Part 2
Eine andere Beleuchtung der Frage ergibt auch die Eruierung der #unfruchtbaren Ehen#, sowie der Zahl der Menschen, die im zeugungsfähigen Alter keine Ehe schließen. #Unfruchtbar waren mehr wie 25 % der Ehen#, (wenn ich die geschlossenen Ehen des Jahres 1909 mit den Erstgeburten des Jahres 1910 zusammenbrachte, so fand ich, daß nicht dieselbe Anzahl Erstgeburten, die bei einer Fruchtbarkeit aller Ehen anzunehmen war, sich vorfand, sondern daß nur auf je 100 Eheschließende 70 % Kinder kamen. Bei der allgemeinen Bevölkerung gab es 30 % sterile Ehen, bei den Mischehen sogar 39 %).[11]
Schon in den siebziger Jahren zeigte es sich, daß die Juden nicht nur viel später, sondern auch seltener heirateten, und jetzt (1905) liegen die Verhältnisse so, daß die Juden in der Zeit, wo sie die Höhe ihrer Eheschließungsziffer erreichen, #noch über ein Viertel ihrer Bevölkerung# Unverheiratete besitzen.
Tabelle VIIa.
++=====================================================================++ || #Es waren verheiratet in Berlin von je 100# || || || männl. | weibl. | männl. | weibl. || || || Juden | Juden | Juden | Juden || || || [1895] | [1895] | [1900] | [1900] || |+==================++===========+===========+============+============+| || bis 20 Jahre alt || 0,05 | 0,9 | -- | 0,9 || || " 25 " " || 2,0 | 21,4 | 3,3 | 21,5 || || " 30 " " || 20,6 | 52,9 | 10,0 | 52,7 || || " 35 " " || 47,0 | 65,5 | 43,7 | 66,0 || || " 40 " " || 70,0 | 71,3 | 57,4 | 69,8 || || " 45 " " || 78,0 | 73,0 | 78,3 | 68,1 || || " 50 " " || 82,6 | 68,3 | 82,0 | 67,1 || || " 55 " " || 83,7 | 62,7 | 68,6 | 54,6 || || " 60 " " || 81,2 | 50,6 | 66,9 | 52,7 || ++=====================================================================++
Setzen wir das Mosaik zusammen! #Dann bleibt unter hundert Juden ein Viertel ehelos und ein weiteres Viertel kinderlos. Von der knappen Hälfte der Bevölkerung, die sich vermehrt, haben fast zwei Drittel nur ein und zwei Kinder, und nur ein Drittel mehr als diese; d. h. die Hälfte der ganzen jüdischen Bevölkerung kommt zeitlebens für die Vermehrung überhaupt nicht in Frage, sie ist total unfruchtbar; mehr als ein Viertel liefert einen viel zu geringen Zuwachs und nur ein Viertel liefert die Kinderzahl, die einer gesunden Bevölkerungsvermehrung entspricht.#
Aber die Berliner Juden würden ein noch viel traurigeres Bild ihres Zuwachses aufzeigen, wenn sie nicht die ausländische Zuwanderung besäßen. Es ist behauptet worden (#Segall# im »Deutschen Reich«), daß die osteuropäischen Juden für die Erhaltung des deutschen Judentums nicht in Frage kämen, da es sich meist um alte Leute handelte, die vor den Pogromen geflohen seien. Das entspricht nicht den Tatsachen; sowohl die Erhebungen über die Münchner Juden, die Standesämter wie die allgemeine Empirie bezeugen es uns, daß diese Einwanderung sich von anderen nicht unterscheidet. Wie überall wandern vornehmlich die jugendlichen Elemente aus, und so treffen wir gerade in Berlin tausende östlicher Juden, die sich hier eine Existenz zu gründen suchen. Sie sind stark vertreten als Händler, weniger als Hausierer, ferner als Handwerker, in der Zigarettenindustrie, Eierbranche usw. Unter ihnen sind relativ viele Arbeiter oder wenigstens proletarische Elemente, und sowohl dieser Umstand, als auch die religiösen Anschauungen, die sie in der Heimat vor sich gesehen haben, beeinflussen ihre Fruchtbarkeit. Sie bilden schon 17 % der eheschließenden Berliner Juden. Dank dem freundlichen Entgegenkommen der Berliner Polizeidirektion wurden von ihr die Geburtsorte der jüdischen Väter der Mehrgeborenen untersucht, und da ergab sich das Faktum, daß 48 % #der mehrgeborenen# (über fünftgeborenen) #Kinder von ausländischen Juden abstammten.# ~Also, ohne die ausländischen Juden wäre der Zuwachs an jüdischen Kindern noch geringer.~ Diese Konstatierung läßt sich wohl kaum widerlegen.
