Part 49
[138] *Wilhelm Weber* wurde 1804 als Sohn eines Professors der Theologie in Wittenberg geboren. Seine ersten Untersuchungen stellte er gemeinsam mit seinen Brüdern an. Mit *Ernst Heinrich Weber* verfaßte er die »Wellenlehre auf Experimente gegründet« und mit *Ernst Weber* die »Mechanik der menschlichen Gehwerkzeuge«. Während die Brüder sich auch weiterhin physiologischen Untersuchungen widmeten, wurde *Wilhelm Weber*, nachdem *Gauß* seine Berufung nach Göttingen bewirkt hatte, ganz für die Physik gewonnen. In gemeinsamer Tätigkeit widmeten sich *Gauß* und *Weber* insbesondere der Erforschung des Erdmagnetismus. (Siehe Bd. III, S. 307). Im Jahre 1833 verbanden sie die Sternwarte und das physikalische Institut durch den ersten elektromagnetischen Telegraphen. 1837 wurde *Weber* gleich sechs anderen Göttinger Professoren seines Amtes entsetzt, weil er sich gegen den Bruch der Hannoverschen Verfassung erklärt hatte (Die berühmten Göttinger Sieben). Er war zunächst stellenlos, lehrte dann einige Jahre in Leipzig, wurde aber 1849 in seine Stellung nach Göttingen zurückberufen. Dort war er bis zu seinem im Jahre 1891 erfolgten Tode mit wissenschaftlicher Arbeit beschäftigt. Auch die akademische Lehrtätigkeit *Webers* war wie diejenige *Neumanns* eine ganz hervorragende.
[139] *W. Weber*, Elektrodynamische Maßbestimmungen. Leipzig 1846.
[140] Wenn man die Elektrizitätsmengen mit e, e_{1} und ihre Entfernung mit r, die relative Geschwindigkeit mit dr/dt und die relative Beschleunigung mit d^2r/dt^2 bezeichnet, dann nimmt *Webers* Gesetz folgende Form an für die Kraft, welche die Elektrizitätsmengen aufeinander ausüben:
(ee_{1})/r^2 (1 - 1/c^2 · dr/dt + 2r/c^2 · d^2r/dt^2)
[141] *Riccardo Felici* wurde 1819 in Parma geboren. Er wirkte als Professor der Physik in Pisa.
[142] *Riccardo Felici*, Über die mathematische Theorie der elektrodynamischen Induktion. Als Bd. 109 von *Ostwalds* Klassikern der exakten Wissenschaften herausgegeben von *E. Wiedemann*. Leipzig, W. Engelmann, 1899.
[143] *Ostwalds* Klassiker, Bd. 109.
[144] *W. Weber*, Messung starker galvanischer Ströme bei geringem Widerstande nach absolutem Maße. 1840. (*Ostwalds* Klassiker der exakten Wissenschaften, Bd. 142. Leipzig, W. Engelmann, 1904.) Die Tangentenbussole konstruierte *Pouillet*, indem er das einfache Galvanometer zu einem Meßapparat umgestaltete (1837). *Weber* gab 1840 der Tangentenbussole eine Form, durch die er sie zum Messen starker Ströme besonders geeignet machte.
[145] Die Berechnung besteht darin, daß man die Tangente des Ablenkungswinkels der Nadel mit einer konstanten Zahl multipliziert, die von der Größe des Kupferringes und der absoluten horizontalen Intensität am Beobachtungsorte abhängt. Letztere betrug für Göttingen 1,78. (Siehe Bd. III, S. 310.)
[146] *Wilhelm Weber*, Über das elektrochemische Äquivalent des Wassers (*Ostwalds* Klassiker der exakten Wissenschaften, Bd. 142. Leipzig, W. Engelmann, 1904.)
[147] Sie betrug bei dem Apparat, den *Weber* konstruierte, 253600 mm.
[148] Von 164 mm Durchmesser.
