Die Reden Gotamo Buddhos. Mittlere Sammlung, erster Band
Part 43
[Fußnote 25: Diese wohlbekannten neun _phāsuvihārā_ hat wohl Asoko gemeint, wenn er, auf dem Bairāter Edikt I. 5, von den _aliyavasāni_ spricht: denn sie heißen auch _ariyavisesā_, z. B. in der folgenden Rede. -- Freilich ließe sich noch an den _ariyūposatho_, _AN_ III. No. 70, und an die Dekade im _Saṉgītisuttam_ denken. Für Asokos _aliyavasāni_ = _phāsuvihārā_ spricht noch _Khuddakapāṭho_ IV, 9 _santāvāsā_ (so ist zu lesen) = _MN_ vol. I. p. 42 _santā vihārā_. Als 6. Fassung derselben Begriffe sei hier noch _anupubbavihārā_ gegeben: _Paṭtisambhidāmaggo_, Pāli-Mss /Neumann/ No. 5 fol. _ki_. -- Der von Asoko im selben Edikt als _moneyasūte_ belobte Text ist weder im _Sāmaññaphalasuttam_ noch im _AN_ III. No. 120, wie /Oldenberg/ _Vin._ I. XL^1 vermuthet hat, wohl aber im 2. Theil des _Nālakasuttam_ des _Suttanipāto_, vv. 699-723, mit voller Sicherheit wiederzuerkennen. Der selben, dem götterbegnadeten Gnadenreich so sympathischen Sammlung könnte auch der _Upatisapasine_ entnommen sein: der unermüdliche Prediger der _ahiṃsā_ hätte damit nämlich das _Sāriputtapañhasuttam_ (vv. 955-975) empfehlen wollen, keineswegs die erst später zu hohem Ansehn gelangte dunkle metaphysische Formel _ye dhammā hetuppabhavādi_. Die Verse 964/5 stellten die _Anāgatabhayāni_ im Auszuge dar. Wahrscheinlich aber wird unsere 24. Rede gemeint sein, welcher der Titel _Upatissapañho_ ganz eigentlich zukommt und die überdies noch durch _e--cā_ unserer 61. Rede, dem _Rāhulovādo_, verbunden ist: Asokos allgemeine Angabe _bhagavatā bhāsite_ widerspricht, im Grunde genommen, nicht.]
[Fußnote 26: Mönchen und Nonnen, Anhängern und Anhängerinen.]
[Fußnote 27: Unterkleid, Oberkleid und doppelte Toga; vergl. _Mahāvaggo_ p. 287 ff.]
[Fußnote 28: _māradheyyam, amāradheyyam, maccudheyyam, amaccudheyyam. -- māradheyyam_ wörtlich: das Reich der Mortur, genau wie /Schopenhauer/ den Ausdruck anwendet, Nachlass Bd. IV., § 551.]
[Fußnote 29: lies: _rūpattāyam_, _vedanattāyam_ etc.]
[Fußnote 30: Das waren die Häupter jener ante- und conbuddhistischen Wunderbaren Heiligen, der Unbekleideten (_Acelakos_), der Ungebundenen (_Muttācāros_ ͠= _Ājīvikos_), der Handverköster (_Hatthāpalekhanos_). Die Geißelung aber war diese, dass der völlig Nackte, der nicht einmal einen Napf besaß, das Almosen nicht zum Munde führen, sondern nur aus seiner Hand aufschlürfen durfte. Vergl. hierzu das _Kukkuravatikasuttantam_, _MN_ No. 57, wo noch inbrünstigere Geißelbrüder die Sache cagnescamente, bez. vacchescamente betreiben, u. a. m. _Acelakā_, _vivasanā_, _muttavasanā_, _muttācārā_, _naggacariyā_ (cf. _Dhp_. v. 141), _digambarā,_ _nigaṇṭhā_ (cf. _Suttanip_. v. 381) sind übrigens Synonyme und gehören unter den Begriff des _kṣapaṇājīvas_, als dessen bekannteste Vertreter sich bis auf den heutigen Tag die _Jainās_ erhalten haben.]
[Fußnote 31: Zu unseren fünf Sinnen zählen die Inder als sechsten die Funktion des Denkens hinzu: Gesicht, Gehör, Geruch, Geschmack, Getast, Gedenken. Vergl. die 9., 10. und 11. Rede.]