* * * * *
Trotz alledem könnte der allgemeine Überblick irgendwelche Erscheinungen nicht berücksichtigen, die die biotischen Verhältnisse in günstigerem Lichte erscheinen lassen müßten. Deshalb ist es nötig, die Geburtlichkeit nach jeder Richtung zu durchforschen, d. h. nicht nur die Geburtenzahl, sondern auch die Gebärfähigkeit bzw. die Fruchtbarkeit. Die Berechnung, wie viele Kinder in jedem Jahrzehnt auf die Ehe treffen, ist ungenügend. In der Tabelle IV haben wir eine derartige Berechnung angestellt und sind zu dem Resultat gekommen, daß heute das reinste #Zweikindersystem# bei den Juden durchgeführt ist. Besser kann der Beweis für diese These in der Tabelle VI geführt werden. Die Resultate der Tabelle VI sind unangreifbar. Hier haben wir die ehelichen Geburten, gegliedert nach der Reihenfolge; und zwar waren von je hundert die Erstgeborenen, die Zweitgeborenen, Drittgeborenen usw. ausgezählt.[12]
Tabelle VI. #Eheliche Fruchtbarkeit in Berlin.#[12]
++======================================================================++ || || Von je 100 Geburten entfallen auf die || || ||[Erstgeboren.] || || || || || || |[Zweitgeboren.] || || || | || || || | |[Drittgeboren.] || || || | | || || || | | |[4-6.-geboren.] || || || | | | || || || | | | |[Mehrgeboren.] || || || | | | | || || Im Jahre || | | | | |[Zu- || || || | | | | |sammen] || |+===============++========+========+========+========+========+========+| || || | | | | | || ||bei d. allgem. || | | | | | || ||Bevölkerung || | | | | | || || 1880 || 18 | 20 | 18 | 32 | 12 | 100 || || 1886 || 23 | 20 | 16 | 27 | 14 | 100 || || 1896 || 27 | 23 | 17 | 23 | 10 | 100 || || 1906 || 33 | 24 | 15 | 24 | 8 | 100 || || 1910 || 34,4 | 26,6 | 16,0 | 17,0 | 6,0 | 100 || || || | | | | | || ||bei den Juden || | | | | | || || 1910 || 34,7 | 30,5 | 15,4 | 15,9 | 3,5 | 100 || || || | | | | | || ||bei den || | | | | | || ||Mischehen || | | | | | || || 1910 || 42,3 | 27,7 | 13,0 | 15,9 | 3,0 | 100 || ++======================================================================++
#100 im Jahre 1909 geschlossenen Ehen entsprachen Erstgeborene bei den Juden 70 %.# (565 Eheschließungen und 385 Erstgeburten.)
[Diagramm: #Die Geborenen nach der Geburtenfolge# (unter je 100 Geborenen). Vergleich Juden 1910, allgemeine Bevölkerung 1910, Mischehen 1910 und allgemeine Bevölkerung 1880.]
Wie steht es nun mit der ehelichen Fruchtbarkeit? Nach dem Werke von #Gruber# und #Rüdin# läßt sich die eheliche Fruchtbarkeit der allgemeinen Berliner Bevölkerung gut überblicken. Es trafen auf hundert eheliche Geburten Erstgeburten im Jahre 1880 18 Kinder, 1886 23, 1896 27, 1906 33 und 1910 (eigene Auszählung) 34,4. Mehr als sechs Geborene waren in denselben Zeiträumen 12 %, dann 14, 10, 8 und 6 %, Wir sehen also, daß die Berliner Bevölkerung die Kinderzahl rationalisiert, es gibt immer weniger Ehen, in denen Mehrgeburten vorkommen, der Überblick über die Tabelle VI beweist dieses zur Genüge. Die Juden haben nach Auszählungen, die ich vermöge des Entgegenkommens des Berliner Statistischen Amtes (Prof. Dr. #Silbergleit#) vornehmen durfte, und wofür ich auch an dieser Stelle danken möchte, Erstgeborene in 34,7 %, Zweitgeborene in 30,5 %, Drittgeborene in 15 %, #mehr als Sechstgeborene nur# 3½ %. Die Mischehen sind, wie dieselbe Tabelle zeigt, noch mehr darauf zugeschnitten, Mehrgeburten zu vermeiden. Oder, wenn wir auf je 100 Erstgeburten die Mehrgeburten berechnen, hatten nur 44 Mütter Drittgeburten, ebensoviele Viert- und Sechstgeborene. Während bei der allgemeinen Bevölkerung 1880 auf je 100 Erstgeborene noch 66,7 Siebent- und Mehrgeborene trafen, kamen 1910 bei den Juden nur noch 9½ Siebent- und Mehrgeborene auf 100 Erstgeborene. Damit ist der Unterschied zwischen der schon niedrigen Fruchtbarkeit der allgemeinen Bevölkerung Berlins von 1880 und der der heutigen Juden wohl am besten charakterisiert.
