Die Protozoen als Krankheitserreger des Menschen und der Hausthiere Für Ärzte, Thierärzte und Zoologen

Part 17

Chapter 173,176 wordsPublic domain

„Sein Befund“, schliesst +Behla+ die zweite Mittheilung, „wirft ein neues Licht auf die Anschauungen von den Protozoen und Sporozoen. Pflanzenparasiten können auch gelegentlich den Thierkörper befallen. Dass die dem Wasserleben angepassten Pilze, die Chytridiaceen und Saprolegniaceen sowie die Peronosporaceen, wenn sie in flüssige Nährmedien gelangen, cilienbesetzte Schwärmsporen bilden und dass Mycelpilze unter Umständen hefeartige Sprossung zeigen, sind bemerkenswerthe Thatsachen. Es wird angezeigt sein, in Zukunft die Methode zu verfolgen, für einzelne Pilze die ursprünglichen Nährpflanzen in der freien Natur auszukunden, um den Entwicklungscyklus klarzulegen, die Pilze zur Sporenbildung zu zwingen und die betreffenden Blätter oder Früchte als Futter zu verwenden. Es ist anzunehmen, dass demnächst auch manche andere dunkle Krankheit, wie die Koccidienkrankheit der Kaninchen, Aktinomykose u. s. w. durch Füttern von pilzkranken Pflanzen, Blättern, Kartoffeln, Rüben u. s. w., welche mit Konidien, Oosporen, Perithecien, Pyceiden von Phyko- und Mykomyceten u. s. w. besetzt sind, Klärung finden wird. +Das Studium der Pflanzen-, Thier- und Menschenkrankheiten muss nach meiner Ansicht Hand in Hand gehen+, besonders in den Gebietsstrichen, wo Seuchen stationär sind. Mit dieser kombinirten Forschungsmethode liesse sich manches unerwartete Resultat erzielen. Probleme wollen von verschiedenen Seiten angegriffen sein. Bekanntlich sind bei verschiedenen Geschwülsten Sprosspilze gezüchtet worden. Die Stimmen mehren sich. Noch so exakte Untersuchungs- und Färbemethoden an todtem Material sind nur ein einseitiger Untersuchungsweg. Hoffnungsvoller ist die Züchtungsmethode. Höchst wahrscheinlich sind die gefundenen Sprosspilze nur Entwicklungsstadien von Mycelpilzen. Ihr Eindringen in den Körper geschieht muthmasslich in einem anderen Stadium als durch das Einverleiben der Sprosspilzkulturen in den Körper. Mir will scheinen, als wenn es durch die angedeutete Forschungsmethode gelingen müsste, der Natur auch ihr Geheimniss des Hervorbringens der bösartigen Geschwülste abzuringen.“

Weitere Versuche werden zwar erst lehren müssen, ob die Anschauungen +Behla+’s über die Entstehung der Sarkosporidien richtig sind, aber es kann nicht geleugnet werden, dass die Aetiologie mancher Thier- und Menschenkrankheiten schneller gefördert würde, wenn Pflanzen-, Thier- und Menschenpathologen etwas mehr Fühlung zu einander nehmen möchten. Für die Pathologie des Menschen und der Thiere glaube ich durch mein Lehrbuch der vergleichenden Pathologie und Therapie des Menschen und der Hausthiere (Leipzig 1898) die Wege dazu etwas geebnet zu haben. --

=2. Die Organismen der Tollwuth.=

In einer Arbeit „+Beitrag zur Kenntniss der Aetiologie der Tollwuth+“[295] berichtet zunächst +Giovanni Memmo+ über seine weiteren Versuche den Erreger der Tollwuth festzustellen.