[Fußnote 32: Die Antithesen _samaṇo_: _samitā_, _brāhmaṇo_: _bāhitā_, _nahātako_: _nahātā_, _vedagū_: _viditā,_ _sottiyo_: _nissutā_, _ariyo_: _ārakā_, _araham_: _ārakā_ sind metaphorisch angewandt, nicht etymologisch: denn dass der Buddho die wahren Etymologien nicht gekannt habe, ist bei seiner gründlichen Vertrautheit mit dem Brāhmanenthume (_DN_) kaum anzunehmen. -- Vergl. die tiefsinnige Ableitung des _rūpam_ von √(rup) = √(lup), _SN_ vol. III. p. 86; auch _Suttanip._ v. 1121. Ebenso _loko_ von √(luj), _SN_ vol. IV. p. 52.]
[Fußnote 33: Einen trefflichen Auszug dieser Reden, die auch heute noch im Volke recht beliebt sind, giebt Asoko auf seinem 11. Felsenedikt.]
[Fußnote 34: _vibhavataṇhā; vibhavo = vibhu, vibhūti,_ ist hier positiv. Der Gebrauch κατ’ ἐναντιοτην findet sich ebenso oft, z. B. _MN_ vol. I. p. 65: da ist _vibhavo_ in den negativen Pol umgeschlagen und ist gleich _abhavo,_ nämlich jenem Begriffe, der scharf hervortritt in dem reinen Dvandvam _bhavābhavo,_ Sein und Nichtsein -- wohl zu unterscheiden von dem gleichlautenden Āmreḍitam. Cf. die Anm. 12 und die schönen Belegstellen im P. W.]
[Fußnote 35: Vergl. die 30. Anm. Zur Fastenübung: _Manus_ XI, 216/18, VI, 19/20. Der _addhamāsiko pariyāyabhattabhojanānuyogo_ ist ohne Zweifel eine Gattung des c_āndrāyaṇam,_ der Mondesrunde: von Vollmond bis Neumond von 15 auf 0 Bissen täglicher Nahrung fallend und dann wieder bis 15 Bissen steigend; eine Hungerkasteiung von je ½ Monat, die bei den Brāhmanen in höchstem Ansehn steht. _Kṛcchrātikṛcchrau cāndrāyaṇam iti sarvaprāyaścitaṃ sarvaprāyaścitaṃ,_ und _etam āptvā vipāpo vipāpmā sarvam eno hanti_ sagt _Gautamas_ XIX. 20, XXVII. 16. -- Theile der folgenden _dukkarakārikā_ lassen sich, parallel oder gar wörtlich, wiedererkennen _Man._ VI, 5, 6, 13, 21, 22, XI, 223, 224. Ebenso schon in den Sūtren _Gautamas’, Baudhāyanas’, Āpastambas’._ Recht ergiebig ist, als Nachprobe, eine Vergleichung der Fragmente des /Megasthenes/, siehe besonders p. 135-141 und 155-160 ed. /Schwanbeck/. So heißt es, wie auf unseren Text bezogen, p. 139,_{22} Ἀτκειν δε και τουτους κἀκεινους καρτεριαν, τηη δε ἐν πονοις και την ἐν ταις ὑπομοναις, ὡςτ’ ἐφ’ ἑνος σχηματος ἀκινητον διατελεται την ἡμεραν ὁλην. Mit letzterem Beispiele sind ganz gewiss die Stetigsteher gemeint (möglicherweise zugleich auch die _Jainās_, vergl. unseren Text p. 147), während die im selben Fragmente sub 19 genannten ἐσθητες ἀπο φλοιων δενδρειων Rinden- und Laubflechten sein sollen. Der _Acelako_, den der Begleiter /Alexanders/, /Aristobulos/, schildert als ὑπτιον πεσοντα ἁνεχεσθαι των ἡλιων και των ὀμβρων (bei /Strabo/, ed. /Meineke/ p. 995,_{6}) hat sein Vorbild in dem sehr alten Spruche unserer 12. Rede, p. 147. Die zwar allgemein gehaltene Mittheilung /Strabos/, ὡς δ’ εἰπεν, Ἰνδους ... ἀναρλεκομενους δε μιτρουτθαι τας κομας (l. c. 1002,_{5}), dürfen wir doch wohl insbesondere von den _Jaṭilos_ gelten lassen. Die _Hatthāpalekhanos_ sind uns als ταις χερσι ὑδωρ πινξντες überliefert von /Clemens Alexandr/. (nach Historiographen? nach Pantänus?) Strom. I., ed. /Sylburg/ p. 305B.]