Tabelle XIII. #Geburtenhäufigkeit.#
++======================================================================++ || || Auf je 100 | Auf je 100 Erstgeborene || || || eheliche | (ehel. u. unehel.) || || || Erstgeborene | überhaupt kamen 1910 || || || kamen 1880 | || || || | | || || || bei der | | || || || Berliner | bei der | bei der || || || allgem. | allgem. | jüdischen || || || Bevölkerung | Bevölkerung | Bevölkerung || |+==========================++==============+=============+=============+| ||Zweitgeborene || 111,0 | 77,2 | 87,0 || ||Drittgeborene || 100,0 | 45,0 | 44,0 || ||Viert- bis Sechstgeborene || 177,7 | 55,0 | 46,0 || ||Siebent- u. Mehrgeborene || 66,7 | 23,0 | 9,5 || ++======================================================================++
#Genaue Detaillierung der Berliner Geburtlichkeit.#
++================================================++ || | Auf je 100 Erstgeburten || || | kamen 1910 || || | || || | || || | bei der allge- bei der || || | meinen jüdischen || || | Bevölkerung Bevölkerung || |+================+===============================++ ||Zweitgeborene | 77,2 87,0 || ||Drittgeborene | 45,0 44,0 || ||Viertgeborene | 28,0 23,0 || ||Fünftgeborene | 17,0 15,0 || ||Sechstgeborene | 10,5 7,8 || ||Siebentgeborene | 7,4 2,5 || ||Achtgeborene | 5,2 2,6 || ||Neuntgeborene | 3,3 2,0 || ||Zehntgeborene | 2,2 0,5 || ||Elft- und Mehr- | || || geborene | 4,5 2,0 || ++================================================++
[Diagramm: #Die soziale Stellung.# Unter je 100 Eheschließenden waren: Ca. 9 Akademiker, 2 Fabrikanten, 38 selbständige Kaufleute, 35 kaufm. Angestellte, 6 Handwerker, 10 Arbeiter.]
Danach tritt also klar zutage, daß in den Ehen eine enorme Umwälzung der Fruchtbarkeit sich vollzogen hat.
[Diagramm: Unter 100 Erstgeborenen trafen auf: Akademiker 9, Fabrikanten 2,5, selbständige Kaufleute 42, kaufm. Angestellte 22,5, selbst. Handwerker 8, Arbeiter 16.]
Ich versuchte aber die Konstruktion der Natalität noch weiter zu ergründen, bestimmte den Prozentsatz, den die einzelnen Berufe an der Eheschließung und an der Vermehrung nahmen, #danach gab es Akademiker unter den Heiratenden knapp# 10 %; diese hatten einen entsprechenden Prozentsatz unter den erstgeborenen Kindern, unter den mehr als Drittgeborenen aber nur 1,4 %, und es ist wohl auch kein Wunder oder Zufall, daß der einzige Akademiker, der mehr als sechs Kinder hatte (im Jahre 1910) ein aus dem Auslande stammender Rabbiner war, wie überhaupt bei den Rabbinern die Mehrgeburten noch vielfach vorkommen. Auch die selbständigen Kaufleute wiesen ebenso wie die Handelsangestellten eine immer schwächer werdende Beteiligung an den Mehrgeburten auf. #Die Arbeiter, die unter den Eheschließenden dieselbe Zahl wie die Akademiker aufwiesen (10 %)#, waren in 34 % der Fälle Väter der Kinder, die Viertgeborene und mehr waren. #Es zeigt sich also auch hier, daß das Proletariat die Art erhält.#
[Diagramm: Unter 100 jüdischen Mehrgeborenen trafen auf: Akademiker 1, Fabrikanten 3, selbst. Kaufleute 33, kaufm. Angestellte 13, selbst. Handwerker 17, Arbeiter 33.]