[149] 1130 Windungen.
[150] 4638330 Quadratmillimeter.
[151] W. *Weber*, Messungen galvanischer Leitungswiderstände nach einem absoluten Maße, 1851. (*Ostwalds* Klassiker der exakten Wissenschaften, Bd. 142. Leipzig, W. Engelmann, 1904.)
[152] *Poggendorffs* Annalen Bd. 94 (1856) S. 10-25. Siehe auch *Ostwalds* Klassiker der exakten Wissenschaften Bd. 142, S. 20 u. f.
[153] Siehe an späterer Stelle dieses Bandes.
[154] Siehe *Liebigs* Anleitung zur Analyse organischer Körper. Braunschweig 1837. 2. Aufl. 1853.
[155] *Wöhler* und *Liebig*, Untersuchungen über das Radikal der Benzoësäure, in den Annalen der Pharmazie, Bd. 3, S. 249 ff. Neuerdings herausgegeben von *Hermann Kopp* als Nr. 22 von *Ostwalds* Klassikern der exakten Wissenschaften. Leipzig, Verlag von W. Engelmann, 1891.
[156] Siehe S. 127.
[157] *Martrès* im Jahre 1803.
[158] *Ostwalds* Klassiker Nr. 22, S. 7 u. f.
[159] Gelegentlich der Jahrhundertfeier des Geburtstages *Liebigs* ist eine umfangreiche Literatur über diesen Forscher entstanden, von der hier einiges angeführt sei:
*Jakob Volhard*, Justus von Liebig. Sein Leben und Wirken. Annalen der Chemie, Bd. 328 (1903) Heft 1, S. 1-40.
*G. F. Knapp*, Justus von Liebig nach dem Leben gezeichnet. Annalen der Chemie, Bd. 328 (1903), Heft 1, S. 41-60.
Beide Abhandlungen sind als Sonderheft unter dem Titel »Justus von Liebig, Gedenkblätter zu dessen hundertjährigem Geburtstage« erschienen (Winter, Leipzig 1903).
*Volhard*, einer der hervorragendsten Schüler Liebigs, hat der chemischen Wissenschaft auch die bedeutendste Biographie des großen Forschers beschert.
*Jacob Volhard*, Justus von Liebig. 2 Bde. Leipzig 1909.
[160] So äußerte sich über ihn der Dichter Platen, mit dem Liebig in Erlangen befreundet war.
[161] *J. v. Liebigs* biographische Aufzeichnungen. Vgl. die Berichte der Deutschen chemischen Gesellschaft. XXIII,785.
[162] *J. v. Liebig*, chemische Briefe erschienen 1844 und erlebten seitdem viele Neuauflagen und Übersetzungen. *Liebig* ragte als Schriftsteller in solchem Maße hervor, daß selbst ein J. Grimm ihn sprachgewaltig nannte.
[163] Dr. *Buch*.
[164] Im Jahre 1817. Siehe *Schweiggers* Journal 23, S. 309 u. 430.
[165] Von diesem Zeitpunkt an bis zum Tode von *Berzelius* standen *Berzelius* und *Wöhler* in engster, wissenschaftlicher und freundschaftlicher Beziehung. Diesem Verhältnis entsprang ein umfangreicher, für die Geschichte der Chemie bedeutungsvoller Briefwechsel. Er erschien unter folgendem Titel:
*Berzelius, J.* und *Wöhler, F.*, Briefwechsel. Mit einem Kommentar von *J. v. Braun*; herausgegeben von *O. Wallach*. Leipzig, Verlag von W. Engelmann, 1901. Bd. I (717 S.) und Bd. II (743 S.).