Schon früher[296] war es ihm gelungen aus dem Gehirn eines an experimenteller Rabies gestorbenen Kaninchens einen +Blastomyceten+ in Reinkultur zu züchten, später auch aus dem Gehirn eines in Folge Bisses eines tollen Hundes gestorbenen vierjährigen Kindes. Schliesslich gelang es +Memmo+ auch den Blastomyceten noch aus weiteren 5 an fixem Virus gestorbenen Kaninchen, sowie aus allen mit den ersten Kulturen geimpften und nach 40–50 Tagen gestorbenen Thieres zu isoliren. +Der Blastomycet fand sich im Liquor cerebrospinalis, im Humor aqueus, in der Parotis und im Speichel.+

Im Liquor cerebrospinalis war die Form der Blastomyceten sehr scharf und gleichmässig; die Zellen waren von einer dicken, lichtbrechenden, doppelkonturirten Membran umgeben und manchmal in Knospung begriffen. Die Kolonien auf Agar und Gelatine waren einander sehr ähnlich, die oberflächlichen waren ausgebreiteter, wenig erhaben und weissgrau. Auf saurem Nährboden war die Entwicklung üppiger. Am besten war das Wachsthum bei einer Temperatur von 35° C. Für Thiere war der Blastomycet pathogen. Intraabdominal geimpfte Meerschweinchen zeigten nach 11–20 Tagen Parese der Hinterglieder, welche an Ausdehnung und Intensität zunahm, und nach 24 Stunden erfolgte der Tod unter einigen klonischen Krämpfen. Subdural infizirte Kaninchen erkrankten nicht immer; bei den erkrankten zeigte sich am 6.-8. Tage Paresis des Hintertheils, später auch Lähmung der Vordergliedmassen, und binnen 1–2 Tagen trat der Tod ein. Subdural oder auch subkutan geimpfte Hunde magerten nach 30–60 Tagen ab und bei einigen wurde Beisssucht beobachtet. Die Thiere verweigerten das Futter, erbrachen und zeigten Schaum vor dem Maule; dann zeigte sich Parese der Gliedmassen, der Unterkiefer hing herunter und der Tod erfolgte mit zunehmender Lähmung nach 48 Stunden. Eine Uebertragung von den Hunden auf Kaninchen gelang nicht. An verendeten Hunden fanden sich weder Organveränderungen, noch in den Organen irgendwelche Mikroorganismen; +aus dem centralen Nervensystem liessen sich aber die Blastomyceten öfters in Reinkultur isoliren+.

Denselben Organismus konnte +Memmo+ auch im weiteren Verlaufe seiner Untersuchungen[297] immer mit den nämlichen kulturellen Eigenschaften und dem gleichen pathogenen Vermögen aus anderen an fixem Virus gestorbenen Kaninchen und aus 4 der Tollwuth verfallenen Hunden isoliren.

Kulturen mit soliden Nährböden bleiben steril; am besten erweisen sich +flüssige Nährböden+ aus Bouillon mit Weinsteinsäure und Glykose, wo die Acidität nur ein ganz wenig stärker ist, als diejenige, welche die Gehirnsubstanz im normalen Zustande besitzt. Einen höheren Grad von Acidität vertragen die Blastomyceten nicht. Die Entwicklung der Mikroorganismen beginnt erst nach einigen Tagen. Auf die geschilderte Art hat +Memmo+ eine Entwicklung der Blastomyceten in reiner Kultur aus der +cephalorhachitischen Flüssigkeit+, der Gehirnsubstanz und aus dem Humor aqueus erhalten. Ebenso waren die Organismen aus dem +Stroma der Parotis+, +aus dem Speichel+, +aber niemals aus anderen Organen und aus dem Herzblut zu isoliren+. Es scheint ferner, dass der Organismus, welcher an ausschliesslich parasitäre Lebensweise gewöhnt ist und sich an ein besonderes Gewebe angepasst hat, sich schwer dazu bewegen lässt, saprophytisch auf unseren Nährböden zu leben.

Bei +Impfungen der Hunde+ zeigte sich im Mittel 30–60 Tage nach derselben Abmagerung, bei einzelnen etwas Beisssucht, Verweigerung der Nahrung, Erbrechen, Schaumabsonderung, dann Parese der hinteren oder vorderen Gliedmassen. Unter zunehmender Parese, wobei der Unterkiefer lediglich seinem eigenen Gewichte nachgiebt, tritt nach ungefähr 48 Stunden der Tod ein.

Die Krankheit kann dann von Hund zu Hund übertragen werden, indem man zu den folgenden subkutanen Injektionen jedesmal eine Emulsion der Gehirnsubstanz der gestorbenen Thiere verwendet.

+Memmo+ hält den von ihm gefundenen +Blastomyceten für den Erreger der Tollwuth+. Demgegenüber berichtet +Grigorjew+[298] in neuester Zeit über Thatsachen, welche ihn zu der Annahme einer Betheiligung von =Protozoen an der Aetiologie der Tollwuth= veranlassen. Aus diesem Grunde ist auch über obige Arbeiten von +Memmo+ hier Mittheilung gemacht worden.