Tabelle XII. #Soziale Stellung der jüdischen Väter# der 1910 in Berlin in jüdischen Ehen geborenen Kinder.
++======================================================================++ || ||Akademiker Fabrikanten Bankiers || || || |Selbständige Kaufleute || || || | |Kaufm. Angestellte, subalterne || || || | |Beamte || || || | | |Selbständige Handwerker || || || | | | |Arbeiter || || || | | | | |Insgesamt| || || || | | | | | | in % || |+=====================++=====+======+=====+=====+=====+=========+======+| ||Von den || | | | | | | || || Erstgeborenen || 48 | 166 | 85 | 25 | 61 | 386 | 34,7 || || " Zweitgeborenen || 29 | 146 | 78 | 22 | 61 | 336 | 30,5 || || " Drittgeborenen || 18 | 66 | 26 | 18 | 42 | 170 | 15,4 || || " Viertgeborenen || 4 | 34 | 9 | 11 | 29 | 87 | 8,0 || || " Fünftgeborenen || 4 | 21 | 8 | 8 | 18 | 59 | 5,2 || || " Sechstgeborenen || 1 | 10 | 6 | 3 | 10 | 30 | 2,7 || || " Siebentgeborenen || 1 | 7 | 8 | 8 | 16 | 40[13]| 3,5 || |+---------------------++-----|------+-----+-----+-----+---------+------+| || Insgesamt || 105 | 430 | 220 | 95 | 237 | 1107 | 100,0|| || || | | | | | | || ||Repräs. Geburten || 297 | 1023 | 496 | 300 | 735 | | || ++======================================================================++
Tabelle XII. #Beteiligung der Berufe an den Geburten in %.# (Juden, Berlin 1910).
++======================================================================++ || || Die Väter waren || || ||-----------------------------------------------------+| || ||Akademiker || || || |Bankiers Fabrikanten || || || | |Kaufleute || || Von den || | | |Angest. Kaufleute || || || | | | |Selbst. Handwerker || || || | | | | |Arbeiter || || || | | | | | |Insgesamt|| |+===============++=======+=====+======+======+======+========+=========+| ||Erstgeborenen || ~9,3~ | 2,3 | 42,2 | 22,2 | 7,2 | ~16,8~ | 100,0 || ||Zweitgeborenen || 4,9 | 3,5 | 43,3 | 22,2 | 7,1 | 19,0 | 100,0 || ||Drittgeborenen || 6,9 | 3,9 | 38,1 | 14,5 | 11,9 | 25,3 | 100,0 || ||Viert- u. || | | | | | | || || Mehrgeboren || ~1,4~ | 2,8 | 33,3 | 14,35| 14,35| ~33,8~ | 100,0 || ++======================================================================++
Tabelle VIII. #Eheschließende in %.#
Von den 1909 eheschließenden Juden waren
#Berufsverteilung:# Aka- Selbst. Angest. Hand- demiker Fabrik. Kaufleute Kaufleute werker Arbeiter
von den rein jüd. Ehen 9,5[14] 2,0 37,4 35,6 5,6 9,5 von den Mischehen 8,5 22,0 34,5 3,0 29,0
#Herkunft:# aus Berlin aus übrigem Ausland Deutschland in jüdischen Ehen 295 643 184 1122 in % 26,2 57,4 16,4 in Mischehen 87 171 31 289 in % 30,0 59,2 10,8 ---------------------------------------------------- zusammen 382 814 215 1411