[Fußnote 36: _sotāpatti_, die Hörerschaft, nicht von √(sru), sondern von √(śru), daher _sotāpanno_ und _ohitasoto_: Der gehört hat und Der offene Ohren hat. -- Vergl. _MN_ vol. I. p. 169, 172, 445, 480, 512. _SN_ vol. II. p. 68-70, vol. IV. p. 138, No. 152 (_aññatra anussavā_), _AN_ vol. I. p. 198 No. 6, vol. II. p. 116 f. und ib. 185 _sotānugato_, DN vol. I. p. 230 f., Mahāparin. p. 39. Ein _sotāpanno_ ist schon der _sāvako_: nämlich der _sutavā ariyasāvako ariyānaṃ dassāvī_; im _SN_ vgl. II. p. 43 noch deutlicher genannt _dhammasotaṃ samāpanno_.
Bei dem hohen Werthe des gesprochenen Wortes, der selbst vor der kleinsten Rede durch die Versicherung _Evam me sutam_ bekräftigt wird, könnte das _Buddhavacanam_ wohl auch als _Sutapiṭakam_ gelten. Vom _sutantiko_ zum _suttantiko_ = _śrutvāntika_s wäre der Schritt jedenfalls näher als zum _sottantiko_ = _sautrāntikas_, zumal für unseren Kanon nicht leicht etwas unzutreffender sein kann als der Begriff des _sūtram_, und nichts zutreffender als der des _sutam_. Es spielt keine Rolle, wenn gelegentlich einmal, wie _Vinayapiṭ_. vol. III. p. 8 f. (cf. _Dhp._ vv. 44, 45), von der Lehrmethode als von dem die Blumen zusammenhaltenden Baste, _suttam_, gesprochen wird, was nicht mehr und nicht weniger als ein Gleichniss wie hundert andere sein will. Ein dunkles Gefühl der Sache, sprachlich bedingt und rückgedeutet, lässt sich bei Asoko und Späteren mehr vermuthen als nachweisen: cf. Epigraphia Indica vol. II. p. 105 No. 79, p. 106 No. 80, p. 400 No. 59. -- Die Sprache aber war die Magadhās, und zwar die gewählte Rede, nicht der schwankende Kanzleipatois der Edikte. Und dass dieses unser Pāli wirklich von Magadhā bis nach Zeilon herab ~rein~ überliefert wurde, dafür gewährt uns die Stelle _Cullavaggo_ p. 139 starken Anhalt. Zwei Jünger, früher brāhmanische Gelehrte, wird da erzählt, wollen das _Buddhavacanam_ in gebundenes Saṃskṛt übertragen. »Denn es giebt jetzt viele Jünger, aus den verschiedensten Kasten und Ständen: die verderben das Meisterwort in seiner Sprache« -- trüben seine Reinheit, meinen sie; in vedischem Saṃskṛt bliebe es Unberufenen unzugänglich. Der Meister aber weist den Vorschlag ab und sagt: _Anujānāmi bhikkhave sakāya niruttiyā buddhavacanam pariyāpuṇitum_, ‚Das Meisterwort, ihr Mönche, soll in seiner Sprache gelernt werden.‘ Das ist die richtige Uebersetzung, und nicht wie /Oldenberg/ meint, jeder solle in seinem eigenen Dialekt die Lehre lernen (_Vinayapiṭ._ vol. I. p. XLVIII, Sacred Books East vol. XX. p. 151, Buddha ^2 p. 192). Wäre dies gemeint, dann müsste die Klage der brāhmanischen Jünger lauten: _te sakāya sakāya niruttiyā buddhavacanaṃ dūsenti_ oder _te puthu sakāya n^0_ oder _te sakāhi niruttīhi^0 oder te nānāniruttīhi^0_ oder ähnlich. Der klare Wortlaut aber ist _te sakāya n^0_, und der ist frei von jeder Zweideutigkeit, kann sich lediglich auf _buddhavacanam_ beziehn, wie es übrigens die Tradition, grammatisch freilich ungenügend, stets gethan hat.