+Grigorjew+ führte in die +vordere Augenkammer+ eine Emulsion der Substanz der Medulla oblongata toller Thiere ein. Um eine Verwechselung der betreffenden Parasiten mit den weissen Blutkörperchen und den Produkten der Zersetzung des Nervengewebes möglichst zu vermeiden, wurden an einer Zahl anderer Thiere Kontrollimpfungen mit einer Emulsion der Gehirnsubstanz gesunder Thiere vorgenommen. Die Untersuchung erfolgte entweder im frischen Zustande oder unter geringer Hinzufügung von schwachen wässerigen Anilinlösungen auf einem +Ranvier+’schen Heiztische bei 37,5° C.

Es wurden Untersuchungen der genannten Art bei 5 Hunden und 10 Kaninchen ausgeführt. Häufiger bei Hunden als bei Kaninchen fanden sich protoplasmatische Körperchen von verschiedener Grösse und Form, welche durch ihr eigenartiges Aussehen unter allen anderen Bildungen auffielen. Die betr. Körperchen hatten unregelmässige, gezackte Konturen, bestanden aus einer blassen, gallertartigen Masse, die in den zum Centrum gelegenen Theilen netzartig oder schwammig und in den peripheren Theilen homogen erschienen. Ihre Grösse betrug 2–4 µ. In einigen dieser Körperchen war ein dem Kern gleiches Gebilde eingeschlossen, das schwach das Licht brach und eine Grösse von 0,5–1 µ hatte. Diese Körper führten sehr langsame amöboide Bewegungen aus, indem sie Pseudopodien aussandten, dabei einen beständigen Wechsel der Körperform aufweisend. Die amöboiden Körper färbten sich nur sehr schwach bei Anwendung konzentrirter wässeriger Anilinlösungen. +Kulturversuche+ mit diesen Protozoen auf entsprechenden Nährböden blieben erfolglos. +Grigorjew+ glaubt jedoch, dass es sich um Koccidien handeln dürfte.

Einstweilen scheinen jedoch die Versuche von +Memmo+ zu verwerthbareren Ergebnissen geführt zu haben, als diejenigen von +Grigorjew+.

Litteratur.

Allgemeine Litteratur über Protozoen.

+L. Pfeiffer+, Die Protozoen als Krankheitserreger. 2. Aufl. Jena 1891.

+v. Wasielewski+, Sporozoenkunde. Jena 1896.

+M. Braun+, Die thierischen Parasiten des Menschen. 2. Aufl. Würzburg 1895.

+R. Leuckart+, Die Parasiten des Menschen und die von ihnen herrührenden Krankheiten. 2. Aufl. 1879 u. ff.

+L. G. Neumann+, Traité des maladies parasitaires non microbiennes des animaux domestiques. 2^e éd. Paris 1892.

+A. Railliet+, Traité de zoologie médicale et agricole. Paris 1895.

+R. Moniez+, Les parasites de l’homme. Paris 1888.

+A. Kruse+, Systematik der Protozoen. (+Flügge+, Die Mikroorganismen. Bd. II. Leipzig 1896.)

+L. Pfeiffer+, Untersuchungen über den Krebs. Die Zellerkrankungen und die Geschwulstbildungen durch Sporozoen. Jena 1893.

+Schneidemühl+, Lehrbuch der vergleichenden Pathologie und Therapie des Menschen und der Hausthiere. Leipzig 1898. S. 257–268.

Geschichtliches.

1836. +Wagner+, Fragmente zur Physiologie der Zeugung. 1836.

1837. +Donné+, Recherches microsp. sur la nature du mucus. Paris 1837.

1854. +Wedl+, Grundlage der path. Histologie. 1854.

„ +Davaine+, Compt. rend. Soc. biolog. 1854.

1857. +Malmsten+, Virchow’s Archiv. 1857.

1859. +Hassel+, The Lancet. 1859.

„ +Junker+, Deutsche Zeitschrift für praktische Medizin. 1859.

„ +Lambl+, Prager Viertelj. für praktische Heilkunde. 1859.

1870. +Pasteur+, Études sur la maladie des vers à, soie. Paris 1870.

