

Eine Berechnung, die noch anderweitig, soviel wir wissen, auch nicht geübt wurde, aber auf die wir nicht das Anrecht der Autorschaft erheben wollen, falls dieselbe doch schon irgendwo angewandt wurde, ist folgende:

Wir haben die gebärfähigen Frauen als diejenigen bezeichnet, die 15-50 Jahre alt sind, und dementsprechend möchten wir das zeugungsfähige Alter der Männer für statistische Zwecke auf 20-55 Jahre festsetzen. (Einige Ausnahmen, die sowohl Geburten von Mädchen unter 15 Jahren oder Frauen über 50 Jahre und die Männer über 55 betreffen, glauben wir ruhig vernachlässigen zu können). Während nun bei den alten Juden die Unverheirateten in dem zeugungs- bzw. gebärfähigen Alter auf Grund hundertfältiger Überlieferung eine Seltenheit darstellen, und während auch noch bei der allgemeinen Bevölkerung in der früheren Zeit der Ledige zur Minderheit gehörte, haben sich bei den Berliner Juden folgende Verhältnisse herausgebildet: Es waren von den Männern (20-55 Jahre alt) 1895 verheiratet 48,4 %, bei den Frauen 48,8 %. Fünf Jahre später war der Prozentsatz schon wesentlich gesunken, er betrug 47,4 bzw. 47,8 %. Also nicht einmal die Hälfte der geschlechtsreifen Juden ist verheiratet. Da wir wissen, daß die außereheliche Fortpflanzung bei den Juden keine nennenswerte Rolle spielt, so können wir schon daraus schließen, daß die volle Zeugungsfähigkeit nicht ausgeübt werden kann. (Bei der allgemeinen Bevölkerung liegen die Verhältnisse noch wesentlich besser, wie unsere Berechnungen zeigen, siehe Tabelle VII.)

Was wissen wir nun von der Fortpflanzung der verheirateten Juden? Betrachten wir einmal zuerst die Eheschließungen. Eine persönlich vorgenommene Auszählung der eheschließenden Juden Berlins ergab folgende Verhältnisse: Wir treffen unter den Heiratenden (1909) 64 Akademiker, etwa 200 selbständige Kaufleute und ebensoviele bei ihnen Angestellte, 33 Handwerker und 57 Arbeiter (bei den rein jüdischen Ehen). Bei den Mischehen 24 Akademiker, 56 selbstständige und 116 angestellte Kaufleute, 10 Handwerker, 80 Arbeiter. Wir ersehen daraus, daß die Arbeiter bei den rein jüdischen Ehen ebensoviele wie die Akademiker waren, beide je 10 %, das überwiegende Kontingent stellten die Kaufleute. In den rein jüdischen Ehen haben die Akademiker fast nur berufslose Frauen erwählt, die Kaufleute meist; bei den Angestellten waren berufslose und berufstätige Jüdinnen in fast gleicher Zahl vertreten, bei den Arbeitern überwog die vorher berufstätige Frau.

Tabelle XIa. #Berufsstellung der heiratenden Juden#.

1. In #jüdischen# Ehen (1910)

++===========================================================================++ || || Frauen || |+-----------++--------------------------------------------------------------+| || ||Selbst. Berufe, Geschäftsinhaberinnen und Besitzerinnen || || || |Lehrerinnen || || || | |Direktricen || || || | | |Kontoristinnen || || || | | | |Näherinnen, Schneiderinn. || || || | | | | |Verkäuferinnen || || || | | | | | |Wirtschafter. Dienstmdch. || || Männer || | | | | | | |Arbeiterinnen || || || | | | | | | | ||Insgesamt mit Beruf || || || | | | | | | | || |Ohne Beruf || || || | | | | | | | || | |Zusammen|| |+===========++==+=====+====+====+====+====+====+======++=====+=====+========+| ||Akademiker ||--| 3 | -- | -- | -- | -- | -- | 1[20]|| 4 | 60 | 64 || ||Selbst. ||10| 4 | 4 | 13 | 12 | 13 | 2 | 1 || 59 | 153 | 212 || || Kaufleute || | | | | | | | || | | || ||Angest. ||10| 2 | 6 | 27 | 16 | 27 | -- | 1 || 89 | 108 | 197 || || Kaufleute || | | | | | | | || | | || ||Handwerker ||--|-- | -- | 3 | 5 | 2 | -- | 2 || 12 | 21 | 33 || ||Arbeiter ||--|2[19]| -- | 2 | 18 | 5 | 8 | 5 || 40 | 17 | 57 || |+-----------++--+-----+----+----+----+----+----+---- -++-----+-----+--------+| || zusammen ||20|11 | 10 | 45 | 51 | 47 | 10 |10 ||~204~|~359~| 563 || ++===========================================================================++