Durch das gehörte, verstandene Wort wurde also der Kanon, bis zur Fixierung, mündlich bewahrt. Der schon längst vorher in Indien gepflegten Schrift haben sich weder der Meister noch die eigentlichen Jünger bedient, wie dies eben in der Art ihres Ordens begründet war. Mag dieser immerhin _brahmacariyaṃ saṉkhalikhitam_ (_MN_ I, 179, 267, _DN_ I, 63, passim) genannt worden sein: der Ausdruck ist älter als der Buddhismus und von den Brāhmanen überkommen, vergl. Vorrede p. XX. -- Zur Erklärung des letzteren Begriffes sei hier noch erwähnt, dass _saṉkhalikhitam_, Punkt für Punkt, wörtlich heißt: der Reihe nach geschrieben; cf. _MN_ I, 105 ff. _saṉkhā pi_, erst nach einer Reihe (von Tagen, Gegensatz: _yāvajīvam_ 106, 108), auch 109 I. 3 v. u. ff., und P. W. ^1 s. v. _śaṉkha_ No. 5 (_mahāśaṉkha_ No. 3), das, prākṛtisch wie es ist, eher zu _saṉkhya_ als zu κογχη etc. gehört. Zwar liefert nun die Tradition auch hier, wie oft, eine richtige interpretatio finalis, aber das etymologische Verständniss ist ihr, schon seit dem 12. Buche des _Mahābhāratam_, total abhanden gekommen: die Geschichte von den altehrwürdigen Gesetzgebern _Saṉkhas_ und _Likhitas_ verdient, trotz der je unter einem der beiden soi-disants Namen zusammengestellten, hier und da recht alterthümlichen längeren, bez. kurzen _Vaiṣṇavasaṃhitā_, gewiss nur ebenso viel Glauben wie die vom Reliquienschäffler _Doṇo_, _Mahāparin_. p. 69. Jene uralten, wahrscheinlich praehistorischen Symboloiden aber, das cakram, die _caityās_, der _svastikas_, _padmas_, _śeṣas_, _śaṉkhas_ (vergl. bes. /Bühler/, Ep. Ind. vol. II., p. 323, I. 8-12), kommen hier, als dem Geist und der Form durchaus widersprechend, nicht in Betracht. Mysteriolemmata und Mahāmudrās haben im Theravādo keinen Platz gefunden.]
[Fußnote 37: _bako_ von √(vak), _vaṉk_ = _kauṭilye_ im ursprünglichen Sinne: zickzacksein; entspricht volvi, volo [»fulmina volant«], τραπω, ἀστραπη. Daher wird auch Yāskas’ und seiner Vorgänger Erklärung zu _bakuras_, _Ṛgv_ I, 117,_{21}, wohl richtig sein. Die allerdings verlockende tropische Potenzierung, nach dem Muster der Purāṇen, scheint mir hier kaum mehr als in tautophoner Prosonymie zulässig. Siehe die 20. Anmerkung.]
[Fußnote 38: lies: _mā h’eva te rittakam eva ahosi tucchakam eva ahosi viññāṇam anidassanam anantaṃ sabbato paham_. Siehe die Schlussverse des _Kevaṭṭasuttantam_, _Dīghanikāyo_ vol. I. p. 223. Die Variante _pabhaṃ_ wäre von √(bhañj) abzuleiten; cf. _bhaṃgo_, _pabhaṃgu_, _pabhaṃguṇo_: _Jātakam_ vol. I. p. 392 lin. ult., p. 393 lin. 3., _Dhammapadam_ v. 148, _Therīgāthā_ v. 140, _Itivuttakam_ p. 37, _Saṃyuttakanikāyo_ vol. III. p. 32. Doch ist in siṇhalesischer wie barmanischer Schrift das _bha_ dem _ha_ sehr ähnlich, und eine Verwechslung mag schon früh aufgekommen sein. -- Zum Folgenden vergl. die vier Verse am Ende des _Dhammahadayavibhaṉgasuttam_ (im _Suttasaṉgaho_ No. 13), deren zweiter lautet:
_Tāva dīghāyukā devā Sattā cavanti saṉkhayā: N’atthi koci bhavo nicco -- Iti vuttam mahesinā._
Bis durch die höchste Götterwelt Reibt alle Wesenheit sich auf: »Kein Dasein hat Beharrlichkeit« -- Das ist das Wort des Meisterherrn.