[166] Auf die Möglichkeit einer Isomerie chemischer Verbindungen hat schon *A. v. Humboldt* in seinem Werke »Versuche über die gereizte Nerven- und Muskelfaser« (1797) hingewiesen. Er sagt dort: »Drei Körper a, b, c können sehr wohl aus gleichen Mengen Sauerstoff, Wasserstoff, Stickstoff und Metall zusammengesetzt und dennoch in ihrer Natur unendlich verschieden sein.« (*E. O. v. Lippmann*, *A. v. Humboldt* als Vorläufer der Lehre von der Isomerie. Chemiker-Zeitung 1901. Nr. 1.)
[167] /NH_{2} CNONH_{4} = CO \NH_{2}
Cyansaures Ammonium Harnstoff.
[168] Siehe *Dannemann*, Aus der Werkstatt großer Forscher. Leipzig, Verlag von W. Engelmann, 1908, S. 279.
[169] Herausgegeben von *H. Kopp* als 26. Band von *Ostwalds* Klassikern der exakten Wissenschaften. Leipzig, Verlag von W. Engelmann, 1891.
[170] *Thomas Graham* wurde 1805 in Glasgow geboren. Er wirkte als Professor der Chemie in Glasgow und in London, war Mitglied der Royal Society und starb im Jahre 1869. *Graham* ist besonders durch seine Untersuchungen über die Diffusion der Gase und die Osmose bekannt geworden. Von der Konstitution der Salze handelt eine 1836 in den Philos. Transact. erschienene Abhandlung *Grahams* (Inquiries respecting the constitution of salts...).
[171] *Ostwalds* Klassiker Nr. 26, S. 25.
[172] *Ostwalds* Klassiker Nr. 26, S. 59.
[173] Er nannte es Benzin.
[174] *Eilhard Mitscherlich*, Über das Benzin und die Verbindungen desselben. Herausgegeben von *J. Wislicenus* als 98. Band von *Ostwalds* Klassikern der exakten Wissenschaften. Leipzig, Verlag von Wilhelm Engelmann, 1898.
[175] C_{6}H_{5}COOH + CaO = CaCO_{3} + C_{6}H_{6}.
[176] CH_{3}COONa + NaOH = Na_{2}CO_{3} + CH_{4}.
[177] CCl_{3}COOK + KOH = K_{2}CO_{3} + CHCl_{3}.
[178] *Mitscherlich* fand 92,46 (statt 92,31) Kohlenstoff, und 7,54 ( " 7,69) Wasserstoff.
[179] Durch Zinin im Jahre 1841. Journal für prakt. Chemie 27, 149.
[180] *Ostwalds* Klassiker, Nr. 98, S. 14.
[181] *Ostwalds* Klassiker, Nr. 98, S. 18.
[182] Als 27. Band von *Ostwalds* Klassikern der exakten Wissenschaften, herausgegeben von *A. von Bayer*. Leipzig, Verlag von W. Engelmann, 1891.
[183] Biographisches über *Bunsen* enthält die von seinem Schüler und Nachfolger *Theodor Curtius* gehaltene Gedächtnisrede. Universitätsdruckerei in Heidelberg 1900.
Eine vortreffliche Würdigung der wissenschaftlichen Leistungen und der Persönlichkeit *Bunsens* enthält die Gedenkrede, die einer seiner bedeutendsten Schüler und Mitarbeiter, Sir *Henry Roscoe*, am 29. März des Jahres 1900 in der Londoner chemischen Gesellschaft hielt. Sie ist im I. Bande der von der Deutschen *Bunsen*-Gesellschaft gesammelten Abhandlungen *Bunsens* (Bd. I, S. XV u. f.) in deutscher Übersetzung wiedergegeben. Die gesammelten Abhandlungen *Bunsens* umfassen 3 Bände. Sie wurden von *W. Ostwald* und *M. Bodenstein* herausgegeben. Leipzig, Verlag von W. Engelmann, 1904.
[184] Von *Bunsens* Bedeutung als Lehrer handelt ein von *Georg Kahlbaum* in den Mitteilungen zur Geschichte der Medizin und Naturwissenschaften (Bd. I, S. 9) erschienenes Referat.