1884. +Balbiani+, Leçons sur les sporozoaires. Paris 1884.

Technik der Untersuchung.

1891. +Pfeiffer+, Protozoen als Krankheitserreger. 2. Aufl. Jena 1891.

1893. +Ogata+, Ueber die Reinkulturen gewisser Protozoen.(Centralblatt für Bakt. 1893. Bd. XIV.)

1894. +Miller+, Ueber aseptische Protozoenkulturen. Centralbl. für Bakteriol. 1894. Nr. 7. Bd. XVI.

„ +Fiocca+, Beiträge zur Amöbenforschung. (Centralbl. für Bakt. 1894.)

1895. +Hauser+, Protozoen als Krankheitserreger. Leipzig.

1896. +Celli und Fiocca+, Centralblatt für Bakteriologie. 1896.

„ +Schardringer+, Reinkultur von Protozoen auf festem Nährboden. Centralbl. für Bakt. 1896. Bd. XIX.

„ +Beijerink+, Kulturversuche mit Amöben auf festem Substrate. (Centralblatt für Bakteriologie 1896.)

„ +Giorini+, Kultur der Amöben auf festem Substrate. (Centralbl. für Bakt. 1896.) Bd. XX.

„ +Casagrandi+ und +Barbagallo+, Kultur von Amöben. (Cent. f. Bakt. 1896. S. 579.)

„ +Frosch+, Frage der Reinzüchtung der Amöben. Ebenda S. 926.

1897. +Schardringer+, Centralblatt für Bakt. und Parasit. 1897. Bd. XXIV.

I. Klasse Amöben.

a) Allgemeine Litteratur über Amöben[299].

1763. +M. F. Ledermüller+, Mikroskopische Augen- und Gemüthsergötzungen. Nürnberg.

1835. +Dujardin+, Observations sur les Rhizopodes. Comptes rendus 1835. -- Histoire naturelle des zoophytes. Paris. 1841. -- Articl. Rhizopodes in Diction. univers. d’histoire natur. Paris. Vol. XI. 1848.

1838. +Ehrenberg+, Die Infusionsthierchen als vollkommene Organismen. 1838. Leipzig. -- Ueber noch jetzt zahlreich lebende Thierarten der Kreidebildung und den Organismus der Polythalamien. Abhandl. der Akademie zu Berlin 1839. -- Uebersicht der seit 1847 fortgesetzten Untersuchungen über d. von der Atmosphäre unsichtbar getragene Leben. Abh. d. Berl. Akad. aus dem Jahre 1871. Berlin. 1872.

1844. +d’Orbigny+, Articl. Foraminifères in Dict. univ. d’hist. natur. T. V. 1884. S. 662.

1852. +M. Perty+, Zur Kenntniss der kleinsten Lebensformen in der Schweiz. Bern. 1852.

1854. +Max Sigm. Schultze+, Ueber den Organismus der Polythalamien nebst Bemerkungen über die Rhizopoden im Allgemeinen. Leipzig.

1856. +Lieberkühn+, Zeitschr. f. wissensch. Zoologie. 1856. Bd. VIII. -- Acad. belgique Mémoires des savants étrangers. Tome XXVI. Fol. XI.

„ +L. Auerbach+, Ueber die Einzelligkeit der Amöben. Zeitschr. f. wissensch. Zool. Bd. VII. 1856. p. 391. -- Amoeba bilimbosa ibid. S. 274.

1858. +W. C. Williamson+, On the recent Foraminifera of Great-Britain. London. 1858.

1858–1861. +Claparède+ und +Lachmann+, Études sur les Infusoires et les Rhizopodes. 2 vol. Genève.

1859. +Parker+ and +Jones+, On the nomenclature of the Foraminifera. Ann. mag. nat. hist. 1859 u. ff. Part. I-XV.

1861. +Reuss+, Entwurf einer systematischen Zusammenstellung der Foraminifera. Wien 1861. Sitzungsber. d. k. k. Akad. d. Wissensch. zu Wien.

1862. +Carpenter+, Introduction to the Study of the Foraminifera. Roy. Society. London.