Aller tieferen Ursprünglichkeit solcher Stellen eingedenk, wollen wir uns inzwischen erinnern, dass es auch bei uns, selbst in den ödesten Zeiten, nie gänzlich an Männern gefehlt hat, von denen das stolze Wort /Brunos/ gilt: »Vidimus quantum satis est.« Man sehe nur z. B. den höchst merkwürdigen Brief /Petrarcas/, de reb. fam. VIII., 8. Auf die Frage, was er vom Leben halte, antwortet der Vielerfahrene einem vertrauten Freunde u. a.: »Videtur mihi vita haec labyrinthus errorum, desertum horribile, limosa palus, habitatio ferarum, terra infelix, fons curarum, mare miseriarum, grata phrenesis, pondus infaustum, ficta fabula, falsa laetitia, verus dolor, cupiditas infinita, sitis insatiabilis, famelica nausea, fugax forma, latens praecipitium, abdita retia, officina scelerum, catena consuetudinum, rerum unci, prolixa brevitas, latae angustiae, calles inexplicabiles, passus impliciti, circulorum motus, statio instabilis, rota volubilis, manens cursus, concors discordia, bellum inexorabile, obliviosa peregrinatio, spirans mors, viventium infernus, longum funus, pomposa vanitas, superba miseria, miseranda felicitas. En, amice, qualis mihi haec videtur, quae tam multis exoptatissima ac gratissima vita est; necdum tamen conceptum omnem meae mentis expressi: peior enim est multo miseria, quam a me, seu quocumque hominum, dici possit. Sed quo es ingenio, ex his paucis totum, reor, animum loquentis introspicis. Unum tot in malis habe bonum, quod ad bonam et aeternam vitam, nisi dexter trames deseratur, via est.« Und gewiss ließe sich eine _ariyapaveṇi_ durch Länder und Jahrhunderte hindurch ohne Mühe herstellen.]
[Fußnote 39: s. g. weil jedem der sechs Sinne (vergl. die Anm. 31) nur Quaal zutheil wird: _SN_ vol. IV. p. 126.
Zu Seite 390, Zeile 11 v. o.: _rittam_, √(ric), in urspr. Bed.: Wer bemerkt, dass man nicht mehr braucht. Cf. _rittāsanam_ eine verlassene Stätte, _rittapesuṇo_ einer der das Ausrichten aufgegeben hat, _muni ritto caranto_ der entrückt wandernde Einsiedler, _Suttanip_. v. 963, 941, 823, _Theragāthā_ vv. 502 ff.; _rittassādo_ müßiges Behagen, _AN_ vol. I. p. 280. -- Zur »inneren Meeresstille«, p. 391. I. 15 v. o., passim, vergl. _Theragāthā_ v. 372, _Suttanipāto_ vv. 920, 723 und 720:
Das lernet von der Flüsse Fluth, Vom Bergesbach, vom Stufensturz: Geschwätzig wellt ihr Wasserschwall -- Verschwiegen wellt der Ozean. ]
NACHWEISE
Im Vorwort ist eingehend begründet worden, weshalb einige Stellen dieses Bandes, die sich, anders übersetzt, auch in andern Bänden vorfinden, dessenungeachtet in ihrer ersten Fassung belassen wurden: die rhythmisch sehr verschiedene Umgebung solcher sonst identischer Stellen machte eine Umpflanzung eben unmöglich. Derartige Stellen sind als unübernommen manchmal in den Nachweisen vermerkt. Die ursprüngliche Fassung geänderter Stellen ist in der 1. Auflage mittels der den Text beider Ausgaben begleitenden Zahlen am Rande leicht aufzufinden. Geänderte, oder genauer, aus späteren Werken übernommene Stellen sind meist kursiv gedruckt, und nur dort nachgewiesen, wo sie in diesem Band das erste Mal auftreten, nicht bei nachmaliger Wiederkehr. Zur Vergleichung herangezogen wurden folgende Werke:
MS = Die Reden Gotamo Buddhos aus der Mittleren Sammlung Majjhimanikāyo des Pāli-Kanons zum ersten Mal übersetzt von Karl Eugen Neumann. Drei Bände. 1. Auflage, Leipzig 1896-1902, seit 1919 bei R. Piper & Co., München.