[185] *Bunsen* und *Berthold*, Eisenoxydhydrat, das Gegengift des weißen Arseniks und *Bunsen*, Untersuchungen über die Doppelcyanüre. Beide Arbeiten sind im I. Bande der gesammelten Abhandlungen (S. 77 und S. 173) wieder veröffentlicht worden.
[186] Von 1837-1843.
[187] Die nach dem Entdecker benannte *Cadet*sche rauchende arsenikalische Flüssigkeit.
[188] Des Kakodylcyanids.
[189] Der Name sollte eine Beziehung zum Alkohol und zu Arsen ausdrücken.
[190] Abgeleitet von Κακώδησ (stinkend), wegen des furchtbaren Geruches, den die Verbindung besitzt.
[191] Die Konstitution des Kakodyls und seiner Verbindungen geht aus folgender Zusammenstellung hervor:
/CH_{3} As-- = Kakodyl (ein einwertiges Radikal) \CH_{3}
/CH_{3} As |\CH_{3} | = freies Kakodyl |/CH_{3} As \CH_{3}
/CH_{3} As--CH_{3} = Kakodylchlorid \Cl
/CH_{3} As--CH_{3} \ O = Kakodyloxyd / As--CH_{3} \CH_{3}
[192] *Wurtz*, Abhandlung über die Glykole oder zweiatomige Alkohole und über das Äthylenoxyd als Bindeglied zwischen der organischen und der Mineralchemie. Als Band 170 von *Ostwalds* Klassikern der exakten Wissenschaften herausgegeben von M. und *A. Ladenburg*. Leipzig, Verlag von W. Engelmann, 1909.
*Adolf Wurtz* wurde 1817 in Straßburg geboren. Er trat 1853 in die durch den Rücktritt von *Dumas* erledigte Stelle ein. Später wurde für ihn ein besonderer Lehrstuhl für organische Chemie errichtet. *Wurtz* starb 1884.
[193] *A. Wurtz*, Über das Äthylenoxyd als Bindeglied zwischen organischer und Mineralchemie. In Band 170 von *Ostwalds* Klassikern der exakten Wissenschaften herausgegeben von M. und *A. Ladenburg*. Leipzig, Verlag von W. Engelmann, 1909.
[194] *Karl Gerhardt* wurde 1816 in Straßburg geboren. Er wirkte als Professor der Chemie in Paris und in Straßburg, wo er 1856 starb.
[195] *Jean Baptiste Dumas* (1800-1884) wirkte als Professor der Chemie in Paris, wo er als Lehrer in einem von ihm selbst gegründeten Laboratorium und als Forscher, sowie bei der Organisation des öffentlichen Unterrichts eine hervorragende Tätigkeit entfaltete.
[196] Die heutigen Konstitutionsformeln lauten: CH_{3}COOH und CCl_{3}COOH. Der Umsatz erfolgt nach der Gleichung: CH_{3}COOH + 6Cl = CCl_{3}COOH + 3HCl.
[197] Den Typus Grubengas stellte *Kekulé* im Jahre 1856 auf (Annalen der Chemie, Bd. 101, S. 204).
[198] *A. W. Williamson* wurde 1824 in der Nähe von London geboren. Seine Theorie der Ätherbildung erschien 1852 (Quat. Journ. chem. Soc. IV).
[199] *A. W. von Hofmann* wurde 1818 in Gießen geboren. Er ist aus der Schule *Liebigs* hervorgegangen. Als akademischer Lehrer in Bonn, in London und in Berlin, sowie als Forscher auf allen Gebieten der Chemie entfaltete *Hofmann* eine ganz hervorragende Tätigkeit. Seine Forschungen kamen auch der chemischen Technik in hohem Maße zu gute. Vor allem schuf er die wissenschaftlichen Grundlagen, die zu dem so außerordentlichen Emporblühen der Teerfarbenindustrie in Deutschland geführt haben.