1864. +H. B. Brady+, On the rizopodal-fauna of the Shetlands. Transact. Linnean. soc. T. XXIV. 1864 -- of the Hebrids. Report. Brit. Assoc. Nottingham Meeting 1866. -- The foraminifera of tidal rivers. Ann. mag. nat. hist. 3. ser. T. VI. 1870. -- Notes on some Reticularian Rhizopoda of the „Challenger“ expedition. I. On new or little known arenaceous types. Qu. journ. of microsc. sc. No. 5. Bd. XIX. II Addit. to the knowledge of porcellanous and hyal. typ.

1867. +Waldenberg+, Arch. f. path. Anat. Bd. 40. S. 438.

1868. +G. Haeckel+, Das Protistenreich. Monographie der Moneren. Jena. Zeitschr. f. Med. u. Naturk. Bd. IV. 1868. -- Ueber den Sarkodekörper der Rhizopoden. Zeitschr. f. wissensch. Zool. Bd. XV. 1865. -- Zur Morphologie der Infusorien. 1873 etc.

1872. +Jahresberichte+ der Kommission der wissenschaftlichen Untersuchung der deutschen Meere in Kiel für das Jahr 1872–1873. II. u. III. Jahrg. 1875. +F. E. Schultze+, Rhizopoden der Nord- und Ostsee.

1874. +F. E. Schulze+, Rhizopodenstudien. Arch. f. mikrosk. Anat. I. u. II. Bd. X. 1874. III. u. IV. Bd. XI. 1875. Bd. XIII. 1877 etc.

„ +R. Hertwig+ und +Lesser+, Ueber Rhizopoden und denselben nahestehende Organismen. Arch. f. mikr. Anat. 1874. Bd. X. Supplement. Süsswasserformen -- +R. Hertwig+, Bemerkungen zur Organisation und systematischen Stellung der Foraminifera. Jena. Zeitschr. f. Med. u. Naturwissensch. Bd. X. 1876.

„ +J. Leidy+, Proceedings of the Acad. of natur. scienc. of Philadelphia 1874. u. 1877 etc.

„ +Frommentel+, Études sur les microzoaires. Paris.

1876. +Maggi+, Atti dell’ Instituto Lombardo. 1876.

„ +L. Cienkowsky+, Ueber einige Rhizopoden und verwandte Organismen. Arch. f. mikrosk. Anat. Bd. XII. 1876.

„ +Archer+, Résumé of recent contributions to the knowledge of freshwater Rhizopoda. -- Qu. journ. microsc. XVI. u. XVII. 1876–1877.

1877. +B. Eyferth+, Die mikroskopischen Süsswasserbewohner. Braunschweig.

1878. +von Mereschkowsky+, Amoeba jelaginia. Arch. f. mikr. Anat. 1875. Bd. XI. S. 592. -- Studien über die Protozoen des nördlichen Russlands. Arch. f. mikr. Anat. XVI. p. 204. 1878.

„ +Aim. Schneider+, Sur les rhizopodes terrestres. Rev. scientif. 1878.

1879. +Leuckart+, Die Parasiten des Menschen. Leipzig. 1879 u. ff.

1880. +A. Gruber+, Der Theilungsvorgang bei Euglypha alveolata, die Theilung der monothalamen Rhizopoden. Untersuchungen über einige Protozoen, über Kerntheilungsvorgänge bei einigen Protozoen. Zeitschr. f. wissensch. Zool. Bd. XXXV-XXXVIII. -- Studien über Amöben. Zeitschr. f. wissensch. Zool. Bd. 41. 1885.

1882. +Lanessan+, Traité de zoologique. I. Protozoaires.

„ +Zürn+, Die Schmarotzer auf und in dem Körper unserer Hausthiere. II. Aufl. Weimar. 1882–1887.

1883. +G. Klebs+, Ueber die Organisation einiger Flagellatengruppen und ihre Beziehungen zu Algen und Infusorien. 1883.

1884. +A. Brass+, Die thierischen Parasiten des Menschen. Kassel.

„ +Balbiani+, Études sur la reproduction des Protozoaires. Journ. de la phys. Tom. III. Leçons sur les sporozoaires. Paris.

1887. +F. Blochmann+, Zur Kenntniss der Fortpflanzung von Euglypha alveolata. Morph. Jahrbuch. XIII. 1887.

„ +W. Schewiakoff+, Ueber die karyokinet. Kerntheilung bei Euglypha alveolata Morph. Jahrb. 1887. Bd. XIII.