LS = Die Reden Gotamo Buddhos aus der Längeren Sammlung Dīghanikāyo des Pāli-Kanons übersetzt von Karl Eugen Neumann. Drei Bände. 1. Auflage, München 1907-1918.
LSN = Ein Ergänzungsband, welcher die Anmerkungen und Nachweise zum 3. Band der Längeren Sammlung enthält und noch erscheinen wird (zit. aus dem Manuskript).
BR = Die Reden Gotamo Buddhos aus der Sammlung der Bruchstücke Suttanipāto des Pāli-Kanons, übersetzt von Karl Eugen Neumann, 2. unv. Auflage, München 1907.
LM = Die Lieder der Mönche und Nonnen Gotamo Buddhos, aus den Theragāthā und Therīgāthā zum ersten Mal übersetzt von Karl Eugen Neumann, 1. Aufl., Berlin 1899, seit 1918 bei R. Piper & Co., München.
IT = I Discorsi di Gotamo Buddho del Majjhimanikāyo per la prima volta tradotti dal testo pāli da K. E. Neumann e G. De Lorenzo. Primo Mezzocentinaio. II a Ed. Bari 1916.
BK = Das buddhistische Kunstwerk. Vier Aufsätze von Karl Eugen Neumann, erschienen in den Süddeutschen Monatsheften Febr. 1904, Okt. 1904, Dez. 1905, Febr 1906.
H = Karl Eugen Neumanns Handexemplare.
1. URART.
[FN: p. 3 ^{4-5} = MS III 361 ^{4-5}.
-- ^{9-10} = MS III 361 ^{10-11}.
-- ^{13-15} = MS III 101.]
[FN: p. 8 ^{3} _trachtet_ H.]
[FN: p. 12 ^{12} _taṇhā_ Lebens_durst_ LSN und IT »sete di vita«.]
2. ALLES WÄHNEN
[FN: p. 16 ^{9-10} _Kummer_, Jammer, Schmerz vergl. LS II 436 ^{19-20}.]
[FN: p. 17 ^{4-7} vergl. LS II 436 ^{11-15}.
-- ^{9-10} = LS III 209 ^{29-30}.]
[FN: p. 18 ^{27} _die_ Schaam, vergl. LS III 131 ^{18}.]
[FN: p. 19 ^{2-4} ein neues _Gefühl_ nicht aufkommen lassen, _navañ ca vedanaṃ na uppādessāmi_, und ich werde _ein Fortkommen haben... mich wohl befinden_ = LS III 131 ^{23-25}.
-- ^{8-9} nur um _den Unbilden... auszuweichen_ vergl. mit LS III 131 ^{30}, dort ist das folgende _paṭisallāṇarāmattham_ mit »um der Zurückgezogenheit pflegen zu können« wiedergegeben (wegen des sonst doppelt entstehenden »pflegen« hier nicht übernommen).
-- ^{11-12} vergl. LS III 131 ^{33}, 132 ^{1-2}.]
3. ERBEN DER _LEHRE_
[FN: p. 22 Erben der _Lehre_ H, IT »Eredi della dottrina«.]
[FN: p. 25 ^{3-5} = LS II 10 ^{22-24}.
-- ^{6-9} = MS III 457 ^{18-21}.
-- ^{6} statt _nun_ lies _denn_.]
[FN: p. 28 ^{11} _sammāsamādhi_ rechte _Einigung_ vergl. LS II 443 ^{22}.]
4. FURCHT UND ANGST
[FN: p. 29 ^{13} _anagāriyam_ später immer mit »_Haus_losigkeit« wiedergegeben, vergl. MS II 12 ^{11}.]
[FN: p. 37 ^{23} _Erbarmen_ zur Welt, vergl. LS II 159 ^{10}.]
[FN: p. 38 ^ {5-19} vergl. mit LS II 445 ^{2-14}, der Trencknersche Text p. 21 f. hat nur einmal _brāhmaṇa_.]
[FN: p. 39 ^{23-24} dem _geläuterten_, über _menschliche Gränzen hinausreichenden_, _visuddhena atikkantamānusakena_ = LS III 112 ^{22-23}; zum ganzen Absatz bis p. 40 ^{13} cf. LS III 112 f.]