[200] Von Stibium, dem lateinischen Wort für Antimon.
[201] Siehe S. 138.
[202] *H. Kolbe*, Über den natürlichen Zusammenhang der organischen mit den unorganischen Verbindungen (1859). Als 92. Band von *Ostwalds* Klassikern der exakten Wissenschaften herausgegeben von *E. v. Meyer*. Leipzig, Verlag von W. Engelmann, 1897.
*Hermann Kolbe* wurde 1818 in der Nähe von Göttingen geboren. Er war Schüler von *Wöhler* und von *Bunsen*. Während der letzten beiden Jahrzehnte seines Lebens wirkte er als Professor der Chemie in Leipzig. *Kolbe* starb 1884.
[203] Karlsruhe 1860.
[204] *S. Cannizzaro*, Abriß eines Lehrgangs der theoretischen Chemie (1858). Als 30. Band von *Ostwalds* Klassikern der exakten Wissenschaften herausgegeben von *Lothar Meyer*. Leipzig, Verlag von W. Engelmann, 1891.
*Stanislaus Cannizzaro* wurde 1826 in Palermo geboren. Er wirkte als Professor der Chemie an verschiedenen Orten Italiens.
[205] Im Jahre 1818 entdeckten die Franzosen *P. L. Dulong* und *A. Th. Petit*, daß das Produkt aus dem Atomgewicht und der spezifischen Wärme für die im festen Zustande befindlichen Elemente annähernd konstant (6,4) ist. Dieser konstante Wert wird als Atomwärme bezeichnet.
[206] Annalen der Chemie, Bd. 85, S. 368 u. f.
[207] Wie sich *A. W. v. Hofmann* auf der 63. Vers. deutscher Naturf. und Ärzte ausdrückte. Siehe auch *v. Hofmann*, *J. v. Liebig* und *Fr. Wöhler*, zwei Gedächtnisreden. Leipzig 1891. S. 24.
[208] *J. Liebig*, Die organische Chemie in ihrer Anwendung auf Agrikultur und Physiologie, 1842. S. 167.
[209] *Max von Pettenkofer* wurde 1818 in der Nähe von Neuburg a. d. Donau geboren. Er wirkte als Professor der Hygiene in München und leitete dort gleichzeitig das auf sein Betreiben eingerichtete, erste hygienische Institut. Auch die Einrichtung von Lehrstühlen für Hygiene an den übrigen Universitäten ist besonders auf den Einfluß *Pettenkofers* zurückzuführen. *Pettenkofer* starb 1901 in München. Einen Nachruf widmete ihm sein Schüler und Mitarbeiter *Voit* unter dem Titel: *Max von Pettenkofer* zum Gedächtnis. Rede im Auftrage der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in der öffentlichen Sitzung vom 16. November 1901 gehalten von *Carl von Voit*. München 1902.
[210] *C. Dubois Reymond*, Gedächtnisrede auf *J. Müller*. Abhandlungen der Berl. Akademie 1859/60.
[211] *J. Müller*, Handbuch der Physiologie des Menschen. Coblenz 1833 bis 1840. 2 Bde.
[212] *Johannes Müller*, Zur vergleichenden Physiologie des Gesichtssinnes. Leipzig 1826, Teil VII, Kapitel 4 und 5.
[213] *J. Liebig*, Chemische Briefe 1844. S. 146.
[214] *Heinrich Friedrich Link* (1767-1851) war damals Professor der Naturwissenschaften in Rostock. Später wurde er als Professor der Botanik nach Berlin berufen.
Einen zweiten Preis erhielt der Berliner Anatom *Rudolphi* (1771 bis 1832). Seine Arbeit steht indessen hinter derjenigen *Links* weit zurück und kann hier übergangen werden.
[215] *Kurt Sprengel*.
[216] *Link*, Grundlehren der Anatomie und Physiologie der Pflanzen. Göttingen 1807.