1888. +Neumann-Toulouse+, Traité des maladies parasitaires non-microbiennes chez les animaux domestiques. Paris. 2^e éd. 1892.

1889. +H. G. Bronns+ Klassen und Ordnungen des Thierreichs in Wort und Bild. I. Bd. Protozoen neu bearbeitet von +O. Bütschli+. I. Abth. Sarkodina und Sporozoa. Leipzig u. Heidelberg. C. F. Winters Verlagsbuchh. 1889.

„ +R. Blanchard+, Traité de zoologique médicale. 2. Bd. 1889–1890. Tome I und Maladies parasitaires, parasites animaux, parasites végétanx à l’exclusion des Bactéries. Traité de Pathol. génér. T. II. p. 649–932. Paris. 1895.

1890. +Baumgarten+, Die pathologische Mycologie. Bd. II. 1890; -- ferner Jahresberichte über die Fortschritte in der Lehre von den pathogenen Mikroorganismen. 1885 u. ff.

1891. +L. Pfeiffer+, Die Protozoen als Krankheitserreger. II. Aufl. 1891. Jena.

„ +C. Claus+, Lehrbuch der Zoologie. 5. Aufl. Marburg 1891.

1892. +Verworn+, Die Bewegung der lebendigen Substanz. Eine vergleichende physiologische Unters. bei Kontraktionserscheinungen. Jena.

„ +R. Hertwig+, Lehrbuch der Zoologie. 1892. Jena.

„ +R. Pfeiffer+, Beiträge zur Protozoenforschung. Die Koccidienkrankheit der Kaninchen. Berlin.

1893. +O. Hertwig+, Die Zelle und die Gewebe. Jena.

1894. +A. Labbé+, Recherches zoologiques et biologiques sur les parasites endoglobulaires du sang des Vertébrés. Arch. de zool. expérim. III. Série. T. II. p. 55–258.

„ +F. Klemperer+ und +E. Lewy+, Grundriss der klinischen Bakteriologie. Berlin 1894.

1895. +M. Braun+, Die thierischen Parasiten des Menschen. 1895. II. Aufl. Würzburg.

„ +Schneidemühl+, Lehrbuch der vergleichenden Pathologie und Therapie des Menschen und der Hausthiere. 1895 u. ff. Leipzig.

1896. +Dantec+ et +Bérard+, Les sporozoaires et particulièrement les coccidies pathogènes. Paris.

„ +von Wasielewski+, Sporozoenkunde. Jena.

„ +O. Lubarsch+ und +R. Ostertag+, Ergebnisse der allgemeinen Aetiologie der Menschen- und Thierkrankheiten. 1896. Wiesbaden.

1897. +Behla+, Die Amöben. Berlin. 1897.

b) Spezielle Litteratur über parasitäre Amöben.

1849. +G. Gros+, Fragments d’helminthologie et de physiol. microscop. Bullet. de la soc. Imp. de Natural de Moscou. 1849. I. 2. p. 555.

1860. +W. Lambl+, Beobachtungen und Studien aus dem Gebiete der patholog. Anatomie und Histologie. Aus dem Franz Josef-Kinderhospital in Prag. 1860. S. 362.

1862. +Sternberg+, Zeitschrift für neuere Medizin. 1862. No. 20–24. Herausgegeben von Walter in Kiew (russ.).

1869. +Rasch+, Anatomische und klinische Untersuchungen über Dysenterie. Virchow’s Arch. Bd. 45. 1869. S. 204.

1870. +Lewis+, Sixt. ann. rep. san. Commiss. with the Govern. of India, Calcutta 1870.

1870–71. +Balsamo-Crivelli+ und +Maggi+, Ueber Kultur von Autoamoeba albuminis. Rend. del R. Instituto Lombardo. Serie II. Vol. III u. IV.

1870. +Cunningham+, Seventh. ann. rep. of the. san. Comm. Govern. of India, Calcutta 1870. -- On the development of certain microscopic Organism occuring in the intestinal canal. Quart. journ. microsc. sc. XXI. 1881. p. 234.

1875. +F. Loesch+, Massenhafte Entwickelung von Amöben im Dickdarm. Virchow’s Archiv. Bd. XLV. 1875. S. 196.