Tabelle XIb. #Berufsstellung der heiratenden Juden#.

2. In #Mischehen# (Berlin 1910).

++======================================================================++ || || Frauen || |+----------++----------------------------------------------------------+| || ||Geschäftsinhaberinnen || || || |Lehrerinnen Schauspieler. || || || | |Buchhalterinnen || || || | | |Verkäuferinnen || || || | | | |Schneiderinnen || || || | | | | |Wirtschafterinnen || || Männer || | | | | | |Arbeiterinnen || || || | | | | | | ||Insgesamt mit Beruf || || || | | | | | | || |Ohne Beruf[21]|| || || | | | | | | || | |Zusammen|| |+==========++====+======+====+====+====+====+====++=====+=====+========+| ||Akademiker|| -- | 2 | 2 | 1 | 2 | -- | -- || 7 | 17 | 34 || ||Kaufleute || 3 | 1 | 2 | 8 | 14 | 5 | 1 || 34 | 22 | 56 || ||Angest. || | | | | | | || | | || || Kaufleute|| 3 | 6[22]| 22 | 13 | 22 | 4 | 3 || 73 | 43 | 116 || ||Handwerker|| -- | -- | -- | 1 | 6 | 1 | 1 || 9 | 1 | 10 || ||Arbeiter || 1 | 1[23]| 8 | 17 | 26 | 9 | 19 || 71 | 9 | 80 || |+----------++----+------+----+----+----+----+----++-----+-----+--------+| || zusammen || 8 | 7 | 34 | 40 | 70 | 19 | 24 ||~194~| ~92~| || ++======================================================================++

Bei den Mischehen waren die Gattinnen 116 Jüdinnen, davon 37 berufslos, 120 Christinnen, davon 31 berufslos.

Ein anderes Bild zeigt die Eheschließung in Mischehen. Während die Bräute in den jüdischen Ehen fast ⅔ der Fälle berufslos waren, hatten sie in den Mischehen viermal so häufig vorher einen Beruf ausüben müssen. Da aber erfahrungsgemäß (nach Statistiken Dr. #Segalls# u. a.) die Mehrzahl der Jüdinnen Berlins im heiratsfähigen Alter erwerbstätig ist, so mag der Schluß auch aus der Statistik zu ziehen sein, daß der Jude die berufslose Frau wählt, d. h. diejenige, die wohlhabend ist und ihn materiell unterstützen kann, vorzieht. Für ein gut Teil der jüdischen Mädchen, die nicht auf derartige wirtschaftliche Vorteile rechnen können, eröffnen sich unangenehme Perspektiven.[24]

Wo Ehen nach dem Gesichtspunkte des wirtschaftlichen Vorteiles geschlossen werden, wird es nicht ausbleiben, daß der Kindersegen unter demselben Gesichtswinkel betrachtet wird. Und ebenso wie eine mittellose Frau eine starke Belastung des Budgets (und keine Verbesserung der materiellen Leistungsfähigkeit) bedingt, so wirkt ein numerisch starker Nachwuchs in derselben Linie. Wo ein starker sozialer Auftrieb besteht, kommt die Frühehe und die Liebesheirat zu kurz. Diese Erscheinungen korrespondieren gewissermaßen mit der Geburtenbeschränkung.