[217] Von *Corti*, 1772.
[218] *Robert Brown*, 1831.
[219] So durch *Johannes Müller*. Siehe S. 151 dieses Bandes.
[220] In Neuß. Er starb 1882 in Köln.
[221] Siehe S. 150 dieses Bandes.
[222] Siehe an anderer Stelle dieses Bandes.
[223] Im Jahre 1824 durch *Prévost*.
[224] Als 176. Band von *Ostwalds* Klassikern der exakten Wissenschaften wieder herausgegeben von *F. Hünseler*. Leipzig, Verlag von W. Engelmann, 1910.
[225] Die Chorda dorsalis ist die erste Anlage der Wirbelsäule, sie wird im Laufe der Entwicklung durch die Wirbelkörper verdrängt, bleibt aber bei den niedersten Wirbeltieren, wie dem Amphioxus und dem Neunauge, während der ganzen Dauer ihres Lebens erhalten.
[226] *Rudolph Virchow*, Die Zellularpathologie in ihrer Begründung auf physiologische und pathologische Gewebelehre. Berlin 1858. S. 12.
[227] *Virchow*, Zellularpathologie. Berlin 1858, S. 25. Von *Virchow* rührt das Wort omnis cellula e cellula her.
[228] *E. Rádl*, Geschichte der biologischen Theorien. II. Bd., S. 380. Leipzig, Verlag von W. Engelmann, 1909.
[229] *Mathias Jakob Schleiden* wurde 1804 in Hamburg geboren und starb im Jahre 1881.
[230] Zuerst 1848, in 6. Aufl. 1864 bei W. Engelmann in Leipzig erschienen.
[231] *Corti* 1772; *Treviranus* 1811.
[232] *Robert Brown.*
[233] Durch *von Mohl*.
[234] Den Namen schuf *von Mohl* 1846.
[235] *Unger*, Die Pflanze im Momente der Tierwerdung. Siehe *Dannemann*, Aus der Werkstatt großer Forscher, 1908. S. 331.
[236] *Nägeli*, Die Stärkekörner. 1858.
[237] Durch Intussusception, wie der wissenschaftliche Ausdruck für diesen Vorgang lautet.
[238] *Karl Wilhelm Nägeli* wurde 1817 in der Nähe von Zürich geboren. Er wurde 1842 Dozent der Botanik und erhielt 1858 die Professur für diese Wissenschaft in München. Er starb 1891.
[239] *Nägeli*, Zellkern, Zellbildung und Zellenwachstum bei den Pflanzen. 1844 u. f.
[240] Siehe Bd. III, S. 107.
[241] *Nägeli*, Beiträge zur wissenschaftlichen Botanik 1858.
[242] Von großem Einfluß für die Fortschritte auf diesem Gebiete war *Nägelis* und *Schwendeners* Werk »Das Mikroskop«.
[243] Siehe Bd. III, S. 385 u. f.
[244] Bd. II, S. 419.
Zu den Männern, die schon im 18. Jahrhundert eine genetische Auffassung auf den Gebieten der Geologie und der Biologie vertraten, gehört der Franzose *B. de Maillet* (1662-1738). Er verfaßte um 1715 eine Schrift (Telliamed), in der er seine Ansichten über die Entwicklung der Erde und die Entstehung der Organismen veröffentlichte. Diese Schrift erschien erst 1748. Sie hat auf die Entwicklung der evolutionistischen Ideen einen bedeutenden Einfluß geübt, der sich besonders bei *Buffon* und auch bei *Lamarck* bemerkbar macht. *Cuvier* bezeichnet deshalb die Deszendenztheoretiker seiner Zeit als Nachtreter (sectateurs) *de Maillets* (*Kohlbrugge*, *B. de Maillet*, *J. de Lamarck* und *Ch. Darwin*. Biolog. Zentralblatt 1912, S. 505.)