[FN: p. 40 ^{2-29} _āsavasamudayo_ -- _āsavanirodho_, Wahn_entwicklung_ -- Wahn_auflösung_, cf. Leidensentwicklung -- Leidensauflösung LS II 436 ^{12-14} und Weltentwicklung -- Weltauflösung, _Saṃyuttakanikāyo_ vol. I. p. 84, übersetzt in LSN.]
[FN: p. 41 ^{2} _Nichtwissens_wahn für _avijjāsavā_ im II. Bd. der LS 118 ^{27} und LS III 209 ^{31}. Auf p. 14 u. 15 ist die erste Übertragung geblieben, da es sonst lauten müsste »neuer Nichtwissenswahn nicht aufkommen kann«.
-- ^{4} = LS II 196 ^{9-10}.
-- ^{21-30} = LS I 157 ^{1-90}.]
5. UNSCHULD
[FN: p. 53 ^{28} _Ye pana te kulaputtā_, es giebt aber auch edle Söhne, vergl. MS III 84 ^{11}.]
6. WUNSCH UM WÜNSCHE
[FN: p. 56 ^{16} die _das Herz erquicken_, _ābhicetasikānam_, vergl. LS III 115 ^{2} (für _nikāamalābhī_ ist die erste Fassung belassen worden).
-- ^{22-24} cf. MS II 225 ^{8-9}.
-- ^{29-30} _tiṇṇaṃ saṃyojanānaṃ_ später stets mit »drei Fesseln« wiedergegeben, _pañcannaṃ orambhāgiyānaṃ saṃyojanānam_ mit »fünf niederzerrenden Fesseln«, _tasmā lokā_ »nach _jener_ Welt«, cf. LS III 134.
-- ^{20-31} vergl. LS III 113 ^{24-35}.]
[FN: p. 58 ^{6-7} vergl. LS III 280 ^{15-16}.]
[FN: p. 60 ^{16} _suvaṇṇe dubbaṇṇe_ lies wie stets »schöne und _unschöne_«.
-- ^{24} _diṭṭhe va dhamme_ »noch bei Lebzeiten«, vergl. MS III 267 ^{30}.]
[FN: p. 61 ^{1-2} = LS II 446 ^{28}.]
7. DAS GLEICHNISS VOM KLEIDE
[FN: p. 64 ^{15-26} vergl. mit LS II 131, für _dhammo_, später meist mit »Lehre« oder »Satzung« übertragen, ist hier »Wahrheit« belassen worden, schon wegen des folgenden _dhammūpasaṃhitaṃ pāmujjam_ »verständnissreife Wahrheitwonne«. Die Stelle Buddhe _aveccappasādena hoti_ ist LS II 131 »beim Erwachten mit begründeter Zuversicht ausgerüstet« u. s. w. übertragen, was sich bei der Wiederholung auf p. 65 nicht ohneweiters einfügen lässt. Aehnliche Schwierigkeiten bei _pamuditassa pīti jāyati_ bis _samādhiyati_, welche Stelle erst LS III 234 ^{26-29} ihre letzte Fassung erhalten hat.]
[FN: p. 66 ^{10} _Erbarmenden_ Gemüthes für _karuṇāsahagatena cetasā_, vergl LS I 212 ^{2} nebst Anmerkung, auch LS III 216 ^{12}.]
[FN: p. 67^{14} _bhavaṃ Gotamo_ in den folgenden Bänden mit »Herr Gotamo« wiedergegeben.]
[FN: Mit p. 68 letzte Zeile bis Ende der Rede, vergl. LS II 196^{1-12}.]
8. LEDIGUNG
[FN: p. 71 ^{16} _Gegen_wahrnehmungen, vergl. LS II 95 ^{17}.]
[FN: p. 74 ^{26} für das vor Augen liegende _Sinn_ haben, vergl. MS III 46 ^{29}.]
[FN: p. 76-78 _parinibbānaya_, zur Wahnerlöschung gelangen; »vollkommenen« ist bei ähnlichlautenden Stellen in späteren Bänden weggefallen, von LS II an heißt es bloß »zur Erlöschung gelangen«, doch ist hier »Wahnerlöschung« beibehalten, auch um Satzgefüge und -Melodie nicht zu zerstören.]