1879. +B. Grassi+, Dei protozoi parassiti e specialmente di quelli che sono nell’ uomo (Sunto preventivo). Gazetta medica italian. 1879. p. 45. -- Intorno ad alcuni protisti endoparassiti et appartenenti alle classi dei flagellati, lobosi, sporozoi e ciliati. Atti della società, Italiana di scienze naturali. Vol. XXIV. Milano 1882. -- Significato patologico dei protozoi parassiti dell’ uomo. Atti della Real. Accad. dei Lincei Rendiconti. IV. 1888. p. 83 etc.

„ +Normand+, Note sur deux cas de colite parasitaire. Arch. méd. Nav. XXXII. 1879. p. 211.

1882. +Perroncito+, Parassiti dell’ uomo e degli animali utili. Milano.

1883. +E. Baelz+, Ueber einige neue Parasiten des Menschen. Berl. klin. Wochenschrift. 1883. S. 237.

1884. +Petrone+, Nota sull’ infezione dissenterica. Lo sperimentale. 1884. Maggio p. 509.

1885. +Kartulis+, Ueber Riesenamöben bei chronischer Darmentzündung der Aegypter. Virchow’s Arch. XCIX. 1885. S. 145. -- Zur Aetiologie der Dysenterie in Aegypten. Virchow’s Arch. CV. 1886. S. 521. -- Zur Aetiologie der Leberabscesse. Centralbl. für B. und P. II. 1887. No. 25. S. 745. -- Ueber tropische Leberabscesse und ihr Verhältniss zur Dysenterie. Virchow’s Arch. CXVIII. 1889. S. 97. -- Einiges über die Pathogenese der Dysenterieamöben. Centralbl. für B. und P. IX. 1891. No. 11. S. 365. -- Ueber weitere Verbreitungsgebiete der Dysenterieamöben. Centralbl. für B. und P. VII. 1890. S. 54. -- Ueber pathogene Protozoen beim Menschen. Zeitschr. für Hygiene und Infektionskrankh. XIII. 1893. S. 2. -- Amöben im Eiter eines Submaxillarabscesses und im nekrotischen Gewebe. Ibid. S. 9. -- Dysenterie. V. Bd. III. Abth. in der speziellen Pathol. u. Therap., herausg. von +Nothnagel+. Wien 1896.

1887. +R. Koch+ und +G. Gaffky+, Arbeiten aus dem Kaiserl. Gesundheitsamt. III. Berlin 1887. Bericht über die Thätigkeit der zur Erforschung der Cholera im Jahre 1883 nach Egypten und Indien entsendeten Kommission.

„ +O. Hlava+, Ueber die Dysenterie. Zeitschr. für böhmische Aerzte in Prag. 1887. Ref. im Centralbl. f. B. und P. 1887. No. 18. S. 537.

„ +Ribbert+, Ueber einen bei Kaninchen gefundenen pathogenen Spaltpilz. Deutsche med. Wochenschr. 1887. No. 8.

„ +H. M. Biggs+, History of an epidemie of dysentery at the Alonchouse, Blackwells Island, New-York. New-York. med. Journal. 1887. p. 13.

1888. +Chantemesse+ et +Widal+, Sur le microbe de la dysentérie épidémique. Bullet. de l’Acad. de médecine. T. XXX. 1888. p. 522.

1889. +Jürgens+, Verhandlungen des Vereins für innere Medizin. 1889. Deutsch. med. Wochenschr. 1892. No. 20. S. 454.

„ +Massiutin+, Ueber die Amöben als Parasiten des Dickdarms. Wratsch. 1889. Nr. 25. Ref. im Centralbl. für B. und P. 1889. Bd. VII. S. 451.

1890. +W. Osler+, Ueber die Dysenterie und im dysenterischen Leberabscess vorhandene Amöben. Centralbl. für B. und P. 1890. Bd. IX. No. 23. S. 736. -- Johns Hopkins Hospit. Bullet. Vol. I. 1890. No. 5. S. 53.

„ +Calandruccio+, Animali parassiti dell’ uomo in Sicilia. Atti dell’ Accademia Gioenia. Serie IV. Vol. II. 1890. S. 95.

„ +J. Fenoglio+, Entéro-colite par Amoebe coli. Arch. italiennes de médecine. T. XIV. 1890. p. 62–70.

„ +Musser+, University medical Magazine. Vol. III.