Nach *de Maillet* war die Erde ursprünglich ganz vom Meere bedeckt. Letzteres barg anfangs keine Organismen, daher enthalten die ältesten geologischen Schichten auch keine Versteinerungen. Nach dem Emportauchen von Inseln und Festländern sollen sich aus den Meeresbewohnern Landtiere und Vögel entwickelt haben.
[245] *Von Hoff*, Geschichte der durch Überlieferung nachgewiesenen natürlichen Veränderungen der Erdoberfläche. 3 Bände. 1822-1834. Zwei weitere Bände wurden nach hinterlassenen Aufzeichnungen *v. Hoffs* durch *H. Berghaus* herausgegeben. 1840/41.
[246] *Ch. Lyell*, Principles of Geology, being an attempt to explain the former changes of the earths surface by reference to causes now in operation 1830. Eine Übersetzung ins Deutsche gab *Hartmann* 1833 nach der 2. Auflage des Originals heraus.
[247] *Lyell*, Über das Alter des Menschengeschlechts, 1863.
[248] Geboren zu Delitzsch am 19. April 1795. Eine Biographie schrieb *M. Laue* unter dem Titel: *Chr. G. Ehrenberg*. Berlin 1895.
[249] Syzygites Ehbg. Siehe die Abhandlungen der Leopoldiniscben Akademie vom Jahre 1820.
[250] *Chr. G. Ehrenberg*, Die Infusorien als vollkommene Organismen. Ein Blick in das tiefere Leben der organischen Natur. Nebst einem Atlas mit 64 kolorierten Kupfertafeln. Berlin 1838.
[251] Jahrbuch für Mineralogie 1837, S. 105.
[252] *Chr. G. Ehrenberg*, Mikrogeologie, Das Erden und Felsen schaffende Wirken des unsichtbaren, kleinen selbständigen Lebens auf der Erde. Mit über 4000 Figuren. Berlin 1854.
[253] Siehe *Harnacks* Geschichte der Preußischen Akademie der Wissenschaften. S. 624.
[254] *Ch. Darwin*, The structure and distribution of coral reefs. Eine deutsche Übersetzung veröffentlichte 1876 *V. Carus*.
[255] *Julius Robert Mayer* wurde am 25. November 1814 in Heilbronn geboren. Nach Beendigung seiner medizinischen Studien unternahm er eine Reise als Schiffsarzt, worauf er sich in seiner Vaterstadt niederließ. Als um 1850 das Prinzip von der Erhaltung der Kraft zur allgemeinen Annahme gelangte, wurde *Mayers* Verdienst um die Aufstellung dieses Prinzips zunächst nicht anerkannt. Der Prioritätsstreit mit *Joule* versetzte ihn in eine tiefe Gemütsverstimmung. Erst gegen das Ende seines Lebens (er starb am 20. März des Jahres 1878) wurden *Mayers* Ansprüche gewürdigt. Sogar die Royal Society ehrte ihn durch Übersendung einer Medaille. Die neueste Ausgabe der Schriften samt einer ausführlichen Biographie *Mayers* verdanken wir *J. J. Weyrauch*. 2. Bde. Stuttgart 1893.
[256] *R. Mayer*, Die Mechanik der Wärme, S. 105 (*Weyrauchs* Ausgabe.) »Die Mechanik der Wärme, zwei Abhandlungen von *Robert Mayer*« wurde neuerdings auch als Bd. 180 von *Ostwalds* Klassikern der exakten Wissenschaften durch *A. v. Oettingen* herausgegeben. Leipzig, Verlag von W. Engelmann, 1911.
[257] *Mayer*, Die Mechanik der Wärme (*Weyrauchs* Ausgabe), S. 244.
[258] A. a. O. S. 55.
[259] Siehe Bd. III, S. 270.
[260] Siehe Bd. III, S. 278, sowie *Ostwalds* Klassiker Nr. 37, S. 23.