Akademiker Selbst. Angestellte Selbst. Arbeiter. Kaufleute. Kaufleute Handwerker. +----------------+-------------+-------------+-------------+-------------+----+ | : : : : : : : : : | | : oo Erstgeborene : : : : : : : : | | : oo : : : : : : : : | | : : : : : : : : : | | : xx mehr als : : : : : : : : | 45: xx Drittgeb. : : : : : : : : | | : : : : : : : : : | | : : : 42% : : : : : : : : | | : : : ooooo : : : : : : : | | : : : ooooo : : : : : : : | 40:.. : : ooooo : : : : : : : 40-| | : : : ooooo : : : : : : : | | : : : ooooo : : : : : : : | | : : : ooooo : : : : : : : | | : : : ooooo : : : : : : : | 35:.. : : ooooo : : : : : : : | | : : : ooooo : : : : : : : | | : : : ooooo 33% : : : : : : 33,8% | | : : : ooooo xxxxx : : : : : xxxxx | | : : : ooooo xxxxx : : : : : xxxxx | 30:.. : : ooooo xxxxx : : : : : xxxxx 30-| | : : : ooooo xxxxx : : : : : xxxxx | | : : : ooooo xxxxx : : : : : xxxxx | | : : : ooooo xxxxx : : : : : xxxxx | | : : : ooooo xxxxx : : : : : xxxxx | 25:.. : : ooooo xxxxx : : : : : xxxxx | | : : : ooooo xxxxx : : : : : xxxxx | | : : : ooooo xxxxx : : : : : xxxxx | | : : : ooooo xxxxx 22% : : : : : xxxxx | | : : : ooooo xxxxx ooooo : : : : xxxxx | 20:.. : : ooooo xxxxx ooooo : : : : xxxxx 20-| | : : : ooooo xxxxx ooooo : : : : xxxxx | | : : : ooooo xxxxx ooooo : : : : xxxxx | | : : : ooooo xxxxx ooooo : : : 16,8% xxxxx | | : : : ooooo xxxxx ooooo : : : ooooo xxxxx | 15:.. : : ooooo xxxxx ooooo : : : ooooo xxxxx | | : : : ooooo xxxxx ooooo 14% : : 14% : ooooo xxxxx | | : : : ooooo xxxxx ooooo xxxxx : xxxxx ooooo xxxxx | | : : : ooooo xxxxx ooooo xxxxx : xxxxx ooooo xxxxx | | : : : ooooo xxxxx ooooo xxxxx : xxxxx ooooo xxxxx | 10:.. : : ooooo xxxxx ooooo xxxxx : xxxxx ooooo xxxxx 10-| | : 9,3% : ooooo xxxxx ooooo xxxxx : xxxxx ooooo xxxxx | | : ooooo : ooooo xxxxx ooooo xxxxx : xxxxx ooooo xxxxx | | : ooooo : ooooo xxxxx ooooo xxxxx 7% : xxxxx ooooo xxxxx | | : ooooo : ooooo xxxxx ooooo xxxxx ooooo xxxxx ooooo xxxxx | |5:.. ooooo : ooooo xxxxx ooooo xxxxx ooooo xxxxx ooooo xxxxx | | : ooooo : ooooo xxxxx ooooo xxxxx ooooo xxxxx ooooo xxxxx | | : ooooo : ooooo xxxxx ooooo xxxxx ooooo xxxxx ooooo xxxxx | | : ooooo : ooooo xxxxx ooooo xxxxx ooooo xxxxx ooooo xxxxx | | : ooooo 1,4% ooooo xxxxx ooooo xxxxx ooooo xxxxx ooooo xxxxx | |0: ooooo xxxxx ooooo xxxxx ooooo xxxxx ooooo xxxxx ooooo xxxxx | +-----------------------------------------------------------------------------+ Geburten aus jüdischen Ehen (1910 in Berlin) nach dem Stande des Vaters.
Die deutschen Juden besitzen aber nur ein geringes Proletariat, von ihren Ehen (1909) trafen auf die Akademiker 54, selbständige Kaufleute und Fabrikanten 223, angestellte Kaufleute und mittlere Beamte 201, Handwerker (Meister) gab es nur 32 und Arbeiter 54 Ehen (davon etwa die Hälfte Ausländer). Es ist müßig, dagegen den allgemeinen Bevölkerungsaufbau anzuführen. Heutzutage weiß jeder Mensch, wie die Verhältnisse liegen, daß der vierte Stand im geraden umgekehrten Sinne bei der allgemeinen Bevölkerung vertreten ist wie bei den Juden. Man kann zu demselben Resultat gelangen, wenn man die in einer anderen Tabelle zusammengestellte Steuerkraft der Juden überblickt. Auch danach sind es verhältnismäßig ganz geringe Prozentteile, die das Durchschnittseinkommen der Berliner teilen. Das Gros der Berliner Juden ist viel wohlhabender.
Tabelle XV. #Der Volkswohlstand der Berliner Juden.#