9. DIE RECHTE ERKENNTNISS
[FN: p. 80 ^{6-7} _pisuṇā vācā_, Verleumdung, vergl. MS III 460 ^{30}, _pharusā vācā_ barsche Rede MS II 247 ^{11}.]
[FN: Zu p. 81-97 ^{0}_samudayañ ca_.... ^{0}_nirodhañ ca_, Entwicklung und Auflösung, vergl. die Nachweise zur 4. Rede.]
[FN: p. 81 ^{22-24} = LS III 221 ^{3-5}. Die einzelnen Glieder des _paṭiccasamuppādo_, der bedingten Entstehung, p. 81-95, sind mit LS II 36 zu vergleichen.]
[FN: p. 82 ^{31} die fünf _Stücke_ des _Anhangens_, siehe MS III 458 ^{8-9}.]
[FN: Zu p. 83 ^{2-3} vergl. LS II 438 ^{35-36},
-- ^{5} ^{0}_durst_, der Daseins_durst_, der Wohlseins_durst_ = LS III 209 ^{25},
-- ^{7-9} = LS II 441 ^{10-12}.]
[FN: p. 84 ^{14-21}, p. 85^{21-24} = MS III 458 ^{14-21, 10-12}.]
[FN: p. 85 ^{12} _Weiter sodann_, für _puna ca param_, ausschließlich in LS gebraucht, vergl. u. a. I 89. Hier im _sammādīṭṭhisutta_m beginnen die Absätze zwar mit _Siyā āvuso. Yato kho_.... (_puna ca param_ ist nur Zusammenziehung).]
[FN: p. 86 ^{22-23} vergl. mit LS II 79 ^{6-7}.]
[FN: p. 87 ^{21-23} vergl. mit LS III 223 ^{23-25}.]
[FN: p. 88 ^{22-24} vergl. LS II 79 f.]
[FN: p. 89 ^{22-26} vergl. mit LS II 80 ^{13-17}.]
[FN: p. 91 ^{25-27} = LS III 237 ^{15-16}.]
[FN: S. 92 ^{28} _Denken_, _Berührung_, _cetanā_, _phasso_, cf. MS III 116 ^{3} (hier geht _phasso_ voran).
-- ^{29} Die vier Hauptstoffe, cf. MS III 100 ^{30}.]
10. DIE PFEILER DER EINSICHT
[FN: p. 98-112 ^{20}, 113 ^{3} bis Ende der Rede, ist im Pāli-Text gleichlautend mit LS II 425-436 ^{15}, 445 ^{18}--446 Ende, und damit in Uebereinstimmung gebracht worden. Für _sattāham_ ist die erste Uebertragung geblieben, vergl. LS III 56 ^{3} _kiṃ karissati sattāho ti_.]
11. DER LÖWENRUF
[FN: p. 117 ^{9-10} vergl. LS II ^{17-18} und die zugehörige Anmerkung 116.
-- ^{12} andersfährtige Pilger, _aññatitthiyā paribbājakā_, vergl. LS III 51 ^{7}. »Die ‚andersfährtigen Pilger‘ sind Asketen anderer Orden, die eine andere als die von Gotamo gezeigte Furth durch das Meer der Wandelwelt zur Ewigkeit hinüber suchen oder gefunden zu haben vermeinen. Es ist das ihre Sache und ihr Recht, sie werden darum weder gelobt noch getadelt, nur gekennzeichnet.« (K. E. Neumann in LSN).
-- ^{20} der Heilige, vollkommen Erwachte, vergl. LS III 207 ^{16}.]
[FN: p. 119 ^{5-28} vergl. LSN.
p. 119 ^{31} Asketen oder _Priester_, _brāhmaṇo_ ist in LS immer »Priester« übersetzt, in der 1. Auflage des II. und III. Bd. der MS wechselt »Brāhmane« und »Priester« ab. Durchaus »Priester« einzusetzen, schien oft aus rhythmischen Gründen nicht geboten.]
[FN: p. 120 ^{31} _alles Anhangen_, _sabbupādāna_^0.]
[FN: p. 121 ^{5} _ṭhānāni_, _Fälle_, vergl. LS III 135 ^{13}.]
[FN: Zu p. 122-123 vergl. LS II 34-36.]
[FN: p. 124 ^{5-9} = LS II 91 ^{7-11}.]
12. DAS HAARSTRÄUBEN