[261] *Mayer*, Die organische Bewegung in ihrem Zusammenhange mit dem Stoffwechsel. 1845. *Dannemann*, »Aus der Werkstatt großer Forscher« enthält eine auszugsweise Wiedergabe dieser wichtigen Schrift *Mayers*.
[262] Ein von den älteren Physikern oft gebrauchter Ausdruck. Er bedeutet Experiment des Kreuzes. Gemeint ist das Kreuz, das an der Stelle, wo sich zwei Wege trennen, errichtet wird.
[263] *J. R. Mayer*, Die Mechanik der Wärme. Stuttgart 1867. S. 279.
[264] Siehe Bd. III, S. 265 und 268.
[265] *James Prescott Joule* wurde 1818 in Salford bei Manchester geboren, wo sein Vater eine Brauerei besaß. In Manchester wurde *Joule* durch *Dalton* in die chemisch-physikalische Forschung eingeführt. Er war gezwungen, seine Arbeiten als Privatmann fortzusetzen, da er schon mit fünfzehn Jahren in das Geschäft seines Vaters eintreten mußte. *Joule* starb im Jahre 1889.
[266] On the production of heat by voltaic electricity. Proceedings of the Royal Society. 1840.
[267] Das mechanische Wärmeäquivalent, gesammelte Abhandlungen von *J. P. Joule*, übersetzt von *Sprengel*, 1872. S. 37.
[268] Philos. Magaz. Bd. XXIII, p. 442.
[269] Philosophical Transactions 1850, S. 61 u. f.
[270] Philos. Transact. 1850. I. Teil. Tafel VII. Fig. 1 und 9.
[271] Beiblätter der Annalen der Physik II, 1878, S. 248.
[272] *L. A. Colding* wurde 1815 auf Seeland geboren. Er wirkte als Ingenieur in Kopenhagen.
[273] *H. Helmholtz*, »Über die Erhaltung der Kraft«. Berlin 1847. Neu herausgegeben als 1. Band von *Ostwalds* Klassikern der exakten Wissenschaften. Leipzig, Verlag von W. Engelmann, 1889.
*Hermann v. Helmholtz* wurde am 31. August 1821 als Sohn eines Gymnasiallehrers in Potsdam geboren. Nachdem er in Königsberg, Bonn und Heidelberg die Professur für Physiologie bekleidet hatte, wurde er im Jahre 1871 als Professor der Physik an die Universität Berlin berufen. Während der letzten Jahre seines Lebens leitete *Helmholtz* die Physikalisch-technische Reichsanstalt in Charlottenburg, ein Institut, das er unter der Mitwirkung von *Werner Siemens* ins Leben gerufen hatte. *Helmholtz* starb am 8. September 1894.
[274] *Helmholtz* selbst schrieb später über diese Episode: »Die physikalischen Autoritäten waren geneigt, die Richtigkeit des Gesetzes zu leugnen und in dem eifrigen Kampfe gegen *Hegels* Naturphilosophie, den sie führten, auch meine Arbeit für eine phantastische Spekulation zu erklären. Nur der Mathematiker *Jacobi* erkannte den Zusammenhang meines Gedankenganges mit dem der Mathematiker des vorigen Jahrhunderts, interessierte sich für meinen Versuch und schützte mich vor Mißdeutung.« *L. Königsberger*, Gedächtnisrede auf *Jacobi*, 1906. G. B. Teubner.
[275] Siehe Bd. III, S. 272.
[276] Nach der schon von *Galilei* abgeleiteten Fallformel ist die Geschwindigkeit v des fallenden Körpers gleich √(2gh). Also ist g h = v^2/2.
[277] *Hermann v. Helmholtz*, Über die Wechselwirkung der Naturkräfte und die darauf bezüglichen neuesten Ermittelungen der Physik. 1854.
[278] *Pouillet*, Mémoire sur la chaleur solaire etc. Paris 1838. Siehe *Poggendorffs* Annalen Bd. LXV.